Die Zukunft der SPD

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Sorgenking
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sorgenking » Fr 2. Nov 2018, 14:11

Wähler hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:19)

Ich glaube nicht, dass eine zu starke Nachahmung von Labour in Großbritannien, oder gar Cinque Stelle in Italien die SPD weiterbringen wird. Es kommt auf die richtige Dosis an, auch wenn das in den so aufgeregten Zeiten schwer fällt. Wer schnelle Lösungen verspricht, darf sich über den Verdacht von Linkspopulismus nicht wundern.


Nur weil man von höheren Steuern für Wohlhabende spricht, heißt das ja nicht man betreibe Linkspopulismus.
Die SPD brauch einfach eine klare Richtung, ansonsten werden die Grünen ihnen den Rang endgültig ablaufen.
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Fliege
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Fr 2. Nov 2018, 16:10

Sorgenking hat geschrieben:(02 Nov 2018, 14:11)
Nur weil man von höheren Steuern für Wohlhabende spricht, heißt das ja nicht man betreibe Linkspopulismus.
Die SPD brauch einfach eine klare Richtung, ansonsten werden die Grünen ihnen den Rang endgültig ablaufen.

Die SPD könnte sich, bleibt es bei der eingerissenen Verachtung des kleinen Mannes und der kleinen Frau, in Sozialpädagogische Partei Deutschlands umbenennen – um wegen mir im Orkus der Geschichte zu verschwinden.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Fr 2. Nov 2018, 16:40

Wähler hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:19)
Ich glaube nicht, dass eine zu starke Nachahmung von Labour in Großbritannien, oder gar Cinque Stelle in Italien die SPD weiterbringen wird. Es kommt auf die richtige Dosis an, auch wenn das in den so aufgeregten Zeiten schwer fällt. Wer schnelle Lösungen verspricht, darf sich über den Verdacht von Linkspopulismus nicht wundern.

Sorgenking hat geschrieben:(02 Nov 2018, 14:11)
Nur weil man von höheren Steuern für Wohlhabende spricht, heißt das ja nicht man betreibe Linkspopulismus.
Die SPD brauch einfach eine klare Richtung, ansonsten werden die Grünen ihnen den Rang endgültig ablaufen.

Eine klare Richtung wird daraus, wenn man ein Mehr an Koordinierung der Sozialpolitik auf EU-Ebene mit einer Konzentration des deutschen Sozialstaates auf die wirklich bedürftigen Staatsbürger in Einklang bringt. Die Mittelschicht weiter großzügig versorgen und oben drauf noch die Steuererhöhungen der Partei die Linke aus dem letzten Bundestagswahlkampf packen, ist einfach unrealistisch:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 27083.html
FAZ 19. Juli 2010 Transferleistungen Unserer Mittelschicht geht es prächtig
siehe auch Grafik Nr. 3 Was die Mittelschicht bekommt und zahlt
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 19537.html
Es gibt für Deutschland keine besseren empirischen Daten und Fakten, als das Sozioökonomische Panel.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon firlefanz11 » Fr 2. Nov 2018, 17:03

Wähler hat geschrieben:(02 Nov 2018, 16:40)
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 27083.html
FAZ 19. Juli 2010 Transferleistungen Unserer Mittelschicht geht es prächtig
siehe auch Grafik Nr. 3 Was die Mittelschicht bekommt und zahlt
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 19537.html
Es gibt für Deutschland keine besseren empirischen Daten und Fakten, als das Sozioökonomische Panel.

Artikel von 2010... Noch älter gings nicht, hm? :rolleyes:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Fr 2. Nov 2018, 17:41

Wähler hat geschrieben:(02 Nov 2018, 16:40)
Eine klare Richtung wird daraus, wenn man ein Mehr an Koordinierung der Sozialpolitik auf EU-Ebene mit einer Konzentration des deutschen Sozialstaates auf die wirklich bedürftigen Staatsbürger in Einklang bringt. Die Mittelschicht weiter großzügig versorgen und oben drauf noch die Steuererhöhungen der Partei die Linke aus dem letzten Bundestagswahlkampf packen, ist einfach unrealistisch:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 27083.html
FAZ 19. Juli 2010 Transferleistungen Unserer Mittelschicht geht es prächtig
siehe auch Grafik Nr. 3 Was die Mittelschicht bekommt und zahlt
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 19537.html
Es gibt für Deutschland keine besseren empirischen Daten und Fakten, als das Sozioökonomische Panel.

firlefanz11 hat geschrieben:(02 Nov 2018, 17:03)
Artikel von 2010... Noch älter gings nicht, hm? :rolleyes:

Finanzierung des Sozialstaates 2017
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/fin ... mlung.html
Struktur der Sozialleistungen nach Leistungsarten 2017
"Das System der sozialen Sicherung in Deutschland weist eine Vielzahl von Leistungen auf. Die Liste reicht von A bis Z, von der Ausbildungsförderung bis zur Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst. Strukturiert man diese Leistungen nach Systemen wird ersichtlich, warum der deutsche Sozialstaat als Sozialversicherungsstaat bezeichnet werden kann."
Grafik Struktur der Sozialleistungen nach Leistungsarten 2017
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_ ... abbII2.png
FAZ 19. Juli 2010 Transferleistungen Unserer Mittelschicht geht es prächtig
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 27083.html
Grafik Sozialleistungen des Staates 2010
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 15309.html
An der Struktur der Leistungsarten hat sich nicht so viel seit 2010 geändert.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Sa 3. Nov 2018, 22:50

JJazzGold hat geschrieben:(im Thread zur Zukunft der CDU; 03 Nov 2018, 22:36)
So wie ich die SPD im Moment einschätze, weiß sie noch nicht einmal, was ihre Hausaufgaben sind.
Die wird bei der nächsten Wahl in der Opposition landen und dort muss sie sich erst einmal neu sortieren.
Bis dahin werden die Grünen übernehmen.

Die SPD könnte, sofern sie wirtschafts- und sozialpolitisch den Kopf über Wasser halten möchte, sagen:
Wertschöpfung und Arbeitsplätze sollen bleiben, deswegen müssen Kohle, Diesel und Autos bleiben.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon van Kessel » Sa 3. Nov 2018, 23:13

Ist vorrangig nicht erst einmal die Führungsriege der SPD zu ersetzen? Schließlich haben diese Parteigenossen ihre Partei in den Orkus gefahren und damit ihre politische Vernunft und Cleverness 'dokumentiert'.
Jede Firma trennt sich von unfähigen Mitarbeitern. Parteien bevorzugen da das 'Peter-Prinzip' und hieven PG in Spitzen, welche sie nicht beherrschen. Ne' Rampensau zu spielen, wie es Frau Nahles vormacht, reicht nicht zur Führung eines modernen Staates.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Sa 3. Nov 2018, 23:31

van Kessel hat geschrieben:(03 Nov 2018, 23:13)
Ist vorrangig nicht erst einmal die Führungsriege der SPD zu ersetzen? Schließlich haben diese Parteigenossen ihre Partei in den Orkus gefahren und damit ihre politische Vernunft und Cleverness 'dokumentiert'.
Jede Firma trennt sich von unfähigen Mitarbeitern. Parteien bevorzugen da das 'Peter-Prinzip' und hieven PG in Spitzen, welche sie nicht beherrschen. Ne' Rampensau zu spielen, wie es Frau Nahles vormacht, reicht nicht zur Führung eines modernen Staates.

Für Rückbesinnung auf den kleinen Mann und die kleine Frau wäre es nötig, dass die SPD den kompletten A-Kader auf Bundesebene abserviert, weitgehend auf den B-Kader in den Ländern verzichtet (außer vielleicht auf Stephan Weil aus VW-Land), um auf geeignete C-Kader in Städten und Kreisen zurückzugreifen, weil der C-Kader noch am ehesten das Ohr an den Bürgern und am Volk hat. Es ist wie im Fußball, wo sich eine leistungsschwache Mannschaft nach Abstieg um Abstieg wieder von der Kreisliga, über die Landesliga, in die Bundesliga hoch spielen muss.
Zuletzt geändert von Fliege am Sa 3. Nov 2018, 23:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Sa 3. Nov 2018, 23:31

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2018, 22:50)

Die SPD könnte, sofern sie wirtschafts- und sozialpolitisch den Kopf über Wasser halten möchte, sagen:
Wertschöpfung und Arbeitsplätze sollen bleiben, deswegen müssen Kohle, Diesel und Autos bleiben.


Das wäre aber auch nur eine Übergangslösung.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Sa 3. Nov 2018, 23:36

JJazzGold hat geschrieben:(03 Nov 2018, 23:31)
Das wäre aber auch nur eine Übergangslösung.

Langfristig ja, mittelfristig auf zehn bis zwanzig Jahre nein.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » So 4. Nov 2018, 08:21

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2018, 23:36)

Langfristig ja, mittelfristig auf zehn bis zwanzig Jahre nein.


Too little - too late.

Die SPD benötigt kein von Wahl zu Wahl kurzfristig rekrutiertes Wählerpotential, sondern ein Potential an verlässlichen Stammwählern. Die Kurzfristigen haben die Grünen längst abgegriffen.
Wer der zukünftige Stammwähler sein soll, das muss die SPD in einem ersten Schritt festlegen, darauf ihr Programm zuschneiden und mit der Umwerbung anfangen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » So 4. Nov 2018, 16:19

JJazzGold hat geschrieben:(04 Nov 2018, 08:21)
Too little - too late.

Die SPD benötigt kein von Wahl zu Wahl kurzfristig rekrutiertes Wählerpotential, sondern ein Potential an verlässlichen Stammwählern. Die Kurzfristigen haben die Grünen längst abgegriffen.
Wer der zukünftige Stammwähler sein soll, das muss die SPD in einem ersten Schritt festlegen, darauf ihr Programm zuschneiden und mit der Umwerbung anfangen.

Jupp, sehe ich auch so. Auf kurze Sicht angelegte Aktionen nützen der SPD nichts.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon van Kessel » So 4. Nov 2018, 23:14

hey "JJazzGold"](04 Nov 2018, 08:21)
Too little - too late. Die SPD benötigt kein von Wahl zu Wahl kurzfristig rekrutiertes Wählerpotential, sondern ein Potential an verlässlichen Stammwählern. Die Kurzfristigen haben die Grünen längst abgegriffen.
Wer der zukünftige Stammwähler sein soll, das muss die SPD in einem ersten Schritt festlegen, darauf ihr Programm zuschneiden und mit der Umwerbung anfangen.
faszinierende Idee, den Zeitgeist in einer Flasche einzufangen, zu sezieren und ihn als Programm dem Wahlvolk zu präsentieren...nur wird dies nicht funktionieren, weil das Wahlvolk geführt werden will und nicht abgestandenes mittels Wortbrocken
wiederkäuen will.

Ganz einfach, die SPD muss wieder wagen wollen, ansonsten sie verschwinden wird, weil Liedchen wie "...wenn wir schreiten Seit' an Seit'..." keinen wirklich mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Bevor man sich solidarisiert, muss man die Menschen davon überzeugen, wofür man sich solidarisiert. Und dies ist nicht die Anbiederung an anderer Leute Parteiprogramm. Wer nicht führt, verliert. Dies zeigt doch klar die gegenwärtige Situation über eine 'sterbende Kanzlerin'.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Calvadorius » So 4. Nov 2018, 23:38

van Kessel hat geschrieben: weil das Wahlvolk geführt werden will

Hä?

Das "Wahlvolk" (was für eine seltsame Vokabel) hat ziemlich genau dargelegt, daß es nicht geführt, sondern "erkannt" werden will.
Ich denke, SPD und CDU müssen erkennen, daß es nicht mehr DIE GROSSEN Strömumgen gibt, die diese Gesellschaft bewegen.

Da sind viele kleinere "Schwierigkeiten", die unser Land an unterschiedlichsten Ecken beschäftigen.
Nicht selten mit gegenläufigen Interessen.
Das bekommen doch auch die Grünen, wo sie [mit] an der Regierung sind, zu spüren.

Manchmal meine ich, daß D sich zum Land der Opposition entwickelt.
Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die in jedem Fall tödlich endet.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon van Kessel » Mo 5. Nov 2018, 00:17

hey "Calvadorius"](04 Nov 2018, 23:38)

Hä? Das "Wahlvolk" (was für eine seltsame Vokabel)
steht aber auch so im Duden..?
hat ziemlich genau dargelegt, daß es nicht geführt, sondern "erkannt" werden will.
ich denke, dass sie (der Wahlbürger um es korrekt zu bezeichnen) einem Parteiprogramm folgen und dabei die Repräsentanten dieser Parteien als Leader ansehen.
Ich denke, SPD und CDU müssen erkennen, daß es nicht mehr DIE GROSSEN Strömumgen gibt, die diese Gesellschaft bewegen.
die Gesellschaft trägt in sich selbst keine Ideen (ist nicht von mir, sondern von Ortega y Gasset). Ergo muss eine 'Strömung' vorgegeben werden, damit die Herde folgen kann. Dafür gibt es die sogenannten Eliten, welche Ideen formuliert, publiziert und manchmal in ein Programm als Partei presst.
Da sind viele kleinere "Schwierigkeiten", die unser Land an unterschiedlichsten Ecken beschäftigen. Nicht selten mit gegenläufigen Interessen. Das bekommen doch auch die Grünen, wo sie [mit] an der Regierung sind, zu spüren.
dies ist trivial und Charakter jeder Demokratie.
Manchmal meine ich, daß D sich zum Land der Opposition entwickelt.
wenn es so wäre, würden Regierungen in Deutschland, nicht eine Lebenszeit von Jahrzehnten haben. ;)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Raul71 » Do 8. Nov 2018, 02:12

Solange die SPD nicht bemerkt, dass ihr starrsinniger Kurs ins Verderben führt und ihr mit Abstand größter Feind die grüne Mogelpackung ist, geht es unter 10%. Die SPD muss dringend die teilweise sinn- und nutzlosen Grünenparolen enttarnen und bekämpfen. Leider bekämpft die Partei mit dem größten Potential die völlig Falschen und für sie weitgehend Uninteressanten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon KarlRanseier » Do 8. Nov 2018, 03:01

Raul71 hat geschrieben:(08 Nov 2018, 02:12)

Solange die SPD nicht bemerkt, dass ihr starrsinniger Kurs ins Verderben führt und ihr mit Abstand größter Feind die grüne Mogelpackung ist, geht es unter 10%. Die SPD muss dringend die teilweise sinn- und nutzlosen Grünenparolen enttarnen und bekämpfen. Leider bekämpft die Partei mit dem größten Potential die völlig Falschen und für sie weitgehend Uninteressanten.



Sehe ich anders, denn die Grünen haben große Erfolge, nicht nur bei Wahlen.

Prominenteste Beispiele sind der Atomausstieg sowie der massive Ausbau der erneuerbaren Energien. Da können die Ideologen aller Parteien, die nur rumsülzen und absolut gar nichts auf die Reihe bekommen, etwas lernen.

Was haben denn CDU oder Sozen in den vergangenen Jahrzehnten für die Mehrheit erreicht, sagen wir in den Bereichen Bildung, soziale Sicherheiten, Infrastruktur, Rente? Haben sie denn auf wenigstens einem einzigen Gebiet die Situation der Mehrheit verbessert? :?:

Ich würde mal behaupten, dass sie sich auf allen Gebieten verschlechtert hat, insbesondere natürlich in den Bereichen soziale Sicherheiten und Rente, aber auch bei der Bildung (Inklusion, um Sonderpädagogen einzusparen :rolleyes: ). Bei der Infrastruktur fällt es noch nicht so stark auf.
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Do 8. Nov 2018, 08:11

Fliege hat geschrieben:(04 Nov 2018, 16:19)

Jupp, sehe ich auch so. Auf kurze Sicht angelegte Aktionen nützen der SPD nichts.


Obwohl sie diesen Weg probiert, wie Heils jüngster Vorschlag zeigt.
Für jedes Jahr Arbeit einen Monat bezahlten Urlaub angerechnet zu bekommen, der bis zu einem, ggfls zwei Jahren Sabbatical mit Eur 1000.-/Monat finanziert durch den Steuerzahler ermöglicht. Der Staat übernimmt die Krankenversicherung. Die Frage, wer die fortlaufenden Rentenbeiträge/Betriebsrentenbeiträge finanziert, hat Herr Heil bisher nicht beantwortet. Auch nicht, wie für kleine und mittlere Betriebe nur interim eingesetztes Ersatzpersonal beschafft werden soll.

Das erinnert an Schwesigs Vorschlag, Eltern die 30 Stunden Woche auf Kosten des Steuerzahlers zu finanzieren.

Aber zumindest ist es eindeutig links einzusortieren.

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon MäckIntaier » Do 8. Nov 2018, 09:00

JJazzGold hat geschrieben:(04 Nov 2018, 08:21)

Too little - too late.

Die SPD benötigt kein von Wahl zu Wahl kurzfristig rekrutiertes Wählerpotential, sondern ein Potential an verlässlichen Stammwählern. Die Kurzfristigen haben die Grünen längst abgegriffen.
Wer der zukünftige Stammwähler sein soll, das muss die SPD in einem ersten Schritt festlegen, darauf ihr Programm zuschneiden und mit der Umwerbung anfangen.


Historisch hat die SPD stärker als andere Parteien von einer ganz bestimmten Gruppenidentität ihrer Wählerschaft gelebt. Diese Gruppenidentität gibt es aber nur noch sehr rudimentär, es sind fluide Interessengemeinschaften an deren Stelle getreten. Und da die SPD die Interessen derjenigen, die noch so etwas wie eine Gruppenidentität propagieren, nicht mehr vertreten will, ist ihr die Basis weggebrochen und sie hat keine Rolle mehr. Sie sollte sich auflösen und auf Grüne, Linke und CDU verteilen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Do 8. Nov 2018, 09:27

MäckIntaier hat geschrieben:(08 Nov 2018, 09:00)

Historisch hat die SPD stärker als andere Parteien von einer ganz bestimmten Gruppenidentität ihrer Wählerschaft gelebt. Diese Gruppenidentität gibt es aber nur noch sehr rudimentär, es sind fluide Interessengemeinschaften an deren Stelle getreten. Und da die SPD die Interessen derjenigen, die noch so etwas wie eine Gruppenidentität propagieren, nicht mehr vertreten will, ist ihr die Basis weggebrochen und sie hat keine Rolle mehr. Sie sollte sich auflösen und auf Grüne, Linke und CDU verteilen.


Das könnte passieren, wenn auch unfreiwillig, indem die Partei weiter bei Wahlen dezimiert wird. Ich bin völlig Ihrer Meinung, dass die SPD es versäumt hat, das Wählerklientel zu begutachten und sich entsprechendes Potential zu schaffen. Man war wohl nach Schröder zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
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