Zukunft der CSU

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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mo 19. Nov 2018, 12:44

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:28)

Jetzt ist es Fakt, wer versagt, wird bei der CSU belohnt. Söder bleibt nicht nur MP, sondern wird auch noch PV.
Offensichtlich hat man sich bei der CSU von einer Analyse, aus welchen Gründen die Partei über 10% verlor, schon verabschiedet, weil sich ja der Seehofer als PV verabschiedet. Das muss reichen.

Dass solch männliches Macho- und Machtgehabe attraktiv auf Frauen, die der CSU nachweislich als Wähler in ausreichendem Maß fehlen, wirkt, das glaubt auch nur der Söder.


Lass uns das doch mit einen berühmten Satz des ersten Bundeskanzlers beschreiben:

Man schüttet kein dreckiges Wasser weg, solange man kein sauberes zum Waschen hat.


Oder anders gesagt, Söder wäre politisch sehr dumm gewesen, wenn er diese sich ihm bietende Chance nicht mitnehmen würde. Die mangelnden Alternativen sind ja nicht wirklich allein sein Verdienst - bis auf die Ilsnerin waren die ja vorher schon im politischen Abseits, bzw. unwählbar.
Dobrinth hat keine gute Leistungen als Verkehrsminister gebracht und sein Versuch rechts zu blinken ist niemanden mehr wirklich zu verkaufen.
Karl Theodor hätte wenn dann schon vor einem Jahr zumindest mal was signalisieren können, sofern er gewollt hätte.
Und das der Weber sich eher auf EU und Komission stürzt als auf den Vorsitz ist zwar für die CSU tragisch, aber auch daran hatte Söder keinen Verdienst.

Nein, der Posten fällt im in den Schoß und selbst die Kritiker können das nicht verhindern, weil kein anderer da ist.
Also wenn sich nicht wirklich ein charismatischer Putschist ( m/w ) findet, dann wäre er schon saublöd, wenn er dies nicht annehmen würde.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Mo 19. Nov 2018, 12:52

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:28)

Jetzt ist es Fakt, wer versagt, wird bei der CSU belohnt. Söder bleibt nicht nur MP, sondern wird auch noch PV.
Offensichtlich hat man sich bei der CSU von einer Analyse, aus welchen Gründen die Partei über 10% verlor, schon verabschiedet, weil sich ja der Seehofer als PV verabschiedet. Das muss reichen.

Dass solch männliches Macho- und Machtgehabe attraktiv auf Frauen, die der CSU nachweislich als Wähler in ausreichendem Maß fehlen, wirkt, das glaubt auch nur der Söder.
Ich bin ja mit vielem von ihnen einverstanden, aber warum sollte Herr Söder versagt haben? Er hat mal gesagt, der Islam gehört zu Bayern, zuvor, er gehört nicht dazu. Aber da Versagen hinein zu interpretieren, ist für mich zu hoch gegriffen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mo 19. Nov 2018, 12:55

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:52)

Ich bin ja mit vielem von ihnen einverstanden, aber warum sollte Herr Söder versagt haben? Er hat mal gesagt, der Islam gehört zu Bayern, zuvor, er gehört nicht dazu. Aber da Versagen hinein zu interpretieren, ist für mich zu hoch gegriffen.


Im zweiten Satz ist die Kritik an Söder doch klar definiert. Warum also dieses dumme Nachfragen zu etwas, was du sogar mitzitierst?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Nov 2018, 12:59

Alexyessin hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:44)

Lass uns das doch mit einen berühmten Satz des ersten Bundeskanzlers beschreiben:



Oder anders gesagt, Söder wäre politisch sehr dumm gewesen, wenn er diese sich ihm bietende Chance nicht mitnehmen würde. Die mangelnden Alternativen sind ja nicht wirklich allein sein Verdienst - bis auf die Ilsnerin waren die ja vorher schon im politischen Abseits, bzw. unwählbar.
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Und das der Weber sich eher auf EU und Komission stürzt als auf den Vorsitz ist zwar für die CSU tragisch, aber auch daran hatte Söder keinen Verdienst.

Nein, der Posten fällt im in den Schoß und selbst die Kritiker können das nicht verhindern, weil kein anderer da ist.
Also wenn sich nicht wirklich ein charismatischer Putschist ( m/w ) findet, dann wäre er schon saublöd, wenn er dies nicht annehmen würde.


Man muss auch dies à la Flasche halb voll betrachten, die CSU war schon immer gut darin, unbeliebtes Führungspersonal zügig wieder loszuwerden. Insofern gebe ich ihr etwas Zeit. Allerdings ist diese Zeit zu kurz für Weber, zumindest was mich und die EU Wahl betrifft.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Nov 2018, 13:03

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:52)

Ich bin ja mit vielem von ihnen einverstanden, aber warum sollte Herr Söder versagt haben? Er hat mal gesagt, der Islam gehört zu Bayern, zuvor, er gehört nicht dazu. Aber da Versagen hinein zu interpretieren, ist für mich zu hoch gegriffen.


Weil man -10,5% nicht als Erfolg verkaufen kann. Das versucht Söder zwar gerade zu kaschieren, die Umstände sind schuld, der Zeitgeist ist schuld, die Herausforderungen waren schuld, etc.pp. Schuld war neben Seehofer Söder, der mit Kreuz, Asyltourismus, Anti CDU, PAG Reform und Haftbedingungen als Hilfestellung für psychisch Kranke seinen Wahlkampf führte.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Mo 19. Nov 2018, 13:09

Alexyessin hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:55)

Im zweiten Satz ist die Kritik an Söder doch klar definiert. Warum also dieses dumme Nachfragen zu etwas, was du sogar mitzitierst?
So ein Schmarrn. Wenn sie so eine flapsige Bemerkung als Begründung für das Versagen ansehen, dann gute Nacht. :D
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mo 19. Nov 2018, 13:14

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 13:09)

So ein Schmarrn. Wenn sie so eine flapsige Bemerkung als Begründung für das Versagen ansehen, dann gute Nacht. :D


10 % Verlust ist also eine flappsige Bemerkung. Naja, das zeigt viel über deine Fähigkeit zur seriösen Diskussion .
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Mo 19. Nov 2018, 13:16

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 13:03)

Weil man -10,5% nicht als Erfolg verkaufen kann. Das versucht Söder zwar gerade zu kaschieren, die Umstände sind schuld, der Zeitgeist ist schuld, die Herausforderungen waren schuld, etc.pp. Schuld war neben Seehofer Söder, der mit Kreuz, Asyltourismus, Anti CDU, PAG Reform und Haftbedingungen als Hilfestellung für psychisch Kranke seinen Wahlkampf führte.
Ich vergleiche das mit der Wahl 2013 und stelle fest, dass es die AfD damals noch kaum gegeben hat. Solange diese Partei besteht, hat kein MP in Bayern die Chance mit seiner Partei wieder alleine zu regieren. Wenn man das berücksichtigt und zusätzlich registriert, dass auch die Grünen eine so schnell nicht wiedervorkommende Gunst der Stunde nutzten, war das Ergebnis der CSU gar nicht so schlecht.
Man kann sehr froh sein, dass es in Bayern die FW gibt,sonst wären diese Rechtspopulisten noch wesentlich größer geworden.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mo 19. Nov 2018, 13:23

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 13:16)

Ich vergleiche das mit der Wahl 2013 und stelle fest, dass es die AfD damals noch kaum gegeben hat. Solange diese Partei besteht, hat kein MP in Bayern die Chance mit seiner Partei wieder alleine zu regieren. Wenn man das berücksichtigt und zusätzlich registriert, dass auch die Grünen eine so schnell nicht wiedervorkommende Gunst der Stunde nutzten, war das Ergebnis der CSU gar nicht so schlecht.
Man kann sehr froh sein, dass es in Bayern die FW gibt,sonst wären diese Rechtspopulisten noch wesentlich größer geworden.


Hier geht es um die CSU und nicht um die AfD und auch nicht darum, das du hier die steile These aufstellst, die FWler hätten der AfD Stimmen weggenommen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Nov 2018, 14:12

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 13:16)

Ich vergleiche das mit der Wahl 2013 und stelle fest, dass es die AfD damals noch kaum gegeben hat. Solange diese Partei besteht, hat kein MP in Bayern die Chance mit seiner Partei wieder alleine zu regieren. Wenn man das berücksichtigt und zusätzlich registriert, dass auch die Grünen eine so schnell nicht wiedervorkommende Gunst der Stunde nutzten, war das Ergebnis der CSU gar nicht so schlecht.
Man kann sehr froh sein, dass es in Bayern die FW gibt,sonst wären diese Rechtspopulisten noch wesentlich größer geworden.


Schmarrn, die AfD in Bayern ist von Söder völlig verfehlt unterstützt worden, weil er glaubte, er müsse sich nur das AfD Mäntelchen umhängen, um deren Wählerklientel zu gewinnen. Das ist gründlich in die Söder'sche Hose gegangen. Aber er ist ja nicht daran schuld, das sind die Umstände, der Zeitgeist, die Zuagroasten, wer oder was auch immer, er nicht.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Mo 19. Nov 2018, 15:42

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 14:12)

Schmarrn, die AfD in Bayern ist von Söder völlig verfehlt unterstützt worden, weil er glaubte, er müsse sich nur das AfD Mäntelchen umhängen, um deren Wählerklientel zu gewinnen. Das ist gründlich in die Söder'sche Hose gegangen. Aber er ist ja nicht daran schuld, das sind die Umstände, der Zeitgeist, die Zuagroasten, wer oder was auch immer, er nicht.
Sie haben vollkommen Recht. Fast jeder hatte erkannt, dass sich Herr Söder dieses Mäntelchen, welches nicht nur etwas mit dieser AfD zu tun hat, nur zu Wahlkampfzwecken umhängte. Die CSU wurde nach den mehrfachen Umfallern zu dieser Zeit überhaupt nicht mehr für vollgenommen und erweckte damit nur noch zusätzlichen Ärger bei den potentiellen Wählern. Das kostete nochmals 2 - 3% der Stimmen. Für mich ist die Wahrheit aber, dass die CSU heute alleine regieren könnte, wenn Herr Seehofer seinen begonnenen Widerstand gegen die Merkelpolitik durchgezogen hätte, bzw. noch besser, hätte durchziehen können. Die Leute waren hoffnungsfroh. Die Umfragewerte wurden immer höher. http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06181.html Sie wurden aber durch die Umfaller bitter enttäuscht.
Unter diesen Umständen war das Ergebnis der CSU noch aller Ehren wert. Und insofern haben sie Recht, dass Söder kurz vor Schluss noch einen Fehler machte, welcher nochmals 2-3% gekostet hat. Aber versagt, ist trotzdem was anderes.



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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Fliege » Mo 19. Nov 2018, 16:15

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 15:42)
Fast jeder hatte erkannt, dass sich Herr Söder dieses Mäntelchen, welches nicht nur etwas mit dieser AfD zu tun hat, nur zu Wahlkampfzwecken umhängte. Die CSU wurde nach den mehrfachen Umfallern zu dieser Zeit überhaupt nicht mehr für vollgenommen und erweckte damit nur noch zusätzlichen Ärger bei den potentiellen Wählern. [...] Aber versagt, ist trotzdem was anderes.

Ja, Söder hat unter den Bedingungen von Merkel in Berlin ein immerhin gut brauchbares Ergebnis erzielt, zumal Söder nicht gezwungen ist, sich in eine Links-rechts-Koalition zu retten. Als Partei kann die CSU und kann Bayern als Land in ruhigem Fahrwasser eine Politik für die Zeit nach Merkel ins Auge fassen und auch machen.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Moses » Mo 19. Nov 2018, 16:18

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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Mo 19. Nov 2018, 16:38

Lt. ntv, Söder will sich von der AfD und überraschend auch deutlich von den Grünen abgrenzen. Hat er inzwischen erkannt, wer mit der AfD zusammen sein Hauptfeind ist?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mo 19. Nov 2018, 16:42

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 16:38)

Lt. ntv, Söder will sich von der AfD und überraschend auch deutlich von den Grünen abgrenzen. Hat er inzwischen erkannt, wer mit der AfD zusammen sein Hauptfeind ist?


Die Grünen sind kein Hauptkonkurent der CSU. Diesen haben sie sich grade selbst in die Koalition eingeladen.
Die CSU wird die Städte - und dort sind die Grünen stark - nicht mal so zurückholen können. Da haben die Schwarzen seit 40 Jahren versagt.
Der Hauptgegner der CSU sind die FWler und die CSU selbst.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Fliege » Mo 19. Nov 2018, 17:15

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 16:38)
Lt. ntv, Söder will sich von der AfD und überraschend auch deutlich von den Grünen abgrenzen. Hat er inzwischen erkannt, wer mit der AfD zusammen sein Hauptfeind ist?

Von der AfD möchte die CSU die Ex-Wähler zurück, und die Grünen, da sie gerade dabei sind, die SPD zu beerben, werden tatsächlich zum Hauptgegner (nicht Feind) auf der linken Seite.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Mo 19. Nov 2018, 17:31

Alexyessin hat geschrieben:(19 Nov 2018, 16:42)

Die Grünen sind kein Hauptkonkurent der CSU. Diesen haben sie sich grade selbst in die Koalition eingeladen.
Die CSU wird die Städte - und dort sind die Grünen stark - nicht mal so zurückholen können. Da haben die Schwarzen seit 40 Jahren versagt.
Der Hauptgegner der CSU sind die FWler und die CSU selbst.

Die FW sind ehrliche Häute. Zu wenig spektakulär und zu gering an Reputation um auf Dauer der CSU gefährlich zu werden. Die Grünen haben auch keine Reputation aber sie sind, ohne große Ahnung zu haben, spektakulärer und verstehen es inzwischen noch besser auf fahrende Züge aufzuspringen, um die Parolen zu schreien, die der Wähler gerade hören will.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Nov 2018, 18:18

Raul71 hat geschrieben:(19 Nov 2018, 15:42)

Sie haben vollkommen Recht. Fast jeder hatte erkannt, dass sich Herr Söder dieses Mäntelchen, welches nicht nur etwas mit dieser AfD zu tun hat, nur zu Wahlkampfzwecken umhängte. Die CSU wurde nach den mehrfachen Umfallern zu dieser Zeit überhaupt nicht mehr für vollgenommen und erweckte damit nur noch zusätzlichen Ärger bei den potentiellen Wählern. Das kostete nochmals 2 - 3% der Stimmen. Für mich ist die Wahrheit aber, dass die CSU heute alleine regieren könnte, wenn Herr Seehofer seinen begonnenen Widerstand gegen die Merkelpolitik durchgezogen hätte, bzw. noch besser, hätte durchziehen können. Die Leute waren hoffnungsfroh. Die Umfragewerte wurden immer höher. http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06181.html Sie wurden aber durch die Umfaller bitter enttäuscht.
Unter diesen Umständen war das Ergebnis der CSU noch aller Ehren wert. Und insofern haben sie Recht, dass Söder kurz vor Schluss noch einen Fehler machte, welcher nochmals 2-3% gekostet hat. Aber versagt, ist trotzdem was anderes.



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Wenn Seehofer und Söder ihren Anti Merkel und CDU weiter ausgebaut hätte, dann bräuchte die CSU heute zwei Koalitionspartner.
Merkel war in Bayern beliebter als Seehofer und Söder.

Sie dürfen das gerne anders betrachten, aber für mich stellen 10% Verlust Versagen dar.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Mo 19. Nov 2018, 19:56

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 18:18)

Wenn Seehofer und Söder ihren Anti Merkel und CDU weiter ausgebaut hätte, dann bräuchte die CSU heute zwei Koalitionspartner.
Merkel war in Bayern beliebter als Seehofer und Söder.

Sie dürfen das gerne anders betrachten, aber für mich stellen 10% Verlust Versagen dar.
Tja, so unterschiedlich sind die Betrachtungsweisen. Die Umfragewerte, zu Zeiten, als die Leute noch hoffnungsfroh waren, geben aber eher mir Recht. http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06181.html
Nach den Umfallern ging das Pendel in Richtung ihrer Aussage.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Julian » Mo 19. Nov 2018, 20:08

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 18:18)

Wenn Seehofer und Söder ihren Anti Merkel und CDU weiter ausgebaut hätte, dann bräuchte die CSU heute zwei Koalitionspartner.
Merkel war in Bayern beliebter als Seehofer und Söder.

Sie dürfen das gerne anders betrachten, aber für mich stellen 10% Verlust Versagen dar.


Immer wieder interessant, welch grundverschiedene Schlüsse man aus den Geschehnissen ziehen kann. Zeigt denn der noch herbere Verlust der CDU in Hessen unter ihrem merkeltreuen Vassallen (27,0%, d.h. ein Verlust von 11,3 Prozentpunkten, gegenüber 37,2% in Bayern, d.h. ein Verlust von 10,5 Prozentpunkten), dass eben die mangelnde Merkeltreue nicht das Problem gewesen sein kann, sondern eher das Umfallen, die Tatsache, dass man das, was man 2015 gesagt hat, nicht durchgesetzt hat?

Meine Vermutung ist, dass die CSU nahe der 50%-Marke wäre, wenn sie Merkels dümmliche, gegen deutsche und bayerische Interessen gerichtete Zuwanderungspolitik nicht nur hie und da kritisiert, sondern sie entweder verhindert hätte, durch ordentlichen bayerischen Grenzschutz, oder zumindest ihren Protest glaubwürdig dargebracht hätte, durch ein Verlassen dieser antideutschen Koalition.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -

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