Die Zukunft der SPD

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jorikke
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » So 25. Nov 2018, 11:35

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 10:20)

Hah, ha, teuer? Du wirst es in den nächsten Jahrzehnten erleben. Gegen die Lobbymacht der Senioren wird in den nächsten Jahrzehnten keine Politik gemacht werden können. Viele können sich das noch gar nicht vorstellen, weil wir diesen Fall bisher nicht hatten. Es ist ja nicht nur so, dass da plötzlich Millionen Menschen in Rente gehen, es sind auch gerade diese Menschen, die pünktlich zur Wahlurne gehen, anders als bei den sozial schwachen Leuten.


Seit 15 Jahren bin ich nun Rentner. Wenn ich so etwas von Lobbymacht der Senioren lese, bleibt nur ein verständnisloses Schmunzeln. Was für skurrile Schreckensszenarien werden denn da gebastelt?
Die einzige Rentenreform, die die Situation der Rentner wesentlich verbessert hat fand 1957 mit der Umstellung von Kapital- auf Umlage finanzierte
Renten statt. Seit der Zeit erhöhen sich die Renten im Maßstab der steigenden Einkommen der Arbeitnehmer.
Alles geregelt, wie das in Deutschland halt Brauch ist.
Das die Menschen mit der größten Lebenserfahrung auch bewusst wählen, spricht doch - im positiven Sinn - für sich.
Man kann sein Staatsverständnis natürlich auch auf Penner-Basis stellen.
...weit wirst du damit nicht kommen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » So 25. Nov 2018, 11:44

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 10:20)

Hah, ha, teuer? Du wirst es in den nächsten Jahrzehnten erleben. Gegen die Lobbymacht der Senioren wird in den nächsten Jahrzehnten keine Politik gemacht werden können. Viele können sich das noch gar nicht vorstellen, weil wir diesen Fall bisher nicht hatten. Es ist ja nicht nur so, dass da plötzlich Millionen Menschen in Rente gehen, es sind auch gerade diese Menschen, die pünktlich zur Wahlurne gehen, anders als bei den sozial schwachen Leuten.


Was hindert die sozial schwachen Leute zur Wahlurne zu gehen, oder per Briefwahl zu wählen?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 11:50

jorikke hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:35)

Seit 15 Jahren bin ich nun Rentner. Wenn ich so etwas von Lobbymacht der Senioren lese, bleibt nur ein verständnisloses Schmunzeln. Was für skurrile Schreckensszenarien werden denn da gebastelt?
Die einzige Rentenreform, die die Situation der Rentner wesentlich verbessert hat fand 1957 mit der Umstellung von Kapital- auf Umlage finanzierte
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Und was soll Dein Rückblick auf die Vergangenheit uns jetzt genau sagen? Ich schrieb doch bereits, dass wir diesen Fall in der Bundesrerpublik noch nicht hatten und ja, die Politiker wollen auch in Zukunft gewählt werden.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 11:55

JJazzGold hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:44)

Was hindert die sozial schwachen Leute zur Wahlurne zu gehen, oder per Briefwahl zu wählen?


Das ist doch längst geklärt. Sie fühlen sich von der Politik nicht vertreten und haben den Eindruck durch ihr Wahlverhalten nichts ändern zu können. Befeuert wurde das doch durch die asozial Politk der SPD in den jämmerlichen grossen Koalitionen. Die Kurve der Leute die zur Wahl gingen, zeigte doch klar nach unten und die Diskussionen über Politikverdrossenheit waren doch allgegenwärtig. Das durch die sogenannte Flüchtlingkrise eine gewisse Repolitisierung stattgefunden hat, überdeckt doch nicht, dass viele Menschen auch heute noch Frust haben, auch wenn sie die AFD als gewisses Ventil ansehen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » So 25. Nov 2018, 11:57

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:50)

Und was soll Dein Rückblick auf die Vergangenheit uns jetzt genau sagen? Ich schrieb doch bereits, dass wir diesen Fall in der Bundesrerpublik noch nicht hatten und ja, die Politiker wollen auch in Zukunft gewählt werden.


Das war kein Rückblick auf die Vergangenheit. Vielmehr habe ich aufgezeigt, dass Kontinuität bis heute ein positives Beispiel sinnvoller Politik ist.
Wir können uns spaßeshalber natürlich darauf einigen über Nebelgebilde zu diskutieren, die wir noch nicht hatten und nicht haben werden.
...viel Lustiges ist möglich.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » So 25. Nov 2018, 12:00

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:55)

Das ist doch längst geklärt. Sie fühlen sich von der Politik nicht vertreten und haben den Eindruck durch ihr Wahlverhalten nichts ändern zu können. Befeuert wurde das doch durch die asozial Politk der SPD in den jämmerlichen grossen Koalitionen. Die Kurve der Leute die zur Wahl gingen, zeigte doch klar nach unten und die Diskussionen über Politikverdrossenheit waren doch allgegenwärtig. Das durch die sogenannte Flüchtlingkrise eine gewisse Repolitisierung stattgefunden hat, überdeckt doch nicht, dass viele Menschen auch heute noch Frust haben, auch wenn sie die AFD als gewisses Ventil ansehen.


Eine eigenartige Denkweise, die ich nicht nachvollziehen kann.
Mir ist z.B. auch bewusst, dass sich die Regierungstätigkeit oder besser gesagt Untätigkeit, der CSU nicht ändern wird und diese durch die FW auch noch zementiert wird, aber deshalb gehe ich trotzdem weiterhin wählen. Koalitionen verändern sich in Bund und Land nachweislich.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 12:04

jorikke hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:57)

Das war kein Rückblick auf die Vergangenheit. Vielmehr habe ich aufgezeigt, dass Kontinuität bis heute ein positives Beispiel sinnvoller Politik ist.
Wir können uns spaßeshalber natürlich darauf einigen über Nebelgebilde zu diskutieren, die wir noch nicht hatten und nicht haben werden.
...viel Lustiges ist möglich.


Ich war es nicht, der von der Rentenrform von 1957 schwadroniert hat und Dein Gottvertrauen in die staatstragenden Gedanken der Baby-Boomer in allen Ehren, aber liegst Du vermutlich falsch. Es ist nicht nur so, dass die den Druck alleine aufbauen werden, die werden sicherlich von der Politik sogar befeuert werden, die um die Stimmen buhlen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 12:06

JJazzGold hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:00)

Eine eigenartige Denkweise, die ich nicht nachvollziehen kann.
Mir ist z.B. auch bewusst, dass sich die Regierungstätigkeit oder besser gesagt Untätigkeit, der CSU nicht ändern wird und diese durch die FW auch noch zementiert wird, aber deshalb gehe ich trotzdem weiterhin wählen. Koalitionen verändern sich in Bund und Land nachweislich.

Das glaube ich Ihnen ja auch, aber ich weiss, dass das bei Teilen der Bevölkerung durch Privatfernsehen systematisch vertrottelten Herde eben nicht der Fall ist.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » So 25. Nov 2018, 12:15

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:04)

Ich war es nicht, der von der Rentenrform von 1957 schwadroniert hat und Dein Gottvertrauen in die staatstragenden Gedanken der Baby-Boomer in allen Ehren, aber liegst Du vermutlich falsch. Es ist nicht nur so, dass die den Druck alleine aufbauen werden, die werden sicherlich von der Politik sogar befeuert werden, die um die Stimmen buhlen.


Jetzt verstehe ich dich kaum noch. Mein Hinweis auf die einzig wirkliche Erhöhung der Renten war kein schwadronieren sondern der Hinweis auf
Tatsachen. Mein Thema waren im Wesentlichen die von dir grundlos attackierten Rentner. Du kannst, wenn´s deiner Einstellung gut tut gerne die Rentner als Feindbild aufbauen. Schlichter Quatsch, das wollte ich aufzeigen.
An Baby-Boomer habe ich keine Sekunde gedacht. Um eine weitere völlig unsinnige Verbreiterung eines an sich ursprünglich klaren Themas zu vermeiden, mache ich hier Schluss.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » So 25. Nov 2018, 12:20

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:06)

Das glaube ich Ihnen ja auch, aber ich weiss, dass das bei Teilen der Bevölkerung durch Privatfernsehen systematisch vertrottelten Herde eben nicht der Fall ist.


Jedem seine freie Entscheidung. Wer nicht will, der hat schon.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 12:20

jorikke hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:15)

Jetzt verstehe ich dich kaum noch. Mein Hinweis auf die einzig wirkliche Erhöhung der Renten war kein schwadronieren sondern der Hinweis auf
Tatsachen. Mein Thema waren im Wesentlichen die von dir grundlos attackierten Rentner. Du kannst, wenn´s deiner Einstellung gut tut gerne die Rentner als Feindbild aufbauen. Schlichter Quatsch, das wollte ich aufzeigen.
An Baby-Boomer habe ich keine Sekunde gedacht. Um eine weitere völlig unsinnige Verbreiterung eines an sich ursprünglich klaren Themas zu vermeiden, mache ich hier Schluss.


Ich baue kein Feindbild auf, ich richte mich nach den Tatsachen, weil ich selber zu den Baby Boommern gehöre
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Nov 2018, 12:32

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:55)

Das ist doch längst geklärt. Sie fühlen sich von der Politik nicht vertreten und haben den Eindruck durch ihr Wahlverhalten nichts ändern zu können. Befeuert wurde das doch durch die asozial Politk der SPD in den jämmerlichen grossen Koalitionen. Die Kurve der Leute die zur Wahl gingen, zeigte doch klar nach unten und die Diskussionen über Politikverdrossenheit waren doch allgegenwärtig. Das durch die sogenannte Flüchtlingkrise eine gewisse Repolitisierung stattgefunden hat, überdeckt doch nicht, dass viele Menschen auch heute noch Frust haben, auch wenn sie die AFD als gewisses Ventil ansehen.


Ein Grundproblem.ist dass in politischen Systemen .die mit mehr Einfluss ,Macht und Geld auch die politischen Entscheidungsprozesse mit beeinflussen und die ohne Einfluss ,Macht und Geld eben weniger bis gar nicht,Wahlen hin oder her, dass hat Precht mal sehr schön beschrieben vom der Antike bis in unser digitales21 Jhr. hat sich an diesem Grundübel nichts geändert egal ob nun.Diktatur oder Demokratie.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Bobo » Mo 26. Nov 2018, 16:00

Teeernte hat geschrieben:(24 Nov 2018, 13:57)

Solange die SPD die Interessen der WERKTÄTIGEN vertritt hat sie eine Zukunft.

Wenn die SPD vorrangig die Interessen von ..."BGE" Beziehern und Sozialfällen vertritt.... sollten die Deppen erkennen...das DIE LEUTE nicht wählen gehen ...und auch nicht mehr als 5% sind.


DAS ist die Grundfrage. Wer//Was ist die SPD ?? (Sozialfälle ? Grüne ? Rentnerpartei ?...)


Deine Schreibweise von "WERKTÄTIGEN" lässt vermuten wie du die Teilung der Gesellschaft im Geiste vollzogen hast. "WERKTÄTIGE" auf der einen Seite und ???? auf der anderen? Abschaum? Hm. Wie passen die Wahlergebnisse dazu? Muss uns das Land erst um die Ohren fliegen, bis sich was ändert? Hat nicht der große Helmut Kohl selbst zum Ende seiner Amtszeit öffentlich eingeräumt, dass die Arbeitgeberverbände ihn zum "Pakt für Arbeit" brutal über den Tisch gezogen haben? Man hätte ihn besser zugehört, dann stünden wir jetzt nicht vor der Frage, wann der wirtschaftlichen Spaltung der Gesellschaft die politische folgt und welchen Preis sie allen abverlangen wird. Und wenn wir schon dabei sind. Welche signifikante Senkung der Sozialabgaben erlebten die WERKTÄTIGEN seit Einführung der Schandagende eigentlich? Ich erinnere keine.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mo 26. Nov 2018, 17:05

jorikke hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:15)
Jetzt verstehe ich dich kaum noch. Mein Hinweis auf die einzig wirkliche Erhöhung der Renten war kein schwadronieren sondern der Hinweis auf Tatsachen. Mein Thema waren im Wesentlichen die von dir grundlos attackierten Rentner. Du kannst, wenn´s deiner Einstellung gut tut gerne die Rentner als Feindbild aufbauen. Schlichter Quatsch, das wollte ich aufzeigen.
An Baby-Boomer habe ich keine Sekunde gedacht. Um eine weitere völlig unsinnige Verbreiterung eines an sich ursprünglich klaren Themas zu vermeiden, mache ich hier Schluss.

Ich habe verstanden, was du gesagt hast. Du bist nicht allein.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 28. Nov 2018, 10:31

Euractiv 15. November 2018 Bullmann: Sozialdemokraten müssen offen für Kooperation sein
https://www.euractiv.de/section/europaw ... ras-flirt/
"Bullmann erklärte, die S&D kämpfe für eine radikale Transformation der derzeitigen Wirtschafts- und Sozialmodelle. Ziel müsse mehr Gleichheit für alle Europäer sein, „und dafür haben wir eine klare Vision aufgestellt“.
„Wir werden nicht mehr über die Wirtschaft sprechen, ohne auch über die Umwelt zu sprechen. Und wir werden nicht über die Umwelt sprechen, ohne auch die soziale Dimension zu berücksichtigen,“ so der deutsche Politiker weiter.
Dieser Ansatz zu „mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen“ sei der einzige Weg, um Problemen wie „Jugendarbeitslosigkeit, Kinderarmut oder der Ausbeutung unserer Böden ein Ende zu setzen.“"
Die sozialdemokratischen Parteien haben offenbar kein Vertrauen mehr in ihre traditonellen Themen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Do 29. Nov 2018, 18:15

Bobo hat geschrieben:(26 Nov 2018, 16:00)

Deine Schreibweise von "WERKTÄTIGEN" lässt vermuten wie du die Teilung der Gesellschaft im Geiste vollzogen hast. "WERKTÄTIGE" auf der einen Seite und ???? auf der anderen? Abschaum? Hm. Wie passen die Wahlergebnisse dazu? Muss uns das Land erst um die Ohren fliegen, bis sich was ändert? Hat nicht der große Helmut Kohl selbst zum Ende seiner Amtszeit öffentlich eingeräumt, dass die Arbeitgeberverbände ihn zum "Pakt für Arbeit" brutal über den Tisch gezogen haben? Man hätte ihn besser zugehört, dann stünden wir jetzt nicht vor der Frage, wann der wirtschaftlichen Spaltung der Gesellschaft die politische folgt und welchen Preis sie allen abverlangen wird. Und wenn wir schon dabei sind. Welche signifikante Senkung der Sozialabgaben erlebten die WERKTÄTIGEN seit Einführung der Schandagende eigentlich? Ich erinnere keine.


Gevatter.....ganz ohne MIT GLIEDER ..... wird auch die SPD den Bach runter gehen.

Die "Andere" Seite ist da meist "OHNE" ...glied. Nix Partei.

Die Hartz4er im Bundestag kannst Du an EINER Alienhand abzählen.... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Wähler
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 8. Dez 2018, 10:12

SZ 7. Dezember Timmermans: Für ein Europa, das große Reformen wagt
https://www.sueddeutsche.de/politik/eur ... -1.4243397
Kurz vor dem Parteikongress in Lissabon, wo er zum Frontmann der Sozialdemokraten ausgerufen werden soll, wirbt Timmermans für ein "Europa, das große Reformen wagt". Der 57-Jährige plädiert für einen Ausbau der Wirtschafts- und Währungsunion sowie für eine engere Kooperation der EU-Staaten in der Außenpolitik und bei Rüstungskäufen.

"Ähnlich wie die SPD, die in Deutschland in Umfragen nur noch auf fünfzehn Prozent kommt, haben die Sozialdemokraten europaweit das Vertrauen vieler Wähler verloren. Timmermans sieht in Fragen der Umverteilung "riesige Aufgaben" und fordert neben einer Digitalsteuer für die großen Tech-Firmen auch eine europäische Arbeitslosenversicherung sowie "einen Mindestlohn in ganz Europa, der sich an den Lebenshaltungskosten orientiert". Vehement wirbt der ehemalige niederländische Außenminister dafür, weiter um die Wähler nationalistischer Parteien zu werben."
Timmermans hat zumindestens die Bedrohung für die sozialdemokratischen Parteien seitens des Rechts- und Linkspopulismus erkannt.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Di 11. Dez 2018, 10:43

JJazzGold hat geschrieben:(11 Dec 2018, 10:22)

Auch, das ist richtig. Meine persönliche Ansicht, den Gabriel hat man zu schnell abgesägt, aber das ist nur die Ansicht aus der Distanz. Was innerhalb der SPD alles gelaufen ist, davon weiß ich ja nichts. Nur scheint sich die SPD auch nach Gabriel nicht wirklich zu erholen und wenn man schon so am Boden liegt, dann wäre ein charismatisch Ausgestatteter nicht schlecht. Nur kann ich eine solche Person in der SPD weit und breit nicht entdecken.


Ich zieh den Beitrag mal hierher. Ist wohl besser aufgehoben hier.

Die ganzen Parteien kranken meiner Meinung nach an Charismatikern, egal wo.
Nur die SPD trifft es noch härter, weil sie sich in der Gro-Ko hat auffressen lassen und das Schrödertrauma nicht überwinden kann.
Und da war aber Gabriel Vollstrecker und Erbe zugleich. Was ihn bei weiten Teilen der ehemaligen SPD-Wählerschaft ebenfalls für nicht mehr wählbar macht.

Und wenn ich in die zweite Reihe - in die Landesparlamente - schaue, dann sieht es nicht viel besser aus.
Da hast du zwar eine Manu Dreyer, die aber nicht mehr werden möchte als Vize und MP in RPF oder den Weil, der aber schon wieder in der Niedersachsen Connection mitmacht. Nebenbei ist da noch ein Ding aus seiner Zeit als OB Hannover am hochkochen.
Aber dann............ Sagt dir ein Herr Andreas Stoch was? Oder eine Frau Anke Rehlinger?
Vielleicht ja ein Herr Martin Dulig?
Hast du gewusst, das Tiefensee Landesvorsitzender Thüringen ist????
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Di 11. Dez 2018, 11:03

Alexyessin hat geschrieben:(11 Dec 2018, 10:43)

Ich zieh den Beitrag mal hierher. Ist wohl besser aufgehoben hier.

Die ganzen Parteien kranken meiner Meinung nach an Charismatikern, egal wo.
Nur die SPD trifft es noch härter, weil sie sich in der Gro-Ko hat auffressen lassen und das Schrödertrauma nicht überwinden kann.
Und da war aber Gabriel Vollstrecker und Erbe zugleich. Was ihn bei weiten Teilen der ehemaligen SPD-Wählerschaft ebenfalls für nicht mehr wählbar macht.

Und wenn ich in die zweite Reihe - in die Landesparlamente - schaue, dann sieht es nicht viel besser aus.
Da hast du zwar eine Manu Dreyer, die aber nicht mehr werden möchte als Vize und MP in RPF oder den Weil, der aber schon wieder in der Niedersachsen Connection mitmacht. Nebenbei ist da noch ein Ding aus seiner Zeit als OB Hannover am hochkochen.
Aber dann............ Sagt dir ein Herr Andreas Stoch was? Oder eine Frau Anke Rehlinger?
Vielleicht ja ein Herr Martin Dulig?
Hast du gewusst, das Tiefensee Landesvorsitzender Thüringen ist????


Dulig und Tiefensee sind mir bekannt, Rehlinger auch, das ist doch die Frau mit der Bierdeckel Erbschaftssteuer, Stoch sagt mir nichts, den müsste ich ergoogeln. Das mache ich jetzt mal.
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