Zukunft der CSU

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Hyde
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Zukunft der CSU

Beitragvon Hyde » Mi 27. Sep 2017, 04:28

Nach dem historischen Wahldebakel bei der Bundestagswahl 2017 sucht eine zunehmend irrlichternde und panische CSU den richtigen Weg für die Zukunft.
Schon ist die Rede davon, dass man "die rechte Flanke schließen" müsse, wobei ich mich schon frage, wie es die CSU denn hinbekommen möchte, noch weiter als bisher nach rechts zu rücken, ohne dabei Wähler der Mitte zu verlieren. Ich glaube jedenfalls nicht, dass mit AfD-Positionen absolute Mehrheiten in der Bevölkerung zu holen sind.
Zentrale Versprechen wie die Obergrenze werden sich realistisch gesehen nicht realisieren lassen, was die Glaubwürdigkeit der Partei ein Jahr vor der Landtagswahl schwächen wird.

Dazu kommt die schwelende Personaldebatte um Seehofer und seine möglichen Nachfolger. Inwieweit es da etwas über das Format der aktuellen CSU-Politikerriege aussagt, dass ein Markus Söder der ernsthafteste (wenn nicht: einzige) Nachfolge-Kandidat ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Selbst die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU wird immer öfter mal in Frage gestellt. Da fragt man sich schon: wohin steuert diese CSU?
Senexx
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Senexx » Mi 27. Sep 2017, 05:58

Steht Seehofer vor dem Fall oder kann er sich halten?

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 70047.html
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 27. Sep 2017, 06:12

Senexx hat geschrieben:(27 Sep 2017, 06:58)
Steht Seehofer vor dem Fall oder kann er sich halten?

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 70047.html

Der ist so gut wie weg.. Hat zu viel mit Merkel gekuschelt.
Es fehlt nur noch dass Merkel ihm ihr vollstes Vertrauen ausspricht.
Uffzach
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Uffzach » Mi 27. Sep 2017, 06:15

Hyde hat geschrieben:(27 Sep 2017, 05:28)

Nach dem historischen Wahldebakel bei der Bundestagswahl 2017 sucht eine zunehmend irrlichternde und panische CSU den richtigen Weg für die Zukunft.
... Da fragt man sich schon: wohin steuert diese CSU?

Sie steuert auf einen Mehrheitsverlust in Bayern zu. Der Konflikt zwischen Regionalpartei und bundespolitischem Anspruch wird sie im Kontext der Koexistenz mit einer konservativ-entkernten CDU zerreiben.
Es gibt nur folgende Optionen:
1. in der die CDU findet eine Säuberung statt, Merkel samt Anhänger werden kaltgestellt und die CDU kehrt zum Konservativismus zurück
2. die CSU wird zu einer bundesweiten Partei, was dazu führt, dass sich die CDU auch nach Bayern ausdehnt
3. die CSU besinnt sich und wird zu einer separatistischen Partei, die die Loslösung Bayerns aus der Bundesrepulbik anstrebt

Jedoch: Nur Option 1 kann der CSU mittelfristig die absolute Mehrheit in Bayern sichern.

Eines ist jedoch klar: Seehofer muss baldmöglichst entsorgt werden.
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watisdatdenn?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 27. Sep 2017, 06:23

Uffzach hat geschrieben:(27 Sep 2017, 07:15)
2. die CSU wird zu einer bundesweiten Partei, was dazu führt, dass sich die CDU auch nach Bayern ausdehnt

Solange die cdu sich nicht aus der Mitte-mitte nach rechts bewegt wäre das eine gute Alternative um die mitte-rechts Positionen der csu glaubhaft vertreten zu können.
Die csu konnte dann am rechten Rand der cdu und am linken Rand der afd einige Leute einsammeln.
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Cat with a whip
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Cat with a whip » Mi 27. Sep 2017, 06:49

Hyde hat geschrieben:(27 Sep 2017, 05:28)
Selbst die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU wird immer öfter mal in Frage gestellt. Da fragt man sich schon: wohin steuert diese CSU?


Interessannte Frage, die 10% Rassisten, Christenfundis und Nazis die ja gar keine sind möchten die Catch-all-Partei halt doch gerne wieder einfangen, die sie gerade an eine weitere demagogische Protestpartei von rechts verloren haben. Zurückkriegen wird jetzt schwieriger.
Andererseits stehen die Orbanfreunde vor der Frage ob sie im Bund von ihrer Schwesterpartei als ein loyaler Partner und kompatibler Mehrheitsbeschaffer innerhalb Bündnisse mit modernen liberalen Drittparteien taugen möchten.

Das ist halt der Spagat, den die Vetterleswirtschafts-Partei CSU hinbekommen muß. Vielleicht kommt ja nun die Zeit in der die Spindoctoren der Partei auf die Idee kommen mit der Worthülse der Liberalitas Bavariae der rechtskonservtiven Mehrheit zuhause die Hirne zu streicheln. Der CSU ist alles recht, solange sie die politische Oberhoheit zuhause hat.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon pikant » Mi 27. Sep 2017, 08:14

die Interenen Streitigkeit werden die Koaliitonsverhandlungen belasten.

die Dobrindtmaut steht vor dem Haus und NRW Chef Laschet hat heute schon angekeundigt, dass sein Land gegen eine PKW-Maut ist.

Ob Seehofer sich halten kann, vermag ich nicht zu sagen, aber der Streit innerhalb der CSU und innerhalb der Unionsparteien wirft kein gutes Licht auf den Zustand der beiden Unionsparteien.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Quatschki » Mi 27. Sep 2017, 09:02

watisdatdenn? hat geschrieben:(27 Sep 2017, 07:23)

Solange die cdu sich nicht aus der Mitte-mitte nach rechts bewegt wäre das eine gute Alternative um die mitte-rechts Positionen der csu glaubhaft vertreten zu können.
Die csu konnte dann am rechten Rand der cdu und am linken Rand der afd einige Leute einsammeln.

Ich glaube, dass auch die CDU sich bewegen wird
2019 sind Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg
Die AfD so wie bisher weiter zu füttern und allein darauf zu setzen, dass sie sich von selbst zerlegt, ist ein riskantes Spiel.
Außer, die CDU strebt dann wirklich eine Koalition mit den Linken an.
Zudem gibt es internationale Trends, die für einen allmählichen Bewußtseinswandel sprechen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Tomaner » Mi 27. Sep 2017, 09:25

Hyde hat geschrieben:(27 Sep 2017, 05:28)

Nach dem historischen Wahldebakel bei der Bundestagswahl 2017 sucht eine zunehmend irrlichternde und panische CSU den richtigen Weg für die Zukunft.
Schon ist die Rede davon, dass man "die rechte Flanke schließen" müsse, wobei ich mich schon frage, wie es die CSU denn hinbekommen möchte, noch weiter als bisher nach rechts zu rücken, ohne dabei Wähler der Mitte zu verlieren. Ich glaube jedenfalls nicht, dass mit AfD-Positionen absolute Mehrheiten in der Bevölkerung zu holen sind.
Zentrale Versprechen wie die Obergrenze werden sich realistisch gesehen nicht realisieren lassen, was die Glaubwürdigkeit der Partei ein Jahr vor der Landtagswahl schwächen wird.

Dazu kommt die schwelende Personaldebatte um Seehofer und seine möglichen Nachfolger. Inwieweit es da etwas über das Format der aktuellen CSU-Politikerriege aussagt, dass ein Markus Söder der ernsthafteste (wenn nicht: einzige) Nachfolge-Kandidat ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Selbst die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU wird immer öfter mal in Frage gestellt. Da fragt man sich schon: wohin steuert diese CSU?


Das Grundproblem der CSU ist doch, man kann doch nicht in Berlin für etwas stimmen und in München gegen sich selbst Opposition machen. Es gipfelte ja noch mit zwei Wahlprogrammen, in Berlin das und in München dies. Das mögen ja wohl vielleicht noch die Schwärzesten verstehen, erklären aber nicht. Dazu kommen ja noch die Leistungen der CSU in Berlin, oder besser Nichtleistung. Die versprochenen schnellen Internets ereichen nicht mal lettischen Standart. Die Maut ist eine Lachnummer. Die private Autobahn ein Desaster. Für was will eine CSU überhaupt belohnt werden?
Zuletzt geändert von Tomaner am Mi 27. Sep 2017, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mi 27. Sep 2017, 10:36

Die CSU hat zwei Probleme denen sie sich stellen muss.
Einmal der Verhältnis zur CDU - was ja schon immer das Problem dieser Konstellation gewesen ist. Mal schwieriger mal leichter aber immer ein wenig dabei.
Das Verhältnis zu sich selbst. Wie weit kann die CSU nach rechts abbiegen ohne die zweite Stütze - die Kirchenschwarzen und die dritte Stütze Herz-Jesu-Sozialisten zu verprellen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Hyde » Mi 27. Sep 2017, 12:56

Die Frage ist auch, inwiefern absolute Mehrheiten für die CSU überhaupt noch möglich sind in einer veränderten Parteienlandschaft, in der man mit FDP, AfD und Freien Wählern gleich drei starke Konkurrenzparteien hat, mit denen man um bürgerlich-konservative Stimmen ringt.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Mi 27. Sep 2017, 13:30

Hyde hat geschrieben:(27 Sep 2017, 13:56)

Die Frage ist auch, inwiefern absolute Mehrheiten für die CSU überhaupt noch möglich sind in einer veränderten Parteienlandschaft, in der man mit FDP, AfD und Freien Wählern gleich drei starke Konkurrenzparteien hat, mit denen man um bürgerlich-konservative Stimmen ringt.


Also mit der FDP hat die CSU in Bayern normalerweise keine Probleme, da die FDP hier oft ( was sie wohl auch ist ) als Partei der Großkopferten angesehen wird. Deswegen war sie ja nur 2009 im LTW und hat davor jahrzehntelang in Bayern keine politische Rolle gespielt.
Die Freien Wähler sind ein wenig kompliziert zu verstehen.
Würden sich alle FWler Gruppierungen zusammentun, wären sie wohl für 20 % gut - aber.......... Genau das machen sie nicht. Viele sind mit Herz und Seele Kommunalpolitiker die meinen, es gäbe keinen Grund in die LTWs zu gehen. Deswegen ist auch die FWler Fraktion höchstens mit 7 % zu veranschlagen.
Die AfD ist in Bayern jetzt momentan natürlich im Aufwind. Viele Nichtwähler mobilisieren können und vor allem im Stammland CSU ( südliches Oberbayern + Ostbayern allgemein ) jetzt als Protestpartei gewählt worden. Ob sich das hält bis zur LTW ist fraglich.
Aber das empfindet die CSU momentan als die größte Gefahr und wird wohl stark rechts blinken wollen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon pikant » Do 12. Okt 2017, 08:55

um die Zukunft der CSU mache ich mir keinen Sorgen, aber schon um die politische Zukunft von Horst Seehofer
BILD schreibt, dass die Muenchner CDU jetzt auch gegen Horst Seehofer ist - Oberpfalz, Oberfranken auch und BILD spricht schon von einer 'Rebellion'' in der CSU

Soeder wird wohl dann der neue Chef in Bayern, oder Herrmann?

Derweil verteidigt Dobrindt tapfer den Horst und findet diesen Machkampf schaedlich fuer seinen Partei.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alexyessin » Do 12. Okt 2017, 09:08

pikant hat geschrieben:(12 Oct 2017, 09:55)

um die Zukunft der CSU mache ich mir keinen Sorgen, aber schon um die politische Zukunft von Horst Seehofer
BILD schreibt, dass die Muenchner CDU jetzt auch gegen Horst Seehofer ist - Oberpfalz, Oberfranken auch und BILD spricht schon von einer 'Rebellion'' in der CSU

Soeder wird wohl dann der neue Chef in Bayern, oder Herrmann?

Derweil verteidigt Dobrindt tapfer den Horst und findet diesen Machkampf schaedlich fuer seinen Partei.


Die Münchner CSU ist jetzt nicht maßgebend. Das Oberfranken und die Oberpfälzer für Söder sind, ist nix neues - sind ja seine Spezin.

Und Söder ist nicht in allen Teilen beliebt ;)
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 12. Okt 2017, 18:22

Die CSU hat gar nicht das Personal, um jetzt vor der Wahl Seehofer wegzuschicken.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon think twice » Do 12. Okt 2017, 20:29

Die Zukunft der CSU?
Wenn sich die Partei über Nacht in Luft auflösen wurde, würde es ausser den Bayern gar niemand bemerken. :D
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alpha Centauri » Do 12. Okt 2017, 21:26

Hyde hat geschrieben:(27 Sep 2017, 05:28)

Nach dem historischen Wahldebakel bei der Bundestagswahl 2017 sucht eine zunehmend irrlichternde und panische CSU den richtigen Weg für die Zukunft.
Schon ist die Rede davon, dass man "die rechte Flanke schließen" müsse, wobei ich mich schon frage, wie es die CSU denn hinbekommen möchte, noch weiter als bisher nach rechts zu rücken, ohne dabei Wähler der Mitte zu verlieren. Ich glaube jedenfalls nicht, dass mit AfD-Positionen absolute Mehrheiten in der Bevölkerung zu holen sind.
Zentrale Versprechen wie die Obergrenze werden sich realistisch gesehen nicht realisieren lassen, was die Glaubwürdigkeit der Partei ein Jahr vor der Landtagswahl schwächen wird.

Dazu kommt die schwelende Personaldebatte um Seehofer und seine möglichen Nachfolger. Inwieweit es da etwas über das Format der aktuellen CSU-Politikerriege aussagt, dass ein Markus Söder der ernsthafteste (wenn nicht: einzige) Nachfolge-Kandidat ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Selbst die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU wird immer öfter mal in Frage gestellt. Da fragt man sich schon: wohin steuert diese CSU?


Von mir aus kann diese bayerische Provinzpartei in der Versenkung verschwinden, können ihren Saftladen dicht machen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 12. Okt 2017, 21:27

think twice hat geschrieben:(12 Oct 2017, 21:29)

Die Zukunft der CSU?
Wenn sich die Partei über Nacht in Luft auflösen wurde, würde es ausser den Bayern gar niemand bemerken. :D

Das ist falsch.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon von Grimm » Do 12. Okt 2017, 21:49

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Oct 2017, 22:27)

Das ist falsch.


Naja, man würde es wohlwollend zur Kenntnis nehmen. :rolleyes:
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Wähler » So 29. Okt 2017, 07:37

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 73462.html
Spiegel 29. Oktober 2017 Nirgends ist die CSU so verwurzelt wie im Bayerischen Wald - Und nirgends in den alten Bundesländern war die AfD so erfolgreich
Der CSU-nahe Parteienforscher Heinrich Oberreuter sagt: "Besonders häufig wählten Menschen AfD, die unmittelbar vom Zustrom der Flüchtlinge betroffen waren, etwa, weil sie an der Grenze oder in der Nähe von Aufnahmelagern leben."

"Nicht wenige hier hatten das Gefühl, für die Flüchtlinge wird viel getan und für uns nichts", sagt ein Taxifahrer in Straubing. Er ist 81, aber er müsse noch fahren, weil seine Rente ihm und seiner kranken Frau nicht zum Leben reiche. Der Mann glaubt auch, dass vielen schlicht zu viele Zuwanderer nach Ostbayern gekommen seien.

Mit Blick auf die Landtagswahl im nächsten Jahr fürchten CSU-Strategen, dass eine Jamaika-Koalition in Berlin als neubürgerliches Elitenprojekt wirken könne. Dass die kleinen Leute - im CSU-Sprech: die Leberkäs-Etage - sich in diesem neuen Bündnis nicht wiederfinden. Deshalb wird die CSU wohl gemeinsam mit den Grünen auf den Themenbereich soziale Gerechtigkeit setzen. Eine ganz spezielle Allianz. Gleichzeitig setzt die CSU-Spitze weiterhin auf einen Rechtsruck in der Innen- und Sicherheitspolitik.

Entscheidend sei jetzt, dass CSU und CDU ihren Obergrenzen-Kompromiss in der künftigen Berliner Koalition durchsetzen können, glaubt Parteienforscher Oberreuter. Nur so könne die CSU einen größeren Teil der Abtrünnigen zurückgewinnen. Und nur dann habe auch Seehofer "gute Chancen, sich im Amt zu halten". Der Konservative prophezeit: "Über 40 Prozent der Stimmen sind dann durchaus wieder möglich."

Es geht wohl auch um Identität und soziale Verortung, zwei schwer zu fassende politische Kategorien.
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