Zukunft der CSU

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rain353
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon rain353 » Fr 22. Jun 2018, 11:58

Alexyessin hat geschrieben:(22 Jun 2018, 11:54)

Ja, nur hat er auf diesem Gebiet schon lange nicht mehr glänzen wollen / können. Und es bringt ihm nicht viel, wenn er früher mal ein guter Sozialpolitiker war, wenn er diese Menschen jetzt verprellt.



Er hat aber die sinnlose Mütterrente und Mütterrente 2.0 durchgesetzt ):
Und er warnt vom sogenannten Neoliberalismus ohne zu sagen, was er darunter genau versteht...
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Selina
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Selina » Fr 22. Jun 2018, 12:15

Ich frag mich, wieso man es duldet, dass sich eine bundespolitisch so unbedeutende Partei wie die CSU, nach der mit 6,2 Prozent zur Bundestagswahl kein Hahn kräht, so gebärden kann. Der Seehofer leidet doch an Größenwahn. Söder in Bayern auch.
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Hermann
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Hermann » Fr 22. Jun 2018, 12:26

rain353 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 12:58)
Er hat aber die sinnlose Mütterrente und Mütterrente 2.0 durchgesetzt


Er hat die Mütterrente 2.0 eben nicht durchgesetzt. Die CSU wollte eigentlich alle Mütter, egal wann sie ihre Kinder geboren haben, in der Rente gleich behandeln. Das hat sie aber nicht durchsetzen können. Die Gleichbehandlung soll jetzt nur für Mütter gelten, die vor 1992 mindestens 3 Kinder oder mehr geboren haben.

Alle Mütter, die vor 1992 bis zu 2 Kinder geboren haben - und das sind Millionen Mütter - sollen weiterhin in der Rente schlechter gestellt und ungerecht behandelt werden.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Xexes » Fr 22. Jun 2018, 12:28

Selina hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:15)

Ich frag mich, wieso man es duldet, dass sich eine bundespolitisch so unbedeutende Partei wie die CSU, nach der mit 6,2 Prozent zur Bundestagswahl kein Hahn kräht, so gebärden kann. Der Seehofer leidet doch an Größenwahn. Söder in Bayern auch.


Söder ist Politiker in Bayern, und ensprechend auch für Bayern zuständig. Warum du dich daran störst verstehe ich nicht.

Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, sind die 6,2% für die CSU aus Bayern nicht die einzigen Stimmen, die die Union, wegen der CSU erhielt, und das sollte man spätestens an der Rückendeckung der CSU durch einen Teil der CDU-Basis einsehen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Hermann » Fr 22. Jun 2018, 12:34

Marmelada hat geschrieben:(22 Jun 2018, 11:57)
Nach Merkels Abgang könnte natürlich auch der Spahn-Flügel übernehmen, das wäre aus CSU-Sicht das Idealste.


Wer gehört denn in der CDU zum "Spahn-Flügel"? Außer Spahn sind doch im CDU-Vorstand ausschließlich Merkel-Anhänger und Befürworter einer CDU, die rot-grüne Programmatik in die Tat umsetzt. Wobei selbst Spahn teilweise rot-grüne Ideen befürwortet hat.
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Selina
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Selina » Fr 22. Jun 2018, 12:35

Xexes hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:28)

Söder ist Politiker in Bayern, und ensprechend auch für Bayern zuständig. Warum du dich daran störst verstehe ich nicht.

Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, sind die 6,2% für die CSU aus Bayern nicht die einzigen Stimmen, die die Union, wegen der CSU erhielt, und das sollte man spätestens an der Rückendeckung der CSU durch einen Teil der CDU-Basis einsehen.


Den Söder erwähnte ich nur am Rande. In erster Linie gehts mir um den großen Einfluss einer so unbedeutenden Partei auf die gesamte Bundespolitik. Und mir gings um den Größenwahn solcher CSU-Leute wie Seehofer. Das kann mir hier auch keiner beantworten. Dieses CDU-CSU-Bündnis ist einfach eine traditionelle Geschichte. Wird Zeit, dass das endlich beendet wird. Ich hoffe, die Kanzlerin bleibt da hart. Es wird ja schon von grün-schwarz geredet.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Xexes » Fr 22. Jun 2018, 12:35

Ein Terraner hat geschrieben:(22 Jun 2018, 12:40)

Ich hab keine Ahnung was er macht und ich bilde mir eigentlich selten eine Meinung ohne Informationen.


P.S. Im übrigen hat sich Fascho Horst bei mir seinen Titel durch Nazi Jargon verdient.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... efehl.html
https://www.abendzeitung-muenchen.de/in ... a3298.html


Nettes Quiz, hab alles richtig "geraten", abgesehen davon, dass ich Zitate, die aus dem Kontext gerissen sind, sehr vorsichtig betrachte, bleibt die Tatsache, dass ich die CSU als gesamte Partei eher konservativ als rechtsextrem einschätze. Für eine Partei ist es normal, dass sie mehrere Flügel enthält, und bei der CSU eben auch einen Rechten, aber die endgültigen Entscheidungen sollten sich an der Mehrheit der Partei-Basis orientieren, und die ist bei der CSU eher konservativ.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Selina » Fr 22. Jun 2018, 12:38

Zwischen CSU und AfD besteht so gut wie kein Unterschied mehr.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Xexes » Fr 22. Jun 2018, 12:40

Selina hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:35)

Den Söder erwähnte ich nur am Rande. In erster Linie gehts mir um den großen Einfluss einer so unbedeutenden Partei auf die gesamte Bundespolitik. Und mir gings um den Größenwahn solcher CSU-Leute wie Seehofer. Das kann mir hier auch keiner beantworten. Dieses CDU-CSU-Bündnis ist einfach eine traditionelle Geschichte. Wird Zeit, dass das endlich beendet wird. Ich hoffe, die Kanzlerin bleibt da hart. Es wird ja schon von grün-schwarz geredet.


Ja es ist ein historische Sonderstellung, aber es gibt Umfragen, wie Wähler abstimmen würden, wenn CSU und CDU getrennt und Bundesweit antreten würden, und in diesem Fall hätte die CSU als 2. stärkste Partei 18%, dies liegt sicher nicht an der Politik in Bayern, sondern an der Richtung, die sie in der Bundespolitik anstreben.
Entsprechend ist die Behauptung, die CSU hat nur 6.2% Stimmen zwar rein auf Wählerstimmen bezogen richtig, aber wenn es zu einem Streit/Trennung kommt, ist auch in der CDU ein nicht unerheblicher Teil eher Unterstützer der CSU.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Xexes » Fr 22. Jun 2018, 12:41

Selina hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:38)

Zwischen CSU und AfD besteht so gut wie kein Unterschied mehr.


Auch die FDP unterstützt die Vorschläge der CSU, ist diese dann auch gleich zu setzen mit der AfD?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sunny.crockett » Fr 22. Jun 2018, 12:42

Selina hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:15)

Ich frag mich, wieso man es duldet, dass sich eine bundespolitisch so unbedeutende Partei wie die CSU, nach der mit 6,2 Prozent zur Bundestagswahl kein Hahn kräht, so gebärden kann. Der Seehofer leidet doch an Größenwahn. Söder in Bayern auch.


Tja, die politischen Gegner der CSU reden immer von "unbedeutend", "unwichtig" usw.

Schon mal überlegt, dass diese Aussagen anscheinend gar nicht stimmen? ;)

Und das meine ich mit eigener Meinung bilden, also nicht alles einfach hinnehmen, was einem vorgegaukelt wird.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Marmelada » Fr 22. Jun 2018, 12:44

Hermann hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:34)

Wer gehört denn in der CDU zum "Spahn-Flügel"? Außer Spahn sind doch im CDU-Vorstand ausschließlich Merkel-Anhänger und Befürworter einer CDU, die rot-grüne Programmatik in die Tat umsetzt.
Auf irgendeiner Ebene muss es einen Spahn-Flügel geben. Wenn nicht, hätte Merkel ihn nicht mit einem Ministerposten ruhigstellen müssen.

Wobei selbst Spahn teilweise rot-grüne Ideen befürwortet hat.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Selina » Fr 22. Jun 2018, 12:46

Xexes hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:41)

Auch die FDP unterstützt die Vorschläge der CSU, ist diese dann auch gleich zu setzen mit der AfD?


Gleichzusetzen auf keinen Fall, aber ich hab in der FDP auch schon ziemliche AfD-Töne gehört. Schlimm wäre es, wenn sich Teile der FDP und der CSU später mal mit der AfD verbrüdern würden. Dann hätten wir eine einzige rechte Sippschaft, vor der einem nur grausen kann. Marine le Pen versucht sich ja unter neuem Namen auch an einer Art rechten Sammlungsbewegung.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon sunny.crockett » Fr 22. Jun 2018, 12:50

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 12:53)

Merkel hat sich bei ihrem Handeln immer an den Werten der EU orientiert.

""Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet."
.


Hmm, wenn die genannten Werte für die EU-Staaten gelten, dann hat Merkel diese nicht verteidigt. "Gleichheit" galt nie, sie hat sich über nicht gerade wenige Staaten einfach hinweggesetzt. Rechtsstaatlichkeit würde auch Einhaltung der Gesetze bedeuten, und nicht deren Aussetzung. Demokratie unter den Ländern würde bedeuten, dass man nicht wie wieder gerade geschehen, den anderen Ländern vorgefertigte Aussagen zum Unterschreiben unterbreitet. Gleichheit voon Frauen und Männern unterstützt man nicht, wenn man eine Ideologie, die genau das Gegenteil bringt, hier absolut unsterstützt. Nichtdiskriminierung und Toleranz würde auch bedeuten, dass sich Bürger bestimmter Länder anders als Merkel entscheiden dürfen, ohne dass diese dann diffamiert und gegeneinander ausgespielt werden.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 22. Jun 2018, 12:53

Dass die CSU unter Seehofer ein gesamteuropäisches Problem auf billige Landtagswahlkampfebene herunterbricht,
und dabei die langjährige Stabilität der Schwarzen "Schwesterparteien" CDU und CSU und deren Bruch riskiert,
ist offensichtlich. Und ein sehr gefährlicher Weg des ältlichen Dauerversagers Seehofer. Dieser hat ausser
innenpolitischen Zwist - sowohl zwischen CDU und CSU - als auch als Sozial- und Gesundheitspolitiker nichts als
Unfrieden und Spaltung innerhalb Deutschlands erzeugt.
Als Gesundheitsminister unter Kohl war er übrigens ein Totalversager. Was er sogar später unumwunden zugab,
allerdings dreist behauptete, heute würde er es besser können und machen… *Den Schmarrn glaubt man ihm vielleicht
im Bierzelt in Passau oder sonstigen CSU-Regionen, die eher mit erhobenen Maßkrügen auffallen als mit
politischer Intelligenz.

Das Problem, dem Merkel gegenübersteht, ist nur ein vermeintliches "CSU/Seehofer" - Problem. In Wirklichkeit
geht es um Frage, ob sich die EU auf eine gemeinsame Zuwanderungs- und Asylpolitik einigen kann.
Und der damit verbundenen Frage, wie man eine tatsächliche Sicherung der EU-Aussengrenzen gegen unkontrolliertes
Einsickern von Asylsuchenden bzw. auch aus wirtschaftlichen Gründen einwandernden Migranten installieren und umsetzen kann.

Gelingt das nicht, ist die Grenzenlosigkeit des Schengenraums innerhalb der EU passé. Und damit ein Kernelement der
EU, dessen Vorzug und vorbildhafte Bewegungsfreiheit seiner Bürgerinnen und Bürger innerhalb dieser EU damit
geschrottet wäre. Und an diese Stelle dann eben nationale Grenzkontrollen treten und ebensolches, auf nationale
Belange heruntergebrochenes "Recht" auf Einreise, Niederlassung und dauerhaften Aufenthalt. Bestimmt vom
jeweiligen EU-Land und dem, was dessen - wie auch immer gepolten Regierungen - dazu so einfällt.
(Siehe Polen, Ungarn, mittlerweile auch ITA und den Rest der Visegard - Bande, die sich einen Teufel
darum scheren, was sie selbst zusammen mit allen anderen EU-Ländern ausverhandelten und unterschrieben.
Siehe jene Quotenregelung, nach der sich anno 2015 alle Staaten verpflichteten, gemeinsam nach einem Verteilungsschlüssel
eine bestimmte Anzahl pol. Flüchtline und Asylsuchender aufzunehmen).

Aktuell sieht es nicht danach aus, dass die EU - meinetwegen auch Merkel - einen solchen gesamteuropäischen Konsens
der Solidarität und des gemeinsamen Tragens all der schwierigen Gegebenheiten zustande bringt, die mit den
sicher nicht nur mit dem Syrienkonflikt zusammenhängenden Zuwanderungs- und Migrationsbewegungen weltweit
zu tun haben. Und ganz besonders in Bezug auf die EU mit den Bedingungen und politischen Gegebenheiten des afrikanischen
Kontinents verknüpft sind. Stichwort: Dramatische Bevölkerungszunahme auf diesem Kontinent und das damit immer
mehr entsehtende Problem der sog. Zweitgeborenen Söhne…

Wenn es die EU nicht schafft, eine gesamteuropäische Grenzpolizei mit wirkungsvollen Handlungskompetenzen aufzubauen,
einer ebensolchen gesamteuropäischen Asylbehörde und einem vereinheitlichtem EU-weit geltenden und auch
einheitlich angewandten Einwanderungs- /Asylrecht, sehe ich keine große Zukunft für die EU.

Wenn sich Seehofersche Träumereine oder besser Albträumereien nationalistischer Alleingänge durchsetzen, war's das für die EU.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Ein Terraner » Fr 22. Jun 2018, 12:54

Dieter Winter hat geschrieben:(22 Jun 2018, 12:11)

Prantl?! :D

Nix gegen den "3. Senat", aber verbindlich ist das nun nicht wirklich, was er so meint. ;)

http://de.euronews.com/2018/06/19/analy ... nktioniert
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Hermann » Fr 22. Jun 2018, 12:57

Marmelada hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:44)
Auf irgendeiner Ebene muss es einen Spahn-Flügel geben. Wenn nicht, hätte Merkel ihn nicht mit einem Ministerposten ruhigstellen müssen.


Wahrscheinlich an der Basis und in der zweiten Reihe gibt es jede Menge Merkel-Kritiker. In der Führungsebene der CDU hat Merkel ihre Anhänger installiert. Es gibt außer Spahn kein Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, das offen Kritik an Merkel äußert oder eine programmatische Wende fordert.

Sollte Merkel persönlich stürzen, würde eben Altmeier, Karrenbauer, von der Leyen, Klöckner oder Laschet ihr Nachfolger und den aktuellen Merkel-Kurs fortsetzen.

Marmelada hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:44)
Die Ehe für alle, und sonst?


Ja das wäre doch schonmal ein gewichtiger Punkt. Obwohl man Spahn hoch anrechnen muß, daß er z.B. als einer der ganz wenigen überhaupt in der CDU sehr offensiv Stellung bezogen hat gegen die Abschaffung von §219a.

Bei Thema "Homo-Ehe" hat die CSU übrigens auch auf ganzer Linie versagt und nichts unternommen um das Ganze zu verhindern. Nach der Abstimmung, die sie auch hätte verhindern können, haben CSU-Vertreter sich dann vor die Kameras gestellt und geäußert, aus ihrer Sicht sei das Gesetz klar verfassungswidrig und man werde dagegen im Karlsruhe klagen. Auch das wurde dann wie immer nicht gemacht.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Zinnamon » Fr 22. Jun 2018, 13:14

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:53)

....

Gelingt das nicht, ist die Grenzenlosigkeit des Schengenraums innerhalb der EU passé. Und damit ein Kernelement der
EU, dessen Vorzug und vorbildhafte Bewegungsfreiheit seiner Bürgerinnen und Bürger innerhalb dieser EU damit
geschrottet wäre. Und an diese Stelle dann eben nationale Grenzkontrollen treten und ebensolches, auf nationale
Belange heruntergebrochenes "Recht" auf Einreise, Niederlassung und dauerhaften Aufenthalt. Bestimmt vom
jeweiligen EU-Land und dem, was dessen - wie auch immer gepolten Regierungen - dazu so einfällt.
(Siehe Polen, Ungarn, mittlerweile auch ITA und den Rest der Visegard - Bande, die sich einen Teufel
darum scheren, was sie selbst zusammen mit allen anderen EU-Ländern ausverhandelten und unterschrieben.
Siehe jene Quotenregelung, nach der sich anno 2015 alle Staaten verpflichteten, gemeinsam nach einem Verteilungsschlüssel
eine bestimmte Anzahl pol. Flüchtline und Asylsuchender aufzunehmen).

...

Wenn es die EU nicht schafft, eine gesamteuropäische Grenzpolizei mit wirkungsvollen Handlungskompetenzen aufzubauen,
einer ebensolchen gesamteuropäischen Asylbehörde und einem vereinheitlichtem EU-weit geltenden und auch
einheitlich angewandten Einwanderungs- /Asylrecht, sehe ich keine große Zukunft für die EU.

Wenn sich Seehofersche Träumereine oder besser Albträumereien nationalistischer Alleingänge durchsetzen, war's das für die EU.


Ich beginne mich immer mehr mit einer EU der Kernländer anzufreunden. Ohne Visegard-Palaver, ohne jeden der nimmt, ohne geben zu wollen. Man müsste da mal eine Gesamtrechnung aufmachen, was die Visegarder unterm Strich noch bringen.. . Eine Handelsunion könnte ja aufrecht erhalten werden, auch ohne dass diese Staaten noch mit Subventionen gepampert werden. Hoffe ich.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Ein Terraner » Fr 22. Jun 2018, 13:21

Hermann hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:57)

Bei Thema "Homo-Ehe" hat die CSU übrigens auch auf ganzer Linie versagt und nichts unternommen um das Ganze zu verhindern.

Auch die CSU darf mal etwas gutes tun, aber wenn du unbedingt restriktive Homo Gesetze willst kann ich dir Saudi-Arabien empfehlen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Orbiter1 » Fr 22. Jun 2018, 13:26

sunny.crockett hat geschrieben:(22 Jun 2018, 13:50)

Hmm, wenn die genannten Werte für die EU-Staaten gelten, dann hat Merkel diese nicht verteidigt. "Gleichheit" galt nie, sie hat sich über nicht gerade wenige Staaten einfach hinweggesetzt. Rechtsstaatlichkeit würde auch Einhaltung der Gesetze bedeuten, und nicht deren Aussetzung. Demokratie unter den Ländern würde bedeuten, dass man nicht wie wieder gerade geschehen, den anderen Ländern vorgefertigte Aussagen zum Unterschreiben unterbreitet. Gleichheit voon Frauen und Männern unterstützt man nicht, wenn man eine Ideologie, die genau das Gegenteil bringt, hier absolut unsterstützt. Nichtdiskriminierung und Toleranz würde auch bedeuten, dass sich Bürger bestimmter Länder anders als Merkel entscheiden dürfen, ohne dass diese dann diffamiert und gegeneinander ausgespielt werden.
So stellt man sich das im rechten Paralleluniversum vor, im richtigen Universum sind es die Visegradstaaten gegen die EU-Verfahren laufen weil sie gegen diese Werte verstoßen, während Merkel höchste Anerkennung genießt. Um auf den Threadtitel zurückzukommen. Auf das Abschneiden der CSU bundesweit und der CDU in Bayern bin ich schon gespannt. In spätestens 3 Wochen sollte die Union am Ende sein, oder es gibt einen neuen Maßstab für Gesichtsverlust.

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