Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

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rain353
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Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon rain353 » Di 2. Jan 2018, 11:17

Wieso betreibt der deutsche Konservativismus manchmal eine sehr sozialdemokratische Sozialpolitik...

Ich nenne euch ein Beispiel: Otto von Bismarck hat Kranken- Renten- Umfall- und Sozialversicherung eingeführt und Deutschland zum ersten Wohlfahrtstaat der Welt gemacht.......

Das ist doch nicht konservativ........
Und christlicher Sozialismus ist auch ein Wort für sich..... (CDU)
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Sextus Ironicus
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Sextus Ironicus » Di 2. Jan 2018, 12:03

rain353 hat geschrieben:(02 Jan 2018, 11:17)

Wieso betreibt der deutsche Konservativismus manchmal eine sehr sozialdemokratische Sozialpolitik...

Ich nenne euch ein Beispiel: Otto von Bismarck hat Kranken- Renten- Umfall- und Sozialversicherung eingeführt und Deutschland zum ersten Wohlfahrtstaat der Welt gemacht.......

Das ist doch nicht konservativ........
Und christlicher Sozialismus ist auch ein Wort für sich..... (CDU)


Aus Angst vorm Sozialismus. Aber Sozialpolitik und starker Staat einerseits sowie konservative christliche Menschen- und Weltbilder andererseits schließen sich ja nicht notwendig aus, ich sehe da keinen Widerspruch. Der Widerstand gegen Sozialpolitik und den starken Staat geht schließlich nicht von Konservativen aus, sondern von der wirtschaftsliberalen (libertären) Fraktion aus.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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jorikke
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon jorikke » Di 2. Jan 2018, 12:13

rain353 hat geschrieben:(02 Jan 2018, 11:17)

Wieso betreibt der deutsche Konservativismus manchmal eine sehr sozialdemokratische Sozialpolitik...

Ich nenne euch ein Beispiel: Otto von Bismarck hat Kranken- Renten- Umfall- und Sozialversicherung eingeführt und Deutschland zum ersten Wohlfahrtstaat der Welt gemacht.......

Das ist doch nicht konservativ........
Und christlicher Sozialismus ist auch ein Wort für sich..... (CDU)


Er war ein weitblickender Mann und hat die Umfallversicherung extra für die Sozis eingeführt.
Standfeste und prinzipientreue Konservative brauchen so etwas nicht.
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Hyde
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Hyde » Di 2. Jan 2018, 12:54

Sextus Ironicus hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:03)
Der Widerstand gegen Sozialpolitik und den starken Staat geht schließlich nicht von Konservativen aus, sondern von der wirtschaftsliberalen (libertären) Fraktion aus.


In der Regel geht aber Konservatismus und Wirtschaftsliberalismus Hand in Hand. Wobei ich mich schon immer gefragt habe, warum das eigentlich so ist. Ich beispielsweise würde mich auch als größtenteils wirtschaftsliberal und als Verfechter von Leistungsprinzipien bezeichnen, keinesfalls jedoch als gesellschaftlich konservativ.

Was Gesellschaftspolitik angeht, bin ich weitgehend auf Linie mit den Grünen, wirtschaftspolitisch jedoch weitgehend auf Linie mit der CDU. Aber als gesellschaftsprogressiver Wirtschaftsliberaler bin ich wohl eher ein Exot, nicht die Regel.

Und falls jetzt einer mit der FDP kommt: nein, die sind ganz sicher nicht progressiv, sondern in vielen Bereichen sogar noch konservativer als die CDU.
Die Grünen hingegen sind zwar progressiv, aber nicht wirtschaftsliberal.
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Liegestuhl » Di 2. Jan 2018, 13:40

Hyde hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:54)
Was Gesellschaftspolitik angeht, bin ich weitgehend auf Linie mit den Grünen, wirtschaftspolitisch jedoch weitgehend auf Linie mit der CDU.


Die CDU ist doch inzwischen tiefrot.

Ich habe mir bei einer Wahlveranstaltung aus erster Hand Angies Pläne für das Kindergeld angehört und hätte fast quer über den Vorplatz gekotzt.
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Sextus Ironicus
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Sextus Ironicus » Di 2. Jan 2018, 18:29

Hyde hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:54)

In der Regel geht aber Konservatismus und Wirtschaftsliberalismus Hand in Hand. Wobei ich mich schon immer gefragt habe, warum das eigentlich so ist. Ich beispielsweise würde mich auch als größtenteils wirtschaftsliberal und als Verfechter von Leistungsprinzipien bezeichnen, keinesfalls jedoch als gesellschaftlich konservativ.


"Wirtschaftsliberal" bezieht sich ja nur auf den Ausschnitt des Verhältnisses Wirtschaft/Staat. Welche Rolle der Staat in anderen gesellschaftlichen Angelegenheiten spielen soll, kann hieraus nicht geschlossen werden. Deshalb kann es auch einen wirtschaftsliberalen Menschen wie Herrn Lindner und einen wie Herrn Kaczynski geben.

Hyde hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:54)
Was Gesellschaftspolitik angeht, bin ich weitgehend auf Linie mit den Grünen, wirtschaftspolitisch jedoch weitgehend auf Linie mit der CDU. Aber als gesellschaftsprogressiver Wirtschaftsliberaler bin ich wohl eher ein Exot, nicht die Regel.


Dann müsste dir eigentlich das Projekt des "Zivilkapitalismus" von Wolf Lotter gefallen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass er tiefere Sympathien für die paternalistische grüne Gesellschafstpolitik hegt. :D

Hyde hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:54)
Und falls jetzt einer mit der FDP kommt: nein, die sind ganz sicher nicht progressiv, sondern in vielen Bereichen sogar noch konservativer als die CDU.
Die Grünen hingegen sind zwar progressiv, aber nicht wirtschaftsliberal.


Was an den Grünen progressiv sein soll, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Bei Sterbehilfe, Stammzellenforschung, PID, Gentechnik sind ja immer unter den größten Bremsern, und dass viele von ihnen Vertreter von Naturrechtsmodellen sind, entbehrt gerade bei ihnen, die ihre Genderansätze sozialkonstruktivistisch rechtfertigen, nicht einer gewissen Komik.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon rain353 » Di 2. Jan 2018, 19:56

Sextus Ironicus hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:03)

Aus Angst vorm Sozialismus. Aber Sozialpolitik und starker Staat einerseits sowie konservative christliche Menschen- und Weltbilder andererseits schließen sich ja nicht notwendig aus, ich sehe da keinen Widerspruch. Der Widerstand gegen Sozialpolitik und den starken Staat geht schließlich nicht von Konservativen aus, sondern von der wirtschaftsliberalen (libertären) Fraktion aus.


Sind Konservative sind eigentlich in Teilen Wirtschaftsliberale???
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon rain353 » Di 2. Jan 2018, 20:01

Liegestuhl hat geschrieben:(02 Jan 2018, 13:40)

Die CDU ist doch inzwischen tiefrot.

Ich habe mir bei einer Wahlveranstaltung aus erster Hand Angies Pläne für das Kindergeld angehört und hätte fast quer über den Vorplatz gekotzt.


Guck dir die gesamte Geschichte der CDU an(katholische Soziallehre & am Anfang christlicher Sozialismus)... Die CDU war von Anfang an zumindest etwas rot bzw. "sozial" angehaucht...
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Positiv Denkender » Do 4. Jan 2018, 17:58

Hyde hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:54)

In der Regel geht aber Konservatismus und Wirtschaftsliberalismus Hand in Hand. Wobei ich mich schon immer gefragt habe, warum das eigentlich so ist. Ich beispielsweise würde mich auch als größtenteils wirtschaftsliberal und als Verfechter von Leistungsprinzipien bezeichnen, keinesfalls jedoch als gesellschaftlich konservativ.

Was Gesellschaftspolitik angeht, bin ich weitgehend auf Linie mit den Grünen, wirtschaftspolitisch jedoch weitgehend auf Linie mit der CDU. Aber als gesellschaftsprogressiver Wirtschaftsliberaler bin ich wohl eher ein Exot, nicht die Regel.

Und falls jetzt einer mit der FDP kommt: nein, die sind ganz sicher nicht progressiv, sondern in vielen Bereichen sogar noch konservativer als die CDU.
Die Grünen hingegen sind zwar progressiv, aber nicht wirtschaftsliberal.

Die fordern immerhin das Kindergeld auf 800 € pro Monat erhöhen ? Welches Kind kostet Monat für Monat seinen Eltern 800.- €
Bei 3 Kindern wären das mal eben 2400,- .Die restlichen EU Ländern wären dann sicher bald leer .
Vor allem aus Osteuropa würden die Menschen in Scharen ins Land strömen . Wer das erarbeiten soll haben Grüne nicht mitgeliefert.
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon frems » Do 4. Jan 2018, 19:09

jorikke hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:13)
Standfeste und prinzipientreue Konservative

Haben wir das vegetarische Schlachthaus im demokratischen Sozialismus neu entdeckt? :(
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon jorikke » Do 4. Jan 2018, 20:48

frems hat geschrieben:(04 Jan 2018, 19:09)

Haben wir das vegetarische Schlachthaus im demokratischen Sozialismus neu entdeckt? :(


Reizvokabeln sind ein probates Mittel um ein Brikett nach zu schieben.
Irgendwer springt immer drauf an.
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon odiug » Do 4. Jan 2018, 21:14

jorikke hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:13)

Er war ein weitblickender Mann und hat die Umfallversicherung extra für die Sozis eingeführt.
Standfeste und prinzipientreue Konservative brauchen so etwas nicht.

Der hat die nicht für Sozis eingeführt ... er hat die eingeführt, damit die Arbeiter nicht allzu sehr aufmucken, wenn er Sozis verhaften läßt, Partei und Gewerkschaften verbietet und deren Vermögen konfisziert.
Das nennt man Zuckerbrot und Peitsche.
Soziale Zugeständnisse um politische Reformen zu verhindern und die Monarchie zu stärken.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Boraiel » Do 4. Jan 2018, 21:19

Weil Deutschland in der Mitte Europas liegt und es hier mehr Arbeitnehmer gibt.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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jorikke
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon jorikke » Do 4. Jan 2018, 21:21

odiug hat geschrieben:(04 Jan 2018, 21:14)

Der hat die nicht für Sozis eingeführt ... er hat die eingeführt, damit die Arbeiter nicht allzu sehr aufmucken, wenn er Sozis verhaften läßt, Partei und Gewerkschaften verbietet und deren Vermögen konfisziert.
Das nennt man Zuckerbrot und Peitsche.
Soziale Zugeständnisse um politische Reformen zu verhindern und die Monarchie zu stärken.


War ein kluger Mann. Geht halt nicht alles gleichzeitig.
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon odiug » Do 4. Jan 2018, 21:29

jorikke hat geschrieben:(04 Jan 2018, 21:21)

War ein kluger Mann. Geht halt nicht alles gleichzeitig.

Kann man in Frage stellen, ob die Stabilisierung verkrusteter Herrschaftsstrukturen wirklich der richtige Weg war.
Das Deutsche Reich hatte das historische Pech, daß Friedrich der dritte viel zu früh und unverhofft verstarb und ein unfähiger Trottel auf den Thron folgte.
Hätte es stärkere, demokratische Strukturen im Reich gegeben, hätte man diesen Trottel besser im Griff gehabt und der Welt viel Ärger ersparen können.
Aber das ist Spekulation ... wer weiß das schon :?
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Ein Terraner » Do 4. Jan 2018, 22:48

rain353 hat geschrieben:(02 Jan 2018, 11:17)

Das ist doch nicht konservativ........


Stimmt das war fortschrittlich und nicht rückständig.
Zuletzt geändert von Ein Terraner am Do 4. Jan 2018, 23:54, insgesamt 1-mal geändert.
Licht und Dunkel

Artikel 13, Save the Internet Petition: https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... loadfilter
Was ist Artikel 13? https://www.youtube.com/watch?v=1DKk69J5pb4
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Kael » Do 4. Jan 2018, 23:50

Der Deutsche Konservatismus war schon immer anders als der klassische, wie er z.B. in Amerika, Frankreich und England vorherrscht.

Konservativ in Deutschland bedeutete in erster Linie vor allem Nationalgeprägt zu sein, bedeutet die Vorteile in erster Linie nur für sich und seine Landsleute zu haben. Alles was außen rum ist, ist nur für den Profit interessant, den Leuten selbst soll es aber im Schnitt doch gut gehen.
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon Dampflok94 » Fr 5. Jan 2018, 09:38

rain353 hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:01)

Guck dir die gesamte Geschichte der CDU an(katholische Soziallehre & am Anfang christlicher Sozialismus)... Die CDU war von Anfang an zumindest etwas rot bzw. "sozial" angehaucht...

Ja natürlich war sie das. Sie wollte schließlich gewählt werden. Und dafür war das notwendig und ist es noch immer. Dabei kann man das Ahlener Programm von 47 außen vor lassen. Das stand noch unter dem Eindruck des vergangenen Krieges, an dessen Entstehen damals viele den Kapitalismus für mitverantwortlich hielten. Das hatte sich aber flott erledigt. Aber natürlich war die Zeit nach dem Krieg bis weit in die 50er Jahre noch durch viel Not geprägt? Wie hätte da eine Partei mit unsozialer Politik reüssieren können?
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon rain353 » Fr 5. Jan 2018, 15:00

Dampflok94 hat geschrieben:(05 Jan 2018, 09:38)

Ja natürlich war sie das. Sie wollte schließlich gewählt werden. Und dafür war das notwendig und ist es noch immer. Dabei kann man das Ahlener Programm von 47 außen vor lassen. Das stand noch unter dem Eindruck des vergangenen Krieges, an dessen Entstehen damals viele den Kapitalismus für mitverantwortlich hielten. Das hatte sich aber flott erledigt. Aber natürlich war die Zeit nach dem Krieg bis weit in die 50er Jahre noch durch viel Not geprägt? Wie hätte da eine Partei mit unsozialer Politik reüssieren können?



Und wieso hat Bismarck den ersten Wohlfahrtstaat der Welt geschaffen und wieso gibt es bzw. gab es immer einen starken christlich-sozialen Flügel (damals Heiner Geißler, Nobert Blüm etc) bzw. heute(Steuern rauf AKK; die von ihrer Einkommensvorschläge sich kaum von Oskar unterscheidet(beides Saarländer))
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Re: Wieso waren deutsche Konservative immer relativ sozialdemokratisch

Beitragvon rain353 » Fr 5. Jan 2018, 15:01

Kael hat geschrieben:(04 Jan 2018, 23:50)

Der Deutsche Konservatismus war schon immer anders als der klassische, wie er z.B. in Amerika, Frankreich und England vorherrscht.

Konservativ in Deutschland bedeutete in erster Linie vor allem Nationalgeprägt zu sein, bedeutet die Vorteile in erster Linie nur für sich und seine Landsleute zu haben. Alles was außen rum ist, ist nur für den Profit interessant, den Leuten selbst soll es aber im Schnitt doch gut gehen.



Und was ist mit der sozialen Marktwirtschaft, die auch auf dem Export aufbaut.... (Handel mit anderen)?

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