Die Zukunft der SPD

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grün
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon grün » Fr 12. Jan 2018, 15:35

Ich erkenne in der Parteibasis der SPD keinen Willen zur Rückbesinnung auf so was lästiges wie Ideale mehr, insofern würden mich nur 70% schon sehr wundern.
Die Ideen der Linken sind vor allem langweilig.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Fr 12. Jan 2018, 15:40

grün hat geschrieben:(12 Jan 2018, 15:35)

Ich erkenne in der Parteibasis der SPD keinen Willen zur Rückbesinnung auf so was lästiges wie Ideale mehr, insofern würden mich nur 70% schon sehr wundern.


ich kann ja auch falsch liegen aber nach 15% Ablehnung im Vorstand gehe ich von doppelten bei der kleineren Funktionaersbasis auf - Aber wenn die SPD da die Delegierten ueberzeugen kann vom Ergebniss kann es auch mehr werden - die Jusos kuendigen ja schon eine Mitgliederbefragung an, wenn die Delegierten mit ja stimmen
in der SPD ist noch Diskussionsbedarf :)
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Europa2050
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Fr 12. Jan 2018, 15:40

pikant hat geschrieben:(12 Jan 2018, 15:33)

ich sehe in der Fluechtlingspolitik null Handschrift der SPD - da hat man die Fahnen gestreckt
in der STeuerpolitik kann ich auch nichts entdecken, was man der SPD zuschreiben koennte
bei den Abgaben Paritaet bei der Kranken- statt Buergerversicherung und ja mehr Investitionen - bisschen SPD ja

im Vorstand gab es 6 Gegenstimmen bei 40 dafuer - der Parteitag wird heftig, aber ich gehe von einer Zustimmung von 70% aus.


Ja, das sehe ich auch so.

Ich bin jetzt kein SPD-Anhänger, aber würde deren Handeln gerne verstehen - es gelingt mir schlichtweg nicht.

Die haben sich ja mehr einlullen lassen als die FDP 2013. Da wäre es wohl besser, wenn der Schulz „gelindnert“ hätte.

So ist das ein „Konjunkturprogramm“ von je mindestens 5% für Grüne und Die Linke...

... und die CSU.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Fr 12. Jan 2018, 15:44

Europa2050 hat geschrieben:(12 Jan 2018, 15:40)

Ja, das sehe ich auch so.

Ich bin jetzt kein SPD-Anhänger, aber würde deren Handeln gerne verstehen - es gelingt mir schlichtweg nicht.

Die haben sich ja mehr einlullen lassen als die FDP 2013. Da wäre es wohl besser, wenn der Schulz „gelindnert“ hätte.

So ist das ein „Konjunkturprogramm“ von je mindestens 5% für Grüne und Die Linke...

... und die CSU.


boese Zungen behaupten ja, dass da mehr FDP als SPD Politik drin steckt im Sondierungspapier.

die Gruenen brauchen sich fuer Hessen und Bayern dieses Jahr keine Sorgen machen - das laueft und in Bayern kann es sogar eine Ueberraschung geben, dass die Gruenen vor der SPD reinkommen...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon grün » Fr 12. Jan 2018, 15:46

pikant hat geschrieben:die Jusos kuendigen ja schon eine Mitgliederbefragung an


Was wie bisher genau keine feststellbaren Konsequenzen für die SPD mit sich bringen wird.
Die Ideen der Linken sind vor allem langweilig.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Fr 12. Jan 2018, 15:50

grün hat geschrieben:(12 Jan 2018, 15:46)

Was wie bisher genau keine feststellbaren Konsequenzen für die SPD mit sich bringen wird.


der Schulz wollte doch auch die Mitglieder entscheiden lassen, aber dafon hoert man nichts mehr
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Excellero » Sa 13. Jan 2018, 11:19

Die SPD ist eine Verräterpartei. Die verraten alles... ihre eigenen Grundsätze, ihre Partei selbst, das Land und die Wähler sowieso... wieso sind alle so überrascht daß sie mal wieder Merkels Bückstück spielen?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Sa 13. Jan 2018, 11:41

Excellero hat geschrieben:(13 Jan 2018, 11:19)

Die SPD ist eine Verräterpartei. Die verraten alles... ihre eigenen Grundsätze, ihre Partei selbst, das Land und die Wähler sowieso... wieso sind alle so überrascht daß sie mal wieder Merkels Bückstück spielen?


Das Land hat die SPD Führung momentan gerade nicht verraten. Der mögliche Eintritt in Koalitionsgespräche ist eben genau das Gegenteil von Verrat am Land.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 13. Jan 2018, 12:08

Alexyessin hat geschrieben:(13 Jan 2018, 11:41)

Das Land hat die SPD Führung momentan gerade nicht verraten. Der mögliche Eintritt in Koalitionsgespräche ist eben genau das Gegenteil von Verrat am Land.


Naja. Die staatspolitische Verantwortung wird völlig überbewertet. Das Land würde nicht zu Grunde gehen, wenn es Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung gäbe. Da muss man auch das phantasielose Gesülze des Bundespräsidenten nicht so eng sehen, er weiss es eben nicht besser,oder kann sich nichts anderes vorstellen. Die meisten Menschen in diesem Land stehen einer grossen Koalition inzwischen aus gutem Grund äusserst skeptisch gegenüber. Das stärkt vor allen Dingen die AfD und grosse Würfe für eine Zukunfstplanung sind in der Konsensbrühe wie in den letzten Jahren eben auch nicht zu erwarten. Sollte sich die SPD Basis doch noch besinnen, ist das nicht der Untergang, es wäre vielmehr vielleicht eine Chance die wirklich wichtigen Dinge endlich anzupacken.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Sa 13. Jan 2018, 12:19

yogi61 hat geschrieben:(13 Jan 2018, 12:08)

Naja. Die staatspolitische Verantwortung wird völlig überbewertet. Das Land würde nicht zu Grunde gehen, wenn es Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung gäbe. Da muss man auch das phantasielose Gesülze des Bundespräsidenten nicht so eng sehen, er weiss es eben nicht besser,oder kann sich nichts anderes vorstellen. Die meisten Menschen in diesem Land stehen einer grossen Koalition inzwischen aus gutem Grund äusserst skeptisch gegenüber. Das stärkt vor allen Dingen die AfD und grosse Würfe für eine Zukunfstplanung sind in der Konsensbrühe wie in den letzten Jahren eben auch nicht zu erwarten. Sollte sich die SPD Basis doch noch besinnen, ist das nicht der Untergang, es wäre vielmehr vielleicht eine Chance die wirklich wichtigen Dinge endlich anzupacken.


Mir ging es hier wirklich nur um die Geschichte "das Land verraten". Interessanterweise kommt dann sowas oft von Usern, die eher dem Rechten Lager angehören. Ergo, weil die SPD eine weitere Kanzlerschaft Merkel ermöglicht, verrät sie das Land.......
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 13. Jan 2018, 12:28

Alexyessin hat geschrieben:(13 Jan 2018, 12:19)

Mir ging es hier wirklich nur um die Geschichte "das Land verraten". Interessanterweise kommt dann sowas oft von Usern, die eher dem Rechten Lager angehören. Ergo, weil die SPD eine weitere Kanzlerschaft Merkel ermöglicht, verrät sie das Land.......


Ja, das ist natürlich auch wahr. Aber die besten Ratschläge für die SPD kommen hier eh immer von Leuten, die diese Partei wahrscheinlich noch nie gewählt haben. Das ist also kein Alleinstellungsmerkmal der Rechten. Die neoliberalen Fuzzies der FDP und der Unions-Anhänger sind da auch immer besonders stark.
Das Land verraten ist natürlich völlig falsch. Man kann als Partei seine Wähler verraten, nicht mehr und nicht weniger und so etwas nehmen die Wähler eh eher gelassen hin, weil sie nicht all zu viel von der Politik erwarten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Sa 13. Jan 2018, 12:37

yogi61 hat geschrieben:(13 Jan 2018, 12:28)

Ja, das ist natürlich auch wahr. Aber die besten Ratschläge für die SPD kommen hier eh immer von Leuten, die diese Partei wahrscheinlich noch nie gewählt haben. Das ist also kein Alleinstellungsmerkmal der Rechten. Die neoliberalen Fuzzies der FDP und der Unions-Anhänger sind da auch immer besonders stark.
Das Land verraten ist natürlich völlig falsch. Man kann als Partei seine Wähler verraten, nicht mehr und nicht weniger und so etwas nehmen die Wähler eh eher gelassen hin, weil sie nicht all zu viel von der Politik erwarten.


Ich kann jetzt von mir nicht behaupten ein überzeugter Sozialdemokrat zu sein, das ist korrekt. Aber es ist nun mal Fakt, das sich die Sozialdemokratie in den letzten 25 Jahren doch ein paar zu viel Vorsitzende geleistet haben. Und sie haben den Kontakt zur Arbeitnehmerschaft eingebüßt, aber das auseinanderklaffen zwischen Parteien und Gesellschaft ist eh ein Phänomen, das nicht nur die SPD hat. Vielleicht waren es deswegen auch so viele Vorschußlorbeeren, die Martin erhalten hat. Endlich wieder ein "normaler" einer von "uns". Aber die Mühlen arbeiteten auch hier gründlich genug.
Ich bin auch der Meinung, das ein Gang in die Opposition besser gewesen wäre. Erstens halte ich von großen Koalitionen nicht wirklich viel. Die Gründe dazu hast du auch schon angeführt und zweitens ist eine Öffnung der Sozialdemokratie hin zur Mitte sinnig gewesen, aber sie haben vergessen, die Menschen mitzunehmen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Humelix33 » Sa 13. Jan 2018, 12:41

Das Problem ist natürlich nicht der "Verrat" oder sonstiger historischer Spruch, sondern die Tatsache, dass wieder SPDler die Hand für Merkel heben werden.

Seit Merkel die CDU anführt, sieht die SPD kein Land mehr, und die CDU hat ihre Prinzipien und Grundsätze völlig über den Haufen geworfen, und dadurch ist die AfD hervergekommen, und viele CDUler wollen das noch nichtmal sehen, an der Basis schäumt es vielerorts schon seit Jahren, aber Merkel ist ja unantastbar, sowie das Präsidium, dasselbe Problem ist bei der SPD Basis zu sehen, und dem Präsidium, nur machen tut keiner etwas.

Das größte Problem für die SPD ist Merkel, und alleine aus dem Grund, was Martin Schulz ja auch ansatzweise so gennant hatte, in der Elefantenrunde, hat sich die SPD auch zurecht verweigert, neben dem natürlich schlechten Wahlergebniss. Wie Merkel daraus ein "Weiter-So" interpretieren will, wie sie es die letzten Tage verlautbaren ließ, erschließt sich mir in keinster Weise, hat die SPD Spitze ja auch erst so gesehen.

Frank-Walter Steinmeier hat die Partei in eine katastrophale Lage gebracht, weil er das "Nein" nicht stehen lassen wollte, und solange auf seinen Parteigenossen Schulz eingeredet hat, bis er eingeknickt ist, dabei hätte der SPD eine Runderneuerung gut getan. Jetzt sind die Vorzeichen mehr als dramatisch, was die nächste Wahl angeht.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 13. Jan 2018, 12:47

Humelix33 hat geschrieben:(13 Jan 2018, 12:41)
Seit Merkel die CDU anführt, sieht die SPD kein Land mehr, und die CDU hat ihre Prinzipien und Grundsätze völlig über den Haufen geworfen, und dadurch ist die AfD hervergekommen, und viele CDUler wollen das noch nichtmal sehen, an der Basis schäumt es vielerorts schon seit Jahren, aber Merkel ist ja unantastbar, sowie das Präsidium, dasselbe Problem ist bei der SPD Basis zu sehen, und dem Präsidium, nur machen tut keiner etwas.

Die SPD sollte es sich nicht so einfach machen und Frau Merkel für ihre programmatischen Schwächen verantwortlich machen. Die SPD hat sich zwar in den Sondierungen um mehr inhaltliche Profilschärfe bemüht, könnte aber noch viel mehr in der Richtung tun - Bekämpfung der Leih- und Zeitarbeit, Qualifizierung von Empfängern des Arbeitslosengeld I. Auf diesem klassischen Politikfeld hat die SPD kaum etwas zu bieten, geschweige denn kann sie Antworten auf die zunehmend digitalisierte Arbeitswelt formulieren.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Humelix33 » Sa 13. Jan 2018, 13:59

Wähler hat geschrieben:(13 Jan 2018, 12:47)

Die SPD sollte es sich nicht so einfach machen und Frau Merkel für ihre programmatischen Schwächen verantwortlich machen. Die SPD hat sich zwar in den Sondierungen um mehr inhaltliche Profilschärfe bemüht, könnte aber noch viel mehr in der Richtung tun - Bekämpfung der Leih- und Zeitarbeit, Qualifizierung von Empfängern des Arbeitslosengeld I. Auf diesem klassischen Politikfeld hat die SPD kaum etwas zu bieten, geschweige denn kann sie Antworten auf die zunehmend digitalisierte Arbeitswelt formulieren.


Eigentlich nehme ich die SPD nicht in Schutz, aber irgendwo kommt dann auch das Stimmenverhältnis bei solchen Verhandlungen in den Ergebnissen hervor. Das sind keine Verhandlungen wie 2005, wo man fast auf Augenhöhe war, laut dem lustigen Schröder aus der legendären Elefantenrunde ja "eigentlich" auch stärkste Kraft war, wenn man die CSU Stimmen abziehen würde... .

Von daher war es auch für eine eigentliche Volkspartei, oder wenn man den Begriff Volk nicht so sehr mag, Großpartei, nicht sinnvoll in solche Verhandlungen zu gehen, da zeigt sich dann auch sicher, wie wenig Achtung man vor der Parteihistorie hat, und dem eigentlichen Potential.

Die klassische SPD von einem Brandt oder Schmidt müsste auch noch heute auf 40-50% kommen, bei dem Spektrum, was dort abgedeckt wurde und den Herausforderungen die das Land hat, davon ist die heutige SPD meilenweit entfernt, weil sie sich Themen und Felder angenommen hat, die, man muss es sagen, unwichtig sind, und wo man ebenfalls sagen muss, die haben davon keine Ahnung, was die Realität hergibt und sind eher ideolologisch und teils auch populistisch, dafür haben sie ihre klassischen Felder aufgegeben, auch ich muss zugeben, bedauerlicherweise haben sie das. Das gilt aber auch im Ansatz für die CDU, die werden noch viel Spaß innerparteilich haben, wenn Merkel keine Lust mehr haben wird und dann muss die SPD dasein, aber erneuert, vor allem personell, und vor allem sicher nicht mit einer Andrea Nahles als Anführerin.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 13. Jan 2018, 15:53

Wähler hat geschrieben:(13 Jan 2018, 12:47)
Die SPD sollte es sich nicht so einfach machen und Frau Merkel für ihre programmatischen Schwächen verantwortlich machen. Die SPD hat sich zwar in den Sondierungen um mehr inhaltliche Profilschärfe bemüht, könnte aber noch viel mehr in der Richtung tun - Bekämpfung der Leih- und Zeitarbeit, Qualifizierung von Empfängern des Arbeitslosengeld I. Auf diesem klassischen Politikfeld hat die SPD kaum etwas zu bieten, geschweige denn kann sie Antworten auf die zunehmend digitalisierte Arbeitswelt formulieren.

Humelix33 hat geschrieben:(13 Jan 2018, 13:59)
Die klassische SPD von einem Brandt oder Schmidt müsste auch noch heute auf 40-50% kommen, bei dem Spektrum, was dort abgedeckt wurde und den Herausforderungen die das Land hat, davon ist die heutige SPD meilenweit entfernt, weil sie sich Themen und Felder angenommen hat, die, man muss es sagen, unwichtig sind, und wo man ebenfalls sagen muss, die haben davon keine Ahnung, was die Realität hergibt und sind eher ideolologisch und teils auch populistisch, dafür haben sie ihre klassischen Felder aufgegeben, auch ich muss zugeben, bedauerlicherweise haben sie das. Das gilt aber auch im Ansatz für die CDU, die werden noch viel Spaß innerparteilich haben, wenn Merkel keine Lust mehr haben wird und dann muss die SPD dasein, aber erneuert, vor allem personell, und vor allem sicher nicht mit einer Andrea Nahles als Anführerin.

Da ich einer eher bürgerlichen neu gegründeten großstädtischen Wohnungsbaugenossenschaft mit ökologischen und sozialen Ansprüchen wohne und das traditionelle SPD-Milieu nicht kenne, kann ich hier nur Vermutungen anstellen: Liegt es vielleicht daran, dass die SPD-Funktionäre den Draht zu den sich verändernden Milieus ihrer traditionellen Wähler zu verlieren drohen? Wenn sich diese Milieus sogar aufgelöst haben sollten, dann hätte die SPD verständlicher Weise ein großes Orientierungsproblem.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Humelix33 » Sa 13. Jan 2018, 16:29

Wähler hat geschrieben:(13 Jan 2018, 15:53)

Da ich einer eher bürgerlichen neu gegründeten großstädtischen Wohnungsbaugenossenschaft mit ökologischen und sozialen Ansprüchen wohne und das traditionelle SPD-Milieu nicht kenne, kann ich hier nur Vermutungen anstellen: Liegt es vielleicht daran, dass die SPD-Funktionäre den Draht zu den sich verändernden Milieus ihrer traditionellen Wähler zu verlieren drohen? Wenn sich diese Milieus sogar aufgelöst haben sollten, dann hätte die SPD verständlicher Weise ein großes Orientierungsproblem.


Davon reden (schreiben) wir ja, oder ;) Also darauf wollte ich ja mit dem vorherigen Beitrag hinaus.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 13. Jan 2018, 19:30

Die SPD hat ganz generell sowie sie Union ja auch wenig neues zu bieten. Wo bleibt die große Idee? Die politische Antwort auf Digitalisierung? Reform bei Rente? Pflege? Soziale Sicherungssysteme,Klimawandel? Da ist kein Fortschritt eher Stillstand und Rückschritt, man hat keine Idee wie die Gesellschaft der Zukunft politisch gestaltet werden soll. Alle Beteiligten reden zwar immer: "Es darf kein weiter so geben" lustigerweise tut die GroKo ( vorausgesetzt sie kommt) genau dass.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Sa 13. Jan 2018, 20:22

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Jan 2018, 19:30)

. Wo bleibt die große Idee? Die politische Antwort auf Digitalisierung? Reform bei Rente? Pflege? Soziale Sicherungssysteme, .



es bedarf da keiner "Antworten", weil es gar keine Fragen bei diesen Themen gibt

schon gar keinen Bedarf einer "Rentenreform"

oder Unsinn wie ein BGE....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Odin1506 » Sa 13. Jan 2018, 20:25

Realist2014 hat geschrieben:(13 Jan 2018, 20:22)

es bedarf da keiner "Antworten", weil es gar keine Fragen bei diesen Themen gibt

schon gar keinen Bedarf einer "Rentenreform"

oder Unsinn wie ein BGE....


Das siehst auch nur Du so.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p

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