Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

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Kael
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Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Kael » Sa 27. Jan 2018, 00:47

Letztlich ist es nur eine Theorie - Allerdings gibt es in einigen Bereichen große Überschneidungen im sozialen Bereich zwischen der AfD und der Linken. Gleichzeitig, könnten beide Parteien, dadurch das sie die "Grenzen" sind, einen mittleren guten Kompromiss ausarbeiten. Momentan sieht es ja so aus das ALLE Parteien, außer die Linke, sich eine zusammenarbeit mit der AfD in einzelnen Positionen vorstellen könnte.

Wie kann es sein, dass ausgerechnet die 'Grenzparteien' - Ideologisch komplett voneinander entfernt, sich vorstellen können zusammen zu arbeiten? Und noch ein weiterer Fall: Was könnte passieren, würden diese beiden Parteien es schaffen einen Weg zu finden auch auf anderen Ebenen effektiv zusammen zu arbeiten.

Letztlich, kämen beide Parteien zusammen auf einen stolzen Satz von 21,8% - was schon eine beachtliche Leistung ist und ob der aktuellen Abgeordneten-"Anwesenheitsleistung" sie tatsächlich dazu bemächtigen würde aktiv Beschlüsse durchzusetzen.

Der Grund des Threads dahingehend ist eher die Möglichkeit einmal aufzuzeigen (auch wenn dies sehr unwahrscheinlich ist) und gegebenenfalls auszudiskutieren was dies, vor allem auch für die nächste Wahl, an Auswirkungen haben könnte.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 27. Jan 2018, 01:29

Kael hat geschrieben:(27 Jan 2018, 00:47)
Letztlich ist es nur eine Theorie - Allerdings gibt es in einigen Bereichen große Überschneidungen im sozialen Bereich zwischen der AfD und der Linken. [...]

Ich sehe die ehrlich gesagt überhaupt nicht. Die AfD steht auch wirtschaftlich rechts von der Union und wahrscheinlich auch der FDP. An was denkst du da beispielsweise?
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Kael
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Kael » Sa 27. Jan 2018, 01:52

Tut sie das?
Letztlich steht die AfD vor allem in den bisher propagierten Reden im Bundestag eher Abgeordneten-Kritisch gegenüber. Genauso kritisieren sie das Verhalten bezüglich Löhne und wie sich diese entwickeln. In den Landtägen gibt es viele Anträge welche fast schon Identisch mit denen der Linken sind.

Während die AfD eher Richtung privatisierung tendiert, tendiert die Linke eher zur Verstaatlichung.
Die Sicherheitspolitik, Bildungspolitik und Sozialpolitik welche die AfD führt, ist allerdings sehr nah an denen von der Linken dran.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon KarlRanseier » Sa 27. Jan 2018, 02:19

Das Geschäftsmodell der AfD besteht aus Provokationen und Beleidigungen. Regieren wollen diese Figuren gar nicht.

Selbstverständlich sind sie gegen Diäten-Erhöhungen. Toll, das wären sogar die Sozen, wenn sie sicher sein könnten, dass ihre Stimme keine Folgen hat...
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon JJazzGold » Sa 27. Jan 2018, 07:29

Die Wähler der Die Linke und AfD haben mehr gemeinsam, als sie realisieren dürften.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... nsamkeiten
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Excellero » Sa 27. Jan 2018, 07:54

KarlRanseier hat geschrieben:(27 Jan 2018, 02:19)

Das Geschäftsmodell der AfD besteht aus Provokationen und Beleidigungen. Regieren wollen diese Figuren gar nicht.

Selbstverständlich sind sie gegen Diäten-Erhöhungen. Toll, das wären sogar die Sozen, wenn sie sicher sein könnten, dass ihre Stimme keine Folgen hat...


Bisher sieht es eher gegenteilig aus. Das größte Geschrei gibts meist von den Grünen. Selbstverständlich wird auch alles was aus der aktuell vorherrschenden pseudo-humanistischen grünlinken Ideologie (aus Weltsozialamt auf der einen Seite, und knallharter Kriegshetzerei auf der anderen) wiederspricht als "Provokation" betrachtet und propagiert. In den 80ern hätte man das noch als normalen Menschenverstand bezeichnet.

Watchful_Eye hat geschrieben:(27 Jan 2018, 01:29)

Ich sehe die ehrlich gesagt überhaupt nicht. Die AfD steht auch wirtschaftlich rechts von der Union und wahrscheinlich auch der FDP. An was denkst du da beispielsweise?


Das ist genau das was krampfhaft versucht wird zu propagieren. Hat aber mit den Tatsachen aus dem Parteiprogramm rein garnichts zu tun. Die "Armen" im Land will man halt lieber hinter Der Linken wissen, die sind wenigstens in den zwei Hauptthemen Neuansiedlung und EU Superstaat auf Linie.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Hyde » Sa 27. Jan 2018, 11:19

Watchful_Eye hat geschrieben:(27 Jan 2018, 01:29)

Ich sehe die ehrlich gesagt überhaupt nicht. Die AfD steht auch wirtschaftlich rechts von der Union und wahrscheinlich auch der FDP. An was denkst du da beispielsweise?


Ich weiß gar nicht genau, wo die AfD wirtschaftlich steht. Damals bei ihrer Gründung war das sicherlich so.

Allerdings würde es mich wundern, wenn die AfD mit der Zeit nicht deutlich nach links rücken würde, was das Thema Wirtschaft angeht.

Denn die Hauptwählergruppe, welche die AfD anspricht, ist - neben Rechten und Ultrakonservativen - der vielzitierte „kleine Mann“ (der früher bei der SPD beheimatet war). Und den „kleinen Mann“ kriegt man viel eher mit dem Schüren von Sozialneid und sozialen Wohltaten, als mit einer Politik für Reiche und für globalisierte Großunternehmen.

Die Kombination Nationalismus und Sozialismus ist wählertaktisch vielversprechender als die Kombination Nationalismus und Neoliberalismus. Viele rechte Parteien entwickeln sich daher irgendwann dahin, siehe auch nach Frankreich oder Polen.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Hyde » Sa 27. Jan 2018, 11:28

Excellero hat geschrieben:(27 Jan 2018, 07:54)

Bisher sieht es eher gegenteilig aus. Das größte Geschrei gibts meist von den Grünen. Selbstverständlich wird auch alles was aus der aktuell vorherrschenden pseudo-humanistischen grünlinken Ideologie (aus Weltsozialamt auf der einen Seite, und knallharter Kriegshetzerei auf der anderen) wiederspricht als "Provokation" betrachtet und propagiert. In den 80ern hätte man das noch als normalen Menschenverstand bezeichnet.



Das ist genau das was krampfhaft versucht wird zu propagieren. Hat aber mit den Tatsachen aus dem Parteiprogramm rein garnichts zu tun. Die "Armen" im Land will man halt lieber hinter Der Linken wissen, die sind wenigstens in den zwei Hauptthemen Neuansiedlung und EU Superstaat auf Linie.


Die globalisierungsfeindlichen Linken als EU-freundlich zu bezeichnen, geht wohl an der Realität vorbei.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Quatschki » Sa 27. Jan 2018, 11:30

Nach den Kommunalwahlen 2019 in den östlichen Bundesländern werden sich hier und da auf Kreis- und Gemeindeebene zwangsläufig Konstellationen ergeben, bei denen eine wechselseitige Totalverweigerung nicht mehr funktioniert oder von den Leuten vor Ort unterlaufen wird.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Excellero » Sa 27. Jan 2018, 11:49

KarlRanseier hat geschrieben:(27 Jan 2018, 10:59)

Neulich forderte ein Vizeparteichef der AfD zum Boykott jüdischer -Verzeihung, türkischer- Geschäfte auf, weil ihm die Politik Erdogans nicht passte. Nach dem Sturm der Entrüstung, übrigens auch aus der eigenen Fraktion, ruderte er wieder zurück. Es ist aber typisch für die AfDisten, Nazi zu spielen und dann so zu tun, als habe man das alles gar nicht so gemeint.

Weitere Beispiele dafür:
- Bezeichnung von Beckers Sohn als "Halbneger"
- 1000jährige Rede von Goebbels -Verzeihung, Bernd Höcke
- Boateng und GAUland
- Storchs Erschießungsphantasien

Es ist immer die gleiche Geschichte. Die AfD-Zonks bringen sich nur durch Skandale ins Blickfeld. Haben diese dämlichen Hetzer jemals etwas Konstruktives beigetragen?

Außerdem steht die AfD für die Interessen der Reichen, mehr noch als die FDP. Steuersenkungen für Unternehmer und besonders für nichtsleistende Erben liegen ihnen am Herzen. Die AfD steht, neben ihrer Hetze gegen Minderheiten, für eine stärkere Umverteilung von unten nach oben. Einer ihrer "Vordenker" war übrigens Herr Oberender, der sogar verlangte, dass Arme ihre Organe zu Lebzeiten verkaufen dürfen sollen, um wirtschaftlich überleben zu können. Selten hat jemand Artikel 1 GG (Würde des Menschen) dermaßen brutal verletzt. Aber das passt zur AfD wie die Faust aufs Auge, auch Menschen bzw. ihre Organe sollen, wenn es nach diesem Abschaum geht, am Kapitalmarkt angeboten werden.


Und? Es gab auch schon diverse Aufrufe anderer Politkasper... Ob nun Produkte von Juden äh ich meine aus Israel, oder aus Russland oder den USA (letzteres fand sogar Beifall). Halbneger ist keine beschimpfung das ist höchstens politisch nicht korrekt. Als Brandt in seiner Rede von Negern sprach hat das auch keinen interessiert, der alte Nazi.... Die Rede von Höcke ist nach wie vor völlig richtig. Der Schande einer Nation ein Denkmal zu setzen ist unsinnig, masochistisch und weiteres... eben alles was die Linksgrünen Schuldfanatiker hegen und pflegen.
Gauland hatte eben keine Ahnung wer Boateng ist.... und wenn man den Lebenswandel der Boateng Brüder beachtet, bin auch ich mir nicht sicher ob ich die als Nachbarn haben wollte. Ich schätze den Mann als guten Fussballspieler, sogar in der Mannschaft dessen Club ich Mitglied bin, aber das sind ja zwei Paar Schuhe.
V. Storch hat das Gesetz 1 zu 1 wiedergegeben. Wenn man sich dessen empört muss man gegen das Gesetz wettern, und nicht gegen Frau Storch.

Aber das alles haben andere schon tausendfach gesagt. Und diese Skandalisierung wird nie aufhören. Der einzigste Trost ist, daß all diese Instrumente der diffamierung sich abnutzen. Und je öfter man sie einsetzt, umso schneller geht das. ;)
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Excellero » Sa 27. Jan 2018, 11:50

Hyde hat geschrieben:(27 Jan 2018, 11:28)

Die globalisierungsfeindlichen Linken als EU-freundlich zu bezeichnen, geht wohl an der Realität vorbei.


Das eine schließt das andere ja nicht aus. ...Zu mindest nicht in den Köpfen der Linken. :rolleyes:
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 27. Jan 2018, 12:28

Hyde hat geschrieben:(27 Jan 2018, 11:19)

Ich weiß gar nicht genau, wo die AfD wirtschaftlich steht. Damals bei ihrer Gründung war das sicherlich so.

Allerdings würde es mich wundern, wenn die AfD mit der Zeit nicht deutlich nach links rücken würde, was das Thema Wirtschaft angeht.

Denn die Hauptwählergruppe, welche die AfD anspricht, ist - neben Rechten und Ultrakonservativen - der vielzitierte „kleine Mann“ (der früher bei der SPD beheimatet war). Und den „kleinen Mann“ kriegt man viel eher mit dem Schüren von Sozialneid und sozialen Wohltaten, als mit einer Politik für Reiche und für globalisierte Großunternehmen.

Die Kombination Nationalismus und Sozialismus ist wählertaktisch vielversprechender als die Kombination Nationalismus und Neoliberalismus. Viele rechte Parteien entwickeln sich daher irgendwann dahin, siehe auch nach Frankreich oder Polen.
Ich denke, beides ist möglich. Siehe Trump oder UKIP. ;) Nun kann man natürlich sagen, dass Trump ebenfalls keine "freien Märkte" sucht. Aber sozial ist er eben auch definitiv nicht. Er ist eher ein "Merkantilist". Typische Trump-Wähler gehen davon aus, dass die Kraft ihrer Nation durch unfaire Regeln auf ihre Kosten gehemmt werde. Und da steht - derzeit - eben auch die AfD (Anti-EU, Anti-"Sozialschmarotzer" etc.).

Demtentsprechend ist die AfD faktisch sozialpolitisch weitgehend auf FDP-Kurs (eher rechts als links davon), und da es in dem Thema um eine programmatische Zusammenarbeit mit der Linken in sozialen Fragen ging, ist eine solche meines Erachtens nach einem jetzigen Stand eine äußerst abwegige Spekulation. Im Gegenteil: Sie mögen zwar in ihrer "anti-elitären" Rhetorik teilweise Gemeinsamkeiten mit der Linken haben, aber im bürgerlichen Lager gäbe es faktisch auf rein wirtschafts- und sozialpolitischer Ebene sehr viel mehr Potential für eine Einigung (CDU-FDP-AfD).

Vielleicht kapieren das einige ihrer Wechsel-Protestwähler nicht, aber die Linke und die AfD stehen auf völlig verschiedenen Seiten.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon KarlRanseier » Sa 27. Jan 2018, 12:32

Hyde hat geschrieben:(27 Jan 2018, 11:28)

Die globalisierungsfeindlichen Linken als EU-freundlich zu bezeichnen, geht wohl an der Realität vorbei.



Wieso?

Derzeit ist die EU ein Gebilde der Konzerne und Banken. Deshalb unterstreichen Demokratoren in der EU ja auch immer wieder, wie wichtig der Euro sei.

Denkbar wäre aber auch ein Europa der Völker, oder?
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon KarlRanseier » Sa 27. Jan 2018, 12:48

Excellero hat geschrieben:(27 Jan 2018, 11:49)

Und? Es gab auch schon diverse Aufrufe anderer Politkasper... Ob nun Produkte von Juden äh ich meine aus Israel, oder aus Russland oder den USA (letzteres fand sogar Beifall). Halbneger ist keine beschimpfung das ist höchstens politisch nicht korrekt. Als Brandt in seiner Rede von Negern sprach hat das auch keinen interessiert, der alte Nazi.... Die Rede von Höcke ist nach wie vor völlig richtig. Der Schande einer Nation ein Denkmal zu setzen ist unsinnig, masochistisch und weiteres... eben alles was die Linksgrünen Schuldfanatiker hegen und pflegen.
Gauland hatte eben keine Ahnung wer Boateng ist.... und wenn man den Lebenswandel der Boateng Brüder beachtet, bin auch ich mir nicht sicher ob ich die als Nachbarn haben wollte. Ich schätze den Mann als guten Fussballspieler, sogar in der Mannschaft dessen Club ich Mitglied bin, aber das sind ja zwei Paar Schuhe.
V. Storch hat das Gesetz 1 zu 1 wiedergegeben. Wenn man sich dessen empört muss man gegen das Gesetz wettern, und nicht gegen Frau Storch.

Aber das alles haben andere schon tausendfach gesagt. Und diese Skandalisierung wird nie aufhören. Der einzigste Trost ist, daß all diese Instrumente der diffamierung sich abnutzen. Und je öfter man sie einsetzt, umso schneller geht das. ;)



Gauland meinte also, niemand wolle einen Boateng als Nachbarn haben, ohne selbst zu wissen, wer Boateng überhaupt ist? Also ich nehme es ihm ja sofort ab, dass er senil ist und sich am Abend nicht mehr daran erinnern kann, was er morgens öffentlich verkündet hat. Aber dass er völlig bescheuert ist und gegen Personen stänkert, die er überhaupt nicht kennt, fällt mir schon schwer zu glauben.

Es gibt in Deutschland kein Gesetz, wonach Frauen und Kinder umgehend zu ermorden sind, wenn sie illegal die Grenze übertreten und nicht gestoppt werden können.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Selina » Sa 27. Jan 2018, 13:03

Vergleicht man die unten (siehe Link) angeführten Kurzaussagen aus den Wahlprogrammen der verschiedenen Parteien, zeigt sich, dass die AfD eine sehr viel größere Nähe zu den konservativen Parteien wie CDU, CSU und FDP aufweist als zur Partei Die Linke:

https://www.mdr.de/wahl2017/bundestagsw ... h-100.html
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Kael
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Kael » Sa 27. Jan 2018, 13:18

Watchful_Eye hat geschrieben:(27 Jan 2018, 12:28)

Ich denke, beides ist möglich. Siehe Trump oder UKIP. ;) Nun kann man natürlich sagen, dass Trump ebenfalls keine "freien Märkte" sucht. Aber sozial ist er eben auch definitiv nicht. Er ist eher ein "Merkantilist". Typische Trump-Wähler gehen davon aus, dass die Kraft ihrer Nation durch unfaire Regeln auf ihre Kosten gehemmt werde. Und da steht - derzeit - eben auch die AfD (Anti-EU, Anti-"Sozialschmarotzer" etc.).

Demtentsprechend ist die AfD faktisch sozialpolitisch weitgehend auf FDP-Kurs (eher rechts als links davon), und da es in dem Thema um eine programmatische Zusammenarbeit mit der Linken in sozialen Fragen ging, ist eine solche meines Erachtens nach einem jetzigen Stand eine äußerst abwegige Spekulation. Im Gegenteil: Sie mögen zwar in ihrer "anti-elitären" Rhetorik teilweise Gemeinsamkeiten mit der Linken haben, aber im bürgerlichen Lager gäbe es faktisch auf rein wirtschafts- und sozialpolitischer Ebene sehr viel mehr Potential für eine Einigung (CDU-FDP-AfD).

Vielleicht kapieren das einige ihrer Wechsel-Protestwähler nicht, aber die Linke und die AfD stehen auf völlig verschiedenen Seiten.


Nun, soooo weit auseinander stehen die AfD und die Linke nun mal nicht. Gerade in sozialen Fragen.

Die AfD wird in Zukunft die verprellten Wähler der SPD wohl bekommen, wenn sie denn die Möglichkeit wahrnimmt und stärker auf den sozialen Zug aufspringt.

Ich habe mal ein paar Punkte notiert wo sich beide Parteien ähneln oder gegensätzliche Ansichten hegen. Grün ist eine gleiche Ansicht, blau eine nahe Ansicht und Rot eine Ansicht welche nicht vereinbar ist.

Jetzt schon sind Punkte bei der AfD:
-Renten erhöhen
-Familien unterstützen
-Arbeitslosengeld länger erhalten
-Krankenversicherung soll wieder für mehr aufkommen

-Mindestlohn beibehalten
-Armut bekämpfen

Auch zeigt die AfD im Bundestag tendenzen, vor allem als aktuelle Protestpartei, die Arbeiterschaft stärker mobilisieren zu können als man bisher annimmt, gerade wenn sie es schafft eine Politik zu machen die zwischen den 'großen' und 'kleinen' vermittelt.

Die Linke selbst:
-Renten erhöhen
-Familien / Menschen in Deutschland unterstützen
-Arbeitslosengeld länger erhalten
-Krankenversicherung erhöhen

-Mindeslohn erhöhen
-Armut bekämpfen

Und diese zusammenarbeit kann man noch auf viele andere Punkte erhöhen. Genauso wie in der Sichertheitspolitik und anderen Themen.

Dort wären noch einige andere Punkte

AfD:
-Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild
-Direktwahl des Bundespräsidenten
-Parteifinanzierung dem Verfassungsrecht anpassen
-Amtszeiten begrenzen
-Lobbyismus eindämmen
-Private Rentenvorsorge für Parlamentarier
-Einführung eines Strafbestands der Steuerverschwendung

-Ablehnung von Quotenregelung
-Vertragsfreiheit wahren
-Bildungsausgaben erhöhen
-Öffentliche institutionen stärken

Die Linke:
-Bildungsausgaben erhöhen
-Volksentscheide
-Lobbyismus eindämmen

-Banken entmachten
-Öffentliche Institutionen stärken
-

Das sind nur ein paar Dinge die ich herausgelesen habe.
Die Linke wird keine Kompromisse im Bereich von Menschen machen und die AfD nicht im Bereich der Nationalen Sicherheit. Es gibt genug Reibungspunkte aber auch genügend Überschneidungen.


Vergleicht man die unten (siehe Link) angeführten Kurzaussagen aus den Wahlprogrammen der verschiedenen Parteien, zeigt sich, dass die AfD eine sehr viel größere Nähe zu den konservativen Parteien wie CDU, CSU und FDP aufweist als zur Partei Die Linke:

https://www.mdr.de/wahl2017/bundestagsw ... h-100.html


Ja, hat die AfD auch. Die einzige momentan 'Gesprächsbereite' Partei ist allerdings die Linke.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... fD-ab.html
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 486-2.html

Beides könnte - auch gerade weil beide Parteien in vielen Sachen grundlegend andere Dinge vertreten aber bei vielen anderen auch überschneidungen haben. Eine zusammenarbeit könnte den etablierten Parteien ein Schlag ins Gesicht werden, die AfD vernünftiger erscheinen lassen.

Denn auch wenn die AfD eher bei CDU und FDP einen natürlichen 'Verbündeten' hätte, sieht es auch so aus das diese Parteien sich durch ihr Kindergartengejammer aka "Neben dem will ich nicht sitzen!" und "Den unterstütze ich nicht!" viele ihrer Wähler wohl auch verprellen würden.
Wobei die Linke sich schon gesprächsbereit gezeigt hat.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Selina » Sa 27. Jan 2018, 13:22

Noch mal: Die AfD könnte höchstens mal in ein Bündnis mit konservativen Parteien eintreten, da deren sozialpolitisches Engagement in etwa gleich schwach ausgeprägt ist. Ich hoffe nur, dass es niemals so weit kommt und sich die zahlreichen rechtsradikalen Kräfte in der AfD als nicht "vermittelbar" für jegliche Kooperation mit den Konservativen entpuppen. Und selbstverständlich auch nicht mit der Linken, für die es eine Beleidigung ist, mit Rechtsradikalen in einen Topf geschmissen zu werden. Dazu gibt es Dutzende Erklärungen von führenden Linken, die man dann eben auch zur Kenntnis nehmen sollte ;)
Zuletzt geändert von Selina am Sa 27. Jan 2018, 13:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon JJazzGold » Sa 27. Jan 2018, 13:29

Selina hat geschrieben:(27 Jan 2018, 13:03)

Vergleicht man die unten (siehe Link) angeführten Kurzaussagen aus den Wahlprogrammen der verschiedenen Parteien, zeigt sich, dass die AfD eine sehr viel größere Nähe zu den konservativen Parteien wie CDU, CSU und FDP aufweist als zur Partei Die Linke:

https://www.mdr.de/wahl2017/bundestagsw ... h-100.html



So markant sind die Unterschiede zwischen Die Linke und der AfD nun auch wieder nicht.

Die Linke

Untere und mittlere Einkommen sollen entlastet werden

AfD

Kleine und mittlere Einkommen will die AfD durch Anhebung des Grundfreibetrags entlasten
----------------------------
Die Linke

1.050 Euro ohne Kürzungsmöglichkeiten – in dieser Höhe liegt auch die "solidarische Mindestrente".

AfD

Wer jahrzehntelang gearbeitet aber wenig verdient hat, soll eine Rente oberhalb der Grundsicherung bekommen.
-------------------------------
Die Linke

Der Personalmangel bei der Polizei soll beseitigt werden – die Beamten werden im Stadtbild und in sozialen Netzwerken präsent und ansprechbar sein.

AfD

Die AfD will die Bundespolizei stärken und die Fahndungsmöglichkeiten verbessern
--------------------------------

Die Linke

Der gesetzliche Mindestlohn steigt
Leiharbeit sollen ausgeschlossen werden.

AfD

Die AfD befürwortet einen gesetzlichen Mindestlohn
Leiharbeit auf 15 Prozent der Belegschaft beschränken
-----------------------------------

Gegen das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei sind auch beide.

Zudem sind beide davon überzeugt, dass dass das System in dem wir leben geändert werden sollte.
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Selina » Sa 27. Jan 2018, 13:30

Dann vergleiche mal FDP und AfD unter demselben Link ;)
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Re: Zusammenarbeit der Linken und der AfD in sozialen Fragen

Beitragvon Selina » Sa 27. Jan 2018, 13:32

Die Ersten, die umfallen, wenn es um mögliche Bündnisse und um eine Zusammenarbeit mit der AfD geht in den nächsten Jahren, werden hundertprozentig die CDU und die CSU und (heute schon) in der Opposition auch die FDP sein. Könnte ich drauf wetten.
Zuletzt geändert von Selina am Sa 27. Jan 2018, 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
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