Die Zukunft der SPD

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 25. Mär 2018, 15:48

Geri2 hat geschrieben:(25 Mar 2018, 12:28)

Dieses ganze Gendergedöns führt unser Land noch ins Unglück.
Eine Amtsärztin als Bundesverteidigungsministerin.
Seither gibt es nur Stress mit anderen Ländern.
Sie will jeden verarzten, den sie in die Finger kriegt.

Ich würde das nicht an der Geschlechtsfrage festmachen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Geri2 » Do 29. Mär 2018, 11:22

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(25 Mar 2018, 16:48)

Ich würde das nicht an der Geschlechtsfrage festmachen.

Da gebe ich Ihnen recht.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Geri2 » Fr 30. Mär 2018, 17:01

Jeder kennt den berühmten Spruch von Franz Josef Strauß, dass es rechts von der Union dauerhaft keine demokratisch legitimierte Partei in den Parlamenten geben dürfe.

Deshalb bewegte sich die personelle Dimension innerhalb der Union traditionell zwischen Rechtsauslegern bis hin zu einem arbeitnehmernahen Flügel im SPD-Grenzbereich.

Unter der Kanzlerschaft von Angela Merkel wurde dieses Credo aufgegeben, und zwar nicht erst seit der sogenannten Flüchtlingskrise, sondern schon vorher.
Die SPD hat in ihrer langen Geschichte mehrere Abspaltungen hinter sich, was auch dazu führte, dass sie sich immer einmal wieder neu erfinden musste.
Dazu gehörten beispielsweise die USPD, die Grünen und die heutige Partei "die Linke".

Man würde es sich aber zu leicht machen, indem man diesen Abspaltungen eine 100% ige Homogenität unterstellte.

Denn natürlich waren nicht alle Wähler der Grünen vorher SPD-Wähler gewesen, genauso wenig wie alle Wähler, welche die SPD nach solchen Abspaltungen verlor, ausschließlich zur neuen Partei gingen, in diesem Fall zu den Grünen.

Der letzte elementare cut der SPD geschah als Folge von Schröders Agenda.

Der erste und größte Kahlschlag ereignete sich 4 Jahre nach Einführung der Agenda bei der Bundestagswahl 2009, bei der die SPD etwa ein Drittel seiner bisherigen Wähler verlor und diesen Verlust seither auch nicht mehr wettmachen konnte.

Bei der Wahl 2009 kam zusätzlich hinzu, dass die SPD in den vier Jahren vorher mit in der Regierung war und dadurch ein SPD-Anhänger, der 2005 die SPD unter anderem auch deshalb wählte, weil er keine unionsgeführte Regierung wollte, mit seiner Stimme für die SPD genau das Gegenteil dessen wählte, was er eigentlich wollte.

Das ist ein grundsätzliches Problem in Systemen, in denen das Staatsoberhaupt bzw. der Regierungschef nicht direkt vom Volk gewählt wird.
Denn natürlich hat die SPD von ihren Wählern nie den demokratischen Auftrag erhalten, Angela Merkel zur Kanzlerin zu wählen, wenn auch möglicherweise ein Teil der SPD-Wähler am Ende wegen der Umstände trotzdem nichts dagegen hatte.

Bei der Bundestagswahl 2013 legte die SPD dann leicht zu, was aber überwiegend der Tatsache geschuldet war, dass die SPD in den vier Jahren vorher nicht mehr an der Regierung beteiligt war.

Bei der Bundestagswahl 2017 verlor die SPD weitere etwa 20% seiner Wähler, weil vor allem die SPD-Anhänger extrem GroKo-müde sind und waren.
Seither hat die SPD nochmal etwa 15% seiner Wähler verloren. Die INSA-Umfragen zeigen aktuell die realistischsten Ergebnisse. Auf den Grund möchte ich hier nicht eingehen.

Die Gruppe der Bürger, für welche die SPD eine der möglichen Wahloptionen ist, ist nicht identisch mit der Führungsspitze der SPD und auch nicht identisch mit den SPD-Mitgliedern.

Die letzten beiden Gruppen sind aufgrund ihrer Nähe zur Organisation bei ihren Entscheidungen immer auch von organisationsstabilisierenden Motiven geprägt. Deshalb haben bei der Mitgliederbefragung zur GroKo auch solche Mitglieder pro gestimmt, die eigentlich anti sind, unter anderem aus dem Grund, weil man bei den verbleibenden Alternativen eine noch schlechtere Entwicklung der SPD in Sachen Zustimmung des Wählers befürchtete. Die Angst der SPD vor Neuwahlen war Treiber des Ergebnisses.

Die SPD hat inzwischen nicht mehr nur das Agenda-Problem, sondern auch das GroKo-Problem. Selbst wenn man inhaltlich viel scheinbares Eigengebräu in der Regierung durchsetzen kann, bleibt der psychologisch negative Effekt einer weiteren Großen Koalition.

Die Menschen wählen nicht nur nach Inhalten.

Eines der Kernprobleme der aktuellen SPD ist es meines Erachtens, dass die SPD-Führungsebene überwiegend aus Personen besteht, welche die Agenda einst abgenickt haben.

Denn selbst wenn man nun versucht, dem Wähler neuen SPD-Wein zu präsentieren, so fließt dieser doch trotzdem immer noch durch die alten Schläuche, was negative Effekte hat bzw. haben könnte.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Humelix33 » So 22. Apr 2018, 14:41

Um an Geri2's Beitrag anzuknüpfen ist es mit dem herbeigeredeten Neuanfang seitens der SPD auch schon wieder vorbei.

Andrea Nahles ist zur neuen Parteivorsitzenden gewählt worden, mit absolut schwachen 66 Prozent. Aber das dürfte ja niemanden verwundern, da sie absolut unsouverän und eher wenig kompetent, rüberkommt. Und "Nachwuchshoffnung" Kevin Kühnert ist auch entzaubert worden, da er Nahles gewählt hat, obwohl Simone Lange in nur einer Rede weitaus überzeugender, und kreativier rüberkam, was gegen eine Andrea Nahles auch nicht sonderlich schwer ist.

Somit wird der Neuanfang verpuffen, und die Tage der Partei sind gezählt. Eigentlich müsste Nahles auch gleich wieder zurücktreten, weil mit solch einem schwachen Ergebniss für den Parteivorsitz, und bei der dringenden Erneuerung, ist das zu wenig.

Ansonsten hat Geri2 ja alles wunderbar wiedergegeben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Raul71 » Mo 23. Apr 2018, 18:39

Man sollte auch Nahles ein chance geben. Lieber sich mit 66% hoch arbeiten, als mit 100% alles zu verlieren.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Tomaner » Fr 4. Mai 2018, 02:28

Humelix33 hat geschrieben:(22 Apr 2018, 15:41)

Um an Geri2's Beitrag anzuknüpfen ist es mit dem herbeigeredeten Neuanfang seitens der SPD auch schon wieder vorbei.

Andrea Nahles ist zur neuen Parteivorsitzenden gewählt worden, mit absolut schwachen 66 Prozent. Aber das dürfte ja niemanden verwundern, da sie absolut unsouverän und eher wenig kompetent, rüberkommt. Und "Nachwuchshoffnung" Kevin Kühnert ist auch entzaubert worden, da er Nahles gewählt hat, obwohl Simone Lange in nur einer Rede weitaus überzeugender, und kreativier rüberkam, was gegen eine Andrea Nahles auch nicht sonderlich schwer ist.

Somit wird der Neuanfang verpuffen, und die Tage der Partei sind gezählt. Eigentlich müsste Nahles auch gleich wieder zurücktreten, weil mit solch einem schwachen Ergebniss für den Parteivorsitz, und bei der dringenden Erneuerung, ist das zu wenig.

Ansonsten hat Geri2 ja alles wunderbar wiedergegeben.

Quatsch. das Ergebnis spiegelt exakt Befürwortung und Ablehnung Groko nieder. Es ist ohnehin egal, ob man bei SPD mit 100 oder 66 Prozent gewählt wird. Wird man mit 100 Prozent gewählt, ddr Abstimmung, wird man mit wenniger, dann dies.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Fr 18. Mai 2018, 09:48

Juso-Chef Kevin Kühnert wirft Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine verheerende Vorstellung seines Haushaltsentwurfs im Bundestag vor. „Das war kommunikativ ganz alte Schule. Und leider weit von einer neuen SPD entfernt, weil er die Opposition ohne Not zum politischen Konter eingeladen hat“, sagte Kühnert der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bei der Einbringung des Entwurfs mit Ausgaben des Bundes von 341 Milliarden Euro hatte die Opposition diese Woche Scholz im Bundestag ein reines „Weiter so“ und einen leidenschaftslosen Auftritt vorgeworfen.

Auch andere SPD-Politiker werfen Scholz vor, seine Politik den Bürgern nicht genug zu erklären. So wurde bei Bekanntwerden der Haushaltspläne der Eindruck erweckt, trotz Rekordeinnahmen wolle Scholz bis 2021 Investitionen zurückfahren - was dieser zurückwies.


https://www.tagesspiegel.de/politik/kri ... 80198.html

Wo er recht hat, hat er leider recht. Die SPD mit ihrem spröden Finanzminister wirkt ideenlos und völlig zerspilttert. Ein Frontalangriff der Fraktionschefin auf die zugegebenermaßen in ihrem Tun völlig desaströse Verteidigungsministerin bringt da auch nichts.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » Fr 18. Mai 2018, 11:13

yogi61 hat geschrieben:(18 May 2018, 10:48)

Juso-Chef Kevin Kühnert wirft Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine verheerende Vorstellung seines Haushaltsentwurfs im Bundestag vor. „Das war kommunikativ ganz alte Schule. Und leider weit von einer neuen SPD entfernt, weil er die Opposition ohne Not zum politischen Konter eingeladen hat“, sagte Kühnert der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bei der Einbringung des Entwurfs mit Ausgaben des Bundes von 341 Milliarden Euro hatte die Opposition diese Woche Scholz im Bundestag ein reines „Weiter so“ und einen leidenschaftslosen Auftritt vorgeworfen.

Auch andere SPD-Politiker werfen Scholz vor, seine Politik den Bürgern nicht genug zu erklären. So wurde bei Bekanntwerden der Haushaltspläne der Eindruck erweckt, trotz Rekordeinnahmen wolle Scholz bis 2021 Investitionen zurückfahren - was dieser zurückwies.


https://www.tagesspiegel.de/politik/kri ... 80198.html

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Ja, ja Yogi, einfach alle doof.
Das würden wir nebenbei, als Hobby, alles viel besser machen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Fr 18. Mai 2018, 11:28

jorikke hat geschrieben:(18 May 2018, 12:13)

Ja, ja Yogi, einfach alle doof.
Das würden wir nebenbei, als Hobby, alles viel besser machen.


Ja, ja jorikke. Man ist inzwischen schon mit dem Bodensatz zufrieden,was? Ich glaube auch nicht, dass die tollen Minister das als Hobby betreiben, würde allerdings als Erklärung taugen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 18. Mai 2018, 11:35

yogi61 hat geschrieben:(18 May 2018, 10:48)

Juso-Chef Kevin Kühnert wirft Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine verheerende Vorstellung seines Haushaltsentwurfs im Bundestag vor. „Das war kommunikativ ganz alte Schule. Und leider weit von einer neuen SPD entfernt, weil er die Opposition ohne Not zum politischen Konter eingeladen hat“, sagte Kühnert der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bei der Einbringung des Entwurfs mit Ausgaben des Bundes von 341 Milliarden Euro hatte die Opposition diese Woche Scholz im Bundestag ein reines „Weiter so“ und einen leidenschaftslosen Auftritt vorgeworfen.
Auch andere SPD-Politiker werfen Scholz vor, seine Politik den Bürgern nicht genug zu erklären. So wurde bei Bekanntwerden der Haushaltspläne der Eindruck erweckt, trotz Rekordeinnahmen wolle Scholz bis 2021 Investitionen zurückfahren - was dieser zurückwies.

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Wo er recht hat, hat er leider recht. Die SPD mit ihrem spröden Finanzminister wirkt ideenlos und völlig zerspilttert. Ein Frontalangriff der Fraktionschefin auf die zugegebenermaßen in ihrem Tun völlig desaströse Verteidigungsministerin bringt da auch nichts.

Manche sagen, Kühnert habe seine Karriere noch vor sich und er täte gut daran, sich einige Jahre innerparteilich zu profilieren.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Uffzach » Fr 18. Mai 2018, 19:01

16 % bei der GMS umfrage :D
Für die Freiheit des sprachlichen Ausdrucks !
Macht ist Macht über die Sprache der anderen. Fürchtet euch nicht, denn Bezeichner sind a priori bedeutungsleere Zeichenfolgen. :cool:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Polibu » Fr 18. Mai 2018, 19:03

Uffzach hat geschrieben:(18 May 2018, 20:01)

16 % bei der GMS umfrage :D


Die SPD verfällt schon in Panik. :D Nur weiter so. Bis 2021 kommen sie noch unter die 5% Hürde. :D
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » Fr 18. Mai 2018, 19:41

yogi61 hat geschrieben:(18 May 2018, 10:48)

Juso-Chef Kevin Kühnert wirft Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine verheerende Vorstellung seines Haushaltsentwurfs im Bundestag vor. „Das war kommunikativ ganz alte Schule. Und leider weit von einer neuen SPD entfernt, weil er die Opposition ohne Not zum politischen Konter eingeladen hat“, sagte Kühnert der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bei der Einbringung des Entwurfs mit Ausgaben des Bundes von 341 Milliarden Euro hatte die Opposition diese Woche Scholz im Bundestag ein reines „Weiter so“ und einen leidenschaftslosen Auftritt vorgeworfen.

Auch andere SPD-Politiker werfen Scholz vor, seine Politik den Bürgern nicht genug zu erklären. So wurde bei Bekanntwerden der Haushaltspläne der Eindruck erweckt, trotz Rekordeinnahmen wolle Scholz bis 2021 Investitionen zurückfahren - was dieser zurückwies.


https://www.tagesspiegel.de/politik/kri ... 80198.html

Wo er recht hat, hat er leider recht. Die SPD mit ihrem spröden Finanzminister wirkt ideenlos und völlig zerspilttert. Ein Frontalangriff der Fraktionschefin auf die zugegebenermaßen in ihrem Tun völlig desaströse Verteidigungsministerin bringt da auch nichts.


Aber Yogi, was meinst du denn mit "desaströser Verteidigungsministerin" ?
Die kann doch nur gut sein, wenn Olaf ihr mehr Kohle bewilligt und die Linken kapieren wo es lang geht.
Alternativ kann man natürlich die BW auflösen, dann gibt es selbst im Sinn von Yogi keine desaströse Verteidigungsministerin mehr.
Der Kühnert hat sich in eine Position manövriert, in der er Kritik mäßig immer nachlegen muss, will er sein Gesicht nicht verlieren.
Das er damit als Totengräber der SPD fleißig mitwirkt, ist ihm offensichtlich nicht bewusst.
...positiv daran ist allenfalls, die Kodder Schnauze untergräbt damit die eigenen Zukunftsaussichten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 19. Mai 2018, 09:02

jorikke hat geschrieben:(18 May 2018, 20:41)

Aber Yogi, was meinst du denn mit "desaströser Verteidigungsministerin" ?
Die kann doch nur gut sein, wenn Olaf ihr mehr Kohle bewilligt und die Linken kapieren wo es lang geht.
Alternativ kann man natürlich die BW auflösen, dann gibt es selbst im Sinn von Yogi keine desaströse Verteidigungsministerin mehr.
Der Kühnert hat sich in eine Position manövriert, in der er Kritik mäßig immer nachlegen muss, will er sein Gesicht nicht verlieren.
Das er damit als Totengräber der SPD fleißig mitwirkt, ist ihm offensichtlich nicht bewusst.
...positiv daran ist allenfalls, die Kodder Schnauze untergräbt damit die eigenen Zukunftsaussichten.


Ach komm, dass die Uschi bisher in keinem Ministerium irgend etwas gebacken bekommen hat, ausser vielleicht diesen Gutscheinheftchen :D ist doch auch in der Union kein Geheimnis. Ja und diesen Kühnert muss man unbedingt stoppen, damit die SPD weiter in der neoliberalen Sauce schwimmt und den Mehrheitsbeschaffer für eine völlig visionslose Politik macht, oder wie? Man, man, ihr gebt der SPD hier echt feine Tipps, da braucht man den politischen Gegner überhaupt nicht mehr um anständig abzusaufen. :(
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Mai 2018, 11:35

Sag ich doch schon von Anfang an, eine präventiv eingebaute Sollbruchstelle im Koalitionsvertrag, die die SPD zu nutzen verstehen wird.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 2-amp.html
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 19. Mai 2018, 11:41

JJazzGold hat geschrieben:(19 May 2018, 12:35)
Sag ich doch schon von Anfang an, eine präventiv eingebaute Sollbruchstelle im Koalitionsvertrag, die die SPD zu nutzen verstehen wird.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 2-amp.html

Diese SPD-Funktionäre sollten sich einmal in den EU-Nachbarländern umschauen, dann würden sie ihre Inselsicht korrigieren und an den wirklich wichtigen Themen ernsthaft arbeiten. Diese taktischen Sandkastenspiele langweilen doch zunehmend. ;)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 19. Mai 2018, 11:46

Wähler hat geschrieben:(19 May 2018, 12:41)

Die SPD-Funktionäre sollten sich einmal in den EU-Nachbarländern umschauen, dann würden sie ihre Inselsicht korrigieren und an den wirklich wichtigen Themen ernsthaft arbeiten. Diese taktischen Sandkastenspiele langweilen doch zunehmend. ;)


Warum sollten sich die SPD Funktionäre in den Nachbarländern umsehen? Was sollte das für Deutschland bringen?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 19. Mai 2018, 11:52

Wähler hat geschrieben:(19 May 2018, 12:41)
Diese SPD-Funktionäre sollten sich einmal in den EU-Nachbarländern umschauen, dann würden sie ihre Inselsicht korrigieren und an den wirklich wichtigen Themen ernsthaft arbeiten. Diese taktischen Sandkastenspiele langweilen doch zunehmend. ;)

yogi61 hat geschrieben:(19 May 2018, 12:46)
Warum sollten sich die SPD Funktionäre in den Nachbarländern umsehen? Was sollte das für Deutschland bringen?

Die soziale Frage gewinnt in der gesamten EU an Bedeutung, aber die sozialdemokratischen Parteien verschwinden zunehmend von der Bildfläche. Überall kommen statt dessen Links- und Rechtspopulisten an die Macht mit Versprechungen, die sie nicht halten werden können. Mag die SPD von einem nationalen Revival weiter träumen, anstatt sich mit den anderen sozialdemokratischen Parteien stärker zu koordinieren, um auf neue Ideen zu kommen. Mir wird bei diesem im eigenen nationalen Saft schmoren eher mulmig zu Mute.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 19. Mai 2018, 12:04

Wähler hat geschrieben:(19 May 2018, 12:52)

Die soziale Frage gewinnt in der gesamten EU an Bedeutung, aber die sozialdemokratischen Parteien verschwinden zunehmend von der Bildfläche. Überall kommen statt dessen Links- und Rechtspopulisten an die Macht mit Versprechungen, die sie nicht halten werden können. Mag die SPD von einem nationalen Revival weiter träumen, anstatt sich mit den anderen sozialdemokratischen Parteien stärker zu koordinieren, um auf neue Ideen zu kommen. Mir wird bei diesem im eigenen nationalen Saft schmoren eher mulmig zu Mute.


Die soziale Frage war schon immer von Bedeutung,nur leider hat sich die SPD da abgewandt und sich in die neoliberale Konsenssuppe begeben, um attraktive Posten für die Führung zu erschachern. Das gilt übrigens auch für andere Sozialdemokraten in Europa. Wer seine Klientel verrät, der wird von ihr bestraft. Und das mit dem koordinieren ist so eine Sache. Trotz allen krampfhafen Europa-Gefasels, werden die Wahlen im eigenen Land entschieden. Die Wähler erzählen zwar in Umfragen oft, dass ihnen Europa wichtig sei, bei der entscheidenen Abstimmung spielt das aber eher eine untergeordnete Rolle. Die letzte sogenannte grosse Kooperation der deutschen Sozialdemokratie hat den damaligen Parteichef nach London zu Herrn Blair geführt und die Partei in das Chaos geführt, in der sie sich heute befindet.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Sa 19. Mai 2018, 12:08

yogi61 hat geschrieben:(19 May 2018, 13:04)

Die soziale Frage war schon immer von Bedeutung,nur leider hat sich die SPD da abgewandt und sich in die neoliberale Konsenssuppe begeben, um attraktive Posten für die Führung zu erschachern.


Das ist nicht ganz korrekt.

Die SPD hat sich von ihrer Klientel abgewandt. Das ist richtig.

Sie hat stattdessen ihrer neuen Führungsschicht zu Liebe auf Identitätspolitik gesetzt, für die LG(B*)T-Community und auf Immigration und gegen die sozialen Interessen ihrer Stammklientel. Das ist Minderheitenpolitik, und deshalb landet sich nun im Minderheitsabseits.

* Unsere "B" sind die Immigranten.
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