Die Grünen in der Abwärtsspirale?

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Selina
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Selina » Mo 14. Mai 2018, 06:39

Odin1506 hat geschrieben:(13 May 2018, 22:21)

Ich rede die Einheit, sofern es eine gegeben hätte, nicht schlecht. Ich bin nur nicht so enthusiastisch den Versprechungen von Helmut Kohl hinterher gerannt. Und ja das die Verwandten uns bescuhen konnten und umgekehrt, das war eigentlich die Forderung. Und nicht: wir machen die Betriebe in der ehemaligen DDR platt, weil alles was aus dem Osten kommt/kam ist/war schlecht.


Richtig. Diese Friede-Freude-Eierkuchen-Betrachtungen, welcher Segen die deutsche Einheit gewesen sei für die Menschen, halte ich für einseitig. Neben den "blühenden Landschaften" (Helmut Kohl) gibt es bis heute viele abgehängte Regionen, ganze Gebiete sind quasi "frei" von Entwicklung und Perspektive. Und nach der Wende verloren etliche Millionen erstmal ihre Arbeit, was sich für viele bis heute rentenmäßig auswirkt. Und das lag nicht nur an den viel zitierten "maroden Ostbetrieben", sondern zum Großteil auch an dem unsäglichen Wirken der Treuhand, die sämtliche "Filetstückchen" der Wirtschaft verscherbelte, bis nichts mehr übrig blieb. Darunter - wie der Name "Filetstückchen" schon sagt - ganz und gar nicht nur marode Betriebe und Anlagen. Letztere gabs natürlich auch, aber eben nicht nur. Viele Menschen erlebten neben der Freude über Reise- und Pressefreiheit einen gravierenden Bruch in ihrer Biografie. Die Narben sind bei vielen bis heute nicht verheilt. Neben den so genannten Siegern gabs eben auch Verlierer der Einheit.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon JJazzGold » Mo 14. Mai 2018, 06:49

Selina hat geschrieben:(14 May 2018, 07:39)

Richtig. Diese Friede-Freude-Eierkuchen-Betrachtungen, welcher Segen die deutsche Einheit gewesen sei für die Menschen, halte ich für einseitig. Neben den "blühenden Landschaften" (Helmut Kohl) gibt es bis heute viele abgehängte Regionen, ganze Gebiete sind quasi "frei" von Entwicklung und Perspektive. Und nach der Wende verloren etliche Millionen erstmal ihre Arbeit, was sich für viele bis heute rentenmäßig auswirkt. Und das lag nicht nur an den viel zitierten "maroden Ostbetrieben", sondern zum Großteil auch an dem unsäglichen Wirken der Treuhand, die sämtliche "Filetstückchen" der Wirtschaft verscherbelte, bis nichts mehr übrig blieb. Darunter - wie der Name "Filetstückchen" schon sagt - ganz und gar nicht nur marode Betriebe und Anlagen. Letztere gabs natürlich auch, aber eben nicht nur. Viele Menschen erlebten neben der Freude über Reise- und Pressefreiheit einen gravierenden Bruch in ihrer Biografie. Die Narben sind bei vielen bis heute nicht verheilt. Neben den so genannten Siegern gabs eben auch Verlierer der Einheit.


Die abgehängten Regionen hätten den Soli in Breitband, statt in Freibäder oder Asphaltbeläge stecken sollen, dann wären sie heute nicht abgehängt. Ging natürlich nicht, ohne staatliche Big Brother Anweisung und der staatlichen organisierten Zuweisung von Arbeitsplätzen.
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Selina
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Selina » Mo 14. Mai 2018, 06:53

Odin1506 hat geschrieben:(13 May 2018, 22:27)

Hmmm im Osten ist also die Linke entstanden. Und ich dachte die Linke ist ein Zusammenschluß von WASG und PDS, also Osten und Westen. Und die NPD war nie eine Ostpartei. Achso und der Gründer der AfD Bern Lucke ist auch kein Ostdeutscher, der ist ein Westberliner.
Soviel Falschinformationen habe ich noch nie auf einen Haufen gelesen.


Interessant auch, wie viele Redner und Unterstützer von Pegida westdeutsche und westeuropäische Wurzeln haben. Die haben mit ihren nationalistischen und fremdenfeindlichen Intentionen sehr schnell begriffen, wie gut sie an die selbsternannten Retter des Abendlandes in Dresden andocken und sie locker anheizen und aufhetzen können in ihrem Sinne, bis dann daraus eine Art "Bewegung" wurde. Auch der Vordenker der Neuen Rechten und Förderer von Pegida und AfD, Götz Kubitschek, der im Osten mit seiner "Denkfabrik" mächtig viel nationalistischen Wirbel macht, hat westdeutsche Wurzeln. Also ein reines ostdeutsches Phänomen, wie einige gerne kolportieren, sind die rechten Aktionen beiweitem nicht.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Polibu » Mo 14. Mai 2018, 06:56

Selbstverständlich gibt es nicht nur im Osten Menschen, die ihren Verstand einschalten.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Odin1506 » Mo 14. Mai 2018, 07:43

JJazzGold hat geschrieben:(14 May 2018, 07:49)

Die abgehängten Regionen hätten den Soli in Breitband, statt in Freibäder oder Asphaltbeläge stecken sollen, dann wären sie heute nicht abgehängt. Ging natürlich nicht, ohne staatliche Big Brother Anweisung und der staatlichen organisierten Zuweisung von Arbeitsplätzen.


Tja, schade nur dass die Telekom es nicht für nötig hält Breitband für diese Regionen bereit zu stellen.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Realist2014 » Mo 14. Mai 2018, 07:52

Selina hat geschrieben:(14 May 2018, 07:39)

Richtig. Diese Friede-Freude-Eierkuchen-Betrachtungen, welcher Segen die deutsche Einheit gewesen sei für die Menschen, halte ich für einseitig. .


yoh

manche hätten natürlich die "gleiche Armut" behalten..

inklusive den bedauernswerten Zustand der vieler Gebäude

Marktwirtschaft ist eine CHANCE - nur muss man die auch NUTZEN

für die "Staatsgläubigen" ist sie natürlich eher schlecht..
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Realist2014 » Mo 14. Mai 2018, 07:55

Selina hat geschrieben:(14 May 2018, 07:39)

Neben den so genannten Siegern gabs eben auch Verlierer der Einheit.



Marktwirtschaft bedeutet natürlich extrem viel mehr Divergenz in ökonomischer Hinsicht als bei der gleichmachenden Planwirtschaft...

nur leben auch diese "Verlierer" auf höherem Lebensniveau als 1989...

manche schreiben ja hier seit Jahren im Forum... (auch DIE haben also die modernen, das Lebensniveau erhöhenden Techniken...)
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Dark Angel » Mo 14. Mai 2018, 08:20

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 May 2018, 20:05)

Volksverhetzung kann es ohne Volk geben, wie es auch Rassismus ohne Rassen geben kann. Manche behaupten sogar, Gotteslästerung gäbe es.

Was für ein Unsinn! Verraten und hetzen sind Tätigkeiten, Rassismus ist - wie jeder -ismus - eine Ideologie/Weltanschauung.
Im Gegensatz zu Ideologien benötigen Tätigkeiten Objekte/Subjekte an bzw mit denen Tätigkeiten ausgeführt werden können.
Gibt es das entsprechende Objekt/Subjekt nicht, gibt es auch die entsprechende Tätigkeit nicht!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon H2O » Mo 14. Mai 2018, 08:21

Odin1506 hat geschrieben:(14 May 2018, 08:43)

Tja, schade nur dass die Telekom es nicht für nötig hält Breitband für diese Regionen bereit zu stellen.


Das ist jetzt aber etwas sehr einseitig; auch im Westen gibt es Gebiete, die nicht mit Breitband versorgt sind. Etwas fairer wären Gebietskarten Deutschlands, wo die Breitbandversorgung noch nicht angekommen ist. In Pommern/Polen auf dem platten Lande sind wir bestens mit Breitband versorgt. Pole müßte man sein; dann baut man einfach das Breitband aus und braucht niemanden darum zu bitten.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon JJazzGold » Mo 14. Mai 2018, 08:22

Odin1506 hat geschrieben:(14 May 2018, 08:43)

Tja, schade nur dass die Telekom es nicht für nötig hält Breitband für diese Regionen bereit zu stellen.


Es gibt tatsächlich Gemeinschaften, die in der Lage sind, sich ohne Telekom mit Breitband zu versorgen.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 14. Mai 2018, 17:42

Dark Angel hat geschrieben:(14 May 2018, 09:20)

Was für ein Unsinn! Verraten und hetzen sind Tätigkeiten, Rassismus ist - wie jeder -ismus - eine Ideologie/Weltanschauung.
Im Gegensatz zu Ideologien benötigen Tätigkeiten Objekte/Subjekte an bzw mit denen Tätigkeiten ausgeführt werden können.
Gibt es das entsprechende Objekt/Subjekt nicht, gibt es auch die entsprechende Tätigkeit nicht!

Herumeiern und Eier legen sind auch grundverschieden. Das eine geht ganz figurativ ohne echtes Ei. Man könnte sogar behaupten, ebenfalls figurativ, keine Eier haben sei dafür hilfreich. Selbstverständlich kommen Ideen wie die angebliche "Umvolkung" durch die Grünen weitgehend ohne realen Kontext aus. Auch der Antisemitismus funktioniert wunderbar, ohne dass man echte Juden persönlich kennt.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 14. Mai 2018, 17:44

JJazzGold hat geschrieben:(14 May 2018, 09:22)

Es gibt tatsächlich Gemeinschaften, die in der Lage sind, sich ohne Telekom mit Breitband zu versorgen.

Die Amischen und alle, die über TV-Kabel bedient werden.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon JJazzGold » Mo 14. Mai 2018, 19:13

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(14 May 2018, 18:44)

Die Amischen und alle, die über TV-Kabel bedient werden.


Auch Interessengemeinschaften in Deutschland.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon H2O » Mo 14. Mai 2018, 20:05

JJazzGold hat geschrieben:(14 May 2018, 09:22)

Es gibt tatsächlich Gemeinschaften, die in der Lage sind, sich ohne Telekom mit Breitband zu versorgen.


Hierzu fallen mir zwei Dinge ein, oder sogar drei ;) :

1.
Die Firma Vodaphone baut Breitbandnetze mit den Kabeln ehemaliger Fernsehversorger auf. Das bewirbt sie sehr ausführlich in großen Zeitungsanzeigen. Man könnte also nachfragen, ob mit dem Versorger Vodaphone sofort oder vertraglich abgesichert kurzfristig eine Breitbandverbindung bereit steht. Der Wettbewerb um zahlende Kunden treibt diese Anbieter zu immer neuen Höchstleistungen.

2.
Die meisten von uns haben doch aus den guten alten Zeiten einen Anschluß bei der Deutschen Telekom. Vielleicht reicht schon eine Richtfunkverbindung zum nächsten LTE Sendemasten, um den Beschränkungen der Übertragungsleistungen der alten Telefonleitungen zu entrinnen. So funktioniert hier mein Breitbandanschluß in Pommern/Polen. Der Anschluß wird von t-mobile Polska gestellt... einer Tochter der Deutschen Telekom! Man sollte erwarten, daß ein Beratungsgespräch mit der Telekom da weiter hilft... zumindest Gewerbetreibenden, die so etwas dringend brauchen.

3.
Als Altersrentner konnte ich auf die sehr ausgefeilte Mobilfunkversorgung durch die Deutsche Telekom verzichten, die sich auch in sehr teuren Verträgen niederschlug. Deshalb wechselte ich zu einem Pre-Paid Anbieter, bei dem auch meine Kinder unter Vertrag sind. Das ist praktisch zum Nulltarif, selbst im grenzüberschreitenden Telefonverkehr, weil meine Kinder Flatrates gebucht haben. Nach diesem Wechsel hatte ich meinen Vertrag mit der Deutschen Telekom gekündigt. Die befragten mich mehrfach... und heute stelle ich fest, daß die Deutsche Telekom sich inzwischen auch in dem Sinne bewegt hat... nahezu gleiches Angebot. Nur eben wegen der einmal aufgebauten Bindung meiner Kinder kein vernünftiger Grund, zu Telekom zurück zu gehen.


Und nun zurück zum Thema: Man erkennt doch aus alle dem, daß es erstens nicht nur die Deutsche Telekom gibt, und daß zweitens der Wettbewerb nahezu überall Wunder bewirkt. Das war doch der Ausgangspunkt zum hier geäußerten Jammer, daß in den Neufünfländern so gar nichts dergleichen auf dem silbernen Tablett angeboten wird. Aber man kann danach suchen und vielleicht sogar finden.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon JJazzGold » Di 15. Mai 2018, 07:03

H2O hat geschrieben:(14 May 2018, 21:05)

Hierzu fallen mir zwei Dinge ein, oder sogar drei ;) :

1.
Die Firma Vodaphone baut Breitbandnetze mit den Kabeln ehemaliger Fernsehversorger auf. Das bewirbt sie sehr ausführlich in großen Zeitungsanzeigen. Man könnte also nachfragen, ob mit dem Versorger Vodaphone sofort oder vertraglich abgesichert kurzfristig eine Breitbandverbindung bereit steht. Der Wettbewerb um zahlende Kunden treibt diese Anbieter zu immer neuen Höchstleistungen.

2.
Die meisten von uns haben doch aus den guten alten Zeiten einen Anschluß bei der Deutschen Telekom. Vielleicht reicht schon eine Richtfunkverbindung zum nächsten LTE Sendemasten, um den Beschränkungen der Übertragungsleistungen der alten Telefonleitungen zu entrinnen. So funktioniert hier mein Breitbandanschluß in Pommern/Polen. Der Anschluß wird von t-mobile Polska gestellt... einer Tochter der Deutschen Telekom! Man sollte erwarten, daß ein Beratungsgespräch mit der Telekom da weiter hilft... zumindest Gewerbetreibenden, die so etwas dringend brauchen.

3.
Als Altersrentner konnte ich auf die sehr ausgefeilte Mobilfunkversorgung durch die Deutsche Telekom verzichten, die sich auch in sehr teuren Verträgen niederschlug. Deshalb wechselte ich zu einem Pre-Paid Anbieter, bei dem auch meine Kinder unter Vertrag sind. Das ist praktisch zum Nulltarif, selbst im grenzüberschreitenden Telefonverkehr, weil meine Kinder Flatrates gebucht haben. Nach diesem Wechsel hatte ich meinen Vertrag mit der Deutschen Telekom gekündigt. Die befragten mich mehrfach... und heute stelle ich fest, daß die Deutsche Telekom sich inzwischen auch in dem Sinne bewegt hat... nahezu gleiches Angebot. Nur eben wegen der einmal aufgebauten Bindung meiner Kinder kein vernünftiger Grund, zu Telekom zurück zu gehen.


Und nun zurück zum Thema: Man erkennt doch aus alle dem, daß es erstens nicht nur die Deutsche Telekom gibt, und daß zweitens der Wettbewerb nahezu überall Wunder bewirkt. Das war doch der Ausgangspunkt zum hier geäußerten Jammer, daß in den Neufünfländern so gar nichts dergleichen auf dem silbernen Tablett angeboten wird. Aber man kann danach suchen und vielleicht sogar finden.


Mit der Telekom “habe ich fertig“. Die seitenlangen Protokolle meiner intensiven Auseinandersetzung erspare ich Ihnen und mir. ;)
Sie sind bei diesem Thema wesentlich versierter als ich. Ich nutze einfach nur ein besseres lokales Angeot.

Ich wollte Sole nur kurz darauf hinweisen, dass es sehr wohl möglich ist, sich auch ohne Telekom und Dobrindt Hinterlassenschaft des Breitbands zu bedienen. Man muss es nur wollen und etwas Geld in die Hand nehmen, statt zeitverschwendend über Jahrzehnte über vergossene Milch zu jammern. Das ist eine Frage der Priorisierung, xte Asphaltauflage oder Freibadanlage, oder Breitbandattraktivität, auch für Investoren.

Das eigentliche Thema sind die Grünen, nicht die Jammerossis. ;)
Beim Thema Digitalisierung sind die Grünen eindeutig zu spät gekommen und scheinen auch nicht wirklich einen Plan zu haben.
Der Grüne “Breitbandcheck“ scheint mir auch nicht der Bringer zu sein. Auf den bin ich durch reinen Zufall gestoßen und frage mich seitdem, inwieweit er mir behilflich sein soll.


https://www.gruene-bundestag.de/breitbandcheck/
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 15. Mai 2018, 07:04

Uff. Hier gehts aber mit Ideologie und Telekom sehr weit weg vom eigentlich interessanten Thema. Die Abwahl von Freiburgs Bürgermeister Dieter Salomon und seine Ersetzung durch den parteilosen Martin Horn ist viel näher dran. Was ist da passiert? In Kommentaren dazu wird häufig auf das sehr viel prosaischere Thema Wohnungsmarkt verwiesen. Steigende Mietpreise, gebremster Wohnungsneubau im Namen einer ökologisch begründeten Bremsung des Flächenverbrauchs ... Stimmt das? Und ist es typisch für Stadtpolitik in Deutschland? Und dann: Hier der Ende-Fünfziger-Beamtenmensch Salomon, dort der jugendlich wirkende Digital Native und parteilose Martin Horn. Ist auch das typisch für das Bild der Grünen in der Bevölkerung?
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon H2O » Di 15. Mai 2018, 08:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 May 2018, 08:04)

Uff. Hier gehts aber mit Ideologie und Telekom sehr weit weg vom eigentlich interessanten Thema. Die Abwahl von Freiburgs Bürgermeister Dieter Salomon und seine Ersetzung durch den parteilosen Martin Horn ist viel näher dran. Was ist da passiert? In Kommentaren dazu wird häufig auf das sehr viel prosaischere Thema Wohnungsmarkt verwiesen. Steigende Mietpreise, gebremster Wohnungsneubau im Namen einer ökologisch begründeten Bremsung des Flächenverbrauchs ... Stimmt das? Und ist es typisch für Stadtpolitik in Deutschland? Und dann: Hier der Ende-Fünfziger-Beamtenmensch Salomon, dort der jugendlich wirkende Digital Native und parteilose Martin Horn. Ist auch das typisch für das Bild der Grünen in der Bevölkerung?


Richtig, wir sind vom Thema "Die Grünen in der Abwärtsspirale?" durch Nebendiskussionen ein wenig abgekommen. Der weniger prickelnde Auftritt Grüner hat damit zu tun, daß inzwischen ausgewiesene Konservative deren Wortschöpfungen bei passenden Gelegenheiten wie selbstverständlich übernehmen. Jüngstes Beispiel die Stellungnahme unserer Landwirtschaftsministerin Klöckner/CDU zum Schleuderpreis für Fleisch in Supermärkten: Nutztiere sind keine Sache sondern Mitgeschöpfe. Solche Äußerungen nehme ich mit Freude zur Kenntnis, und ich hoffe auf Maßnahmen in unserem Lande und in der EU, die dieser Sichtweise zum Durchbruch verhelfen. Der Veggyday unserer ehemaligen grünen Landwirtschaftsministerin Künast war leider nur gut gemeint.

Glyphosat ist inzwischen auch geächtet. Und leider haben Die Grünen es versäumt, mit den Preisen für die Trinkwasseraufbereitung ein Riesenfaß auf zu machen. Hier werden Lebensgrundlagen schleichend vernichtet... ein ur-grünes Betätigungsfeld für DIE GRÜNEN. Oder der Dieselskandal mit dem nachgewiesenen Betrug an Käufern und an der Gesellschaft aus Gewinnsucht. Da müßten DIE GRÜNEN ausdauernd im Dreieck springen... aber vielleicht denken die immer an künftige Jamaika-Koalitionen und vergessen, wozu sie solche Machtoptionen tatsächlich brauchen? Denn ja, eine Partei im herkömmlichen Sinne sind sie inzwischen ja auch geworden!
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon jorikke » Di 15. Mai 2018, 11:46

H2O hat geschrieben:(15 May 2018, 09:08)

Richtig, wir sind vom Thema "Die Grünen in der Abwärtsspirale?" durch Nebendiskussionen ein wenig abgekommen. Der weniger prickelnde Auftritt Grüner hat damit zu tun, daß inzwischen ausgewiesene Konservative deren Wortschöpfungen bei passenden Gelegenheiten wie selbstverständlich übernehmen. Jüngstes Beispiel die Stellungnahme unserer Landwirtschaftsministerin Klöckner/CDU zum Schleuderpreis für Fleisch in Supermärkten: Nutztiere sind keine Sache sondern Mitgeschöpfe. Solche Äußerungen nehme ich mit Freude zur Kenntnis, und ich hoffe auf Maßnahmen in unserem Lande und in der EU, die dieser Sichtweise zum Durchbruch verhelfen. Der Veggyday unserer ehemaligen grünen Landwirtschaftsministerin Künast war leider nur gut gemeint.

Glyphosat ist inzwischen auch geächtet. Und leider haben Die Grünen es versäumt, mit den Preisen für die Trinkwasseraufbereitung ein Riesenfaß auf zu machen. Hier werden Lebensgrundlagen schleichend vernichtet... ein ur-grünes Betätigungsfeld für DIE GRÜNEN. Oder der Dieselskandal mit dem nachgewiesenen Betrug an Käufern und an der Gesellschaft aus Gewinnsucht. Da müßten DIE GRÜNEN ausdauernd im Dreieck springen... aber vielleicht denken die immer an künftige Jamaika-Koalitionen und vergessen, wozu sie solche Machtoptionen tatsächlich brauchen? Denn ja, eine Partei im herkömmlichen Sinne sind sie inzwischen ja auch geworden!


Man kann mit einer neuen Politikausrichtung, bei den Grünen Umwelt/Bewahrung, eine Welle lostreten. Dann hat man Erfolg, kommt auf drei %, auf sechs gar und dann wird es schwierig. Immer neue Politik-wirksame Katastrophen zu finden und davon profitieren zu wollen, ermüdet auf die Dauer das Publikum. Waldsterben, Ozon usw. Irgendwann merkt man, dass die Welt nur noch aus Katastrophen besteht und man trotzdem weiter lebt. Streng genommen immer besser. Dann hat die neue Politik Idee ihr Pulver verschossen und um die sechs Prozent als grüne Partei dann noch zu steigern, muss man Breitbandpolitik betreiben, auf allen Hochzeiten tanzen, in allen Sätteln gerecht sein. Kurz, es den anderen Parteien nachmachen.
...und dann ist man eben wie sie.
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon Alpha Centauri » Di 15. Mai 2018, 11:59

H2O hat geschrieben:(15 May 2018, 09:08)

Richtig, wir sind vom Thema "Die Grünen in der Abwärtsspirale?" durch Nebendiskussionen ein wenig abgekommen. Der weniger prickelnde Auftritt Grüner hat damit zu tun, daß inzwischen ausgewiesene Konservative deren Wortschöpfungen bei passenden Gelegenheiten wie selbstverständlich übernehmen. Jüngstes Beispiel die Stellungnahme unserer Landwirtschaftsministerin Klöckner/CDU zum Schleuderpreis für Fleisch in Supermärkten: Nutztiere sind keine Sache sondern Mitgeschöpfe. Solche Äußerungen nehme ich mit Freude zur Kenntnis, und ich hoffe auf Maßnahmen in unserem Lande und in der EU, die dieser Sichtweise zum Durchbruch verhelfen. Der Veggyday unserer ehemaligen grünen Landwirtschaftsministerin Künast war leider nur gut gemeint.

Glyphosat ist inzwischen auch geächtet. Und leider haben Die Grünen es versäumt, mit den Preisen für die Trinkwasseraufbereitung ein Riesenfaß auf zu machen. Hier werden Lebensgrundlagen schleichend vernichtet... ein ur-grünes Betätigungsfeld für DIE GRÜNEN. Oder der Dieselskandal mit dem nachgewiesenen Betrug an Käufern und an der Gesellschaft aus Gewinnsucht. Da müßten DIE GRÜNEN ausdauernd im Dreieck springen... aber vielleicht denken die immer an künftige Jamaika-Koalitionen und vergessen, wozu sie solche Machtoptionen tatsächlich brauchen? Denn ja, eine Partei im herkömmlichen Sinne sind sie inzwischen ja auch geworden!



Die kommerzielle Massentierhaltung ist in der Tat ein nicht nur moralisches Dilemma um mal nur ein Beispiel zu nennen, wo sich die Grünen klar positioniert haben. Sich hinzustellen gerade im Bereich, Klima und Umwelt und zu sagen dass wird der " MARKT" schon von selbst regeln reicht eben nicht aus. Dem Klima bzw.Klimawandel ist nämlich die Gesetze des Marktes schlicht egal
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Re: Die Grünen in der Abwärtsspirale?

Beitragvon H2O » Di 15. Mai 2018, 12:14

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 May 2018, 12:59)

Die kommerzielle Massentierhaltung ist in der Tat ein nicht nur moralisches Dilemma um mal nur ein Beispiel zu nennen, wo sich die Grünen klar positioniert haben. Sich hinzustellen gerade im Bereich, Klima und Umwelt und zu sagen dass wird der " MARKT" schon von selbst regeln reicht eben nicht aus. Dem Klima bzw.Klimawandel ist nämlich die Gesetze des Marktes schlicht egal


Ja, mich wundert auch, daß DIE GRÜNEN auf dem Gebiet "Lebensgrundlagen" nicht wilder auf die Pauke hauen. "Der Markt" richtet gar nichts; immer findet sich eine Gelegenheit, zum Nachteil der Lebensgrundlagen einen tüchtigen Gewinn ein zu fahren: Luftverschmutzung... reine Marktsache, Trinkwasservergiftung... reine Marktsache, Bodenvergiftung... reine Marktsache. Im Grunde kann man auf dem Gebiet gar nicht rabiat genug auftreten. Da verstehe ich diese grüne Truppe überhaupt nicht mehr!

Nach uns die Sintflut, wenn sie uns nicht schon zu Lebzeiten erwischt!

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