Die Zukunft der SPD

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Europa2050
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Fr 19. Jan 2018, 18:51

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:49)

Neoliberale und Sozialdemokraten geht gar nicht.


Brandt und Schmidt konnten das - damals ausgesprochen zum Nutzen Deutschlands.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 18:51

unity in diversity hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:50)

Wir brauchen keine Anpassungsstrategien für Schrumpfökononien, sondern für eine Wachstumsökonomie.

Kannst du das mal übersetzen? :s
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Dieter Winter » Fr 19. Jan 2018, 18:52

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:49)

Neoliberale und Sozialdemokraten geht gar nicht.


Oh doch. Sehr gut sogar. Du weißt was Neoliberalismus eigentlich bedeutet?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Dieter Winter » Fr 19. Jan 2018, 18:52

Europa2050 hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:51)

Brandt und Schmidt konnten das - damals ausgesprochen zum Nutzen Deutschlands.


Was'n los? Schon die zweite Übereinstimmung... ;)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 18:53

Europa2050 hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:51)

Brandt und Schmidt konnten das - damals ausgesprochen zum Nutzen Deutschlands.

Weiss der Geier, wie sie das hin bekommen haben. ;)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 18:54

Dieter Winter hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:52)

Oh doch. Sehr gut sogar. Du weißt was Neoliberalismus eigentlich bedeutet?

Ich weiss, wofür er heute steht und das reicht mir.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon unity in diversity » Fr 19. Jan 2018, 18:55

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:51)

Kannst du das mal übersetzen? :s

Ja.
Schrumpfökonomien machen Agendas 2010, 2020...
Und sind für ein BGE.
Alles kein Thema für Wachstumsökonomien.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den Divided States of America)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 18:56

unity in diversity hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:55)

Ja.
Schrumpfökonomien machen Agendas 2010, 2020...
Und sind für ein BGE.
Alles kein Thema für Wachstumsökonomien.

Wachstum ist nicht alles. Wo wollt ihr hin wachsen? Bis in den Himmel? :rolleyes:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon unity in diversity » Fr 19. Jan 2018, 18:58

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:56)

Wachstum ist nicht alles. Wo wollt ihr hin wachsen? Bis in den Himmel? :rolleyes:

Nachhaltigkeit setzt Wachstum voraus.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den Divided States of America)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Dieter Winter » Fr 19. Jan 2018, 19:01

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:54)

Ich weiss, wofür er heute steht und das reicht mir.


Er ist zum Kampfbegriff geworden.

Mit dem Neoloiberalismus hat das aber wenig zu tun.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Fr 19. Jan 2018, 20:36

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:53)

Weiss der Geier, wie sie das hin bekommen haben. ;)


Innenpolitik und Demokratieentwicklung machte die SPD, Wirtschaftspolitik die FDP und aussenpolitisch war man sich einig, dass man gegen Nationalismus jeder Art ist und mit den WP-Staaten mal reden sollte, aber klar transatlantisch ist.

Geht doch ...
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 19. Jan 2018, 22:01

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:56)

Wachstum ist nicht alles. Wo wollt ihr hin wachsen? Bis in den Himmel? :rolleyes:


Das habe ich mich auch immer gefragt wenn sogenannte oder selbsternannte " EXPERTEN" wie ein Mantra " Wir brauchen mehr Wachstum,Wachstum,Wachstum um Wohlstand zu generieren" erzählen, schön und gut bis wohin wollt ihr denn ökonomisch Wachsen???? Bis zum Pluto oder wie??

Mit so ein Quatsch verarscht man dass bildungsferne Pöbelvolk oder glaubt es zumindest..
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 19. Jan 2018, 22:08

Dieter Winter hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:32)

Du hast die Frage ja auch einem Liberalen gestellt. :)


Der Begriff Liberalismus bedeutet aber weit mehr als wie gründe ich ein Unternehmen.Liberalismus ist zunächst einmal eine philosophisch Denkströmung und politische Ideologie,keine reine Wirtschaftstheorie.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Dieter Winter » Fr 19. Jan 2018, 22:18

Alpha Centauri hat geschrieben:(19 Jan 2018, 22:08)

Der Begriff Liberalismus bedeutet aber weit mehr als wie gründe ich ein Unternehmen.Liberalismus ist zunächst einmal eine philosophisch Denkströmung und politische Ideologie,keine reine Wirtschaftstheorie.


War auch nur als Beispiel aus dem realen Leben gedacht.

Selbstverständlich ist Liberalismus weit umfassender als die wirtschaftlichen Betrachtungen.

Die Ideen des Neoliberalismus sind an sich die Basis der sozialen Marktwirtschaft. Und dieses System ist an sich ein guter Kompromiss.
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Neue Widerstände

Beitragvon Senexx » Fr 19. Jan 2018, 22:30

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Fr 19. Jan 2018, 22:50

Wähler hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:56)

Positiv ist für mich, dass inzwischen doch viele Parteifunktionäre der SPD verstanden haben, was auf dem Spiel steht. Ein Blick in die Niederlande oder nach Frankreich sollte den letzten in der SPD wachrütteln. Unabhängig von der Frage der Koalitionsbeteiligung ist vor allem eine mittel- und langfristige Strategie gefragt, alte Wähler zurückzugewinnen und neue Wählerschichten zu erschließen. An der fehlt es nach wie vor.
siehe auch einen klugen Artikel von Bernd Ulrich:
http://www.zeit.de/2018/02/linke-partei ... gsbewegung


Ein Artikel, der das wiedergibt, was uns im Fall einer weiteren Reduzierung der SPD, auf die Lafontaine setzt, “blühen“ könnte.
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Re: Neue Widerstände

Beitragvon Senexx » Sa 20. Jan 2018, 01:02

Senexx hat geschrieben:(19 Jan 2018, 22:30)

Bayern legt jetzt auch nach


http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 07856.html


Gut, sind unwichtig. Aber Kleinvieh macht auch Mist.

Die bayrische SPD-Vorsitzende kann noch nicht mal Deutsch

"„Was klar ist, dass wir noch mal über Themen reden müssen, wo die Union keine Antwort darauf hat“, sagte die bayerische SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen.

Kommt die am Ende aus Schwaben?
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Re: Neue Widerstände

Beitragvon Wähler » Sa 20. Jan 2018, 07:25


http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 07856.html
FAZ 19. Januar 2018 Drei Landesverbände stellen neue Bedingungen
Konkret gefordert werde die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen und die Angleichung der Honorarordnungen für gesetzlich und privat Krankenversicherte. Zudem spricht sich der Antrag für eine Härtefallregelung für den Familiennachzug bei Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus aus, wie die „SZ“ berichtet.

Es fehlt noch die weitere Zurückdrängung der Leiharbeit und die stärkere Reglementierung von Werkverträgen. Leider wird das schwierig, weil sich dazu kein Satz im Sondierungsdokument findet. Die SPD ist viel zu brav geworden.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 20. Jan 2018, 07:38

Wähler hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:56)
Positiv ist für mich, dass inzwischen doch viele Parteifunktionäre der SPD verstanden haben, was auf dem Spiel steht. Ein Blick in die Niederlande oder nach Frankreich sollte den letzten in der SPD wachrütteln. Unabhängig von der Frage der Koalitionsbeteiligung ist vor allem eine mittel- und langfristige Strategie gefragt, alte Wähler zurückzugewinnen und neue Wählerschichten zu erschließen. An der fehlt es nach wie vor.
siehe auch einen klugen Artikel von Bernd Ulrich:
http://www.zeit.de/2018/02/linke-partei ... gsbewegung

JJazzGold hat geschrieben:(19 Jan 2018, 22:50)
Ein Artikel, der das wiedergibt, was uns im Fall einer weiteren Reduzierung der SPD, auf die Lafontaine setzt, “blühen“ könnte.

http://www.zeit.de/2018/02/linke-partei ... gsbewegung
Zeit 3. Januar 2018 Die Erosion des deutschen Parteiensystems gibt ihm recht
Neben dieser Verbreiterung und Verflüssigung des Links-rechts-Spektrums schiebt sich mit fast schon historischer Wucht eine zweite Achse ins Parteiensystem: liberal/autoritär, global/national, ökologisch/gegenwartsrabiat, multikulturell/homogenistisch.

Nur die AfD und die Grünen werden dadurch nicht gespalten, weil sie beide fast vollständig auf je eine Seite gehören. Alle anderen Parteien spaltet diese immer wichtiger werdende Polarisierung. SPD und CDU gehören gegenwärtig ungefähr zu zwei Dritteln auf die liberal-globale Seite, bei der CSU mag es halbe-halbe sein, bei der FDP ebenfalls.

Mir ging es jetzt mehr um die Beschreibung der Umbrüche im gesamten deutschen Parteiensystem.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Sa 20. Jan 2018, 08:36

Wähler hat geschrieben:(20 Jan 2018, 07:38)

http://www.zeit.de/2018/02/linke-partei ... gsbewegung
Zeit 3. Januar 2018 Die Erosion des deutschen Parteiensystems gibt ihm recht


Mir ging es jetzt mehr um die Beschreibung der Umbrüche im gesamten deutschen Parteiensystem.


Eine sog. Verflüssigung ist dem Reagieren auf Notwendigkeiten, gepaart mit koalitionärem Entgegenkommen geschuldet.
Wo stünde eine SPD heute, hätte sie sich analog zu Die Linke strikt auf Themen des linken Spektrums bezogen? Sie stünde dort, wo die Die Linke steht, im politischen Abseits.
Es ist schon erstaunlich, dass sich jetzt programmatisch wieder auf das “Arbeiterklientel“ bezogen werden soll, in dem Wissen, dass dieses Klientel sukzessive abnimmt. Hier hat die SPD schlichtweg die gesellschaftliche Umstrukturierung verpennt. Es fehlen Köpfe und Ideen. Beides ist ohne Zweifel im Potential der SPD vorhanden, wird allerdings durch eine “Nahles-Lehmschicht“ daran gehindert, durchzudringen.

Weshalb der Vorwurf der FDP, den großen Schritt in eine moderne Zukunft nicht wagen zu wollen, nicht nur für die Union zutrifft, man beachte die 10 magersüchtigen Söder'schen Punkte, sondern auch die “auf die Fresse“ geführte SPD.

Wer ohne Ideen für die Zukunft ist, dem kann man zurecht eine fragwürdige politische Zukunft prophezeien. Die Zukunft gibt reichlich Themen für eine linksorientierte Partei her, eine Bürgerversicherung gehört nicht dazu, die SPD bräuchte nur ein paar fähige Köpfe in entsprechender Position, um diese zu erkennen und entsprechend des Parteiinteresses zu erarbeiten und dem Wähler eine akzeptable Umsetzung anzubieten.
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