Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 22. Jan 2018, 00:47

Selina hat geschrieben:(22 Jan 2018, 00:41)

Trittin ist ein guter Mann. Wobei er schon lieber selbst solch eine "Sammlungsbewegung" anführen würde, denn er ist nicht weniger eitel als Lafontaine :D Trotzdem halte ich viel von Trittin, vor allem wegen seines analytischen Blicks. Ich zitiere aus dem von dir verlinkten Text:

Trittin übte auch Selbstkritik. Die rot-grüne Bundesregierung, der er als Umweltminister angehörte, habe den Niedergang der Linken befördert, sagte er dem SPIEGEL. "Der Neoliberalismus hat dazu geführt, dass die Spaltung in der Gesellschaft wieder größer geworden ist", während die Hoffnung auf Teilhabe in der Gesellschaft gesunken sei. Dass die Sozialdemokraten, aber auch die Grünen "eine Zeit lang den neoliberalen Diskurs mitgefahren haben", sei ein Grund dafür, dass es heute keine linke Mehrheit mehr gebe. Zum Beispiel sei das Wort "Reform" heute, anders als zu Zeiten Willy Brandts, eine Bedrohung. Statt mehr Teilhabe drohe Ausschluss. "Daran hatten die Hartz-Reformen definitiv ihren Anteil."

Nun, wenn er auch so eitel ist, dann bräuchte es wohl noch ein "Team Jürgen" als Ergänzung oder in Konkurrenz zu Team Sahra und Team Katja. Dann hätte man gleich drei Teams zur Sammlung. Das ist aber nicht in Aussicht.
;)
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Selina » Mo 22. Jan 2018, 00:49

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jan 2018, 00:47)

Nun, wenn er auch so eitel ist, dann bräuchte es wohl noch ein "Team Jürgen" als Ergänzung oder in Konkurrenz zu Team Sahra und Team Katja. Dann hätte man gleich drei Teams zur Sammlung. Das ist aber nicht in Aussicht.
;)


Beim "Team Jürgen" mache ich mit :D
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 22. Jan 2018, 01:09

Selina hat geschrieben:(22 Jan 2018, 00:49)

Beim "Team Jürgen" mache ich mit :D

Also, wenn wir schon beim Privatisieren sind, dann hätte ich gern eine parteiübergreifende Sammlungsbewegung der demokratischen Mitte, nach Vorbild des "Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold" und ein "Jungbanner" für den Nachwuchs.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 22. Jan 2018, 10:55

Selina hat geschrieben:(22 Jan 2018, 00:23)

Mich nervt es nicht. Ich denke jedoch, du liegst da falsch. Und zwar gründlich. Das, was jetzt diskutiert wird, zuweilen auch sehr heftig, sind Ideen, Gedanken, Vorstellungen, keine fest geplanten "Projekte". Ich glaube nicht, dass irgendjemand in der Linken zulassen würde, dass Lafo und Wagenknecht ein Projekt gründen, das völkisch-nationalistisch und im Grunde - so wie du es beschreibst - faschistoid ist. Das ist völlig weltfremd. Dass die beiden mächtig viel Gegenwind kriegen, ist doch ok. Und dass am Ende möglicherweise sogar ihr Rückzug aus der Partei Die Linke stehen könnte, wäre auch denkbar. Aber was du hier schreibst "der erste Reflex zum Thema Rechtsdrift und Neonationalismus in Deutschland ist bei vielen gar nicht mehr 'AfD verhindern' sondern: Das LaFontaine/Wagenknecht-Projekt verhindern" halte ich für eine grenzenlose Übertreibung und für völlig irrational. Das hat nix mit der Realität der Linken zu tun.

Und mal ganz nebenbei: Ich finde in beiden linken "Lagern" (die eigentlich gar keine sich ausschließenden "Lager" sind, sondern nur medial dazu gemacht werden) für mich Nachvollziehbares und weniger Nachvollziehbares. Wagenknechts schonungslose Kapitalismus-Analyse hat auf alle Fälle was für sich. Das findet man so deutlich nicht bei Kipping und co. Dafür wirken Kipping und andere eher integrierend und bündnisfähiger. Wieder andere Dinge nerven mich auf beiden Seiten. Zum Beispiel die Humorlosigkeit. Die wiederum ist auch bei den Grünen und bei den Sozis weit verbreitet.


Ja. "Projekt" ist sicher nicht der richtige Begriff. Aber der zitierte Artikel von Juliane Nagel im ND ... ist der nicht genauso drastisch ablehnend, dass man von "Lagern" irgendwie doch sprechen kannn? Und auch wenn ich ihn lange lange nicht in jedem Teil für gerechtfertigt halte ... von "faschistoiden" Tendenzen ist in einigen Passagen schon die Rede.

Ich muss allerdings offen zugeben, dass meine negative Einstellung erheblich durch meine Antipathie gegen genau die Person LaFontaine geprägt ist. Wie ich schon weiter oben schrieb: Der Politiker ist für mich seit seiner Chemnitzer Fremdarbeiterrede gewissermaßen "Verbrannt" und nicht rehabilitierbar. Auch wenn er noch so oft betont, er habe das "ganz anders" gemeint. Selbst wenn das so ist: Wie kann man einen Mann halten wollen, der einen so bedeutsamen Teil von Menschen, die sich für mehr oder weniger "links" halten, so dermaßen polarisiert. Über bestimmte Positionen Wagenknechts, zum Beispiel ihren jüngeren Wandel in der Frage der Flüchtlingspolitik, den ich für opportunistisch halte, würde ich eher versuchen nachzudenken, mir ihren Standpunkt erklären lassen, diskutieren wollen. Bei LaFontaine ist mir das prinzipiell nicht (mehr) möglich.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jan 2018, 11:39

schokoschendrezki hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:55)

Ich muss allerdings offen zugeben, dass meine negative Einstellung erheblich durch meine Antipathie gegen genau die Person LaFontaine geprägt ist. Wie ich schon weiter oben schrieb: Der Politiker ist für mich seit seiner Chemnitzer Fremdarbeiterrede gewissermaßen "Verbrannt" und nicht rehabilitierbar. Auch wenn er noch so oft betont, er habe das "ganz anders" gemeint.


Ich denke du lagst mit deiner grundsätzlichen Einschätzung schon richtig. Lafontaine ist zu sehr Politprofi, als dass er sich nicht im Klaren darüber war, was er denn wie formuliert und sagt. Gerade in diesem speziellen Fall.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Selina » Mo 22. Jan 2018, 12:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:55)

Ja. "Projekt" ist sicher nicht der richtige Begriff. Aber der zitierte Artikel von Juliane Nagel im ND ... ist der nicht genauso drastisch ablehnend, dass man von "Lagern" irgendwie doch sprechen kannn? Und auch wenn ich ihn lange lange nicht in jedem Teil für gerechtfertigt halte ... von "faschistoiden" Tendenzen ist in einigen Passagen schon die Rede.

Ich muss allerdings offen zugeben, dass meine negative Einstellung erheblich durch meine Antipathie gegen genau die Person LaFontaine geprägt ist. Wie ich schon weiter oben schrieb: Der Politiker ist für mich seit seiner Chemnitzer Fremdarbeiterrede gewissermaßen "Verbrannt" und nicht rehabilitierbar. Auch wenn er noch so oft betont, er habe das "ganz anders" gemeint. Selbst wenn das so ist: Wie kann man einen Mann halten wollen, der einen so bedeutsamen Teil von Menschen, die sich für mehr oder weniger "links" halten, so dermaßen polarisiert. Über bestimmte Positionen Wagenknechts, zum Beispiel ihren jüngeren Wandel in der Frage der Flüchtlingspolitik, den ich für opportunistisch halte, würde ich eher versuchen nachzudenken, mir ihren Standpunkt erklären lassen, diskutieren wollen. Bei LaFontaine ist mir das prinzipiell nicht (mehr) möglich.


Ja, die Fremdarbeiter-Rede war schlimm. Danach schlossen sich viele Auseinandersetzungen in der Linken mit Lafontaine an. Und es erfolgten viele Erklärungen aller Art. Dennoch steht fest: Das geht gar nicht, was er da sagte. Ich frag mich nur, warum solch eine Haltung niemandem in der SPD aufgefallen war, wo Lafontaine (vor seinem Ausstieg und seinem Zerwürfnis mit den Genossen) ja viele Jahre lang eine erfolgreiche Politik (in dem Sinne, was die SPD unter "erfolgreich" versteht) gemacht hat. Da erhebt sich doch die Frage: Kann es sein, dass in der SPD in diesem Punkt auch so gedacht wird? Denn Lafontaine wird doch nicht verheimlicht haben in seiner SPD-Zeit, was er zu diesem Thema wirklich denkt. Ich kann mich aber an keinen Widerspruch und keine kritische Diskussion seiner sozialdemokratischen Genossen diesbezüglich mit ihm erinnern.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Zunder » Mo 22. Jan 2018, 13:21

Zu den Gefolgsleuten Lafontaines gehört übrigens auch der semipromiente Vorzeige-Antisemit und Ex-Stasispitzel Diether Dehm, der gerne mal mit Ken Jebsen kungelt und den Reichs-Aluhutträger Xavier Naidoo verteidigt. Diese "linke" Bewegung hat schon vor ihrer Gründung eine leichte Schlagseite in Richtung Querfront. Mal abwarten, wann Wolfgang Gedeon mitmischt.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jan 2018, 13:43

Zunder hat geschrieben:(22 Jan 2018, 13:21)

Zu den Gefolgsleuten Lafontaines gehört übrigens auch der semipromiente Vorzeige-Antisemit und Ex-Stasispitzel Diether Dehm, der gerne mal mit Ken Jebsen kungelt und den Reichs-Aluhutträger Xavier Naidoo verteidigt. Diese "linke" Bewegung hat schon vor ihrer Gründung eine leichte Schlagseite in Richtung Querfront. Mal abwarten, wann Wolfgang Gedeon mitmischt.


sehr gut beobachtet. Manchmal hab ich auch das Gefühl, dass es wichtig ist "Nichtmainsream" zu sein. Welcher letztendlichen Gesinnung man dann angehört scheint wohl egal zu sein .....
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Selina » Mo 22. Jan 2018, 14:16

Katja Kipping hat als Vorsitzender der Partei Die Linke klare Worte zu diesem Streit unter den Linken gefunden, den einige Medien gerne zur angeblich kurz bevorstehenden Spaltung hochstilisieren. Auch sie macht das in erster Linie inhaltlich und nicht vorwiegend personell (auch wenn Lafontaine mit seiner "Sammlungsbewegung" schon direkt erwähnt wird). Sie ist natürlich keine so brillante Rednerin wie Wagenknecht, gelesen wirkt der Text aber meines Erachtens recht überzeugend:

https://www.die-linke.de/detail/die-lin ... earbeiten/
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jan 2018, 14:26

Selina hat geschrieben:(22 Jan 2018, 14:16)

Katja Kipping hat als Vorsitzender der Partei Die Linke klare Worte zu diesem Streit unter den Linken gefunden, den einige Medien gerne zur angeblich kurz bevorstehenden Spaltung hochstilisieren. Auch sie macht das in erster Linie inhaltlich und nicht vorwiegend personell (auch wenn Lafontaine mit seiner "Sammlungsbewegung" schon direkt erwähnt wird). Sie ist natürlich keine so brillante Rednerin wie Wagenknecht, gelesen wirkt der Text aber meines Erachtens recht überzeugend:

https://www.die-linke.de/detail/die-lin ... earbeiten/


Was wirkt hier letztendlich überzeugend? Für mich eher wenig. Gibt es eine Distanzierung zu Lafontaines Äusserungen. Nein, die gibt es nicht.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Cat with a whip » Mo 22. Jan 2018, 16:40

SPD-Führung legt Grundstein für starke Partei links der SPD.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 89124.html
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Di 23. Jan 2018, 00:09

Selina hat geschrieben:(22 Jan 2018, 12:06)

Ja, die Fremdarbeiter-Rede war schlimm. Danach schlossen sich viele Auseinandersetzungen in der Linken mit Lafontaine an. Und es erfolgten viele Erklärungen aller Art. Dennoch steht fest: Das geht gar nicht, was er da sagte. Ich frag mich nur, warum solch eine Haltung niemandem in der SPD aufgefallen war, wo Lafontaine (vor seinem Ausstieg und seinem Zerwürfnis mit den Genossen) ja viele Jahre lang eine erfolgreiche Politik (in dem Sinne, was die SPD unter "erfolgreich" versteht) gemacht hat. Da erhebt sich doch die Frage: Kann es sein, dass in der SPD in diesem Punkt auch so gedacht wird? Denn Lafontaine wird doch nicht verheimlicht haben in seiner SPD-Zeit, was er zu diesem Thema wirklich denkt. Ich kann mich aber an keinen Widerspruch und keine kritische Diskussion seiner sozialdemokratischen Genossen diesbezüglich mit ihm erinnern.

Das heißt, die SPD ist schuld. Lafontaine könnte in seiner Zeit als SPDler das schon gedacht haben, was er später als Linker sagte. Faszinierend.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon pikant » Di 23. Jan 2018, 09:39

Selina hat geschrieben:(22 Jan 2018, 14:16)

Katja Kipping hat als Vorsitzender der Partei Die Linke klare Worte zu diesem Streit unter den Linken gefunden, den einige Medien gerne zur angeblich kurz bevorstehenden Spaltung hochstilisieren. Auch sie macht das in erster Linie inhaltlich und nicht vorwiegend personell (auch wenn Lafontaine mit seiner "Sammlungsbewegung" schon direkt erwähnt wird). Sie ist natürlich keine so brillante Rednerin wie Wagenknecht, gelesen wirkt der Text aber meines Erachtens recht überzeugend:

https://www.die-linke.de/detail/die-lin ... earbeiten/


die Kipping sagt klipp und klar, dass es diese linke Sammlungsbewegung von der Lafontaine spricht schon gibt - die Linkspartei :D
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon yogi61 » Di 23. Jan 2018, 10:16

pikant hat geschrieben:(23 Jan 2018, 09:39)

die Kipping sagt klipp und klar, dass es diese linke Sammlungsbewegung von der Lafontaine spricht schon gibt - die Linkspartei :D


Frau Kipping ist da nicht ausschlaggebend.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Wähler » Di 23. Jan 2018, 10:24

pikant hat geschrieben:(23 Jan 2018, 09:39)
die Kipping sagt klipp und klar, dass es diese linke Sammlungsbewegung von der Lafontaine spricht schon gibt - die Linkspartei :D

Diese Diskussion macht auf mich einen absurden Eindruck vor dem Hintergrund, dass die linken Parteien in Deutschland eine Mehrheit im letzten Bundestag hatten. Nur, weil Rot-Rot-Grün wegen der Wählerwanderung vor allem von der Partei die Linke in den neuen Bundesländern zur AfD in dieser Legislaturperiode klar in der Minderheit ist, jetzt eine neue Partei gründen zu wollen, scheint mir eine Kurzschlusshandlung zu sein.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 23. Jan 2018, 10:27

Wähler hat geschrieben:(23 Jan 2018, 10:24)

Diese Diskussion macht auf mich einen absurden Eindruck vor dem Hintergrund, dass die linken Parteien in Deutschland eine Mehrheit im letzten Bundestag hatten. Nur, weil Rot-Rot-Grün wegen der Wählerwanderung vor allem von der Partei die Linke in den neuen Bundesländern zur AfD in dieser Legislaturperiode klar in der Minderheit ist, jetzt eine neue Partei gründen zu wollen, scheint mir eine Kurzschlusshandlung zu sein.


Ich hab mich hier ja schon aufklären lassen, dass es sich nicht um eine Partei handelt, sondern um ein Bewegung. ;)
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon yogi61 » Di 23. Jan 2018, 10:28

Wähler hat geschrieben:(23 Jan 2018, 10:24)

Diese Diskussion macht auf mich einen absurden Eindruck vor dem Hintergrund, dass die linken Parteien in Deutschland eine Mehrheit im letzten Bundestag hatten. Nur, weil Rot-Rot-Grün wegen der Wählerwanderung vor allem von der Partei die Linke in den neuen Bundesländern zur AfD in dieser Legislaturperiode klar in der Minderheit ist, jetzt eine neue Partei gründen zu wollen, scheint mir eine Kurzschlusshandlung zu sein.


Es wäre nur ein logischer Schritt wirklich linke Kräfte zu vereinen. Die AfD zu stoppen wird sehr schwierig. Sollte es eine neue grosse Koalition geben, dann dürfte die AfD die SPD als Volkspartei ablösen.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon SirToby » Di 23. Jan 2018, 10:34

Zunder hat geschrieben:(22 Jan 2018, 13:21)

Zu den Gefolgsleuten Lafontaines gehört übrigens auch der semipromiente Vorzeige-Antisemit und Ex-Stasispitzel Diether Dehm, der gerne mal mit Ken Jebsen kungelt und den Reichs-Aluhutträger Xavier Naidoo verteidigt. Diese "linke" Bewegung hat schon vor ihrer Gründung eine leichte Schlagseite in Richtung Querfront. Mal abwarten, wann Wolfgang Gedeon mitmischt.


Da wächst zusammen was zusammen gehört.

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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Senexx » Di 23. Jan 2018, 10:35

yogi61 hat geschrieben:(23 Jan 2018, 10:28)

Es wäre nur ein logischer Schritt wirklich linke Kräfte zu vereinen. Die AfD zu stoppen wird sehr schwierig. Sollte es eine neue grosse Koalition geben, dann dürfte die AfD die SPD als Volkspartei ablösen.

Volksfront war noch nie von langer Dauer. Linke neigen zu permanenten Spaltungen im Streit um Haarspaltereien. Lafontaine spaltet mit seinen Vorschlägen die Linke weiter. Und das ist gut so.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Wähler » Di 23. Jan 2018, 10:37

Wähler hat geschrieben:(23 Jan 2018, 10:24)
Diese Diskussion macht auf mich einen absurden Eindruck vor dem Hintergrund, dass die linken Parteien in Deutschland eine Mehrheit im letzten Bundestag hatten. Nur, weil Rot-Rot-Grün wegen der Wählerwanderung vor allem von der Partei die Linke in den neuen Bundesländern zur AfD in dieser Legislaturperiode klar in der Minderheit ist, jetzt eine neue Partei gründen zu wollen, scheint mir eine Kurzschlusshandlung zu sein.

yogi61 hat geschrieben:(23 Jan 2018, 10:28)
Es wäre nur ein logischer Schritt wirklich linke Kräfte zu vereinen. Die AfD zu stoppen wird sehr schwierig. Sollte es eine neue grosse Koalition geben, dann dürfte die AfD die SPD als Volkspartei ablösen.

Das würde ja bedeuten, die SPD könnte sich programmatisch noch so anstrengen, der "Kleine Mann" würde bei jeder Form einer Großen Koalition zur AfD abwandern. Das mit einer neuen linken Sammelbewegung könnte interessant werden, wenn es zu einer Minderheitsregierung käme. Aber für diese wirbt bisher in Deutschland niemand offiziell. Da sollten sich die Protagonisten schon einmal entscheiden, was sie wollen. So ist das doch nur Rumstochern im Nebel. ;)
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