Hungersnot in Äthiopien

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Quatschki
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Quatschki » Sa 6. Feb 2016, 09:41

Wobei man sagen muß, dass auch bei uns Bauern, die ihren Acker mit Handhacke oder Ochsenpflug bestellen, keine Kredite bekämen und auf Unterstützung der Welthungerhilfe angewiesen wären, bzw. um ALG2 zu bekommen, ihr Land an Investoren verkaufen müßten.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Bielefeld09
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 6. Feb 2016, 21:19

Quatschki hat geschrieben:(06 Feb 2016, 09:41)

Wobei man sagen muß, dass auch bei uns Bauern, die ihren Acker mit Handhacke oder Ochsenpflug bestellen, keine Kredite bekämen und auf Unterstützung der Welthungerhilfe angewiesen wären, bzw. um ALG2 zu bekommen, ihr Land an Investoren verkaufen müßten.

Fakt ist aber auch, das eine Weltgemeinschaft in der Lage sein muss, Hungersnöte zu bekämpfen.
Und natürlich geht es um Resourcenverteilung und nachhaltige Lösungen.
Das Wetter verhindert einfach keine inteligenten Lösungen, eher korrupte Politiker und Krisengewinnler.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » Sa 6. Feb 2016, 23:46

Bielefeld09 hat geschrieben:(06 Feb 2016, 21:19)

Fakt ist aber auch, das eine Weltgemeinschaft in der Lage sein muss, Hungersnöte zu bekämpfen.
Und natürlich geht es um Resourcenverteilung und nachhaltige Lösungen.
Das Wetter verhindert einfach keine inteligenten Lösungen, eher korrupte Politiker und Krisengewinnler.


Wetter ??? Für die Rosenplanagen reicht das Wasser....

Wer Monokulturen anbaut - und sich einen Scheiss um das Überleben seiner DIREKTEN Nachbarn kümmert.....sollte hier kein Stück Produkt verkaufen....

Wo bleibt hier der Aufschrei Grün ?.....statt der versuchte Griff in meine Tasche ????
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 6. Feb 2016, 23:57

Teeernte hat geschrieben:(06 Feb 2016, 23:46)

Wetter ??? Für die Rosenplanagen reicht das Wasser....

Wer Monokulturen anbaut - und sich einen Scheiss um das Überleben seiner DIREKTEN Nachbarn kümmert.....sollte hier kein Stück Produkt verkaufen....

Wo bleibt hier der Aufschrei Grün ?.....statt der versuchte Griff in meine Tasche ????

Wo bleibt der Aufschrei der aktiven Rechten gegen die Ausbeutung dritter Welt Staaten?
Aber reicht es nicht irgendwann an Schuldvorwürfen?
Hunger muss weltweit bekämpft werden.
Danach die Armut.
Warum eigentlich nicht?
Das Wetter?!
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » So 7. Feb 2016, 02:49

Bielefeld09 hat geschrieben:(06 Feb 2016, 23:57)

Wo bleibt der Aufschrei der aktiven Rechten gegen die Ausbeutung dritter Welt Staaten?
Aber reicht es nicht irgendwann an Schuldvorwürfen?
Hunger muss weltweit bekämpft werden.
Danach die Armut.
Warum eigentlich nicht?
Das Wetter?!


Solche Politischen Systeme halten gezielt "hungernde" vor - um abzukassieren.... die Hilfslieferungen nochmal zu verkaufen...

Mehr unterstützung ...mehr Hungernde. Wer am System nichts ändert - und Nachhaltig - kann das Geld gleich zum Fenster rauswerfen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Bielefeld09 » So 7. Feb 2016, 02:55

Teeernte hat geschrieben:(07 Feb 2016, 02:49)

Solche Politischen Systeme halten gezielt "hungernde" vor - um abzukassieren.... die Hilfslieferungen nochmal zu verkaufen...

Mehr unterstützung ...mehr Hungernde. Wer am System nichts ändert - und Nachhaltig - kann das Geld gleich zum Fenster rauswerfen.

Sorry, aber dir übergebe ich ein hungerndes Kind.
Und dann erzähle mir den Text vom Fenster nochmal.
Mach mal!
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » So 7. Feb 2016, 02:55

Teeernte hat geschrieben:(06 Feb 2016, 23:46)

Wetter ??? Für die Rosenplanagen reicht das Wasser....

Wer Monokulturen anbaut - und sich einen Scheiss um das Überleben seiner DIREKTEN Nachbarn kümmert.....sollte hier kein Stück Produkt verkaufen....



So als Frage, wie kommst du darauf das dort Monokulturen angebaut werden?
Weil das nicht stimmt. Aber wie kommst du zu dieser Aussage? Mal nachgeschaut oder eher nicht?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » So 7. Feb 2016, 10:59

Wasteland hat geschrieben:(07 Feb 2016, 02:55)

So als Frage, wie kommst du darauf das dort Monokulturen angebaut werden?
Weil das nicht stimmt. Aber wie kommst du zu dieser Aussage? Mal nachgeschaut oder eher nicht?


SAMSTAG 8. MAI 2010 UM 18.15 UHR - 19/05/10

Äthiopien: Rosen gegen den Hunger

http://www.podcast.de/episode/2207383/Ä ... en+Hunger/

Von Tilman Przyrembel, Sebastian Kuhn und Wolfgang Schoen – ARTE GEIE / TV Schoenfilm - Deutschland 2010

Äthiopien ist eines der fruchtbarsten Länder der Welt und doch hungert dort die Hälfte der Bevölkerung – das internationale Agrobusiness aber verspricht der Regierung Hilfe im Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger. Der Inder Sai Ramakrishna Karuturi hat 300 000 Hektar äthiopisches Land gepachtet, um dort hunderttausende Tonnen Agrarprodukte, Nahrungspflanzen und Blumen, anzubauen und zu ernten – und um Arbeitplätze zu schaffen.

Die Regierung habe ihnen ihr Land genommen, um es an den Investor zu verpachten, sie seien nun gezwungen für ihn zu arbeiten und sie verdienten dort weniger als vorher mit dem Erlös des eigenen Landes.

2013: Eine von neun Schnittrosen, die in Europa gekauft wurden, stammte von einer Rosenfarm des multinationalen indischen Konzerns Karuturi Global Ltd. 580 Millionen
Rosen pflanzte die Firma pro Jahr in Äthiopien, Kenia und Indien. Seit dem 11. Februar 2014 ist die Tochtergesellschaft von Karuturi in den Niederlanden bankrott. Am 30. September 2014 musste auch sein Blumenvertrieb in den Niederlanden Insolvenz anmelden. Für viele Oromo-Kleinbauern hat diese kurze Wirtschaftsnotiz einen herben Beigeschmack. Denn sie verloren ihr Land an das Unternehmen, das zuvor riesige Investitionen in die äthiopische Landwirtschaft angekündigt hatte.

Die Region Gambela ist ein Feuchtgebiet, in dem es eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren gibt. Die dort ansässigenVölker nutzten das Wasser für sich und ihre Tiere schonend. Doch nun ist dieses empfindliche Ökosystem weitgehend zerstört. Bei einem mechanisierten kommerziellen Agrarprojekt wie dem von Karuturi werden meist große Mengen an Dünge und Schädlingsbekämpfungsmitteln eingesetzt. Die Chemikalien mindern die Wasserqualität, schädigen das Ökosystem, verschlechtern die Lebensbedingungen der Anwohner und ihres Viehs. Kritik gibt es auch an den Anbaumethoden der Intensivwirtschaft: Der Boden wird mit der Zeit ausgelaugt. Es droht Erosion, vor allem bei heftigen Niederschlägen. Die Rodung von Wäldern bewirkt zudem Klimaveränderungen und eine Verringerung der örtlichen Niederschlagsmengen.

2010 begann die Zwangsumsiedlung und Vertreibung von zunächst 70.000 Angehörigen dieser Völker in neue Dörfer. Die Anuak und Nuer hatten keinerlei Mitspracherecht; sie wurden auch nicht ausreichend über die Umsiedlung informiert. Falls sie sich weigerten, ihr Zuhause zu verlassen, ging das äthiopische Militär brutal gegen die Widerstandleistenden vor. Die neuen Siedlungen wurden in trockenen Gebieten mit kargen Böden errichtet. „Es wurden uns eine Schule, ein Krankenhaus und frisches Wasser versprochen. Bis jetzt haben wir nur eine Wasserpumpe“, klagt Udul Ujulu, Chief des Dorfes Karmi, der ursprünglich mit seinen sieben Kindern an den Ufern des Flusses Baro in Gambella lebte. Weder die äthiopische Regierung noch Karuturi sahen die Notwendigkeit, den Umgesiedelten Zugang zu Wasser, medizinischer Versorgung und zu Bildungseinrichtungen sowie Arbeitsplätzen zu verschaffen. Den Nuer wurde sprichwörtlich der Wasserhahn zugedreht: So wurden Straßen und Wege blockiert, die zuvor von den Wanderhirten benutzt wurden, um Flüsse und Wasserstellen zu erreichen. Sie müssen seither auf wesentlich längere Wegstrecken ausweichen, um ihre Tiere zu tränken. Viele waren gezwungen, ihr Vieh zu Niedrigpreisen zu verkaufen. Auch die versprochenen Arbeitsplätze erfüllten nicht die Erwartungen: Da Karuturi eigene, indische Fachkräfte und Hilfsarbeiter mit ins Land bringen durfte, blieben den Anuak und Nuer höchstens einfache Jobs als Tagelöhner. Diese erhielten nicht den zugesagten Tageslohn von 25-30 Birr, sondern nur zwischen acht und zwölf Birr (etwa 0,50 Euro). Bis 2013 war die Blumenfarm in Naivasha, Kenia, der Goldesel für Karuturi, denn sie brachte drei Viertel des weltweiten Jahresgewinns des Karuturi-Imperiums. Doch im August 2013 streikten 3.000 Arbeiter auf der kenianischen Blumenfarm wegen nicht gezahlter Löhne. Kurze Zeit später konnte das Unternehmen die Stromrechnung in Höhe von 140.000 Euro nicht mehr bezahlen. Fast parallel kamen Schreckensnachrichten aus der Gambela-Region: Am 23. November 2013 warnte das äthiopische Magazin The Reporter , dass die Unternehmungen von Karuturi in Äthiopien am Rande eines Kollaps stünden. Der wenige Wochen später prompt eintrat. Die Farmarbeiter und ihre Familien in Kenia und Äthiopien waren dermaßen in Leid und Armut gestürzt, dass einige versuchten, sich das Leben zu nehmen. Äthiopien lockt Großkonzerne ins Land mit dem Ziel, landwirtschaftliche Entwicklung in armen ländlichen Regionen zu fördern. Doch statt die Landwirtschaft zu stärken, wurden Zehntausende Anuak, Nuer und Oromo entwurzelt. Für sie regnete es weder Gewinne aus der Rosenzucht noch aus der Landwirtschaft. Sie leben nun am Rand der Existenz.
https://www.gfbv.de/de/informieren/zeit ... -in-armut/

Ihr habt bestimmt andere Quellen - die dort Hilfe gebracht haben - und die Leute da in Saus und Braus leben.....????
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » So 7. Feb 2016, 11:24

Bielefeld09 hat geschrieben:(07 Feb 2016, 02:55)

Sorry, aber dir übergebe ich ein hungerndes Kind.
Und dann erzähle mir den Text vom Fenster nochmal.
Mach mal!


Verschenke das Netz und nicht den Fisch....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Wasteland » So 7. Feb 2016, 12:21

Teeernte hat geschrieben:(07 Feb 2016, 10:59)

https://www.gfbv.de/de/informieren/zeit ... -in-armut/

Ihr habt bestimmt andere Quellen - die dort Hilfe gebracht haben - und die Leute da in Saus und Braus leben.....????


Der Außenhandel Äthiopiens besteht im Wesentlichen aus dem Export von Kaffee.
[...]
Die wichtigsten Anbaufrüchte sind Teff (dient nur in Äthiopien, Eritrea und Dschibuti der menschlichen Ernährung), Sorghum, Mais, Weizen, Gerste, Fingerhirse, Raps, Sesam. Die Bodenfruchtbarkeit wird durch Fruchtwechsel mit Leguminosen und einer mehrjährigen Brache erhalten. Auf hofnahen Feldern wird mit Tierdung gedüngt.


https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien#Wirtschaft

Soviel zu den Monokulturen.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Teeernte » So 7. Feb 2016, 13:50

Wasteland hat geschrieben:(07 Feb 2016, 12:21)

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien#Wirtschaft

Soviel zu den Monokulturen.


....genau Deine Quelle - davon werden die Leute aber nicht satt in Zeiten der Dürre.... weil es dann NICHT wächst.

Nomadismus: Er existiert in allen Wüsten und Halbwüsten in den tieferen Lagen. Meistens treiben die Familien saisonal bedingt ihre Viehherden zwischen verschiedenen Weidegebieten hin und her. Ein Nomadismus, bei dem über Jahre weite Strecken zurückgelegt werden, ist selten. Inzwischen werden die Weideflächen knapper. Das liegt einmal an der zunehmenden Bevölkerung, aber auch an der Ausbreitung von kommerziellen Farmen wie beispielsweise in der Danakilebene. Dort verloren die Afar in den 1950er und 1960er Jahren ihre besten Weidegebiete entlang des Awash. Diese Farmen wurden 1975 verstaatlicht und teilweise vergrößert.

Brandrodung: Diese Art der Landnutzung kommt in den Grenzgebieten zum Sudan vor. Der Busch wird gerodet und/oder abgebrannt. Große Bäume bleiben meist stehen. Der Boden wird dann gepflügt oder mit einer Hacke bearbeitet. Das Land wird so für drei bis fünf Jahre genutzt. Ist die natürliche Bodenfruchtbarkeit erschöpft, folgt eine Ruhezeit von 15 bis 25 Jahren, in der der Boden wieder von natürlicher Vegetation überwachsen wird. Die zunehmende Landknappheit zwingt die Bevölkerung ihre Felder in immer kürzeren Intervallen zu bestellen. Ohne die notwendigen Maßnahmen zum Ressourcenschutz ist eine langfristige Nutzung nicht mehr gewährleistet. In vielen Gebieten findet heute ein ähnlicher Prozess wie vor Jahrzehnten und Jahrhunderten im Norden Äthiopiens statt, der zu einer gewaltigen Zerstörung der Ökologie führte.


3% von 30% Bewaldung stehen noch...

Der Außenhandel Äthiopiens besteht im Wesentlichen aus dem Export von Kaffee....

Hauptsache wir haben unseren Caffee....??

Hilfe zur Selbsthilfe...
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Di 9. Feb 2016, 14:22

bakunicus hat geschrieben:(04 Feb 2016, 22:10)

also müßen erst mal die afrikanischen frauen in vorleistung gehen, keine kinder mehr zeugen, obwohl das CO2 sich seit jahrhunderten maßgeblich bei uns in die atmosphäre emmittiert ...
was ist das für eine abgefuckte selbstgerechtigkeit ?

white supremacy ?


Hier geht die Sache gleich weiter:

Im Süd-Sudan führen die Leute lieber Krieg als daß sie
sich mit Ackerbau und Landwirtschaft den Tag versauen.
Jetzt macht ihnen die Dürre das Leben fast unmöglich.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... h-nie.html

Die Hungersnot in Somaliland ist irgendwie untergegangen
in den Kriegswirren dort.

Die Menschen verwüsten ihr Land durch Übernutzung mit
Weidevieh, sie führen Kriege und Religionskriege... und
am Ende sind wir "im Westen" schuld durch zu viel CO2-
Klimagas.

Vor einigen Jahren war in DIE ZEIT ein sehr eingängiger
Bericht zu lesen von einem Idealisten, der tatsächlich durch
mühevolle Arbeit eine verwüstete Gegend mit Baumanpflan-
zungen und angepasster Bewirtschaftung wieder bewohnbar
gemacht hatte. Dann meldete sich "der Staat" als Eigentümer
des Bodens, und wenige Jahre später war da wieder Wüste.

Und das alles, obwohl wir viel zu viel CO2 auch in dieser Zeit
in die Luft geblasen hatten. Als ob dieses unbestrittene Fehl-
verhalten im Norden die einzige Ursache für die Not im Süden
wäre...
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X3Q
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon X3Q » Mi 10. Feb 2016, 13:30

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2016, 14:22)
...
Und das alles, obwohl wir viel zu viel CO2 auch in dieser Zeit
in die Luft geblasen hatten. Als ob dieses unbestrittene Fehl-
verhalten im Norden die einzige Ursache für die Not im Süden
wäre...

Nein, natürlich nicht. Aber speziell beim Sudan-Konflikt, der heute als Konflikt entlang ethnischer Grenzen wahrgenommen wird, läßt sich der Ausgangspunkt auf die klimatischen Veränderungen zurückführen, die 1984 mit der katastrophalen Dürreperiode begannen.

--X
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Mi 10. Feb 2016, 13:45

X3Q hat geschrieben:(10 Feb 2016, 13:30)

Nein, natürlich nicht. Aber speziell beim Sudan-Konflikt, der heute als Konflikt entlang ethnischer Grenzen wahrgenommen wird, läßt sich der Ausgangspunkt auf die klimatischen Veränderungen zurückführen, die 1984 mit der katastrophalen Dürreperiode begannen.

--X


Da werden Sie sicher Recht haben; um so mehr müssen wir
doch darauf bestehen, daß dort nicht immer mehr Menschen
von immer weniger fruchtbarem Land leben sollen. Es kann
doch nicht sein, daß in Notstandsgebieten dieser Art Geburten-
raten von 3% / Jahr hingenommen werden. Die Leute zeugen
eine Zeitbombe, die sie in den Abgrund reißen wird.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon harry52 » Mi 10. Feb 2016, 13:52

Bielefeld09 hat geschrieben:Wo bleibt der Aufschrei ... gegen die Ausbeutung dritter Welt Staaten?

Ich sehe die Ausbeutung nicht so ganz.

Nahezu alle PKW, LKW, Kühlschränke, Medikamente, Handys ... werden nicht in Afrika hergestellt. Sie müssen für teures Geld importiert werden und die meisten Afrikaner wären froh, wenn wir mit unseren Fabriken überhaupt erstmal nach Afrika kämen. Das Problem in Ländern wie Sudan, Äthiopien, Somalia, Jemen, Tschad, Nigeria ... ist doch exakt das, dass sich keiner traut, dort mal eine Fabrik zu bauen, oder die Rohstoffe zu fördern. Auch Minen gibt es entgegen der Meinungen hier in fast allen armen afrikanischen Landstrichen gar nicht.

Auch in Afghanistan stehen die Minenunternehmen nicht Schlange, um dort die Rohstoffe zu fördern.

Ein Hauptproblem ist dabei die instabile politische Lage und auch die fehlende Infrastruktur wie Straßen, Schienen, Brücken, Häfen..)

Stell Dir mal vor, Du bist Manager bei Toyota oder VW und investierst viele millionen Euros in Nigeria und baust dort eine Fabrik und dann kommen die Islamisten, entführen deine Mitarbeiter, oder ermorden sie, oder sprengen die Straßen, die Brücken und Fabriken in die Luft. Dann sind die Millionen weg. Würdest Du dort investieren und Dir nebenbei auch noch den Ärger mit den Arbeitern hier einhandeln, denn die sehen das gar nicht gern, wenn millionen Euros in Nigeria investiert werden.

Davon mal abgesehen, sind die Chinesen und Inder gar nicht so untätig in Afrika

und vor kurzem habe ich einen Bericht gesehen, dass 6 der 10 erfolgreichsten Tigerstaaten in Afrika liegen. Ruanda z.B. hat sich laut des Berichts in den letzten Jahren gut entwickelt. Hier auch mal gucken, wie sich die durchschnittliche Lebenserwartung und die Durchschnittsgehälter in der Welt (und Afrika) entwickelt haben. http://www.gapminder.org Es ist keineswegs so, dass sich da nichts tut. Aber es gibt auch ziemlich gefährliche Gebiete und sogenannte "failed states", aber da investierst Du garantiert auch keinen Cent, wenn Du es zu entscheiden hättest.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Mi 10. Feb 2016, 16:23

"Ruanda z.B. hat sich laut des Berichts in den letzten Jahren gut entwickelt."

Wenn man sich in wiki einen Überblick über die Entwicklung
Ruandas verschafft, dann ist auch dort ein schlimmer Zustand
zu verzeichnen.

Die Bevölkerung wächst zwischen 2% in den Städten (4 Kinder
je Frau) und 3% auf dem Lande (5 oder 6 Kinder je Frau). Dabei
gibt es weite Gebiete mit unterernährten Menschen, obwohl das
Land fruchtbar und wasserreich ist. Mit 435 Menschen / km² ist
Ruanda das am dichtesten besiedelte Land Afrikas.

Ich vermute auch, daß der Ausrottungsversuch an den Tutsis
und Trwa aus dieser Not und Enge entsprang, auch wenn heute
gern von "Rassen" gesprochen wird... die es aber gemäß wiki
so gar nicht gibt. Tutsi, Hutu, Trwa haben einen und denselben
Genpool, sprechen die selben Sprachen. Nur sind die Trwa ganz
arm (keine Rinder), die Tutsi waren die Reichen (>10 Rinder) und
"Aristokraten", die Hutu etwas weniger wohlhabend (~6 Rinder).

Rupert Neudeck war in einer Rundfunksendung des Lobes voll
über den gestrengen Staatspräsidenten Kagame, der das Land
seit 2000 führt; aus Neudecks Beobachtung mit Strenge und ziel-
gerichtet auf wirtschaftliche Entwicklung und Bildung. Da wird es
dem Land besser gehen als etwa Simbabwe und anderen failed
states.

Aber die Aussichten insgesamt sind nicht so gut, weil viel zu viele
Menschen dort ernährt werden wollen... und so viel Nahrung dort
gar nicht nachwächst.
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Fadamo » Mi 10. Feb 2016, 17:21

Teeernte hat geschrieben:(07 Feb 2016, 13:50)

....genau Deine Quelle - davon werden die Leute aber nicht satt in Zeiten der Dürre.... weil es dann NICHT wächst.


3% von 30% Bewaldung stehen noch...

Der Außenhandel Äthiopiens besteht im Wesentlichen aus dem Export von Kaffee....

Hauptsache wir haben unseren Caffee....??

Hilfe zur Selbsthilfe...



Dafür bekommen die unseren Elektroschrott.
Das ist doch ein fairer Handel. :mad2:
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Mi 10. Feb 2016, 17:33

Fadamo hat geschrieben:(10 Feb 2016, 17:21)

Dafür bekommen die unseren Elektroschrott.
Das ist doch ein fairer Handel. :mad2:


Mit der passenden technischen Ausrüstung vor Ort
könnte so etwas sogar ein sinnvoller "Handel" sein...
besser womöglich, als hier im Lande die Rückgewinnung
wertvoller Rohstoffe zu organisieren. Immerhin
prügeln sich nun öffentliche Hand und Privatunternehmen
um Sammlung und Verwertung von Verpackungsmüll!

Vielleicht sollte man Entwicklungshilfe in dieser Weise
als Hilfe zur Selbsthilfe anlegen?
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon Fadamo » Mi 10. Feb 2016, 17:57

H2O hat geschrieben:(10 Feb 2016, 17:33)

Mit der passenden technischen Ausrüstung vor Ort
könnte so etwas sogar ein sinnvoller "Handel" sein...
besser womöglich, als hier im Lande die Rückgewinnung
wertvoller Rohstoffe zu organisieren. Immerhin
prügeln sich nun öffentliche Hand und Privatunternehmen
um Sammlung und Verwertung von Verpackungsmüll!

Vielleicht sollte man Entwicklungshilfe in dieser Weise
als Hilfe zur Selbsthilfe anlegen?

Wenn man Gewinne erzielen will,ist das Bereitstellen der technische Ausrüstung zu teuer.
Da nimmt der Kapitalist schon Mal die Gesundheit der Arbeiter in Kauf.
Ich finde es aber schön ,das Deutschland Arbeitsplätze in Afrika schaffen tut. wWe man sehen kann.
https://youtu.be/XUrvRs_fW94
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Hungersnot in Äthiopien

Beitragvon H2O » Mi 10. Feb 2016, 18:39

Fadamo hat geschrieben:(10 Feb 2016, 17:57)

Wenn man Gewinne erzielen will,ist das Bereitstellen der technische Ausrüstung zu teuer.
Da nimmt der Kapitalist schon Mal die Gesundheit der Arbeiter in Kauf.
Ich finde es aber schön ,das Deutschland Arbeitsplätze in Afrika schaffen tut. wWe man sehen kann.
https://youtu.be/XUrvRs_fW94


Das ist mir zu bösartig angelegt; ich sprach ja
auch von einer technischen Entwicklungshilfe,
wenn da mit einer Gewinnbetrachtung allein
nichts zu machen ist.

Fände ich besser als hier zu Lande solche Ein-
richtungen zu schaffen und die Menschen zur
Arbeit hierher zu holen.

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