Zukunft der CSU

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sunny.crockett
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sunny.crockett » Fr 22. Jun 2018, 19:44

Hermann hat geschrieben:(22 Jun 2018, 20:14)

Was ich nicht verstehe:

Die Ergebnisse des Koalitionsvertrages waren für die CSU schon eine herbe Niederlage. Warum hat man zu diesem Zeitpunkt nicht die Große Koalition platzen lassen, mit der Begründung, daß eine Neuausrichtung der Asyl- und Zuwanderungspolitik mit Frau Merkel und SPD nicht machbar ist.

Dann hätte es Neuwahlen gegeben. Merkel wäre nach dem enormen Verlusten der letzten Wahl und dem anschließenden zweimaligen Scheitern einer Koalitionsbildung am Ende gewesen. Die CSU hätte dann von der CDU fordern können, in die Neuwahl nur gemeinsam mit einem neuen Kanzlerkandidaten und einer programmatischen Neuausrichtung zu gehen.


Es gab bei den Koalitionsverhandlungen schon mehr Probleme zwischen CSU und CDU, also z.B. bei Jamaika zwischen CDU und FDP/Grüne. Das Problem damals war eher, dass Merkel ihre große Stärke ausgespielt hätte, jemanden als Sündenbock hinzustellen. Und das wäre die CSU gewesen, wenn es zu Neuwahlen gekommen wäre. Sie selbst hätte sich wieder herausgewunden. Da sich aber jetzt die Situation auch etwas geändert hat, z.B. durch die neue Regierung in Italien, ist die Macht von Merkel nicht nur auf europäischer Ebene dahingeschmolzen. Jetzt hat man die Chance genutzt, gegen die Politik von Merkel vorzugehen und gleichzeitig Wahlkampf zu machen. Dass es der CSU nur um Wahlkampf geht, ist Bullshit, man hat auch Ziele, die für die Identität der Partei wichtig sind.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sünnerklaas » Fr 22. Jun 2018, 20:06

Hermann hat geschrieben:(22 Jun 2018, 20:14)

Was ich nicht verstehe:

Die Ergebnisse des Koalitionsvertrages waren für die CSU schon eine herbe Niederlage. Warum hat man zu diesem Zeitpunkt nicht die Große Koalition platzen lassen, mit der Begründung, daß eine Neuausrichtung der Asyl- und Zuwanderungspolitik mit Frau Merkel und SPD nicht machbar ist.

Dann hätte es Neuwahlen gegeben. Merkel wäre nach dem enormen Verlusten der letzten Wahl und dem anschließenden zweimaligen Scheitern einer Koalitionsbildung am Ende gewesen. Die CSU hätte dann von der CDU fordern können, in die Neuwahl nur gemeinsam mit einem neuen Kanzlerkandidaten und einer programmatischen Neuausrichtung zu gehen.


Nein. Dann hätten CDU und SPD die Grünen dazu genommen - und die CSU wäre draussen gewesen. Im aktuellen Fall würde das auch so gehen: CSU raus, Grüne rein. Die CSU-Ministerposten würden dann u.a. an Winfried Kretschmann und an Tarek al Wazir gehen. Beide sind der CDU.Parteibasis zu vermitteln.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Hermann » Fr 22. Jun 2018, 20:18

sunny.crockett hat geschrieben:(22 Jun 2018, 20:44)
Das Problem damals war eher, dass Merkel ihre große Stärke ausgespielt hätte, jemanden als Sündenbock hinzustellen. Und das wäre die CSU gewesen, wenn es zu Neuwahlen gekommen wäre.


Die CSU hätte dann sagen können:

"Die Union hat bei der Bundestagswahl eine historische Niederlage erlitten. Die Bürger haben die Union für ihre Flüchtlingspolitik und andere Fehlentscheidungen der Vergangenheit abgestraft-

Wir von der CSU haben das Votum der Bürger verstanden und daraus die Konsequenzen gezogen. Wir waren bereit Verantwortung für Deutschland zu übernehmen und einen grundsätzlichen Kurswechsel in der Asyl- und Zuwanderungspolitik einzuleiten. Frau Merkel und die SPD sind dazu nicht bereit, darum können wir im Interesse der Bürger in keine Koalition eintreten, die ungeachtet des Wählervotums vom September 2017 weitermachen würde wie bisher.

Wir sind bereit mit der CDU gemeinsam in die anstehende Neuwahl zu gehen, unter der Bedingung eines neuen Kanzlerkandidaten und eines neuen Wahlprogramms von CDU und CSU, das deutlich erkennen läßt, daß wir als Union bereit sind für einen Kurswechsel."

Ich glaube keinesfalls, dass es der CSU in Bayern geschadet hätte. Wahrscheinlich eher im Gegenteil.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Hermann » Fr 22. Jun 2018, 20:22

sünnerklaas hat geschrieben:(22 Jun 2018, 21:06)
Dann hätten CDU und SPD die Grünen dazu genommen - und die CSU wäre draussen gewesen.


Das wäre theoretisch denkbar, denn die CDU macht seit über 10 Jahren nichts anderes, als die Programme von SPD und Grünen in die politische Realität umzusetzen. Nicht umsonst sind die Grünen längst die größten Anhänger von Frau Merkel und können es kaum erwarten ihr als Mehrheitsbeschaffer dienstbar zu sein, wenn die CSU aussteigt.

Das hätte dann natürlich eine Spaltung der Union zur Folge, da die CSU dann Opposition wäre und Politik gegen die CDU machen würde.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon LiberalKonservativ » Fr 22. Jun 2018, 20:50

Hermann hat geschrieben:(22 Jun 2018, 21:22)

Das wäre theoretisch denkbar, denn die CDU macht seit über 10 Jahren nichts anderes, als die Programme von SPD und Grünen in die politische Realität umzusetzen. Nicht umsonst sind die Grünen längst die größten Anhänger von Frau Merkel.


Und genau das ist der Grund für die Verwerfungen. Merkel hat mit ihrer grünen Politik das ganze Parteiensystem gesprengt und gecrasht. Nicht die CSU sondern Merkel ist das Problem.

Leider hat sie ja nicht nur Deutschland gespalten sondern auch Europa mit ihren Alleingangen und United States of Europe Nationalismus. Deutschland bekommt was es wählt und somit verdient, aber dass sie auch noch in Europa für eine katastrophale Situation gesorgt hat ist das Tragische.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon LiberalKonservativ » Fr 22. Jun 2018, 21:08

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(22 Jun 2018, 19:51)

Könnte ich auch. Allerdings würde oder müsste es vorher zu einem totalen Zerfall der bisherigen EU kommen. Denn - leider - kann kein Staat zum Austritt aus der EU gezwungen werden. Und die unsolidarischen, rechtsnationalen Visegardstaaten samt Österreich werden einen Teufel tun,
und sich freiwillig von den EU-Fleischtöpfen der Fördermittel, Subventionen und Unterstützungszahlungen verabschieden. Und dem ungehinderten, barrierefreien Zugang zu einem der größten Binnenmärkte der Welt. Und innereuropäisch gesehen natürlich vor allem zu dem kauf- und absatzkräftigen Markt in Deutschland.

Erst nach einer Auflösung der bestehenden EU, der beispielsweise durch einen freiwilligen Austritt Deutschlands ausgelöst werden könnte, und der anschließenden Neugründung einer "Kern-EU" mit Frankreich, Deutschland, den BeNELux - Staaten (kurz den konsens- und soldiarfähigen "Nordstaaten")
wäre so eine Konstellation möglich. Und man müsste sehen, was der rechtslastige Jungkanzler Österreichs dann machen würde, samt seines genauso rechten Koalitionspartners FPÖ. Und ob sie sich dann lieber in eine alternative "Visegard-EU" zusammen mit Polen, Tschechien, Slowakei, Italien einbringen
wollen …oder doch lieber in der neuen Kern-EU ihre (bessere Zukunft) sehen würden.

Was Spanien machen würde, oder POR, oder Irland, wäre noch offen. Letztere, so denke ich, sind nicht so blöd oder blind-nationalistisch, um dem Kurs von EU-Killer und Provinz-"Knödl" Seehofer zu folgen. Der derzeit auf dem politischen Mars zu schweben scheint, wo ihm leider
keine grünen Männchen, sondern hellbraune Kröten etwas ins Ohr flüstern.

Eine Auflösung der EU, insbesonders der Austritt Italiens, hätte übrigens auch weitreichende finanzielle Folgen für Deutschland. Der target 2-Schuldenstand Italiens gegenüber Deutschland bzw. der Bundesbank liegt aktuell bei ca. 465 Mrd. Euro…tendenziell steigend.
Das Geld wäre in so einem Fall futsch. Sozusagen verschwunden in den abführenden Kanälen des vormaligen Neroreichs.

Insgesamt ist eine Kern-EU - abseits der Frage, was mit dem EURO werden würde - keine realistische Option. Mehr ein Wunsch, der mir zugegebenermaßen auch gefallen würde. Man darf ja träumen, nicht wahr.

Realistischer ist wohl ein Szenario eines Europa der "zwei Geschwindigkeiten". Wobei "Geschwindigkeiten" nicht das richtige Wort ist…Es wäre ein Europa der zweierlei Gemeinsamkeiten: Jener Ländergruppe, die den Geist und den Wert einer gemeinsamen, solidarischen
Handlungsgrundlage anerkennt, für ein offenes, antirassistisches und antinationalistisches freies Europa steht. Und jener anderen Gruppe von Ländern, die ihr ausländerfeindliches und nationalistisch-opportunistisches Süppchen kochen. Nichts geben, sondern nur nehmen wollen.

Merkels Ansatz geht in die Richtung, innerhalb der EU eine "Koalition der Willigen" zu schmieden. Und es ist noch nicht ausgemacht, dass trotz aller Zwischenrufe und frommen Wünsche, gerade aus dem Visegardstaaten-Dunstkreis incl. CSU, sie möge endlich abtreten,
das aktuell so gut für Europa wäre. Manche (Süd-) Länder oder sog. kleinere Akteure in diesem Tollhaus würden sich vermutlich umsehen, wenn es in D - auch dank Seehofers Politik der EU-Spaltung, der innenpolitischen Destabilisierung und des Unfrieden Stiftens - zu einem Rechtsruck
und einer egoistisch-nationalistischen Ausrichtung der deutschen Politik kommen würde.

Man kann dies nur vehement nicht wünschen und somit Seehofer, Dobrindt und die anderen CSU-Gestalten, die sich derzeit als bessere AfD aufblasen, zum Teufel. Vielleicht zeigt Ihnen ja das andere Bayern, jenes der Liberalitas Bavariae, des "leben und leben lassens"
die rote Karte bei der Landtagswahl. Auch so ein frommer Wunsch … zumal eines absolut Ungläubigen wie mir. Wieso sollte der, an den so viele glauben, ausgerechnet mich erhören? Eben. Das geht nicht. *gggg


"Leben und leben lassen" ist aber genau das Gegenteil von Ihrer Europa "Vision", impliziert dieses Sprichwort ja gerade, dass man sich nicht in Fremdes einmischt. Ihnen schwebt dagegen eine weitere "Integration von Kerneuropa" vor, was letztendlich das Bilden eines Superstaates United States of Europe bedeutet. Leben und leben lassen ist jedoch viel mehr ein Europa der Vaterlaender. Keine Transfers und im Gegenzug auch kein hineinpfuschen in nationale Angelegenheiten.

Warum lassen wir Europa nicht beim Binnenmarkt? Das ist, was Frieden und Wohlstand sichert und nicht eine "ever closer union", die als Elitenprojekt top down den Voelkern gegen deren Willen einen Ssuperstaat überstülpt.

Ich hoffe die CSU besinnt sich darauf und auf die in Europa vollkommen verloren gegangene Rolle der Subsidiarität. Das ist nich "antieuropaeiasch" wie der Schleswig-Holstein CDUler heute meinte, sondern die Zukunft.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon rain353 » Fr 22. Jun 2018, 21:11

LiberalKonservativ hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:08)

"Leben und leben lassen" ist aber genau das Gegenteil von Ihrer Europa "Vision", impliziert dieses Sprichwort ja gerade, dass man sich nicht in Fremdes einmischt. Ihnen schwebt dagegen eine weitere "Integration von Kerneuropa" vor, was letztendlich das Bilden eines Superstaates United States of Europe bedeutet. Leben und leben lassen ist jedoch viel mehr ein Europa der Vaterlaender. Keine Transfers und im Gegenzug auch kein hineinpfuschen in nationale Angelegenheiten.

Warum lassen wir Europa nicht beim Binnenmarkt? Das ist, was Frieden und Wohlstand sichert und nicht eine "ever closer union", die als Elitenprojekt top down den Voelkern gegen deren Willen einen Ssuperstaat überstülpt.

Ich hoffe die CSU besinnt sich darauf und auf die in Europa vollkommen verloren gegangene Rolle der Subsidiarität. Das ist nich "antieuropaeiasch" wie der Schleswig-Holstein CDUler heute meinte, sondern die Zukunft.


Kannst du eigentlich meine Gedanken lesen? <3

Denkst du, dass Merkel einfach Seehofers Masterplan im letzten Moment doch noch genehmigen könnte, um an der Macht zu halten?
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Ein Terraner
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Ein Terraner » Fr 22. Jun 2018, 21:11

LiberalKonservativ hat geschrieben:(22 Jun 2018, 21:50)

Merkel hat mit ihrer grünen Politik das ganze Parteiensystem gesprengt und gecrasht.

Nicht wahr, und ich dachte die ganze Zeit die SPD hätte die letzten Jahre dauernd Schwarze Politik umgesetzt.
Licht und Dunkel

Artikel 13, Save the Internet Petition: https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... loadfilter
Was ist Artikel 13? https://www.youtube.com/watch?v=1DKk69J5pb4
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Nightrain » Fr 22. Jun 2018, 21:32

Ein Terraner hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:11)
Nicht wahr, und ich dachte die ganze Zeit die SPD hätte die letzten Jahre dauernd Schwarze Politik umgesetzt.


Die SPD hat mit der Agenda Politik die WASG/Linke als Strafe bekommen. Die CDU hat mit Merkels Linksrutsch die Afd als Strafe bekommen.

Ich habe mit Beiden kein Mitleid.
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sunny.crockett
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sunny.crockett » Fr 22. Jun 2018, 21:47

rain353 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:11)

Denkst du, dass Merkel einfach Seehofers Masterplan im letzten Moment doch noch genehmigen könnte, um an der Macht zu halten?


Merkel klebt ja an ihrem Stuhl, da wäre das Einknicken eine Möglichkeit, dass sie Kanzlerin bleibt. Allerdings wäre ihr Abgang dann auch nur etwas verschoben, da sie dann von der Opposition zum Dauerbeschuss freigegeben ist. Das hält eine geschwächte Merkel nicht lange durch.

Vielleicht zieht sie aber nach dem EU-Gipfel dann tatsächlich ihre eigene persönliche Notbremse und tritt zurück. Dann könnte ggf. AKK übernehmen und die Koalition wäre vorerst gesichert. Würde mich zwar überraschen, allerdings halte ich mitlerweile gar nichts mehr für unmöglich.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon rain353 » Fr 22. Jun 2018, 21:53

sunny.crockett hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:47)

Merkel klebt ja an ihrem Stuhl, da wäre das Einknicken eine Möglichkeit, dass sie Kanzlerin bleibt. Allerdings wäre ihr Abgang dann auch nur etwas verschoben, da sie dann von der Opposition zum Dauerbeschuss freigegeben ist. Das hält eine geschwächte Merkel nicht lange durch.

Vielleicht zieht sie aber nach dem EU-Gipfel dann tatsächlich ihre eigene persönliche Notbremse und tritt zurück. Dann könnte ggf. AKK übernehmen und die Koalition wäre vorerst gesichert. Würde mich zwar überraschen, allerdings halte ich mitlerweile gar nichts mehr für unmöglich.


Und was von den Möglichkeiten, die du aufgelistet hat, hältst du am wahrscheinlichsten?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon rain353 » Fr 22. Jun 2018, 22:17

sunny.crockett hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:47)

Merkel klebt ja an ihrem Stuhl, da wäre das Einknicken eine Möglichkeit, dass sie Kanzlerin bleibt. Allerdings wäre ihr Abgang dann auch nur etwas verschoben, da sie dann von der Opposition zum Dauerbeschuss freigegeben ist. Das hält eine geschwächte Merkel nicht lange durch.

Vielleicht zieht sie aber nach dem EU-Gipfel dann tatsächlich ihre eigene persönliche Notbremse und tritt zurück. Dann könnte ggf. AKK übernehmen und die Koalition wäre vorerst gesichert. Würde mich zwar überraschen, allerdings halte ich mitlerweile gar nichts mehr für unmöglich.



Aber die AKK ist doch selbst für Merkels Kurs, weswegen ja Merkel zurücktreten würde... Dann könnte sie ja gleich bleiben.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 22. Jun 2018, 23:06

LiberalKonservativ hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:08)

"Leben und leben lassen" ist aber genau das Gegenteil von Ihrer Europa "Vision", impliziert dieses Sprichwort ja gerade, dass man sich nicht in Fremdes einmischt.

Was Sie wie interpretieren und vor allem implizieren, ist Ihre Sache, aber deswegen noch lange nicht richtig, sondern allenfalls behauptend. Und damit ein Ausdruck
einer bestimmten politischen Haltung, die Sie gerne haben können. *bittschön

LiberalKonservativ hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:08)
Warum lassen wir Europa nicht beim Binnenmarkt? Das ist, was Frieden und Wohlstand sichert und nicht eine "ever closer union", die als Elitenprojekt top down den Voelkern gegen deren Willen einen Ssuperstaat überstülpt.


Vielleicht hatten Sie ja zufällig am Donnerstag abend Maybritt Illner geguckt. Die war zwar privat - begründet verhindert - und so moderierte Herr Fornoff die Runde als Sprechmeister.
Zu Gast war unter anderem die österr. Aussenministerin. Einige Ihrer Ausführungen waren sehr interessant.
Unter anderem, dass sich das Migrationsproblem nicht einfach wegdiskutieren oder wegdrücken lassen wird, unabhängig davon, wie lange die unsägliche Situation in Syrien anhalten wird.
Es sind z.Zt. etwa 60 Mio. Menschen auf der Flucht. Weltweit. Und es werden - so ihre Einschätzung - nicht weniger werden.

Und diese Menschen, darunter sehr viele zornige junge Männer, teils mit keinen Sinn erkennender guter Ausbildung.
Die Konsequenzen, wie nachfolgend beschrieben, sagte sie zwar so nicht, aber man hörte es ihn ihr ähnlich denken. Sie spricht ja arabisch und war auch als Lehrerin an arabischen Universitäten tätig.
Diese Menschen also werden immer mehr erkennen, dass sie dort, wo sie herkommen, und in welchem politisch-wirtschaflichen Korruptions- und Geschäftsgeflecht auch immer,
und von wem auch immer, ziemlich verarscht werden. Nicht nur von eigenen Regierungen, sondern auch von internationlen Konzernen. Auch solchen aus der EU.

Binnenmarkt hin oder her. Die EU, so sie sich zu der so herzlich und von der CSU und anderen EU-Staaten gewünschten Wagenburg ändern will, sprich, ihre Aussengrenzen à la Adler_Horst
mit Klauen und Schnabel abschotten will, wird nicht um eine gesamteuropäische Grenztruppe herumkommen. Und auch nicht um eine zentral geregelte und gesteuerte Asylrechtspraxis,
weil sich alle EU-Staaten in internationel gültigen Verträgen zum Schutz politisch oder an Leib und Leben Verfolgter oder Gefährdeter verpflichteten.
Ebenso wird man nicht umhin kommen, damit verbunden, ein gesamteuropäisches Einwanderungskonzept und -recht irgendwann auf den Weg zu bringen.
All das sind Grundvoraussetzungen und -bedingungen, die einem Binnenmarkt
a) Stabilität und Vertrauen bringen
b) ihn für Investoren und Kapitalanlagen interessant, lukrativ und langfristig berechenbar machen
c) auch als zukunftsfähigen, weltoffenen und freizügigen Wirtschaftsraum etablieren, der nicht ständig trumpetet: "CSU-Abendland, Protektionismus und Abschottung first".

Es wird also sehr die Frage sein, inwieweit Landtagswahl-Kurzsichtige wie die "Gott mit dir Bajuwaren" um Seehofer, Södomat oder dem Spezialisten für ganz scharfe Asylabgaswerte, den Herrn Dobrindt, meinen, sie könnten einen - von Ihnen, Herr LiberalKonservativer, so schön beschworenen - EU-Binnenmarkt CSU-subsidiar haben. (Auf österreichisch: Kurz und bündig).

Einen Binnenmarkt, dessen Vorzug und Erfolgsgeschichte war oder noch ist, bestehende innereuropäische Barrieren abzubauen, gerade auch nationale Grenzen oder Zollkontrollen innerhalb dieses Marktes.
Sowie allgemeine Niederlassungs- und Reisefreiheit. Dies sind grandiose Errungenschaften. Mit einer Wiedereinführung nationaler Grenzen mit Schlagbäumen usw. und der Schleifung allgemeiner Wertegrundlagen,
zu der auch ein venunftgegabtes und sauberes Asyl- /Einwanderungsrecht gehört, wäre das alles faktisch hinfällig. Ihr schöner rein wirtschaftlich laufender Binnenmarkt schlicht nur eine
hohle "Gewinnblase", die asbald platzen oder erst gar nicht richtig funktionieren würde.

Die Einführung und die Schwierigkeiten rund um den EURO zeigen übrigens eines ganz deutlich, ohne politische bindende Grundlagen und Vereinbarungen, sprich gemeinsame steuerliche, sozialgesetzgeberische und finanzpolitische
Standards, die für alle Mitgliedsstaaten gelten, statt bei nationalem Bedarf missachtet und ignoriert zu werden, wird "Ihr" Binnenmarkt einfach in der Luft hängen.
Im Unterschied zur Währungscausa gibt es leider nicht für Alles eine EZB, die dann einfach mal einige Jahre eine Nullasylrechtsstrategie fährt, für einige Billiönchen Einwanderungsanleihen aufkauft, um so die Umvolkungsinflation auf einen Seehofernden Zielkorridor herunterzufrikeln.
Und den deutschen Sparer vor zu hohen Zinserträgen zu schützen. *kleiner Scherz...gggg

Und noch eines: Ausländer, egal woher, sind nach aktuell sehr beliebter Stimmungsmache nur dann "bäh", wenn sie ihr Glück bei uns suchen wollen. Egal, ob sie durch ihre Leistung und Arbeit dann auch
genauso fleißig zum allgemeinen Wohlstand der Gesellschaft und zum finanziellen Erhalt all der Errungenschaften unseres modernen Sozialstaates beitragen. Sofern man sie auch arbeiten lässt und ihnen
wie allen anderen Bürgern unseres Landes auch ernstgemeinte Chancen auf Bildung und Ausbildung gibt.

Sobald wir - der Exportweltmeister - Ausländern etwas verkaufen können, egal ob nach Afrika oder sonstwo hin, sind sie gern gesehen und willkommen. Geradezu richtige Menschen und dabei nur ganz selten kriminell. Zumindest nicht mehr,
als wir selbst. Was aber eher egal ist > … non olet …

Aber wehe, einer will Asyl oder eine bessere Chance auf Zukunft... Ja ist denn schon wieder Weihnachten? ...*tpfui usw.*
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Orbiter1 » Sa 23. Jun 2018, 06:33

sunny.crockett hat geschrieben:(22 Jun 2018, 19:10)

Da sieht man mal, wie Merkel ihr Image in Europa in nur einem Jahr beschädigt hat.
Hast du denn die Kernaussage des verlinkten Artikels nicht gelesen?

„Vor allem die Menschen in den Niederlanden und Schweden setzen Vertrauen in die deutsche Kanzlerin, mit 89 Prozent. Im Vergleich: Deutsche vertrauen Merkel nur zu 81 Prozent. Aber auch in Frankreich, Großbritannien und in Spanien glauben mehr als die Hälfte an die deutsche Kanzlerin. In sechs von neun untersuchten EU-Staaten sei das Vertrauen in sie gestiegen, so die Autoren der Studie.“

Soviel zu deiner Aussage das Merkel nur noch im Vatikan gut dasteht. Du solltest mal deine Sonnenbrille wechseln, die scheint dich beim Sehen der Realitäten zu hindern und wirkt schon auf dem Avatar zu sehr braun getönt.
Merkel hat ja jetzt auch schon gesagt, es werde auch beim Gipfel in 10 Tagen keine Ergebnisse geben. Mal schauen wie sie weiter reagiert. Erst hat sie ja um die 14 Tage Frist gebeten, um eine europäische Lösung zu finden, jetzt gibt sie schon wenige Tage später zu, dass diese Lösung nicht zu erreichen ist.

Nach den aktuellen Aussagen von Seehofer und Söder gehe ich davon aus, dass ab Juli dann die Zurückweisungen an der Grenze gestartet weden. Dann hat Merkel nur noch die Auswahl zwischen Einknicken ihrerseits und der Entlassung von Seehofer, das aber dann den Koalitionsbruch bedeuten würde und wohl auch ihr eigenes Aus bedeutet.

Sollte es Neuwahlen geben, halte ich eine erneute Koalition zwischen CDU (ohne Merkel) und CSU nicht für unwahrscheinlich.
Das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Die CDU-Spitze steht klar hinter Merkel. Aus diesen Reihen wird auch ihr Nachfolger kommen. Die werden der CSU auf keinen Fall den Sturz Merkels mit einer Koalition belohnen sondern selbst in Bayern antreten. Die CSU wird vom Königsmord ganz sicher nicht profitieren sondern ihren einzigartigen Status in Bayern verlieren. Die können ja dann bundesweit antreten und müssen ganz schnell ihr ausschließlich auf Bayern ausgerichtetes Profil ablegen. Das wird die Mutter aller Identifikationskrisen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Brainiac » Sa 23. Jun 2018, 07:46

LiberalKonservativ hat geschrieben:(22 Jun 2018, 21:50)

Und genau das ist der Grund für die Verwerfungen. Merkel hat mit ihrer grünen Politik das ganze Parteiensystem gesprengt und gecrasht. Nicht die CSU sondern Merkel ist das Problem.

Leider hat sie ja nicht nur Deutschland gespalten sondern auch Europa mit ihren Alleingangen und United States of Europe Nationalismus.

Ist zwar hier off topic, aber vielleicht sollten Sie doch mal Ihre Feindbilder sortieren.

Sie haben ein Problem mit Merkel, ok.
Sie haben ein Problem mit den USE, ok.

Beides hat wenig miteinander zu tun. Merkel ist nie ernsthaft für die USE eingetreten und es war niemals ihr Ziel. Es hätte ja ihre eigene Machtposition, als Regierungschefin des wichtigsten Mitgliedsstaats im Europäischen Rat, den sie ein Jahrzehnt lang dominiert hat und der selbst die EU dominiert, geschmälert.

Solche Differenzierungen setzen natürlich voraus, dass man sich mit den EU-Strukturen beschäftigt und nicht alles für Teufelszeug hält.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sunny.crockett » Sa 23. Jun 2018, 07:56

rain353 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 22:53)

Und was von den Möglichkeiten, die du aufgelistet hat, hältst du am wahrscheinlichsten?


Auch für Merkel wäre ein Rücktritt eigentlich die sauberste Lösung, da würde dann am schnellsten Grad über ihren Abgang wachsen. Aber ich halte es für Wahrscheinlicher, dass sie stur bleibt und damit die Koalition letztendlich zu Fall bringt. Vielleicht pokert sie wirklich noch darum, dass Seehofer zwar die Grenzkontrollen einführt, sie ihn entlässt, dann aber die CSU wieder zurückrudert. Das wird aber dann laut der doch erkennbaren Hartnäckigkeit in der CSU dann nicht passieren. Sie könnte dann den Weg gehen, die CSU durch die Grünen zu ersetzen. Die Frage ist dann, reicht ihre Macht in der CDU dann noch damit diese dadurch nicht zerrissen wird? Würde die CDU dann diesen Weg mit den Grünen mitgehen, könnte sie noch etwas weiterregieren, allerdings mit dem Problem, dass man in den nächsten Landtagswahlen überall abgestraft wird. Aber das war noch nie ein Problem für Merkel, hauptsache sie selbst profitiert.


Aber die AKK ist doch selbst für Merkels Kurs, weswegen ja Merkel zurücktreten würde... Dann könnte sie ja gleich bleiben.


Ich kenne den wirklichen Kurs von AKK nicht. Als Generalsekretärin an der Seite von Merkel ist auf jeden Fall keine andere Meinung als die der Kanzlerin möglich. Wie sie dann reagiert, wenn Merkel weg ist :?:
Auf jeden Fall sehe ich in der CDU nur Spahn und AKK als mögliche Nachfolger. Spahn wird da etwas weniger Untestützer in der Partei haben, deshalb wird es auf AKK hinauslaufen. Oder gibt es noch andere Anwärter?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sunny.crockett » Sa 23. Jun 2018, 08:30

Orbiter1 hat geschrieben:(23 Jun 2018, 07:33)

Hast du denn die Kernaussage des verlinkten Artikels nicht gelesen?

„Vor allem die Menschen in den Niederlanden und Schweden setzen Vertrauen in die deutsche Kanzlerin, mit 89 Prozent. Im Vergleich: Deutsche vertrauen Merkel nur zu 81 Prozent. Aber auch in Frankreich, Großbritannien und in Spanien glauben mehr als die Hälfte an die deutsche Kanzlerin. In sechs von neun untersuchten EU-Staaten sei das Vertrauen in sie gestiegen, so die Autoren der Studie.“


Du hast meine Antwort nicht genau gelesen. Der Artikel in der Quelle ist schon ein Jahr alt, deshalb sagte ich: "Da sieht man mal, wie Merkel ihr Image in Europa in nur einem Jahr beschädigt hat."
Gutes Beispiel sind erstmal die Niederlande, wo es vor einem Jahr noch hohes Vertrauen gab. Die Pläne von Merkel für nächsten Sonntag zum EU-Gipfel haben die Holländer aber schon mal abgelehnt. Auch in Deutschland gab es wohl zu 81% Vertrauen zur Kanzlerin, mittlereile möchte fast jeder Zweite Deutsche einen Rücktritt der Kanzlerin
https://www.huffingtonpost.de/entry/umf ... 0e274162bb

Soviel zu deiner Aussage das Merkel nur noch im Vatikan gut dasteht. Du solltest mal deine Sonnenbrille wechseln, die scheint dich beim Sehen der Realitäten zu hindern und wirkt schon auf dem Avatar zu sehr braun getönt.


Doch, nur noch der Vatikan steht auf Merkels Seite. Oder bring mal eine aktuelle (!) Quelle, wo ein EU-Staatsmann sich auf Merkels Seite schlägt. Und übrigens, auf DEINEM Avatar ist der ganze Planet schon braun :p


Das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Die CDU-Spitze steht klar hinter Merkel. Aus diesen Reihen wird auch ihr Nachfolger kommen. Die werden der CSU auf keinen Fall den Sturz Merkels mit einer Koalition belohnen sondern selbst in Bayern antreten. Die CSU wird vom Königsmord ganz sicher nicht profitieren sondern ihren einzigartigen Status in Bayern verlieren. Die können ja dann bundesweit antreten und müssen ganz schnell ihr ausschließlich auf Bayern ausgerichtetes Profil ablegen. Das wird die Mutter aller Identifikationskrisen.


Die CDU-Spitze hatte schon gegen Merkel gestimmt, mit ihrer unsinnigen 14-Tage-Frist hat sie das Blatt aber nochmal gewendet. Danach ist man wie es üblich ist geschlossen für Merkel angetreten, auch wenn einige da anderer Meinung waren.

Und dieser blanke Unsinn grassiert immer noch, das die CSU in anderen Bundesländern dann bayrische Politik machen würde. Natürlich würde eine Brandenburg-CSU Politik für Brandenburg und eine Niedersachsen-CSU Politik für Niedersachsen und eben nicht für Bayern machen. Man behauptet ja auch nicht, dass eine mögliche Bayern-CDU dann Berliner Politik in Bayern macht.

Für mich würde die CDU viel mehr verlieren, wenn beide Parteien bundesweit antreten würden. Die CDU würde in 15 Bundesländern Stimmen einbüßen, die CSU nur in einem. Und die CSU hätte in den 15 Bundesländern schnell eine Fraktion zusammen, weil es doch einige Parteiwechsler geben würde. Mit einem Grundstock von CDU-Politikern könnte die CSU da schnell starten. Ich denke sogar, dass in 1-2 Jahren sogar in einigen Bundesländern (z.B. Sachsen) die CSU von der AfD und CDU soviele Stimmen ziehen würde, dass man vor der CDU liegt und diese dann die Schmach ertragen müsste, als Junior-Partner der CSU aufzutreten.
Wähler
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Wähler » Sa 23. Jun 2018, 08:34

sunny.crockett hat geschrieben:(23 Jun 2018, 09:30)
Für mich würde die CDU viel mehr verlieren, wenn beide Parteien bundesweit antreten würden. Die CDU würde in 15 Bundesländern Stimmen einbüßen, die CSU nur in einem. Und die CSU hätte in den 15 Bundesländern schnell eine Fraktion zusammen, weil es doch einige Parteiwechsler geben würde. Mit einem Grundstock von CDU-Politikern könnte die CSU da schnell starten. Ich denke sogar, dass in 1-2 Jahren sogar in einigen Bundesländern (z.B. Sachsen) die CSU von der AfD und CDU soviele Stimmen ziehen würde, dass man vor der CDU liegt und diese dann die Schmach ertragen müsste, als Junior-Partner der CSU aufzutreten.

CDU und CSU werden gleichermaßen Verlierer sein und die AfD Gewinner. Mit der FDP würde es dann 4 eher konservative Parteien zur Auswahl geben. Die CSU ahmt die Lega in Italien nach und geht damit ein zu hohes Risiko in der Bundesrepublik ein. Die Zeiten absoluter Mehrheit sind auf Bundeslandebene vorbei. Es wäre viel sinnvoller für die CSU, die guten Beziehungen zwischen Bayern und den Alpenländern, sowie Südtirol im Sinne eine Euregio auszubauen.
Zuletzt geändert von Wähler am Sa 23. Jun 2018, 09:09, insgesamt 4-mal geändert.
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Marmelada
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Marmelada » Sa 23. Jun 2018, 08:35

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 14443.html
Mehrheit will CSU-Politik - aber mit Merkel als Kanzlerin

"Wie sollte Deutschland versuchen, die Flüchtlingsproblematik zu lösen?"
Sollte gemeinsam mit EU-Partnern gelöst werdern 68 %
Sollte national gelöst werden 25 %

"Sollten Flüchtlinge, deren Fingerabdrücke anderswo in in der EU registriert sind, an der deutschen Grenze zurückgewiesen werden?"
Ja 61 %
Nein 30 %
:D

Würden die Registrierungen in Italien und Griechenland nicht drastisch heruntergefahren werden, wenn alle Registrierten von Deutschland zurückgewiesen werden, was dann wiederum zu leichterem Zugang führte? Oder was genau entgeht mir bei dem genialen CSU-Plan?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 23. Jun 2018, 08:44

Der FDP-Chef hat erklärt, so viel Oppositionsarbeit wie die CSU will er gar nicht machen.
;)
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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