Die Zukunft der SPD

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Unité 1 » Fr 27. Okt 2017, 16:17

yogi61 hat geschrieben:(27 Oct 2017, 14:44)

Herr Scholz erklärt die Neuausrichtung aber leider nicht.

Das provokant mit "Keine Ausflüchte! Neue Zukunftsfragen beantworten! Klare Grundsätze!" betitelte Papier hat dem Artikel nach auch keine Antworten gegeben, was aber nicht wundert, da nicht mal die Fragen benannt wurden. "Fortschritt und Gerechtigkeit in pragmatischer Politik" und weitere wohlklingende Wortwolken werden wohl nicht zur Kanzlerschaft 2021 ausreichen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Fr 27. Okt 2017, 16:23

Unité 1 hat geschrieben:(27 Oct 2017, 17:17)

Das provokant mit "Keine Ausflüchte! Neue Zukunftsfragen beantworten! Klare Grundsätze!" betitelte Papier hat dem Artikel nach auch keine Antworten gegeben, was aber nicht wundert, da nicht mal die Fragen benannt wurden. "Fortschritt und Gerechtigkeit in pragmatischer Politik" und weitere wohlklingende Wortwolken werden wohl nicht zur Kanzlerschaft 2021 ausreichen.


Also weiss Herr Scholz auch nicht weiter. :|
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Unité 1 » Fr 27. Okt 2017, 16:57

yogi61 hat geschrieben:(27 Oct 2017, 17:23)

Also weiss Herr Scholz auch nicht weiter. :|

Die Hoffnung, dass die Tagesschau vielleicht wichtige Passagen nicht erwähnte, hat sich nicht erfüllt.
Wem auch der Sinn nach verschwendeter Lebenszeit steht, findet hier das Originalpapier.

Neben Plattitüden findet sich da nicht viel. Nur "Ausflucht 3" fand ich interessant.
Die sozialpolitischen Beschlüsse der rot-grünen Koalition, insbesondere die 2003 angekündigte Agenda 2010 und die Rentenbeschlüsse zu Beginn der anschließenden großen Koalition, haben die SPD Kraft gekostet und sie hat darüber an Zustimmung verloren. Das bezweifelt wohl niemand. Man muss der SPD sozialpolitisch vertrauen.
[Aufzählung der der sozialdemokratischen Höhepunkte zweiter Großer Koalitionen]
Das Wahlprogramm der SPD bei dieser Bundestagswahl hat mit zahlreichen Konzepten wie der Wiedereinführung der Parität bei den Beiträgen zur Krankenversicherung oder der Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen oder zur Stabilisierung des Rentenniveaus daran angeknüpft. Und der Wahlkampf stand ganz im Zeichen der sozialen Gerechtigkeit. Es ist daher nicht plausibel möglich, das Wahlergebnis damit zu begründen, dass die SPD sich nicht genügend für soziale Gerechtigkeit einsetze.

Den Schluss, dass das kein Vertrauenskapital aufbaute bzw. mangelndes Vertrauen in die soziale Ausrichtung der SPD die Wahrnehmung der SPD als soziale Partei verhindert, scheint er nicht zu ziehen.
Das ist umso bemerkenswerter, da er später feststellt:
Die SPD wird seit längerem als zu taktisch wahrgenommen. Diese Wahrnehmung darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn wenn Reformvorstellungen als nicht ernstgemeint angesehen werden oder als Vorschläge, die präsentiert werden, um Wählerinnen und Wähler anzusprechen und nicht, weil sie der SPD wichtig sind, dann sind sie auch nur die Hälfte wert. Überwinden kann man diese Wahrnehmung nur mit Konsistenz und Stringenz in der eigenen Haltung und der eigenen Politik. Und wenn die SPD verstanden wird anhand ihrer Grundsätze.


Tja. :|
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 27. Okt 2017, 17:03

Solange die SPD denkt, dreimal im Wahlkampf sozial sagen sei schon linke Politik, solange muss sie aus der Ecke keine große Wählermasse erhoffen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon lili 1 » Fr 27. Okt 2017, 20:09

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(27 Oct 2017, 18:03)

Solange die SPD denkt, dreimal im Wahlkampf sozial sagen sei schon linke Politik, solange muss sie aus der Ecke keine große Wählermasse erhoffen.


Genau so sieht es aus. :thumbup:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 28. Okt 2017, 07:44

https://www.welt.de/politik/deutschland ... itern.html
Welt 28. Oktober 2017 „Wir müssen uns der Sicherheitsfrage zuwenden“
Der SPD-Vorsitzende betonte zugleich, es reiche nicht, über die Vergangenheit zu diskutierten. Fehlentwicklungen der Agenda-Reformpolitik des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) seien korrigiert, sagte Schulz. „Wir müssen uns der Sicherheitsfrage zuwenden: innere Sicherheit, äußere Sicherheit, soziale Sicherheit. Es geht um Sicherheit am Arbeitsplatz, im Gesundheitssystem, bei der Bildung, der Pflege, um Sicherheit im Alter.“

„Wir brauchen zwingend tarifgebundene Arbeitsverhältnisse. Aber es sind Bereiche entstanden, die nicht mehr in die klassische Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Struktur hineinpassen“, sagte der SPD-Chef. „So wichtig das so genannte Normalarbeitsverhältnis ist – die SPD muss auch zur Partei der Selbständigen werden.“

Anders als SPD-Chef Martin Schulz, der zuletzt mehr Mut zur Kapitalimuskritik gefordert hatte, warb Scholz darin für einen pragmatischen Kurs, der Wirtschaftswachstum, Fortschritt und soziale Gerechtigkeit verbinde.

Die Aussagen von Schulz sind konkreter als die von Scholz.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 28. Okt 2017, 08:18

Die SPD ist eine der ältesten Parteien der Welt und eine Art Urmeter der deutschen Demokratie jüngerer Geschichte.

Der Bürgermeister von Hamburg hat völlig Recht, nicht der schrillste Wettbewerb im Reigen der Populisten verheißt das Heil, sondern die Kompetenz als progressive Volkspartei.
So war es auch in den 1960-er Jahren, der mühselige Aufstieg zur Mitte wurde schließlich mit der Verantwortung ab 1969 belohnt - Willy Brandt und Helmut Schmidt sind große Namen, die heute noch oft erwähnt werden.

Die SPD muss für mutige Reformen stehen, die vernünftig sind und an deren Umsetzung man glauben kann. Sie wird aber zwangsläufig an Zustimmung verlieren, wenn sie sich auf den Wettbewerb der schrillsten Töne einlässt.
http://www.olafscholz.hamburg/main/pages/index/p/5/3211
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[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Elser » Di 31. Okt 2017, 14:40

pikant hat geschrieben:(13 Oct 2017, 12:01)

diese Koalition kaeme aktuell nicht mal auf 30% und ich sehe auch nicht im Ansatz wie da 20% plus zusammenkommen sollten.

die Zukunft der SPD liegt nicht in Linksbuendnissen, sondern in ihrer inhaltlichen Politik, damit sie wieder breitere Waehlerschichten erreicht und die sind der Mitte und nicht am Rand zu suchen.



Dann lass' uns mal 4 Jahre "Schwarz-Schwarz-Gelb-Grün" abwarten. Danach wird alles anders sein.

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 4. Nov 2017, 09:56

Soll noch einer durchsteigen bei der SPD. Der "rechte" Olaf spricht sich dafür aus, dass sich die SPD für eine deutliche Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro die Stunde einsetzen soll und ist damit direkt bei den Forderungen der Linkspartei, während die "linke" Nahles davon nichts hält.
https://www.weser-kurier.de/deutschland ... 65046.html

Man darf sehr gespannt sein, ob Scholz wirklich nach dem Parteivorsitz greift. Geliebt wird er in der SPD nicht, aber eben respektiert.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 4. Nov 2017, 11:30

Wähler hat geschrieben:(28 Oct 2017, 08:44)
https://www.welt.de/politik/deutschland ... itern.html
Welt 28. Oktober 2017 „Wir müssen uns der Sicherheitsfrage zuwenden“
Die Aussagen von Schulz sind konkreter als die von Scholz.

yogi61 hat geschrieben:(04 Nov 2017, 09:56)
Soll noch einer durchsteigen bei der SPD. Der "rechte" Olaf spricht sich dafür aus, dass sich die SPD für eine deutliche Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro die Stunde einsetzen soll und ist damit direkt bei den Forderungen der Linkspartei, während die "linke" Nahles davon nichts hält.
https://www.weser-kurier.de/deutschland ... 65046.html
Man darf sehr gespannt sein, ob Scholz wirklich nach dem Parteivorsitz greift. Geliebt wird er in der SPD nicht, aber eben respektiert.

Mit nur einem Vorschlag wird Herr Scholz das Ruder der SPD nicht herumreißen können. Es fehlt an einem Konzept, wie die Klientel der SPD in Zukunft vor dem Schicksal des Billiglohnsektors bewahrt werden kann. Da ist eine mögliche Jamaika-Koalition mit ihrer Bildungspolitik schon weiter.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 13:26

Schulz will mehr Demokratie in der SPD

www.tagesschau.de/inland/spd-urwahl-deb ... s-101.html

das kommt bei den SPD-Fuersten wie Nahles nicht gut an
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 12:15

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:26)

Schulz will mehr Demokratie in der SPD

http://www.tagesschau.de/inland/spd-urw ... s-101.html

das kommt bei den SPD-Fuersten wie Nahles nicht gut an

Ob das mehr Demokratie ist, kann man streiten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Mi 8. Nov 2017, 12:18

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Nov 2017, 12:15)

Ob das mehr Demokratie ist, kann man streiten.


man spart zudem als Mitglied viel Zeit
Zeit ist Geld.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Do 9. Nov 2017, 13:20

yogi61 hat geschrieben:(04 Nov 2017, 09:56)

Soll noch einer durchsteigen bei der SPD. Der "rechte" Olaf spricht sich dafür aus, dass sich die SPD für eine deutliche Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro die Stunde einsetzen soll und ist damit direkt bei den Forderungen der Linkspartei, während die "linke" Nahles davon nichts hält.
https://www.weser-kurier.de/deutschland ... 65046.html

.


die SPD muss nach links, Johanna Uekermann braucht einen neuen Posten und Verwunderung ueber Scholz mit den 12 Euro
SPD Chefin in BaWUE greift in den Richtungskampf ein

www.taz.de/SPD-BaWue-Chefin-ueber-Erneuerung/!5460465
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Do 23. Nov 2017, 12:31

Jetzt ist Umfallen fuer Deutschland bei der SPD angesagt - das Land hat Vorrang vor der Partei

das muss man jetzt nur noch Schulz und seiner Partei klarmachen :D
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Nov 2017, 12:36

pikant hat geschrieben:(23 Nov 2017, 12:31)

Jetzt ist Umfallen fuer Deutschland bei der SPD angesagt - das Land hat Vorrang vor der Partei

das muss man jetzt nur noch Schulz und seiner Partei klarmachen :D

Schulz muss weg, damit die SPD leben kann.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Do 23. Nov 2017, 12:37

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Nov 2017, 12:36)

Schulz muss weg, damit die SPD leben kann.


Scholz fuer Schulz?
oder alle Macht fuer Andrea Nahles?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Nov 2017, 12:38

pikant hat geschrieben:(23 Nov 2017, 12:37)

Scholz fuer Schulz?
oder alle Macht fuer Andrea Nahles?

Gabriel als Chefminister. Schwitzig als Parteichefin.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Do 23. Nov 2017, 12:41

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Nov 2017, 12:38)

Gabriel als Chefminister. Schwitzig als Parteichefin.


Gabriel ist schon Chefaussenminister und Schwitzig ;) ist mir kein Begriff.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Ger9374 » Mo 27. Nov 2017, 00:43

Es scheint das die medien pauchal auf die Spd
einfluss nehmen damit sie in eine erneute Groko einwilligt.
Das ist dann meiner meinung nach das todesurteil für die spd als volkspartei.
Es hat wenig mit der übernahme von regierungsverantwortung zu tun , wenn dabei das profil der spd weiter schaden nimmt.
Sie konnte schon in der alten Groko nur als juniorpartner der Cdu agieren, ohne dabei an statur zu gewinnen. Im gegenteil schwammartig übernahm die cdu geschickt felder die spd urgebiet waren.
Finger weg , neue gesichter etablieren, in der opposition wieder profil gewinnen.
Neuwahlen sind demokratisch legitim.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:

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