Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Sep 2017, 10:54

H2O hat geschrieben:(07 Sep 2017, 18:49)

Ohne Frage sind 70 Jahre Frieden und wirtschaftlicher Fortschritt ein bärenstarkes Argument, auf der europäischen Schiene gemeinsam geduldig weiter zu rollen. Nur sollte der Zug nicht gerade rückwärts in Bewegung geraten... von Ihnen als kleinere Meinungsverschiedenheit unter Partnern verniedlicht. Sie wollen offensichtlich nicht wahr haben, daß sich im "euro-atlantischen Stabilitätsraum" ganz erhebliche Risse gebildet haben, die weit über alltägliche Meinungsverschiedenheiten hinaus gehen.

In diesem Umfeld sucht Deutschland seinen Weg; daß der nun nicht geradlinig verläuft und verlaufen kann; das liegt an wechselnden Lagebildern, über die ich mich hier nicht auslassen muß. Die Bundesregierung hat sich entschlossen, mehr auf eigene Stärke auf dem Gebiet der Sicherheit und der Außenpolitik zu setzen, bevorzugt mit Partnern, die die Lage im "euro-atlantischen Stabilitätsraum" ähnlich einschätzen, und die unsere Wertevorstellungen teilen. Daraus sind weitergehende Schlüsse zu ziehen, die Ihnen nicht gefallen, die aber zur Rettung des europäischen Projekts notwendig sind.

Das europäische Projekt hat eine neue Chance erhalten durch den überzeugenden Wahlsieg des französischen Staatspräsidenten Macron mit seiner betonten Hinwendung zur vertieften Zusammenarbeit mit den Partnern und insbesondere Deutschland. Ich meine auch, daß wir Europäer dieses Eisen schmieden sollten, solange es glüht.

Aber mit der bevorzugten Behandlung deutscher Politiker durch Rußland hat sich soeben eine weitere noch zaghafte Option bei möglichem Scheitern des europäischen Projekts abgezeichnet. Höchst albern, mit dieser Option etwa drohen zu wollen, aber auch ziemlich einfältig von unseren Partnern, diese noch ferne Möglichkeit außer Acht zu lassen.

Risse am Haus kittet man nicht durch Wanddurchbrüche und ächzendes Gebälk wird durch Einzäunung nicht leiser.

Die Meinungsverschiedenheiten mit östlichen Partnern waren mal erheblich größer und ganz drastischer Art. Der Eiserne Vorhang quer durch Europa galt nicht mal als diskussionsfähig. Nicht ganz alltägliche Meinungsverschiedenheiten gibt es übrigens auch im Binnenland, der gegenwärtige Wahlkampf zeugt davon.
Rosneft und Gazprom sind kein europäisches Projekt, sondern bestenfalls ein eurasisches unter russischer Führung. Anderes Team, anderer Verein.

Unsere Partner, Verbündeten und sogar die EU-Kommission nehmen die Bedrohung durch die Röhre schon gewahr und raten eben deshalb zur Vorsicht und zur Solidarität in der bestehenden Sicherheitsarchitektur, die unter weit schwierigeren Bedingungen erfolgreich war.
Der hybride Krieg hat viele Gesichter, aber eines sollte doch klar sein - die Energieversorgung der noch so wohlmeinendsten und engsten Partner wird nicht durch russische Söldner gewährleistet.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 13:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(08 Sep 2017, 11:54)

Risse am Haus kittet man nicht durch Wanddurchbrüche und ächzendes Gebälk wird durch Einzäunung nicht leiser.

Die Meinungsverschiedenheiten mit östlichen Partnern waren mal erheblich größer und ganz drastischer Art. Der Eiserne Vorhang quer durch Europa galt nicht mal als diskussionsfähig. Nicht ganz alltägliche Meinungsverschiedenheiten gibt es übrigens auch im Binnenland, der gegenwärtige Wahlkampf zeugt davon.
Rosneft und Gazprom sind kein europäisches Projekt, sondern bestenfalls ein eurasisches unter russischer Führung. Anderes Team, anderer Verein.

Unsere Partner, Verbündeten und sogar die EU-Kommission nehmen die Bedrohung durch die Röhre schon gewahr und raten eben deshalb zur Vorsicht und zur Solidarität in der bestehenden Sicherheitsarchitektur, die unter weit schwierigeren Bedingungen erfolgreich war.
Der hybride Krieg hat viele Gesichter, aber eines sollte doch klar sein - die Energieversorgung der noch so wohlmeinendsten und engsten Partner wird nicht durch russische Söldner gewährleistet.


In den letzten Monaten habe ich gelernt, daß Deutschland seine Interessen am besten selbst vertritt. Diesen Eindruck haben die Widerborste in der EU von sich selbst auch. In einem Verein gibt es Regeln, zu deren Einhaltung sich die Partner durch "heilige Eide" verpflichtet haben... nicht nur Deutschland. Bei Bruch der Regeln werden die Gerichte tätig, ganz wie im richtigen Leben. Lustig ist das wirklich nicht.

Bei Meinungsverschiedenheiten im Bundestagswahlkampf entscheiden die Wähler durch Mehrheiten, wer sich mit seiner Auffassung durchsetzen soll. So stelle ich mir auch den künftigen Umgang mit Streitigkeiten in der EU vor.

Bisher waren für mich russische Soldaten keine Söldner; so würde ich auch unsere deutschen Soldaten nicht bezeichnen. Aber das sind wohl Geschmacksfragen.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Sep 2017, 13:42

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2017, 14:27)

In den letzten Monaten habe ich gelernt, daß Deutschland seine Interessen am besten selbst vertritt. Diesen Eindruck haben die Widerborste in der EU von sich selbst auch. In einem Verein gibt es Regeln, zu deren Einhaltung sich die Partner durch "heilige Eide" verpflichtet haben... nicht nur Deutschland. Bei Bruch der Regeln werden die Gerichte tätig, ganz wie im richtigen Leben. Lustig ist das wirklich nicht.

Bei Meinungsverschiedenheiten im Bundestagswahlkampf entscheiden die Wähler durch Mehrheiten, wer sich mit seiner Auffassung durchsetzen soll. So stelle ich mir auch den künftigen Umgang mit Streitigkeiten in der EU vor.

Bisher waren für mich russische Soldaten keine Söldner; so würde ich auch unsere deutschen Soldaten nicht bezeichnen. Aber das sind wohl Geschmacksfragen.

Sie scheinen Putins Röhre mit dem EU-Katheder zu verwechseln. Rosneft verkauft nicht Gummibären, weder genormt noch ungenormt, sondern Korruption. Der heiligste Eid in mafiösen Kreisen ist das Gesetz des Schweigens, den Widerborsten entledigt man sich entweder galant oder grob.

Und gemäß einer Bundeswehr-Definition ist der hybride Kämpfer auf den ersten Blick nicht als Kombattant zu erkennen. Die vitalen Sicherheitsinteressen Deutschlands sind indes klar erkennbar, wenn man mal das Weißbuch der Bundesregierung aufschlägt - dort steht schwarz auf weiß, die Bündnissolidarität sei Staatsräson.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 13:54

DarkLightbringer hat geschrieben:(08 Sep 2017, 14:42)

Sie scheinen Putins Röhre mit dem EU-Katheder zu verwechseln. Rosneft verkauft nicht Gummibären, weder genormt noch ungenormt, sondern Korruption. Der heiligste Eid in mafiösen Kreisen ist das Gesetz des Schweigens, den Widerborsten entledigt man sich entweder galant oder grob.

Und gemäß einer Bundeswehr-Definition ist der hybride Kämpfer auf den ersten Blick nicht als Kombattant zu erkennen. Die vitalen Sicherheitsinteressen Deutschlands sind indes klar erkennbar, wenn man mal das Weißbuch der Bundesregierung aufschlägt - dort steht schwarz auf weiß, die Bündnissolidarität sei Staatsräson.


Tja, selbst auf Grabsteinen verwittern die Runen. Morgen gibt es ein neues Weißbuch.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Sep 2017, 14:03

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2017, 14:54)

Tja, selbst auf Grabsteinen verwittern die Runen. Morgen gibt es ein neues Weißbuch.

Auch bleierne Letter in kyrillischer Schrift können mal verwittern. Hat man ja gesehen schon.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 17:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(08 Sep 2017, 15:03)

Auch bleierne Letter in kyrillischer Schrift können mal verwittern. Hat man ja gesehen schon.


...und 1.000 Jahre schrumpfen auf 13... oder ist das etwa gelogen?
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Sep 2017, 18:52

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2017, 18:52)

...und 1.000 Jahre schrumpfen auf 13... oder ist das etwa gelogen?

Die Weimarer Republik hielt länger, die Sowjetunion noch länger.

Aber nochmal zur Verdeutlichung, wer mit der Putin-Röhre den Ostraum abstrafen will, hat ein merkwürdiges Verständnis von Geschichte.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon Senexx » Fr 8. Sep 2017, 18:58

H2O hat geschrieben:(07 Sep 2017, 18:49)
Aber mit der bevorzugten Behandlung deutscher Politiker durch Rußland hat sich soeben eine weitere noch zaghafte Option bei möglichem Scheitern des europäischen Projekts abgezeichnet. Höchst albern, mit dieser Option etwa drohen zu wollen, aber auch ziemlich einfältig von unseren Partnern, diese noch ferne Möglichkeit außer Acht zu lassen.

Sie wollen gemeinsame Sache mit Putin machen?
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Sep 2017, 19:08

Glaube, dem Kollegen geht es vor allem darum, Junckers "Widerborste" zur Räson zu bringen, gleich wie. Schwarze Pädagogik, sozusagen.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 22:01

Senexx hat geschrieben:(08 Sep 2017, 19:58)

Sie wollen gemeinsame Sache mit Putin machen?


Nicht mit aller Gewalt! Aber ich möchte schon Wege offen halten für den Fall. daß die EU eine Bauchlandung hinlegen sollte. Hoffentlich kommt es nicht dazu! Aber wer hätte schon an den BREXIT geglaubt?
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon Senexx » Fr 8. Sep 2017, 22:07

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:01)

Nicht mit aller Gewalt! Aber ich möchte schon Wege offen halten für den Fall. daß die EU eine Bauchlandung hinlegen sollte. Hoffentlich kommt es nicht dazu! Aber wer hätte schon an den BREXIT geglaubt?


Und dann? Was wollen Sie dann mit Putin veranstalten?
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 22:12

Senexx hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:07)

Und dann? Was wollen Sie dann mit Putin veranstalten?


Darüber denke ich dann nach, wenn die Notwendigkeit besteht. Vielleicht wird bis dahin auch seine Planstelle frei?
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 22:19

DarkLightbringer hat geschrieben:(08 Sep 2017, 19:52)

Die Weimarer Republik hielt länger, die Sowjetunion noch länger.

Aber nochmal zur Verdeutlichung, wer mit der Putin-Röhre den Ostraum abstrafen will, hat ein merkwürdiges Verständnis von Geschichte.


Es geht nicht um abstrafen, sondern um mögliche Wege. Die würde ich immer offen halten und weitere Wege vorbereiten.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon Senexx » Fr 8. Sep 2017, 22:22

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:12)

Darüber denke ich dann nach, wenn die Notwendigkeit besteht. Vielleicht wird bis dahin auch seine Planstelle frei?


Sie geben hier im Forum immer den EU-Euphoriker, der alles Heil im weiteren Ausbau der EU sieht, indem sie auf dem derzeitigen falschen Pfad voranschreitet.

Nun erweist sich das alles als heiße Luft. Sie kalkulieren auch mit einem eventuellen Scheitern. Und bringen für diesen Fall ausgerechnet Putin ins Spiel.

Wir, von den angebliche rechtsradikalen Nationalisten, wie wir hier immer verunglimpft werden, sehen die EU deutlich optimistischer. Wenn sie nur ihren falschen Kurs der immer weiter ausufernden Zentralisierung korrigiert. Dieser muss zwangsläufig zu ihrer Zerstörung führen.

Sie sollten einfach ihre Prämissen überdenken. Und vielleicht versuchen, rational und nüchtern zu denken.

Dann kämen sie nicht auf so absurde Ideen, sich ausgerechnet die Russen als Rückfallposition vorzustellen.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Sep 2017, 22:34

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:19)

Es geht nicht um abstrafen, sondern um mögliche Wege. Die würde ich immer offen halten und weitere Wege vorbereiten.

Christian Lindner hat heute bei Phönix einen möglichen Weg offeriert - die östlichen Partner sollen einfach mehr Polizisten für Frontex bereit stellen. Er sei zuversichtlich, man könne sich einigen.

Meine Rede, einfach mal praktisch denken anstatt zu toben und sich Spielchen ausdenken, die als Wahlkampfprodukt zwar angenommen werden, aber nix bringen.

Eine Russia-First-Politik ist aus meiner Sicht natürlich keine Option. Wir haben Prinzipien und Werte.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 22:38

Senexx hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:22)

Sie geben hier im Forum immer den EU-Euphoriker, der alles Heil im weiteren Ausbau der EU sieht, indem sie auf dem derzeitigen falschen Pfad voranschreitet.

Nun erweist sich das alles als heiße Luft. Sie kalkulieren auch mit einem eventuellen Scheitern. Und bringen für diesen Fall ausgerechnet Putin ins Spiel.

Wir, von den angebliche rechtsradikalen Nationalisten, wie wir hier immer verunglimpft werden, sehen die EU deutlich optimistischer. Wenn sie nur ihren falschen Kurs der immer weiter ausufernden Zentralisierung korrigiert. Dieser muss zwangsläufig zu ihrer Zerstörung führen.

Sie sollten einfach ihre Prämissen überdenken. Und vielleicht versuchen, rational und nüchtern zu denken.

Dann kämen sie nicht auf so absurde Ideen, sich ausgerechnet die Russen als Rückfallposition vorzustellen.


Gar nichts erweist sich als "heiße Luft"! Erst einmal tritt hoffentlich das Tandem D&F in die Pedalen, und dann werden wir sehen, welcher tragfähige Kompromiß mit den bewährten Partnern in der EU geschlossen werden kann.

Vernünftige Beziehungen zu Rußland sind dennoch möglich; und andere sind verbesserungsfähig. Daran muß man arbeiten. Im "euro-atlantischen Stabilitätsraum" hat sich etwas geändert. Das nehme ich jedenfalls zur Kenntnis.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon Senexx » Fr 8. Sep 2017, 22:47

H2O hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:38)

Gar nichts erweist sich als "heiße Luft"! Erst einmal tritt hoffentlich das Tandem D&F in die Pedalen, und dann werden wir sehen, welcher tragfähige Kompromiß mit den bewährten Partnern in der EU geschlossen werden kann.

Vernünftige Beziehungen zu Rußland sind dennoch möglich; und andere sind verbesserungsfähig. Daran muß man arbeiten. Im "euro-atlantischen Stabilitätsraum" hat sich etwas geändert. Das nehme ich jedenfalls zur Kenntnis.

Ihr D&F-Tandem ist eine Phantasie.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 22:50

DarkLightbringer hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:34)

Christian Lindner hat heute bei Phönix einen möglichen Weg offeriert - die östlichen Partner sollen einfach mehr Polizisten für Frontex bereit stellen. Er sei zuversichtlich, man könne sich einigen.

Meine Rede, einfach mal praktisch denken anstatt zu toben und sich Spielchen ausdenken, die als Wahlkampfprodukt zwar angenommen werden, aber nix bringen.

Eine Russia-First-Politik ist aus meiner Sicht natürlich keine Option. Wir haben Prinzipien und Werte.


Merkwürdig, daß Herr Lindner auf diesen Gedanken kommt: Denn die FRONTEX-Leitung sitzt in Warschau. Ja, wenn die Polen und Ungarn und Slowaken und Tschechen selbst darauf gekommen wären, dann hätte man vom guten Willen zu einer Lösung sprechen können. Der Gedanke ist, ganz nebenbei, auch nicht originell oder neu. Der Vorschlag stammt aus der Hochzeit der Fluchtwelle über die Ägäis. Er wurde von diesen Kandidaten nur nicht aufgegriffen.

Sie plumpsen immer wieder in Extremlagen; wenn man über mögliche Wege nachdenkt, dann heißt das doch nicht, daß man sie gehen wird oder gar muß. Je mehr Möglichkeiten desto besser.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon H2O » Fr 8. Sep 2017, 22:53

Senexx hat geschrieben:(08 Sep 2017, 23:47)

Ihr D&F-Tandem ist eine Phantasie.


Das wird jetzt hoffentlich sehr gründlich ausgetestet. Ich baue darauf, daß die Sache bestens funktioniert; daß man sich gelegentlich streitet und dann doch einigt. Und wenn die Sache wider Erwarten tatsächlich gar nicht klappen will, dann suchen wir eben andere Wege in die Zukunft.
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Re: Putin-Freund Schröder soll Vorstand in Ölkonzern werden

Beitragvon Senexx » Fr 8. Sep 2017, 22:54

Es wäre vernünftig, gleich einen Weg in die Zukunft zu suchen, als Irrwege zu gehen.

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