Die Zukunft der SPD

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Mega Maddin
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 15:59

Alexyessin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 15:51)

Es gibt kein alleiniges Votum der Basis. Das hast du wohl falsch verstanden. Es gibt ein Mitgliedervotum. Das heißt ALLE Mitglieder werden dort mitstimmen, auch die Vorsitzenden und Amtsträger.


Ich dachte Mitglieder und Basis wäre das selbe, was sonst ist die Basis?
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Alexyessin
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » So 11. Feb 2018, 16:13

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 15:59)

Ich dachte Mitglieder und Basis wäre das selbe, was sonst ist die Basis?


Die Basis sind die Orts- und Kreisverbände als solches. Aber bei dieser Abstimmung darf jeder abstimmen, nicht nur ein Teil der Mitglieder.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon sünnerklaas » So 11. Feb 2018, 16:42

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:29)

Das klingt als ob Scholz bei der CDU-Wählerschaft punkten könnte, aber er muss ja bei den SPD-Wählern punkten und die bucklige Verwandtschaft ala Stegner und Nahles wählt man eben so oder so mit, das dürfte den geneigten CDU-Wähler abschrecken und für die eher Linken dürfte er wie ein kalter Technokrat wirken, so wirkt er jedenfalls auf mich.


Die CDU hat niemanden außer Armin Laschet, der schon mal eine Wahl gewonnen hat. Und Laschet hat bisher noch nicht unter Beweis gestellt, dass er auch das Regieren versteht. Spahn, Klöckner&Co. haben noch keine Wahlen gewonnen und auch noch keiner Landesregierung vorgestanden. Und CSU-Kanzlerkandidaten werden nun einmal außerhalb Bayerns nicht gewählt. Das haben Strauß und Stoiber erleben müssen und auch Söder wäre da komplett chancenlos.
Scholz steht dagegen für Solidität und Bodenständigkeit. Hamburg steht mit ihm einfach gut da. Und Scholz zeichnet noch etwas anderes aus: er ist tatkräftig und durchsetzungsfähig. Beides sind Eigenschaften, die auch Gerhard Schröder und Helmut Schmidt hatten, wobei bei Schmidt im Nachhinein noch etwas wichtiges dazu kam: er war nie Parteivorsitzender. Das hat das Regieren zwar für ihn anstrengend gemacht, aus heutiger Sicht war die Trennung zwischen Kanzleramt und Bundesvorsitz genau das, was zum hohen Ansehen Schmidts heute beigetragen hat.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Willi Brand » So 11. Feb 2018, 16:47

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:00)

Die SPD weigert sich die Tragweite der Migrationspolitik für ihre Wählerschaft anzuerkennen und dass obwohl mit Sarrazin und Buschkowsky gleich zwei prominente SPD-Politiker die Problematik schon vor Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit rückten. So schrumpft die Wählerschaft der SPD eben auf Beamte und gut situierte Salonlinke und die haben noch Grüne und Linke als glaubwürdigere Alternativen, während die Arbeiterschaft von der Stange geht. In vielen europäischen Ländern ist die klassische Sozialdemokratie untergegangen, kein Wunder, bei wem soll Klassenkampfrhetorik aus dem 19. Jahrhundert heute noch verfangen, wo die Probleme ganz andere sind?

Die "Klassenkampfrhetorik aus dem 19. Jahrhundert" erkennen Sie bei der SPD wo genau?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Willi Brand » So 11. Feb 2018, 16:48

Der General hat geschrieben:(11 Feb 2018, 01:02)

Deine Beiträge, nicht nur in diesem Strang gefallen mir sehr gut :thumbup:

Schwarz/Gelb und dann noch der Willi als Biene, passt ;) :D

Weiter so !

:)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 17:53

sünnerklaas hat geschrieben:(11 Feb 2018, 16:42)

Die CDU hat niemanden außer Armin Laschet, der schon mal eine Wahl gewonnen hat. Und Laschet hat bisher noch nicht unter Beweis gestellt, dass er auch das Regieren versteht. Spahn, Klöckner&Co. haben noch keine Wahlen gewonnen und auch noch keiner Landesregierung vorgestanden. Und CSU-Kanzlerkandidaten werden nun einmal außerhalb Bayerns nicht gewählt. Das haben Strauß und Stoiber erleben müssen und auch Söder wäre da komplett chancenlos.
Scholz steht dagegen für Solidität und Bodenständigkeit. Hamburg steht mit ihm einfach gut da. Und Scholz zeichnet noch etwas anderes aus: er ist tatkräftig und durchsetzungsfähig. Beides sind Eigenschaften, die auch Gerhard Schröder und Helmut Schmidt hatten, wobei bei Schmidt im Nachhinein noch etwas wichtiges dazu kam: er war nie Parteivorsitzender. Das hat das Regieren zwar für ihn anstrengend gemacht, aus heutiger Sicht war die Trennung zwischen Kanzleramt und Bundesvorsitz genau das, was zum hohen Ansehen Schmidts heute beigetragen hat.


Welche Wahl hat Merkel gewonnen bevor sie Kanzler wurde? Die SPD-Stammwählerschaft wird Scholz nicht wählen weil sie die Agenda 2010 nicht vergessen hat, die hirntote CDU-Stammwählerschaft wird CDU wählen egal wer Kanzlerkandidat ist, der Rest hat die Wahl zwischen Grüne (progressive CDU-Wähler), AfD und FDP. Jede dieser Parteien ist für sich genommen glaubhafter als Union oder SPD.

Die Sache ist doch die, SPD-Wähler sind bei der Linken (Fokus auf soziale "Gerechtigkeit") oder den Grünen (Fokus auf Umwelt und Minderheiten) besser aufgehoben, während CDU-Wähler besser bei der FDP (Fokus auf Wirtschaftsliberalismus) oder der AfD (Fokus auf echten Konservatismus und "Heimatverbundenheit") aufgehoben sind. SPD und Union sind derartig beliebig und vor allem unberechenbar geworden (SPD führt illegitime Kriege und schleift den Sozialstaat, CDU schafft die Grenzen ab), dass sie als Volksparteien kaum überleben werden weil sie ihren Markenkern und damit jedwede Glaubwürdigkeit verloren haben, Seehofer als Law and Order Mann, während seine Partei den ersten Selbstmordanschlag auf deutschem Boden zu verantworten hat, ausgerechnet in der mittelfränkischen Provinzhauptstadt Ansbach.

Willi Brand hat geschrieben:(11 Feb 2018, 16:47)

Die "Klassenkampfrhetorik aus dem 19. Jahrhundert" erkennen Sie bei der SPD wo genau?


Das war überspitzt ausgedrückt, Deutschland ist im weltweiten Vergleich ein Schlaraffenland, da mit sozialer Gerechtigkeit in den Wahlkampf zu ziehen aber den Elefanten im Raum zu ignorieren kann nur in die Hose gehen, da wird sich z.B. über das Gesundheitssystem beschwert während jeder Arbeitslose krankenversichert ist, davon können die Menschen in den USA nur träumen; die Probleme sind wahrlich andere und wie gesagt, es war die SPD die den Sozialstaat geschliffen hat und deren hauptverantwortliche Akteure bis heute höchste Ämter begleiten, siehe Olaf Scholz.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon frems » Di 13. Feb 2018, 09:01

In der SPD regt sich Unmut über die geplante rasche Kür von Andrea Nahles zur Parteichefin. Aus Flensburg bewirbt sich nun Simone Lange als Kandidatin der Basis auch für den Posten.
http://www.tagesspiegel.de/politik/spd- ... 55618.html

Zwar auch schon über 40, aber noch genug Abstand zu den Babyboomern. Könnte keine schlechte Alternative sein.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Di 13. Feb 2018, 09:24

frems hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:01)

In der SPD regt sich Unmut über die geplante rasche Kür von Andrea Nahles zur Parteichefin. Aus Flensburg bewirbt sich nun Simone Lange als Kandidatin der Basis auch für den Posten.
http://www.tagesspiegel.de/politik/spd- ... 55618.html

Zwar auch schon über 40, aber noch genug Abstand zu den Babyboomern. Könnte keine schlechte Alternative sein.



diese Hauruckmethoden kommen offenbar an der Basis gar nicht mehr gut an.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon frems » Di 13. Feb 2018, 09:29

pikant hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:24)

diese Hauruckmethoden kommen offenbar an der Basis gar nicht mehr gut an.

Nachvollziehbar. Aber anders können und kennen die es ja nicht. Etwas frischer Wind täte da mal gut.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Feb 2018, 09:31

frems hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:01)

In der SPD regt sich Unmut über die geplante rasche Kür von Andrea Nahles zur Parteichefin. Aus Flensburg bewirbt sich nun Simone Lange als Kandidatin der Basis auch für den Posten.
http://www.tagesspiegel.de/politik/spd- ... 55618.html

Zwar auch schon über 40, aber noch genug Abstand zu den Babyboomern. Könnte keine schlechte Alternative sein.


Seit 2017 Oberbürgermeisterin von Flensburg fällt unter “langjährig bewährt“?

Ach frems......
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Di 13. Feb 2018, 09:33

frems hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:29)

Nachvollziehbar. Aber anders können und kennen die es ja nicht. Etwas frischer Wind täte da mal gut.


sicher,und die Satzung sieht so was auch nicht vor, denn laut Satzung uebernimmt ein Stellvertreter kommissarisch und Nahles ist nicht mal im Vorstand der SPD!
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon frems » Di 13. Feb 2018, 09:44

JJazzGold hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:31)

Seit 2017 Oberbürgermeisterin von Flensburg fällt unter “langjährig bewährt“?

Ach frems......

Ich schrieb nicht, dass sie sich bewährt hätte. Ich kenne sie nicht einmal. Nahles leider schon.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Feb 2018, 09:55

frems hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:44)

Ich schrieb nicht, dass sie sich bewährt hätte. Ich kenne sie nicht einmal. Nahles leider schon.


Hattest du nicht vor kurzem noch Anerkennung nur für langjährig Bewährte bekannt?
Ich kenne die Frau auch nicht und ich räume ihr keine Chance ein. Aber vielleicht findet sie im Team Parteivorsitz einen Platz.
Wer auch immer dann für was verantwortlich ist, man kann sich dann zumindest die Verantwortung für Fehlentscheidungen gegenseitig zusprechen.

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon H2O » Di 13. Feb 2018, 09:58

Die Sonntagsfrage zeigt eine stetige Abnahme der Zustimmung zur SPD. INSA sieht sie jetzt bei 16,5%.
https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Die Selbstdarsteller vom Typ Freund-Parteifreund-Todfeind zertrümmern den Rest Vertrauen, den diese Partei doch noch genoß. Vertrauen in das bestehende Führungspersonal ist auch nicht so rasch neu auf zu bauen. Ein ziemlich mulmiges Gefühl dürfte so manchen Staatsbürger befallen, der diese Truppe in der kommenden Regierung vermuten muß.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon frems » Di 13. Feb 2018, 10:00

JJazzGold hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:55)

Hattest du nicht vor kurzem noch Anerkennung nur für langjährig Bewährte bekannt?
Ich kenne die Frau auch nicht und ich räume ihr keine Chance ein. Aber vielleicht findet sie im Team Parteivorsitz einen Platz.
Wer auch immer dann für was verantwortlich ist, man kann sich dann zumindest die Verantwortung für Fehlentscheidungen gegenseitig zusprechen.


Achso, ja, bei Alten. Frau Lange ist mit 41 so ein Grenzfall. Besser wäre 31, aber man kann nicht alles haben. Wenn sie gewinnt und Kühnert den Mitgliederentscheid, könnte die Schöpferische Zerstörung ihre Kreativität frei entfalten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Di 13. Feb 2018, 10:00

JJazzGold hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:55)

Hattest du nicht vor kurzem noch Anerkennung nur für langjährig Bewährte bekannt?
Ich kenne die Frau auch nicht und ich räume ihr keine Chance ein. Aber vielleicht findet sie im Team Parteivorsitz einen Platz.
Wer auch immer dann für was verantwortlich ist, man kann sich dann zumindest die Verantwortung für Fehlentscheidungen gegenseitig zusprechen.



finde diesen frischen Wind sehr gut aus dem Norden - diese Frau hat schon 2mal gegen einen Amtsinhaber gewonnen ( Landtag und OB )und sie ist ja auch Kreisvorstzende ihrer Partei.
eine Gagakandidatur ist das bestimmt nicht und ich gebe ihr auf dem Parteitag gute Chancen 30% zu bekommen und das waere schon ein Riesenerfolg.
gut, dass die Basis mobil macht und sogar personell Alternativen aufzeigt :)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Feb 2018, 10:13

frems hat geschrieben:(13 Feb 2018, 10:00)

Achso, ja, bei Alten. Frau Lange ist mit 41 so ein Grenzfall. Besser wäre 31, aber man kann nicht alles haben. Wenn sie gewinnt und Kühnert den Mitgliederentscheid, könnte die Schöpferische Zerstörung ihre Kreativität frei entfalten.


Mir scheint, du betrachtest Jugend als Bonus und Alter als Malus.
Der Prozentsatz der Dummheit ist, wie uns einst ein Seminarleiter nachweislich korrekt mit auf den Weg gab, überall gleich hoch.

Wenn sich die SPD jetzt, wie es scheint, selbst und ohne Not zerlegt, dann tragen daran Alte, Schulz, Gabriel, Nahles, wie Junge, Kühnert&co, gleichermaßen die Schuld.




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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Feb 2018, 10:17

pikant hat geschrieben:(13 Feb 2018, 10:00)

finde diesen frischen Wind sehr gut aus dem Norden - diese Frau hat schon 2mal gegen einen Amtsinhaber gewonnen ( Landtag und OB )und sie ist ja auch Kreisvorstzende ihrer Partei.
eine Gagakandidatur ist das bestimmt nicht und ich gebe ihr auf dem Parteitag gute Chancen 30% zu bekommen und das waere schon ein Riesenerfolg.
gut, dass die Basis mobil macht und sogar personell Alternativen aufzeigt :)


Mir ist diese Frau Lange völlig gleichgültig. Von der höre und lese ich heute zum ersten Mal. Profiliert sieht anders aus.

Was mir auffällt ist, wie relativ geräuschlos bei der CDU ein Generationswechsel eingeläutet wird und wie unfähig die SPD zu sein scheint, diesen ebenfalls einzuläuten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Di 13. Feb 2018, 10:21

JJazzGold hat geschrieben:(13 Feb 2018, 10:17)

Mir ist diese Frau Lange völlig gleichgültig. Von der höre und lese ich heute zum ersten Mal. Profiliert sieht anders aus.

Was mir auffällt ist, wie relativ geräuschlos bei der CDU ein Generationswechsel eingeläutet wird und wie unfähig die SPD zu sein scheint, diesen ebenfalls einzuläuten.


geht halt nicht jeder in die Talkshows wie Palmer, der als OB von Tuebingen bundesweit bekannt ist.

ich kenne diese Frau auch nicht, habe mich mal jetzt sachkundig gemacht und was diese Frau Lange anfasst hat Hand und Fuss und Erfolg. Eine sehr erfolgreiche Politikerin aus einem Bundesland.
Jedenfalls nicht im Kungelklub Berlin beheimatet und das ist schon mal was positives.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon frems » Di 13. Feb 2018, 10:21

JJazzGold hat geschrieben:(13 Feb 2018, 10:13)


Mir scheint, du betrachtest Jugend als Bonus und Alter als Malus.
Der Prozentsatz der Dummheit ist, wie uns einst ein Seminarleiter nachweislich korrekt mit auf den Weg gab, überall gleich hoch.

Wenn sich die SPD jetzt, wie es scheint, selbst und ohne Not zerlegt, dann tragen daran Alte, Schulz, Gabriel, Nahles, wie Junge, Kühnert&co, gleichermaßen die Schuld.

Nicht per se ein Malus, aber die geburtenstarken Babyboomer sind gleichzeitig die Generation Bildungskatastrophe, weil man a) nicht in den Bereich investieren wollte und b) restlos überfüllte Klassen hatte. Gleichzeitig brachte man ihnen bei, dass das Leben ein verantwortungsloser Selbstbedienungsladen ist. Das rächt sich nun und ist verflixt teuer. Das war ja nicht immer so, weshalb ich keine ewige Gesetzesmäßigkeit aufstellen wollte. Ein von Dohnanyi ist bspw. altersbedingt schon sehr geistig angeschlagen, aber noch immer geeigneter als viele Mitglieder der jetzigen Parteiführung. Die gleiche Verteilung von Dummheit ist auch relativ, denn dank des Flynn-Effekts sinkt sie ja in der Breite pro Jahrgang. Und welche Schuld soll ein Kühnert tragen? Er läuft nicht wie ein aufgeschrecktes Huhn durch die Gegend und schaut, wie er sich mit Personaldebatten irgendwen wegbeißen kann. Stattdessen veranstalten sie gut organisierte, solide Auftritte, wo viele Befürworter und Gegner einer Groko ihre Meinung äußern und für sie werben können. Das erscheint mir deutlich sozialdemokratischer als die Hauruckmethoden von Nahles und Konsorten.
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