Die Grünen in der Abwärtsspirale?

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H2O
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon H2O » Di 23. Okt 2018, 18:15

jorikke hat geschrieben:(23 Oct 2018, 12:28)

Zur Zeit sind in Deutschland gut 15 Millionen Diesel PKW angemeldet die alle von Restriktionen und Wertverlust betroffen sind. Die Besitzer haben sie gekauft, ohne Unbill zu ahnen. Geht man mal grob von zwei Personen aus, die betroffen sind, (Ehepaar) ergibt sich eine Zahl von 30 Millionen, was etwa 25 Millionen Wählern entspricht. Ich kann mir gut vorstellen, sie sind nicht unbedingt gegen Merkel/CDU gestimmt, wenn sie erkennen, da ist jemand, der unseren Schaden mindern will.
Ich fürchte, die Härte gegen irgendwelche nebulösen Betrüger wird in der Wahlentscheidung in den Hintergrund treten, wenn es um das eigene Portemonnaie
geht.
( die 25 M gelten natürlich nur anteilsmäßig für die Hessenwahl.)
So dumm war das gar nicht, bislang hatte der Dieselfahrer ja keine Unterstützung.


Ja, auch das haben Politik und deutsche Autoindustrie wunderbar hinbekommen: Jetzt fürchten sich 15 Mio Dieselfahrer vor Wertverlust ihres Fahrzeugs. Ich meine, daß der Gesetzgeber dafür zu sorgen hat, daß in betrügerischer Absicht auf Abgasprüfungen vorbereitete Fahrzeuge entweder vom Betrüger ohne Berechnung von Kosten zurück genommen werden oder so hergerichtet werden, daß sie den zugesicherten Daten entsprechen. Das hat die Bundesregierung seit 2 Jahren verschleppt. Erst allmählich kommt die unabhängige Justiz in Fahrt.

Natürlich gibt es auch ältere Fahrzeuge, die seinerzeit den Anforderungen hinsichtlich Feinstaub noch genügten. Aber auch da sollte geprüft werden, ob die Daten dieser Umweltklasse tatsächlich eingehalten werden, nachdem wir Verbraucher fürchten müssen, daß auch da gemogelt oder beide Prüferaugen geschlossen wurden. Und dann? Siehe oben!

Alles das auch anwendbar auf Lastfahrzeuge und den öffentlichen und privaten Busverkehr.

Wenn diese Maßnahmen dazu geführt haben, daß die Luftverschmutzung in den kritischen Ballungsräumen wieder eingefangen werden können, soll sagen: im zulässigen Bereich liegen... dann ist doch schon viel gewonnen.

Wenn das Ziel durch diese technischen Maßnahmen nicht erreicht werden konnte... ja, dann kann man auch über politische Maßnahmen nachdenken. Etwa in der Art hätte ich als Politiker und Bundeskanzler die Betrugsangelegenheit in Sachen Luftverschmutzung angefaßt. Anstatt dessen werden 15 Mio Verbraucher in Angst und Schrecken versetzt, damit die üblichen Verdächtigen schadlos bleiben!

Mir ist doch auch klar, daß eine Industrie, die für Neufahrzeuge gern die Monatsraten für den Verbraucher angibt, wirklich gezielt den "kleinen Mann" zum Kauf ihrer Fahrzeuge verlocken will... und daß der sich diese Kosten im übertragenen Sinne vom Munde abspart... und nun voller Schrecken diese Abläufe verfolgt, wenn er 'reingelegt wurde.

Die aus meiner Sicht angemessene Antwort des Wählers sollte ein Austausch der Politiker sein, die hier selbstverständlich Verantwortung tragen, jetzt auch für die Verschleppung und die Hinnahme der Gesundheitsbedrohungen. Diese Bedrohungen haben Sie und ich doch nicht erfunden, sondern von Regierungen eingesetzte Fachleute, und Regierungen haben deshalb Gesetze erlassen, die sie nun so nicht gelten lassen wollen. Mir machen solche Verhaltensweisen zu schaffen!
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Bingo » Di 23. Okt 2018, 19:08


Wir haben es verka.......


Ist es das was ihr euren Kindern, euren Enkeln sagen wollt ?
Ja, tut mir leid....wir haben es gewusst...aber ihr könnt jetzt unseren Müll wegräumen.

???

Ich bin nicht heiliger als der Papst aber eins verspreche ich...die Daten sind scheiße !
Schon mal Fieber gehabt ?

Ein Grad, nach oben unten reicht...l......und das ganze System kommt ins wangen !
Eiweiß löst sich auf auf bei Hitze !
Aber vorher kommen schon die Enzyme ins taumeln....

Irgendwann schafft der Körper es auch nicht mehr...das Blut auf wohlige 36 Grad zu temperieren.
Irgendwann ist einfach Feierabend !

Und ihr redet über den Diesel.......................meine Fresse.

Wie viele Flüchtlinge hat Deutschalnd jetzt aufgenommen ?
1 Million, 1,5 ?

Und schon werden die roten Fahnen mit dem Hakenkreuz hervor geholt.

Ich gebe zu, ich habe das unterschätzt.
Antisemitismus, die Nummer ist durch. Wir haben gelernt, aber nein...jetzt haben wir sogar wieder einen parlamentarischen Arm der Rechten im Bundestag.

"Wie können auf unsere Wehrmacht stolz sein"

??????

Worauf den ? Einen Angriffskrieg ? Einen Vernichtungsfeldzug ? Worauf soll man den da stolz sein ?

Von der Shoa fange ich gar nicht erst an.

Ich kenne "Klimaforscher".


Tenor....

Der Drops ist geluscht...(bis)
Wir schaffen das noch...

Aber NIEMAND

ist so doof, das er den von Menschen gemachten Klimawandel noch in Frage stellt.....

Und das betrifft uns alle !
Alles was wir gewohnt sind !

Grüße BingoBurner
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 25. Okt 2018, 09:22

Dir Überschrift müsste bei den Umfragewerten eher lauten: DIE GRÜNEN IM HÖHENFLUG
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon JJazzGold » Do 25. Okt 2018, 09:57

Nachdem in diesem Thread auch der Hambacher Forst behandelt wird, den die Grünen abholzen lassen wollen, sollte diese Nachricht neben den Baumbesetzern hier ebenfalls wahrgenommen werden.

https://www.tagesschau.de/regional/nord ... o-101.html

Mir ist es bisher nicht gelungen, bei SPD und Grünen, eine angebotene Beschäftigungsalternative für die Mitarbeiter des Braunkohleabbaus, nebst angegliederter Betriebe zu finden. Darüber werden sich doch zumindest die Grünen, die erst für die Rodung waren und jetzt meinen, sich den Erfolg des BUND zu Wahlkampfzwecken anheften zu können, rechtzeitig Gedanken gemacht haben? Oder ist das wieder nur eine “was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“ Aktion?
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon firlefanz11 » Do 25. Okt 2018, 10:34

JJazzGold hat geschrieben:(25 Oct 2018, 10:57)
Mir ist es bisher nicht gelungen, bei SPD und Grünen, eine angebotene Beschäftigungsalternative für die Mitarbeiter des Braunkohleabbaus, nebst angegliederter Betriebe zu finden. [/color]

Auch wenn das Ende des Kohleabbaus u. deren Verfeuerung eine politische Entscheidung ist: Warum ist es Aufgabe der Politiker den Kohlekumpels u. -kumpelinen eine Beschäftigungsalternative zu bieten oder gar einen neuen für sie Job zu organisieren? Jeder Andere, der aus welchen Gründen auch immer seinen Job verliert, muss sich selbst um einen Neuen kümmern...
Nun könnte man sagen es wäre eine gute Prävention zusätzlicher Belastungen des Sozialsystems durch die vielen Tausend Arbeiter_innen_x, die so schnell keinen neuen Job finden weil sie nur zum Kohleabbau qualifiziert sind aber mehr auch nicht... Ein Umschulungsangebot würde evtl. helfen aber alles Andere ist Sache der Leute selbst...
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 25. Okt 2018, 11:20

firlefanz11 hat geschrieben:(25 Oct 2018, 11:34)

Auch wenn das Ende des Kohleabbaus u. deren Verfeuerung eine politische Entscheidung ist: Warum ist es Aufgabe der Politiker den Kohlekumpels u. -kumpelinen eine Beschäftigungsalternative zu bieten oder gar einen neuen für sie Job zu organisieren? Jeder Andere, der aus welchen Gründen auch immer seinen Job verliert, muss sich selbst um einen Neuen kümmern...
Nun könnte man sagen es wäre eine gute Prävention zusätzlicher Belastungen des Sozialsystems durch die vielen Tausend Arbeiter_innen_x, die so schnell keinen neuen Job finden weil sie nur zum Kohleabbau qualifiziert sind aber mehr auch nicht... Ein Umschulungsangebot würde evtl. helfen aber alles Andere ist Sache der Leute selbst...




Richtig, das verstehe ich auch nicht andererseits bedarf es ohnehin einer Reform und Umbau der sozialen Sicherungssysteme aber dass ist gier nicht das Thema hier.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon JJazzGold » Do 25. Okt 2018, 12:53

firlefanz11 hat geschrieben:(25 Oct 2018, 11:34)

Auch wenn das Ende des Kohleabbaus u. deren Verfeuerung eine politische Entscheidung ist: Warum ist es Aufgabe der Politiker den Kohlekumpels u. -kumpelinen eine Beschäftigungsalternative zu bieten oder gar einen neuen für sie Job zu organisieren? Jeder Andere, der aus welchen Gründen auch immer seinen Job verliert, muss sich selbst um einen Neuen kümmern...
Nun könnte man sagen es wäre eine gute Prävention zusätzlicher Belastungen des Sozialsystems durch die vielen Tausend Arbeiter_innen_x, die so schnell keinen neuen Job finden weil sie nur zum Kohleabbau qualifiziert sind aber mehr auch nicht... Ein Umschulungsangebot würde evtl. helfen aber alles Andere ist Sache der Leute selbst...


Zum Einen, weil ich davon ausgehe, dass keine Landesregierung gerne über 20 000 Unbeschäftigte herumsitzen hat, zum Zweiten, weil ich mich noch gut daran erinnern kann, wie explizit die SPD getobt hat, als Nokia einfach dicht machte und zum Dritten, weil ich mich frage, weshalb E oder Hybridfahrzeuge staatlich gefördert werden, aber die auf staatliche Anordnung arbeitslos werdenden Kumpel nicht. Vielleicht denke ich einfach etwas sozialer?
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon firlefanz11 » Do 25. Okt 2018, 14:40

JJazzGold hat geschrieben:(25 Oct 2018, 13:53)

Zum Einen, weil ich davon ausgehe, dass keine Landesregierung gerne über 20 000 Unbeschäftigte herumsitzen hat, ...

20.000? das sind doch Peanuts...

..., weil ich mich frage, weshalb E oder Hybridfahrzeuge staatlich gefördert werden, ...

Psst! Konjunkturmaßnahme... :?
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon streicher » Sa 3. Nov 2018, 13:36

Alpha Centauri hat geschrieben:(25 Oct 2018, 10:22)

Dir Überschrift müsste bei den Umfragewerten eher lauten: DIE GRÜNEN IM HÖHENFLUG


Oder man könnte fragen: Nehmen die Grünen in Zukunft einen ähnlichen Platz wie in der Vergangenheit die SPD ein?
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon frems » Sa 3. Nov 2018, 23:56

streicher hat geschrieben:(03 Nov 2018, 13:36)

Oder man könnte fragen: Nehmen die Grünen in Zukunft einen ähnlichen Platz wie in der Vergangenheit die SPD ein?

Gut möglich. SPD bei 13% weiter im freien Fall, Grüne mit 24% nah an der Union dran: https://www.welt.de/politik/deutschland ... uf-24.html
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Julian » So 4. Nov 2018, 09:46

streicher hat geschrieben:(03 Nov 2018, 13:36)

Oder man könnte fragen: Nehmen die Grünen in Zukunft einen ähnlichen Platz wie in der Vergangenheit die SPD ein?


Die Grünen werden vor allem von Besserverdienenden, häufig aus dem Öffentlichen Dienst, gewählt; wenn ich mich recht entsinne, gibt es eine Wahlstatistik, die zeigt, dass Wähler der Grünen in der Tat das höchste Durchschnittseinkommen aller Wähler haben.

Die Wählerstruktur unterscheidet sich damit fundamental von der der SPD, zumindest und vor allem von der der klassischen SPD, die es heute fast nicht mehr gibt. Die SPD war die Partei der Arbeiter, der kleinen Handwerker, sprich: fleißiger Leute, die sich nach oben arbeiteten, aber dort noch nicht angekommen waren. Mit den Umwälzungen von 1968 änderte sich das, mit immer mehr Akademikern und öffentlich Bediensteten, die nach und nach in die SPD eintraten.

Von daher können die Grünen die SPD nur begrenzt ersetzen. Sie können der letztgenannten Klientel - also Lehrern, Universitätsangestellten, Beamten - eine neue politische Heimat sein, denn die Grünen gelten heute als cooler in diesem Milieu. Den Arbeitern und Handwerkern können die Grünen dagegen keine Heimat sein.

Wenn man nur auf die Wahlerfolge blickt, kann es durchaus zu einem Rollentausch kommen, in dem Sinne, dass die Grünen die SPD überflügeln. Allerdings glaube ich nicht, dass die Grünen als wirkliche Volkspartei fungieren können, wie es die SPD einst tat und die CDU (und v.a. die CSU) noch mancherorts tut. Dazu müsste man schon deutlich über 30% liegen, und man müsste auch im Osten verankert sein, wo die Grünen häufig an der Fünfprozenthürde herumkrebsen.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Teeernte » So 4. Nov 2018, 10:10

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 09:46)

Die Grünen werden vor allem von Besserverdienenden, häufig aus dem Öffentlichen Dienst, gewählt; wenn ich mich recht entsinne, gibt es eine Wahlstatistik, die zeigt, dass Wähler der Grünen in der Tat das höchste Durchschnittseinkommen aller Wähler haben.

Die Wählerstruktur unterscheidet sich damit fundamental von der der SPD, zumindest und vor allem von der der klassischen SPD, die es heute fast nicht mehr gibt. Die SPD war die Partei der Arbeiter, der kleinen Handwerker, sprich: fleißiger Leute, die sich nach oben arbeiteten, aber dort noch nicht angekommen waren. Mit den Umwälzungen von 1968 änderte sich das, mit immer mehr Akademikern und öffentlich Bediensteten, die nach und nach in die SPD eintraten.

Von daher können die Grünen die SPD nur begrenzt ersetzen. Sie können der letztgenannten Klientel - also Lehrern, Universitätsangestellten, Beamten - eine neue politische Heimat sein, denn die Grünen gelten heute als cooler in diesem Milieu. Den Arbeitern und Handwerkern können die Grünen dagegen keine Heimat sein.

Wenn man nur auf die Wahlerfolge blickt, kann es durchaus zu einem Rollentausch kommen, in dem Sinne, dass die Grünen die SPD überflügeln. Allerdings glaube ich nicht, dass die Grünen als wirkliche Volkspartei fungieren können, wie es die SPD einst tat und die CDU (und v.a. die CSU) noch mancherorts tut. Dazu müsste man schon deutlich über 30% liegen, und man müsste auch im Osten verankert sein, wo die Grünen häufig an der Fünfprozenthürde herumkrebsen.


So ists. Die Grünen Mitglieder in meinem Bundesland ...sind unter 1.000 .

...Besserverdiener - und da sind auch die technischen Berufe bei den Grünen nicht dabei...

Insgesamt wird das Klientel - Grün zusammengepresst und wählt auch direkt Grün. Früher war die Basis breiter und hat - wie Du schriebst auch mal SPD gewählt.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon frems » So 4. Nov 2018, 20:41

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 09:46)

Die Grünen werden vor allem von Besserverdienenden, häufig aus dem Öffentlichen Dienst, gewählt; wenn ich mich recht entsinne, gibt es eine Wahlstatistik, die zeigt, dass Wähler der Grünen in der Tat das höchste Durchschnittseinkommen aller Wähler haben.

Nope, im Durchschnitt des Haushaltsnettoeinkommens sind die Grünen im Mittelfeld: https://www.welt.de/politik/deutschland ... nicht.html

Aber vermutlich wusstest Du das eh. Und so viele Polizeibeamte und Soldaten werden wohl nicht ihr Kreuz bei den Grünen machen.

Dazu müsste man schon deutlich über 30% liegen, und man müsste auch im Osten verankert sein, wo die Grünen häufig an der Fünfprozenthürde herumkrebsen.

Nach diesem komischen Naturgesetz war die SPD unter Schröder auch keine Volkspartei, weil sie 2004 in Sachsen mit weniger als 10% nur knapp vor der NPD lag, während man auf Bundesebene noch 38,5% (2002) bzw. 34,2% (2005) einfuhr.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon sünnerklaas » So 4. Nov 2018, 20:49

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 09:46)

Die Grünen werden vor allem von Besserverdienenden, häufig aus dem Öffentlichen Dienst, gewählt; wenn ich mich recht entsinne, gibt es eine Wahlstatistik, die zeigt, dass Wähler der Grünen in der Tat das höchste Durchschnittseinkommen aller Wähler haben.


Aha. Und ich dachte immer Grünen-Wähler und Grünen-Parteimitglieder wären alles Arbeitslose und sonstige Schmarotzer. Wird doch immer im Besorgtbürgermillieu erzählt... :D
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon sünnerklaas » So 4. Nov 2018, 20:52

JJazzGold hat geschrieben:(25 Oct 2018, 13:53)

Zum Einen, weil ich davon ausgehe, dass keine Landesregierung gerne über 20 000 Unbeschäftigte herumsitzen hat, zum Zweiten, weil ich mich noch gut daran erinnern kann, wie explizit die SPD getobt hat, als Nokia einfach dicht machte und zum Dritten, weil ich mich frage, weshalb E oder Hybridfahrzeuge staatlich gefördert werden, aber die auf staatliche Anordnung arbeitslos werdenden Kumpel nicht. Vielleicht denke ich einfach etwas sozialer?


Außerdem ist die Entscheidung für den Kohleausstieg keine Entscheidung, die eine Landesregierung triftt und somit zu verantworten hat. Es handelt sich hier auch nicht um eine unternehmerische Entscheidung, vielmehr um eine politische. Anders herum hat eine Landesregierung aber dadurch ein gravierendes wirtschaftsstrukturelles und arbeitsmarktpolitisches Problem zu lösen - und erst recht die betroffenen Kommunen.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Julian » Mo 5. Nov 2018, 08:10

frems hat geschrieben:(04 Nov 2018, 20:41)

Nope, im Durchschnitt des Haushaltsnettoeinkommens sind die Grünen im Mittelfeld: https://www.welt.de/politik/deutschland ... nicht.html

Aber vermutlich wusstest Du das eh. Und so viele Polizeibeamte und Soldaten werden wohl nicht ihr Kreuz bei den Grünen machen.


Mal sehen, was Sie hier zitieren:
„Die These, dass die Grünen inzwischen die Partei der Besserverdienenden geworden seien, ist schlicht falsch“, versichert denn auch Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer der Grünen, im Gespräch mit WELT. „Die Daten belegen, dass FDP und CDU die Parteien der Besserverdienenden bleiben. Wir sind die Partei der Durchschnittsverdiener.“

Auch Kellner hat Daten und Fakten zur Hand. So wurden für den ARD-Deutschlandtrend im Oktober 2016 Wahlberechtigte nach ihren Parteipräferenzen und ihrem Haushaltseinkommen befragt. Fünf Prozent der Grünen-Anhänger lagen dabei in der Spitzengruppe mit einem verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen ab 5000 Euro – aber 13 Prozent der Wähler von CDU/CSU und 14 Prozent der FDP-Wähler. SPD und Linke kamen ebenfalls auf jeweils fünf Prozent, die AfD auf acht Prozent.

https://www.merkur.de/politik/wer-waehl ... 80492.html

Sie zitieren also den Bundesgeschäftsführer der Grünen, der die Daten natürlich selektiv sieht. Denn die Grünen wollen keine Partei der Besserverdienenden sein (und Sie wollen es sichtlich auch nicht).

Die Frage wäre auch, inwiefern die zitierten Zahlen altersstandardisiert sind. Selbstverständlich wählen viele junge Wähler und Studenten die Grünen; von daher ist eine gewisse Verzerrung zu erwarten.

Und es gibt eben durchaus Hinweise und Erhebungen, die meine These unterstützen - selbst in dem von ihnen zitierten Artikel.
Mit 17,5 Prozent belegten sie Platz zwei hinter der CSU. Aber vor allem in Stimmbezirken mit hohem Einkommen machten viele Bürger ihr Kreuz bei der Umweltpartei.

„Das gilt nicht nur für die großen Städte wie München, wo die Partei meist sogar die CSU in den Schatten stellte, sondern auch für reiche ländlichen Gebiete, wo es die ‚Ökos‘ früher schwer hatten“, analysierte WELT-Autor Daniel Eckert. „In Starnberg, mit einem verfügbaren Einkommen von 35.000 Euro je Einwohner nicht nur der wohlhabendste Kreis des Freistaates Bayern, sondern ganz Deutschlands, konnten die Grünen 26,5 Prozent einfahren, neun Punkte mehr als im Landesschnitt.“

https://www.welt.de/politik/deutschland ... nicht.html

Oder hier:
Die Untersuchung zeigt aber auch, dass Besserverdiener und Wohlhabende überdurchschnittlich stark den Grünen zuneigen. Für SPD und Linke ergibt sich hingegen ein umgekehrtes Bild: Je geringer Einkommen und Vermögen, desto ausgeprägter ist die Anhängerschaft für diese beiden Parteien.

http://www.taz.de/!5059363/

Die FDP und die Grünen haben einer Studie der Universität Leipzig zufolge die reichsten Wähler. Über deutlich weniger Einkommen verfügen dagegen die Wähler von SPD und Linken, wie die Hochschule am Montag in Leipzig bekanntgab.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ehler.html

Mir ist das vollkommen egal, aber für mich deutet alles darauf hin, dass sich die Grünen-Wähler aus höheren Gesellschaftsschichten rekrutieren als die SPD-Wähler - vor allem, wenn man den Effekt von "armen" 25-jährigen Studenten versus "reichen" 45-jährigen Arbeitern berücksichtigt.

frems hat geschrieben:(04 Nov 2018, 20:41)
Nach diesem komischen Naturgesetz war die SPD unter Schröder auch keine Volkspartei, weil sie 2004 in Sachsen mit weniger als 10% nur knapp vor der NPD lag, während man auf Bundesebene noch 38,5% (2002) bzw. 34,2% (2005) einfuhr.


Wieso denn so verächtlich? Ich verstehe nicht, was Sie mir Ihrer herablassenden, besserwisserischen Art eigentlich erreichen wollen.

Wo habe ich von einem Naturgesetz geschrieben? Was eine Volkspartei ist, ist schwierig zu definieren. Es ist aber eine Tatsache, dass die SPD trotz aller Schwierigkeiten im Osten weit besser verankert war als es die Grünen jetzt sind. Der Osten besteht nicht nur aus Sachsen, wo die SPD schon immer massive Probleme hatte, sondern auch aus Brandenburg oder Mecklenburg.

Dass die SPD inzwischen keine Volkspartei mehr ist (vor allem im Osten), mag zutreffen; das ist aber nicht der Punkt. Die Frage ist, ob es die Grünen sind. Sie liegen derzeit bei 6-8% in den Umfragen in den ostdeutschen Ländern. Wo lag die SPD dort zu Zeiten Schröders? Sehen Sie den Unterschied?

Ich glaube auch, dass wir eine sehr hohe Volatilität der Wähler sehen und künftig sehen werden. Der Unterschied zwischen den Umfragen von vor einem Jahr und heute ist erstaunlich; SPD und Grüne haben, quantitativ auf Bundesebene gesehen, quasi die Rollen getauscht. Allerdings ist die Frage, wie stabil solche Verschiebungen sind. Der Schulz-Effekt deutet darauf hin, dass alles noch volatiler geworden ist und die Wähler noch schneller die Parteipräferenzen wechseln als es den Wahlforschern, deren Beruf immer schwieriger wird, lieb sein kann.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Julian » Mo 5. Nov 2018, 08:15

sünnerklaas hat geschrieben:(04 Nov 2018, 20:49)

Aha. Und ich dachte immer Grünen-Wähler und Grünen-Parteimitglieder wären alles Arbeitslose und sonstige Schmarotzer. Wird doch immer im Besorgtbürgermillieu erzählt... :D


Arbeitslose? Wie kommen Sie denn darauf? Dass Grünen-Wähler häufiger im öffentlichen Dienst beschäftigt sind als andere Wähler, das glaube ich schon. Dies erklärt auch das höhere Einkommen. Zwar wird man im öffentlichen Dienst nicht unbedingt reich, hat aber häufiger eine akademische Ausbildung und verdient im Schnitt besser als der Schnitt der Bevölkerung.

Achso: Ich habe vor Jahren auch schon Grün gewählt. Da war ich als Student noch ganz "arm".
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon frems » Mo 5. Nov 2018, 15:23

Julian hat geschrieben:(05 Nov 2018, 08:10)
Sie zitieren also den Bundesgeschäftsführer der Grünen, der die Daten natürlich selektiv sieht. Denn die Grünen wollen keine Partei der Besserverdienenden sein (und Sie wollen es sichtlich auch nicht).

Ziemlich witzig, dass Du als Rechtsunten von selektiven Daten sprichst. Mir ist es persönlich egal, ob grüne Wähler wohlhabend sind oder nicht. Weder bin ich ein Wähler, noch ein paranoider Hasser. Aber nach Deiner Behauptung, die Wahlergebnisse seien einzig und alleine auf jahrzehntelange Indoktrinierung zurückzuführen, wundert mich das nun auch nicht mehr.

Die Frage wäre auch, inwiefern die zitierten Zahlen altersstandardisiert sind. Selbstverständlich wählen viele junge Wähler und Studenten die Grünen; von daher ist eine gewisse Verzerrung zu erwarten.

Ziemlich irrelevant, da Du über alle sprichst. Nun irgendwelche Wähler herausrechnen zu wollen, ist putzig. Dann ist die FDP morgen die Partei des kleinen Mannes, wenn wir erstmal die ganzen Selbstständigen und Unternehmer sowie leitenden Angestellten herausrechnen. Aber nun gut, alternative Statistiken und so. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Und es gibt eben durchaus Hinweise und Erhebungen, die meine These unterstützen - selbst in dem von ihnen zitierten Artikel.

Da steht nur, dass sie im Schnitt ein höheres Haushaltseinkommen als SPD und Linke haben. Dadurch sind es nicht die reichsten Wählergruppen. Was soll auch überhaupt diese Sozialneiddebatte? Und dann kommst Du mit einer kleinen Gemeinde wie Starnberg... immer diese selektiven Daten. :p


Da steht's auch wieder, Linke und SPD sind im Einkommen drunter und die Grünen mittig angeordnet.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article109133869/FDP-und-Gruene-haben-die-reichsten-Waehler.html

Dito. (auch wenn der Link schon sehr alt ist und keine Daten zum Einkommen der Unionswähler erwähnt sind)

Wieso denn so verächtlich? Ich verstehe nicht, was Sie mir Ihrer herablassenden, besserwisserischen Art eigentlich erreichen wollen.

Eigentlich warst Du hier der Klugscheißer, der wirre Gleichsetzungen aufstellte, die sich mit einfachsten Beispielen widerlegen, so als wärst Du nun der Bestimmer, was eine Volkspartei ist und was nicht. Wenn Du Dich dadurch herabgesetzt fühlst, überleg doch einfach, ob Du Den Quatsch nicht einfach zu den Akten legst. Oder halt beleidigt-trotzig herumzetern.

Der Unterschied zwischen den Umfragen von vor einem Jahr und heute ist erstaunlich

Deine Erklärungsversuche hierzu auch. ¯\_(ツ)_/¯
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon firlefanz11 » Di 6. Nov 2018, 10:34

streicher hat geschrieben:(03 Nov 2018, 13:36)

Oder man könnte fragen: Nehmen die Grünen in Zukunft einen ähnlichen Platz wie in der Vergangenheit die SPD ein?

Wenn das bedeutet, dass sie in Zukunft die aktuellen Wählerquoten der SPD erreichen gerne... :thumbup:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Alpha Centauri » Di 6. Nov 2018, 13:09

firlefanz11 hat geschrieben:(06 Nov 2018, 10:34)

Wenn das bedeutet, dass sie in Zukunft die aktuellen Wählerquoten der SPD erreichen gerne... :thumbup:



Traumtänzer die Grünen sind bei 20- bis 21% Prozenten in den.Umfragen und deutlich vor der SPD.

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