Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

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Sofawolf
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Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Sofawolf » Sa 30. Dez 2017, 15:26

Oskar Lafontaine (einstmals SPD, dann PDS/Linke) plädiert für die Bildung einer neuen linken Volkspartei. Dabei sollen sich Linke und Teile der SPD und der Grünen zusammentun.

Ich finde das sinnvoll. Im Prinzip schöpfen alle 3 Parteien das Wählerpotenzial ab, das früher die SPD alleine hatte, als es Grüne und Linkspartei noch nicht gab. Sie stehen also eigentlich auch nur für die Strömungen, die es immer schon im linken Lager gab. Da können sie sich auch zusammenschließen. Lafontaine hält die SPD für mutlos; ich halte die Linke für harmlos und die Grünen für perspektivlos.

Ein Zusammenschluss würde der Aufsplitterung der Parteienlandschaft entgegenwirken.
(Ob ich die wählen würde, sei mal dahingestellt, aber sinnvoll finde ich seine Idee schon.)

https://www.n-tv.de/politik/Lafontaine- ... 07155.html
Zuletzt geändert von Sofawolf am Sa 30. Dez 2017, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.
Du hast niemals weniger Einfluss, als du dir nimmst.
Wähler
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Wähler » Sa 30. Dez 2017, 15:51

https://www.noz.de/deutschland-welt/pol ... t-tacheles
Neue Osnabrücker Zeitung 30. Dezember 2017 Kritik an SPD, FDP und Linke im Interview
Die SPD ist in erster Linie verantwortlich für einen der größten Niedriglohnsektoren der Industriestaaten, für den viel zu geringen Mindestlohn und dafür, dass die Altersvorsorge teilweise privatisiert worden ist und millionenfache Altersarmut droht. Die Renten sind skandalös niedrig. In Österreich hat ein Durchschnittsrentner im Monat 800 Euro mehr.

Ich verstehe nicht, warum man in einer Art National-Humanismus den allergrößten Teil der Hilfe auf die Menschen konzentriert, die es geschafft haben, nach Deutschland zu kommen, während man den Millionen in den Lagern und Hungergebieten nur wenig hilft...Ich höre immer wieder: ‚Lange Jahre habt ihr uns erzählt, es ist kein Geld da für unsere Anliegen, für den sozialen Wohnungsbau, für eine bessere Rente, für eine bessere Arbeitslosenversicherung. Und jetzt auf einmal sind viele Milliarden verfügbar.‘ Leute, die im Wohlstand leben, haben damit keine Probleme, Menschen, die am Monatsende nicht wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, dagegen schon.

Lafontaine ist ein Mann von Gestern. Er glaubt immer noch, wir könnten den Sozialstaat weiter ausbauen, ohne Modernisierung der Wirtschaft, des Staates und der Arbeitswelt. Er verlangt immer nur von anderen Leuten Aktivität, damit seine Klientel weiter passiv bleiben darf. Es wird aber nur über Anreize für die nächste Generation mittels eines guten Bildungssystems und faire Aufstiegschancen im Arbeitsmarkt funktionieren. Wichtig ist allerdings auch ein starker Staat mit öffentlichen Unternehmen für die kommunale Daseinsvorsorge und ein Rückgängigmachen des Hartz-I-Gesetzes.
Zuletzt geändert von Wähler am Sa 30. Dez 2017, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Sextus Ironicus » Sa 30. Dez 2017, 16:01

Sofawolf hat geschrieben:(30 Dec 2017, 15:26)

Oskar Lafontaine (einstmals SPD, dann PDS/Linke) plädiert für die Bildung einer neuen linken Volkspartei. Dabei sollen sich Linke und Teile der SPD und der Grünen zusammentun.

Ich finde das sinnvoll. Im Prinzip schöpfen alle 3 Parteien das Wählerpotenzial ab, das früher die SPD alleine hatte, als es Grüne und Linkspartei noch nicht gab. Sie stehen also eigentlich auch nur für die Strömungen, die es immer schon im linken Lager gab. Da können sie sich auch zusammenschließen. Lafontaine hält die SPD für mutlos; ich halte die Linke für harmlos und die Grünen für perspektivlos.

Ein Zusammenschluss würde der Aufsplitterung der Parteienlandschaft entgegenwirken.
(Ob ich die wählen würde, sei mal dahingestellt, aber sinnvoll finde ich seine Idee schon.)

https://www.n-tv.de/politik/Lafontaine- ... 07155.html


Wäre eine interessante Sache. Niemand hat anteilmäßig an den eigenen Wählern so viele Wähler an die AfD verloren wie die Linke. Man könnte mit Frau Wagenknecht an der Spitze also eine rein sozial orientierte Linke nach französischem Vorbild als Sammlungsbewegung ohne Identity Politics gründen und sich die entsprechenden Teile der SPD und der Grünen auch sichern. Dann fehlt eigentlich nur noch, dass Boris Palmer eine bürgerlich-populistische Bewegung versucht. Wird spannend sein, wie die Linke jetzt reagiert.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Selina » Sa 30. Dez 2017, 16:36

Die Analyse Lafontaines, die man komplett lesen sollte (siehe Link unten), stimmt bis aufs Komma, mit einer Einschränkung: Selbstverständlich muss man sich um beide Flüchtlingsgruppen kümmern, um die hier angekommene und um die "in den Lagern und Hungergebieten". Und dieses Kümmern muss von allen EU-Ländern getragen werden. Das steht außer Frage. Aber alle anderen Punkte, die er im NOZ-Interview anspricht, sind goldrichtig analysiert, vor allem, was er zum Versagen der einzelnen Parteien sagt und zum Abgehängt-Sein der Ostdeutschen. Nur: Ob die Lösung solch eine linke Sammlungsbewegung sein kann, das weiß ich nicht. Ob so etwas in Deutschland funktionieren könnte, keine Ahnung.

https://www.noz.de/deutschland-welt/pol ... t-tacheles
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Mia2706 » Sa 30. Dez 2017, 16:59

Lafontaine hat seinen Frieden mit der SPD oder besser, mit diesem Schröder nicht geschlossen. Damals ging kein Blatt Paper zwischen die Beiden. Lafontaine hätte ahnen müssen, dass Schröder ihn linken wird.

Ob die Vorstellungen von Lafontaine realistisch sind, ist zu bezweifeln. Bei jeder Gelegenheit kommen die Scharfmacher aus der Ecke und bauen wieder den alten Popanz auf, besonders gegen Frau Dr. Sahra Wagenknecht, ohne sich näher mit der Biografie dieser intelligenten Frau näher zu beschäftigen. Dabei wird immer wieder unterschlagen, welche Schwierigkeiten die damals noch sehr junge Frau in der SED Negatives (anders als Merkel!!) erfahren hat.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Adam Smith » Sa 30. Dez 2017, 17:07

Erst wenn die SPD sich fast komplett zerlegt hat wäre so eine neue Partei möglich. Im Moment ist noch kein Bedarf für so eine Partei vorhanden.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Polibu » Sa 30. Dez 2017, 17:30

Und Parteivorsitzende wird Angela Merkel.
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Mia2706
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Mia2706 » Sa 30. Dez 2017, 17:42

Polibu hat geschrieben:(30 Dec 2017, 17:30)

Und Parteivorsitzende wird Angela Merkel.


Das würde mal wieder zeigen, wie anpassungsfähig gleich einem Chamäleon sie ist. Deshalb wäre eine Minderheitsregierung mit Duldung der SPD, der FDP, den Grünen doch möglich. Das wäre aber eine Herausforderung für Merkel. Da könnte sie mal zeigen, dass es auf sie ankommt. Das will sie aber nicht. Sie weiß sehr gut, warum nicht. ,
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Cat with a whip » Sa 30. Dez 2017, 17:44

Sofawolf hat geschrieben:(30 Dec 2017, 15:26)


Ein Zusammenschluss würde der Aufsplitterung der Parteienlandschaft entgegenwirken.


Eine weitere Aufsplitterung links ist ja gar nicht mehr zu befürchten. Das würde einzig der Stärkung der Linken dienen auf Kosten der linken Flügel der anderen Parteien. Aber dann würde von SPD und Grüne wenigstens für alle sichtbar nur noch ein schmieriger Lobbyhaufen diverser Wirtschaftsverbände übig bleiben der jetzt schon die Parteilinie diktiert.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon unity in diversity » Sa 30. Dez 2017, 17:54

Adam Smith hat geschrieben:(30 Dec 2017, 17:07)

Erst wenn die SPD sich fast komplett zerlegt hat wäre so eine neue Partei möglich. Im Moment ist noch kein Bedarf für so eine Partei vorhanden.

Die schaffen das.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon jorikke » Sa 30. Dez 2017, 18:07

Die närrische Saison geht ihrem Höhepunkt entgegen.
Der Orden wider den tierischen Ernst wird vergeben.
Lafontaine will da wohl mitspielen. Irgend jemand hat ihm den Entwurf seiner Büttenrede geklaut und der Presse zugespielt.
Anders ist diese Schnapsidee kaum zu erklären.
Immerhin, einige hier nehmen das ernst.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Sextus Ironicus » Sa 30. Dez 2017, 18:42

jorikke hat geschrieben:(30 Dec 2017, 18:07)

Die närrische Saison geht ihrem Höhepunkt entgegen.
Der Orden wider den tierischen Ernst wird vergeben.
Lafontaine will da wohl mitspielen. Irgend jemand hat ihm den Entwurf seiner Büttenrede geklaut und der Presse zugespielt.
Anders ist diese Schnapsidee kaum zu erklären.
Immerhin, einige hier nehmen das ernst.


Warum soll man das nicht ernst nehmen? Es gibt auf jeden Fall ein Potenzial für die Art von Linken, die sich eher an Zizek als an einem der wachsweichen Gutdenker hierzulande orientiert. Eine linke AfD hat durchaus Potenzial, und mit Wagenknecht jemanden, der das Zeug hat, intelligenten Populismus populär zu machen :D Ich glaube nicht, dass Lafontaine da etwas für sich sucht.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon zollagent » Sa 30. Dez 2017, 18:46

Linke AfD? Die Sprachenkünstler vom rechten Rand versuchen sich mit einem Oxymoron. "Populismus populär machen"? Na, ja, für die Bütt taugt's bestimmt. :D
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon zollagent » Sa 30. Dez 2017, 18:52

Mia2706 hat geschrieben:(30 Dec 2017, 16:59)

Lafontaine hat seinen Frieden mit der SPD oder besser, mit diesem Schröder nicht geschlossen. Damals ging kein Blatt Paper zwischen die Beiden. Lafontaine hätte ahnen müssen, dass Schröder ihn linken wird.

Ob die Vorstellungen von Lafontaine realistisch sind, ist zu bezweifeln. Bei jeder Gelegenheit kommen die Scharfmacher aus der Ecke und bauen wieder den alten Popanz auf, besonders gegen Frau Dr. Sahra Wagenknecht, ohne sich näher mit der Biografie dieser intelligenten Frau näher zu beschäftigen. Dabei wird immer wieder unterschlagen, welche Schwierigkeiten die damals noch sehr junge Frau in der SED Negatives (anders als Merkel!!) erfahren hat.

Frau Merkel war kein SED-Mitglied.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Schnitter » Sa 30. Dez 2017, 18:54

Das fehlt noch...ein ähnlicher Idiotenhaufen wie die AfD nur von links.

Fehlt nur noch die Chipstüte :-)
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 30. Dez 2017, 18:57

Sextus Ironicus hat geschrieben:(30 Dec 2017, 18:42)

Warum soll man das nicht ernst nehmen? Es gibt auf jeden Fall ein Potenzial für die Art von Linken, die sich eher an Zizek als an einem der wachsweichen Gutdenker hierzulande orientiert. Eine linke AfD hat durchaus Potenzial, und mit Wagenknecht jemanden, der das Zeug hat, intelligenten Populismus populär zu machen :D Ich glaube nicht, dass Lafontaine da etwas für sich sucht.



Klar eine rechte AFD hafte Linkspartei und eine eher linke sozialistische AFD in dem sich kommunistische wie patriotische Plattform.aufs genialste Ergänzen. :cool:
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon zollagent » Sa 30. Dez 2017, 19:00

Alpha Centauri hat geschrieben:(30 Dec 2017, 18:57)

Klar eine rechte AFD hafte Linkspartei und eine eher linke sozialistische AFD in dem sich kommunistische wie patriotische Plattform.aufs genialste Ergänzen. :cool:

Von hinten durch die Brust ins Auge getroffen. ;)
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon frems » Sa 30. Dez 2017, 19:05

Halte ich für eine Schnapsidee. Alleine innerhalb der Linkspartei sind die Flügel extrem zerstritten. Zudem haben die drei Parteien auf Bundesebene nicht einmal eine kooperative Koalition trotz Mehrheit hinbekommen. Wie soll man sich da innerhalb einer Partei vertragen? Am Ende dürfte das vor allem viele jetzige Wähler aus verschiedenen Gründen vergraulen, sodass ich bezweifle, dass die Parteien "vereint" auf 40 oder mehr Prozente kämen. Keine Ahnung, was den Bonvivant da wieder geritten hat. Und dass nun in allen Ecken von "Bewegungspartei" oder "Sammelbewegung" gesprochen wird, herje.
Labskaus!

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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Sextus Ironicus » Sa 30. Dez 2017, 19:11

zollagent hat geschrieben:(30 Dec 2017, 18:46)

Linke AfD? Die Sprachenkünstler vom rechten Rand versuchen sich mit einem Oxymoron. "Populismus populär machen"? Na, ja, für die Bütt taugt's bestimmt. :D


Was die Leute für Ränder sehen, ist faszinierend. Da muss man in seiner Kapsel nun wirklich schon unter absolutem Sauerstoffmangel und dem Verlust des politischen Orientierungsinnes leiden :D

Es ist Herr Lafontaine, der sich Herrn Melenchon als Vorbild nehmen und nach dessen Vorbild in die Bütt steigen möchte. Wenn das kein expliziter, dann linker Populismus ist, was ist Populismus dann? Immerhin würde er dann auch Leute wie Guido Reil anziehen, die sich den Übertritt in die AfD dann vielleicht überlegt hätten.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon zollagent » Sa 30. Dez 2017, 19:14

Sextus Ironicus hat geschrieben:(30 Dec 2017, 19:11)

Was die Leute für Ränder sehen, ist faszinierend. Da muss man in seiner Kapsel nun wirklich schon unter absolutem Sauerstoffmangel und dem Verlust des politischen Orientierungsinnes leiden :D

Es ist Herr Lafontaine, der sich Herrn Melenchon als Vorbild nehmen und nach dessen Vorbild in die Bütt steigen möchte. Wenn das kein expliziter, dann linker Populismus ist, was ist Populismus dann? Immerhin würde er dann auch Leute wie Guido Reil anziehen, die sich den Übertritt in die AfD dann vielleicht überlegt hätten.

Nun versuch doch nicht, die Realitäten auf den Kopf zu stellen. Lafontaine representiert Gruppen vom linken Rand, die AfD solche vom rechten Rand. Ergo stimmt es schon, daß man Ränder sieht. Beide würden sie wohl den Anspruch auf "Mitte" erheben, aber ihn nicht verwirklichen können. :D
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