Linke Flanke/Rechte Flanke

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jorikke
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon jorikke » Mo 9. Okt 2017, 09:30

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Oct 2017, 09:35)

Die werden sich eine Weile zanken und dann wird regiert.


Fast einverstanden.
Besser formuliert wäre:
Die werden eine Weile so tun, als ob sie zanken und dann wird regiert.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 9. Okt 2017, 09:42

jorikke hat geschrieben:(09 Oct 2017, 10:30)

Fast einverstanden.
Besser formuliert wäre:
Die werden eine Weile so tun, als ob sie zanken und dann wird regiert.

Es wird regiert werden müssen, da sich ja nicht alle einfach in die Büsche schlagen können.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon yogi61 » Mo 9. Okt 2017, 09:45

jorikke hat geschrieben:(09 Oct 2017, 10:30)

Fast einverstanden.
Besser formuliert wäre:
Die werden eine Weile so tun, als ob sie zanken und dann wird regiert.


Alles zum Wohle des Vaterlandes. Man kann sich der Verantwortung nicht entziehen und blah, blah. So etwas hört das Stimmvieh gerne.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 9. Okt 2017, 09:52

Das Stimmvieh hört unterschiedliches gerne. Die Opposition wird sich gewiss auch noch sortieren und hübsche Dinge vortragen. Ist ja auch spannend - wird die Linke ihren Wahlkampf gegen die SPD beenden?
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon JJazzGold » Mo 9. Okt 2017, 10:16

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Oct 2017, 23:11)

Es fehlte ihr der Mut, die Weitsicht und die menschliche Größe. Die SDP bestand zu einem nicht geringen Teil aus Querulanten, auch aus Menschen, die sich zur Gesellschaft insgesamt und vor allem vor Ort in Opposition sahen und ihrerseits als schwierig galten. Auch bei parteilosen Pragmatikern. Diese wurden die Ost-Landesverbände der SPD und wollten mit Vertretern der ehemaligen Funktionselite nichts zu tun haben. Befördert wurde dies von einer Angst vor antikommunistischen Reflexen. Die Sprüche im Bundestag zu Jusos und SDS waren den Politikern der Zeit noch gut erinnerlich. Personen wie Wulf Gallert oder Gabriele Zimmer hätten 1990ff problemlos in die SPD wechseln und dort nicht als sonderlich abweichende Politiker auffalken können, wenn die SPD das damals gewollt hätte. Ohne einen soliden Mittelbau gerade auch von Menschen, die damals jung waren und eben nicht seit 30 Jahren von Amt zu Amt aufstiegen, hätte Gysi 1994 einpacken können.


Die fehlende Weitsicht ist den damaligen Umständen geschuldet. Einem Volk, das mehrheitlich die Schnauze voll hatte von links aussen, wäre die Sicherung der linken Flanke schwer anzudienen gewesen. Nichts desto trotz hätte die SPD sukzessive die linke Flanke soweit ausbauen müssen, um der vjel namentlichen Linken das Wasser abzugraben und deren gemäßigtes Personal einzubinden. Da sind wir völlig einer Meinung. Das hätte im Osten der Republik Zulauf generiert, meines Erachtens effektiver, als diese entgegenkommenden rot-roten Koalitionen, die noch dazu Lafontaine&co die Möglichkeit eröffneten, einen Flankenriss in den alten Bundesländern zu initiieren.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 9. Okt 2017, 10:17

Europa2050 hat geschrieben:(08 Oct 2017, 23:04)



Ob die da mitmachen, wird sich noch zeigen.

Jedenfalls hat die Kanzlerin die gerechte Strapfe für nicht rechtzeitiges Zurückziehen ereilt:

FDP, Grüne und CSU bekommt sie in der Gesamtheit nicht so einfach einsortiert wie seinerzeit SPD (2x) und FDP.


Richtig. Dafür sind sich Grüne, FDP und CSU alle drei Parteien nicht wirklich Grün miteinander während die Merkelsche CDU zwischen allem Stühlen sitzt.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon JJazzGold » Mo 9. Okt 2017, 10:21

yogi61 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 10:45)

Alles zum Wohle des Vaterlandes. Man kann sich der Verantwortung nicht entziehen und blah, blah. So etwas hört das Stimmvieh gerne.


In der Regel wird eine Partei gewählt, um Verantwortung zu übernehmen. Sie wählen doch auch keine Partei, die entweder von vorne herein erklärt, an der aktiven Umsetzung ihrer Vorstellungen nicht interessiert zu sein, oder im Fall von Koalitionsnotwendigkeit die Primadonna gibt und Neuwahlen erzwingt.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon yogi61 » Mo 9. Okt 2017, 10:40

JJazzGold hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:21)

In der Regel wird eine Partei gewählt, um Verantwortung zu übernehmen. Sie wählen doch auch keine Partei, die entweder von vorne herein erklärt, an der aktiven Umsetzung ihrer Vorstellungen nicht interessiert zu sein, oder im Fall von Koalitionsnotwendigkeit die Primadonna gibt und Neuwahlen erzwingt.


Man muss zu seinen Prinzipien stehen, geht das nicht, dann darf man sich an einer Regierung nicht beteiligen. Konsenssuppe hatten wir schon genug, sonst wäre die AFD nicht so stark.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 9. Okt 2017, 10:41

JJazzGold hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:21)

In der Regel wird eine Partei gewählt, um Verantwortung zu übernehmen. Sie wählen doch auch keine Partei, die entweder von vorne herein erklärt, an der aktiven Umsetzung ihrer Vorstellungen nicht interessiert zu sein, oder im Fall von Koalitionsnotwendigkeit die Primadonna gibt und Neuwahlen erzwingt.

Verantwortung ist riskant. Primadonnen gelten indes als zuverlässig kapriziöse Selbstdarsteller, die nicht selten vom eher konsumtiv eingestellten Zuschauer als Diven verehrt werden.
Klar gibt es den Wähler, der lieber seiner Diva beim "sterbenden Schwan" lauscht als sich Koloratursänger im Chor vorzustellen.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon JJazzGold » Mo 9. Okt 2017, 11:14

yogi61 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:40)

Man muss zu seinen Prinzipien stehen, geht das nicht, dann darf man sich an einer Regierung nicht beteiligen. Konsenssuppe hatten wir schon genug, sonst wäre die AFD nicht so stark.


Würde jede Partei Prinzipientreue so auslegen wie Sie, gäbe es keine Koalitionen.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon JJazzGold » Mo 9. Okt 2017, 11:17

DarkLightbringer hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:41)

Verantwortung ist riskant. Primadonnen gelten indes als zuverlässig kapriziöse Selbstdarsteller, die nicht selten vom eher konsumtiv eingestellten Zuschauer als Diven verehrt werden.
Klar gibt es den Wähler, der lieber seiner Diva beim "sterbenden Schwan" lauscht als sich Koloratursänger im Chor vorzustellen.


Was aus einer Partei wird, die sich auf Bundesebene als Primadonna gebärdet, kann man an der Die Linke beobachten. Die verstaubt als Ladenhüter auf der Koalitionsbank.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 9. Okt 2017, 11:24

yogi61 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:40)

Man muss zu seinen Prinzipien stehen, geht das nicht, dann darf man sich an einer Regierung nicht beteiligen. Konsenssuppe hatten wir schon genug, sonst wäre die AFD nicht so stark.

Mangelnde Teamfähigkeit ist kein Prinzip, sondern eine Allüre.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 9. Okt 2017, 11:27

JJazzGold hat geschrieben:(09 Oct 2017, 12:17)

Was aus einer Partei wird, die sich auf Bundesebene als Primadonna gebärdet, kann man an der Die Linke beobachten. Die verstaubt als Ladenhüter auf der Koalitionsbank.

Auf Bundesebene staubt die Linke seit 27 Jahren in der Opposition dahin. Gut, meinetwegen kann es aber so bleiben. Das müssen die Anhänger selber wissen, was sie unter Feenstaub verstehen wollen.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon yogi61 » Mo 9. Okt 2017, 11:33

DarkLightbringer hat geschrieben:(09 Oct 2017, 12:24)

Mangelnde Teamfähigkeit ist kein Prinzip, sondern eine Allüre.


Blödsinn, man ist nicht in einem Team mit anderen Parteien und so etwas sollte man den Wählern auch nicht einreden.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon pikant » Mo 9. Okt 2017, 11:47

yogi61 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:40)

Man muss zu seinen Prinzipien stehen, geht das nicht, dann darf man sich an einer Regierung nicht beteiligen. Konsenssuppe hatten wir schon genug, sonst wäre die AFD nicht so stark.


Prinzipien ja, aber immer kompromissbereit
nur so kann man erfolgreich regieren mit verschiedenen Partnern

besser ist natuerlich 50% plus, wo man dann sein Programm zu 100% umsetzen kann.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon pikant » Mo 9. Okt 2017, 11:48

jorikke hat geschrieben:(09 Oct 2017, 10:30)


Die werden eine Weile so tun, als ob sie zanken und dann wird regiert.


leider wird nach gut 2 Wochen noch nicht mal sondiert, von Verhandlungen ganz zu schweigen.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon Merkel_Unser » Mo 9. Okt 2017, 11:51

think twice hat geschrieben:(08 Oct 2017, 22:31)

So, es geht los. Die Obergrenze kommt. Die rechte Flanke wird geschlossen. O-Ton Hans-Peter Friedrich, CSU, bei Anne Will: "Deutschland muss deutsch bleiben."

Und immer wieder geht es nur noch darum, wie man die frustrierten und abgehaengten, ostdeutschen AfD-Waehler wieder auf Kurs bekommt. Ich könnte brechen.

Gerhard Hassknecht hatte so recht am Freitag in der heute- show. 12% Idioten beherrschen die Themen. Und was ist mit uns, den 88% anderen?


Das ist eben dein Denkfehler. Bei den 12% ist das Fass lediglich bereits übergelaufen und es hat zur AfD-Wahl gereicht. Die Obergrenze will die Mehrheit der Deutschen, wobei man diese "Einigung" zwischen CSU/CDU nicht als solche bezeichnen kann. Da ging es mehr um die Show, so wie halt immer beim Drehhofer.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon pikant » Mo 9. Okt 2017, 11:57

Merkel_Unser hat geschrieben:(09 Oct 2017, 12:51)

Das ist eben dein Denkfehler. Bei den 12% ist das Fass lediglich bereits übergelaufen und es hat zur AfD-Wahl gereicht. Die Obergrenze will die Mehrheit der Deutschen, wobei man diese "Einigung" zwischen CSU/CDU nicht als solche bezeichnen kann. Da ging es mehr um die Show, so wie halt immer beim Drehhofer.


das ist ein fauler Kompromiss innerhalb der Unsionsparteien.
wohl in der Koalition nicht durchsetzbar.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon Merkel_Unser » Mo 9. Okt 2017, 11:59

pikant hat geschrieben:(09 Oct 2017, 12:57)

das ist ein fauler Kompromiss innerhalb der Unsionsparteien.
wohl in der Koalition nicht durchsetzbar.


Wo siehst du einen Kompromiss? Eine Obergrenze gibt es nicht, von daher hat die CDU ihre Position 1:1 bekommen. Wobei ich nichts anderes erwartet habe.
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Re: Linke Flanke/Rechte Flanke

Beitragvon pikant » Mo 9. Okt 2017, 12:03

Merkel_Unser hat geschrieben:(09 Oct 2017, 12:59)

Wo siehst du einen Kompromiss? Eine Obergrenze gibt es nicht, von daher hat die CDU ihre Position 1:1 bekommen. Wobei ich nichts anderes erwartet habe.


man hat eine Orientierungsgroesse gefunden, die man aber nicht einhalten braucht.
als 6% Partei im Bundestag und kleinster Koalitionspartner war halt nicht mehr drin.

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