Afrikas koloniale Schulden

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Adam Smith
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Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Adam Smith » So 3. Mai 2015, 19:50

In dem Strang Flüchtlingsstrom - die Kehrseite für die Gesellschaft habe ich gelesen, dass die afrikanischen Staaten Frankreich jährlich 440 Milliarden Euro an Steuereinnahmen überweisen.

Zudem müssen diese Länder jährlich ihre „kolonialen Schulden“ für die von Frankreich errichtete Infrastruktur an Paris überweisen, wie Silicon Africa ausführlich berichtet. So nimmt Frankreich rund 440 Milliarden Euro jedes Jahr ein.


http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... en-halten/

http://blogs.mediapart.fr/blog/jecmaus/ ... lonization

Die Zahl erscheint mir frei erfunden zu sein, denn an Entwicklungshilfe sollen die Entwicklungsländer pro Jahr nur 100 Milliarden Euro erhalten. Des Weiteren erscheint mir der Sachverhalt auch sehr dubios.

Man geht davon aus, dass weltweit jährlich umgerechnet bis zu 100 Milliarden Euro in die Entwicklungsländer fließen.


http://www.n-tv.de/politik/Afrika-brauc ... 34371.html

Sollte diese Zahl stimmen, dann wäre das doch ein Skandal. Außer das ist der allgemeine Internet-Unsinn. Weiß hier einer wie sich die Steuereinnahmen von Frankreich zusammensetzen oder wie viel Geld die einzelnen afrikanischen Staaten pro Jahr an Frankreich überweisen?

Griechenland möchte übrigens von uns nur 278,70 Milliarden Euro haben. Und das einmalig. Wobei die griechischen Beamten jedes Jahr Geld sehen möchten.

278,7 Milliarden Euro – so viel verlangt die griechische Regierung an Reparationen von Deutschland. Es geht sowohl um Entschädigungen für Opferfamilien als auch um die so genannte Zwangsanleihe, die 1942 von den Nazis in Athen erhoben und später nicht zurück bezahlt wurde.


http://www.bild.de/politik/inland/griec ... .bild.html

Den Link zu dem Thema habe ich auch noch gefunden.

Der afrikanische Internetdienst Silicon Africa hat nun öffentlich gemacht, dass der französische Staat von seinen ehemaligen Kolonien zuletzt 440 Milliarden Euro an Steuern eingenommen hat. Damit müssten sie ihre „kolonialen Schulden“ für die von Frankreich errichtete Infrastruktur abgelten


http://www.capakaum.com/2015/03/was-lei ... ehen-wird/

Das gesamte Abgabenaufkommen von Frankreich beträgt etwa 1.350 Milliarden US-Dollar. Afrika steuert demnach mehr als 1/3 bei.

http://www.welt-auf-einen-blick.de/wirt ... budget.php

Und die deutschen Verteidigungsausgaben betragen etwa 32 Milliarden Euro.

Der Wehretat soll im Gegensatz zur angekündigten Senkung um 1,39 Milliarden auf 32,26 Milliarden Euro ansteigen. In Reaktion auf die Verkündung des Wehretats 2013 kritisierte die Linke Bundestagsfraktion, dass die Ausgaben für die Bundeswehr seit 2000 um über 40 Prozent angestiegen seien.[13]


http://de.wikipedia.org/wiki/Verteidigungsetat

Nur mal so zum Vergleich.
Zuletzt geändert von Adam Smith am So 3. Mai 2015, 21:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Fadamo
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Fadamo » So 3. Mai 2015, 20:16

Adam Smith » So 3. Mai 2015, 19:50 hat geschrieben:In dem Strang Flüchtlingsstrom - die Kehrseite für die Gesellschaft habe ich gelesen, dass die afrikanischen Staaten Frankreich jährlich 440 Milliarden Euro an Steuereinnahmen überweisen.



http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... en-halten/

http://blogs.mediapart.fr/blog/jecmaus/ ... lonization

Die Zahl erscheint mir frei erfunden zu sein, denn an Entwicklungshilfe sollen die Entwicklungsländer pro Jahr nur 100 Milliarden Euro erhalten. Des Weiteren erscheint mir der Sachverhalt auch sehr dubios.



http://www.n-tv.de/politik/Afrika-brauc ... 34371.html

Sollte diese Zahl stimmen, dann wäre das doch ein Skandal. Außer das ist der allgemeine Internet-Unsinn. Weiß hier einer wie sich die Steuereinnahmen von Frankreich zusammensetzen oder wie viel Geld die einzelnen afrikanischen Staaten pro Jahr an Frankreich überweisen?

Griechenland möchte übrigens von uns nur 278,70 Milliarden Euro haben. Und das einmalig. Wobei die griechischen Beamten jedes Jahr Geld sehen möchten.



http://www.bild.de/politik/inland/griec ... .bild.html

Den Link zu dem Thema habe ich auch noch gefunden.



http://www.capakaum.com/2015/03/was-lei ... ehen-wird/

Die gesamten Steuereinnahmen von Frankreich betragen 1.350 Milliarden Euro. Afrika steuert demnach etwa 1/3 bei.

http://www.welt-auf-einen-blick.de/wirt ... budget.php



Wenn das stimmt,dann soll mal einer sagen,dass europa nicht afrika ausbeutet.
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Marie-Luise

Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Marie-Luise » So 3. Mai 2015, 20:57

Fadamo » So 3. Mai 2015, 21:16

Wenn das stimmt,dann soll mal einer sagen,dass europa nicht afrika ausbeutet.


Frankreich ist nicht Europa.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten sind für mich eine dubiose Quelle. Sie gehören mit den Deutsch Türkische Nachrichten anscheinend zum Gülen-Konzern.
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Fadamo
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Fadamo » So 3. Mai 2015, 21:00

Marie-Luise » So 3. Mai 2015, 20:57 hat geschrieben:
Frankreich ist nicht Europa.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten sind für mich eine dubiose Quelle. Sie gehören mit den Deutsch Türkische Nachrichten anscheinend zum Gülen-Konzern.


Die anderen europ.staaten sind nicht viel besser in der ausbeutung.
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Platon
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Platon » So 3. Mai 2015, 21:43

Wenn man sich mal die "Quelle" anschaut wird klar, dass der Verfasser bei "deutsche Wirtschaftsnachrichten" einfach nicht lesen kann.

Die angegebene Quelle ist:
http://www.siliconafrica.com/france-col ... ign=buffer

Dort heißt es:
It’s such an evil system even denounced by the European Union, but France is not ready to move from that colonial system which puts about 500 billions dollars from Africa to its treasury year in year out.

Wenn man den Artikel weiter liest handelt es sich nicht um eine jährliche Steuer sondern es handelt sich um Währungsreserven. Mit Treasury ist ein französisches Schatzamt gemeint, das Währungsreserven afrikanischer Staaten aufbewahrt und nicht das jährliche Budget des franz. Staates. http://en.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%A9sor_public
#2. Automatic confiscation of national reserves

The African countries should deposit their national monetary reserves into France Central bank.

France has been holding the national reserves of fourteen african countries since 1961: Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Ivory Coast, Mali, Niger, Senegal, Togo, Cameroon, Central African Republic, Chad, Congo-Brazzaville, Equatorial Guinea and Gabon.

[....]
In short, more than 80% of the foreign reserves of these African countries are deposited in the “operations accounts” controlled by the French Treasury. The two CFA banks are African in name, but have no monetary policies of their own. The countries themselves do not know, nor are they told, how much of the pool of foreign reserves held by the French Treasury belongs to them as a group or individually.
[...]
It’s now estimated that France is holding close to 500 billions African countries money in its treasury, and would do anything to fight anyone who want to shed a light on this dark side of the old empire.

Ich vermute, dass die Unterschiede zwischen 440 und 500 Milliarden etwas mit dem Unterschied von verschiedenen Währungen zu tun hat. Aus dem Kontext wird klar, dass mit 440 Mrd bei dem deutschen Artikel die 500 Mrd des Blog-Eintrages gemeint sind. Das gemeinsame BIP dieser 14 Länder beträgt übrigens: US$78.4 + US$88.2 Billion = 166,6 Mrd US-Dollar. (Stand 2012) http://en.wikipedia.org/wiki/CFA_franc :)

zu der kolonialen Steuer heißt es dort:
#1. Colonial Debt for the benefits of France colonization

The newly “independent” countries should pay for the infrastructure built by France in the country during colonization.

I still have to find out the complete details about the amounts, the evaluation of the colonial benefits and the terms of payment imposed on the african countries, but we are working on that (help us with info).

--> der Verfasser der Quelle weiß auch nicht was es mit dieser angeblichen kolonialen Steuer zu tun hat, die Hunderten an Milliarden sind es in jedem Fall schon mal nicht. Allein schon weil die Zahl ihr gemeinsames BIP um ein vielfaches übersteigt. Die Quelle der Quelle sind so genannte “Cooperation Accords" die die afrikanischen Staaten bei ihrer Unabhängigkeit unterzeichneten und die Frankreich diverse Sonderrechte für die Zukunft einräumten. Wogegen die Quelle des Artikels dann in anti-französischer und anti-kolonialer Manier polemisiert. Also irgendwelche Staatsverträge die man bei der Entkolonialisierung unterzeichnet hat. Die müsste man mal googlen, möglicherweise jemand der französisch kann. :|
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Mir » Di 14. Jul 2015, 10:20

Allein schon der Titel dieses Threads ist bezeichnend. Umgekehrt wird wohl eher etwas Sinnvolles daraus. "Wir müssen den Afrikanern nichts geben. Es reicht, ihnen nichts mehr zu stehelen." (Jean Ziegler als Beauftragter der UN für das Recht auf Nahrung)
Marcin
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Marcin » Di 14. Jul 2015, 10:58

dwn :dead:
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon HugoBettauer » Mi 21. Okt 2015, 02:46

Frankreich hatte ursprünglich auch viel Geld reingesteckt, da ist es nur fair, eine kleine Rückforderung anzumelden.
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Mithrandir
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Mithrandir » Mi 21. Okt 2015, 20:36

Adam Smith » So 3. Mai 2015, 20:50 hat geschrieben:In dem Strang Flüchtlingsstrom - die Kehrseite für die Gesellschaft habe ich gelesen, dass die afrikanischen Staaten Frankreich jährlich 440 Milliarden Euro an Steuereinnahmen überweisen.


Eigentlich sollte schon aus der Größenordnung ersichtlich sein, dass das nicht sein kann. Platon hatte sich ja freundlicherweise die Mühe gemacht, zu schauen, wo dieser Unsinn herkommt.
Erstaunlich ist es aber schon, was für ein Quatsch geglaubt und ungeprüft verbreitet wird.

Worum es geht ist der CFA-Franc:
Monetary cooperation between France and African countries in the Franc Zone is governed by four fundamental principles: unlimited convertibility guarantee from the French Treasury, fixed parities, free transferability and centralisation of foreign exchange reserves. In exchange for this guarantee, the three central banks are required to deposit part of their foreign exchange reserves on an “operating” account with the French Treasury.

https://www.banque-france.fr/en/eurosys ... -zone.html
Die Darstellung der banque france legt den Schwerpunkt natürlich nicht auf Kritik hinsichtlich des französischen Einflusses bedingt durch die Kolonialvergangenheit - die sich sicher berechtigt anbringen lässt, der verbreitete Unsinn wird dadurch aber ebenso natürlich nicht weniger Unsinn.
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immernoch_ratlos
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 10. Apr 2017, 09:01

Eigentlich sollte das nach "Ostafrika" - nun ja hier passt es sicher auch, aber "Afrika" (ohne "koloniale Schulden") hätte auch genügt...

All diese "Argumente" sind an Oberflächlichkeit kaum noch zu überbieten. 9 Balkendiagramme Europa und Afrika im Vergleich Keine "Sau" interessiert sich wirklich für diese Entwicklung. Europa hat auf solche "Überlastungen" aller vorhandenen Ressourcen, mit großen Auswanderungswellen reagiert. Meist in den amerikanischen Kontinent oder Australien und Neuseeland wurden mit der europäischen Überschussproduktion "beglückt".

Das "man" mit eine weiteren Verdoppelung der afrikanischen Bevölkerung in toto bis 2050, also in von Heute gerechnet in nur ~34 Jahren ausgeht, während die Weltbevölkerung bis zur nächsten Verdoppelung (je nach Prozentsatz) bei 1,2 % ~58 Jahre benötigt, zeigt, wie unterschiedlich diese Entwicklungen tatsächlich verlaufen. Wie ist der Prozentsatz des jährlichen durchschnittlichen Zuwachs berechenbar ? Auch hier kann man ohne die Mathematik allzu sehr zu strapazieren den Prozentsatz berechnen. Einfach 70 durch die Jahre bis zur nächsten Verdoppelung teilen = 2,06 %

Würde man dies auf die Welt ansetzen, wären um 2050 statt der derzeitigen Weltbevölkerung von ~7,4 Milliarden, ~15 Milliarden Menschen zu ernähren und "irgendwie" müssten die wohl auch einer Tätigkeit nachgehen, wenn man weiter unsere Vorstellungen wie alles funktionieren soll ansetzen. :rolleyes:

Nicht das sich da keiner für die Entwicklung in unserem Nachbarkontinent interessiert hätte - schreibt doch die "Welt / N24" am (13.08.2014) 2050 muss Afrika zwei Milliarden ernähren Im Artikel kommen dann diese "Überschriften" vor :

Zahl der Afrikaner wird sich verdoppeln (na ja, das "wissen" wir nun schon)

60 Prozent der jungen Afrikaner sind arbeitslos (daran wird sich wohl kaum etwas ändern - bzw. der Prozentsatz wird steigen - was bitte sollen die auch produzieren ?)

4,7 Kinder sind zwei weniger als noch 1970 (schön, doch "schon" 2,1 würden genügen um den "Bevölkerungs-status-quo" zu halten)

Jede vierte Frau kann nicht verhüten (kann nicht ? darf nicht ? weiß nicht wie ?)

Das kommt nicht in diesem Artikel vor doch hier : Wassermangel betrifft große Teile der Weltbevölkerung - vor allem in Teilen Asiens und Afrikas "irgendwie" ist der "nicht vorhandene" Klimawandel dran schuld. Brunnen bohren hilft ? Ja, allerdings, leider nur, bis der unterirdische Wasserspiegel weiter gesenkt ist und damit wieder Schluss ist.... :?

Die "übrige Welt" (der indische Subkontinent hat sehr ähnliche Probleme und ist die "zweite" Säule für grassierende Überbevölkerung) wird mit zunehmender, zeitgemäßer "Beschäftigung" von Robotern und hilfreichen Algorithmen, selbst ihre Bevölkerungen "nach unten" korrigieren müssen - ja, ja ich weiß für all das, was wegfällt erzeugt eine gute Fee ständig neue wunderbare Arbeitsplätze. Womöglich sollten wir die ja mal nach Afrika schicken....

Nun ja, was wird wohl die anstehend "Klimaänderung" über die Zeit so anrichten - ok da machen wir den Trump und alles ist wieder gut !

Der hat sicher auch eine Lösung für den eklatanten, weltweiten Ressourcenverschleiß - einfach nicht dran denken - dann geht alles von ganz alleine wech...

Privat könnte es sein, ich mache weitere 10 ... 15 Jahre so weiter - also bis 2027 oder 2032 ungefähr. Noch so eine Illusion, Europa mit ~500 Millionen wird ganz sicher seine Grenzen dichthalten - besonders dann, wenn sich die EU in "nationales Wohlgefallen" auflöst.

Wie viele unerwünschte und völlig überflüssige Afrikaner will Europa aufnehmen, bevor es aus allen sozialen und ökonomischen Nähten platzt ?

OK nun bin ich sicher in der Schublade "Rassist" untergebracht. Aber ich bin eigentlich einfach "immernoch_ratlos", weil es kein Kur geben kann - Demokratie ? Religion ? selbst Diktaturen konnten auch nur im Ansatz verhindern, wo Homo Sapiens - eben auch nur ein dummes Tier - heute steht. "Kluge Einsicht" bei der Fortpflanzung ist nicht vorgesehen.... :dead:

Da wäre noch ein klitzekleines Problem - Frauen welche aus Weltgegenden stammen, wo aus welchen Gründen auch immer 4 und mehr Kinder im Durchschnitt pro Frau die "Normalität" darstellen, benötigen über "die weibliche Linie" (welche den sonst) erfahrungsgemäß mindestens DREI ganze Generationen, bis sie sich den dort herrschenden Geburtenraten angepasst haben. Drei Generationen ? Ob "wir" diese zeit noch haben :?:

Hier noch ein kleiner Anhang zum Nachdenken :
Yuval Noah Harari hat geschrieben:Im Jahr 1500 lebten 500 Millionen Menschen auf unserem Planeten.

Heute sind es 7 Milliarden.

Im Jahr 1500 wurden auf der ganzen Welt Waren und Dienstleistungen im Wert von umgerechnet 250 Milliarden Dollar produziert.

Heute sind es knapp 60 Billionen Dollar.

Im Jahr 1500 verbrauchte die Menschheit pro Tag 13 Billionen Kalorien Energie.

Heute verbrauchen wir pro Tag 1500 Billionen Kalorien.

Lassen Sie diese Zahlen einmal auf sich wirken:

14 mal so viele Menschen produzieren 240 mal so viel und verbrauchen dabei 115 mal so viel Energie.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Alpha Centauri
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Re: Afrikas koloniale Schulden

Beitragvon Alpha Centauri » Di 27. Jun 2017, 21:10

Afrikas koloniale Schulden???? Wer hat hier wenn Jahrhunderte lang wenn ausgeplündert sich fremder Rohstoff bedient unrechtmäßig um technischen Fortschritt und materiellen Wohlstand daraus zu generiert. Ganz zu schweigen zum geraubten Humankapital ( Arbeitssklaverei)??? Ohne dafür zu bezahlen??? Manchmal scheint mir die Entwicklungshilfe eine Art Entschädigung dafür zu sein.

In Wahrheit hat auch Europa und die arabische Welt Schulden gegenüber Afrika zu begleichen und ich meine hier nicht einmal ausschließlich die moralischen Schulden sondern auch die finanziellen.

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