Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Mo 9. Jan 2017, 09:13

frems hat geschrieben:(09 Jan 2017, 01:07)

Man kann da gutes Geld machen, genau wie in China oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ebenso kann man auf den Malediven einen schönen Urlaub verbringen. Das sagt bloß nichts über Meinungsfreiheit und den Umgang mit Minderheiten. Ein Beispiel ist das, was Du als "völligen Stuss" bezeichnest. So steht's da halt um die Menschenrechte. Aus dem selben Link, den Du offensichtlich nicht gelesen hast:



Mit S21-Kritik kriegst Du da Probleme, Genosse.


Vermutlich würde in Singapur ein Team von ausgewiesenen Experten das Projekt S21 planen und leiten. Das sind dann die, die ...siehe oben... gut bezahlt werden. Dann unterbleibt so manches Gerede.

Ich habe auf Singapur Tempel besucht und besichtigt, aber die Menschen darin nicht belästigt. Dafür bin ich nicht bestraft worden. Kaugummi und Zigarettenstummel habe ich auch nicht weggeschmissen, ja noch nicht einmal besessen. Dennoch wurde ich nicht in "The Straits Times" zum Besucher des Jahres erklärt.

Ich meine allen Ernstes, daß so manches Zerrbild über dieses Gemeinwesen auf mißgünstiges Gerede zurück zu führen ist. Man kann es ja besichtigen und zu einer davon unabhängigen Meinung gelangen.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Mo 9. Jan 2017, 09:28



Ganz am Anfang gab es in Malaysia ziemlich viel Ärger mit Kommunisten. Der war wohl nicht ganz ausgestanden, als Singapur sich verselbständigte. Immerhin wurde der Mensch nicht hingerichtet und am Ende sogar frei gelassen. Finde ich schon bemerkenswert in dieser Weltgegend! Ich bezweifele auch, daß es darum keine Verhandlungen vor Gericht gab. Mir kommt das Staatswesen in diesen Dingen ehrpusselig vor.

http://www.zeit.de/1975/30/kommunismus- ... die-pocken
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Weltregierung » Di 10. Jan 2017, 05:29

H2O hat geschrieben:(09 Jan 2017, 09:28)

Ganz am Anfang gab es in Malaysia ziemlich viel Ärger mit Kommunisten. Der war wohl nicht ganz ausgestanden, als Singapur sich verselbständigte. Immerhin wurde der Mensch nicht hingerichtet und am Ende sogar frei gelassen. Finde ich schon bemerkenswert in dieser Weltgegend!


Soll ich jetzt dafür applaudieren, dass man so freundlich war, ihn nicht auch noch ohne Anklage hinzurichten? :dead: Das war aber nett von Lee Kuan Yew.
Staaten, die die Menschenrechte achten, werfen niemanden jahrzehntelang ohne Anklage in den Knast. Insofern erschließt sich mir nicht, warum seine Freilassung "bemerkenswert" gewesen sein soll, zumal er selbstverständlich auch nicht für die 23 Jahre, die er unschuldig im Knast saß, entschädigt wurde. Genau das würde ein "ehrpusseliges" Staatswesen aber tun.

H2O hat geschrieben:(09 Jan 2017, 09:28)
Ich bezweifele auch, daß es darum keine Verhandlungen vor Gericht gab. Mir kommt das Staatswesen in diesen Dingen ehrpusselig vor.

http://www.zeit.de/1975/30/kommunismus- ... die-pocken


Du kannst ja gerne das Gegenteil belegen. Bis dahin bleibt es dabei: Unter Lee Kuan Yew wurden Oppositionelle teilweise jahrzehntelang ohne Anklage weggesperrt. Mit Demokratie hat das herzlich wenig zu tun und genau deswegen sind die Vergleiche mit Merkel, Bayern oder Bremen auch Schwachsinn.
https://www.youtube.com/watch?v=xc80T5QuwQA

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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 10. Jan 2017, 09:26

Weltregierung hat geschrieben:(10 Jan 2017, 05:29)

Soll ich jetzt dafür applaudieren, dass man so freundlich war, ihn nicht auch noch ohne Anklage hinzurichten? :dead: Das war aber nett von Lee Kuan Yew.
Staaten, die die Menschenrechte achten, werfen niemanden jahrzehntelang ohne Anklage in den Knast. Insofern erschließt sich mir nicht, warum seine Freilassung "bemerkenswert" gewesen sein soll, zumal er selbstverständlich auch nicht für die 23 Jahre, die er unschuldig im Knast saß, entschädigt wurde. Genau das würde ein "ehrpusseliges" Staatswesen aber tun.



Du kannst ja gerne das Gegenteil belegen. Bis dahin bleibt es dabei: Unter Lee Kuan Yew wurden Oppositionelle teilweise jahrzehntelang ohne Anklage weggesperrt. Mit Demokratie hat das herzlich wenig zu tun und genau deswegen sind die Vergleiche mit Merkel, Bayern oder Bremen auch Schwachsinn.


Ertwas merkwürdig schon, daß Sie sich hier über Demokratie auslassen: Für das Land spricht die Abstimmung mit den Füßen. Ich habe keine Schutzmacht gesehen, die Singapur eine gemütliche Umgestaltung aus einer Kolonialstadt in einen sehr erfolgreichen Stadtstaat ermöglicht hätte. Das mußten die Menschen dort allein erkämpfen, nachdem Chinesen in Malaysia verfolgt wurden und Singapur sich abgetrennt hatte, auch als Fluchtburg für Chinesen, die in Malaysia zu Hause waren.

Ist aber letzten Endes auch Wurscht; das Land ist erfolgreich, eine Fluchtbewegung ist nicht zu beobachten, wohl aber eine Zuzugsbegrenzung. Den Menschen dort scheint es also gut zu gehen; klar wird da immer wieder einmal jemand meckern. Das machen Menschen nun einmal.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Alexyessin » Di 10. Jan 2017, 16:08

H2O hat geschrieben:(10 Jan 2017, 09:26)

Ist aber letzten Endes auch Wurscht; das Land ist erfolgreich, eine Fluchtbewegung ist nicht zu beobachten, wohl aber eine Zuzugsbegrenzung. Den Menschen dort scheint es also gut zu gehen; klar wird da immer wieder einmal jemand meckern. Das machen Menschen nun einmal.


Es ist trotzdem ein autoritärer STaat und keine Demokratie. Darum geht es im Kern bei dieser Debatte.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 10. Jan 2017, 16:27

Alexyessin hat geschrieben:(10 Jan 2017, 16:08)

Es ist trotzdem ein autoritärer STaat und keine Demokratie. Darum geht es im Kern bei dieser Debatte.

Naja, in der Debatte der letzten Beiträge, ja. Eine Diskussion über das autoritäre System Singapurs in einem Thread, der Eritrea als Unrechtsstaat gewidmet ist ... das ist schon ein bissel fragwürdig.

Übrigens, das war mir ja völlig entgangen: Kein geringerer als der Chef von DB Schenker (Jochen Thewes) musste letzten Herbst wegen eines Vorfalls 2015 tatsächlich für 2 Wochen in Singapur in den Knast. Er hatte nächtlich sturzbetrunken einen Taxifahrer in Singapur tätlich angegriffen. Macht man ja auch nicht. Ist jedenfalls schlimmer als einen Zigarettenstummel auf die Straße werfen.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Alexyessin » Di 10. Jan 2017, 16:54

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Jan 2017, 16:27)

Naja, in der Debatte der letzten Beiträge, ja. Eine Diskussion über das autoritäre System Singapurs in einem Thread, der Eritrea als Unrechtsstaat gewidmet ist ... das ist schon ein bissel fragwürdig.


Nicht wenn du die Hintergrundgeschichte dazu kennst. Hat was mit dem Threadsteller zu tun.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon jack000 » Di 10. Jan 2017, 18:06

frems hat geschrieben:(09 Jan 2017, 01:07)

Man kann da gutes Geld machen, genau wie in China oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ebenso kann man auf den Malediven einen schönen Urlaub verbringen. Das sagt bloß nichts über Meinungsfreiheit und den Umgang mit Minderheiten. Ein Beispiel ist das, was Du als "völligen Stuss" bezeichnest. So steht's da halt um die Menschenrechte. Aus dem selben Link, den Du offensichtlich nicht gelesen hast:

Nun, wenn man keinen Änderungsbedarf hat kann doch alles so bleiben wie es ist. Welchen Vorteil soll es z.B. bringen, die deutschen Sprayer die letztens in Singapur Züge beschmiert haben anders zu behandeln als sie behandelt wurden (Ok, das mit der Prügelstrafe muss selbstverständlich nicht sein aber es wäre ja kein Problem für die Täter gewesen das zu vermeiden).

Mit S21-Kritik kriegst Du da Probleme, Genosse.

So einen Blödsinn wie S21 machen die sowieso nicht ;)
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 10. Jan 2017, 20:10

Alexyessin hat geschrieben:(10 Jan 2017, 16:08)

Es ist trotzdem ein autoritärer STaat und keine Demokratie. Darum geht es im Kern bei dieser Debatte.


In erster Linie muß ein Staat so funktionieren, daß die Bürger sich dort sicher fühlen und sie nicht ständig gegen Unrecht ankämpfen müssen. Diesen Eindruck hatte ich vor Ort nun beim bösesten Willen nicht. Und dann halte ich die griechische Demokratie daneben, und was beide Ausprägungen einer Gesellschaft für ihre Bürger leisten.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Alexyessin » Di 10. Jan 2017, 20:17

H2O hat geschrieben:(10 Jan 2017, 20:10)

In erster Linie muß ein Staat so funktionieren, daß die Bürger sich dort sicher fühlen und sie nicht ständig gegen Unrecht ankämpfen müssen.


Das mag deine Definition von Staat sein.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 10. Jan 2017, 20:23

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Jan 2017, 16:27)

Naja, in der Debatte der letzten Beiträge, ja. Eine Diskussion über das autoritäre System Singapurs in einem Thread, der Eritrea als Unrechtsstaat gewidmet ist ... das ist schon ein bissel fragwürdig.

Übrigens, das war mir ja völlig entgangen: Kein geringerer als der Chef von DB Schenker (Jochen Thewes) musste letzten Herbst wegen eines Vorfalls 2015 tatsächlich für 2 Wochen in Singapur in den Knast. Er hatte nächtlich sturzbetrunken einen Taxifahrer in Singapur tätlich angegriffen. Macht man ja auch nicht. Ist jedenfalls schlimmer als einen Zigarettenstummel auf die Straße werfen.


Der Mann hat vermutlich noch Glück gehabt. Auf Vandalismus folgen oft Hiebe mit dem Rohrstock. Als ich mich dort aufhielt, wurde der Mörder eines Taxifahrers gehenkt. Er hatte den Taxifahrer hinterrücks mit einem angeschliffenen Schraubendreher erstochen, um an die Tageseinnahme des Taxifahrers zu gelangen. Dem Urteil vorausgegangen waren viele Verhandlungen vor Gericht; ein Tatbeteiligter bekam eine lange Haftstrafe. Worum es mir hier geht: In Singapur gelten sehr klare Regeln, und es ist besser, sich in dieses Regelwerk zu fügen als dagegen an zu kämpfen. Wer sie bricht... siehe oben... läßt ich besser nicht erwischen.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 10. Jan 2017, 20:25

Alexyessin hat geschrieben:(10 Jan 2017, 20:17)

Das mag deine Definition von Staat sein.


Allerdings; deshalb sind wir ja auch schon einmal unterschiedlicher Meinung... was in einer Demokratie zulässig ist.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Weltregierung » Di 10. Jan 2017, 22:02

H2O hat geschrieben:(10 Jan 2017, 09:26)

Ertwas merkwürdig schon, daß Sie sich hier über Demokratie auslassen: Für das Land spricht die Abstimmung mit den Füßen. Ich habe keine Schutzmacht gesehen, die Singapur eine gemütliche Umgestaltung aus einer Kolonialstadt in einen sehr erfolgreichen Stadtstaat ermöglicht hätte. Das mußten die Menschen dort allein erkämpfen, nachdem Chinesen in Malaysia verfolgt wurden und Singapur sich abgetrennt hatte, auch als Fluchtburg für Chinesen, die in Malaysia zu Hause waren.

Ist aber letzten Endes auch Wurscht; das Land ist erfolgreich, eine Fluchtbewegung ist nicht zu beobachten, wohl aber eine Zuzugsbegrenzung. Den Menschen dort scheint es also gut zu gehen; klar wird da immer wieder einmal jemand meckern. Das machen Menschen nun einmal.


Und ich finde es etwas merkwürdig, dass Du mit keinem einzigen Wort auf meinen Beitrag eingehst. DIe Ursache für die Abstimmung mit den Füßen ist nicht die dortige "Demokratie", sondern der im Vergleich zu allen Nachbarländern der Region deutlich höhere Wohlstand. Den hat aber auch niemand in Frage gestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=xc80T5QuwQA

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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 10. Jan 2017, 22:36

Weltregierung hat geschrieben:(10 Jan 2017, 22:02)

Und ich finde es etwas merkwürdig, dass Du mit keinem einzigen Wort auf meinen Beitrag eingehst. DIe Ursache für die Abstimmung mit den Füßen ist nicht die dortige "Demokratie", sondern der im Vergleich zu allen Nachbarländern der Region deutlich höhere Wohlstand. Den hat aber auch niemand in Frage gestellt.


Wie soll ich denn auf Ihren Beitrag eingehen? Das Kleingedruckte der Verfassung habe ich nicht studiert, in den alten Geschichten mit dem Kampf gegen den Kommunismus nicht herum gebohrt. Malaysia hat die Kommunisten besiegt, und Singapur ebenfalls. Ich habe nie gesagt, daß die Demokratie dort besonders anziehend auf die Menschen wirkt, die sich dort hingezogen fühlen; mir, und Ihnen ja auch, hat es vor Ort an nichts gefehlt, auch nicht eine Demokratie oder was die Menschen dort als ihr Gemeinwesen verstehen.

Ich hatte in einem anderen aufmüpfigen Beitrag die griechische Demokratie und ihre Leistungen für ihr Gemeinwesen verglichen mit den Leistungen Singapurs für sein Gemeinwesen. Da erkenne ich Unterschiede... andeutungsweise haben Sie auch auf das Gesundheitswesen in Singapur hingewiesen. Das brauchte ich gottlob nicht.

Stünde ich jetzt vor der Entscheidung, meine berufliche Zukunft in Griechenland oder auf Singapur planen zu müssen, dann hielte ich die griechische Ausprägung der Demokratie für mein weiteres Fortkommen für entbehrlich, meine berufliche Zukunft in einem hochentwickelten Industrieland für sicherer.

Interessant, was das deutsche Auswärtige Amt über Singapur schreibt:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Ausse ... _node.html

Es kommt eben ganz darauf an, von welchem Merkmal an man ein Land für "keine Demokratie mehr" hält, oder man eine freiheitliche Demokratie als einen gescheiterten Staat empfindet.

Das Auswärtige Amt hat seine Bewertung abgegeben.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Weltregierung » Di 10. Jan 2017, 22:43

H2O hat geschrieben:(10 Jan 2017, 22:36)

Wie soll ich denn auf Ihren Beitrag eingehen?


Versuchs mal mit Argumenten.
https://www.youtube.com/watch?v=xc80T5QuwQA

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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Zinnamon » Di 10. Jan 2017, 22:48

Weltregierung hat geschrieben:(10 Jan 2017, 22:43)

Versuchs mal mit Argumenten.


Er ist auch Duterte Versteher und hat da zB auch Argumente für. ;)

Dass ich die nicht nachvollziehen kann, ändert ja nichts an der Kategorie Argumente.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 10. Jan 2017, 22:57

Weltregierung hat geschrieben:(10 Jan 2017, 22:43)

Versuchs mal mit Argumenten.


Ich meine, daß ich sehr eingehend meine Standpunkte begründet habe. Daß Sie die nicht teilen, das ist Ihr gutes Recht. Aber ich erlaube mir nicht, Ihnen fehlende Argumente vor zu halten. Das wäre mir zu billig.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Brainiac » Di 10. Jan 2017, 23:03

Es würde mich aber schon interessieren, was tatsächlich von der Situation in Eritrea zu halten ist. :?
Wie ernstzunehmend sind die Zweifel dieser "vier in Asmara akkreditierten Botschafter von EU-Mitgliedstaaten", wie von der FAZ zitiert, an den Menschenrechtsverletzungen in Eritrea? Das müsste auch das BAMF interessieren.

Falls dies in Wahrheit ein Singapur-Strang ist, sollte er umbenannt und verschoben werden.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Weltregierung » Di 10. Jan 2017, 23:08

H2O hat geschrieben:(10 Jan 2017, 22:57)

Ich meine, daß ich sehr eingehend meine Standpunkte begründet habe. Daß Sie die nicht teilen, das ist Ihr gutes Recht. Aber ich erlaube mir nicht, Ihnen fehlende Argumente vor zu halten. Das wäre mir zu billig.


Ja, ich weiß, es ist eine tolle Sache, dass unter dem mit Helmut Schmidt befreundeten Lee Kuan Yew man Oppositionelle nur hat im Knast versauern lassen, anstatt sie einfach hinzurichten. Vielen Dank fürs Gespräch.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 10. Jan 2017, 23:29

Weltregierung hat geschrieben:(10 Jan 2017, 23:08)

Ja, ich weiß, es ist eine tolle Sache, dass unter dem mit Helmut Schmidt befreundeten Lee Kuan Yew man Oppositionelle nur hat im Knast versauern lassen, anstatt sie einfach hinzurichten. Vielen Dank fürs Gespräch.


Sie setzen Maßstäbe an, die sich in unseren westlichen Gesellschaften bewährt haben. Ich bezweifele aber, daß die mit vergleichbarem Erfolg in anderen Weltgegenden um zu setzen sind. Die erstaunlichen Ausnahmen sind Japan, Taiwan und Süd-Korea, die aber wie Deutschland sehr viele Jahre unter starkem westlichen Einfluß standen.

Immer wieder finden Sie resignierte Anmerkungen, daß das westliche Modell der Demokratie nicht so leicht zu verordnen ist. Dann lohnt sich aus meiner Sicht der Hinweis, daß wenigstens so ungefähr Vergleichbares dort entstanden ist, wo ansonsten Rechte und Menschenrechte so gut wie gar keinen Stellenwert haben.

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