Was wollen die Grünen?

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MäckIntaier
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon MäckIntaier » Sa 20. Okt 2018, 22:27

Brainiac hat geschrieben:(20 Oct 2018, 18:39)

Glaube ich nicht. Wer stellt sicher, dass die, die an den Schalthebeln der zentralen Steuerung sitzen, überhaupt irgend etwas für "umweltpolitisch notwendig" erachten, was über ihren eigenen Machterhalt hinausgeht?


Es gibt auch dort keine Garantie. Um ein letztes Mal China zu bemühen: Im Zweifelsfall steht dort die Fabrik still, wenn bei einem Großereignis kein Smog auftreten soll. Es lohnt auch ein Blick in die in den jeweiligen Fünfjahresplänen fortgeschriebenen verfassungsrechtlichen Bestimmungen, wonach inzwischen mehr als ein Drittel des Landes Waldfläche sein muss.

Es geht hier aber nicht um China als solches, sondern nur darum, dass im Falle von Notwendigkeiten von der Politikseite aus die Diktatur schneller handeln kann und wird. Die Einwände von immer noch-ratlos über die Nachteile von Diktaturen habe ich gelesen, und sehe das etwas anderes. Am Ende, scheint mir, ist der Zwang zum mühsamen Konsens in immer größeren Einheiten (wie EU) ebenso zeitraubend wie die mögliche Ignoranz von Diktaturen. In der Demokratie in den von der Globalisierung erzwungenen Großeinheiten wird der Zeitverlust immer größer. Der Vorteil liegt umgekehrt in dem, was immernoch_ratlos als "schleichende Entwicklung" für mich durchaus nachvollziehbar beschreibt. Da dieser Tage im Kino der Film Wackersdorf läuft: Dort war es am Ende nicht die Politik, sondern die tatsächlich die schnöde Kosten-Nutzen-Rechnung, die entschieden hatte. Solche Entwicklungen unabhängig von Politik sind in Diktaturen wiederum schwer bis nicht möglich. Während eben hierzulande von der Politik über die Sonntagsrede hinaus keine ernsthaften neuen Standards durchgesetzt werden können.

Brainiac hat geschrieben:(20 Oct 2018, 18:39)
Nun sind wir hier in einem Strang, in dem es um die Partei "Die Grünen" geht. Du hast mich zitiert und dich dabei so geäußert, dass bei mir der Eindruck entstanden war, du hieltest es für sinnlos, Die Grünen zu wählen, da demokratische Systeme grundsätzlich unfähig seien, umweltpolitisch, zumindest bei Thema "Klimaschutz", maßgebliche Verbesserungen zu bewirken. Daher habe ich mal nachgefragt, um zu klären, ob ich dich da richtig interpretiere und was eigentlich deine Position dazu ist, wir sind hier ja im Parteienforum. Bislang allerdings erfolglos, deine Beiträge machen auf mich einen eher fatalistisch/unverbindlichen Eindruck und könnten auch von einem überzeugten Nichtwähler stammen. :|


Eine Position zu den Grünen? Solche persönlichen Positionierungsfragen sind immer äußerst unspannend, da sie über eine Kategorisierung einer Person hinaus keinen sachdienlichen Mehrwert liefern. Die Grünen mögen strengere klimapolitische Konzepte als die FDP vertreten, am Ende in der Regierung würden auch sie den großen Wurf nicht durchsetzen können. Jedenfalls gegenwärtig nicht, wenn tatsächlich künftig überall drei Parteien für eine Regierungsbildung notwendig sein werden. Auf die Ausgangsfrage bezogen scheint das auch eher sekundär. Die Grünen wollen wieder regieren, das ist das Primäre und das, wofür Parteien gegründet werden.
If voting made any difference they wouldn't let us do it. (Mark Twain)
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Brainiac
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Brainiac » Sa 20. Okt 2018, 22:37

Schon gut. ;)
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon KarlRanseier » Sa 20. Okt 2018, 23:01

Großer Adler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 23:15)

Liebe grünen Mitstreiter, eine Frage. Was ist ökologischer? Ich besitze ein 28 Jahre altes Auto seit 11 Jahren. Wäre es sinvoll in ein neues Auto zu investieren? Nebenbei bemerkt verursacht jedes produzierte KfZ, wenn man von einer Mittelklasse ausgeht, etwa 70to Schrott. Ist es sinnvoll, sich alle 2-5 Jahre ein Auto zu kaufen? Ist es sinnvoll Nachhaltigkeit und Abnutzung zu ignorieren, nur dass man derzeit ein aktuell grünes gefährt führt? Erklärt mir das mal. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Grüne radikal neue ökologischere Autos auf den Markt bringen wollen, ohne daran zu denken was die Massenproduktion für Umweltschäden verursachen kann. Ich steh echt sufn Schlauch, geht es euch um Umweltschutz oder grünen Massenkonsum?



Natürlich ist es weder ökologisch, noch ökonomisch sinnvoll, sich aller 5 Jahre ein neues Auto zu kaufen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass jemals ein Grüner soetwas gefordert hat.

Trotzdem sollten Autos, die heute produziert werden, ökologisch sinnvoller sein als Autos von vor 30 Jahren, denn schließlich haben zumindest die Grünen verstanden, dass ein "Weiter so!" nicht in unserem Interesse ist.
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Großer Adler » So 21. Okt 2018, 00:32

KarlRanseier hat geschrieben:(21 Oct 2018, 00:01)

Natürlich ist es weder ökologisch, noch ökonomisch sinnvoll, sich aller 5 Jahre ein neues Auto zu kaufen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass jemals ein Grüner soetwas gefordert hat.

Trotzdem sollten Autos, die heute produziert werden, ökologisch sinnvoller sein als Autos von vor 30 Jahren, denn schließlich haben zumindest die Grünen verstanden, dass ein "Weiter so!" nicht in unserem Interesse ist.


Ja, logisch sollten die derzeit verkauften Autos dem neuesten ökologischen Standards entsprechen. Aber ist es ebenso Grün, Massen zu verschrotten, um Massen auf den Markt zu bringen?
Gibts dazu ne Haltung oder eher nicht?
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon jorikke » So 21. Okt 2018, 09:13

Großer Adler hat geschrieben:(20 Oct 2018, 23:15)

Liebe grünen Mitstreiter, eine Frage. Was ist ökologischer? Ich besitze ein 28 Jahre altes Auto seit 11 Jahren. Wäre es sinvoll in ein neues Auto zu investieren? Nebenbei bemerkt verursacht jedes produzierte KfZ, wenn man von einer Mittelklasse ausgeht, etwa 70to Schrott. Ist es sinnvoll, sich alle 2-5 Jahre ein Auto zu kaufen? Ist es sinnvoll Nachhaltigkeit und Abnutzung zu ignorieren, nur dass man derzeit ein aktuell grünes gefährt führt? Erklärt mir das mal. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Grüne radikal neue ökologischere Autos auf den Markt bringen wollen, ohne daran zu denken was die Massenproduktion für Umweltschäden verursachen kann. Ich steh echt sufn Schlauch, geht es euch um Umweltschutz oder grünen Massenkonsum?


Man soll dir also etwas erklären?
Dann fang du mal damit an.
Erkläre z.B. mal, wie ein Mittelklassewagen der etwa 1,4t = 1400kg wiegt im Falle Ablebens plötzlich das 50-fache, 70t= 70.000kg Schrott ergibt ?
Und jetzt erkläre ich die mal warum es sinnvoll ist sich alle 2-5 Jahre ein neues Auto zu kaufen.
In Deutschland werden jährlich etwa 3,4 Millionen Neuwagen zugelassen. Davon 2,2 M Geschäftswagen und 1,2 M privat.
Der KFZ Bestand in Deutschland beträgt etwa 42 Millionen Stück.
Die durchschnittliche Lebenszeit eines PKW´s beträgt ca. 18 Jahre.
D.h. nur etwa alle 18 Jahre wird ein PKW ersetzt.
Die von dir zusammenhanglos reingewürfelten 2-5 Jahre sind reiner Quatsch und beziehen sich nur auf einen ganz kleinen Teil des Bestandes.
Der ist aber sehr wichtig, die 2-5 Jahre alten Autos, die dann ersetzt werden, stehen dann dem Gebrauchtwagenmarkt zur Verfügung und damit all denen, die sich vernünftigerweise nicht alle 2-5 Jahre ein neues Auto leisten können oder wollen.
Als ich um 1990 Potsdam besuchte war ich erschrocken wie die Stadt aussah. Allüberall Schrottimmobilien.
Möchtest du diese Zustand auf den PKW Markt übertragen?
Schrottautos allüberall ?
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Julian » So 21. Okt 2018, 09:16

Die Grünen stehen für Emotionen statt Rationalität, für mehr Bevormundung durch den Staat statt eigenes Denken, und überhaupt für mehr Gesetze, Regelungen, und Einschränkungen.

Sie kämpfen gegen alle neue Technologien, die ihnen nicht ins ideologische Konzept passen. In den Achtzigerjahren standen die Kerntechnik und die Molekularbiologie im Vordergrund: So verhinderte die erste Landesregierung unter Beteiligung der Grünen erfolgreich die gentechnische Herstellung von Insulin bei Hoechst in Deutschland - zu Lasten der Patienten und der deutschen Pharmaindustrie.

Auch die elektronische Datenverarbeitung, insbesondere in Zusammenhang mit biomedizinischer Forschung, ist den Grünen ein Dorn im Auge; sie setzen auf einen absurden Datenschutz und behindern so aktiv die Forschung. Ergänzt wird diese Behinderung durch einen Tierschutz, der die Grundlagenforschung immer weiter knebelt und dafür sorgt, dass immer mehr Forschung in die USA und nach China abwandert.

Wenn Technologien gefördert werden, dann geschieht dies aus ideologischen, nicht pragmatisch-rationalen Gründen, und basiert auf Milchmädchenrechnungen. So weiß ja jeder (außer die Grünen), dass die Solartechnologie in ihrer bisherigen Form nicht geeignet ist, in Deutschland großflächig angewandt zu werden; die Gesamtrechnung, auch die Ökobilanz, ist negativ. Trotzdem wird sie gefördert und produziert toxischen Müll und hohe Kosten, die anderswo effizienter eingesetzt werden könnten. Die Dämmung von Häusern ist auch so ein Witz: Jeder weiß, dass die Fassaden dahinter verschimmeln, mal ganz abgesehen vom kunsthistorischen Verlust durch die Verschandelung vieler Altbauten.

Dass all die Regelungen und Vorschriften das Leben teuer machen, ist den Grünen egal. Wer die Wohnungsnot in Deutschland lindern möchte, müsste Bauen einfacher machen, und nicht komplizierter und teurer. Wer die Lebenshaltungskosten senken möchte, darf die Verbraucher nicht durch absurde Strompreise durch das EEG belasten, oder Industrieprodukte verteuern durch immer mehr Regelungen, Vorschriften und ein Heer an Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

Ganz wichtig ist den Grünen auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Sie wollen, dass man nur noch politisch Korrektes sagen darf, unabhängig vom Wahrheitsgehalt. Dieses irrationale Denken hat teilweise magische Elemente, die es verbieten, Tabus zu benennen.

Zentral ist auch der Hass der Grünen auf Deutschland und die deutsche Kultur. Deswegen soll eine Masseneinwanderung die deutsche Gesellschaft von Grund auf verändern. Es geht darum, dass die ethnisch Deutschen in eine Minderheitenrolle kommen, und dass alle möglichen Kulturen, nur nicht die deutsche (die ja gar nicht existiert!), gefördert werden im Sinne einer Multi-Kulti-Ideologie.

Die Grünen haben enge Verbindungen zur linksextremistischen Szene, auch zu gewaltbereiten Banden, ja, sogar zu terroristischen Organisationen (falls das jemand hier zensieren will, ein Beispiel: Ströbele und die RAF, die Grüne Jugend und die Antifa; auf Wunsch bringe ich Belege). Dies wird von den Medien in der Regel nicht hinterfragt oder kritisiert, da die meisten Journalisten starke Sympathien für die Grünen haben und nicht an einer objektiven Darstellung interessiert sind, sondern vielmehr daran, die Grünen stärker zu machen.

All dies wird zusammengehalten durch ein Gefühl der moralischen Überlegenheit, das es erlaubt, den politischen Gegner zu entmenschlichen, und, so vermute ich, auch knallhart zu verfolgen, wenn die Macht einmal erobert ist.

Grüne finden sich im übrigen nicht mehr nur in der Partei dieses Namens, sondern auch in anderen Parteien, insbesondere der CDU. Sie sind damit im Besitz der Deutungshoheit; ohne sie geht nichts mehr in Deutschland.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Senexx » So 21. Okt 2018, 09:19

Die Masseneinwanderung als Ziel gründet sich weniger auf den Hass auf Deutschland, sondern hauptsächlich auf die Nachfrage nach einer neuen Dienstbotenklasse.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Großer Adler » So 21. Okt 2018, 11:18

jorikke hat geschrieben:(21 Oct 2018, 10:13)

Man soll dir also etwas erklären?
Dann fang du mal damit an.
Erkläre z.B. mal, wie ein Mittelklassewagen der etwa 1,4t = 1400kg wiegt im Falle Ablebens plötzlich das 50-fache, 70t= 70.000kg Schrott ergibt ?
Und jetzt erkläre ich die mal warum es sinnvoll ist sich alle 2-5 Jahre ein neues Auto zu kaufen.
In Deutschland werden jährlich etwa 3,4 Millionen Neuwagen zugelassen. Davon 2,2 M Geschäftswagen und 1,2 M privat.
Der KFZ Bestand in Deutschland beträgt etwa 42 Millionen Stück.
Die durchschnittliche Lebenszeit eines PKW´s beträgt ca. 18 Jahre.
D.h. nur etwa alle 18 Jahre wird ein PKW ersetzt.
Die von dir zusammenhanglos reingewürfelten 2-5 Jahre sind reiner Quatsch und beziehen sich nur auf einen ganz kleinen Teil des Bestandes.
Der ist aber sehr wichtig, die 2-5 Jahre alten Autos, die dann ersetzt werden, stehen dann dem Gebrauchtwagenmarkt zur Verfügung und damit all denen, die sich vernünftigerweise nicht alle 2-5 Jahre ein neues Auto leisten können oder wollen.
Als ich um 1990 Potsdam besuchte war ich erschrocken wie die Stadt aussah. Allüberall Schrottimmobilien.
Möchtest du diese Zustand auf den PKW Markt übertragen?
Schrottautos allüberall ?


https://www.vcoe.at/service/fragen-und- ... verbraucht
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Brainiac » So 21. Okt 2018, 14:44

Julian hat geschrieben:(21 Oct 2018, 10:16)
[...]

Vielen Dank für diese neutrale, sachliche und emotionsfreie Analyse. :) Das hat mir jetzt endlich die Augen geöffnet über diese verabscheuungswürdige Partei. Ist zwar nicht alles so wirklich aktuell, aber was heißt das schon, die ändern sich doch sowieso nicht.

Nur eine kleine Bitte, wenn du das zum Verständnis vielleicht ein wenig mit konkreten Zitaten aus dem letzten Bundeswahlprogramm unterlegen könntest - beispielsweise das mit dem "absurden Datenschutz". Auch einige wissenschaftlich fundierte Belege deiner Ausführungen, ua. zur grundsätzlichen Nachteiligkeit von Solartechnik wie Wärmedämmung in Deutschland, wären hilfreich. Danke im voraus. :thumbup:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon PeterK » So 21. Okt 2018, 14:58

Julian hat geschrieben:(21 Oct 2018, 10:16)
All dies wird zusammengehalten durch ein Gefühl der moralischen Überlegenheit, das es erlaubt, den politischen Gegner zu entmenschlichen, und, so vermute ich, auch knallhart zu verfolgen, wenn die Macht einmal erobert ist.

In BaWü ist IMO bereits "die Macht erobert". Werden rechtsbraun-versiffte Monokultis dort "knallhart verfolgt"?
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon jorikke » So 21. Okt 2018, 16:47



Mein Gott, du bist ja noch unbedarfter als es dein Text vermuten lässt.
Solch ein Text, wie du ihn eingestellt hast, ist lediglich geeignet bei unwissenden Menschen Angstgefühle zu erzeugen. Es gibt offensichtlich interessierte Kreise, die daran Interesse haben.
Zunächst ein Beispiel für die Art solcherlei mathematischer Radschläge.
Lies doch mal bitte bei Google nach, wieviel Wasser für die Herstellung einer einzigen Jeans gebraucht wird.
Ich schreibe es schon mal auf:
41% Regenwasser=11000 Liter
42% Künstlich Bewässerung der Baumwollfelder = 11500 Liter
14 % Verdünnung der verschmutzten Abwässer = 3000 Liter
Summa summarum 25 000 Liter Wasser für die Herstellung einer einzigen Hose.
25m³ Wasser wiegen 25 Tonnen.
Eine Jeans ca. 2,5 kg.
Das heißt, für die Herstellung einer Jeans wird sogar das 10.000-fache Materialgewicht verbraten. In deinem Beispiel war es ja nur das 50-fache.
Der Fehler bei solch einer haarsträubenden Rechnung liegt schon im ersten Satz deines Links.
Ich habe bewusst von "gebraucht" und nicht von "verbraucht" geschrieben.
Wasser kann man nicht verbrauchen, seit Millionen von Jahren kommt es über den Kreislauf regnen/verdunsten immer wieder zurück.
Die Menge bleibt gleich.
… und wenn es zwischendurch mal "benutzt" wird, was soll´s?
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Julian » So 21. Okt 2018, 17:21

Brainiac hat geschrieben:(21 Oct 2018, 15:44)

Vielen Dank für diese neutrale, sachliche und emotionsfreie Analyse. :) Das hat mir jetzt endlich die Augen geöffnet über diese verabscheuungswürdige Partei. Ist zwar nicht alles so wirklich aktuell, aber was heißt das schon, die ändern sich doch sowieso nicht.


Ach, Sie sind nur an kurzfristigen Entwicklungen interessiert und nicht etwa an langfristigen Prozessen und tieferliegenden Ideologien? Das ist schade, denn nur auf mittlere und lange Sicht werden die Schäden, die die Grün*Innen verursachen, voll wirksam. Wenn Sie das nicht wissen, oder offenbar: nicht wissen wollen, dann können Sie sich wohl nicht erklären, warum Deutschland in vielerlei Hinsicht hoffnungslos den USA hinterherhinkt. Oder Sie bekommen gar nicht mit, dass Deutschland auf vielen Feldern inzwischen vollkommen abgehängt ist.

Brainiac hat geschrieben:(21 Oct 2018, 15:44)
Nur eine kleine Bitte, wenn du das zum Verständnis vielleicht ein wenig mit konkreten Zitaten aus dem letzten Bundeswahlprogramm unterlegen könntest - beispielsweise das mit dem "absurden Datenschutz". Auch einige wissenschaftlich fundierte Belege deiner Ausführungen, ua. zur grundsätzlichen Nachteiligkeit von Solartechnik wie Wärmedämmung in Deutschland, wären hilfreich. Danke im voraus. :thumbup:


Die Grün*Innen stehen für mehr red tape in jeder Hinsicht. An der Datenschutzgrundverordnung, die alles komplexer und teurer macht, waren sie federführend beteiligt, und sind sogar noch stolz darauf.

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU ist seit 25. Mai 2016 in Kraft und wird ab dem 25. Mai 2018 angewendet werden. Hier finden sich alle wichtigen Informationen zu diesem großen Schritt hin zu einem EU-weit einheitlichen und durchsetzungsfähigen Datenschutz und starken Bürger- und Verbraucherrechten im digitalen Leben von Morgen.

Das ist ein klarer Grüner Erfolg: Die EU-Datenschutz-Grundverordnung ist künftig DAS einheitliche, starke Datenschutzgesetz für alle 500 Millionen BürgerInnen der Europäischen Union.

https://www.janalbrecht.eu/2018/05/2012 ... utzreform/

Dank der Grün*Innen bekommen Sie jetzt beim nächsten Arztbesuch ein weiteres Formular ausgehändigt, das Sie unterschreiben sollen. So geht Entbürokratisierung...nicht. Und denken Sie nur nicht, die Kosten, die durch diesen Unsinn bei mir und vielen anderen entstanden sind, würden nicht irgendwo wieder auftauchen. Außerdem gibt es verborgene Folgen; so wird eben nun der Umgang mit Daten von Patienten teurer und komplizierter werden, was die Forschung erschwert.

Und wenn sich die Grün*Innen durchgesetzt hätten, wäre es sogar noch schlimmer gekommen, siehe hier:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812132.pdf

Dazu brauche ich kein Parteiprogramm, das ist konkrete Politik, die hier von diesen Ideologen gemacht wird.

Zum Dämmwahn hier ein Artikel:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mei ... 33587.html

Zur Photovoltaik hier:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/h ... 65573.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u ... 79062.html

Bei der Diskussion um die AfD wird übrigens auch kaum auf das Programm eingegangen. Wieso sollte ich mir also den Schmonzes von den Grünen antun, wenn ich doch ihre tägliche Politik seit Jahrzehnten beobachten kann?
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Großer Adler » So 21. Okt 2018, 19:29

jorikke hat geschrieben:(21 Oct 2018, 17:47)

Mein Gott, du bist ja noch unbedarfter als es dein Text vermuten lässt.
Solch ein Text, wie du ihn eingestellt hast, ist lediglich geeignet bei unwissenden Menschen Angstgefühle zu erzeugen. Es gibt offensichtlich interessierte Kreise, die daran Interesse haben.
Zunächst ein Beispiel für die Art solcherlei mathematischer Radschläge.
Lies doch mal bitte bei Google nach, wieviel Wasser für die Herstellung einer einzigen Jeans gebraucht wird.
Ich schreibe es schon mal auf:
41% Regenwasser=11000 Liter
42% Künstlich Bewässerung der Baumwollfelder = 11500 Liter
14 % Verdünnung der verschmutzten Abwässer = 3000 Liter
Summa summarum 25 000 Liter Wasser für die Herstellung einer einzigen Hose.
25m³ Wasser wiegen 25 Tonnen.
Eine Jeans ca. 2,5 kg.
Das heißt, für die Herstellung einer Jeans wird sogar das 10.000-fache Materialgewicht verbraten. In deinem Beispiel war es ja nur das 50-fache.
Der Fehler bei solch einer haarsträubenden Rechnung liegt schon im ersten Satz deines Links.
Ich habe bewusst von "gebraucht" und nicht von "verbraucht" geschrieben.
Wasser kann man nicht verbrauchen, seit Millionen von Jahren kommt es über den Kreislauf regnen/verdunsten immer wieder zurück.
Die Menge bleibt gleich.
… und wenn es zwischendurch mal "benutzt" wird, was soll´s?


Zurück zum Thema: "...ein Neuwagen etwa einen Liter weniger pro 100 Kilometer, kompensiert er bei einer jährlichen Kilometerleistung von 10.000 Kilometern erst nach 20 Jahren Betrieb jene Menge Treibhausgase, die bei der Produktion des Fahrzeugs verursacht wurde."
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Brainiac » So 21. Okt 2018, 19:59

Julian hat geschrieben:(21 Oct 2018, 18:21)

Ach, Sie sind nur an kurzfristigen Entwicklungen interessiert und nicht etwa an langfristigen Prozessen und tieferliegenden Ideologien? Das ist schade, denn nur auf mittlere und lange Sicht werden die Schäden, die die Grün*Innen verursachen, voll wirksam. Wenn Sie das nicht wissen, oder offenbar: nicht wissen wollen, dann können Sie sich wohl nicht erklären, warum Deutschland in vielerlei Hinsicht hoffnungslos den USA hinterherhinkt. Oder Sie bekommen gar nicht mit, dass Deutschland auf vielen Feldern inzwischen vollkommen abgehängt ist.

Das ist natürlich ein Argument. Und ja, D ist zB in der Softwareindustrie klar abgehängt, das weiß ich wohl. Auf die Grünen habe ich das noch nie zurückgeführt, da es ja aus mangelnden/falschen Weichenstellungen vor 2-3 Jahrzehnten resultiert, aber sicher kann, ja MUSS das so sein. Was sind schon Prozentpunkte. Die Volksparteien mit ihren damals noch 70-80% konnten sich des schädlichen Einflusses der Grünen einfach nicht erwehren und sind selbst sicher nicht wirklich verantwortlich.

Die Grün*Innen stehen für mehr red tape in jeder Hinsicht. An der Datenschutzgrundverordnung, die alles komplexer und teurer macht, waren sie federführend beteiligt, und sind sogar noch stolz darauf.
https://www.janalbrecht.eu/2018/05/2012 ... utzreform/
Dank der Grün*Innen bekommen Sie jetzt beim nächsten Arztbesuch ein weiteres Formular ausgehändigt, das Sie unterschreiben sollen. So geht Entbürokratisierung...nicht. Und denken Sie nur nicht, die Kosten, die durch diesen Unsinn bei mir und vielen anderen entstanden sind, würden nicht irgendwo wieder auftauchen. Außerdem gibt es verborgene Folgen; so wird eben nun der Umgang mit Daten von Patienten teurer und komplizierter werden, was die Forschung erschwert.

Und wenn sich die Grün*Innen durchgesetzt hätten, wäre es sogar noch schlimmer gekommen, siehe hier:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812132.pdf

Unfassbar, was diese Brüder mit ihren 8-10% in der Opposition (national wie europaweit) alles angerichtet haben. Die großen Parteien waren völlig machtlos dagegen. :| Und selbst die FDP ist voll infiziert und grün indoktriniert. https://www.fdp.de/thema/datenschutz

Dazu brauche ich kein Parteiprogramm, das ist konkrete Politik, die hier von diesen Ideologen gemacht wird.

Vollstes Verständnis. Etwas so Komplexes wie ein Wahlprogramm zu lesen und im Zusammenhang zu verstehen, oder gar zur Untermauerung eigener Thesen zu zitieren, ist sicher nicht jedermanns Sache.


Ja, solch ein hochwissenschaftlicher Artikel der bekannterweise den Grünen nahestehenden FAZ ist tatsächlich ein starkes Argument. Was sind da schon scheinbar fundierte Stellungnahmen wie diese hier: https://www.ibp.fraunhofer.de/content/dam/ibp/de/documents/Kompetenzen/energieeffizienz-und-raumklima/EER-Projekte/positionspapier-waermedaemmung/2014-02_Positionspapier-Waermedaemmung_Auflage2.pdf, wenn für die FAZ ein Architekt aus Franken und ein Ökonomieprofessor aus Berlin endlich die Wahrheit auf den Tisch bringen.


Und wieder die FAZ – wenn wir die nicht hätten. Diese Artikel belegen zwar in keiner Weise, dass die Ökobilanz der Solarenergie negativ sei, wie von dir oben geschrieben, aber wird schon so sein.

Bei der Diskussion um die AfD wird übrigens auch kaum auf das Programm eingegangen. Wieso sollte ich mir also den Schmonzes von den Grünen antun, wenn ich doch ihre tägliche Politik seit Jahrzehnten beobachten kann?

Aus deinem Munde ein interessanter Hinweis. Man darf das Programm der AfD also tatsächlich für irrelevant erachten, gut, dass du das bei der Gelegenheit mal bestätigst.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon jorikke » Mo 22. Okt 2018, 07:27

Großer Adler hat geschrieben:(21 Oct 2018, 20:29)

Zurück zum Thema: "...ein Neuwagen etwa einen Liter weniger pro 100 Kilometer, kompensiert er bei einer jährlichen Kilometerleistung von 10.000 Kilometern erst nach 20 Jahren Betrieb jene Menge Treibhausgase, die bei der Produktion des Fahrzeugs verursacht wurde."


Die Ökobilanz ist also besser als bei deiner alten Karre.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Großer Adler » Mo 22. Okt 2018, 07:38

jorikke hat geschrieben:(22 Oct 2018, 08:27)

Die Ökobilanz ist also besser als bei deiner alten Karre.


Meine alte Karre (derzeit stillgelgt) verbraucht 1,5L/ 100km weniger, als das Folgemodell bei gleicher Motorisierung (9 Jahre jünger), welchen ich derzeit fahre.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 22. Okt 2018, 08:53

Interessanter Link von Großer Adler.

Zwar fehlt mir für die 70 Tonnen welche für die Produktion eines einzigen PKW von durchschnittlich 1,5 Tonnen "Endgewicht", eine genaue Aufstellung was da wo "benötigt" wird, was sicher sehr interessant wäre. Vielleicht findet ja noch jemand diese Einzelheiten. Dennoch, man sollte per Zitat "quasi gezwungen sein" den Text besser komplett lesen zu müssen :
Quelle hat geschrieben:Für die Produktion eines einzigen Autos, das durchschnittlich 1,5 Tonnen wiegt, werden im Schnitt 70 Tonnen Materialien und Ressourcen verbraucht.

Je nach Gesamtfahrleistung entstehen 15 bis 20 Prozent der CO2-Emissionen bei der Produktion eines Pkw und ein Prozent beim Recycling. Was beim Betrieb eines Fahrzeugs verbraucht und emittiert wird, ist also nur ein Teil der Ressourcen- und Schadstoffbilanzen von Fahrzeugen.

Während die Automobilindustrie die Effizienz der Motoren verbessert, wurden die Fahrzeuge in den Jahren 1980 bis 2010 um 30 bis 50 Prozent schwerer. Nur ein Teil der technisch erreichten Effizienzsteigerung der Motoren wirkt sich daher auf einen niedrigeren Spritverbrauch aus, da mehr Masse transportiert werden muss.

Und selbst wenn das neue Auto weniger Treibstoff verbraucht, bedeutet das über seinen Lebenszyklus hinweg betrachtet noch keine verbesserte ökologische Bilanz. Verbraucht ein Neuwagen etwa einen Liter weniger pro 100 Kilometer, kompensiert er bei einer jährlichen Kilometerleistung von 10.000 Kilometern erst nach 20 Jahren Betrieb jene Menge Treibhausgase, die bei der Produktion des Fahrzeugs verursacht wurde.

Dazu kommen noch Schädigungen durch die Verkehrsinfrastruktur (Straße und Schiene) selbst. Energie und Wasser werden verbraucht, der Boden versiegelt, Feinstaub und Lärm entstehen, die die Lebensqualität beeinträchtigen.
Wenn man nun mal den PKW-Bestand laut KBA von Anfang 2018 = 46,5 Millionen PKW "hochrechnet" kommen, wenn man " werden im Schnitt 70 Tonnen Materialien und Ressourcen verbraucht" mal so undeklariert einfach hinnimmt, kommen erstaunliche 3.255.000.000 Tonnen heraus - 3,2 Milliarden Tonnen für den Bau der Bestandsflotte 2018 :?

Ein erstaunlicher Wert für das bisschen tatsächliche Mobilität dieser Standzeuge. Könnte es also nicht sein, das hier in irrsinniger Verschwendung plus dessen was so ein Gefährt noch im - zugegeben eher niedlichen Fahrbetrieb - so anrichtet, aufgezeigt wird :?:

Welch Glück, das die Dinger 18 Jahre eigentlich meist nur irgendwo herumstehen, wobei sie zumindest in Städten durch "ihre pure Anwesenheit" Parken auf höchst wertvollem Grund (z.B. Berlin ~700 €/m²), leider zusätzlichen "Parkplatzsucheverkehr" induzieren. Flächen, die dort für andere Formen der Mobilität leider fehlen, wollte "man" doch nach 1945 die "autogerechte Stadt". Die vorausgegangen Abrissveranstaltungen der angloamerikanischen Bomberverbände, sollte so wenigstens einen praktischen Sinn bekommen :thumbup:

Übrigens ist jorikke mit anderen Beispielen zu dem was zuvor "geschehen muss", das irgendetwas "hinten raus kommt" - was spätestens seit H. Kohl das Wichtigste wurde, gezeigt, welch Wahnsinn unsere Lebensweise doch bei genauerer Betrachtung darstellt. Das dies alles für den stramm "Rechtskonservativen" keinerlei Rolle spielt, wen wundert das eigentlich noch ?

Das sich solche Typen begierig auf jede "schlechte Nachricht" (die gern auch mal frei erfunden oder einfach überdimensional aufgebauscht vorliegen) stürzt, wen wunder das noch bei dem "Personal". Die Binsenweisheit, das auch vernünftige Handlungen immer auch einen Eingriff in die Natur darstellen, wird mit Falschbehauptungen vermischt, als "neue Wahrheit" verkündet. Was die ganz "normalen Handlungen" die auf einmal als völlig harmlos, ja als "alternativlos" hingestellt, tatsächlich verursachen, wird verschwiegen, wohl wissend, das die Mehrheitsinteressen nicht eben von einem Hang zu Detail und Wissenserwerb getragen werden.

Besonders lustig, wie z.B. "Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" Dinge sehen. Da hilft es wenig, erst einmal Kenntnisse der Bauphysik einzufordern. Das neben irrsinnigen Mieten "Kaltmiete" inzwischen die "Nebenkosten" besonders für Heizung immer höher werden, was "irgendwie" mit dem Verbrauch der "Heizmittel" zusammenhängt, wird dabei "schlau" verschwiegen.

Besonders interessant - die neuen Rechten - (der Führer würde sich im Grab herumdrehen - wenn er denn eines hätte) verkennen völlig die deutsche Abhängigkeit von den Ressourcen, die dazu teuer eingekauft werden müssen, um sie dann völlig ineffizient in noch ineffizienteren Wohnmaschinen zu verbrennen, dabei "ordentlich" für schlechte Luft zu sorgen und nebenbei noch Millionenschäden an Gebäuden zu verursachen. Nein, der "Führer" wollte sich völlig logisch der Ressourcen bemächtigen - war ja einfacher, als diese wenig heldenhaft einfach einzusparen :(

Das ist nur schwierig zu vermitteln - wem das so nach und nach gelingt - ist klar der Feind - wo kämen wir hin, wenn auch noch das letzte geistige Tiefflieger begreifen würde, für was er da hat arbeiten muss. Klar, es bietet sich förmlich an, die "Grünen" dafür verantwortlich zu machen. Wenn also "ein Grüner" diese Zusammenhänge erkennt, gar aufzeigt, muss das selbstverständlich die "Braunen" aufregen. Wer die Zusammenhänge einmal verstanden hat, geht dem Mist den sie so gerne verbreiten leider nicht mehr auf den Leim. Wie traurig.... :thumbup:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 25. Okt 2018, 10:27

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Oct 2018, 15:11)

Vom moralischen Standpunkt aus betrachtet mag das hinkommen, aus der Machtperspektive scheint das zweifelhaft. Wie hoch genau der Anteil derjenigen sein mag, die den Klimawandel nicht leugnen, er wird nicht hoch genug sein, um demokratische Mehrheiten für wirksame Maßnahmen zusammenzubringen. Jedenfalls so lange nicht, so lange ihnen das Wasser nicht direkt vor der Haustür bis zum Hals steht. Je demokratischer ein Gemeinwesen, desto schwächer alle Maßnahmen. Diese Gesetze der Politik bestimmen auch die Grenzen der Grünen.

Paradoxerweise, dies an immernoch_ratlos, könnte man das Glaubensargument auch umdrehen. In dem Augenblick, in dem Messen etc. zu keinem Handlungsergebnis führt, können Sie nur noch auf diese Fähigkeit setzen, Phantastisches zu glauben. Wo ein Mensch so tief glaubt, dass er sogar größte materielle Opfer bringt, und nicht nur wie die grüne Klientel so oft nur ideelle oder durch Ablassbriefe abzugeltende, stünden die Chancen etwas besser, als ihn von der rationalen Seite her zu überzeugen.


Was die Haltung zu Klimawandel und Klimaschutz anbelangt, so sind da völlig unerwartete Sprünge und Wendungen möglich. Ungefähr 2015 hat China zum Beispiel eine fast 180-Grad-Wende vollzogen. Ja, möglicherweise weil es eben keine demokratische Gesellschaft ist. Möglicherweise aus ganz pragmatischen Gründen, weil sie erkannt haben, dass sie mit der ganzen Technologie rund um Neue Energien dann endgültig zur Wirtschaftsmacht nummer eins werden können. Möglicherweise weil ihnen in bestimmten Regionen tatsächlich das Wasser bzw. der Smog bis zum Hals steht.

Davon abgesehen: Dass die Meidung des Autos und die Präferenz für Fuß, ÖPNV und Fahrrad alles andere als Verzicht ist sondern Gewinn an Lebensqualität und dass das nicht Vorgeschoben sondern völlig authentisch, völlig unpolitisch, völlig unideologisch genauso erlebt werden kann ... ich habs inzwischen aufgegeben, das jemandem glaubhaft machen zu wollen.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Großer Adler » Do 25. Okt 2018, 23:05

immernoch_ratlos hat geschrieben:(22 Oct 2018, 09:53)

Interessanter Link von Großer Adler.

Zwar fehlt mir für die 70 Tonnen welche für die Produktion eines einzigen PKW von durchschnittlich 1,5 Tonnen "Endgewicht", eine genaue Aufstellung was da wo "benötigt" wird, was sicher sehr interessant wäre. Vielleicht findet ja noch jemand diese Einzelheiten. Dennoch, man sollte per Zitat "quasi gezwungen sein" den Text besser komplett lesen zu müssen :Wenn man nun mal den PKW-Bestand laut KBA von Anfang 2018 = 46,5 Millionen PKW "hochrechnet" kommen, wenn man " werden im Schnitt 70 Tonnen Materialien und Ressourcen verbraucht" mal so undeklariert einfach hinnimmt, kommen erstaunliche 3.255.000.000 Tonnen heraus - 3,2 Milliarden Tonnen für den Bau der Bestandsflotte 2018 :?

Ein erstaunlicher Wert für das bisschen tatsächliche Mobilität dieser Standzeuge. Könnte es also nicht sein, das hier in irrsinniger Verschwendung plus dessen was so ein Gefährt noch im - zugegeben eher niedlichen Fahrbetrieb - so anrichtet, aufgezeigt wird :?:

Welch Glück, das die Dinger 18 Jahre eigentlich meist nur irgendwo herumstehen, wobei sie zumindest in Städten durch "ihre pure Anwesenheit" Parken auf höchst wertvollem Grund (z.B. Berlin ~700 €/m²), leider zusätzlichen "Parkplatzsucheverkehr" induzieren. Flächen, die dort für andere Formen der Mobilität leider fehlen, wollte "man" doch nach 1945 die "autogerechte Stadt". Die vorausgegangen Abrissveranstaltungen der angloamerikanischen Bomberverbände, sollte so wenigstens einen praktischen Sinn bekommen :thumbup:

Übrigens ist jorikke mit anderen Beispielen zu dem was zuvor "geschehen muss", das irgendetwas "hinten raus kommt" - was spätestens seit H. Kohl das Wichtigste wurde, gezeigt, welch Wahnsinn unsere Lebensweise doch bei genauerer Betrachtung darstellt. Das dies alles für den stramm "Rechtskonservativen" keinerlei Rolle spielt, wen wundert das eigentlich noch ?

Das sich solche Typen begierig auf jede "schlechte Nachricht" (die gern auch mal frei erfunden oder einfach überdimensional aufgebauscht vorliegen) stürzt, wen wunder das noch bei dem "Personal". Die Binsenweisheit, das auch vernünftige Handlungen immer auch einen Eingriff in die Natur darstellen, wird mit Falschbehauptungen vermischt, als "neue Wahrheit" verkündet. Was die ganz "normalen Handlungen" die auf einmal als völlig harmlos, ja als "alternativlos" hingestellt, tatsächlich verursachen, wird verschwiegen, wohl wissend, das die Mehrheitsinteressen nicht eben von einem Hang zu Detail und Wissenserwerb getragen werden.

Besonders lustig, wie z.B. "Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" Dinge sehen. Da hilft es wenig, erst einmal Kenntnisse der Bauphysik einzufordern. Das neben irrsinnigen Mieten "Kaltmiete" inzwischen die "Nebenkosten" besonders für Heizung immer höher werden, was "irgendwie" mit dem Verbrauch der "Heizmittel" zusammenhängt, wird dabei "schlau" verschwiegen.

Besonders interessant - die neuen Rechten - (der Führer würde sich im Grab herumdrehen - wenn er denn eines hätte) verkennen völlig die deutsche Abhängigkeit von den Ressourcen, die dazu teuer eingekauft werden müssen, um sie dann völlig ineffizient in noch ineffizienteren Wohnmaschinen zu verbrennen, dabei "ordentlich" für schlechte Luft zu sorgen und nebenbei noch Millionenschäden an Gebäuden zu verursachen. Nein, der "Führer" wollte sich völlig logisch der Ressourcen bemächtigen - war ja einfacher, als diese wenig heldenhaft einfach einzusparen :(

Das ist nur schwierig zu vermitteln - wem das so nach und nach gelingt - ist klar der Feind - wo kämen wir hin, wenn auch noch das letzte geistige Tiefflieger begreifen würde, für was er da hat arbeiten muss. Klar, es bietet sich förmlich an, die "Grünen" dafür verantwortlich zu machen. Wenn also "ein Grüner" diese Zusammenhänge erkennt, gar aufzeigt, muss das selbstverständlich die "Braunen" aufregen. Wer die Zusammenhänge einmal verstanden hat, geht dem Mist den sie so gerne verbreiten leider nicht mehr auf den Leim. Wie traurig.... :thumbup:


Mich würde das auch offiziell interessieren, welche Massen an Rohstoffe wirklich von unseren Inflationstabellenersten verbraucht werden. Kürzlich musste ja VW in einem richterlichen Streit zugeben, dass z.B. ein Golf nur etwa eine Laufleisung von 230.000km besitzt, bis er dann auseinanderfällt. Ich bin wahrlich kein politisch Grüner, denn die sind mir zu witschaftsliberal. Also gegensätzlich dessen, was Nachhaltigkeit angeht, da ihnen der tiefere Einblick im ökologischem Sinne fehlt. Zwei grüne Klassifizierungen gibt es: Der grüne 911 Turboporsche Baujahr gestern und den grünen alleinfahrenden Busbesitzer von vorvorgestern. Grün ist das sicher nicht. Aber man muss nicht grün wählen um grün zu leben. Ich bin eher Grün-Braun. Deswegen habe ich die allgemein-nachhaltige Betrachtung, die dem von sich überzeugten aber unfähigen Grünen fehlt.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tomaner » Fr 26. Okt 2018, 07:00

Julian hat geschrieben:(21 Oct 2018, 10:16)

Die Grünen stehen für Emotionen statt Rationalität, für mehr Bevormundung durch den Staat statt eigenes Denken, und überhaupt für mehr Gesetze, Regelungen, und Einschränkungen.

Sie kämpfen gegen alle neue Technologien, die ihnen nicht ins ideologische Konzept passen. In den Achtzigerjahren standen die Kerntechnik und die Molekularbiologie im Vordergrund: So verhinderte die erste Landesregierung unter Beteiligung der Grünen erfolgreich die gentechnische Herstellung von Insulin bei Hoechst in Deutschland - zu Lasten der Patienten und der deutschen Pharmaindustrie.

Auch die elektronische Datenverarbeitung, insbesondere in Zusammenhang mit biomedizinischer Forschung, ist den Grünen ein Dorn im Auge; sie setzen auf einen absurden Datenschutz und behindern so aktiv die Forschung. Ergänzt wird diese Behinderung durch einen Tierschutz, der die Grundlagenforschung immer weiter knebelt und dafür sorgt, dass immer mehr Forschung in die USA und nach China abwandert.

Wenn Technologien gefördert werden, dann geschieht dies aus ideologischen, nicht pragmatisch-rationalen Gründen, und basiert auf Milchmädchenrechnungen. So weiß ja jeder (außer die Grünen), dass die Solartechnologie in ihrer bisherigen Form nicht geeignet ist, in Deutschland großflächig angewandt zu werden; die Gesamtrechnung, auch die Ökobilanz, ist negativ. Trotzdem wird sie gefördert und produziert toxischen Müll und hohe Kosten, die anderswo effizienter eingesetzt werden könnten. Die Dämmung von Häusern ist auch so ein Witz: Jeder weiß, dass die Fassaden dahinter verschimmeln, mal ganz abgesehen vom kunsthistorischen Verlust durch die Verschandelung vieler Altbauten.

Dass all die Regelungen und Vorschriften das Leben teuer machen, ist den Grünen egal. Wer die Wohnungsnot in Deutschland lindern möchte, müsste Bauen einfacher machen, und nicht komplizierter und teurer. Wer die Lebenshaltungskosten senken möchte, darf die Verbraucher nicht durch absurde Strompreise durch das EEG belasten, oder Industrieprodukte verteuern durch immer mehr Regelungen, Vorschriften und ein Heer an Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

Ganz wichtig ist den Grünen auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Sie wollen, dass man nur noch politisch Korrektes sagen darf, unabhängig vom Wahrheitsgehalt. Dieses irrationale Denken hat teilweise magische Elemente, die es verbieten, Tabus zu benennen.

Zentral ist auch der Hass der Grünen auf Deutschland und die deutsche Kultur. Deswegen soll eine Masseneinwanderung die deutsche Gesellschaft von Grund auf verändern. Es geht darum, dass die ethnisch Deutschen in eine Minderheitenrolle kommen, und dass alle möglichen Kulturen, nur nicht die deutsche (die ja gar nicht existiert!), gefördert werden im Sinne einer Multi-Kulti-Ideologie.

Die Grünen haben enge Verbindungen zur linksextremistischen Szene, auch zu gewaltbereiten Banden, ja, sogar zu terroristischen Organisationen (falls das jemand hier zensieren will, ein Beispiel: Ströbele und die RAF, die Grüne Jugend und die Antifa; auf Wunsch bringe ich Belege). Dies wird von den Medien in der Regel nicht hinterfragt oder kritisiert, da die meisten Journalisten starke Sympathien für die Grünen haben und nicht an einer objektiven Darstellung interessiert sind, sondern vielmehr daran, die Grünen stärker zu machen.

All dies wird zusammengehalten durch ein Gefühl der moralischen Überlegenheit, das es erlaubt, den politischen Gegner zu entmenschlichen, und, so vermute ich, auch knallhart zu verfolgen, wenn die Macht einmal erobert ist.

Grüne finden sich im übrigen nicht mehr nur in der Partei dieses Namens, sondern auch in anderen Parteien, insbesondere der CDU. Sie sind damit im Besitz der Deutungshoheit; ohne sie geht nichts mehr in Deutschland.


Wieder einmal rein braune Lügenorgien mit denen die Grünen überzogen werden. Viele sind schon mal zu den Grünen gekommen wegen der Kultur. Gerade auf Veranstaltungen der Grünen traten viel Künstler und Bands auf. Es soll von den kulturlosen AfD ablenken, für das sich kaum Kulturschaffende hergeben, außer rechtsradikale Bands, bei denen sich etliche AfD Mitarbeiter filmen liesen, mit Texten, "Wir rammen die Messer in den Judenleib". Aufnahmen dazu kann man bestimmt noch in Mediateken "Am rechten Rand betrachten"

Es sind Nazis die Grünen Worte in den Mund legen, die sie nie gesagt haben und was dann AfD dummdreist nachquatschen. Wie schaut es mit dem "Hass" der Grünen und dazu Aussagen auf Deutschland aus? Ein Gauland übernahm öffentlich in Politdiskusion live gesendet dieses und mußte sich dann entschuldigen. Genau von Nazimedien übernahme er ungeprüft diese Lügen und mußte eingestehen, das dies hinten und vorne nicht stimmte. Wie mies sind eure Konzepte, wenn auch du wieder die selben Lügen aus der braunen Suppe aufkochst und warm halten willst. Das du Enttarnung von rechtsradikalen Gewaltätern durch Antifa hasst, ist bei deiner Ideologie relativ klar. Es handelt sich bei Antifa um voneinander unabhängige Gruppen. Stöbele war Anwalt von RAF und dies ist deutsches Recht. Willst du Linke lieber ohne Gerichtsurteile erschiessen?

Vor allem freue ich mich, wenn du aufzählst, welche meinungen Grüne aktiv einschränken wollen. Welche Aussagen, die du unbedingt machen willst, wollen Grüne verbieten?

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