Die Zukunft der SPD

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JJazzGold
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 31. Okt 2018, 10:26

Ammianus hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:14)

Die Forderung nach einem Mindestlohn von 12 Euro wäre da schon mal ein Anfang. Immerhin wüsste manch potentieller Wähler dann wieder, was der seltsam geschwungene Buchstabe am Anfang des Parteinamens bedeutet.


Das ist in Betrachtung linker Profilschärfung zwar richtig betrachtet, dazu gehört auch die Forderung nach Reichensteuer, Vermögenssteuer, eine gesetzliche Festlegung des Mietpreises, kostenloser Kita- und Schulbesuch, Abschaffung der Leiharbeit und befristeter Arbeitsverträge, Abschaffung von Hartz IV, Anhebung des Rentenniveaus auf 53%, etc.

Die Frage lautet aber, wer soll diese Forderungen an der Spitze der SPD populär vermarkten?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 31. Okt 2018, 11:31

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:26)
Das ist in Betrachtung linker Profilschärfung zwar richtig betrachtet, dazu gehört auch die Forderung nach Reichensteuer, Vermögenssteuer, eine gesetzliche Festlegung des Mietpreises, kostenloser Kita- und Schulbesuch, Abschaffung der Leiharbeit und befristeter Arbeitsverträge, Abschaffung von Hartz IV, Anhebung des Rentenniveaus auf 53%, etc.
Die Frage lautet aber, wer soll diese Forderungen an der Spitze der SPD populär vermarkten?

Bitte nicht die Sozialpolitik der SPD mit der der Partei die Linke verwechseln. Steinbrück hat sich für eine moderate Erhöhung der Erbschaftssteuer ausgesprochen, jegliche technische Umsetzung einer Reichen- oder Vermögenssteuer lehnt er ab. Von einer gesetzlichen Festlegung des Mietpreises und der Abschaffung von Hartz IV ist bei der SPD auch keine Rede. Die SPD traut sich ja noch nicht einmal, Hartz I abzuschaffen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mi 31. Okt 2018, 11:40

Wähler hat geschrieben:(31 Oct 2018, 11:31)

Bitte nicht die Sozialpolitik der SPD mit der der Partei die Linke verwechseln. Steinbrück hat sich für eine moderate Erhöhung der Erbschaftssteuer ausgesprochen, jegliche technische Umsetzung einer Reichen- oder Vermögenssteuer lehnt er ab. Von einer gesetzlichen Festlegung des Mietpreises und der Abschaffung von Hartz IV ist bei der SPD auch keine Rede. Die SPD traut sich ja noch nicht einmal, Hartz I abzuschaffen.


Es ist für die SPD völlig irrelevant, was Steinbrück fordert. Steinbrück ist eines der Gesichter, die für den Untergang der Sozialdemokraten verantwortlich ist.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 31. Okt 2018, 11:47

Wähler hat geschrieben:(31 Oct 2018, 11:31)
Bitte nicht die Sozialpolitik der SPD mit der der Partei die Linke verwechseln. Steinbrück hat sich für eine moderate Erhöhung der Erbschaftssteuer ausgesprochen, jegliche technische Umsetzung einer Reichen- oder Vermögenssteuer lehnt er ab. Von einer gesetzlichen Festlegung des Mietpreises und der Abschaffung von Hartz IV ist bei der SPD auch keine Rede. Die SPD traut sich ja noch nicht einmal, Hartz I abzuschaffen.

yogi61 hat geschrieben:(31 Oct 2018, 11:40)
Es ist für die SPD völlig irrelevant, was Steinbrück fordert. Steinbrück ist eines der Gesichter, die für den Untergang der Sozialdemokraten verantwortlich ist.

Mit persönlichen Schuldzuweisungen wird die SPD nicht weiterkommen. Es geht um moderne politische Leitlinien, die vom Führungspersonal den Mitgliedern und Wählern der Partei so erklärt werden, dass sie verständlich, klar in den Werten und zukunftsorientiert sind.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sorgenking » Mi 31. Okt 2018, 12:00

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:26)

Das ist in Betrachtung linker Profilschärfung zwar richtig betrachtet, dazu gehört auch die Forderung nach Reichensteuer, Vermögenssteuer, eine gesetzliche Festlegung des Mietpreises, kostenloser Kita- und Schulbesuch, Abschaffung der Leiharbeit und befristeter Arbeitsverträge, Abschaffung von Hartz IV, Anhebung des Rentenniveaus auf 53%, etc.

Die Frage lautet aber, wer soll diese Forderungen an der Spitze der SPD populär vermarkten?


Ich denke, wenn man all diese Forderung klar bringt und sich somit klar als Linek Volkspartei positioniert kommt ein Teil der Wähler automatisch zurück.
Gerade im Bezug auf die nächste Bundestagswahl, wird man ja auch nicht gegen Merkel antreten müssen, da dürfte schon ein neues unverbrauchtes Gesicht reichen, in Kombination mit einer klaren Themenoffensive.
Das muss man sich aber 1. trauen und 2. muss die Parteispitze auch bereit sein, ein wenig zurück zu stecken.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 31. Okt 2018, 12:07

Wähler hat geschrieben:(31 Oct 2018, 11:31)

Bitte nicht die Sozialpolitik der SPD mit der der Partei die Linke verwechseln. Steinbrück hat sich für eine moderate Erhöhung der Erbschaftssteuer ausgesprochen, jegliche technische Umsetzung einer Reichen- oder Vermögenssteuer lehnt er ab. Von einer gesetzlichen Festlegung des Mietpreises und der Abschaffung von Hartz IV ist bei der SPD auch keine Rede. Die SPD traut sich ja noch nicht einmal, Hartz I abzuschaffen.


Das war überspitzt dargestellt und nur dazu gedacht, eine notwendige linke Profilierung der SPD zu verdeutlichen
Wobei sich mir nach wie vor die Frage stellt, wer soll es machen?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mi 31. Okt 2018, 12:11

Wähler hat geschrieben:(31 Oct 2018, 11:47)

Mit persönlichen Schuldzuweisungen wird die SPD nicht weiterkommen. Es geht um moderne politische Leitlinien, die vom Führungspersonal den Mitgliedern und Wählern der Partei so erklärt werden, dass sie verständlich, klar in den Werten und zukunftsorientiert sind.


Eben und deswegen ist Steinbrücks Meinung irrelevant, Du betonst doch selber das Wort zukunfstorientiert.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Ammianus » Mi 31. Okt 2018, 12:16

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:26)

Das ist in Betrachtung linker Profilschärfung zwar richtig betrachtet, dazu gehört auch die Forderung nach Reichensteuer, Vermögenssteuer, eine gesetzliche Festlegung des Mietpreises, kostenloser Kita- und Schulbesuch, Abschaffung der Leiharbeit und befristeter Arbeitsverträge, Abschaffung von Hartz IV, Anhebung des Rentenniveaus auf 53%, etc.

Die Frage lautet aber, wer soll diese Forderungen an der Spitze der SPD populär vermarkten?


Genau das ist mir eingefallen, nachdem ich die Sache mit den 12 Euro - kam ja heute in den Nachrichten - bereits abgeschickt hatte. Es geht ja um glaubhaftes Personal, dass mit eben der entscheidenden sozialen Komponente, zu der die SPD zurückfinden muss, verbunden ist. Und nach dem peinlichen Schulz-Hype, dem Abrutschen unter 20% - irgenwie ist da niemand ...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 31. Okt 2018, 12:17

Sorgenking hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:00)

Ich denke, wenn man all diese Forderung klar bringt und sich somit klar als Linek Volkspartei positioniert kommt ein Teil der Wähler automatisch zurück.
Gerade im Bezug auf die nächste Bundestagswahl, wird man ja auch nicht gegen Merkel antreten müssen, da dürfte schon ein neues unverbrauchtes Gesicht reichen, in Kombination mit einer klaren Themenoffensive.
Das muss man sich aber 1. trauen und 2. muss die Parteispitze auch bereit sein, ein wenig zurück zu stecken.



Ich sehe, Sie haben begriffen worauf ich hinaus will. Die SPD sitzt nämlich momentan in der Bredouille, sich nicht nur gegen die Union eindeutig abgrenzen zu müssen, sondern nach wie vor gegen die Die Linke und explizit die Grünen. Letztere sind Diejenigen, die mit ihrer Konsensbrühe die SPD essentielle Stimmen kosten und auf dem Weg zur Volkspartei drohen, auch wenn sie sich versuchen gegen diese Einordnung vehement zu wehren, der SPD den Rang abzulaufen.

Das Problem ist allerdings, wo zaubert die SPD einen charismatischen Spitzenvertreter her, der einen deutlich erkennbaren Schritt nach links nicht nur intern durchsetzen kann, sondern auch extern erfolgreich vermarkten. Ich habe mir gestern mal die Mühe gemacht, die SPD Vertreter einzeln näher zu betrachten, aber fündig bin ich nicht geworden.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 31. Okt 2018, 12:19

Sorgenking hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:00)
Ich denke, wenn man all diese Forderung klar bringt und sich somit klar als Linek Volkspartei positioniert kommt ein Teil der Wähler automatisch zurück.
Gerade im Bezug auf die nächste Bundestagswahl, wird man ja auch nicht gegen Merkel antreten müssen, da dürfte schon ein neues unverbrauchtes Gesicht reichen, in Kombination mit einer klaren Themenoffensive.
Das muss man sich aber 1. trauen und 2. muss die Parteispitze auch bereit sein, ein wenig zurück zu stecken.

Ich glaube nicht, dass eine zu starke Nachahmung von Labour in Großbritannien, oder gar Cinque Stelle in Italien die SPD weiterbringen wird. Es kommt auf die richtige Dosis an, auch wenn das in den so aufgeregten Zeiten schwer fällt. Wer schnelle Lösungen verspricht, darf sich über den Verdacht von Linkspopulismus nicht wundern.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mi 31. Okt 2018, 12:21

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:17)

Ich sehe, Sie haben begriffen worauf ich hinaus will. Die SPD sitzt nämlich momentan in der Bredouille, sich nicht nur gegen die Union eindeutig abgrenzen zu müssen, sondern nach wie vor gegen die Die Linke und explizit die Grünen. Letztere sind Diejenigen, die mit ihrer Konsensbrühe die SPD essentielle Stimmen kosten und auf dem Weg zur Volkspartei drohen, auch wenn sie sich versuchen gegen diese Einordnung vehement zu wehren, der SPD den Rang abzulaufen.

Das Problem ist allerdings, wo zaubert die SPD einen charismatischen Spitzenvertreter her, der einen deutlich erkennbaren Schritt nach links nicht nur intern durchsetzen kann, sondern auch extern erfolgreich vermarkten. Ich habe mir gestern mal die Mühe gemacht, die SPD Vertreter einzeln näher zu betrachten, aber fündig bin ich nicht geworden.


Wie wäre es mit Manuela Schwesig?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 31. Okt 2018, 12:23

Ammianus hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:16)

Genau das ist mir eingefallen, nachdem ich die Sache mit den 12 Euro - kam ja heute in den Nachrichten - bereits abgeschickt hatte. Es geht ja um glaubhaftes Personal, dass mit eben der entscheidenden sozialen Komponente, zu der die SPD zurückfinden muss, verbunden ist. Und nach dem peinlichen Schulz-Hype, dem Abrutschen unter 20% - irgenwie ist da niemand ...


Siehe oben, ich bin auch nicht fündig geworden. Wenn die SPD überlebensfähig sein will, dann muss sie ihre Reihen bis ins dritte Glied durchforsten, um einen solchen glaubwürdigen und mitreißenden, bis dato von Altlasten verschonten Vertreter nicht nur zu finden, sondern auch im Eiltempo zu fördern. Aber da sehe ich schwarz.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 31. Okt 2018, 12:27

yogi61 hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:21)

Wie wäre es mit Manuela Schwesig?


Die hatte ich letztes auch schon im Blick. Sie hätte den Vorteil, sich zumindest zeitweise aus der GroKo Belastung verabschiedet zu haben und sie ist jung genug, um ggfls ein paar Jahre in der Opposition dazu zu nutzen, sich als Mittel zur erfolgreichen Reform und deren Vermarktung zu installieren.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon PeterK » Mi 31. Okt 2018, 12:30

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:23)
Siehe oben, ich bin auch nicht fündig geworden. Wenn die SPD überlebensfähig sein will, dann muss sie ihre Reihen bis ins dritte Glied durchforsten, um einen solchen glaubwürdigen und mitreißenden, bis dato von Altlasten verschonten Vertreter nicht nur zu finden, sondern auch im Eiltempo zu fördern. Aber da sehe ich schwarz.

Es braucht IMO nicht nur einen "Willy Brandt", sondern auch einen "Helmut Schmidt" und einen "Herbert Wehner" - und vor allem eine Idee und den Willen zur Macht.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon KarlRanseier » Mi 31. Okt 2018, 12:36

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:23)

Siehe oben, ich bin auch nicht fündig geworden. Wenn die SPD überlebensfähig sein will, dann muss sie ihre Reihen bis ins dritte Glied durchforsten, um einen solchen glaubwürdigen und mitreißenden, bis dato von Altlasten verschonten Vertreter nicht nur zu finden, sondern auch im Eiltempo zu fördern. Aber da sehe ich schwarz.



Ich würde zur Verfügung stehen, bin voll auf Parteilinie. Seit Jahren fordere ich mehr Mittelstandsentlastung, Steuersenkungen für Großverdiener und Zwangsarbeit für größere Teile des Pöbels!

Unrelevante sollen arbeiten, anstatt faul Urlaub zu machen oder sich gar im Falle einer Krankheit von ihrem armen Arbeitgeber bezahlen zu lassen! Fleißige deutsche Ausbeuter stehen in Konkurrenz zu Ausbeutern in Burundi und im Kongo, da kann es ja nicht sein, dass deutsche Arbeitskräfte in dekadenter Weise irgendwelche Ansprüche stellen! :mad2:

Sozial bin ich selbstverständlich auch, ich fordere eine Erhöhung des Mindestlohnes um bis zu 0,2 Cent/Stunde!

Allerdings würde ich für den Fall meines frühzeitigen politischen Ablebens als SPD-Oberbonze, wie man sie bei zahlreichen Vorgängern beobachten kann, eine Entschädigung verlangen, die sich an der Höhe eines Honorars von Peer Steinbrück orientiert, wenn er einen Vortrag vor Banken oder Konzernen hält. Ich vermute, daran wird's scheitern... :(
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mi 31. Okt 2018, 12:38

KarlRanseier hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:36)

Ich würde zur Verfügung stehen, bin voll auf Parteilinie. Seit Jahren fordere ich mehr Mittelstandsentlastung, Steuersenkungen für Großverdiener und Zwangsarbeit für größere Teile des Pöbels!

Unrelevante sollen arbeiten, anstatt faul Urlaub zu machen oder sich gar im Falle einer Krankheit von ihrem armen Arbeitgeber bezahlen zu lassen! Fleißige deutsche Ausbeuter stehen in Konkurrenz zu Ausbeutern in Burundi und im Kongo, da kann es ja nicht sein, dass deutsche Arbeitskräfte in dekadenter Weise irgendwelche Ansprüche stellen! :mad2:

Sozial bin ich selbstverständlich auch, ich fordere eine Erhöhung des Mindestlohnes um bis zu 0,2 Cent/Stunde!

Allerdings würde ich für den Fall meines frühzeitigen politischen Ablebens als SPD-Oberbonze, wie man sie bei zahlreichen Vorgängern beobachten kann, eine Entschädigung verlangen, die sich an der Höhe eines Honorars von Peer Steinbrück orientiert, wenn er einen Vortrag vor Banken oder Konzernen hält. Ich vermute, daran wird's scheitern... :(


Bald kannst Du Deine Steuerklärung auf dem Bierdeckel machen, sei doch froh.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon KarlRanseier » Mi 31. Okt 2018, 12:49

yogi61 hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:38)

Bald kannst Du Deine Steuerklärung auf dem Bierdeckel machen, sei doch froh.



Das ist natürlich außerordentlich schön, allerdings fürchte ich, dass ich dann mehr Steuern zahlen muss, da ich leider sehr weit davon entfernt bin, 30.000 Euro/Monat oder mehr zu machen. Merz macht 30.000 Euro übrigens in einer Woche, während Nichtsleister und Nichtskönner wie ich dafür viele Monate arbeiten müssen!
Da Merz & Co keine weiteren Schulden machen wollen, muss ja irgendwer die Steuersenkungen für deren Klientel finanzieren. Im Bildungsbereich kann man beim besten Willen nicht mehr sparen, und wenn die Infrastruktur weiter bröckelt, gefährdet das letztlich auch die Gewinne der Absahner... :(
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon PeterK » Mi 31. Okt 2018, 13:19

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 12:27)
Die hatte ich letztes auch schon im Blick. Sie hätte den Vorteil, sich zumindest zeitweise aus der GroKo Belastung verabschiedet zu haben und sie ist jung genug, um ggfls ein paar Jahre in der Opposition dazu zu nutzen, sich als Mittel zur erfolgreichen Reform und deren Vermarktung zu installieren.

Ich meine, "wiedergewählt" sei ein gutes Kriterium; nicht nur deshalb hielte ich Malu Dreyer für die deutlich bessere Wahl.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 31. Okt 2018, 13:36

PeterK hat geschrieben:(31 Oct 2018, 13:19)

Ich meine, "wiedergewählt" sei ein gutes Kriterium; nicht nur deshalb hielte ich Malu Dreyer für die deutlich bessere Wahl.


Meinst du, sie würde sich das zumuten wollen?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon PeterK » Mi 31. Okt 2018, 13:44

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 13:36)
Meinst du, sie würde sich das zumuten wollen?

Ich wünschte, sie wollte. Das Standing hat sie meiner Meinung nach.

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