Was wollen die Grünen?

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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Brainiac » Di 28. Nov 2017, 22:47

JJazzGold hat geschrieben:(27 Nov 2017, 13:37)

Ich habe meinen präzisen Fragen bewusst nicht mit meinen Vermutungen ergänzt, um den Verdacht, “sowieso nur ein Grünenhasser zu sein“, siehe Kollege Brainiac, nicht aufkommen zu lassen, sondern in der Erwartung sachlicher und konkreter Antworten und um eine Plattform für die Diskussion, was von den Grünen zu erwarten ist oder erwartet wird, zu bieten.

Wenn bereits die sachlichen Fragen die Witterung, das sei verdecktes Grünenbashing, generieren, dann werde ich wohl davon ausgehen müssen, dass diese präventive Schutzhaltung verbergen soll, dass selbst der beständige Wähler der Grünen keine Antworten darauf hat.
Denn dass der zehn Punkte Plan der Grünen gravierende Einbußen erfahren hat, dass kann niemandem verborgen geblieben sein, der die Tagespresse verfolgt hat, ebenso wenig, dass die politische Ausrichtung nach dem Parteitag völlig unklar ist.

Ich meinte gar nicht primär dich, du drückst dich, was die Grünen angeht, noch vergleichsweise sachlich aus. :|

Zu deinen Fragen, ich kann dir diese nur aus meiner persönlichen Sicht beantworten. Ob die Partei diesen Weg gehen wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Aus meiner Sicht sollten die Grünen einen "Markenkern" definieren, wie ihn auch andere Parteien haben, wie die FDP mit dem Liberalismus, der Eigenverantwortung und anderen Dingen, oder die SPD mit der Sozialen Gerechtigkeit. Dieser Markenkern sollte nach meinem Dafürhalten der Kampf gegen die Externalisierung von Kosten und Negativfolgen eigenen Handelns sein, sprich, diese Kosten und Negativfolgen nicht der Umwelt und/oder den Nachfahren aufzubürden. That's it. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, oder welche andere Partei steht überzeugend dafür? Daraus lassen zu allen politischen Themen Positionen und Forderungen ableiten, die man dann je nach Machtverhältnissen teilweise umsetzen kann, an denen man aber nicht zwingend klebt, solange der Markenkern gewahrt bleibt. Klimapolitik ist nur ein Beispiel.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Weltregierung » Di 28. Nov 2017, 22:54

DarkLightbringer hat geschrieben:(28 Nov 2017, 12:27)

Der Unterschied besteht zwischen Subvention und Nicht-Subvention. Subventionen sind ja nicht kostenlos, die Umverteilung ist nur anders. Der Staat nimmt es vom Bürger und verteilt es dann. Im Fall der Nicht-Subvention verteilt der Bürger nach eigenen Prioritäten.


Die Bürger sind der Staat.
https://www.youtube.com/watch?v=xc80T5QuwQA

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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Uffzach » Di 28. Nov 2017, 23:18

Weltregierung hat geschrieben:(28 Nov 2017, 22:54)

Die Bürger sind der Staat.


Das ist natürlich falsch. Wenn das Staatsvolk als Gesamtheit aller Staatsbürger auch die Repräsentanten des Staates per Wahl bestimmenkann, so sind sie doch nicht der Staat, welcher das Gewaltmonopol inne hat.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 29. Nov 2017, 01:32

Weltregierung hat geschrieben:(28 Nov 2017, 22:54)

Die Bürger sind der Staat.

Nun ja, nicht ganz. Gemeint sind hier die Körperschaften des öffentlichen Rechts in Bund, Ländern und Kommunen, im Gegensatz zu natürlichen Personen und privatrechtlichen Körperschaften.

Was meint nun Umverteilung?
Ein Beispiel. Bürger Jacobus Müller erarbeitet sich als natürliche Person einen Tageslohn von 100 Euro. Am Wochenende geht er damit auf den Markt und versorgt sich mit Vorräten und Brennmaterial. Dabei trifft er seine Auswahl. Das Geld wird also umverteilt, es fließt aus den Händen des braven Bürgers Müller in die Hände von zwei oder drei Händlern.
Nun überlegt sich Fabrikdirektor Alois Crösus, dies sei doch umständlich und überhaupt, das Kerzenwachs aus seiner Fertigung sei schließlich das beste. Davon überzeugt er den Magistrat und kurzerhand wird durch diesen eine Kerzenwachs-Abgabe beschlossen, damit das Produkt günstiger und marktbeherrschend werde. Bürger Müller zahlt von nun an stets 2 Euro an den Magistrat und dieser lässt es Alois Crösus zuteil werden. Auch so ist das Geld umverteilt, jedenfalls die 2 Euro. Als Effekt erhofft man sich den steigenden Absatz von Kerzenwachs, der ja nun auf dem Markt auch günstiger zu erhalten ist.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 29. Nov 2017, 11:16

JJazzGold hat geschrieben:(28 Nov 2017, 07:51)

Ich weiß nicht, warum man daraus gleich Beleidigung und Verbot machen muss.

Psst... der Woppadaq ist doch Grüner. Bei denen ist das doch praktisch Programm...
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 29. Nov 2017, 11:57

H2O hat geschrieben:(28 Nov 2017, 13:00)

Es gibt gesundheitspolitische und umweltpolitische Ziele, die wir erreichen müssen; auch im ureigensten Interesse von Bafög-Empfängern und Rentnern. Über den besten Weg dahin muß man streiten. Vielleicht fällt Ihnen ja etwas weitaus Besseres ein, wie der technische Wandel beschleunigt werden kann.

Zunächst einmal, es ist ja kein "technischer Wandel", wenn ein physikalisch nicht funktionierendes Geschäftsmodell subventioniert wird. Das ist dann lediglich eine Umverteilung vom Konto des Bürgers auf das Konto des Unternehmens auf Basis einer Milchmädchenrechnung.
Der Wunsch nach Abschaltung von 10 Gigawatt aus der Kohleverstromung ist ein politischer Wunsch, keine neue Technik. Man könnte es so machen und gewährleistet die Versorgungssicherheit dann eben aus Importen, die sich rein technisch gesehen wiederum aus Atomenergie und Kohleverstromung zusammen setzen.

Ein gewisser Boom ist ja da, Windpark-Investoren erzielen mitunter zweistellige Renditen. Manche sagen, das reicht völlig aus, um selbständig marktfähig zu sein - also ohne Umlagen von den Konten der Studenten und Rentner. Der Strompreis hat sich derart verteuert, dass derzeit jeder Haushalt mit über 300 Euro im Jahr belastet wird.
Es ist doch schlicht so, Vermögende sind EEG-Gewinnler, finanziert werden diese Gewinne aber von der Allgemeinheit und die unteren Einkommen - Studenten, Rentner, Krankenschwestern - sind die Verlierer. Das aber, werter Herr Kollege, ist keine "neue Technik", sondern alte Ungerechtigkeit.

Für die technische Innovation sind Erfinder und Ingenieure zuständig, für die Marktfähigkeit Betriebswirtschaftler. Die Schmetterlingsflüsterer bekommen offenbar beides nicht hin. Mein Vorschlag also: Stromsteuer absenken, EEG abschaffen und den privaten Sektor ermuntern, selbst die Innovation in die Hand zu nehmen. Dieser kann sowohl rechnen wie auch bei Ingenieuren nachfragen.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Mi 29. Nov 2017, 15:34

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Nov 2017, 11:57)

Zunächst einmal, es ist ja kein "technischer Wandel", wenn ein physikalisch nicht funktionierendes Geschäftsmodell subventioniert wird. Das ist dann lediglich eine Umverteilung vom Konto des Bürgers auf das Konto des Unternehmens auf Basis einer Milchmädchenrechnung.
Der Wunsch nach Abschaltung von 10 Gigawatt aus der Kohleverstromung ist ein politischer Wunsch, keine neue Technik. Man könnte es so machen und gewährleistet die Versorgungssicherheit dann eben aus Importen, die sich rein technisch gesehen wiederum aus Atomenergie und Kohleverstromung zusammen setzen.

Ein gewisser Boom ist ja da, Windpark-Investoren erzielen mitunter zweistellige Renditen. Manche sagen, das reicht völlig aus, um selbständig marktfähig zu sein - also ohne Umlagen von den Konten der Studenten und Rentner. Der Strompreis hat sich derart verteuert, dass derzeit jeder Haushalt mit über 300 Euro im Jahr belastet wird.
Es ist doch schlicht so, Vermögende sind EEG-Gewinnler, finanziert werden diese Gewinne aber von der Allgemeinheit und die unteren Einkommen - Studenten, Rentner, Krankenschwestern - sind die Verlierer. Das aber, werter Herr Kollege, ist keine "neue Technik", sondern alte Ungerechtigkeit.

Für die technische Innovation sind Erfinder und Ingenieure zuständig, für die Marktfähigkeit Betriebswirtschaftler. Die Schmetterlingsflüsterer bekommen offenbar beides nicht hin. Mein Vorschlag also: Stromsteuer absenken, EEG abschaffen und den privaten Sektor ermuntern, selbst die Innovation in die Hand zu nehmen. Dieser kann sowohl rechnen wie auch bei Ingenieuren nachfragen.


Der technische Wandel ist in vollem Gange, und Sie wollen Ihn nicht erkennen? Dabei gab und gibt es auch gute (eigentlich ja schlechte!) Gründe der Umweltpolitik, hier fordernd und fördernd ein zu greifen. Deshalb beziehen wir jetzt 30% unseres Stroms aus erneuerbaren Energien. Mich überrascht es auch nicht, wenn Investoren mit ihrer Geschäftstätigkeit gutes Geld verdienen. Muß ja einen Grund geben, mit eigenem Geld Risiken ein zu gehen. Da gibt es große und kleine Fische, vom Solardach bis zum Solarpark, von Beteiligungsmodellen bis zu Großinvestitionen. Und alle wollen nur eins damit: Ordentlich Geld verdienen. Wie verwerflich!

Gar nicht aus zu denken, daß der nächste technische Wandel nur zu Lasten des zahlenden Bürgers geht... Das gewohnte Verkehrswesen steht vor seinem Ende. Einmal natürlich wegen der Umweltvergiftung in Ballungsgebieten.... haben diese Raffkes doch tatsächlich Grenzwerte der Belastung festgelegt, nur um uns arbeitende Mitbürger demnächst nach Strich und Faden aus zu nehmen, wo ein Großteil von uns wohl eine fühlbar ansteigende Zahl von Verkehrsopfern dieser Art in Kauf genommen hätte. Gestorben wird schließlich überall! Nun halten die Kommunen die Hand auf für weniger schädliche öffentliche Verkehrsmittel, Entsorgungsfahrzeuge, Dienstwagen (?). Und uns zahlendes Volk lassen sie allein mit unseren 170 kW-SUV mit Platz für 7 Personen, in denen wir Einlinge jeden Tag den Gott werden läßt unsere Arbeitsstellen ansteuern. Wir haben ja gar nicht geahnt, daß dieser Lebenstraum in hellen Wahnsinn umschlagen könnte. Der freie Markt mit seinen vielen Betriebs- und Volkswirten hat's möglich gemacht.

Jetzt wird ein starker Mann (es darf aber auch eine starke Frau sein) gebraucht, die untersagt, daß jemand an unseren Fehlentwicklungen und Abhilfemaßnahmen auch noch gut verdient; das ist echt schmutziges Geld für Parasiten. In unserem Lande gibt es ja so viel Ungerechtigkeit, denken wir doch nur an Studenten, Rentner, Krankenschwestern... aber das führt jetzt wirklich zu weit. Eine wilde Flucht deutscher Mitbürger über unsere Landesgrenzen hat längst eingesetzt, weil überall auf der Welt der technische Wandel mit mehr Vernunft und vor allem kostenlos gestaltet wird.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 29. Nov 2017, 16:21

jorikke hat geschrieben:(27 Nov 2017, 10:32)

Ich lebe in einem Bundesland in dem die Grünen nicht nur an der Regierung beteiligt sind.
Sie sind die Regierung und stellen den Ministerpräsidenten.
Auch deine politischen Weisheiten haben die Qualität von Klimpergeld.
Die Bevölkerung ist hier ausgesprochen zufrieden mit der Regierung.


Du bist zufrieden ,ob es "die Bevölkerung ist bezweifle ich einmal . Sicher hatten die Grünen es im Ländle leicht,
da sie sich ja ins gemachte Bett setzen konnten . 60 Jahre erfolgreiche Politik können selbst Grüne nicht in wenigen
Jahren kaputt machen . Ich lebe nun mal in einem BL wo Grüne schon länger mitregieren . Dort wird nicht nur Klimpergeld vergeudet
sondern Millionenbeträge . Die Unfähigkeit des Senators für Bau und Verkehr muss man nicht mehr erwähnen . Sinnlose
Planungen von Radwegen oder Verlängerungsplänen von Straßenbahnlinien ,eine vor 30 Jahre geplante Entlastungsautobahn
ist über ein Torso von 7 km nicht hinausgekommen . Zuletzt das Kabinettstückchen der grünen Sozialsenatorin die einen
geschäftstüchtigen Betreiber von Flüchtlingsunterkünften mehr als 5 Millionen zu viel überwiesen hat . Der geht nun in Insolvenz, Geld ist futsch .
Dafür hätte man einige Schultoiletten und Sporthallen renovieren können .
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 29. Nov 2017, 16:39

[quote="H2O"](27 Nov 2017, 10:47)

Nein, da machen Sie sich die Sache zu leicht. Zunächst ist erkennbar, daß DIE GRÜNEN unsere Politik mitgestalten wollen. Nun kommt es aber darauf an, welcher Verbund oder welche Partei die Zustimmung der Wähler in Richtung Mehrheit gewinnt. An diesen Wahlsieger muß man dann anschlußfähig sein, wenn man sich nicht ganz abmelden möchte. Das können Sie so doch auch in den erfolgreicheren Bundesländern besichtigen. Meine Sicht: Demokratisch verfaßte Parteien müssen immer zur Zusammenarbeit bereit sein. Es sei denn, daß da einer meint, nur er habe zu bestimmen, wo die Reise hin gehen darf. Dann "Gute Reise".[/quote
Sicher wollen Grüne Politik mitgestalten .Allerdings nur in eine Richtung .In die eigene .Deshalb ist Jamaika auch geplatzt .
Was soll ich in meinem Bundesland positives besichtigen können .Murks und ideologische Verbohrtheit kann ich nichts positives abgewinnen .
Diese Alt 68er haben nur ein Ziel , den Menschen vorzuschreiben was sie zu tun oder zu lassen haben ,was sie essen oder trinken dürfen .welches
Verkehrsmittel sie nutzen u.v.a. Zum Glück habe ich über 50 Jahre ohne diese Schulmeister Partei erleben dürfen .
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Mi 29. Nov 2017, 17:15

Positiv Denkender hat geschrieben:(29 Nov 2017, 16:39)



Dann muß der erste Teil "Ihrer" 50 Jahre ja köstlich gewesen sein. Früher johlten wir zu fortgeschrittener Stimmung: "Wir wollen unsern alten Kaiser Wilhelm wieder haben..." So ordne ich einmal Ihren Beitrag ein.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 29. Nov 2017, 17:33

H2O hat geschrieben:(29 Nov 2017, 17:15)

Dann muß der erste Teil "Ihrer" 50 Jahre ja köstlich gewesen sein. Früher johlten wir zu fortgeschrittener Stimmung: "Wir wollen unsern alten Kaiser Wilhelm wieder haben..." So ordne ich einmal Ihren Beitrag ein.

Deine Einordnung bleibt dir überlassen . Fakt ist ohne Grüne ist das Land bestens klar gekommen . Da muss man nicht auf den alten Kaiser Wilhelm
anstoßen ,der war noch vor meiner Zeit . Grüne als Verbots und Verhinderungspartei haben unserem Land wenig weitergeholfen .
Oder wolltest du jemanden erzählen dass die Mehrheit der Bürger diese Grünen brauchen .Dann würden diese Schulmeistertypen mehr als 7 %
der Wähler auf sich vereinen . Übrigens mein gesamtes Leben ,bis heute war köstlich .Die ersten 50 Jahre nicht so einfach wie heute aber
trotzdem köstlich .Der Schrei nach dem Staat übertönt heute jede Eigeninitiative . Heute wird jedem zu viel Zucker in den Hintern geblasen .
Die Grünen möchten den Menschen zudem vorschreiben was sie zu tun und zu lassen haben was sie essen und trinken sollen ,wie sie sich von A nach B zu bewegen
haben . Das können die Menschen gut alleine entscheiden .
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Mi 29. Nov 2017, 17:45

Positiv Denkender hat geschrieben:(29 Nov 2017, 17:33)

Deine Einordnung bleibt dir überlassen . Fakt ist ohne Grüne ist das Land bestens klar gekommen . Da muss man nicht auf den alten Kaiser Wilhelm
anstoßen ,der war noch vor meiner Zeit . Grüne als Verbots und Verhinderungspartei haben unserem Land wenig weitergeholfen .
Oder wolltest du jemanden erzählen dass die Mehrheit der Bürger diese Grünen brauchen .Dann würden diese Schulmeistertypen mehr als 7 %
der Wähler auf sich vereinen . Übrigens mein gesamtes Leben ,bis heute war köstlich .Die ersten 50 Jahre nicht so einfach wie heute aber
trotzdem köstlich .Der Schrei nach dem Staat übertönt heute jede Eigeninitiative . Heute wird jedem zu viel Zucker in den Hintern geblasen .
Die Grünen möchten den Menschen zudem vorschreiben was sie zu tun und zu lassen haben was sie essen und trinken sollen ,wie sie sich von A nach B zu bewegen
haben . Das können die Menschen gut alleine entscheiden .


Das knirscht... wenn man zu Würfelzucker greift!
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Woppadaq » Mi 29. Nov 2017, 17:56

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Nov 2017, 11:57)

Zunächst einmal, es ist ja kein "technischer Wandel", wenn ein physikalisch nicht funktionierendes Geschäftsmodell subventioniert wird.


Warum nicht? Mit den Subventionen sorgt der Staat erst mal dafür, dass die Dinge laufen. Dass sie irgendwann auch profitabel laufen, dafür sorgt irgendwann schon das Profitbestreben der Unternehmer, so dass irgendwann auch keine Subventionen mehr nötig sind. Subventionen sind deswegen eher Investments als Umverteilungen. Man kann darüber streiten, welchen Nutzen der Staat als Investor hat, aber seine Gründe zu investieren sind weitaus transparenter als bei Privatinvestoren.

Der Wunsch nach Abschaltung von 10 Gigawatt aus der Kohleverstromung ist ein politischer Wunsch, keine neue Technik. Man könnte es so machen und gewährleistet die Versorgungssicherheit dann eben aus Importen, die sich rein technisch gesehen wiederum aus Atomenergie und Kohleverstromung zusammen setzen.


Es macht durchaus Sinn, aktiv zu motivieren, Kohle- und Atomverstromung abzuschaffen, denn beides ist weder nachhaltig noch umweltschonend. Mag sein, dass da bei den Grünen manchmal etwas zu übereifrig agiert wird. Aber die Richtung stimmt.

Es ist doch schlicht so, Vermögende sind EEG-Gewinnler, finanziert werden diese Gewinne aber von der Allgemeinheit und die unteren Einkommen - Studenten, Rentner, Krankenschwestern - sind die Verlierer. Das aber, werter Herr Kollege, ist keine "neue Technik", sondern alte Ungerechtigkeit.


Klärn sie mich auf: zahlt die Industrie nicht für ihren Strom? Hat sie kein Bestreben, diese Kosten niedrig zu halten? Lebt der Student, der Rentner oder die Krankenschwester ohne Strom, weil sie sich ihn nicht leisten können? Würden diese Leute Strom sparen, wenn es ihn fast zum Nulltarif gäbe?

Für die technische Innovation sind Erfinder und Ingenieure zuständig, für die Marktfähigkeit Betriebswirtschaftler. Die Schmetterlingsflüsterer bekommen offenbar beides nicht hin.


Müssen sie auch nicht. Sie müssen nur da sein und unmissverständlich klarmachen, dass der alternative Strom gewollt ist und der Preis bis zu einer gewissen Grösse keine Rolle spielt. Und jene 10%, die das derartig ausdrücken, sind eben nicht nur Reiche, sondern auch ganz normale Arbeiter, Studenten, Rentner, Krenkenschwester etc.

Mein Vorschlag also: Stromsteuer absenken, EEG abschaffen und den privaten Sektor ermuntern, selbst die Innovation in die Hand zu nehmen.


Und womit wollen sie letztgenanntes erreichen ?
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Woppadaq » Mi 29. Nov 2017, 18:05

Positiv Denkender hat geschrieben:(29 Nov 2017, 17:33)

Oder wolltest du jemanden erzählen dass die Mehrheit der Bürger diese Grünen brauchen .Dann würden diese Schulmeistertypen mehr als 7 %
der Wähler auf sich vereinen .


Sie vereinigen 9-10% der Wähler auf sich. Und es werden wohl noch mehr werden, je mehr Leute diese Grünen zum Teufel wünschen.

Die Grünen möchten den Menschen zudem vorschreiben was sie zu tun und zu lassen haben was sie essen und trinken sollen ,wie sie sich von A nach B zu bewegen
haben . Das können die Menschen gut alleine entscheiden .


Völlig richtig. Es ist ihre Entscheidung, wenn sie lieber mit dem Auto 3 Stunden im Stau stehen, in der Innenstadt horrende Parkgebühren zahlen und die Hälfte ihres Lohnes für Steuern und Benzin ausgeben und wegen Bewegungslosigkeit mit 55 einen Herzkasper kriegen wollen - oder sich das alles sparen, indem sie mit dem Fahrrad auf dem Fahrradweg zur Arbeit fahren. Grüne Politik ist, alles dafür zu tun, dass sich letzteres eher lohnt.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon jorikke » Mi 29. Nov 2017, 22:02

H2O hat geschrieben:(28 Nov 2017, 13:00)

Es gibt gesundheitspolitische und umweltpolitische Ziele, die wir erreichen müssen; auch im ureigensten Interesse von Bafög-Empfängern und Rentnern. Über den besten Weg dahin muß man streiten. Vielleicht fällt Ihnen ja etwas weitaus Besseres ein, wie der technische Wandel beschleunigt werden kann.


Um die ganzen negativen Auswüchse, die uns der enorm schnelle technische Fortschritt gebracht hat, den wir exzessiv nutzten ohne die Folgen zu beherrschen, um diese Fehlentwicklungen zu beheben, wollen sie den technischen Wandel noch weiter beschleunigen?
Zumindest auf den ersten Blick scheint das ein rechtes Paradoxon zu sein.
( Nicht wichtig und auch nur halbernst gemeint, kam mir aber beim Lesen ihres Satzes sogleich in den Sinn.)
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Bolero » Mi 29. Nov 2017, 22:54

Woppadaq hat geschrieben:(29 Nov 2017, 18:05)

Völlig richtig. Es ist ihre Entscheidung, wenn sie lieber mit dem Auto 3 Stunden im Stau stehen, in der Innenstadt horrende Parkgebühren zahlen und die Hälfte ihres Lohnes für Steuern und Benzin ausgeben und wegen Bewegungslosigkeit mit 55 einen Herzkasper kriegen wollen - oder sich das alles sparen, indem sie mit dem Fahrrad auf dem Fahrradweg zur Arbeit fahren. Grüne Politik ist, alles dafür zu tun, dass sich letzteres eher lohnt.

Blablabla.
Grüne Politik ist, alles zu blockieren, wo eventuell ein paar Bäume oder Käfer zu Schaden kommen könnten.
Dann lieber Stau, Stau und nochmals Stau.
Wir haben hier so ein Bremser als Verkehrsminister. Diese grüne Politgurke wäre im Neckar besser
aufgehoben.
Ätschi-Bätschi Nahles: "Flüchtlinge dürfen uns nicht belügen." :rolleyes: :D :D
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Woppadaq » Mi 29. Nov 2017, 23:47

Bolero hat geschrieben:(29 Nov 2017, 22:54)

Grüne Politik ist, alles zu blockieren, wo eventuell ein paar Bäume oder Käfer zu Schaden kommen könnten.


Ist mir immer noch lieber als ganze Alleen abzuholzen und das mit wirtschaftlicher Notwendigkeit zu bejammern.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 30. Nov 2017, 00:07

Woppadaq hat geschrieben:(28 Nov 2017, 16:12)

Und wie lautet die alternative Zuspitzung? Steuersenkung und nach mir die verstrahlte Sintflut?

Der Strompreis ist in Deutschland höher als in den meisten europäischen Ländern. Ganze 25 Milliarden Euro kostet die Umlage den Verbraucher - jährlich. Dabei ist sogar die Effizienz umstritten.

Nennen wir es einen subjektiven Eindruck, ich bin schliesslich kein Politprofessor, hab das auch nie behauptet. Aber es stellt schon meine realistische Sicht der Dinge dar.

Ein Eindruck, der einige Schlagworte aufgreift und in einen steilen Zusammenhang stellt. Aber das sollte vlt. im entsprechenden Thread erörtert werden, falls irgendwann Zeit dazu ist.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 30. Nov 2017, 00:24

Woppadaq hat geschrieben:(29 Nov 2017, 23:47)

Ist mir immer noch lieber als ganze Alleen abzuholzen und das mit wirtschaftlicher Notwendigkeit zu bejammern.



Und hinter dieser so vermeintlichen ökonomischen Notwendigkeit, die meist mit dem Geltungsanspruch eines physikalischen Naturgesetzes daherkommt , steht meist nicht als kurzfristiges Profitstreben befangen im Diktat der Gegenwart die Zukunft nicht beachtend.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Dampflok94 » Do 30. Nov 2017, 07:54

Positiv Denkender hat geschrieben:(29 Nov 2017, 16:21)

Du bist zufrieden ,ob es "die Bevölkerung ist bezweifle ich einmal . Sicher hatten die Grünen es im Ländle leicht,
da sie sich ja ins gemachte Bett setzen konnten . 60 Jahre erfolgreiche Politik können selbst Grüne nicht in wenigen
Jahren kaputt machen . Ich lebe nun mal in einem BL wo Grüne schon länger mitregieren . Dort wird nicht nur Klimpergeld vergeudet
sondern Millionenbeträge . Die Unfähigkeit des Senators für Bau und Verkehr muss man nicht mehr erwähnen . Sinnlose
Planungen von Radwegen oder Verlängerungsplänen von Straßenbahnlinien ,eine vor 30 Jahre geplante Entlastungsautobahn
ist über ein Torso von 7 km nicht hinausgekommen . Zuletzt das Kabinettstückchen der grünen Sozialsenatorin die einen
geschäftstüchtigen Betreiber von Flüchtlingsunterkünften mehr als 5 Millionen zu viel überwiesen hat . Der geht nun in Insolvenz, Geld ist futsch .
Dafür hätte man einige Schultoiletten und Sporthallen renovieren können .

Nicht besonders fähige Minister/Senatoren gab und gibt es immer wieder. Wie in jedem anderen Beruf auch, Gehört dazu.

Und bis die Sozialsenatorin den Schaden angerichtet hat, den hier die CDU mal mit ihrem Streben einen nationalen Bank-Champion zu installieren angerichtet hat, ist es noch weit. :cool:
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!

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