Zukunft der CSU

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imp
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon imp » So 23. Sep 2018, 11:10

51423benam hat geschrieben:(23 Sep 2018, 11:50)

Kommt darauf an. Ja, man muss sich immer daran erinnern, dass wir es vergleichsweise sehr gut haben. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man sich darauf nicht ausruhen sollte. Weder übertreiben noch verschweigen, sondern ruhig Probleme angehen. Zum Beispiel Sicherheit: Ich verstehe dieses irrationale Gefühl der Bevölkerung nicht, dass Deutschland total unsicher sei, und dass man sich kaum noch auf die Straße traue... wiederspricht der Kriminalstatistik, und ist Meckern auf hohem Niveau. Trotzdem sollte man (ruhig und besonnen) weiter versuchen, die Kriminalität zu senken (OHNE Opfer der Freiheit).

Da bin ich ganz dabei. Besser geht immer. Riesige Anstrengungen, Kosten oder Opfer sind aber angesichts der unkritischen Situation oft nicht der richtige Weg. Wenn jede Partei nur zwei Gesetze weniger pro Jahr neu erfinden würde, ginge es allen auch nicht schlechter. Dafür wäre manches besser durchdacht.
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jorikke
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon jorikke » So 23. Sep 2018, 11:24

51423benam hat geschrieben:(23 Sep 2018, 11:30)

Ich bin nicht der Meinung, dass das politische Spektrum zu weit nach links verschoben ist. Ich denke nicht, dass das Problem ist, dass die Parteien zu weit links sind, sondern dass sie wenig (und aus Sicht vieler, auch nichts) auf die Reihe kriegen.


Da denken wir beide kongruent.
Um die Gründe über die Erstarkung der AfD aufzudecken, zählen unsere beiden Einzelmeinungen aber so gut wie nix.
Es geht um die Wähler, die ihnen zulaufen.
… und die sehen oder bilden sich diese recht/links Verschiebung ein.
Man muss ihnen mit einer demokratischen Partei ein Angebot machen.
Meine Idee dazu ist, die CSU bundesweit auszudehnen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 23. Sep 2018, 15:29

...
Zuletzt geändert von Eulenwoelfchen am Mo 24. Sep 2018, 22:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon jorikke » So 23. Sep 2018, 15:58

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(23 Sep 2018, 16:29)

Vielen Dank für die Mühe einer Antwort.
Selbstverständlich mache ich mir hierzu meine eigenen Gedanken und habe auch eine - etwas andere Sichtweise - dazu. Aber meine Meinung dazu kenne ich ja bereits,
deshalb die Frage an Sie.

Was ich nicht verstehe, sind ihre geäusserten Vermutungen, was ich "wirklich ernsthaft glaube"...Eines z.B. sicher nicht: Das eine bundesweit wählbare CSU ein Angebot
wäre.

Gerade die CSU hat in Bayern mit dem rechtsnationalen und ausländerfeindlichen Antiflüchtlings-Kurs des Herrn Seehofer und auch einer ihm lange "brav" folgenden CSU
viel Verunsicherung und Kopfschütteln z.B. in ihrer katholisch-konservativen Kernwählerschaft verursacht. Gerade diese von der vormaligen - und durchaus noch einflußreichen -
grauen Eminenz Alois Glück vertretene Wählerschaft fühlt ein Wegdriften und den Verlust ureigener christlicher Grundwerte durch den penetranten Holzweg der Seehofer/Söder CSU, die AfD
rechts auf dem Pannenstreifen überholen zu können (oder zu müssen).

Immer mehr Wählerinnen und - wählen verstehen diese CSU nicht mehr, die sich offenbar nur noch um die paar Prozent Wechselwähler kümmert, während dieser CSU die Anliegen und auch
das Selbstverständnis ihrer mehrheitlichen Stammwählerschaft und deren Selbstverständnis (einer libaralitas, des "leben und leben lassen) als essentielles Wartegrundlage immer unwichtiger
werden. Wenn man so will, macht die CSU gerade eine Menge durchaus nicht der AfD zuneigender, christlich-konervativer Wählerinnen und -wähler zusehends politisch heimatlos.
Das sind nämlich Menschen, die in durchaus auch kritischer, aber auch ernstzunehmender sozialer Empathie Sinn und Gefühl für Menschen in Not entwickeln,
nicht zuletzt aus einer christlichen Grundhaltung heraus.

Ich würde sogar sagen, dass die CSU schon ein gutes Angebot machen würde, in Bayern zumindest, wenn sich die Partei wieder mehr um die Anliegen ihrer Stammwählerschaft
und deren Gefühle kümmern würde, statt dem ohnehin nicht rückholbaren, halbbraunen Bodensatz der AfD-Switcher und Sympathisanten und deren Dauergejammer hinterherzulaufen.
Diese Gruppen waren noch nie dem christlich-sozialen Weltbild und Warteverständnis verbunden.

Sie gehören zu jenen 10-15% rechts- bis rechtsextremer Sympathisanten, die auch ohne Probleme den SS-Mann Schönhuber und seine REPs z.B. bei Kommunalwahlen in Rosenheim
aus dem Stand auf weit über 20% hievten. Ohne Flüchtlingsdebatten. Dieser angebräunte bis stark braune Sympathisanten-Bodensatz rechter Gesinnung, den ich auf etwa 15% schätze, war immer da
und wird auch nicht verschwinden. Er hat mit dem Erscheinen der AfD nun einen neue und dauerhafte Heimat gefunden. Es ist daher sinnlos, dahinter herumrennen wie der Teufel hinter der armen See'.

Das Flüchtlings- und Migrationsthema ist für die AfD ein dauerhafter politischer Hirsetopf. Mit dem sie diesen rechtsnationalen Wählersumpf mit
ihren Antiflüchtlings- und Antiausländerfeindbildern bestens bedienen kann und weiter wird.

Das Migration- und Flüchtlingsthema wird neben den dramatischen und rasend schnellen Entwicklungen der Biotechnologie und der immer mehr kommenden Maschinenintelligenz
das brennendste Problem bis weit in die Hälfte des 21. Jahrhunderts sein und bleiben. Und insoweit auch politisch dauerrelevant sein. Angesichts der Arbeitsplatzverluste, die gerade
durch diese Automatisierung bzw. immer mehr Robotermaschinen (mit teils den Menschen weit überlegener Lösungs- und Arbeitsintelligenz) schon in den nächsten 10-30 Jahren in ziemlich
dramatischen Ausmaßen ins Haus stehen werden.

Wohl dem, der dann auf eine Partei wie die AfD zurückgreifen kann, die einfache Lösungen hat: Flüchtlinge und Ausländer als Sündenböcke und Schuldige.


Zunächst einmal, bei der Ausweitung der CSU und der CDU geht um die Bundestagswahl. Ihre Hinweise auf bayerische Absonderlichkeiten/Eigenarten mögen berechtigt sein, spielen in diesem Zusammenhang aber eine untergeordnete Rolle.
Das eine Ausweitung der CSU auf das Bundesgebiet eine Rolle spielen kann/wird, glauben sie also ganz sicher nicht.
Ich nehme das mal als ihre, ihnen zustehende Meinung hin, möchte aber abschließend - ich hasse Endlos Debatten - noch kurz erklären warum ich da anderer Ansicht bin:
Bei der letzten Bundestagswahl erzielte die CSU in Bayern 44,2%, die CDU im übrigen Bundesgebiet lediglich 26,8%.
Das zeigt deutlich, der Wähler honorierte eine stärker konservative Richtung weitaus mehr als die CDU Ausrichtung, wie auch immer man sie nennen will. Die Zahlen zeigen eine Differenz zwischen 15 und 20%. Diese Marge wäre theoretisch abgreifbar, hätte der Wähler die Möglichkeit die CSU im gesamten Bundesgebiet zu wählen.
Theoretisch, in der Praxis würden sich natürlich viele Einflüsse überschneiden und praktisch könnte es auf einen Zugewinn der beiden Parteien von 4-8% (reines Bauchgefühl) hinauslaufen.
Ich sehe es als Chance, an deren Verwirklichung ich allerdings nicht glaube.
Insofern sind wir im Glauben wieder vereint. ;)
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Europa2050 » So 23. Sep 2018, 16:03

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(23 Sep 2018, 16:29)

...

Das Migration- und Flüchtlingsthema wird neben den dramatischen und rasend schnellen Entwicklungen der Biotechnologie und der immer mehr kommenden Maschinenintelligenz
das brennendste Problem bis weit in die Hälfte des 21. Jahrhunderts sein und bleiben. Und insoweit auch politisch dauerrelevant sein. Angesichts der Arbeitsplatzverluste, die gerade
durch diese Automatisierung bzw. immer mehr Robotermaschinen (mit teils den Menschen weit überlegener Lösungs- und Arbeitsintelligenz) schon in den nächsten 10-30 Jahren in ziemlich
dramatischen Ausmaßen ins Haus stehen werden.

Wohl dem, der dann auf eine Partei wie die AfD zurückgreifen kann, die einfache Lösungen hat: Flüchtlinge und Ausländer als Sündenböcke und Schuldige.


Das ist ja gerade der Wahnsinn:

Die CSU, die über Jahrzehnte Wahlerfolge bis an die 2/3 Mehrheit einfahren konnte, weil man ihr - zu recht - zutraute, den jeweiligen Technologischen Wandel für Bayern am besten zu managen, gibt diese Position zugunsten einer Schlammschlacht um ein paar Rechtsaußen auf.

FJS würde die heutige Parteiführung, allen voran Seehofer so was von schwarten, da würde keiner mehr mucken.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 23. Sep 2018, 16:26

...
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Europa2050 » Di 25. Sep 2018, 06:57

Berliner CSU hat für Ihre Kollegen in München offensichtlich das „Projekt 20+x“ gestartet. Erst Seehofers persönliche Koalitionskrise und dann das:

https://www.google.de/amp/s/amp.n-tv.de ... 38895.html

Nachdem man erst der AfD ohne deren Zutun Wähler zugetrieben hat, scheint man nun - der Gerechtigkeit halber - ein Konjunkturprogramm zugunsten der Grünen zu starten.

Die CSU ist halt um gesellschaftlichen Ausgleich bemüht.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sünnerklaas » Di 9. Okt 2018, 15:12

Europa2050 hat geschrieben:(25 Sep 2018, 07:57)

Berliner CSU hat für Ihre Kollegen in München offensichtlich das „Projekt 20+x“ gestartet. Erst Seehofers persönliche Koalitionskrise und dann das:

https://www.google.de/amp/s/amp.n-tv.de ... 38895.html

Nachdem man erst der AfD ohne deren Zutun Wähler zugetrieben hat, scheint man nun - der Gerechtigkeit halber - ein Konjunkturprogramm zugunsten der Grünen zu starten.

Die CSU ist halt um gesellschaftlichen Ausgleich bemüht.


Heute morgen gab es schon ein Interview in der FAZ zur Frage der Folgen von Deutschen aus anderen Bundesländern nach Bayern für die CSU. Jetzt hat der Stoiber Ede einen rausgehauen:

der CSU-Ehrenvorsitzende und frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sieht in den Zuzügen nach Bayern aus anderen Bundesländern einen Grund für den Absturz seiner Partei in den Umfragen. „In den vergangenen Jahren hat es aufgrund unseres wirtschaftlichen Erfolgs eine einzigartige Wanderungsbewegung nach Bayern gegeben“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Aus allen Teilen Deutschlands sind in den letzten zehn Jahren mehr als eine Million Menschen zu uns kommen. Und nicht jeder von ihnen kann wissen, welchen großen Anteil die CSU am Erfolg Bayerns hat.“
Quelle


Hilfloser geht es wohl nicht...
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Europa2050 » Di 9. Okt 2018, 15:22

sünnerklaas hat geschrieben:(09 Oct 2018, 16:12)

Heute morgen gab es schon ein Interview in der FAZ zur Frage der Folgen von Deutschen aus anderen Bundesländern nach Bayern für die CSU. Jetzt hat der Stoiber Ede einen rausgehauen:



Hilfloser geht es wohl nicht...


Dann hätte man halt - wie früher - mit seinen (wirklichen und scheinbaren) Erfolgen klotzen sollen und sich nicht mit der AfD drum streiten sollen, wer das größere Füchtlingsangstszenario aufstellen kann.

Früher hatte die CSU Strategen, heute Populisten.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sünnerklaas » Di 9. Okt 2018, 15:24

Europa2050 hat geschrieben:(09 Oct 2018, 16:22)

Dann hätte man halt - wie früher - mit seinen (wirklichen und scheinbaren) Erfolgen klotzen sollen und sich nicht mit der AfD drum streiten sollen, wer das größere Füchtlingsangstszenario aufstellen kann.

Früher hatte die CSU Strategen, heute Populisten.


Der Tenor jetzt: wäre man doch bloß nicht so erfolgreich gewesen... Kam nur fremdes Volk ins Land. Die Saupreißen. :heul:

Natürlich völlig erschreckend, dieser Zuzug von Deutschen nach Bayern... :lol:
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Europa2050 » Di 9. Okt 2018, 15:29

sünnerklaas hat geschrieben:(09 Oct 2018, 16:24)

Der Tenor jetzt: wäre man doch bloß nicht so erfolgreich gewesen... Kam nur fremdes Volk ins Land. Die Saupreißen. :heul:

Natürlich völlig erschreckend, dieser Zuzug von Deutschen nach Bayern... :lol:


Und nicht integrationswillig. Und mit Sprachproblemen. Und geringer Schulbildung... ;)

Und erst die Grenzöffnung und Abschaffung der Kontrollen. Wer war das nochmal? Ach ja, Ludwig II - für ein paar Millionen Mark.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sünnerklaas » Di 9. Okt 2018, 15:37

Europa2050 hat geschrieben:(09 Oct 2018, 16:29)

Und nicht integrationswillig. Und mit Sprachproblemen. Und geringer Schulbildung... ;)

Und erst die Grenzöffnung und Abschaffung der Kontrollen. Wer war das nochmal? Ach ja, Ludwig II - für ein paar Millionen Mark.


...vom Sozialisten und Saupreißen Otto von Bismarck... Der Kinni war halt immer pleite. Muss man ja auch verstehen - bei solchen Hobbys, die der hatte.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Europa2050 » Di 9. Okt 2018, 15:43

sünnerklaas hat geschrieben:(09 Oct 2018, 16:37)

...vom Sozialisten und Saupreißen Otto von Bismarck...


Saupreiß war er scho, der Otto, Sozialist eher weniger ...

Das bekommt nicht mal die CSU hin.

Aber dem Ludwig sein Neuschwanstein steht noch, dem Otto sein Reich ist schon längst hin.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mo 15. Okt 2018, 20:45

Die Frage wird nach der Landtagswahl ob sich Seehofer noch halten kann.
Die Wahl hat Söder zwar angeknakst aber er dürfte die Sache mit ein paar Schrammen überleben. Ob das für den Seehofer auch gilt wage ich stark zu bezweifeln.
Warum komme ich zu dieser Einschätzung?
Seehofer ist in der CSU nicht der beliebte Vorsitzende, den man meint. Viele Landespolitiker haben ihn die Art der Amtsführung als Ministerpräsident nicht verziehen. Oft das übergehen von wichtigen Fragen in Proporz und Seilschaften ( was in der CSU wichtig ist ) und er hatte sich auch vorher keine wirklichen Netzwerke gebaut. Die katholische Arbeitnehmerschaft als Wohlwollende Basis hat er vergrault als er dann mit den Frei Demokraten zusammen gegangen ist.
Und ein Erwin Huber, der ja nur ein Jahr Vorsitzender war, hat in Fraktion, Bezirk Niederbayern / Oberpfalz und auch in der ganzen CSU nie wirklich Macht abgegeben.
Und er war auch der erste, der offen Seehofer anvisiert hat.
Nein, Seehofer wird gehen müssen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 15. Okt 2018, 21:41

Alexyessin hat geschrieben:(15 Oct 2018, 21:45)

Die Frage wird nach der Landtagswahl ob sich Seehofer noch halten kann.
Die Wahl hat Söder zwar angeknakst aber er dürfte die Sache mit ein paar Schrammen überleben. Ob das für den Seehofer auch gilt wage ich stark zu bezweifeln.
Warum komme ich zu dieser Einschätzung?
Seehofer ist in der CSU nicht der beliebte Vorsitzende, den man meint. Viele Landespolitiker haben ihn die Art der Amtsführung als Ministerpräsident nicht verziehen. Oft das übergehen von wichtigen Fragen in Proporz und Seilschaften ( was in der CSU wichtig ist ) und er hatte sich auch vorher keine wirklichen Netzwerke gebaut. Die katholische Arbeitnehmerschaft als Wohlwollende Basis hat er vergrault als er dann mit den Frei Demokraten zusammen gegangen ist.
Und ein Erwin Huber, der ja nur ein Jahr Vorsitzender war, hat in Fraktion, Bezirk Niederbayern / Oberpfalz und auch in der ganzen CSU nie wirklich Macht abgegeben.
Und er war auch der erste, der offen Seehofer anvisiert hat.

Auf jedem Fall brennt die Hütte bei der CSU Partei intern lichterloh nach dem Debakel z.b. München an die Grünen verloren , auf dem Land an die Freien Wähler) für meinen Geschmack ist die CSU im Grunde zu gut weg gekommen
Nein, Seehofer wird gehen müssen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Cat with a whip » Di 16. Okt 2018, 17:41

Ekelhaft und peinlich, aber das ist Bayerns größte Bürgervertretung.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 33617.html
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Wähler » Di 16. Okt 2018, 17:50

Seehofer ist ein Auslaufmodell wie Merkel und die Große Koalition mit der abstürzenden SPD. Es ist Zeit, dass sich die Parteien den wirklichen Zukunftsfragen zuwenden. Im nächsten Mai ist Europawahl und die Bundesregierung ist nicht in der Lage, neue Impulse zu setzen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Do 18. Okt 2018, 14:17

Also eins muss ich dem Söder lassen - politisches Taktieren hat er ja drauf.
Erst am Wahlparteitag der Oberbayern den Schulterschluß mit der Aignerin gesucht - die sich eben nicht wie eine Drohne von Seehofer hat lenken lassen und dann schon mal im Vorfeld mit dem nicht grade beliebten Kreutzer gegenseitige Rückversicherung beschloßen.
Damit hat er im Vorfeld schon einiges an Fallstricken gestellt aus denen der Seehofer nicht mehr rausfinden wird.
Dadurch, das die Aignerin Landtagspräsidentin werden wird hat er Oberbayern in einem starken Posten involviert und die Schwaben haben Kreuzer.
Vor allem kann Seehofer jetzt nicht seinen Hardlinerzögling Dobrinth ins Rennen um den PV schicken, da der Bezirksverband schon besetzt ist UND - die beiden aus der gleichen Ecke kommen.

Ach so, der Landtagspräsident hat in Bayern nicht nur eine symbolische Ausstrahlung, sondern ist auch politisch hoch gestellt, da dieser gem. bayrischer Verfassung. sogar bei Falle eines Rücktritts den Freistaat nach Außen hin vertritt und in dieser Zeit nicht abgewählt werden kann.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon yogi61 » So 21. Okt 2018, 13:39

Erstmals nach der Pleite der CSU bei der bayerischen Landtagswahl hat Parteichef Horst Seehofer einen möglichen Rücktritt angedeutet. "Man kann mich kritisieren, aber das zu reduzieren auf den Horst Seehofer, und der ist für alles verantwortlich, das werde ich persönlich nicht mitmachen", sagte Seehofer am Sonntag im Bayerischen Fernsehen.

"Noch mal mache ich einen Watschnbaum nicht", fuhr der CSU-Politiker fort. "Eher stelle ich mein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung - ich glaube, klarer kann man sich nicht ausdrücken."


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 34335.html

Rücktritt hatten wir bei ihm ja schon.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
Nightrain
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Nightrain » So 21. Okt 2018, 14:03

Das Gemaule auf Seehofer ist ja auch völlis abstrus. Die massiven Stimmverluste hat die CSU schon seit Anfang 2016 erlitten und sich seitdem nicht mehr erholt. Gegenüber der Bundestagswahl und dem ganzen "Streit" liegen die Verluste bei gerade einmal 1,6% und dabei ist noch nichtmal klar, ob diese Stimmen zu den Grünen ("Hetzer") oder zur AfD ("Umfaller") gewandert sind. In Hessen ist es das Gleiche. 2015 lag die CDU noch bei 41%, ab 2016 dann der Absturz auf 26% heute: -15%. Das hat nichts mit Seehofer zu tun.
Und nein, man braucht zwischen Bundestagswahl und Landtagswahl nicht zu unterscheiden, denn die Werte sind bis auf die Stimmen für Lokalparteien (FW) identisch. Die Menschen unterscheiden nicht mehr zwischen Bundespolitik und Landespolitik.

Merkels Migrationspolitik ist die Agenda 2010 der Union geworden. Die SPD musste es schon lernen: wer nicht Politik mit Maß und Mitte macht, sondern mit extremen Veränderungen die Bevölkerung spaltet und polarisiert, den fegt es davon.
Die Grünen werden es vermutlich auch noch lernen, sobald diese in der aktuellen Stärke 5 Jahre im Bund regiert haben.

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