Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

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Sextus Ironicus
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Sextus Ironicus » Di 2. Jan 2018, 19:54

Realist2014 hat geschrieben:(02 Jan 2018, 19:11)

es gibt keinen "großen Niedriglohnsektor"

von den Vollzeitarbeitsplätzen sind gerade mal 11% im Bereich des "Niedrig-Stundenlohns"


Falls du bessere Zahlen hast, kannst du sie gerne posten:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/knapp-jeder-vierte-arbeitet-fuer-niedriglohn-aid-1.6888022

und schon die 11 % bei dir sind gesetzte Kandidaten für Altersarmut.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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jorikke
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon jorikke » Mi 3. Jan 2018, 09:58

Selina hat geschrieben:(31 Dec 2017, 13:23)

Ist das eine Goebbels-Rede, aus der du zitierst? Ich sehe keine Quellenangabe. Heute links zu sein, hat mit Marxismus nicht mehr viel zu tun. Höchstens Marxens Analyse der Funktionsweise des Kapitals könnte auch heute noch in aktualisierter Form ganz brauchbar sein. Ansonsten ist der Unterschied zwischen AfD und Linken ganz klar der Nationalismus und die Nähe zu rechtsradikalem Gedankengut bei den Neurechten. Daran erkennst du, wes Geistes Kind die eine und die andere Seite ist. Und sozial hat die AfD so gut wie nichts anzubieten; da ist sie eher eine Art neurechte FDP oder CDU. Durch und durch neoliberal (und das Ganze mit braunem Anstrich). Auch daran erkennst du den Unterschied von Rechts und Links. Die eine oder andere ähnliche Formulierung bei beiden sollte nicht von diesen gravierenden Unterschieden ablenken.


Unterschiede erklärt man indem man die Standpunkte beider Seiten benennt. Ich habe jetzt gelesen AfD ist "rechtsradikales Gedankengut", "keine sozialen Angebote" und "durch und durch neoliberal".
Will ich gern zustimmen.
Die linken Standpunkte sollen mit der Umschreibung "das sind sie alles nicht", erklärt werden.
Tatsächlich ist es eine ganz große Schwäche der Linken, ihre zumeist viel besseren Standpunkte nicht verständlich rüberbringen zu können. Du hast dich daran gerade beteiligt.
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frems
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon frems » Mi 3. Jan 2018, 10:09

Sextus Ironicus hat geschrieben:(02 Jan 2018, 19:54)

Falls du bessere Zahlen hast, kannst du sie gerne posten:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/knapp-jeder-vierte-arbeitet-fuer-niedriglohn-aid-1.6888022

und schon die 11 % bei dir sind gesetzte Kandidaten für Altersarmut.

Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, wie man die Altersarmut allgemein erhöhen könnte.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Realist2014 » Mi 3. Jan 2018, 17:16

Sextus Ironicus hat geschrieben:(02 Jan 2018, 19:54)

Falls du bessere Zahlen hast, kannst du sie gerne posten:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/knapp-jeder-vierte-arbeitet-fuer-niedriglohn-aid-1.6888022

und schon die 11 % bei dir sind gesetzte Kandidaten für Altersarmut.



die sind nicht "gesetzt"

die müssen halt mehr arbeiten und privat vorsorgen

die heutigen Löhne müssen über die heutigen Preise erwirtschaftet werden.

Ist ja schön, dass die Lebenserwartung steigt

dann muss aber die "erarbeitete Rentenanwartschaft" halt "länger" reichen

daher ist das Rentenniveau gesunken..
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 3. Jan 2018, 21:25

Adam Smith hat geschrieben:(30 Dec 2017, 17:07)

Erst wenn die SPD sich fast komplett zerlegt hat wäre so eine neue Partei möglich. Im Moment ist noch kein Bedarf für so eine Partei vorhanden.



Naja da eine erneute GroKo die SPD weiter in den Abgrund stürzen lassen wird ( sind jetzt schon unter 20%) und jetzt schon an der Basis und den Jusos heftigster Widerstand in Teilen gegen ein einfach weiter so merkelscher Art herrscht , warum nicht?
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Adam Smith » Mi 3. Jan 2018, 21:29

Alpha Centauri hat geschrieben:(03 Jan 2018, 21:25)

Naja da eine erneute GroKo die SPD weiter in den Abgrund stürzen lassen wird ( sind jetzt schon unter 20%) und jetzt schon an der Basis und den Jusos heftigster Widerstand in Teilen gegen ein einfach weiter so merkelscher Art herrscht , warum nicht?

Im Moment ist es in Deutschland für so eine Partei noch zu früh. Wenn es so weiter geht mit der SPD dann wäre so etwas in vier Jahren möglich.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Elser » Do 11. Jan 2018, 19:32

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2017, 12:58)

Ich schätze Deine Analysen wirklich sehr !

Alternative ?

Bürgernähe. (In Fachkreisen auch Demokratie genannt...)

Ohne Bevormundung und Besserwisserei - .

Davon haben sich leider alle Parteien entfernt. Eine Partei macht - was Mutti sagt, die andere - was eine Elite vor gedacht hat.

- und bei den Rattenfängern ist Links = Rechts....



Halbwahrheiten.... Was ist da Rechts ....oder Links ? - es IST das Gleiche !

PROPAGANDA - keine Demokratie. (Meine Meinung)


Also dann - Minderheitsregierung :thumbup: . Endlich Abstimmungen ohne Fraktionszwänge. Mir Wär's recht !

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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Teeernte » Do 11. Jan 2018, 20:32

Elser hat geschrieben:(11 Jan 2018, 19:32)

Also dann - Minderheitsregierung :thumbup: . Endlich Abstimmungen ohne Fraktionszwänge. Mir Wär's recht !

Elser


...in gaaanz geheimer Abstimmung - da kann man auch gleich auf VW Aktien umsteigen... die Lügen nicht..
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon grün » Fr 12. Jan 2018, 10:21

Elser hat geschrieben:Also dann - Minderheitsregierung :thumbup: .


Das scheitert ironischerweise bisher am unbedingten Unterordnungswillen "linker" Volksparteien wie SPD und Grünen, denen keine Regierung eklig genug sein kann, um nicht zumindest ein paar Ministerposten abgreifen zu wollen.
Die Ideen der Linken sind vor allem langweilig.
-- Nicolás Gómez Dávila
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon rain353 » Fr 12. Jan 2018, 10:28

Elser hat geschrieben:(11 Jan 2018, 19:32)

Also dann - Minderheitsregierung :thumbup: . Endlich Abstimmungen ohne Fraktionszwänge. Mir Wär's recht !

Elser


Wir Deutsche sind schon ein widersprüchliches Volk....
Einerseits waren wir bis Erhard überdurchschnittlich als alle andere Industrieländer für Marktkritik offen und andererseits hassen wir "Experimente"....
Fallen jedoch auf rote oder braune Rattenfänger rein(-> Liegt daran, dass die Deutsche, den niedrigsten Immobilienbesitz Europas und das niedrigste Eigenkapital haben)
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon pikant » Fr 12. Jan 2018, 10:50

Elser hat geschrieben:(11 Jan 2018, 19:32)

Also dann - Minderheitsregierung :thumbup: . Endlich Abstimmungen ohne Fraktionszwänge. Mir Wär's recht !

Elser


eine Minderheitsregierung heisst ja nicht, dass es keinen Fraktionszwang mehr gibt - den wird es auch so geben, wie bei einer Mehrheitsregierung.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 15. Jan 2018, 03:46

Operation Hühnerhaufen

Der Machtkampf zwischen Wagenknecht und Kipping scheint in eine entscheidende Runde zu gehen. Vielleicht spaltet sich die Linke aber auch einfach nur.

"Ich finde das wirklich merkwürdig und teilweise abenteuerlich, was da so geschrieben und diskutiert wird", ruft Sahra Wagenknecht in den proppevollen Saal des Berliner Kosmos, einst das größte Kino der DDR.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 87864.html
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 15. Jan 2018, 12:43

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Jan 2018, 03:46)

Vielleicht spaltet sich die Linke aber auch einfach nur.

Das wäre eine super Lösung :thumbup:
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 15. Jan 2018, 13:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Jan 2018, 12:43)

Das wäre eine super Lösung :thumbup:

Finde ich auch. Die sind jetzt im Bund seit über 25 Jahren in der Opposition, da hätte man längst mal Jubiläum feiern können, und dann in Ruhe auseinander gehen. ;)

Das dynamische Duao Lafo/Wagi hat eh ganz andere Inhalte als Kipping & Co.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Sofawolf » Mo 15. Jan 2018, 19:49

Ich wäre für eine neue linke Volkspartei.

Die Linke / PDS ist zu harmlos und systemnah geworden; die SPD alles andere als links (sie neutralisiert einen Teil der Linken nur); die Grünen doch bestenfalls linksliberal.

Bereits als Lafontaine in den letzten Wochen des vergangenen Jahres eine neue Sammlungsbewegung ins Spiel brachte, waren Gerüchte in der Partei hochgekocht, er könnte gemeinsam mit Wagenknecht den Alleingang wagen - nach dem Vorbild etwa des französischen Linkspopulisten Jean-Luc-Mélenchon, der mit seiner neuen Bewegung "La France insoumise" bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich knapp 20 Prozent geholt hatte.


Siehe auch: https://www.gmx.net/magazine/politik/fo ... r-32747584
Du hast niemals weniger Einfluss, als du dir nimmst.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 15. Jan 2018, 20:46

Panik in der Partei
https://www.gmx.net/magazine/politik/fo ... r-32747584

Eine linksnationale Abspaltung würde wie gewohnt gegen EU und NATO poltern, aber längst nicht so links sein wie die MLPD. Der folkloristische Charakter wäre also betont.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Jan 2018, 21:00

Selina hat geschrieben:(30 Dec 2017, 16:36)

Die Analyse Lafontaines, die man komplett lesen sollte (siehe Link unten), stimmt bis aufs Komma, mit einer Einschränkung: Selbstverständlich muss man sich um beide Flüchtlingsgruppen kümmern, um die hier angekommene und um die "in den Lagern und Hungergebieten". Und dieses Kümmern muss von allen EU-Ländern getragen werden. Das steht außer Frage. Aber alle anderen Punkte, die er im NOZ-Interview anspricht, sind goldrichtig analysiert, vor allem, was er zum Versagen der einzelnen Parteien sagt und zum Abgehängt-Sein der Ostdeutschen. Nur: Ob die Lösung solch eine linke Sammlungsbewegung sein kann, das weiß ich nicht. Ob so etwas in Deutschland funktionieren könnte, keine Ahnung.

https://www.noz.de/deutschland-welt/pol ... t-tacheles

Ich halte eine Aussage wie die von Lafontaine in dem Interview "Die Renten sind skandalös niedrig. In Österreich hat ein Durchschnittsrentner im Monat 800 Euro mehr." für skandalös. Hat er wirklich keine
Ahnung? Weiß er wirklich nicht, was wirklich skandalös niedrige Renten sind - wohlgemerkt in Mitteleuropa bei Preisen, die im Durchschnitt und für Produkte des täglichen Bedarfs sogar noch höher sind als in Deutschland? Weiß er wirklich nicht, in welchem Maße der Aufstieg von Parteien wie FPÖ unter österreichischen Rentnern von der schlichten Übersättigung herrühren? Ich sehe mehrmals im Jahr dickbäuchige, wohlstandskranke, übersättigte österreichische Rentner mit tausende-Euro-teuren Luxussporträdern um den Neusiedler See radeln. Ich höre hier sofort wieder den nationalegoistischen Fremdarbeiter-Oskar heraus. Ich kann gar nicht beschhreiben, welch ein Ekel mich bei diesem Politiker und dieser Wohlstandskaste als seiner Kientel überkommt.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Selina » Di 16. Jan 2018, 13:40

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jan 2018, 21:00)

Ich halte eine Aussage wie die von Lafontaine in dem Interview "Die Renten sind skandalös niedrig. In Österreich hat ein Durchschnittsrentner im Monat 800 Euro mehr." für skandalös. Hat er wirklich keine
Ahnung? Weiß er wirklich nicht, was wirklich skandalös niedrige Renten sind - wohlgemerkt in Mitteleuropa bei Preisen, die im Durchschnitt und für Produkte des täglichen Bedarfs sogar noch höher sind als in Deutschland? Weiß er wirklich nicht, in welchem Maße der Aufstieg von Parteien wie FPÖ unter österreichischen Rentnern von der schlichten Übersättigung herrühren? Ich sehe mehrmals im Jahr dickbäuchige, wohlstandskranke, übersättigte österreichische Rentner mit tausende-Euro-teuren Luxussporträdern um den Neusiedler See radeln. Ich höre hier sofort wieder den nationalegoistischen Fremdarbeiter-Oskar heraus. Ich kann gar nicht beschhreiben, welch ein Ekel mich bei diesem Politiker und dieser Wohlstandskaste als seiner Kientel überkommt.


Ja, was ich da schrieb, ist nun auch schon wieder ne Weile her. Inzwischen gibts fast täglich neue Themen und Sachverhalte bei der Linken, und ich hab die Befürchtung, der Herr Lafontaine spaltet im Moment mehr, als er vereint. Der Gedanke, sich in einer linken Bewegung mit grünen Linken und sozialdemokratischen Linken zusammenzuschließen, ist ja ok. Aber das muss nicht automatisch mit dem Zerlegen der jetzigen Linken einhergehen. So etwas gehört unter einen Hut; das eine quasi tun, ohne das andere zu lassen. Wer weiß, wohin da die Reise der Linken noch geht. Aber mir ist schon klar, dass das so gut wie keinen interessiert. Im Gegenteil: Da wird mit Gehässigkeit vermeldet, wie sich die "Paare" in der Linken gerade gegenseitig aus dem Weg gehen. Viel Medien-Geklingel halt.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon pikant » Di 16. Jan 2018, 13:49

Selina hat geschrieben:(16 Jan 2018, 13:40)

Ja, was ich da schrieb, ist nun auch schon wieder ne Weile her. Inzwischen gibts fast täglich neue Themen und Sachverhalte bei der Linken, und ich hab die Befürchtung, der Herr Lafontaine spaltet im Moment mehr, als er vereint. Der Gedanke, sich in einer linken Bewegung mit grünen Linken und sozialdemokratischen Linken zusammenzuschließen, ist ja ok. Aber das muss nicht automatisch mit dem Zerlegen der jetzigen Linken einhergehen. So etwas gehört unter einen Hut; das eine quasi tun, ohne das andere zu lassen. Wer weiß, wohin da die Reise der Linken noch geht. Aber mir ist schon klar, dass das so gut wie keinen interessiert. Im Gegenteil: Da wird mit Gehässigkeit vermeldet, wie sich die "Paare" in der Linken gerade gegenseitig aus dem Weg gehen. Viel Medien-Geklingel halt.


das ist eine Fantomdiskussion!

eine neue linke Partei mit ein paar linken Sozialdemokraten und ein paar Linken Gruenen kommt doch nicht auf was weiss ich 30% und die SPD und die Gruenen verschwinden dann doch nicht, sondern in diesen Parteien uebernehmen dann die Seeheimer oder Realos das Zepter und was gewinnt man damit?
die gesamte Linke in Deutschland befindet sich in einer Krise und die grosse deutsche linke Volkspartei ist dabei klein zu werden ohne dass die Linkspartei davon profitieren kann. Die SPD Waehler gehen doch im Zweifel nach rechts oder ins gruene Land, wie man es bei der BTW im letzten Jahr beobachten konnte.
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Re: Lafontaine plädiert für neue Volkspartei

Beitragvon Selina » Di 16. Jan 2018, 13:58

pikant hat geschrieben:(16 Jan 2018, 13:49)

das ist eine Fantomdiskussion!

eine neue linke Partei mit ein paar linken Sozialdemokraten und ein paar Linken Gruenen kommt doch nicht auf was weiss ich 30% und die SPD und die Gruenen verschwinden dann doch nicht, sondern in diesen Parteien uebernehmen dann die Seeheimer oder Realos das Zepter und was gewinnt man damit?
die gesamte Linke in Deutschland befindet sich in einer Krise und die grosse deutsche linke Volkspartei ist dabei klein zu werden ohne dass die Linkspartei davon profitieren kann. Die SPD Waehler gehen doch im Zweifel nach rechts oder ins gruene Land, wie man es bei der BTW im letzten Jahr beobachten konnte.


Ja. Ich hoffe nicht, dass sich die SPD weiterhin bis zur völligen Bedeutungslosigkeit selbst zerlegt. Schon aus diesem Grunde sollte man eigentlich nicht für eine erneute GroKo sein. Dann lieber eine Minderheitsregierung. Denn Neuwahlen würden ja das jetzige Ergebnis einfach nur bestätigen.
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