Machtkampf bei den Linken

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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 29. Okt 2017, 14:40

JJazzGold hat geschrieben:(29 Oct 2017, 14:16)

[color=#0000BF]Inzwischen sind 27 Jahre vergangen und die Die Linke in sechs westdeutschen Landtagen immer noch nicht über die 5% Hürde gekommen

In drei Landtagen. Davon sind zwei wirklich wichtig. In drei weiteren war die Linke zwischenzeitlich vertreten und ist in der aktuellen Wahl gescheitert, teilweise knapp. Wenn in drei Monaten Niedersachsen erneut wählen sollte, könnte niemand mit einiger Verlässlichkeit raten ob sie drin oder draußen sind. In Bayern könnte man das. Das ist ein qualitativer Unterschied.

Wenn ich richtig zähle, ist die FDP derzeit in 9 Landtagen und damit erlebt sie über die letzten 27 Jahre betrachtet nicht gerade ihre dunkelste Stunde. Zur Europawahl hatte sie zuletzt unter 5% und wurde nur durch eine Änderung des Wahlrechts vor dem Absturz gerettet. Die Grünen müssten in 14 Landtagen sein. Es ist nicht ohne weiteres zu sagen, dass die Vertretung in 10 Landtagen ein schwieriger Zustand für die Linke ist. Alle drei genannten Parteien dürfen ohne weiteres als mittelfristig etabliert gelten.

im Bundesschnitt wurden trotz Ergebnisse im Bereich zwischen 13% und 19% in den Geburtsländern der Die Linke nur 6,7% erreicht.

Wie geht deine Rechnung? Der Durchschnitt zur Bundestagswahl ist 9,2%. Der Durchschnitt der letzten Landtagswahlen ist 10,5%.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » So 29. Okt 2017, 14:49

Selina hat geschrieben:(29 Oct 2017, 14:24)

Naja, die FDP spielt ja nun auch nicht die überragende Rolle. Immer Mehrheitsbeschaffer oder Zünglein an der Waage überall sein zu müssen ohne erkennbares eigenes Profil... das hat ja nun auch nichts mit einer starken Partei zu tun, auf die die Deutschen nun besonders scharf sind. Im Osten lacht man eher über die FDP.


Die FDP spielte mehrfach eine überragende Rolle, indem sie an 17 bundesdeutschen Regierungen beteiligt war.

An wie vielen Bundesregierungen war die Die Linke, die hier das Thema ist, seit 1990 beteiligt?
Keiner. Nicht, weil sie ohne Profil wäre, im Gegenteil die Die Linke hat ein so eindeutig diktatorisch sozialistisch/kommunistisches Profil, dass sie in den westlichen Bundesländern, die einen langen, intensiven Blick über die Mauer werfen durften, schlichtweg nicht an die Frau/den Mann zu bringen ist.

Wir im Westen der Republik lachen nicht über die Die Linke. Wir wissen welcher Systemwandel uns gefährden würde, käme diese Partei jemals in Regierungsverantwortung. Weshalb wir jede ihrer Zuckungen, von Volkseigentum über Antisemitismus bis zur Suche des Weges zum Kommunismus, ernsthaft beobachtend begleiten.


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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Selina » So 29. Okt 2017, 15:00

JJazzGold hat geschrieben:(29 Oct 2017, 14:49)

Die FDP spielte mehrfach eine überragende Rolle, indem sie an 17 bundesdeutschen Regierungen beteiligt war.

An wie vielen Bundesregierungen war die Die Linke, die hier das Thema ist, seit 1990 beteiligt?
Keiner. Nicht, weil sie ohne Profil wäre, im Gegenteil die Die Linke hat ein so eindeutig diktatorisch sozialistisch/kommunistisches Profil, dass sie in den westlichen Bundesländern, die einen langen, intensiven Blick über die Mauer werfen durften, schlichtweg nicht an die Frau/den Mann zu bringen ist.

Wir im Westen der Republik lachen nicht über die Die Linke. Wir wissen welcher Systemwandel uns gefährden würde, käme diese Partei jemals in Regierungsverantwortung. Weshalb wir jede ihrer Zuckungen, von Volkseigentum über Antisemitismus bis zur Suche des Weges zum Kommunismus, ernsthaft beobachtend begleiten.




Das klingt wie eine Propaganda-Überschrift aus Zeiten des kalten Krieges. Die Zeit ist aber nicht stehengeblieben, meine Beste. Die Linke, die du beschreibst, gibt es längst nicht mehr.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » So 29. Okt 2017, 15:09

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(29 Oct 2017, 14:40)

In drei Landtagen. Davon sind zwei wirklich wichtig. In drei weiteren war die Linke zwischenzeitlich vertreten und ist in der aktuellen Wahl gescheitert, teilweise knapp. Wenn in drei Monaten Niedersachsen erneut wählen sollte, könnte niemand mit einiger Verlässlichkeit raten ob sie drin oder draußen sind. In Bayern könnte man das. Das ist ein qualitativer Unterschied.

Wenn ich richtig zähle, ist die FDP derzeit in 9 Landtagen und damit erlebt sie über die letzten 27 Jahre betrachtet nicht gerade ihre dunkelste Stunde. Zur Europawahl hatte sie zuletzt unter 5% und wurde nur durch eine Änderung des Wahlrechts vor dem Absturz gerettet. Die Grünen müssten in 14 Landtagen sein. Es ist nicht ohne weiteres zu sagen, dass die Vertretung in 10 Landtagen ein schwieriger Zustand für die Linke ist. Alle drei genannten Parteien dürfen ohne weiteres als mittelfristig etabliert gelten.


Wie geht deine Rechnung? Der Durchschnitt zur Bundestagswahl ist 9,2%. Der Durchschnitt der letzten Landtagswahlen ist 10,5%.


Die 6,7% sind der Schnitt der letzten Landtagswahlen, Stand Okt 2017.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ergebni ... eutschland



Da hilft auch kein Vergleich mit langjährig erfolgreich koalierenden Parteien, ein Trend zur vermehrten und damit koalitionär relevanten Wahl der Die Linke ist in den westlichen Bundesländern nicht zu erkennen. Insofern ist die Vorstellung, die Die Linke wäre in der Lage, die SPD zu treiben ebenso absurd, wie die Vorstellung, die AfD könne im Bundestag irgendeine Partei oder Regierung jagen.


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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » So 29. Okt 2017, 15:20

Selina hat geschrieben:(29 Oct 2017, 15:00)

Das klingt wie eine Propaganda-Überschrift aus Zeiten des kalten Krieges. Die Zeit ist aber nicht stehengeblieben, meine Beste. Die Linke, die du beschreibst, gibt es längst nicht mehr.


Was mich bei der Die Linke am meisten beruhigt ist, dass diese stehengeblieben ist. Frau Lötzsch&co sind immer noch auf der Suche nach dem Weg zum Kommunismus, der Antisemitismus ist nach wie vor tief verwurzelt in der Die Linke und Wagenknecht spult immer noch die nachhaltig das Arbeiterparadies etablierende Reichensteuer ab.

Der Zeitstillstand der Die Linke zeigt sich aber auch an der nach wie vor absurden Forderung, die SPD habe ihre Agenda 2010 rückgängig zu machen, bevor sie bei der die Linke um eine Koalition bitten dürfe.

Was den Weg in die Moderne betrifft ist die Die Linke ebenso realitätsverweigernd unfähig wie die AfD.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 29. Okt 2017, 15:32

JJazzGold hat geschrieben:(29 Oct 2017, 15:09)

[color=#0000BF]Die 6,7% sind der Schnitt der letzten Landtagswahlen, Stand Okt 2017.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ergebni ... eutschland

Entschuldige bitte, ich bin nach den Zahlen von Election.de gegangen:

3,8
13,2
8,5
4,6
9,5
18,6
16,3
15,6
4,9
18,9
5,2
28,2
2,8
2,1
2,9
12,8

Durchschnitt: 10,49375

Ich komme beim Nachrechnen auch für die anderen Parteien auf andere Durchschnitte.
Hier jeweils MITTELWERT und "zu 16" gerechnet
SPD CDU Grüne AfD CSU FDP Linke FW Piraten NPD PARTEI Tier
MITTELWERT 26,44375 29,1333333333333 9,84375 10,7266666666667 47,7 5,88125 10,49375 1,7 1,14 1,45 0,8 1,12857142857143
ZU 16 26,44375 27,3125 9,84375 10,05625 2,98125 5,88125 10,49375 1,275 1,06875 1,26875 0,65 0,49375


Bevor ich mich auf den Sonntag bei Wikipedia blamiere bitte ich dich um eine Meinung dazu. Welchen Bock habe ich da geschossen?


Da hilft auch kein Vergleich mit langjährig erfolgreich koalierenden Parteien, ein Trend zur vermehrten und damit koalitionär relevanten Wahl der Die Linke ist in den westlichen Bundesländern nicht zu erkennen.

Das sehe ich wie begründet anders.

Insofern ist die Vorstellung, die Die Linke wäre in der Lage, die SPD zu treiben ebenso absurd

Die Linke kann mit der SPD um Stimmenanteile konkurrieren, die sowohl für Koalitionen ausschließlich als auch einschließlich der Linken relevant sein können. Insofern kann die SPD die Existenz der Linken auch in den meisten westlichen Bundesländern quantitativ nicht ignorieren. Inwieweit für sie eine Koalition politisch in Frage kommt, ist ein anderes Thema.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » So 29. Okt 2017, 15:51

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(29 Oct 2017, 15:32)

Entschuldige bitte, ich bin nach den Zahlen von Election.de gegangen:

3,8
13,2
8,5
4,6
9,5
18,6
16,3
15,6
4,9
18,9
5,2
28,2
2,8
2,1
2,9
12,8

Durchschnitt: 10,49375

Ich komme beim Nachrechnen auch für die anderen Parteien auf andere Durchschnitte.
Hier jeweils MITTELWERT und "zu 16" gerechnet
SPD CDU Grüne AfD CSU FDP Linke FW Piraten NPD PARTEI Tier
MITTELWERT 26,44375 29,1333333333333 9,84375 10,7266666666667 47,7 5,88125 10,49375 1,7 1,14 1,45 0,8 1,12857142857143
ZU 16 26,44375 27,3125 9,84375 10,05625 2,98125 5,88125 10,49375 1,275 1,06875 1,26875 0,65 0,49375


Bevor ich mich auf den Sonntag bei Wikipedia blamiere bitte ich dich um eine Meinung dazu. Welchen Bock habe ich da geschossen?



Das sehe ich wie begründet anders.


Die Linke kann mit der SPD um Stimmenanteile konkurrieren, die sowohl für Koalitionen ausschließlich als auch einschließlich der Linken relevant sein können. Insofern kann die SPD die Existenz der Linken auch in den meisten westlichen Bundesländern quantitativ nicht ignorieren. Inwieweit für sie eine Koalition politisch in Frage kommt, ist ein anderes Thema.



Meines Erachtens, ich bin keine gelernte Statistikerin, liegt der Unterschied in den Zahlen daran, dass unter Gesamt nicht die oberhalb gelisteten Wahlergebnisse zusammengezählt und geteilt gezeigt werden, sondern unter Gesamt der Durchschnitt unter Berücksichtigung der Faktoren unter Fußnote 2 errechnet wurde.

Zum Rest später mehr, ich muss mal eben Brot backen.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon lili 1 » So 29. Okt 2017, 16:54

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Oct 2017, 11:32)

Seh´ ich ein wenig anders. Populisten haben eine andere Erzählweise, aber nicht mehr Geld.

Wer zahlt denn Krippenplätze, Herdprämie oder sonstwas? Natürlich der Steuerzahler, wir alle. Es wäre also ein reiner Taschenspieler-Trick, wenn der Staat uns Gelder zuweist, um sie dann wieder für Ausgaben abzunehmen. Die Segnungen fallen nicht vom Himmel, sie müssen durch Wertzuwachs erworben werden. Es sind ja jetzt auch Überschüsse da und über deren Verteilung wird gesprochen.



Aber dennoch verraten die Parteien ihre Grundwerte. Die Linke kam erst nach der Agenda 2010 und die AFD hatte am Anfang das Thema Eurokrise und sie wurde populär durch Merkels Flüchtlingspolitik.

Die Parteien haben sich vom Durchschnittsbürger entfernt.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Selina » So 29. Okt 2017, 18:30

JJazzGold hat geschrieben:(29 Oct 2017, 15:20)

Was mich bei der Die Linke am meisten beruhigt ist, dass diese stehengeblieben ist. Frau Lötzsch&co sind immer noch auf der Suche nach dem Weg zum Kommunismus, der Antisemitismus ist nach wie vor tief verwurzelt in der Die Linke und Wagenknecht spult immer noch die nachhaltig das Arbeiterparadies etablierende Reichensteuer ab.

Der Zeitstillstand der Die Linke zeigt sich aber auch an der nach wie vor absurden Forderung, die SPD habe ihre Agenda 2010 rückgängig zu machen, bevor sie bei der die Linke um eine Koalition bitten dürfe.

Was den Weg in die Moderne betrifft ist die Die Linke ebenso realitätsverweigernd unfähig wie die AfD.


Ich weiß nicht, woher du diese "Erkenntnisse" beziehst. Mit der Realität der Partei Die Linke hat das alles nichts zu tun. Zumindest nicht in einer derartigen Vereinfachung. Hier mal ein paar Original-Inhalte:

https://www.die-linke.de/start/

https://www.originalsozial.de/nc/politi ... chbrechen/
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » So 29. Okt 2017, 18:37

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(29 Oct 2017, 15:32)

Das sehe ich wie begründet anders.


Die Linke kann mit der SPD um Stimmenanteile konkurrieren, die sowohl für Koalitionen ausschließlich als auch einschließlich der Linken relevant sein können. Insofern kann die SPD die Existenz der Linken auch in den meisten westlichen Bundesländern quantitativ nicht ignorieren. Inwieweit für sie eine Koalition politisch in Frage kommt, ist ein anderes Thema.


Keine Frage, dass die SPD es mit Genugtuung betrachtet, wenn in einem westlichen Bundesland die Die Linke gar nicht erst auftaucht, oder in vernachlässigbarer Menge, weil sie ansonsten gezwungen ist, sich ggfls. wieder einmal gegen RRG auszusprechen. Kein Koalitionsformat, was im Westen der Republik vom Wähler goutiert wird. Dass sie sich dagegen in den östlichen Bundesländern schwer tut gegen die Die Linke zu konkurrieren, verständlich, hat sie sie doch anteilig selbst ins Koalitionsboot geholt, was, wenn ich einen Blick nach Brandenburg werfe, bekannt als sog. kleine DDR, eher der Die Linke geschadet hat, als der SPD.

Momentan hat die Die Linke gerade im Osten ein schwerwiegenderes Problem, als die Konkurrenz zur SPD, die AfD, und sie hat keine Ahnung, wie sie damit fertig werden soll. In einer solchen Situation zu verlangen, die SPD hatte sich programmatisch ihren Wünschen anzupassen, halte ich für reichlich vermessen und realitätsfern.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 29. Okt 2017, 18:54

JJazzGold hat geschrieben:(29 Oct 2017, 18:37)

[color=#0000BF]Keine Frage, dass die SPD es mit Genugtuung betrachtet, wenn in einem westlichen Bundesland die Die Linke gar nicht erst auftaucht, oder in vernachlässigbarer Menge, weil sie ansonsten gezwungen ist, sich ggfls. wieder einmal gegen RRG auszusprechen.

Das Problem hat die SPD so oder so, ob die Linke nun 4 oder 6 % macht - schließlich weiß man das erst am Wahltag so genau.

Kein Koalitionsformat, was im Westen der Republik vom Wähler goutiert wird. Dass sie sich dagegen in den östlichen Bundesländern schwer tut gegen die Die Linke zu konkurrieren, verständlich, hat sie sie doch anteilig selbst ins Koalitionsboot geholt, was, wenn ich einen Blick nach Brandenburg werfe, bekannt als sog. kleine DDR, eher der Die Linke geschadet hat, als der SPD.

Kann man so nicht sagen. Die Linke schneidet da, wo sie regiert, nicht merklich schlechter ab als da, wo sie nur gern regieren würde. Dasselbe lässt sich übrigens auch von der SPD sagen.

Momentan hat die Die Linke gerade im Osten ein schwerwiegenderes Problem, als die Konkurrenz zur SPD, die AfD, und sie hat keine Ahnung, wie sie damit fertig werden soll.

Das Problem hat eher die CDU. Die laviert ratlos zwischen "war doch alles richtig" (was durchaus stimmt) und "wir müssen mal wieder auf national machen" (was ein Irrweg wäre). Die Linke ist in Sachen AfD/Pegida ziemlich festgelegt. Das bringt ihr nicht unbedingt mehr Wähler, erscheint mir aber eine vernünftige Kommunikationsstrategie. Ich denke aber nicht, dass die AfD bei kommenden Wahlen die Rolle spielen kann, die sie sich heute erträumt - egal für welche Partei.

In einer solchen Situation zu verlangen, die SPD hatte sich programmatisch ihren Wünschen anzupassen, halte ich für reichlich vermessen und realitätsfern.

Worauf beziehst du dich da? Die SPD ist doch überhaupt nicht dran, irgendwo zu regieren.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » So 29. Okt 2017, 19:01

Selina hat geschrieben:(29 Oct 2017, 18:30)

Ich weiß nicht, woher du diese "Erkenntnisse" beziehst. Mit der Realität der Partei Die Linke hat das alles nichts zu tun. Zumindest nicht in einer derartigen Vereinfachung. Hier mal ein paar Original-Inhalte:

https://www.die-linke.de/start/

https://www.originalsozial.de/nc/politi ... chbrechen/


Augenscheinlich hat es doch etwas mit der Partei Die Linke zu tun.

"Hartz IV abschaffen!
Das Hartz IV- System ist gescheitert und muss abgeschafft werden!"
https://www.die-linke.de/themen/mindestsicherung/

"Banken verstaatlichen und strikt regulieren"
Pressemitteilung von Michael Schlecht, 23. September 2011
https://www.linksfraktion.de/presse/pre ... egulieren/

"Die Reichensteuer erweitern: 60% ab rund 260.000 Euro, 75% auf Einkommen oberhalb von 1 Million Euro."
https://www.die-linke.de/themen/umverteilen/

Die Kommunistische Plattform ist ein offen tätiger Zusammenschluss von Kommunistinnen und Kommunisten in der Partei DIE LINKE, die auf der Grundlage von Programmatik und Satzung der Partei aktiv an der Basis und in Parteistrukturen wirken.

"Die Bewahrung und Weiterentwicklung marxistischen Gedankenguts ist wesentliches Anliegen der Kommunistischen Plattform. Die Plattform tritt sowohl für kurz- und mittelfristig angestrebte Verbesserungen im Interesse der Nicht- und wenig Besitzenden innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft als auch für den Sozialismus als Ziel gesellschaftlicher Veränderungen ein."
https://kpf.die-linke.de/start/

Antisemitismus der Die Linke:

http://cicero.de/innenpolitik/wie-der-a ... -kam/42297
http://www.zeit.de/2014/48/antisemitismus-afd-die-linke

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 59367.html

Und weil Sie ja so gerne die TAZ lesen

http://www.taz.de/!5028471/

Noch ein paar andere absurde Die Linke Ideen gefällig, wie die Abschaffung der NATO, die Absage an die USA als Verbündeter und den Kotau vor Russland?
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon DarkLightbringer » So 29. Okt 2017, 19:03

lili 1 hat geschrieben:(29 Oct 2017, 16:54)

Aber dennoch verraten die Parteien ihre Grundwerte. Die Linke kam erst nach der Agenda 2010 und die AFD hatte am Anfang das Thema Eurokrise und sie wurde populär durch Merkels Flüchtlingspolitik.

Die Parteien haben sich vom Durchschnittsbürger entfernt.

Dann müssen sie eben wieder näher treten.

Krisen gab es schon, als dem frühen Menschen das erste mal kalt wurde und die Erzählung vom Mond die Eiszeit nicht zu verhindern vermochte. Will sagen, die Erzählweise ist nicht immer das entscheidende. Die NSDAP war auch mal populär, das Ende vom Lied war eine Trümmerlandschaft und eine traurige Geschichte.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Selina » So 29. Okt 2017, 21:43

JJazzGold hat geschrieben:(29 Oct 2017, 19:01)

Augenscheinlich hat es doch etwas mit der Partei Die Linke zu tun.

"Hartz IV abschaffen!
Das Hartz IV- System ist gescheitert und muss abgeschafft werden!"
https://www.die-linke.de/themen/mindestsicherung/

"Banken verstaatlichen und strikt regulieren"
Pressemitteilung von Michael Schlecht, 23. September 2011
https://www.linksfraktion.de/presse/pre ... egulieren/

"Die Reichensteuer erweitern: 60% ab rund 260.000 Euro, 75% auf Einkommen oberhalb von 1 Million Euro."
https://www.die-linke.de/themen/umverteilen/

Die Kommunistische Plattform ist ein offen tätiger Zusammenschluss von Kommunistinnen und Kommunisten in der Partei DIE LINKE, die auf der Grundlage von Programmatik und Satzung der Partei aktiv an der Basis und in Parteistrukturen wirken.

"Die Bewahrung und Weiterentwicklung marxistischen Gedankenguts ist wesentliches Anliegen der Kommunistischen Plattform. Die Plattform tritt sowohl für kurz- und mittelfristig angestrebte Verbesserungen im Interesse der Nicht- und wenig Besitzenden innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft als auch für den Sozialismus als Ziel gesellschaftlicher Veränderungen ein."
https://kpf.die-linke.de/start/

Antisemitismus der Die Linke:

http://cicero.de/innenpolitik/wie-der-a ... -kam/42297
http://www.zeit.de/2014/48/antisemitismus-afd-die-linke

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 59367.html

Und weil Sie ja so gerne die TAZ lesen

http://www.taz.de/!5028471/

Noch ein paar andere absurde Die Linke Ideen gefällig, wie die Abschaffung der NATO, die Absage an die USA als Verbündeter und den Kotau vor Russland?


Tolle Fleißarbeit. Aber die Mehrheit der Linken ist nicht antisemitisch. Und die meisten Linken sind auch keine Kommunisten. Die Linken-Wähler schon gar nicht. Da sollten Sie sich schon ein eigenes Bild machen. Cicero etwa ist für mich nun nicht gerade die Quelle für Fragen der Linken. Die Realität sieht anders aus. Und Sie würden die Linke auch dann nicht gut finden, wenn es keine Kommunistische Plattform gäbe und keine Nato-Kritik, unter Garantie nicht. Und was die Russland-Frage anbelangt, ja, die wird von vielen deutschen Politikern und deren Anhängern einseitig beantwortet. Immer aus der Sicht der Deutschen, des Westens, wie sie die Russen gerne hätten. Aber auch das ist völlig realitätsfern. Um eine andere Nation verstehen zu können, muss man sich mit ihrer Geschichte, ihrer Gegenwart und ihrer politischen Entwicklung beschäftigen.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » So 29. Okt 2017, 22:35

Selina hat geschrieben:(29 Oct 2017, 21:43)

Tolle Fleißarbeit. Aber die Mehrheit der Linken ist nicht antisemitisch. Und die meisten Linken sind auch keine Kommunisten. Die Linken-Wähler schon gar nicht. Da sollten Sie sich schon ein eigenes Bild machen. Cicero etwa ist für mich nun nicht gerade die Quelle für Fragen der Linken. Die Realität sieht anders aus. Und Sie würden die Linke auch dann nicht gut finden, wenn es keine Kommunistische Plattform gäbe und keine Nato-Kritik, unter Garantie nicht. Und was die Russland-Frage anbelangt, ja, die wird von vielen deutschen Politikern und deren Anhängern einseitig beantwortet. Immer aus der Sicht der Deutschen, des Westens, wie sie die Russen gerne hätten. Aber auch das ist völlig realitätsfern. Um eine andere Nation verstehen zu können, muss man sich mit ihrer Geschichte, ihrer Gegenwart und ihrer politischen Entwicklung beschäftigen.


Fleißarbeit? Wie niedlich. :)

Die Abschnitte, die ihre Behauptung widerlegen, “Mit der Realität der Partei Die Linke hat das alles nichts zu tun.“, habe ich Ihrem Die Linke Link entnommen, im Gegensatz zu Ihnen war mir die kpf bekannt und dass die Die Linke Antisemitismus aufweist beklagte seinerzeit schon Gysi.

Da ich sowohl Antisemitismus, als auch Kommunismus, sowie etliche, u.a.o.g. Programmpunkte der Die Linke ablehne, wie auch deren Unterwerfung unter Putin, benötigt man keinen Scharfsinn, um zu erkennen, dass ich “Die Linke nicht gut finde“. Was nicht bedeutet, dass ich ihr das Existenzrecht abspreche. Es beruhigt mich nur ungemein, dass ich angesichts ihrer Entwicklung nicht befürchten muss, sie im Bund und meinem Bundesland in Regierungsbeteiligung zu sehen.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Mehmet » So 29. Okt 2017, 22:39

Die eigene Realität (wie man sie selbst wahrnimmt) ist natürlich wieder 'die' Realität (die unumstößliche Wahrheit).

- Aber die Mehrheit der Linken ist nicht antisemitisch.
- Und die meisten Linken sind auch keine Kommunisten.
- Da sollten Sie sich schon ein eigenes Bild machen.
- Die Realität sieht anders aus.

Die ersten beiden Punkte lassen sich dann sicher leicht belegen. Denn wer etwas als 'die' Wahrheit anpreist, sollte schon etwas handfestest vorzuweisen haben.

Zu den letzten Punkten: Wie sieht denn die Realität aus? Rot? Ich denke, dass Person X seine eigene Sicht der Dinge (oder Erfahrungen) zum Thema X hat.
Manche Dinge sind oft etwas komplizierter auf diesen Planeten. Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer. Benjamin Franklin
Türke unser, der du bist in Anatolien, geheiligt werde dein Türkentum;
zu uns komme Dein Reich; dein türkischer Wille geschehe, wie in Anatolien, so auch in Europa!
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon DarkLightbringer » So 29. Okt 2017, 22:42

Das rechtsgerichtete Regime in Russland gewährt einigen linken Parteien ihr Gnadenbrot. In die ideologisch näher Stehenden wird jedoch mehr investiert.

Es war einmal eine Zeit, als Russlands Freunde in der Welt vornehmlich auf der linken Seite des politischen Spektrums beheimatet waren. Es gibt sie noch, die alten Kommunisten in Griechenland, Portugal, Tschechien und Deutschland, die eine besondere Bindung zu Russland pflegten. Auch heute hält Moskau an den langjährigen Banden fest.
Mehr Kontakte, Querverbindungen und strategische Ziele teilt der Kreml inzwischen jedoch mit den rechtspopulistischen, offen antieuropäischen und rechtsradikalen Parteien in der EU. Von den 24 einflussreichsten Rechtsparteien bekennen sich 15 offen zu Russland und schließen einen gemeinsamen Weg unter Leitung Moskaus jenseits der EU nicht mehr aus.
http://www.taz.de/!5042541/

Außenpolitisch ist die Linke von den Bündnisgrünen links überholt worden und von der alternativen Rechten eingeholt. 2013 war das noch anders.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon Selina » So 29. Okt 2017, 23:47

JJazzGold hat geschrieben:(29 Oct 2017, 22:35)

Fleißarbeit? Wie niedlich. :)

Die Abschnitte, die ihre Behauptung widerlegen, “Mit der Realität der Partei Die Linke hat das alles nichts zu tun.“, habe ich Ihrem Die Linke Link entnommen, im Gegensatz zu Ihnen war mir die kpf bekannt und dass die Die Linke Antisemitismus aufweist beklagte seinerzeit schon Gysi.

Da ich sowohl Antisemitismus, als auch Kommunismus, sowie etliche, u.a.o.g. Programmpunkte der Die Linke ablehne, wie auch deren Unterwerfung unter Putin, benötigt man keinen Scharfsinn, um zu erkennen, dass ich “Die Linke nicht gut finde“. Was nicht bedeutet, dass ich ihr das Existenzrecht abspreche. Es beruhigt mich nur ungemein, dass ich angesichts ihrer Entwicklung nicht befürchten muss, sie im Bund und meinem Bundesland in Regierungsbeteiligung zu sehen.


Kümmern Sie sich nur um Ihre FDP. Da gibts sehr viel zu tun, dass man die Partei im Osten, wo sie so gut wie keine Rolle spielt, überhaupt ernst nehmen könnte. Und auch die jetzigen Koalitionsverhandlungen werden noch zeigen, ob die FDP überhaupt Format hat auf einem einzigen der Politik-Felder. Da hab ich meine Zweifel. Und mal ganz nebenbei: Schaut man sich die Ergebnisse der Bundestagswahl an, so viel mehr Prozentpunkte hat die FDP ja nun wahrlich nicht im Vergleich zu den Linken :)
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon JJazzGold » Mo 30. Okt 2017, 00:29

Selina hat geschrieben:(29 Oct 2017, 23:47)

Kümmern Sie sich nur um Ihre FDP. Da gibts sehr viel zu tun, dass man die Partei im Osten, wo sie so gut wie keine Rolle spielt, überhaupt ernst nehmen könnte. Und auch die jetzigen Koalitionsverhandlungen werden noch zeigen, ob die FDP überhaupt Format hat auf einem einzigen der Politik-Felder. Da hab ich meine Zweifel :)


Das mag Ihnen nach all den Jahren SED Diktatur befremdlich vorkommen, aber in Deutschland im Jahre 2017 steht es dem Bürger frei zu wählen, um welche Partei/en er sich kümmert, sprich informiert hält und welche Partei/en er wählt. Das Erstere bedingt im Normalfall das Letztere. Das Angebot an Parteien, um die sich der wahlberechtigte Bürger “kümmern kann“ betraf zur letzten Bundestagswahl 42 Parteien.

Nur hier im Thread mit dem Titel “Machtkampf bei den Linken“ ist die Auswahl deutlich reduzierter. Hier geht es, wie der Titel sagt, um die Partei Die Linke. Vielleicht am Rande noch ein wenig um die SPD, die sich konstant genötigt sieht, dem westlichen Bundestagswähler zu versichern, dass sie auf keinen Fall mit der Die Linke koalieren wird. Noch weiter am Rande um die Grünen, weil man schon erfahren hat, dass diese mit jeder Partei ausser der AfD ins Koalitionsbett gehen. Aber in der Hauptsache geht es in diesem Thread um die Die Linke und Sie, als deren vehemente Verteidigerin, sind aufgerufen diese, so gut es eben geht, argumentativ inhaltlich zu verteidigen. Wozu definitiv nicht das Argument die, oder JJazzGolds, FDP gehört, da diese nicht Gefahr läuft jemals in den Verdacht zu geraten mit der Die Linke koalieren zu wollen. :)
Sie werden sich ergo seriöser Argument bedienen müssen, wollen Sie ernst genommen werden.
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Re: Machtkampf bei den Linken

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 30. Okt 2017, 09:29

In den Niederlanden hat sich eine ehemals populistische Linke sozialdemokratisiert, mehr oder weniger erfolgreich.
Die deutsche Linke bleibt indes und bis auf weiteres eher langweilig, populistisch und neozaristisch - die Unterwerfung gegenüber der Kriegspolitik des Putin-Regimes ist seinem Wesen nach reaktionär.

Die SPD in der Opposition aber muss eine Alternative anbieten und zwar im Sinne von Olaf Scholz als "progressive Kompetenzpartei". Das war sie auch von 1969 bis 1982, in Regierungsverantwortung mit Willy Brandt und Helmut Schmidt.
Von daher ist die Abgrenzung zur Linken und zur alternativen Rechten bedeutsam, da sich diese ausschließlich im Wettbewerb von Inkompetenz und Schrillheit befinden.
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