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Beitragvon NMA » Mo 5. Mär 2018, 09:30

Ich werfe jetzt mal einen Nebenaspekt des SPD-Mitgliedervotums in der Ring. Ich meine die hohe Wahlbeteiligung.

Wahlbeteiligungen anderer Wahlen, selbst BTW, stagnieren bekanntlich auf erschreckend niedrigem Niveau und nehmen ab. Manchmal wird gar die demokratische Legitimation von Personen oder Entscheidungen in Frage gestellt, weil aus der Menge der Wahlberechtigten so wenige Leute den Ausschlag geben (Zahlen liefere ich, wenn jemand darauf besteht, ich setze das erst mal als allgemein bekannt voraus).

Gemeinhin wird die Politik dafür gerügt. Sie erreiche die Leute nicht mehr und es gäbe keine Unterschiede mehr zwischen den Parteien, alles sei das Gleiche und beliebig.

Ich möchte mich jetzt aber an die Seite von Christian Lindner stellen, der vor einigen Monaten - nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen, wenn ich mich richtig erinnere – meinte (sinngemäß): An alle, die da glauben, es gäbe keine Unterschiede zwischen den Parteien, ist das Scheitern der Verhandlungen ein Lehrstück. Denn die Tatsache, dass sich nicht geeinigt wurde zeigt, dass es sehr wohl unüberbrückbare Unterschiede gibt ...

... zwischen denen gewählt, wofür oder wogegen entschieden werden muss.

Die Tragödie, in welche sich die SPD (mal wieder) mehr oder weniger ungeschickt hat reißen lassen, ist ein anderes Thema. Aber wir haben auch mitbekommen, wie mühsam die Vorgespräche, die Sondierungen und die Koalitionsverhandlungen verlaufen sind, welche erheblichen Zugeständnisse Merkel machen musste und wir konnten beobachten, wie die SPD dem Volk prinzipiell die Gelegenheit gibt, basisdemokratisch mitzureden! Politisch engagierte, bewusste, verantwortungsvolle Bürger (=Mitglieder und Kurzzeitmitglieder) haben das auch getan.

Also frage ich mich jetzt erneut schon, was das Volk denn eigentlich will, wenn es sich nicht beteiligt. Es mag eine legitime Form des allgemeinen Protest sein, aber diese Pauschalverurteilung ... ist die jetzt allein verschuldet von einer angeblichen Beliebigkeit der Politiker, oder nicht auch ein wenig undankbare Dummheit der Leute, die gar nicht beobachten wollen, ob es Unterschiede gibt? Ich rüge meine 5-jährige Tochter manchmal, wenn sie vor dem Essen sagt "Das schmeckt mir nicht", indem ich sage: Du kannst gar nicht wissen, ob es dir schmeckt, du hast es nämlich noch gar nicht probiert.
Ist es ein mangelnder Bildungsstand oder mangelnde Bildungsbereitschaft, wenn man nur pauschal auf "die da oben" schimpft, nur weil man die Demokratie mit einem Wunschkonzert verwechselt und sich dann, weil man nicht bekommt, was man sich einbildet, eingeschnappt wie eine 5-jährige verhält?

Leute, die auf "die da oben" ( :rolleyes: ) schimpfen, zeigen sowieso, dass sie unser politisches System und den Demokratiegedanken noch überhaupt nicht verstanden haben. Unsere Politiker sind nicht als Herrscher oder Führer zu begreifen. Eigentlich sind sie eher Dienstleister für uns, zumindest sehe ich das so. Ein vergleichsweise unterbezahlter Scheißjob ist Politiker sowieso.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Kritikaster » Mo 5. Mär 2018, 09:47

NMA hat geschrieben:(05 Mar 2018, 09:30)

Ich werfe jetzt mal einen Nebenaspekt des SPD-Mitgliedervotums in der Ring. Ich meine die hohe Wahlbeteiligung.

Wahlbeteiligungen anderer Wahlen, selbst BTW, stagnieren bekanntlich auf erschreckend niedrigem Niveau und nehmen ab. Manchmal wird gar die demokratische Legitimation von Personen oder Entscheidungen in Frage gestellt, weil aus der Menge der Wahlberechtigten so wenige Leute den Ausschlag geben (Zahlen liefere ich, wenn jemand darauf besteht, ich setze das erst mal als allgemein bekannt voraus).

Gemeinhin wird die Politik dafür gerügt. Sie erreiche die Leute nicht mehr und es gäbe keine Unterschiede mehr zwischen den Parteien, alles sei das Gleiche und beliebig.

Ich möchte mich jetzt aber an die Seite von Christian Lindner stellen, der vor einigen Monaten - nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen, wenn ich mich richtig erinnere – meinte (sinngemäß): An alle, die da glauben, es gäbe keine Unterschiede zwischen den Parteien, ist das Scheitern der Verhandlungen ein Lehrstück. Denn die Tatsache, dass sich nicht geeinigt wurde zeigt, dass es sehr wohl unüberbrückbare Unterschiede gibt ...

... zwischen denen gewählt, wofür oder wogegen entschieden werden muss.

Die Tragödie, in welche sich die SPD (mal wieder) mehr oder weniger ungeschickt hat reißen lassen, ist ein anderes Thema. Aber wir haben auch mitbekommen, wie mühsam die Vorgespräche, die Sondierungen und die Koalitionsverhandlungen verlaufen sind, welche erhebliche Zugeständnisse Merkel machen musste und wir konnten beobachten, wie die SPD dem Volk prinzipiell die Gelegenheit gibt, basisdemokratisch mitzureden! Politisch engagierte Bürger (=Mitglieder und Kurzzeitmitglieder) haben das auch getan.

Also frage ich mich jetzt erneut schon, was das Volk denn eigentlich will, wenn es sich nicht beteiligt. Es mag eine legitime Form des allgemeinen Protest sein, aber diese Pauschalverurteilung ... ist die jetzt allein verschuldet von einer angeblichen Beliebigkeit der Politiker, oder nicht auch ein wenig undankbare Dummheit der Leute, die gar nicht beobachten wollen, ob es Unterschiede gibt? Ich rüge meine 5-jährige Tochter manchmal, wenn sie vor dem Essen sagt "Das schmeckt mir nicht", indem ich sage: Du kannst gar nicht wissen, ob es dir schmeckt, du hast es nämlich noch gar nicht probiert.
Ist es ein mangelnder Bildungsstand oder mangelnde Bildungsbereitschaft, wenn man nur pauschal auf "die da oben" schimpft, nur weil man die Demokratie mit einem Wunschkonzert verwechselt und sich dann, weil man nicht bekommt, was man sich einbildet, eingeschnappt wie eine 5-jährige verhält?

Leute, die auf "die da oben" ( :rolleyes: ) schimpfen, zeigen sowieso, dass sie unser politisches System und den Demokratiegedanken noch überhaupt nicht verstanden haben. Unsere Politiker sind nicht als Herrscher oder Führer zu begreifen. Eigentlich sind sie eher Dienstleister für uns, zumindest sehe ich das so. Ein vergleichsweise unterbezahlter Scheißjob ist Politiker sowieso.

Die Dauerschimpfer haben in der Tat nicht begriffen, dass Demokratie von Mitmachen lebt.

Aber es ist halt bequem, für das angebliche Versagen eines Systems mit dem Finger auf diejenigen zu zeigen, die mit oft großem persönlichen Einsatz zumindest VERSUCHEN, politische Weichenstellungen zum Wohle der Allgemeinheit und, ja, auch im eigenen Interesse zu beeinflussen.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Teekanne » Mo 5. Mär 2018, 09:55

Naja, wenn man sich mal anschaut, das in der westlichen Welt die Demokratie immer mehr an Boden verliert,verwundert es kaum. Man will wie ein 5 jähriges Kind alles hier und jetzt und wenn man es nicht bekommt, fängt man an zu kreischen.
Autokraten (Diktatoren) sind wieder schwer im kommen und populär wie seit 80 Jahren nicht mehr. In unserem Wohlstand haben viele wohl keinen richtigen Durchblick mehr, wie wertvoll Demokratie doch ist. Stattdessen brüllt man nach einem Führer der lenkt, einem das Denken abnimmt und einem vorschreibt was man zu glauben hat .
In der Hoffnung an etwas "Großem" beteiligt zu sein, vergessen sie doch glatt, das Diktatur ein Gefängnis auf Lebenszeit ist und man niemals widersprechen sollte.

Ich denke es liegt gar nicht mal so an einem einzelnem Politiker, sondern an der Trägheit der Demokratie in der alles etwas länger dauert und man auf andere Rücksicht nehmen muß.
Einfacher wäre doch der eine der alles macht und vorgibt. Dumm nur wenn dann die Ideologie nicht stimmt......Dann brüllt man nie mehr.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon H2O » Mo 5. Mär 2018, 10:34

Meine Vermutung: Die große Zahl der Wähler beschäftigt sich kaum mit Gesellschaftsfragen, weil sie mit ihrem Broterwerb und ihrer Aufgabe als Familienmitglieder schon mehr als ausgelastet sind. Dann ist es auch so, daß sich in Parteien Menschen sammeln, die von der Wiege bis zur Bahre keine anderen Aufgaben mehr bewegen als die Gesellschaftspolitik. Des höheren Ansehens wegen gleich noch unterlegt mit dem passenden Studium, mit oder ohne Abschluß, mit oder ohne akademischen Titel. Die Sprache dieser Leute ist dann durchsetzt mit derart vielen Fachbegriffen und völlig unnötigen Fremdworten, daß Otto Normalverbraucher die Lust verliert, dort kritisch (auch noch!) hinein zu hören. Er versteht "Bahnhof" und erkennt eben "die da oben".

Vermutlich liegt in dieser Klassenbildung der Grund, daß sich Normalbürger von der Politik abwenden. Denn in der Diskussion mit den gerade beschriebenen Parteileuten ziehen sie selbst dann den Kürzeren, wenn sie gar nicht so ganz Unrecht haben. Der Politiker holt sie dann dort ab und bringt sie dahin, wo sie nicht hingehen wollten.

Vielleicht gab es in der Anfangszeit der Bonner Republik mehr Seiteneinsteiger in die Politik, die sich im "richtigen Leben" noch mit dem Überleben ihres Betriebs als Eigentümer oder Führungskraft oder Wissenschaftler befassen mußten. Nehmen wir doch aus jüngstem Erleben den JUSO-Anführer: Ob der wohl schon einmal im Wettbewerb um einen bezahlten Arbeitsplatz gestanden hat?

Nun gut, das kann man in wiki nachschlagen. Ein Leben für die Politik! Eine weitere Vermutung: Diese Klasse zieht weitere Mitglieder der Klasse an. Das sind die Leute, die immer wieder an der Spitze stehen.

Dann erscheint es mir wenig überraschend, wenn Normalverbraucher von "denen da oben" reden und sich am politischen Leben nicht beteiligen... bis hin zur Wahlverweigerung.

Ja, das ist eine schlimme Entwicklung, die aus meiner Sicht auch einer klaren Logik folgt... aber wie soll sie systematisch gebessert werden? Vielleicht hilft es, vor diesem Hintergrund den Erfolg der AfD zu betrachten. Haben in dieser recht jungen Partei doch weniger glatt geschliffene Politiker das Wort?
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Arcturus » Mo 5. Mär 2018, 10:39

H2O hat geschrieben:(05 Mar 2018, 10:34)

Meine Vermutung: Die große Zahl der Wähler beschäftigt sich kaum mit Gesellschaftsfragen, weil sie mit ihrem Broterwerb und ihrer Aufgabe als Familienmitglieder schon mehr als ausgelastet sind. Dann ist es auch so, daß sich in Parteien Menschen sammeln, die von der Wiege bis zur Bahre keine anderen Aufgaben mehr bewegen als die Gesellschaftspolitik. Des höheren Ansehens wegen gleich noch unterlegt mit dem passenden Studium, mit oder ohne Abschluß, mit oder ohne akademischen Titel. Die Sprache dieser Leute ist dann durchsetzt mit derart vielen Fachbegriffen und völlig unnötigen Fremdworten, daß Otto Normalverbraucher die Lust verliert, dort kritisch (auch noch!) hinein zu hören. Er versteht "Bahnhof" und erkennt eben "die da oben".

Vermutlich liegt in dieser Klassenbildung der Grund, daß sich Normalbürger von der Politik abwenden. Denn in der Diskussion mit den gerade beschriebenen Parteileuten ziehen sie selbst dann den Kürzeren, wenn sie gar nicht so ganz Unrecht haben. Der Politiker holt sie dann dort ab und bringt sie dahin, wo sie nicht hingehen wollten.

Vielleicht gab es in der Anfangszeit der Bonner Republik mehr Seiteneinsteiger in die Politik, die sich im "richtigen Leben" noch mit dem Überleben ihres Betriebs als Eigentümer oder Führungskraft oder Wissenschaftler befassen mußten. Nehmen wir doch aus jüngstem Erleben den JUSO-Anführer: Ob der wohl schon einmal im Wettbewerb um einen bezahlten Arbeitsplatz gestanden hat?

Nun gut, das kann man in wiki nachschlagen. Ein Leben für die Politik! Eine weitere Vermutung: Diese Klasse zieht weitere Mitglieder der Klasse an. Das sind die Leute, die immer wieder an der Spitze stehen.

Dann erscheint es mir wenig überraschend, wenn Normalverbraucher von "denen da oben" reden und sich am politischen Leben nicht beteiligen... bis hin zur Wahlverweigerung.

Ja, das ist eine schlimme Entwicklung, die aus meiner Sicht auch einer klaren Logik folgt... aber wie soll sie systematisch gebessert werden? Vielleicht hilft es, vor diesem Hintergrund den Erfolg der AfD zu betrachten. Haben in dieser recht jungen Partei doch weniger glatt geschliffene Politiker das Wort?


Das ich ihnen einmal von oben bis unten zustimmen muss, hätte ich nie erwartet :thumbup:
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Kritikaster » Mo 5. Mär 2018, 10:45

H2O hat geschrieben:(05 Mar 2018, 10:34)

Meine Vermutung: Die große Zahl der Wähler beschäftigt sich kaum mit Gesellschaftsfragen, weil sie mit ihrem Broterwerb und ihrer Aufgabe als Familienmitglieder schon mehr als ausgelastet sind. Dann ist es auch so, daß sich in Parteien Menschen sammeln, die von der Wiege bis zur Bahre keine anderen Aufgaben mehr bewegen als die Gesellschaftspolitik. Des höheren Ansehens wegen gleich noch unterlegt mit dem passenden Studium, mit oder ohne Abschluß, mit oder ohne akademischen Titel. Die Sprache dieser Leute ist dann durchsetzt mit derart vielen Fachbegriffen und völlig unnötigen Fremdworten, daß Otto Normalverbraucher die Lust verliert, dort kritisch (auch noch!) hinein zu hören. Er versteht "Bahnhof" und erkennt eben "die da oben".

Vermutlich liegt in dieser Klassenbildung der Grund, daß sich Normalbürger von der Politik abwenden. Denn in der Diskussion mit den gerade beschriebenen Parteileuten ziehen sie selbst dann den Kürzeren, wenn sie gar nicht so ganz Unrecht haben. Der Politiker holt sie dann dort ab und bringt sie dahin, wo sie nicht hingehen wollten.

Vielleicht gab es in der Anfangszeit der Bonner Republik mehr Seiteneinsteiger in die Politik, die sich im "richtigen Leben" noch mit dem Überleben ihres Betriebs als Eigentümer oder Führungskraft oder Wissenschaftler befassen mußten. Nehmen wir doch aus jüngstem Erleben den JUSO-Anführer: Ob der wohl schon einmal im Wettbewerb um einen bezahlten Arbeitsplatz gestanden hat?

Nun gut, das kann man in wiki nachschlagen. Ein Leben für die Politik! Eine weitere Vermutung: Diese Klasse zieht weitere Mitglieder der Klasse an. Das sind die Leute, die immer wieder an der Spitze stehen.

Dann erscheint es mir wenig überraschend, wenn Normalverbraucher von "denen da oben" reden und sich am politischen Leben nicht beteiligen... bis hin zur Wahlverweigerung.

Ja, das ist eine schlimme Entwicklung, die aus meiner Sicht auch einer klaren Logik folgt... aber wie soll sie systematisch gebessert werden? Vielleicht hilft es, vor diesem Hintergrund den Erfolg der AfD zu betrachten. Haben in dieser recht jungen Partei doch weniger glatt geschliffene Politiker das Wort?

Hast Du diese Erfahrungen so selbst schon gemacht oder beruhen Deine Ausführungen auf Beobachtungen als außenstehender Dritter?
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Der General » Mo 5. Mär 2018, 10:49

NMA hat geschrieben:(05 Mar 2018, 09:30)

Ich werfe jetzt mal einen Nebenaspekt des SPD-Mitgliedervotums in der Ring. Ich meine die hohe Wahlbeteiligung.

Wahlbeteiligungen anderer Wahlen, selbst BTW, stagnieren bekanntlich auf erschreckend niedrigem Niveau und nehmen ab. Manchmal wird gar die demokratische Legitimation von Personen oder Entscheidungen in Frage gestellt, weil aus der Menge der Wahlberechtigten so wenige Leute den Ausschlag geben (Zahlen liefere ich, wenn jemand darauf besteht, ich setze das erst mal als allgemein bekannt voraus).

Gemeinhin wird die Politik dafür gerügt. Sie erreiche die Leute nicht mehr und es gäbe keine Unterschiede mehr zwischen den Parteien, alles sei das Gleiche und beliebig.

Ich möchte mich jetzt aber an die Seite von Christian Lindner stellen, der vor einigen Monaten - nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen, wenn ich mich richtig erinnere – meinte (sinngemäß): An alle, die da glauben, es gäbe keine Unterschiede zwischen den Parteien, ist das Scheitern der Verhandlungen ein Lehrstück. Denn die Tatsache, dass sich nicht geeinigt wurde zeigt, dass es sehr wohl unüberbrückbare Unterschiede gibt ...

... zwischen denen gewählt, wofür oder wogegen entschieden werden muss.

Die Tragödie, in welche sich die SPD (mal wieder) mehr oder weniger ungeschickt hat reißen lassen, ist ein anderes Thema. Aber wir haben auch mitbekommen, wie mühsam die Vorgespräche, die Sondierungen und die Koalitionsverhandlungen verlaufen sind, welche erheblichen Zugeständnisse Merkel machen musste und wir konnten beobachten, wie die SPD dem Volk prinzipiell die Gelegenheit gibt, basisdemokratisch mitzureden! Politisch engagierte, bewusste, verantwortungsvolle Bürger (=Mitglieder und Kurzzeitmitglieder) haben das auch getan.

Also frage ich mich jetzt erneut schon, was das Volk denn eigentlich will, wenn es sich nicht beteiligt. Es mag eine legitime Form des allgemeinen Protest sein, aber diese Pauschalverurteilung ... ist die jetzt allein verschuldet von einer angeblichen Beliebigkeit der Politiker, oder nicht auch ein wenig undankbare Dummheit der Leute, die gar nicht beobachten wollen, ob es Unterschiede gibt? Ich rüge meine 5-jährige Tochter manchmal, wenn sie vor dem Essen sagt "Das schmeckt mir nicht", indem ich sage: Du kannst gar nicht wissen, ob es dir schmeckt, du hast es nämlich noch gar nicht probiert.
Ist es ein mangelnder Bildungsstand oder mangelnde Bildungsbereitschaft, wenn man nur pauschal auf "die da oben" schimpft, nur weil man die Demokratie mit einem Wunschkonzert verwechselt und sich dann, weil man nicht bekommt, was man sich einbildet, eingeschnappt wie eine 5-jährige verhält?

Leute, die auf "die da oben" ( :rolleyes: ) schimpfen, zeigen sowieso, dass sie unser politisches System und den Demokratiegedanken noch überhaupt nicht verstanden haben. Unsere Politiker sind nicht als Herrscher oder Führer zu begreifen. Eigentlich sind sie eher Dienstleister für uns, zumindest sehe ich das so. Ein vergleichsweise unterbezahlter Scheißjob ist Politiker sowieso.


Also ich weiß jetzt gar nicht genau über was Du eigentlich diskutieren möchtest ?

Als Überschrift "78% Wahlbeteiligung" dann geht es um die Tragödie der SPD, über Deine Tochter die das Essen nicht mag bis hin zum Demokratie-Verständnis und einer allgemeinen Systemfrage :?:

Da ich aber in Deinem Beitrag dennoch eine präzise Frage sehe nämlich, "Also frage ich mich jetzt erneut schon, was das Volk denn eigentlich will, wenn es sich nicht beteiligt. Es mag eine legitime Form des allgemeinen Protest sein, aber diese Pauschalverurteilung" ...

kannst Du hier, anhand einer Seriösen Quelle erkennen, dass es eine große Mehrheit gibt, die auf Demokratie gar keinen besonderen Fokus legt. Das Volk legt am meisten Wert auf ARBEIT-SOLIDARITÄT und SICHERHEIT. Das sind die Drei Hauptpfeiler also das Hauptsächliche, der Rest spielt eher eine untergeordnete Rolle.

80% Ostdeutsche und 72% Westdeutsche, könnten sich sogar eine Zukunft in einem Sozialistischen Staat vorstellen.

Repräsentative Umfrage von Emnid :

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 83548.html

Und das Leute die schimpfen "die da oben" zu wenig verstehen würden was ein politisches System überhaupt bedeutet, finde ich eine sehr Steile These von Dir.

Gründe, warum die Politikverdossenheit bzw. die Unzufriedenheit zunimmt ist schon längst anhand von Studien begründet.

Die zwei schlimmsten Ursachen liegen darin, dass sich sehr viele (68%) durch Wahlversprechen die dann nicht eingehalten werden belogen fühlen und 61% sehen in Politikern keine moralischen Vorbilder mehr. Im Jahr 2010 stimmten 94 Prozent der Befragten der Aussage zu, sie hätten sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut.

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

PS. Mich wundert es überhaupt nicht, dass in den USA ein Trump gewählt wurde, eben so wenig das Protestparteien wie die AfD erstarken. Gut finde ich das nicht, die Entwicklung war jedoch vorhersehbar, wenn man solche und andere Studien vom "Volk" nicht bzw. zu wenig berücksichtigt!

grüsse
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon H2O » Mo 5. Mär 2018, 10:56

Kritikaster hat geschrieben:(05 Mar 2018, 10:45)

Hast Du diese Erfahrungen so selbst schon gemacht oder beruhen Deine Ausführungen auf Beobachtungen als außenstehender Dritter?


Als noch sehr junger Mann habe ich als Gast einige kleine Parteiversammlungen besucht (CDU und FDP). Das war nichts für mich als Ingenieur. Aber ich habe als Staatsbürger natürlich diese Dinge weiter beobachtet. Aus dem hohlen Bauch habe ich diese Anmerkungen nicht geschöpft. Vor allem aber mache ich niemandem einen Vorwurf, daß Parteien in solche Entwicklungen hinein schlittern. Deshalb bleibt ja auch die Frage, wie diese aus meiner Sicht logische Entwicklung systematisch verbessert werden kann.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Kritikaster » Mo 5. Mär 2018, 10:57

Der General hat geschrieben:(05 Mar 2018, 10:49)

80% Ostdeutsche und 72% Westdeutsche, könnten sich sogar eine Zukunft in einem Sozialistischen Staat vorstellen.

Kein Wunder, wenn nur 28% respektive 42% der Befragten Freiheit für ein wichtiges politisches Ziel halten. Leute, die solche Antworten geben, wissen halt nicht, was sie sagen und tun, träumen von einem Schlaraffenland, das es nie geben kann.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Der General » Mo 5. Mär 2018, 11:10

Kritikaster hat geschrieben:(05 Mar 2018, 10:57)

Kein Wunder, wenn nur 28% respektive 42% der Befragten Freiheit für ein wichtiges politisches Ziel halten. Leute, die solche Antworten geben, wissen halt nicht, was sie sagen und tun, träumen von einem Schlaraffenland, das es nie geben kann.


Du machst den gleichen Fehler wie die Politiker bzw. Parteien die massiv Stimmen verlieren und nicht wissen warum !

Das Ganze war doch eine Repräsentative Umfrage, genau so wie die Zahlen der "Sonntagsfrage" entstehen. Es ist einfach nur Naiv zu argumentieren, diejenigen seien dumm und würden nur träumen. Es ist die Meinung der Mehrheit, dass sollte man akzeptieren und Politiker bzw. Parteien berücksichtigen !
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon twilight » Mo 5. Mär 2018, 11:15

Der General hat geschrieben:(05 Mar 2018, 11:10)

Du machst den gleichen Fehler wie die Politiker bzw. Parteien die massiv Stimmen verlieren und nicht wissen warum !

Das Ganze war doch eine Repräsentative Umfrage, genau so wie die Zahlen der "Sonntagsfrage" entstehen. Es ist einfach nur Naiv zu argumentieren, diejenigen seien dumm und würden nur träumen. Es ist die Meinung der Mehrheit, dass sollte man akzeptieren und Politiker bzw. Parteien berücksichtigen !

Deine Umfrage ist 8 Jahre alt.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Der General » Mo 5. Mär 2018, 11:27

twilight hat geschrieben:(05 Mar 2018, 11:15)

Deine Umfrage ist 8 Jahre alt.


UND ? Kommt jetzt die alberne Masche wieder, die Umfrage sei doof weil bla bla bla ?

8 Jahre ist gar nichts im Gegenteil, in Sachen Sicherheit dürfte sich einer dieser Drei Gründe sogar noch wesentlich verstärkt haben wenn man die Flüchtlingswelle und den ganzen Terrorkram mit einbezieht, der ja 2010 noch nicht vorhanden war.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon twilight » Mo 5. Mär 2018, 11:34

Der General hat geschrieben:(05 Mar 2018, 11:27)

UND ? Kommt jetzt die alberne Masche wieder, die Umfrage sei doof weil bla bla bla ?

8 Jahre ist gar nichts im Gegenteil, in Sachen Sicherheit dürfte sich einer dieser Drei Gründe sogar noch wesentlich verstärkt haben wenn man die Flüchtlingswelle und den ganzen Terrorkram mit einbezieht, der ja 2010 noch nicht vorhanden war.

Wo stand die AfD vor 8 Jahren und wo heute ?
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Kritikaster » Mo 5. Mär 2018, 11:37

twilight hat geschrieben:(05 Mar 2018, 11:34)

Wo stand die AfD vor 8 Jahren und wo heute ?

Die gab es noch nicht.

Das erklärt vielleicht die damalige Tendenz zum linken Totalitarismus. Wobei zu klären wäre, ob nicht ein ähnliches Ergebnis bei der Frage nach einer "guten" rechten Diktatur heraus gekommen wäre.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Der General » Mo 5. Mär 2018, 11:41

twilight hat geschrieben:(05 Mar 2018, 11:34)

Wo stand die AfD vor 8 Jahren und wo heute ?


Was hat die AfD mit der Studie zu tun :?:

Die Drei Hauptpfeiler von eine Mehrheit besteht aus ARBEIT-SOLIDARITÄT-SICHERHEIT ob in einer Demokratie oder in einem Sozialismus ist der Mehrheit egal.

Warum sollten sich diese Drei Haupt-Schwerpunkte in 8 Jahren geändert haben ?
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon twilight » Mo 5. Mär 2018, 11:51

Der General hat geschrieben:(05 Mar 2018, 11:41)

Was hat die AfD mit der Studie zu tun :?:

Die Drei Hauptpfeiler von eine Mehrheit besteht aus ARBEIT-SOLIDARITÄT-SICHERHEIT ob in einer Demokratie oder in einem Sozialismus ist der Mehrheit egal.

Warum sollten sich diese Drei Haupt-Schwerpunkte in 8 Jahren geändert haben ?

"80% Ostdeutsche und 72% Westdeutsche, könnten sich sogar eine Zukunft in einem Sozialistischen Staat vorstellen." - Das wird wohl heute nicht mehr zutreffen.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Der General » Mo 5. Mär 2018, 12:00

twilight hat geschrieben:(05 Mar 2018, 11:51)

"80% Ostdeutsche und 72% Westdeutsche, könnten sich sogar eine Zukunft in einem Sozialistischen Staat vorstellen." - Das wird wohl heute nicht mehr zutreffen.


Kannst Du das auch begründen oder gefällt Dir nur diese Umfrage nicht ?

Im übrigen, sieht auch eine Überwältigende Mehrheit den Kapitalismus als sehr kritisch an:

Von 2017

https://yougov.de/news/2017/08/24/mehrh ... ieht-kapi/

Der Kapitalismus ist im übrigen auch eine starke Begründung, warum man sich vom Etablissement abwendet. Nicht nur in Europa, sondern Weltweit werden die Reichen immer Reicher und die Ärmeren immer ärmer! In Europa hungern die Menschen und das nicht in Rumänien oder Bulgarien, sondern in Griechenland, Spanien und Italien.... Der Kapitalismus spielt dabei eine große Rolle.
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon BlueMonday » Mo 5. Mär 2018, 12:24

Nun, vorstellen kann man sich vieles... auch grässliche Dystopien, etwa die Rückkehr eines totalitären Staates wie die DDR. Man sollte diese Vorstellung sehr eindringlich machen. Vor allem das trieste DDR-Grau sollte man dabei nicht vergessen, die Umweltverschmutzung, die schlechte krankmachende Luft, der ganze Muff, auch die geistige Enge, die völlige Unfähigkeit eines Systems Kritik zu ertragen, die langen Schlangen vor den Läden, die plattgedrückten Nasen an den "Intershops", die absurde Mauer, die Menschen an der Flucht hindern sollte, die potemkinschen Dörfer, die jeden Abend in der "Aktuellen Kamera" gebaut wurden, diese unangreifbaren Euphemismen in der offiziellen Sprache, die drögen Paraden, die ganze Verlogenheit, die würdelose Bespitzelung der eigenen Bevölkerung... Einen großen nassen kratzigen Lappen daraus machen und jenen immer wieder tüchtig ins Gesicht reiben, die sich da völlig verschlafen diesen Dreck zurückwünschen.
But who would build the roads?
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Der General » Mo 5. Mär 2018, 12:31

BlueMonday hat geschrieben:(05 Mar 2018, 12:24)

Nun, vorstellen kann man sich vieles... auch grässliche Dystopien, etwa die Rückkehr eines totalitären Staates wie die DDR. Man sollte diese Vorstellung sehr eindringlich machen. Vor allem das trieste DDR-Grau sollte man dabei nicht vergessen, die Umweltverschmutzung, die schlechte krankmachende Luft, der ganze Muff, auch die geistige Enge, die völlige Unfähigkeit eines Systems Kritik zu ertragen, die langen Schlangen vor den Läden, die plattgedrückten Nasen an den "Intershops", die absurde Mauer, die Menschen an der Flucht hindern sollte, die potemkinschen Dörfer, die jeden Abend in der "Aktuellen Kamera" gebaut wurden, diese unangreifbaren Euphemismen in der offiziellen Sprache, die drögen Paraden, die ganze Verlogenheit, die würdelose Bespitzelung der eigenen Bevölkerung... Einen großen nassen kratzigen Lappen daraus machen und jenen immer wieder tüchtig ins Gesicht reiben, die sich da völlig verschlafen diesen Dreck zurückwünschen.


Auch wenn das nur wenig mit dem Thema zu tun hat und ich persönlich das nicht bewerten kann weil ich nicht in der DDR gelebt habe.

49% Ostdeutsche meinten die DDR hätte mehr gute als schlechte Seiten.

Umfrage 2018

https://de.statista.com/statistik/daten ... n-der-ddr/
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Re: 78 % Wahlbeteiligung

Beitragvon Polibu » Mo 5. Mär 2018, 12:32

In der Schweiz gibt es eine richtige Demokratie. In Deutschland bekommt man ausser ein paar Halbwahrheiten und viel Lügen kaum Wahrheiten vor der Wahl aufgetischt. Man wählt dann die Katze im Sack und bekommt zwischendurch nicht mal mehr die Chance per Volksentscheid verschiedene Themen mit beeinflussen zu können. Ist doch klar, dass die Leute dann anfangen zu motzen. Erst wird man belogen und dann darf man nicht mal mehr mitreden. Die Schweiz zeigt uns was eine richtige Demokratie ist.
Zuletzt geändert von Polibu am Mo 5. Mär 2018, 12:34, insgesamt 1-mal geändert.

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