Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Apr 2015, 22:14

JJazzGold » Mi 22. Apr 2015, 23:05 hat geschrieben:

Ich kapituliere vor Ihren umfassenden Wissen Eritrea betreffend. Da kann ich nicht mitreden, ich war nur mehrfach vor Ort. Deshalb glauben Sie auch besser dem Auswärtigen Amt.

Dann erzähle doch was du weist und lasse uns an deinem Wissen teilhaben ...
- Wann warst du dort?
- Was hast du dort gemacht?
- Warum warst du dort?
- Wo warst du dort?
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon JJazzGold » Mi 22. Apr 2015, 22:36

jack000 » Mi 22. Apr 2015, 23:14 hat geschrieben:Dann erzähle doch was du weist und lasse uns an deinem Wissen teilhaben ...
- Wann warst du dort?
- Was hast du dort gemacht?
- Warum warst du dort?
- Wo warst du dort?


Es ist wenig sinnvoll zu erzählen, wenn Sie ohnehin alles besser wissen. Aber ich bin gerade schläfrig und deshalb sanftmütig.

In den letzen Jahren mehrfach, zuletzt vor zwei Jahren..
Gearbeitet und Urlaub drangehängt, da, wie ich bereits schrieb, Eritrea für mich landschaftlich und mit seinen Menchen zu den reizvollsten Ländern Afrikas gehört.
Vorwiegend aus beruflichen Gründen.
Im ganzen Land, von Asmara bis zum Roten Meer, so groß ist Eritrea ja nicht.

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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Apr 2015, 22:56

JJazzGold » Mi 22. Apr 2015, 23:36 hat geschrieben:
In den letzen Jahren mehrfach, zuletzt vor zwei Jahren..
Gearbeitet und Urlaub drangehängt, da, wie ich bereits schrieb, Eritrea für mich landschaftlich und mit seinen Menchen zu den reizvollsten Ländern Afrikas gehört.
Vorwiegend aus beruflichen Gründen.
Im ganzen Land, von Asmara bis zum Roten Meer, so groß ist Eritrea ja nicht.

Nun, ich selbst würde gar nicht auf die Idee kommen für Verbrecher zu arbeiten, aber wieso warst du in Eritrea und hast für ein angebliches und aus deiner Sicht extendierendes Verbrecherregime gearbeitet?
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Apr 2015, 23:06

JJazzGold » Mi 22. Apr 2015, 23:36 hat geschrieben:In den letzen Jahren mehrfach, zuletzt vor zwei Jahren..
Gearbeitet und Urlaub drangehängt,

Ach, und dann auch noch Urlaub dort gemacht, das wird ja immer lustiger hier ...
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Platon » Do 23. Apr 2015, 01:07

jack000 » So 19. Apr 2015, 19:39 hat geschrieben:Ich würde auch Eritrea nicht als einen Staat ansehen bei dem alles in Ordnung ist, aber man sollte sich als Deutscher da nicht auf so ein hohes Ross setzen.
Es ist nicht lange her, als es in Deutschland noch 2 Jahre Wehrdienst gab. Wer daran nicht teilnehmen wollte kam ins Gefängnis.

Insgesamt sitzen 0,16% aller Eritreaer im Gefängnis, in den USA sind es 1% => Also fast 10 mal soviel! Aber niemand aus den USA bekommt in Deutschland Asyl und niemand aus Deutschland bekam damals irgendwo weltweit Asyl.

Ein Video aus der Schweiz zum Thema "National Service":


Was ich am "National Service" nicht verstehe warum Menschen aus Eritrea in Bereichen eingesetzt werden die auch privatwirtschaftlich eingesetzt werden würden (u.a. warum muss ein unterbezahlter Beamter in einem Hotel arbeiten? )
=> Generell spricht aber nichts gegen einen "National Service" und sowas würde ich mir auch für Deutschland wünschen (Allerdings mit Auswahlmöglichkeit).

Es ist schon ziemlich ahnungslos was du hier schreibst, der "National Service" soll offenbar dazu dienen die Bevölkerung zu kontrollieren. Der Wehrdienst ist in vielen Ländern mit autoritären und diktatorischen System ein zentrales Element wie die Bevölkerung durch den Staat bürokratisch verwaltet wird. Alle Menschen werden registriert und für einige Monate oder Jahre einkaserniert und müssen für den Staat und die die diesen Beherrschen arbeiten. Der Wehrdienst wie er bei uns üblich war, war diesbezüglich unnötig und konnte abgeschafft werden, weil die Bundesrepublik in den Augen der deutschen Bevölkerung, mal abgesehen von ein paar Spinnern, Legitimität besitzt und nicht in Frage gestellt wird. In einem Land in dem die Macht im Staate von einer kleinen Gruppe monopolisiert wird, sieht das ein wenig anders aus. Darauf weist ja auch JJazzGold hin, wenn sie meint, dass sich womöglich sogar Leute die Äthopier zurück wünschen.
Der Schweizer in dem Video ist der typische Diktatorenfreund, welcher aufgrund seiner Position sich gegenüber dem Staat und seinen Herrschern positiv äußern muss um selbst noch Handlungsfreiheit zu haben und nicht aus dem Land geworfen zu werden. Das was er da im Video erzählt, glaubt er ja doch selber nicht. Ähnliche Typen gibt es übrigens auch in Nordkorea (meine da mal so Dokus gesehen zu haben, war glaube ich auch so ein Reiseleiter oder Botschafter oder so irgendwas), die gehören dort zur Oberschicht und genießen alle Freiheiten solange sie Lippenbekenntnisse zum Diktator, der ihn unterstützenden Oberschicht und den Herrschaftsinstitutionen äußert und womöglich noch ein wenig vom Selbstbild und Ideologie nachplappert. Daran, dass es sich um einen Herrschaft handelt in dem jede Opposition brutal unterdrückt, die Sicherheitspolizei alles kontrolliert und der Wehrdienst ein zentraler Pfeiler der Kontrolle der Bevölkerung ist, das steht außer Frage bzw. wird klar wenn man sich ein wenig mit den Verhältnissen beschäftigt. Das gilt übrigens für Länder wie Nordkorea, Eritrea oder Assad-Syrien gleichermaßen. Ist überall dasselbe Muster, eine kleine Gruppe die alles kontrolliert, eine Oberschicht die profitiert und einen mit riesiger Armee und allmächtigen Geheimdiensten aufgeblasenem Staat der von heute auf morgen zusammen brechen kann, wenn dem Diktator die Puste ausgeht, die Sicherheitsinstitutionen in Unordnung geraten, da die breite Bevölkerung völlig vom System und dem Staat entfremdet ist und sie ohne weiteres, wenn nicht gar gerne, bereit sind sich neuen Herrschern unterzuordnen.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Platon » Do 23. Apr 2015, 01:11

jack000 » Do 23. Apr 2015, 00:06 hat geschrieben:Ach, und dann auch noch Urlaub dort gemacht, das wird ja immer lustiger hier ...

Was spricht denn dagegen?
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Blickwinkel » Do 23. Apr 2015, 07:24

jack000 » Do 23. Apr 2015, 00:06 hat geschrieben:Ach, und dann auch noch Urlaub dort gemacht, das wird ja immer lustiger hier ...


Na wieso denn nicht? Du redest doch pausenlos davon, wie schön und toll es in Eritrea ist und jetzt sollen die Leute das Land boykottieren? Irgendwie ist da keine klare Linie in der Argumentation erkennbar.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Alexyessin » Do 23. Apr 2015, 07:37

jack000 » Mi 22. Apr 2015, 21:06 hat geschrieben:Welche Freiheit vermisst man denn in Singapur?


Die Freiheit, die du nicht kennst.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Apr 2015, 08:47

jack000 » Mi 22. Apr 2015, 23:56 hat geschrieben:Nun, ich selbst würde gar nicht auf die Idee kommen für Verbrecher zu arbeiten, aber wieso warst du in Eritrea und hast für ein angebliches und aus deiner Sicht extendierendes Verbrecherregime gearbeitet?


Mir ist verständlich, dass es für Sie ein völlig abwegiger Gedanke ist, das ich in Deutschland wohnend für eine deutsche Firma gearbeitet habe. Wenn Sie über mich, statt über Eritrea plaudern wollen, dann empfehle ich Ihnen dazu einen eigenen Thread aufzumachen. Da bietet sich hier bestimmt ein Forum an.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Apr 2015, 08:49

jack000 » Do 23. Apr 2015, 00:06 hat geschrieben:Ach, und dann auch noch Urlaub dort gemacht, das wird ja immer lustiger hier ...


Länder entdeckt man nun einmal am besten, wenn man sich dort nicht all inclusive aufhält.
Man kann natürlich auch ein wenig im Internet blättern und sich hinterher einbilden man hätte ein Land erforscht.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Furby » Do 23. Apr 2015, 08:54

jack000 » Mi 22. Apr 2015, 21:06 hat geschrieben:Welche Freiheit vermisst man denn in Singapur?


Singapur ist nicht als Staat mit unserem Deutschland zu vergleichen. Dort geht es sehr viel strenger zu und wer gegen Gesetze auch in geringem Umfang verstösst kann sehr heftig bestraft werden. Also im Vergleich zu unseren Euros als Strafe wenn man eine Kippe wegwirft auf den Boden. Dazu ist alles mehr den Regeln unterworfen. Man kann dort gut leben bei Einhaltung der Regeln.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Furby » Do 23. Apr 2015, 08:56

Blickwinkel » Do 23. Apr 2015, 08:24 hat geschrieben:
Na wieso denn nicht? Du redest doch pausenlos davon, wie schön und toll es in Eritrea ist und jetzt sollen die Leute das Land boykottieren? Irgendwie ist da keine klare Linie in der Argumentation erkennbar.


Ist wie mit jedem Land nach meiner Meinung das eine instabible Phase durchgemacht hat. Eritrea hat vieles richtig gemacht bis 2015. Nun muss es langsam ein Staat werden wo Menschenrechte mehr gelten, die Politik wieder mehr Demokratie erfährt.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Apr 2015, 09:11

Platon » Do 23. Apr 2015, 02:07 hat geschrieben:Es ist schon ziemlich ahnungslos was du hier schreibst, der "National Service" soll offenbar dazu dienen die Bevölkerung zu kontrollieren. Der Wehrdienst ist in vielen Ländern mit autoritären und diktatorischen System ein zentrales Element wie die Bevölkerung durch den Staat bürokratisch verwaltet wird. Alle Menschen werden registriert und für einige Monate oder Jahre einkaserniert und müssen für den Staat und die die diesen Beherrschen arbeiten. Der Wehrdienst wie er bei uns üblich war, war diesbezüglich unnötig und konnte abgeschafft werden, weil die Bundesrepublik in den Augen der deutschen Bevölkerung, mal abgesehen von ein paar Spinnern, Legitimität besitzt und nicht in Frage gestellt wird. In einem Land in dem die Macht im Staate von einer kleinen Gruppe monopolisiert wird, sieht das ein wenig anders aus. Darauf weist ja auch JJazzGold hin, wenn sie meint, dass sich womöglich sogar Leute die Äthopier zurück wünschen.
Der Schweizer in dem Video ist der typische Diktatorenfreund, welcher aufgrund seiner Position sich gegenüber dem Staat und seinen Herrschern positiv äußern muss um selbst noch Handlungsfreiheit zu haben und nicht aus dem Land geworfen zu werden. Das was er da im Video erzählt, glaubt er ja doch selber nicht. Ähnliche Typen gibt es übrigens auch in Nordkorea (meine da mal so Dokus gesehen zu haben, war glaube ich auch so ein Reiseleiter oder Botschafter oder so irgendwas), die gehören dort zur Oberschicht und genießen alle Freiheiten solange sie Lippenbekenntnisse zum Diktator, der ihn unterstützenden Oberschicht und den Herrschaftsinstitutionen äußert und womöglich noch ein wenig vom Selbstbild und Ideologie nachplappert. Daran, dass es sich um einen Herrschaft handelt in dem jede Opposition brutal unterdrückt, die Sicherheitspolizei alles kontrolliert und der Wehrdienst ein zentraler Pfeiler der Kontrolle der Bevölkerung ist, das steht außer Frage bzw. wird klar wenn man sich ein wenig mit den Verhältnissen beschäftigt. Das gilt übrigens für Länder wie Nordkorea, Eritrea oder Assad-Syrien gleichermaßen. Ist überall dasselbe Muster, eine kleine Gruppe die alles kontrolliert, eine Oberschicht die profitiert und einen mit riesiger Armee und allmächtigen Geheimdiensten aufgeblasenem Staat der von heute auf morgen zusammen brechen kann, wenn dem Diktator die Puste ausgeht, die Sicherheitsinstitutionen in Unordnung geraten, da die breite Bevölkerung völlig vom System und dem Staat entfremdet ist und sie ohne weiteres, wenn nicht gar gerne, bereit sind sich neuen Herrschern unterzuordnen.



So ist es, gut erkannt, Platon. Die jungen Männer werden zwangsrekrutiert, sie werden direkt von der Straße gepflück und sehen ihre Familien auf Jahre hinaus nicht mehr wieder. Wann sie aus dem Militärdienst entlassen, werden, wenn überhaupt, steht in den Sternen. Das ist mit einem Ableisten von ein paar Monaten Ersatzdienst oder Wehrdienst, der einem erlaubt die Familie zu besuchen nicht vergleichbar. Damit fehlt dann auch ein paar junge Hände, die zupacken müssen, um die Familie notdürftig zu ernähren.

Die Eriträer sind nun einmal kein aufmüpfiges Volk, es war schon erstaunlich, dass sie vor ca. zwei Jahren kurz den Aufstand probten, mit wenig Erfolg und nachhaltigen negativen Folgen für die Demonstrierenden und deren Familien. Was viele Familien über Wasser hält sind die im Ausland lebenden Eriträer, die regelmäßige Geldtransfers nach Hause vornehmen, wobei das Regime, so diese Transfers legal erfolgen sollen, natürlich die Hand weit aufhält.

Äthiopien ist nicht wirklich das Paradies auf Erden, aber es wäre immer noch besser wieder zu Äthiopien zu gehören und eine Chance zu haben überleben zu können. Kein Wunder dass sich viele Eriträer nach Deutschland wenden. In vielen Familien leben noch Menschen, oder lebt die Erinnerung daran, wie es sich in Deutschland leben und arbeiten liess, zur Zeit als der Krieg mit Äthiopien tobte, vor dem viele flohen. Insofern ist es verachtenswert darstellen zu wollen, wie wundervoll und gemütlich es sich doch in Eritrea lebt, um zu suggerieren, die eriträischen Flüchtlinge wollten hier nur absahnen.
Zuletzt geändert von JJazzGold am Do 23. Apr 2015, 09:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Apr 2015, 09:11

Furby » Do 23. Apr 2015, 09:56 hat geschrieben:
Ist wie mit jedem Land nach meiner Meinung das eine instabible Phase durchgemacht hat. Eritrea hat vieles richtig gemacht bis 2015. Nun muss es langsam ein Staat werden wo Menschenrechte mehr gelten, die Politik wieder mehr Demokratie erfährt.



Was exakt haben Afewerki und sein Regime bis 2015 "richtig gemacht"?
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Blickwinkel » Do 23. Apr 2015, 09:36

Furby » Do 23. Apr 2015, 09:56 hat geschrieben:
Ist wie mit jedem Land nach meiner Meinung das eine instabible Phase durchgemacht hat. Eritrea hat vieles richtig gemacht bis 2015. Nun muss es langsam ein Staat werden wo Menschenrechte mehr gelten, die Politik wieder mehr Demokratie erfährt.


Ich finde deine Ansicht sehr naiv, angesichts der dortigen Menschenrechtssituation.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Marie-Luise » Do 23. Apr 2015, 12:37

Furby » Do 23. Apr 2015, 09:54

Singapur ist nicht als Staat mit unserem Deutschland zu vergleichen. Dort geht es sehr viel strenger zu und wer gegen Gesetze auch in geringem Umfang verstösst kann sehr heftig bestraft werden. Also im Vergleich zu unseren Euros als Strafe wenn man eine Kippe wegwirft auf den Boden. Dazu ist alles mehr den Regeln unterworfen. Man kann dort gut leben bei Einhaltung der Regeln.


Der kürzlich verstorbene Präsident Singapurs, Lee Kuan Yew, musste seine Chinesen erst einmal erziehen. Sie waren besonders ekelhaft beim Spucken auf die Straße. Seine Zero-Toleranz-Politik hat sich ausgezahlt. Singapur ist eine Stadt, die man nur empfehlen kann.
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Weltregierung » Sa 25. Apr 2015, 10:58

jack000 » Mi 22. Apr 2015, 21:06 hat geschrieben:Welche Freiheit vermisst man denn in Singapur?


Wenn einem Redefreiheit, unzensierte Medien und körperliche Unversehrtheit nicht so wichtig sind, vermutlich keine.
https://www.youtube.com/watch?v=xc80T5QuwQA

the public sucks
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon steve1974 » Mi 16. Sep 2015, 16:46

-
ich habe gelesen, daß in Eritrea sehr langer Miltärdienst Pflicht ist .
Dem wollen viele junge Männer entgehen.

Und ja,
Totalitäre Staaten haben sich schon immer darauf verstanden ,
westlichen Besuchern die nur die ausgewählten Schokoladenseiten zu zeigen .

Ein Ausländer kann, wenn überhaupt, nur mit sehr guten Beziehungen hinter
die Kulissen blicken.

-
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon jack000 » Fr 6. Jan 2017, 15:53

Die offizielle Situation in Eritrea wird in Frage gestellt:
Alles gar nicht so schlimm in Eritrea?

Zehntausende sind im vergangenen Jahr aus Eritrea nach Europa geflohen. Das Land gilt wegen seines repressiven Systems als „Nordkorea Afrikas“. Doch jetzt stellen europäische Diplomaten den UN-Bericht zur dortigen Menschenrechtslage in Frage.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 06109.html
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Re: Eritrea - Ein Unrechtsstaat?

Beitragvon Ebiker » Fr 6. Jan 2017, 16:12

Blickwinkel hat geschrieben:(19 Apr 2015, 20:08)

Ich schon! Der letzte Bericht aus Eritrea hat gezeigt, dass dort die Menschen so eingeschüchtert sind, dass niemand mit den ausländischen Journalisten (ARD) reden wollte. Niemand! Es gibt einen Fernsehsender und eine Zeitung (alles staatlich). Ein Traumland oder etwa nicht? Wäre doch was für dich, keine Lügenpresse, keine Demokratie, keine nervigen Debatten usw.


Zumindest die Tatsache das viele sogenannte Asylbewerber anläßlich der Feierlichkeiten zum Staatsjubiläum völlig unbehelligt dort ein und wieder ausreisen konnten sollte zu denken geben
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne

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