Die Zukunft der SPD

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 5. Sep 2018, 08:15

jorikke hat geschrieben:(05 Sep 2018, 08:38)

Dieser Eindruck entsteht fast zwangsläufig weil die "großen Parteien" im Spektrum oft in die Verlegenheit kommen, eine Regierung bilden zu müssen. Da sind auffällige Tausendsasssas, die häufiger mal ein Luftnummer Kaninchen aus dem Hut ziehen können, ohne je dem Zwang zu unterliegen, es auch verwirklichen zu müssen, viel besser dran.
Aus einer solchen Situation heraus kann man sich vortrefflich als innovativ darstellen.
Wenn man einer Regierungsbeteiligung dann nahe ist, schiebt man übergeordnete Überlegungen vor, macht sich vom Acker und zieht beim Wählerfang neue Kaninchen aus dem Hut.


Wenn ich mich richtig erinnere, dann zauberte Schröder mit seiner Agenda 2010 keine Luftnummer aus dem Hut. Man mag dazu stehen, wie man will, aber es war ein zukunftsträchtiges Projekt, das nachhaltig beeinflusste. Und hier geht es doch um die SPD, oder nicht?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 5. Sep 2018, 08:19

MäckIntaier hat geschrieben:(05 Sep 2018, 08:50)

In diesem Topf befindet sich aber die Mehrheit derjenigen, die, platt gesprochen, zu den Globalisierungsskeptikern gehören. Und genau die wiederum befinden sich auf der Nicht-SPD-Seite in "kulturellen" Fragen wie Europa, Einwanderung/offene Grenzen, Minderheitenpolitik. Die SPD ist einfach das Opfer der Globalisierung geworden, der ihr abverlangte Spagat ist nicht zu schaffen. Das ist wieder der Punkt aus dem anderen Thread über die Neuordnung der Parteienlandschaft. Die SPD hat ausgedient, müsste in der Linken, den Grünen, der CDU und der AfD aufgehen oder sich mit einer wie auch immer gearteten Kernbotschaft mit 10+x% zufriedengeben.


Hier sind wir eindeutig unterschiedlicher Meinung, wenn, dann müsste die Die Linke sukzessive in der SPD aufgehen. Wo die Grünen anzusiedeln sind, ist mir momentan nicht eindeutig erkennbar, dazu wechselt diese Partei allzu flexibel ihre Positionen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon MäckIntaier » Mi 5. Sep 2018, 08:28

JJazzGold hat geschrieben:(05 Sep 2018, 09:19)

Hier sind wir eindeutig unterschiedlicher Meinung, wenn, dann müsste die Die Linke sukzessive in der SPD aufgehen. Wo die Grünen anzusiedeln sind, ist mir momentan nicht eindeutig erkennbar, dazu wechselt diese Partei allzu flexibel ihre Positionen.


Das ist ja das "Wesen" der Moderne, flexibel zu bleiben und keine Kernidentität mehr zu entwickeln. Kernidentität der SPD war einmal der Bezug des Ökonomischen zum Sozialen und jene Menschen, die sich in einem nicht zu engen Sinne als "Klasse" verstanden. Das ist weggebrochen, die sind tot oder gehen jetzt in Rente. Und die Linke passt nicht in die SPD: Kipping & Co. gehören zu den Grünen, Wagenknecht & Co nicht zur SPD. Die Reste der alten "Klasse" sind heute bei der AfD. Zeigt auch der Blick nach Frankreich, wo der FN die Arbeiter abgeholt hat.
Aufklärung: Lieber lass‘ ich mich vom tugendhaften Misanthropen verdunkeln als vom charakterlosen Philanthropen erhellen. Demokratie ohne Common Sense? Never ever.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » Mi 5. Sep 2018, 08:35

JJazzGold hat geschrieben:(05 Sep 2018, 09:15)

Wenn ich mich richtig erinnere, dann zauberte Schröder mit seiner Agenda 2010 keine Luftnummer aus dem Hut. Man mag dazu stehen, wie man will, aber es war ein zukunftsträchtiges Projekt, das nachhaltig beeinflusste. Und hier geht es doch um die SPD, oder nicht?


Ja, deshalb ist Schröders publikumswirksame Agenda Nummer, als er sie verwirklichen musste, ja auch so gut angekommen.
… außer bei den SPD Wählern.
Ein sehr gutes Beispiel, warum man auf Profilierungsversuche besser verzichtet, wenn die Gefahr besteht sie verwirklichen zu müssen.
Die großen Parteien können ihre eigenen Ideen halt nicht so leicht im Regen stehen lassen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 5. Sep 2018, 09:12

MäckIntaier hat geschrieben:(05 Sep 2018, 09:28)

Das ist ja das "Wesen" der Moderne, flexibel zu bleiben und keine Kernidentität mehr zu entwickeln. Kernidentität der SPD war einmal der Bezug des Ökonomischen zum Sozialen und jene Menschen, die sich in einem nicht zu engen Sinne als "Klasse" verstanden. Das ist weggebrochen, die sind tot oder gehen jetzt in Rente. Und die Linke passt nicht in die SPD: Kipping & Co. gehören zu den Grünen, Wagenknecht & Co nicht zur SPD. Die Reste der alten "Klasse" sind heute bei der AfD. Zeigt auch der Blick nach Frankreich, wo der FN die Arbeiter abgeholt hat.


Diese Kernidee der SPD ist meines Erachtens heutzutage ebenso hoch anzusiedeln, nur mit angepassten und dementsprechend veränderten Inhalten und auf eine wesentlich umfassendere “Klasse“ als Wählerklientel bezogen. Das Wegbrechen der Bezugsklasse, gepaart mit der Verweigerung, dies zu erkennen ist das gravierendste Problem der SPD. Weshalb sie nach wie vor im sozialen Umverteilungsbereich vor sich hin dümpelt. Dazu würden einige der Die Linke Vertreter durchaus passen, fragt sich nur, weshalb die SPD sich diese Ergänzung an überholten, festgefahrenen Denkmechanismen antun sollte, wenn sie diese selbst ausreichend aufweist?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 5. Sep 2018, 09:18

jorikke hat geschrieben:(05 Sep 2018, 09:35)

Ja, deshalb ist Schröders publikumswirksame Agenda Nummer, als er sie verwirklichen musste, ja auch so gut angekommen.
… außer bei den SPD Wählern.
Ein sehr gutes Beispiel, warum man auf Profilierungsversuche besser verzichtet, wenn die Gefahr besteht sie verwirklichen zu müssen.
Die großen Parteien können ihre eigenen Ideen halt nicht so leicht im Regen stehen lassen.


Was daran lag, dass eine solche Agenda von den Konservativen zu erwarten war, oder erwartet wurde, die sich dieses Thema nur allzu gerne von der SPD aus der Hand nehmen ließ und sich mit der Rolle des Nutznießers begnügte. Kein schlechter Schachzug, aber definitiv nicht profilschärfend und nichts, wie man sieht, worauf sich dauerhaft ausruhen ließe.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Mi 5. Sep 2018, 09:27

Gabor Steingart über den Niedergang der SPD

https://www.focus.de/politik/experten/g ... 33001.html

Der Angstgegner der Sozialdemokratie heißt nicht Merkel, sondern Gauland. Das untere Drittel der Einkommenspyramide, da wo früher Dosenbier getrunken, „Bild“ gelesen und SPD gewählt wurde, hat sich nach rechts abgemeldet. Dosenbier und „Bild“ sind geblieben. Die Rest-SPD hat sich im Lehrerzimmer verschanzt.


Das vorsätzliche Nichtverstehen der eigenen Klientel – der SPD-Stammwähler sagt dauernd Flüchtling, die SPD versteht unentwegt Rente – zahlt sich für die Partei nicht aus.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Raul71 » Mi 5. Sep 2018, 09:44

JJazzGold hat geschrieben:(05 Sep 2018, 09:19)

Hier sind wir eindeutig unterschiedlicher Meinung, wenn, dann müsste die Die Linke sukzessive in der SPD aufgehen.

Die Linken wollen aber, dass die SPD in den Linken aufgeht.
Wo die Grünen anzusiedeln sind, ist mir momentan nicht eindeutig erkennbar, dazu wechselt diese Partei allzu flexibel ihre Positionen.
Es gibt absolut kein Zeitfenster, in dem sie hätten eindeutig erkennen können, wo die Grünen anzusiedeln sind. Sie sind da anzusiedeln, wo es den Anschein erweckt, ihre Pöstchen abzusichern oder zu bekommen. Da ist es dann auch egal, ob die vormalige, selbst erklärte Friedenspartei nach Bedarf in den Krieg zieht bzw. in den Krieg ziehen lässt.
Schade aber um die SPD. Eine Partei, die das eigentlich größte Potential in Deutschland hat, macht derzeit alles falsch. Das fängt mit dem Personal an der Spitze an und hört mit einem geradezu bürgerfremden Kurs auf.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 5. Sep 2018, 09:59

"Raul71"

Die Linken wollen aber, dass die SPD in den Linken aufgeht.


Das wird auch mit dieser ominösen “Sammlung“ nicht gelingen. Was die Die Linke betrifft, kann die SPD sich zurücklehnen und den selbst initiierten Zerfallsprozess beobachten.


Es gibt absolut kein Zeitfenster, in dem sie hätten eindeutig erkennen können, wo die Grünen anzusiedeln sind. Sie sind da anzusiedeln, wo es den Anschein erweckt, ihre Pöstchen abzusichern oder zu bekommen. Da ist es dann auch egal, ob die vormalige, selbst erklärte Friedenspartei nach Bedarf in den Krieg zieht bzw. in den Krieg ziehen lässt.
Schade aber um die SPD. Eine Partei, die das eigentlich größte Potential in Deutschland hat, macht derzeit alles falsch. Das fängt mit dem Personal an der Spitze an und hört mit einem geradezu bürgerfremden Kurs auf.


Die Grünen sind Modelliermasse, die sich beliebig anfügen lässt, um selbst mehr Masse zu erreichen.

Ich teile ihre Einschätzung bezüglich der SPD und frage mich inzwischen beobachtend nur noch, wie weit der freie Fall geht, bis es dämmert. An einem Punkt x ist die Umkehrmöglichkeit ausgeschlossen, weil der Wählerverlust zu hoch ist, um Richtung Großpartei korrigiert werden zu können.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » Mi 5. Sep 2018, 10:50

JJazzGold hat geschrieben:(05 Sep 2018, 10:59)

Das wird auch mit dieser ominösen “Sammlung“ nicht gelingen. Was die Die Linke betrifft, kann die SPD sich zurücklehnen und den selbst initiierten Zerfallsprozess beobachten.




Die Grünen sind Modelliermasse, die sich beliebig anfügen lässt, um selbst mehr Masse zu erreichen.

Ich teile ihre Einschätzung bezüglich der SPD und frage mich inzwischen beobachtend nur noch, wie weit der freie Fall geht, bis es dämmert. An einem Punkt x ist die Umkehrmöglichkeit ausgeschlossen, weil der Wählerverlust zu hoch ist, um Richtung Großpartei korrigiert werden zu können.


Ich kann nicht erkennen inwiefern die SPD das größte Potential in Deutschland hat.
Das mag vor 50 Jahren noch richtig gewesen sein.
Damals gab es noch das SPD Wählerpotential, die Themen und die Köpfe die sie aufgriffen.
Heute?
… alles perdue.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 5. Sep 2018, 11:04

jorikke hat geschrieben:(05 Sep 2018, 11:50)

Ich kann nicht erkennen inwiefern die SPD das größte Potential in Deutschland hat.
Das mag vor 50 Jahren noch richtig gewesen sein.
Damals gab es noch das SPD Wählerpotential, die Themen und die Köpfe die sie aufgriffen.
Heute?
… alles perdue.


Eine Folge der Stagnation. Deshalb auch mein Vorschlag, sich nicht über koalitionäres Dagegen und per Ansprache an vergangenes Wählerklientel versuchen zu profilieren, was sichtlich in die Hose geht, sondern über realistische Bestandsaufnahme und angepasste Inhalte und Projekte. Nur, wer soll's machen?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Raul71 » Mi 5. Sep 2018, 11:39

JJazzGold hat geschrieben:(05 Sep 2018, 10:59)

Das wird auch mit dieser ominösen “Sammlung“ nicht gelingen. Was die Die Linke betrifft, kann die SPD sich zurücklehnen und den selbst initiierten Zerfallsprozess beobachten.




Die Grünen sind Modelliermasse, die sich beliebig anfügen lässt, um selbst mehr Masse zu erreichen.

Ich teile ihre Einschätzung bezüglich der SPD und frage mich inzwischen beobachtend nur noch, wie weit der freie Fall geht, bis es dämmert. An einem Punkt x ist die Umkehrmöglichkeit ausgeschlossen, weil der Wählerverlust zu hoch ist, um Richtung Großpartei korrigiert werden zu können.
Ganz untergehen, wie z.B. in Frankreich oder den Niederlanden, wird sie nicht, ist sie doch an über 2/3 der Presse beteiligt. Aber 15% könnten es schon werden. Eigentlich schade um die tatsächlich prädestinierte aber ehemalige Volkspartei.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon KarlRanseier » Mi 5. Sep 2018, 12:05

Die SPD hat ihre Zukunft hinter sich. Und das ist, so sehe ich das zumindest, auch gut so.

Keine andere politische Kraft kann ihr in Sachen Unglaubwürdigkeit das Wasser reichen. Ist sie in der Opposition, spielt sie sozialdemokratisch, an der Regierung allerdings ist meist davon gar nichts mehr zu sehen, im Gegenteil, manchmal überholt sie dort in Sachen Unternehmerhörigkeit sogar die FDP.

Ihr kontinuierlicher Niedergang begann mit GerHartz dem Ungetönten. Dieser wurde gewählt, weil die Mehrheit eine sozialere Politik wünschte. Zum Dank dafür bekam sie eine wesentlich unsozialere Politik. Man tat also genau das Gegenteil dessen, wofür man gewählt wurde. Es darf auch bezweifelt werden, dass es sich z.B. CDU und FDP jemals gewagt hätten, Großverdiener in einem Maße zu entlasten, wie es die SPD tat und gleichzeitig die Sozialleistungen derart massiv abzubauen und ein Prekariat zu schaffen.

Clement riet von der Wahl Ypsilantis ab, weil sie gegen Kernkraft war. Wenn das kein Lobbyismus in höchster Vollendung sowie parteischädigendes Verhalten ist, was dann?

Bis heute haben es die Sozen nicht geschafft, sich vom Ungetönten und vom AKW-Clement zu verabschieden. Haben sie vielleicht Angst, dass die Spenden der Energieriesen zurückgehen? Vielleicht sollten sie bedenken, dass sie, wenn sie aus dem Parlament fliegen, überhaupt keine Spenden mehr bekommen, weil sich diese dann für die Spender nicht mehr rentieren.

Vor Wahlen wettern sie immer gegen die CDU, danach verhelfen sie dieser zur Macht.

Mehrfach hatten sie sich geweigert, mit den Linken zu koalieren, und zwar generell aus nicht nachvollziehbaren Gründen. Offensichtlich wollen sie auch heute gar keine andere Politik, sie stützen lieber die CDU. Wer CDU will, der kann sie aber auch direkt wählen und braucht dafür nicht die SPD, oder?
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jack000 » Fr 7. Sep 2018, 20:21

Ralf Stegner tritt ab

Ralf Stegner zieht sich als Chef der Nord-SPD zurück. Nach zwölf Jahren im Amt werde er im kommenden März nicht mehr für das Amt des Parteivorsitzenden antreten, erklärte er am Montag in Kiel.

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Pol ... deschef-ab

Na ein Glück, das der nun weg ist. Er ist einer der Gründe für das Absaufen der SPD!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 8. Sep 2018, 08:33

https://oxiblog.de/studie-boeckler-lebe ... lerschaft/
Studie Böckler Stiftung 2018 Was verbindet, was trennt die Deutschen?
https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_report_002_2018.pdf
Erfasst werden dabei Ansichten »zu Staat und Gesellschaft, Politik, Parteien und Ge­werkschaften« sowie »konkrete Lebens-­ und Arbeitsbedingungen«.
Drei Gruppen zeigten sich dabei stabil: »die Kritische Bil­dungselite und das Engagierte Bürgertum, die sich im gesellschaftliche Oben sehen, sowie das Abge­hängte Prekariat, das für das Unten steht«. In der Mitte habe es aber »erhebliche Veränderungen« gegeben, »dort nehmen Gesellschaftsferne, Unzufriedenheit, Verunsicherung, Abschottung und das Gefühl mangelnder Wertschätzung deutlich zu«.

"So tendiert die kritische Bildungselite mit 31 Prozent am stärksten zur Linkspartei, das »abgehängte Prekariat« neigt am stärksten der Rechtspartei AfD zu...Die Union verzeichnet ihre stärksten Verluste in der Gruppe, in der sie ehedem ihren weitaus stärksten Rückhalt hatte. Die SPD­-Wählerschaft verteilt sich heute ziemlich gleichmäßig über alle neun politischen Typen, die aber in einigen politischen Grundkon­flikten sehr unterschiedliche Erwartungen an die Partei richten."
Die SPD verliert an alle anderen Parteien gleichmäßig, weil es ihr traditionelles gesellschaftliches Milieu offenbar kaum noch gibt.
siehe auch:
https://oxiblog.de/studie-boeckler-mili ... mer-gagne/
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Di 11. Sep 2018, 09:52

Hubertus Heil, SPD, lässt überprüfen, wie sich die Übernahme von Beamte in die umlagefinanzierte Rente gestalten lässt.
Müssen Beamte jetzt fürchten, rückwirkend belastet zu werden, oder soll das über Steuereinnahmen finanziert werden?

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/hub ... 80777.html
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Raul71 » Di 11. Sep 2018, 10:33

JJazzGold hat geschrieben:(11 Sep 2018, 10:52)

Hubertus Heil, SPD, lässt überprüfen, wie sich die Übernahme von Beamte in die umlagefinanzierte Rente gestalten lässt.
Müssen Beamte jetzt fürchten, rückwirkend belastet zu werden, oder soll das über Steuereinnahmen finanziert werden?

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/hub ... 80777.html
Das ist doch nur leeres Sprachgedresche von Herrn Heil. Eher vereinigt sich der Rhein mit dem Nil.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Di 11. Sep 2018, 10:34

jack000 hat geschrieben:(07 Sep 2018, 21:21)

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Pol ... deschef-ab

Na ein Glück, das der nun weg ist. Er ist einer der Gründe für das Absaufen der SPD!


Was? Stegner ist wohl einer, der die SPD am Linken Rand würdig vertreten hat. Und weg ist er ja nicht. Er legt blos den Vorsitz in SH nieder.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jack000 » Di 11. Sep 2018, 10:41

Alexyessin hat geschrieben:(11 Sep 2018, 11:34)

Was? Stegner ist wohl einer, der die SPD am Linken Rand würdig vertreten hat. Und weg ist er ja nicht. Er legt blos den Vorsitz in SH nieder.

Ein ehemaliger SPDler zum Thema:
Guido Reil
5. September um 09:30 ·
Das stimmt mich aber traurig, unsere beste Wahlhilfe dankt ab

https://www.facebook.com/pg/Guido-Reil- ... 400/posts/
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Di 11. Sep 2018, 11:03

jack000 hat geschrieben:(11 Sep 2018, 11:41)

Ein ehemaliger SPDler zum Thema:

https://www.facebook.com/pg/Guido-Reil- ... 400/posts/


Besser gesagt ein AfDler zum Thema. Schön, das du mittlerweile deine Referenzen offen preisgibst.
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