Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Der General » Do 18. Jan 2018, 13:36

jorikke hat geschrieben:(17 Jan 2018, 16:47)

Diesen Satz von dir:" Sehr viele von der SPD, darunter viele Politiker, die anfangs zum Führungsgremium der Linkspartei gehörten, wechselten die Partei." , verstehe ich nicht.
Welcher SPD Politiker gehörte zum Führungsgremium der Linken?
Ich verstehe dich doch so gerne.
Mach mal Licht an.


Das habe ich in anderen Fred´s doch schon bestimmt Hundertmal geschrieben bzw. belegt, weißt Du das denn wirklich nicht ?

Die Linke ist aus einer Fusion von PDS und WASG entstanden.

Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG) war eine linksgerichtete politische Partei in Deutschland, die sich im Verlauf des Jahres 2004 vorrangig aus regierungskritischen SPD-Mitgliedern und Gewerkschaftern zunächst als Verein Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit e. V. gebildet hatte und sich am 22. Januar 2005 als Partei konstituierte. Sie vertrat hauptsächlich demokratisch-sozialistische, sozialdemokratische und gewerkschaftsnahe Positionen, war jedoch auch politischer Anlaufpunkt für Eurokommunisten und andere linke Gruppen. Am 16. Juni 2007 wurde nach einer erfolgreichen Urabstimmung die Vereinigung der WASG mit der PDS zur Partei Die Linke formell beschlossen.[1] Am 31. Dezember 2006 hatte die WASG 8944 Mitglieder.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_%2 ... lternative

Zu Beginn saßen in dem Führungsgremium der Partei DIE LINKE mehr Westdeutsche mit ehemaligen SPD Parteibuch als Ostdeutsche. Sämtliche und dümmliche SED Stasi Vergleiche wurden somit schnell den Wind aus den Segeln genommen ;)

Die Gründung der WASG durch Lafontaine, war gleichzeitig eine große Abspaltung von der SPD, damals gab es Massiven Mitglieder Schwund in der SPD und bis Heute "leidet" Praktisch die SPD durch DIE LINKE. Gäbe es Die Linke nicht, hätte die SPD locker 10% mehr an Wählerstimmen.

grüsse
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon Selina » Do 18. Jan 2018, 14:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Jan 2018, 23:01)

Es ist die Frage, ob "Teil einer Bewegung" zu sein, tatsächlich immer noch ein positives, anstrebenswertes Ideal sein kann. Ich halte mich in dieser Hinsicht für geheilt. Ich will unter keinen Umständen mehr Teil einer (wie auch immer ausgerichteten) "Bewegung" sein.


Warst du das denn jemals? So, wie ich dich verstanden habe, gehörtest du noch nie einer an. Und wie gesagt: Die "Bewegung" oder der "Zusammenschluss", den ich meine, ist nicht für die Ewigkeit gedacht. Er dient dem temporären Verhindern von Schlimmeren. Es gibt Momente im Leben, wie zum Beispiel während eines so deutlichen hochgefährlichen Rechtsruckes, da kann es für eine Weile sogar dringend geboten sein, aus seinem Nonkonformisten-Dasein mal kurz herauszutreten und den reinen Beobachter-Status zu verlassen. Nur vorübergehend, um zu verhindern, was wir schon mal hatten. Das ist ein zutiefst liberaler und humanistischer Ansatz, der gar nicht mal vordergründig mit Linkssein zu tun haben muss. Deine Individualität gibst du damit ja nicht auf.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 18. Jan 2018, 14:23

Selina hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:15)

Er dient dem temporären Verhindern von Schlimmeren.


Auch hier nochmal, weil du es vorher nicht verstanden hast. Die Verhinderung von Schlimmeren kann kein Ziel sein. Als Ziel kann letztendlich nur eine Perspektive dienen. Also ein bewusst gewollter (positiv benannter) Zustand.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon jorikke » Do 18. Jan 2018, 14:27

Der General hat geschrieben:(18 Jan 2018, 13:36)

Das habe ich in anderen Fred´s doch schon bestimmt Hundertmal geschrieben bzw. belegt, weißt Du das denn wirklich nicht ?

Die Linke ist aus einer Fusion von PDS und WASG entstanden.

Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG) war eine linksgerichtete politische Partei in Deutschland, die sich im Verlauf des Jahres 2004 vorrangig aus regierungskritischen SPD-Mitgliedern und Gewerkschaftern zunächst als Verein Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit e. V. gebildet hatte und sich am 22. Januar 2005 als Partei konstituierte. Sie vertrat hauptsächlich demokratisch-sozialistische, sozialdemokratische und gewerkschaftsnahe Positionen, war jedoch auch politischer Anlaufpunkt für Eurokommunisten und andere linke Gruppen. Am 16. Juni 2007 wurde nach einer erfolgreichen Urabstimmung die Vereinigung der WASG mit der PDS zur Partei Die Linke formell beschlossen.[1] Am 31. Dezember 2006 hatte die WASG 8944 Mitglieder.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_%2 ... lternative

Zu Beginn saßen in dem Führungsgremium der Partei DIE LINKE mehr Westdeutsche mit ehemaligen SPD Parteibuch als Ostdeutsche. Sämtliche und dümmliche SED Stasi Vergleiche wurden somit schnell den Wind aus den Segeln genommen ;)

Die Gründung der WASG durch Lafontaine, war gleichzeitig eine große Abspaltung von der SPD, damals gab es Massiven Mitglieder Schwund in der SPD und bis Heute "leidet" Praktisch die SPD durch DIE LINKE. Gäbe es Die Linke nicht, hätte die SPD locker 10% mehr an Wählerstimmen.

grüsse


o.k. ist bekannt.
Missverständnis.
Ich hatte deinen Satz so verstanden:
Sehr viele in der SPD, (also die jetzt in der SPD sind) waren früher in Führungspositionen bei den Linken und wechselten dann zur SPD.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon Selina » Do 18. Jan 2018, 14:32

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:23)

Auch hier nochmal, weil du es vorher nicht verstanden hast. Die Verhinderung von Schlimmeren kann kein Ziel sein. Als Ziel kann letztendlich nur eine Perspektive dienen. Also ein bewusst gewollter (positiv benannter) Zustand.


Nochmal: Es geht um was völlig anderes, als hier ständig vorgegaukelt wird. Bis jetzt sagt noch niemand was von einer neuen Partei. Falls das dann mal der Fall sein sollte, dann fangen wir nochmal neu an zu diskutieren. Im Moment gehts um was anderes: Um eine "linke Sammlungsbewegung", der sich viele verschiedene Parteien und Personen anschließen können, ohne ihre jeweilige Stamm-Parteimitgliedschaft aufgeben zu müssen, zum Beispiel linke Grüne, linke Sozialdemokraten, linke Christen. Das ist keine Parteineugründung. Da hast eher du ein Verständnis-Problem. Aber wie gesagt: Falls es übermorgen um eine Parteineugründung und nicht um das Bilden einer "linken Sammlungsbewegung" gehen sollte, dann können wir gerne nochmal reden.
Zuletzt geändert von Selina am Do 18. Jan 2018, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 18. Jan 2018, 14:37

Selina hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:32)

Nochmal: Es geht um was völlig anderes, als hier ständig vorgegaukelt wird. Bis jetzt sagt noch niemand was von einer neuen Partei. Falls das dann mal der Fall sein sollte, dann fangen wir nochmal neu an zu diskutieren. Im Moment gehts um was anderes: Um eine "linke Sammlungsbewegung", der sich viele verschiedene Parteien und Personen anschließen können, ohne ihre jeweilige Stamm-Parteimitgliedschaft aufgeben zu müssen. Das ist keine Parteineugründung. Da hast eher du ein Verständnis-Problem. Aber wie gesagt: Falls es übermorgen um eine Parteineugründung und nicht um das Bilden einer "linken Sammlungsbewegung" gehen sollte, dann können wir gerne nochmal reden.


auch nochmal, die Verhinderung von Schlimmeren kann kein Ziel sein, weder das einer Partei ... oder das einer neuen Bewegung.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon Selina » Do 18. Jan 2018, 14:40

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:37)

auch nochmal, die Verhinderung von Schlimmeren kann kein Ziel sein, weder das einer Partei ... oder das einer neuen Bewegung.


Jeder weiß, was ich mit "Verhindern von Schlimmeren" meine. Ich will keine österreichischen Verhältnisse oder gar Schlimmeres. Und viele Leute in meinem Umfeld wollen das auch nicht. Mit "Schlimmerem" meine ich selbstverständlich ein weiteres Erstarken der Neuen Rechten. Wohin das führen kann, weiß jeder. Und in bestimmten Phasen der Entwicklung kann auch ein "Verhindern von Schlimmeren" (wachsender Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass auf Minderheiten) durchaus eine temporäre Aufgabe sein.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 18. Jan 2018, 14:43

Selina hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:40)

Jeder weiß, was ich mit "Verhindern von Schlimmeren" meine. Ich will keine österreichischen Verhältnisse oder gar Schlimmeres.


Das ist aber gerade der Punkt. Am Beispiel Österreich sieht man ja sehr genau, was passiert, wenn Parteien (oder Bewegungen) ihre einzige Daseinsberechtigung nur darin sehen etwas zu verhindern, statt eben Perspektiven und Lösungen zu bieten.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon Selina » Do 18. Jan 2018, 14:50

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:43)

Das ist aber gerade der Punkt. Am Beispiel Österreich sieht man ja sehr genau, was passiert, wenn Parteien (oder Bewegungen) ihre einzige Daseinsberechtigung nur darin sehen etwas zu verhindern, statt eben Perspektiven und Lösungen zu bieten.


Keine Sorge: Um Perspektiven und Lösungen wird in der Linken gerade ausgiebig beraten und gestritten. Im Übrigen gibt es solche Bestrebungen zur Gründung "linker Sammlungsbewegungen" bereits schon länger in Europa. Die Medien berichten halt nur nicht über sie. Aber nochmal (ich spitze es mal bewusst zu): Um Faschismus zu verhindern, brauchts Leute, die sich erstmal "nur" mit genau diesem Ziel zusammentun. Die können politisch sehr unterschiedlich geprägt sein. Und können nach einer Weile unter Umständen auch wieder auseinandergehen.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 18. Jan 2018, 15:04

Selina hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:50)

Keine Sorge: Um Perspektiven und Lösungen wird in der Linken gerade ausgiebig beraten und gestritten. Im Übrigen gibt es solche Bestrebungen zur Gründung "linker Sammlungsbewegungen" bereits schon länger in Europa. Die Medien berichten halt nur nicht über sie. Aber nochmal (ich spitze es mal bewusst zu): Um Faschismus zu verhindern, brauchts Leute, die sich erstmal "nur" mit genau diesem Ziel zusammentun. Die können politisch sehr unterschiedlich geprägt sein. Und können nach einer Weile unter Umständen auch wieder auseinandergehen.


Auch hier nochmal. Wo wird denn da ausgiebig beraten und gestritten. Und wenn ja warum? Faschismus verhindern ist kein Ziel, dazu braucht es auch keine Leute die sich dazu zusammentun. Denn sie verlieren dass aus dem Auge, was wichtig ist. Eine Perspektive zu bieten. Ein Zustand der greifbar ist. Und ´der sich genau deswegen nicht nur in der Abwesenheit eines Zustandes (Faschismus) begründet.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Do 18. Jan 2018, 15:31

Es wäre ja letztlich eine inhaltliche Frage auch, nicht nur eine taktische.
Lafo und Wagenknecht haben da eigentlich nur zwei Dinge im Köcher - Personenkult rund um das dynamische Duo sowie eine Annäherung an die AfD. Das ist doch im Prinzip schon alles.

Und um die Fluchtwähler zurück zu gewinnen, darum bemüht sich beispielsweise auch eine CSU. Das ist keine "Sammelbewegung", meine Damen und Herren, das ist eine Sammelbüchse. Wähler sollen ihre Stimme spenden und aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon schokoschendrezki » Do 18. Jan 2018, 20:13

Selina hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:15)

Warst du das denn jemals? So, wie ich dich verstanden habe, gehörtest du noch nie einer an. Und wie gesagt: Die "Bewegung" oder der "Zusammenschluss", den ich meine, ist nicht für die Ewigkeit gedacht. Er dient dem temporären Verhindern von Schlimmeren. Es gibt Momente im Leben, wie zum Beispiel während eines so deutlichen hochgefährlichen Rechtsruckes, da kann es für eine Weile sogar dringend geboten sein, aus seinem Nonkonformisten-Dasein mal kurz herauszutreten und den reinen Beobachter-Status zu verlassen. Nur vorübergehend, um zu verhindern, was wir schon mal hatten. Das ist ein zutiefst liberaler und humanistischer Ansatz, der gar nicht mal vordergründig mit Linkssein zu tun haben muss. Deine Individualität gibst du damit ja nicht auf.

Das ist ja richtig. Genau deshalb, weil Leitfiguren der Partei "Die Linke" wie LaFontaine oder Wagenknecht Teil eben dieses Rechtsrucks sind, setze ich meine vorsichtige Wiederannäherung und Sympathie für die Positionen dieser Partei auch aus.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Realist2014 » Do 18. Jan 2018, 20:20

Der General hat geschrieben:(18 Jan 2018, 13:36)



Zu Beginn saßen in dem Führungsgremium der Partei DIE LINKE mehr Westdeutsche mit ehemaligen SPD Parteibuch als Ostdeutsche. Sämtliche und dümmliche SED Stasi Vergleiche wurden somit schnell den Wind aus den Segeln genommen ;)

Die Gründung der WASG durch Lafontaine, war gleichzeitig eine große Abspaltung von der SPD, damals gab es Massiven Mitglieder Schwund in der SPD und bis Heute "leidet" Praktisch die SPD durch DIE LINKE. Gäbe es Die Linke nicht, hätte die SPD locker 10% mehr an Wählerstimmen.

grüsse




die Partei DieLinke ist der offizielle Rechtsnachfolger der SED....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon schokoschendrezki » Do 18. Jan 2018, 20:28

Realist2014 hat geschrieben:(18 Jan 2018, 20:20)

die Partei DieLinke ist der offizielle Rechtsnachfolger der SED....

Das hat vermutlich (bin nicht sicher ...) auch mit der Übernahme von Parteivermögen, Immobilien usw. zu tun. Wenn man das ohne wenn und aber offen und ehrlich so sagen und schreiben würde ... ich wär der letzte der damit ein Problem hätte. Als wenn irgendeine politische Partei dieser Welt solche Fragen anders handhaben würde. Es gibt etwas anders. Tut mir leid, wenn das schon etwas ausgeleiert und eine ziemliche Weile her ist. Aber es gab bis auf den heutigen Tag keine klare Distanzierung von Seiten LaFontaines zu diesem (zigfach belegten) schrecklichen Zitat:
Der Staat ist verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter ihnen zu Billiglöhnen die Arbeitsplätze wegnehmen.

Wenn sich diese Partei nicht diametral und 100 Prozent davon (oder auch von der Person LaFontaines) distaziert ... ne. Dann kann ich auch gleich die AfD wählen. Schon allein die Formulierung "Familienväter und Frauen" ... immer wieder von neuem kann ich einfach nicht glauben dass das in den letzten hundert Jahren möglich gewesen sein soll. Deshalb vor allem nicht, weil LaFontaine nicht der Mann ist, der nicht ganz ganz ganz genau weiß, was er sagt, wenn er was sagt.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon schokoschendrezki » Do 18. Jan 2018, 21:05

Selina hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:50)

Keine Sorge: Um Perspektiven und Lösungen wird in der Linken gerade ausgiebig beraten und gestritten. Im Übrigen gibt es solche Bestrebungen zur Gründung "linker Sammlungsbewegungen" bereits schon länger in Europa. Die Medien berichten halt nur nicht über sie.

Und ob sie darüber berichten! Schon lange gibt es Berichte zu den Bemühungen Wagnenknechts/LaFontaines, mit einer linken Sammlungsbewegung "rechte Linke" einzufangen und zu binden. Als linker Linker werde ich alles tun, um diese schreckliche Dystopie irgendwie zu verhindern. Ich habe zuviel Konfrontationen mit dem völkischen SED-Nationalismus erlebt, um das nicht ernstzunehmen.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 19. Jan 2018, 00:26

Eine "Sammlung" hätte im Prinzip gar keinen anderen Inhalt als den Personenkult um das "Team Sahra". Es ist schon klar, dass Wagenknecht und Kipping bzw. Fraktion und Partei an dem einen Punkt überhaupt nicht zusammen passen, sondern mehr oder weniger gegenteilig sind. Aber sammlungstechnisch greift das doch nicht. Die Grünen sind eher humanistisch-internationalistisch - wie Kipping - und die SPD schlägt sich auf der So-lala-Ebene mit der Union herum. Aber die Sozialdemokratie wird sicherlich keinen Lafontaine zum Kaiser krönen.

Die Linke sollte erstmal den internen Machtkampf regeln und sich dann inhaltlich festlegen. Wer sind wir und was wollen wir, fragt ja schon der ansonsten wenig verlegene Augstein. Dazu zwei verschiedene Vorschläge:

1. Sozialdemokratisieren
In den Niederlanden hat eine Partei relative Erfolge, die vormals linkspopulistisch war. Wenn man schon die bessere SPD sein will, warum nicht gleich richtig ? Die SPD ist auch erst mit dem Godesberger Programm von 1959 zur Volkspartei geworden.

2. Links werden
Die MLPD lehnt nicht nur den Westen (traditionell) ab, sondern darüber hinaus auch Putins "Neoimperialismus" - inklusive der Krim-Besetzung. DAS ist links.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon Selina » Fr 19. Jan 2018, 14:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Jan 2018, 20:13)

Das ist ja richtig. Genau deshalb, weil Leitfiguren der Partei "Die Linke" wie LaFontaine oder Wagenknecht Teil eben dieses Rechtsrucks sind, setze ich meine vorsichtige Wiederannäherung und Sympathie für die Positionen dieser Partei auch aus.


Die beiden sind selbstverständlich nicht Teil dieses Rechtsruckes. Abenteuerliche These. Diese berühmt-berüchtigte Fremdarbeiter-Rede von vor vielen Jahren hat Lafontaine hundertmal erklärt, begründet und detailliert veranschaulicht, was er damit meinte, und auch einzelne Formulierungen längst zurückgenommen. Und beide sind natürlich nicht gegen die Integration der Flüchtlinge mit Bleiberecht, sondern sie sind dafür, die soziale Frage übergreifend zu stellen: Sie betrifft nun mal alle armen bzw. von Armut bedrohten Leute, einschließlich Flüchtlinge. Es muss generell eine andere Sozialpolitik gemacht werden, nicht so etwas Neoliberales wie die Agenda 2010, die einzig und alleine auf Unternehmerseite Erfolge gebracht hat. Auf der anderen Seite steht seit Schröder ein immenser Anstieg der prekären Arbeit zu Buche, womit Deutschland einen traurigen Spitzenplatz in Europa belegt. Und zu schauen, dass endlich eine vernünftige Fluchtursachenbekämpfung vor Ort angeschoben wird, ist auch in Ordnung. Da gehört auch schon mal Hilfe in der Form eines Marshallplanes dazu. Das kostet weitaus mehr Geld, als für Entwicklungshilfe eingeplant wird. Leisten könnte es sich Deutschland durchaus. Genauso, wie endlich wieder eine Vermögenssteuer einzuführen, die es bis in die 90er ja noch gab ganz selbstverständlich. All das ist natürlich kein Rechtsruck, ganz im Gegenteil.
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon Selina » Fr 19. Jan 2018, 14:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Jan 2018, 21:05)

Und ob sie darüber berichten! Schon lange gibt es Berichte zu den Bemühungen Wagnenknechts/LaFontaines, mit einer linken Sammlungsbewegung "rechte Linke" einzufangen und zu binden. Als linker Linker werde ich alles tun, um diese schreckliche Dystopie irgendwie zu verhindern. Ich habe zuviel Konfrontationen mit dem völkischen SED-Nationalismus erlebt, um das nicht ernstzunehmen.


Mal abgesehen davon, dass das Attribut "völkisch" im Zusammenhang mit der SED der reinste Blödsinn ist und viele der zum Teil auch sehr kritischen Parteimitglieder von damals (ja, auch solche gabs) stark diffamiert, hat die heutige Linke nun wahrlich nichts mehr mit der stalinistischen SED zu tun. Absolut nichts. Bei meiner Familiengeschichte, die ich hier schon mehrfach andeutete, könnte ich niemals Sympathien für die Linke entwickeln, wenn da noch eine SED-Nähe wäre.
Zuletzt geändert von Selina am Fr 19. Jan 2018, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei

Beitragvon Der General » Fr 19. Jan 2018, 14:20

jorikke hat geschrieben:(18 Jan 2018, 14:27)

o.k. ist bekannt.
Missverständnis.
Ich hatte deinen Satz so verstanden:
Sehr viele in der SPD, (also die jetzt in der SPD sind) waren früher in Führungspositionen bei den Linken und wechselten dann zur SPD.
Shit happens, nix für unflott.


Kein Problem !

Realist2014 hat geschrieben:(18 Jan 2018, 20:20)

die Partei DieLinke ist der offizielle Rechtsnachfolger der SED....


Ja aber nur formal-rechtlich gesehen. Bei einer Auflösung und anschließender Neugründung, hätte man nicht an den bevorstehenden Wahlen antreten können.

Desweiteren für Dich weitere Informationen:

Die Geschichte der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) beginnt mit dem Rücktritt der SED-Parteiführung und der auf dem Parteitag am 8. und 9. Dezember 1989 getroffenen Entscheidung, die Partei nicht aufzulösen, sondern sie unter neuem Namen (SED/PDS, ab Februar 1990 PDS) fortbestehen zu lassen. Die Bezeichnung SED-Nachfolgepartei trifft auf die PDS nur in einem formal-rechtlichen, nicht aber im politischen Sinne zu, da sich die Partei schon bei ihrer Gründung vom zentralen Dogma der früheren Staatspartei - dem Wahrheitsanspruch der marxistisch-leninistischen Ideologie - verabschiedet hatte


http://www.bpb.de/politik/grundfragen/p ... geschichte
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Re: "Lafontaine plädiert für neue linke Volkspartei"

Beitragvon Der General » Fr 19. Jan 2018, 14:31

Selina hat geschrieben:(19 Jan 2018, 14:08)

Die beiden sind selbstverständlich nicht Teil dieses Rechtsruckes. Abenteuerliche These. Diese berühmt-berüchtigte Fremdarbeiter-Rede von vor vielen Jahren hat Lafontaine hundertmal erklärt, begründet und detailliert veranschaulicht, was er damit meinte, und auch einzelne Formulierungen längst zurückgenommen. Und beide sind natürlich nicht gegen die Integration der Flüchtlinge mit Bleiberecht, sondern sie sind dafür, die soziale Frage übergreifend zu stellen: Sie betrifft nun mal alle armen bzw. von Armut bedrohten Leute, einschließlich Flüchtlinge. Es muss generell eine andere Sozialpolitik gemacht werden, nicht so etwas Neoliberales wie die Agenda 2010, die einzig und alleine auf Unternehmerseite Erfolge gebracht hat. Auf der anderen Seite steht seit Schröder ein immenser Anstieg der prekären Arbeit zu Buche, womit Deutschland einen traurigen Spitzenplatz in Europa belegt. Und zu schauen, dass endlich eine vernünftige Fluchtursachenbekämpfung vor Ort angeschoben wird, ist auch in Ordnung. Da gehört auch schon mal Hilfe in der Form eines Marshallplanes dazu. Das kostet weitaus mehr Geld, als für Entwicklungshilfe eingeplant wird. Leisten könnte es sich Deutschland durchaus. Genauso, wie endlich wieder eine Vermögenssteuer einzuführen, die es bis in die 90er ja noch gab ganz selbstverständlich. All das ist natürlich kein Rechtsruck, ganz im Gegenteil.


Ein sehr guter Beitrag :thumbup:

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