Die Zukunft der CDU

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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon think twice » Di 13. Mär 2018, 17:31

Selina hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:12)

Genau. Armutsbagatellisierer Spahn und Heimat-Horst sind deutliche Zeichen für die Rechts-Orientierung der neuen Regierung. Auch wenn das so natürlich keiner sagt. Scholz stammt ja vermutlich auch aus dem rechten SPD-Flügel.

Die linke Sahra Wagenknecht kann sich auch dazu gesellen. Zumindest, was das Fluechtlingsthema betrifft.
Irgendwie sind im Moment grade alle dabei, mitzuteilen: "Bürger! Wir haben verstanden!" :(
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Selina » Di 13. Mär 2018, 17:39

yogi61 hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:22)

Nun, Herr Spahn ist ja noch relativ jung und unerfahren und seien wir doch mal ehrlich, wem ist so ein lockerer Spruch über Arme nicht selbst schon mal in der Sushi Bar, oder auf dem Golfplatz rausgerutscht? :?:


Mir nicht. Wer sieht, wie die Leute hier von Hartz-vier leben, witzelt da nicht drüber. Das ist so typisch Neureichen-Sorglos-Knäblein-Sprech. Quasi im Bundestag großgeworden, kennt er nur ein weichgepolstertes Luxus-Leben ohne jegliche Zukunftsangst. Seine hohe Rente kann ihm keiner mehr nehmen. Wer weiß, was der ausm Gesundheitswesen noch macht :? Die Hoffnung von CDU und SPD, sie könnten mit diesem Rechtsruck ihre Schäflein von der AfD wieder zurückholen, wird sich garantiert nicht erfüllen. Im Gegenteil: Diese zynische Art Armen gegenüber wird bei der AfD gerne gesehen, denn die Rechtsaußen-Partei ist ja ebenfalls alles andere als sozial. Das Ganze stärkt sie nur.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Selina » Di 13. Mär 2018, 17:47

think twice hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:31)

Die linke Sahra Wagenknecht kann sich auch dazu gesellen. Zumindest, was das Fluechtlingsthema betrifft.
Irgendwie sind im Moment grade alle dabei, mitzuteilen: "Bürger! Wir haben verstanden!" :(


Ja, irgendwo sind sie und ihr Göttergatte eine Art linke Nationalisten. Schade eigentlich. Wobei deren Flüchtlings-Gedanken schon noch ein ganzes Stück weiter gehen, als immer nur "abschieben, abschieben, abschieben". Sie sind ja ganz deutlich für eine viel stärkere Vor-Ort-Unterstützung, zum Beispiel in den unsäglichen Flüchtlingslagern. Dazu müssten die europäischen Staaten, einschließlich Deutschland, schon mal paar Milliarden mehr in die Hand nehmen. Damit haben die Beiden doch recht (obwohl ich natürlich nationalistische Ansätze nicht teile). Außerdem wollen sie eine Sozialpolitik, die gleichermaßen für alle da ist: Für alle Bedürftigen, egal welcher Herkunft. Das unterscheidet sie dann schon noch gewaltig vom rechten Affentheater, wo es gar keine sichtbare Verbesserung der Sozialpolitik gibt.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon think twice » Di 13. Mär 2018, 17:53

Selina hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:47)

Ja, irgendwo sind sie und ihr Göttergatte eine Art linke Nationalisten. Schade eigentlich. Wobei deren Flüchtlings-Gedanken schon noch ein ganzes Stück weiter gehen, als immer nur "abschieben, abschieben, abschieben". Sie sind ja ganz deutlich für eine viel stärkere Vor-Ort-Unterstützung, zum Beispiel in den unsäglichen Flüchtlingslagern. Dazu müssten die europäischen Staaten, einschließlich Deutschland, schon mal paar Milliarden mehr in die Hand nehmen. Damit haben die Beiden doch recht (obwohl ich natürlich nationalistische Ansätze nicht teile). Außerdem wollen sie eine Sozialpolitik, die gleichermaßen für alle da ist: Für alle Bedürftigen, egal welcher Herkunft. Das unterscheidet sie dann schon noch gewaltig vom rechten Affentheater, wo es gar keine sichtbare Verbesserung der Sozialpolitik gibt.

Ich habe selbst gehört, wie die Wagenknecht gesagt hat, es gab vor der Flüchtlingskrise schon keine Wohnungen und Arbeit für Arme und mit den Fluechtlingen verstärken sich die Probleme noch. Sowas Polemisches kommt sonst nur von der AfD. Sie hetzt ihr eigenes Klientel auf. Ganz armselig in meinen Augen.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Selina » Di 13. Mär 2018, 18:00

think twice hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:53)

Ich habe selbst gehört, wie die Wagenknecht gesagt hat, es gab vor der Flüchtlingskrise schon keine Wohnungen und Arbeit für Arme und mit den Fluechtlingen verstärken sich die Probleme noch. Sowas Polemisches kommt sonst nur von der AfD. Sie hetzt ihr eigenes Klientel auf. Ganz armselig in meinen Augen.


Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe das auch gehört. Gemeint ist damit, dass man jetzt nicht so tun soll, als hätten die Flüchtlinge dafür gesorgt, dass es hier weniger bezahlbare Wohnungen und weniger Jobs gäbe, sondern diese verfehlte Politik habe es schon lange vor der Ankunft der Flüchtlinge gegeben. Die Sozialpolitik war schon vorher verfehlt. Damit hat sie doch recht. Dass sich eine ohnehin schon verfehlte Sozialpolitik dann noch weiter verschlechtert, wenn noch mehr Menschen von ihr abhängig sind, das ist doch klar. Das ging nicht gegen die Flüchtlinge, sondern gegen die Politik, die seit Jahrzehnten nichts gegen Armut im Lande tut. Im Gegenteil: Seit Schröders Agenda 2010 gehts bergab. Daher auch die vielen Austritte damals aus der SPD. Und schlimm ist es, dass man jetzt die Bedürftigen gegeneinander aufhetzt. Bedürftig = bedürftig, egal, woher die Menschen kommen.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Mär 2018, 19:11

yogi61 hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:22)

Nun, Herr Spahn ist ja noch relativ jung und unerfahren und seien wir doch mal ehrlich, wem ist so ein lockerer Spruch über Arme nicht selbst schon mal in der Sushi Bar, oder auf dem Golfplatz rausgerutscht? :?:


Solche Sprüche mal in der Tafel bei der Ausgabe lassen. Das ist Leben am Limit.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Mär 2018, 19:12

Selina und TT könnt ihr das Thema Wagenknecht, Flüchtlinge usw. mal bitte aus dem CDU Thread draußen halten? Besten Dank
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon rain353 » Di 13. Mär 2018, 19:13

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Mar 2018, 10:57)

Ich mag mich ja täuschen - ich glaube allerdings, dass UvdL keine Ambitionen aufs Kanzleramt hat. Spahn muss erst einmal als Gesundheitsminister zeigen, dass er politisch mehr drauf hat, als AfD-Wählerstimmen einzusammeln und die AfD als oppositionsführende Fraktion im Bundestag lahm zu legen.


Wer hat eher Chancen Klöckner oder AKK? Eine moderate Konservative(zwischen AKK UND Spahn) oder Merkelclon AKK? Wird denn nach Merkels Abgang die CDU nicht sowieso konservativer, so dass sich ein Merkelclon schwieriger durchsetzen könnte?
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Selina » Di 13. Mär 2018, 19:25

Alexyessin hat geschrieben:(13 Mar 2018, 19:12)

Selina und TT könnt ihr das Thema Wagenknecht, Flüchtlinge usw. mal bitte aus dem CDU Thread draußen halten? Besten Dank


Wird gemacht. Weiß auch nicht, wie ich da jetzt reingerutscht bin. Hat sich so ergeben. Sorry. (mit einer Einschränkung: Das Flüchtlings-Thema wirste auch aus dem CDU-Strang sicher nicht raushalten können. Da trennt sich nunmal die Spreu vom Weizen... in jeder Partei)
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon nasziv » Di 13. Mär 2018, 19:36

Alexyessin hat geschrieben:(13 Mar 2018, 19:12)

Selina und TT könnt ihr das Thema Wagenknecht, Flüchtlinge usw. mal bitte aus dem CDU Thread draußen halten? Besten Dank

So ist das nun mal, wenn man kritisch mit dem massiven Rechtsruck - nach der sehr späten Wahrnehmung eines selbst gemachten geaellschaftlichen Problems - einer neuen alten GroKo aus Union und SPD umgeht. Das muss man in einem CDU-Thread einfach aushalten. Den alternativen Unterschied zwischen AFD-FDP-Union-SPD gegenüber dem Rest im Parlament herausarbeiten. Weshalb nun angesichts der massiven Maßnahmen einer CDU (CSU) gegen Flüchtlinge dies nicht mehr im eigenen Haus genannt werden darf, verstehe ich nicht so recht.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Mär 2018, 20:04

nasziv hat geschrieben:(13 Mar 2018, 19:36)

So ist das nun mal, wenn man kritisch mit dem massiven Rechtsruck - nach der sehr späten Wahrnehmung eines selbst gemachten geaellschaftlichen Problems - einer neuen alten GroKo aus Union und SPD umgeht. Das muss man in einem CDU-Thread einfach aushalten. Den alternativen Unterschied zwischen AFD-FDP-Union-SPD gegenüber dem Rest im Parlament herausarbeiten. Weshalb nun angesichts der massiven Maßnahmen einer CDU (CSU) gegen Flüchtlinge dies nicht mehr im eigenen Haus genannt werden darf, verstehe ich nicht so recht.


Wir haben hier wirklich mehr als genug Flüchtlingsthreads und mehr als genug Parteienthreads. Da bedarf es einen Ausflug zur Linkspartei im CDU Thread nun wirklich nicht mehr.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Mär 2018, 20:04

Selina hat geschrieben:(13 Mar 2018, 19:25)

Wird gemacht. Weiß auch nicht, wie ich da jetzt reingerutscht bin. Hat sich so ergeben. Sorry. (mit einer Einschränkung: Das Flüchtlings-Thema wirste auch aus dem CDU-Strang sicher nicht raushalten können. Da trennt sich nunmal die Spreu vom Weizen... in jeder Partei)


Es geht nicht ums Raushalten an sich, aber vertiefen brauchts des nicht auch noch hier.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon nasziv » Di 13. Mär 2018, 20:49

Alexyessin hat geschrieben:(13 Mar 2018, 20:04)

Wir haben hier wirklich mehr als genug Flüchtlingsthreads und mehr als genug Parteienthreads. Da bedarf es einen Ausflug zur Linkspartei im CDU Thread nun wirklich nicht mehr.

Es geht aber doch auch in einem CDU-Thread um die inhaltliche Auseinandersetzung zu deren politischen Programm, deren Struktur, deren Absichten. Dass da nun mal die Linke herhalten muss, ist nun mal leider so.
Wie wichtig diese inhaltliche Auseinandersetzung ist, sieht man am Beispiel Spahn. Viele regen sich auf, ändern wird sich am straffen rechten Programm der CDU am Ende nichts, keinerlei positive Verbesserungen für die Betroffenen. Aber Merkel wird in Bälde ihren ungeliebten Spahn unter Zustimmung nahezu aller entsorgen. Wir kennen das, sie kennen mich...
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Mär 2018, 20:53

nasziv hat geschrieben:(13 Mar 2018, 20:49)

Es geht aber doch auch in einem CDU-Thread um die inhaltliche Auseinandersetzung zu deren politischen Programm, deren Struktur, deren Absichten. Dass da nun mal die Linke herhalten muss, ist nun mal leider so.
Wie wichtig diese inhaltliche Auseinandersetzung ist, sieht man am Beispiel Spahn. Viele regen sich auf, ändern wird sich am straffen rechten Programm der CDU am Ende nichts, keinerlei positive Verbesserungen für die Betroffenen. Aber Merkel wird in Bälde ihren ungeliebten Spahn unter Zustimmung nahezu aller entsorgen. Wir kennen das, sie kennen mich...


Das kann sie sich nicht mehr leisten und wird auch nicht passieren. Aber sie wird ihn schön brav an die Front schicken.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Hyde » Di 13. Mär 2018, 21:23

think twice hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:53)

Ich habe selbst gehört, wie die Wagenknecht gesagt hat, es gab vor der Flüchtlingskrise schon keine Wohnungen und Arbeit für Arme und mit den Fluechtlingen verstärken sich die Probleme noch. Sowas Polemisches kommt sonst nur von der AfD. Sie hetzt ihr eigenes Klientel auf. Ganz armselig in meinen Augen.


Wagenknecht sagt im Kern nichts anderes, als dass es vor allem die kleinen Leute sind, die durch Globalisierung und Migration gefährdet sind (Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und Wohnungsmarkt), während die oberen Schichten viel mehr von diesen Entwicklungen profitieren. Diese Tatsache festzustellen, hat nichts mit Polemik und AfD zu tun.
Solange die Sozialdemokratie keine Lösungen für dieses Problem parat hat (also für die Konkurrenz zwischen „kleinen Leuten“ und Zuwanderern) wird ihnen auch weiterhin ihr ehemaliges Stammklientel der „kleinen Leute“ weglaufen, bevorzugt zur AfD.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon H2O » Di 13. Mär 2018, 21:39

@Hyde:

Wenn sehr viele Bedürftige durch eine Katastrophe auf schon vorhandene Bedürftige stoßen, und alle wollen aus der gleichen Schüssel versorgt werden, dann geht das wohl kaum ohne Nachteil für die alteingesessenen Bedürftigen aus. Vor der Flüchtlingskrise sprach man schon von EU-Binnenwanderung in die deutschen Sozialsysteme.

Die Brandrede der Frau Wagenknecht liefert aber keinen Lösungsansatz, außer vielleicht den Hintergedanken "Rausschmeißen". Dabei wäre es viel vernünftiger, die Regierungsparteien beim Spruch zu packen: "Wir schaffen das! Wer bitte war denn mit "wir" gemeint; "Wir" groß geschrieben oder "wir" klein geschrieben?" Das würde wenigstens Verantwortung zuweisen, daß die Schüssel bedarfsgerecht aufgefüllt werden muß!
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon sünnerklaas » Mi 14. Mär 2018, 08:01

Hyde hat geschrieben:(13 Mar 2018, 21:23)

Wagenknecht sagt im Kern nichts anderes, als dass es vor allem die kleinen Leute sind, die durch Globalisierung und Migration gefährdet sind (Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und Wohnungsmarkt), während die oberen Schichten viel mehr von diesen Entwicklungen profitieren. Diese Tatsache festzustellen, hat nichts mit Polemik und AfD zu tun.
Solange die Sozialdemokratie keine Lösungen für dieses Problem parat hat (also für die Konkurrenz zwischen „kleinen Leuten“ und Zuwanderern) wird ihnen auch weiterhin ihr ehemaliges Stammklientel der „kleinen Leute“ weglaufen, bevorzugt zur AfD.


Da gibt es keine Lösungen - und wenn es sie gibt, machen sie den sogenannten "kleinen Leuten" panische Angst. Die geben sich naiven Hoffnungen hin, irgendwer würde dafür sorgen, dass es wieder so wäre, wie es irgendwie früher einmal gewesen sein soll.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon pikant » Mi 14. Mär 2018, 12:22

Hyde hat geschrieben:(13 Mar 2018, 21:23)

Wagenknecht sagt im Kern nichts anderes, als dass es vor allem die kleinen Leute sind, die durch Globalisierung und Migration gefährdet sind (Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und Wohnungsmarkt), während die oberen Schichten viel mehr von diesen Entwicklungen profitieren. Diese Tatsache festzustellen, hat nichts mit Polemik und AfD zu tun.
Solange die Sozialdemokratie keine Lösungen für dieses Problem parat hat (also für die Konkurrenz zwischen „kleinen Leuten“ und Zuwanderern) wird ihnen auch weiterhin ihr ehemaliges Stammklientel der „kleinen Leute“ weglaufen, bevorzugt zur AfD.


dann sollte man auch konsequent sein und die Freizuegigkeit in der EU in Frage stellen, denn seit Jahren spueren die kleinen Leute diese Druck aus den osteuropaeischen Laendern.

ich bin da liberal eingestellt und fuer Freizuegigkeit und natuerlich Konkurrenz , was nicht heissen soll, dass ich dafuer bin in unsere Sozialsysteme ohne Leisung und Anspruch anwandern zu duerfen.
pikant
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon pikant » Mi 14. Mär 2018, 12:23

think twice hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:31)

Die linke Sahra Wagenknecht kann sich auch dazu gesellen. Zumindest, was das Fluechtlingsthema betrifft.
Irgendwie sind im Moment grade alle dabei, mitzuteilen: "Bürger! Wir haben verstanden!" :(


Sahra war noch nie Freund der offenen Grenzen!
eher national eingestellt mit AfD-light Touch.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon pikant » Mi 14. Mär 2018, 12:25

yogi61 hat geschrieben:(13 Mar 2018, 17:22)

Nun, Herr Spahn ist ja noch relativ jung und unerfahren und seien wir doch mal ehrlich, wem ist so ein lockerer Spruch über Arme nicht selbst schon mal in der Sushi Bar, oder auf dem Golfplatz rausgerutscht? :?:


Spahn sollte lernen sich als Minister moderater auszudruecken - aber im zurueckrudern ist er auf gutem Weg.

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