Zukunft der CSU

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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon schokoschendrezki » Di 13. Nov 2018, 10:22

Alexyessin hat geschrieben:(09 Nov 2018, 12:50)

So schauts aus. Meine Kinder schlag ich mir selbst. Und genauso ekelhaft kann ich reagieren, wenn jemand die CSU beschimpft, nur weil die aus Bayern sind.


Für jemanden, der nicht in Bayern und auch nicht in Thüringen lebt, siehts so aus: Es gibt eine ganz hervorragende wirtschaftliche, kulturelle, soziale Lage in Bayern. Und auch die hier oft angesprochene Beobachtung, dass der Umgang mit Flüchtlingen und die Situation bezüglich Weltläufigkeit in Bayern viel viel besser ist, als in vielen anderen Teilen Deutschlands ... das ist mir doch klar! Das benachbarte Thüringen, auch wenn von den Durchschnittseinkommen, der Infrastruktur, den Wirtschaftsdaten ein ganzes Stück hinter Bayern ... hat beeindruckendes in Hinsicht auf Bildungsranking geleistet. Und zum Beispiel auch in Hinsicht auf positive Beziehungen zu jüdischen Einrichtungen und zum Staat Israel. Auch mit einer Landesregierungspartei aus dem politisch entgegengesetzten Lager. Kann es sein, dass da viel entscheidender ist, ob es kompetente Leute in den Fachministerien, engagierte gute Leute vor Ort, funktionierende lokale Strukturen gibt?

Das erste, was mir aktuell zum Stichpunkt "CSU" einfällt, ist die Tatsache, dass diese Partei mit Manfred Weber ziemlich sicher einen der mächtigsten Männer Europas stellen wird. Und das ganz oben bei der Auseinandersetzung mit seinem unterlegenen finnischen Mitbewerber die Frage des Umgangs mit Orbán und Fidesz steht. Und dann kommt eine ganze Weile nix. Wirklich: Glaubst Du im Ernst, dass mich bei der Beschäftigung mit diesem Thema auch nur irgendwie, auch nur in homöopathischen Dosen die Tatsache umtreibt, dass die CSU ihren Ursprung in Bayern hat?

Ich lese seit langer Zeit die Beiträge des CSU-Politikers Bernd Posselt auf seiner Home-Page. Ein Mann, der nicht so furchtbar in den Medien präsent ist, der aber seit langer Zeit viel entscheidender die Europa-Politik beeinflusst als etwa ein Söder oder ein Seehofer.

Bitte noch mal zurückdenken: Bis Ende der Neunziger war ein Otto von Habsburg, Staatsbürger Deutschlands, Österreichs, Ungarns und Kroatiens für die CSU im EU-Parlament. Zusammen mit Posselt (und natürlich polnischen Akteuren) einer der entscheidenden Architekten des europäischen Umbruchs 1989.

Liest man die Blog-Beiträge von Posselt, wie sie Stück für Stück und immer wieder die neue (und völlig zurecht als undemokratisch kritisierte) ungarische Verfassung erklären, gutheißen, verteidigen .... wird einem langsam klar: Die politische Situation in den Visegrád-Staaten heute ist ganz wesentlich auch ein CSU-Projekt. "Bayern" .... wirklich .... ein schönes Land ... aber politisch und im ZUsammenhang mit der CSU ist mir dabei vollkommen gleichgültig.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 10:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Nov 2018, 10:22)

Für jemanden, der nicht in Bayern und auch nicht in Thüringen lebt, siehts so aus: Es gibt eine ganz hervorragende wirtschaftliche, kulturelle, soziale Lage in Bayern. Und auch die hier oft angesprochene Beobachtung, dass der Umgang mit Flüchtlingen und die Situation bezüglich Weltläufigkeit in Bayern viel viel besser ist, als in vielen anderen Teilen Deutschlands ... das ist mir doch klar! Das benachbarte Thüringen, auch wenn von den Durchschnittseinkommen, der Infrastruktur, den Wirtschaftsdaten ein ganzes Stück hinter Bayern ... hat beeindruckendes in Hinsicht auf Bildungsranking geleistet. Und zum Beispiel auch in Hinsicht auf positive Beziehungen zu jüdischen Einrichtungen und zum Staat Israel. Auch mit einer Landesregierungspartei aus dem politisch entgegengesetzten Lager. Kann es sein, dass da viel entscheidender ist, ob es kompetente Leute in den Fachministerien, engagierte gute Leute vor Ort, funktionierende lokale Strukturen gibt?

Das erste, was mir aktuell zum Stichpunkt "CSU" einfällt, ist die Tatsache, dass diese Partei mit Manfred Weber ziemlich sicher einen der mächtigsten Männer Europas stellen wird. Und das ganz oben bei der Auseinandersetzung mit seinem unterlegenen finnischen Mitbewerber die Frage des Umgangs mit Orbán und Fidesz steht. Und dann kommt eine ganze Weile nix. Wirklich: Glaubst Du im Ernst, dass mich bei der Beschäftigung mit diesem Thema auch nur irgendwie, auch nur in homöopathischen Dosen die Tatsache umtreibt, dass die CSU ihren Ursprung in Bayern hat?

Ich lese seit langer Zeit die Beiträge des CSU-Politikers Bernd Posselt auf seiner Home-Page. Ein Mann, der nicht so furchtbar in den Medien präsent ist, der aber seit langer Zeit viel entscheidender die Europa-Politik beeinflusst als etwa ein Söder oder ein Seehofer.

Bitte noch mal zurückdenken: Bis Ende der Neunziger war ein Otto von Habsburg, Staatsbürger Deutschlands, Österreichs, Ungarns und Kroatiens für die CSU im EU-Parlament. Zusammen mit Posselt (und natürlich polnischen Akteuren) einer der entscheidenden Architekten des europäischen Umbruchs 1989.

Liest man die Blog-Beiträge von Posselt, wie sie Stück für Stück und immer wieder die neue (und völlig zurecht als undemokratisch kritisierte) ungarische Verfassung erklären, gutheißen, verteidigen .... wird einem langsam klar: Die politische Situation in den Visegrád-Staaten heute ist ganz wesentlich auch ein CSU-Projekt. "Bayern" .... wirklich .... ein schönes Land ... aber politisch und im ZUsammenhang mit der CSU ist mir dabei vollkommen gleichgültig.


So viel Einfluss hat die CSU gar nicht. Wobei mich diese Nähe zu Orban auch mehr als abschreckt. Posselt ist doch der Böhmer, oder?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon schokoschendrezki » Di 13. Nov 2018, 10:56

Alexyessin hat geschrieben:(13 Nov 2018, 10:36)

So viel Einfluss hat die CSU gar nicht. Wobei mich diese Nähe zu Orban auch mehr als abschreckt. Posselt ist doch der Böhmer, oder?

Auf jeden Fall treten Leute wie Posselt in den Hintergrund. Otto von Habsburg starb 2011. Themen für History, aber bitte nicht vergessen. Nächstes Jahr gibts das 20. Jubiläum des "Paneuropäischen Picknicks" und ich bin mir sicher, dass es da Aufarbeitungen, Neubewertungen geben wird.

Die Frage Manfred Weber vs. Alexander Stubb, Juncker-Nachfolge dagegen ist hochaktuell. Mit Weber hat sich (leider erwartungsgemäß) bei der "Volkspartei"-Fraktion der rechtskonservative gegenüber dem liberalen Flügel durchgesetzt. Die EVP, das europäische Parlament überhaupt ... ja ... (leider) haben die nicht so schrecklich viel Einfluss. Die Kommission jedoch, der Kommissionspräsident ... das ist ja die Exekutive, sozusagen die EU-Regierung, wenn auch von Gnaden der einzelnen EU-Staatenregierungen. Wenn Weber die Juncker-Nachfolge antreten wird, was seit gestern ziemlich wahrscheinlich ist ... kann man gewiss nicht mehr davon reden, dass die CSU "so viel Einfluss gar nicht hat".
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 11:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Nov 2018, 10:56)
Die Frage Manfred Weber vs. Alexander Stubb, Juncker-Nachfolge dagegen ist hochaktuell. Mit Weber hat sich (leider erwartungsgemäß) bei der "Volkspartei"-Fraktion der rechtskonservative gegenüber dem liberalen Flügel durchgesetzt. Die EVP, das europäische Parlament überhaupt ... ja ... (leider) haben die nicht so schrecklich viel Einfluss. Die Kommission jedoch, der Kommissionspräsident ... das ist ja die Exekutive, sozusagen die EU-Regierung, wenn auch von Gnaden der einzelnen EU-Staatenregierungen. Wenn Weber die Juncker-Nachfolge antreten wird, was seit gestern ziemlich wahrscheinlich ist ... kann man gewiss nicht mehr davon reden, dass die CSU "so viel Einfluss gar nicht hat".


Weber ist rechtskonservativ? Da bist du wohl falsch informiert. Weber ist in der CSU, das ist korrekt, aber ansonsten gilt Weber als liberaler Europäer.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Di 13. Nov 2018, 11:52

Alexyessin hat geschrieben:(13 Nov 2018, 08:26)

Was passiert denn um 12?
Wenn ein Nachfolger kommt, dann wirds wohl eher der Herrmann werden. Naja, gäbe schlechtere Alternativen.
Herr Herrmann wirkt inzwischen auch eher weichgekocht. Vielleicht wird er wieder sich selbst, wenn Frau Merkel im Ruhestand ist.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 11:59

Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 11:52)

Herr Herrmann wirkt inzwischen auch eher weichgekocht. Vielleicht wird er wieder sich selbst, wenn Frau Merkel im Ruhestand ist.


Du hast eine sehr seltsame Vorstellung von der Arbeit eines Innenministers. Was passiert denn um 12?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Di 13. Nov 2018, 12:12

Alexyessin hat geschrieben:(13 Nov 2018, 11:59)

Du hast eine sehr seltsame Vorstellung von der Arbeit eines Innenministers. Was passiert denn um 12?
Sie müssen sich eines merken. Meine Vorstellung ist niemals seltsam, sie beruht immer auf Tatsachen.
Jeder hat seine eigene Vorstellung, was um 12 passiert. Ihre ist sicher nicht meine. ;) Von Redensarten scheinen sie noch nie etwas gehört zu haben? :p
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 12:21

Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 12:12)

Sie müssen sich eines merken. Meine Vorstellung ist niemals seltsam, sie beruht immer auf Tatsachen.
Jeder hat seine eigene Vorstellung, was um 12 passiert. Ihre ist sicher nicht meine. ;) Von Redensarten scheinen sie noch nie etwas gehört zu haben? :p


Was möchtest du denn mit deiner Redensart zum Ausdruck bringen?
Und welche Vorstellung hast du denn von dem Amt eines Bundesinnenministers?

Zwei konkrete Fragen bezüglich deines Postings. Mal sehen ob du heute mal Roß und Reiter nennen kannst.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Di 13. Nov 2018, 12:39

Alexyessin hat geschrieben:(13 Nov 2018, 12:21)

Was möchtest du denn mit deiner Redensart zum Ausdruck bringen?
Und welche Vorstellung hast du denn von dem Amt eines Bundesinnenministers?

Zwei konkrete Fragen bezüglich deines Postings. Mal sehen ob du heute mal Roß und Reiter nennen kannst.
Die erste Frage beantwortet sich von selbst.
Die zweite Frage bringt den Amtseid ins Spiel. Nicht zuungunsten der eigenen Bürger "schnurren", sondern z.B. u.a. die abschiebepflichtigen Kriminellen endlich abschieben.
Was ist auch so schwer zu begreifen, dass der Amtseid kein Dahergeplapper ist? Er lautet „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ Der letzte Satz kann weggelassen werden.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 12:43

Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 12:39)

Die erste Frage beantwortet sich von selbst.


Nein, daher bitte ich dich nochmal hier eine konkrete Auskunft zu geben, was du mit diesem Sprichwort ausdrücken möchtest.

Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 12:39)
Die zweite Frage bringt den Amtseid ins Spiel. Nicht zuungunsten der eigenen Bürger "schnurren", sondern z.B. u.a. die abschiebepflichtigen Kriminellen endlich abschieben.
Was ist auch so schwer zu begreifen, dass der Amtseid kein Dahergeplapper ist? Er lautet „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ Der letzte Satz kann weggelassen werden.


Und wie hat Herr Herrmann, um dessen Person es geht, diesen Amtseid - den er ja erstmal nur für die bayrischer Verfassung abgeleistet hat - nicht wahrgenommen?
Das solltest du mal konkretisieren, damit das nicht die nächste deiner Räuberpistolen wird.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon schokoschendrezki » Di 13. Nov 2018, 13:08

Alexyessin hat geschrieben:(13 Nov 2018, 11:09)

Weber ist rechtskonservativ? Da bist du wohl falsch informiert. Weber ist in der CSU, das ist korrekt, aber ansonsten gilt Weber als liberaler Europäer.


Weber ist ein ziemlich stiller, im Gegensatz zu anderen CSU-Politikern zurückhaltend und klug argumentierender Politiker, aber innerhalb der EVP-Fraktion, das ist ganz eindeutig überall so aus Anlass des Treffens in Helsinki kommentiert worden, repräsentiert der Finne Stubb den liberalen, aber eben leider unterlegenen Teil und Weber den konservativen. Im normalen Leben wäre jemand wie Weber mein Freund und ich würd' mit ihm zusammen Rockmusik spielen (der war nämlich mal sogar Frontmann einer Rockband). Aber Politik funktioniert eben nach anderen Regeln.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 13:20

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Nov 2018, 13:08)

Weber ist ein ziemlich stiller, im Gegensatz zu anderen CSU-Politikern zurückhaltend und klug argumentierender Politiker, aber innerhalb der EVP-Fraktion, das ist ganz eindeutig überall so aus Anlass des Treffens in Helsinki kommentiert worden, repräsentiert der Finne Stubb den liberalen, aber eben leider unterlegenen Teil und Weber den konservativen. Im normalen Leben wäre jemand wie Weber mein Freund und ich würd' mit ihm zusammen Rockmusik spielen (der war nämlich mal sogar Frontmann einer Rockband). Aber Politik funktioniert eben nach anderen Regeln.


Das liegt aber auch an der Darstellung, das finnische bzw. skandinavische Politiker generell eher als Liberale angesehen werden, oder?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon schokoschendrezki » Di 13. Nov 2018, 13:26

Eine ganz andere (Personen)-Frage ist die nach CSU-Verkehrsminister Scheuer. Auch im Bewusstsein, dass das jetzt so ziemlich Hausfrauenpsychologie ist (und auch im Bewusstsein, dass der Begriff "Hausfrauenpsychologie" gendermäßig arg inkorrekt ist) ... schon nach ein zwei Minuten Interview hatte ich das unabweisbare Gefühl: Mit dem Mann stimmt etwas nicht! Das sind Inszenierungen und keine politischen Statements. Ich hoffe für die CSU-Sympathisanten, Leute wie der werden nicht die "Zukunft der CSU" sein.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 13:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Nov 2018, 13:26)

Eine ganz andere (Personen)-Frage ist die nach CSU-Verkehrsminister Scheuer. Auch im Bewusstsein, dass das jetzt so ziemlich Hausfrauenpsychologie ist (und auch im Bewusstsein, dass der Begriff "Hausfrauenpsychologie" gendermäßig arg inkorrekt ist) ... schon nach ein zwei Minuten Interview hatte ich das unabweisbare Gefühl: Mit dem Mann stimmt etwas nicht! Das sind Inszenierungen und keine politischen Statements. Ich hoffe für die CSU-Sympathisanten, Leute wie der werden nicht die "Zukunft der CSU" sein.


Bescheuert.
Nein, der hat wohl weniger Zukunft als Doofi.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Di 13. Nov 2018, 13:57

Alexyessin hat geschrieben:(13 Nov 2018, 12:43)

Und wie hat Herr Herrmann, um dessen Person es geht, diesen Amtseid - den er ja erstmal nur für die bayrischer Verfassung abgeleistet hat - nicht wahrgenommen?
Das solltest du mal konkretisieren, damit das nicht die nächste deiner Räuberpistolen wird.
Bitte erzählen sie keinen Schmarrn. Es ging um ihre Frage "nach meiner allgemeinen Vorstellung vom Amt eines Innenministers", sie kleiner Wortverdreher. ;) Oder muss ich ihnen ihre eigene Frage vor Augen führen? Na gut, ich mache mir die Mühe. Hier ist sie
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon schokoschendrezki » Di 13. Nov 2018, 13:59

Alexyessin hat geschrieben:(13 Nov 2018, 13:20)

Das liegt aber auch an der Darstellung, das finnische bzw. skandinavische Politiker generell eher als Liberale angesehen werden, oder?

Ob das wirklich noch so ist? Dänemark steht aktuell beim UN-Migrationspakt auf der Seite von Österreich, Italien plus Visegrád ...

Bei der Abstimmung Stubb vs. Weber in Helsinki gings sehr zivilisiert zu und vielleicht hats die Medien deshalb weniger interessiert. Aber letztendlich war das ein ganz entscheidender Richtungskampf in der mehrheitlich bedeutsamsten politischen EU-Fraktion. Der SPIEGEL kommentierte den als "Deutscher Provinzler gegen finnischen Kosmopolit" (http://www.spiegel.de/politik/ausland/evp-spitzenkandidaten-manfred-weber-gewinnt-debatte-gegen-alexander-stubb-a-1237303.html). Unfug! Darüber sind wir uns einig. Völliger Blödsinn.

Im Gegenteil. Leute wie Weber können viel weiter denken. Zeitlich wie räumlich. In Bezug auf globale Zusammenhänge. Ressourcen, Klima, Migration, Demographie, globale Entwicklungen, CHina, Russland, USA. Ein Land wie Ungarn, ökonomisch, infrastrukturell und bildungsmäßig gut aufgestellt, ganz in der Nähe, ethnisch-religiös-sprachlich-kulturell klar abgegrenzt, bei 10 Mio Einwohnern ziemlich risikolos von der Bedeutung her, mit traditionell guten Beziehungen zum süddeutsch-österreichischem Raum ... eignet sich ideal als Modellprojekt für ein wirtschaftsfreundlich-gemäßigt-rechtskonservatives neues Europa. Man kommuniziert das nur in Bayern recht anders als in Budapest.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 15:19

Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 13:57)

Bitte erzählen sie keinen Schmarrn. Es ging um ihre Frage "nach meiner allgemeinen Vorstellung vom Amt eines Innenministers", sie kleiner Wortverdreher. ;) Oder muss ich ihnen ihre eigene Frage vor Augen führen? Na gut, ich mache mir die Mühe. Hier ist sie




Nein, daher bitte ich dich nochmal hier eine konkrete Auskunft zu geben, was du mit diesem Sprichwort ausdrücken möchtest.

Das bist du noch schuldig. Nicht schon wieder unter den Tisch fallen lassen.

Und dann geht es um Herrmann, den du als zu "weich" definierst. Also, was hat dieser Mann dann deiner Meinung nach zu tun? Nicht schon wieder rauswinden - konkret werden.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Raul71 » Di 13. Nov 2018, 15:52

Alexyessin hat geschrieben:
Nein, daher bitte ich dich nochmal hier eine konkrete Auskunft zu geben, was du mit diesem Sprichwort ausdrücken möchtest.

Das bist du noch schuldig. Nicht schon wieder unter den Tisch fallen lassen.

Kommen sie, hören sie doch auf. Derzeit kommt, unabhängig vom Familiennachzug, jährlich eine mittlere Großstadt zu uns. Feinde und Freunde, Verfolgte und Verfolger, Schutzsuchende und Besitzergreifer, Brave und Kriminelle, normal Religiöse und religiöse Fanatiker oder gar Terroristen. Das kann ein so kleines und dicht besiedeltes Land wie Deutschland auf Dauer niemals leisten. Um 12 Uhr, in ca. 5 Jahren, kann das fatal enden. Innere Unruhen sind möglich. Ethnische Auseinandersetzungen auf unserem Boden sind möglich.
Also, was hat dieser Mann dann deiner Meinung nach zu tun?

Ausmisten und abschieben. Kontrolliert, wirklich Verfolgte auf der einen und Leute, die für einen Arbeitsplatz benötigt werden, auf der anderen Seite, reinlassen.
Die sogenannte, lasch kontrollierte und untergejubelte, Obergrenze ist ein Witz und würde jedes Land in der Größenordnung Deutschlands auf Dauer kaputt machen.
Wer weiß aber, ob ich nicht andere Klänge erschallen lassen würde, wenn ich mir an dieser "Zuwanderungsindustrie" eine goldene Nase verdienen würde?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Orbiter1 » Di 13. Nov 2018, 16:10

Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 15:52)

Kommen sie, hören sie doch auf. Derzeit kommt, unabhängig vom Familiennachzug, jährlich eine mittlere Großstadt zu uns.
Erzähl doch keine Märchen. Wir sind hier im CSU-Strang und da geht es um Bayern. In den ersten 9 Monaten dieses Jahres gab es in Bayern 16.909 Asylerstanträge und 11.712 freiwillige Ausreisen und Abschiebungen. D. h. unterm Strich war das gerade mal ein Zuwachs von 5.200 Personen. Das ist in Bayern mit 13 Mio Einwohnern gerade mal ein Vogelschiß, damit dieses Wort auch mal in angemessener Art und Weise Verwendung findet.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Di 13. Nov 2018, 16:16

Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 15:52)

Kommen sie, hören sie doch auf. Derzeit kommt, unabhängig vom Familiennachzug, jährlich eine mittlere Großstadt zu uns. Feinde und Freunde, Verfolgte und Verfolger, Schutzsuchende und Besitzergreifer, Brave und Kriminelle, normal Religiöse und religiöse Fanatiker oder gar Terroristen. Das kann ein so kleines und dicht besiedeltes Land wie Deutschland auf Dauer niemals leisten. Um 12 Uhr, in ca. 5 Jahren, kann das fatal enden. Innere Unruhen sind möglich. Ethnische Auseinandersetzungen auf unserem Boden sind möglich.


Natürlich und morgen ist Bürgerkrieg.
Also wieder nur dein Hyperfokus Flüchtlingsangst....
Raul71 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 15:52)
Ausmisten und abschieben. Kontrolliert, wirklich Verfolgte auf der einen und Leute, die für einen Arbeitsplatz benötigt werden, auf der anderen Seite, reinlassen.
Die sogenannte, lasch kontrollierte und untergejubelte, Obergrenze ist ein Witz und würde jedes Land in der Größenordnung Deutschlands auf Dauer kaputt machen.
Wer weiß aber, ob ich nicht andere Klänge erschallen lassen würde, wenn ich mir an dieser "Zuwanderungsindustrie" eine goldene Nase verdienen würde?


VT Zuwanderungsindustrie..............
Ein, egal welcher, Bundesminster des Inneren ist eben dem deutschen Gesetz verpflichtet - ob dir das passt oder nicht.
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