Die Zukunft der SPD

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Wähler
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 13. Okt 2018, 08:41

Odin1506 hat geschrieben:(13 Oct 2018, 08:23)
Na dann schau dir doch mal an wann die Talfahrt der SPD begann.
Wenn die Linke nicht wäre, bräuchten wir keine Parteien mehr, weil alles was sonst so in der Regierung und auf der Oppositionsbank sitzt, ein einziger neoliberaler Einheitsbrei ist.
Das einzige was diese Parteien noch unterscheidet sind kleinere Konzepte. Aber alle sind sich einig, wenn es um ihren Machterhalt und um ihre Diäten geht.

Tiefgreifende Veränderungen in der Parteienlandschaft gibt es auch in den banachbarten EU-Staaten. Die gesellschaftlichen Milieus sind durch den Fall der Mauer, die Europäisierung und Globalisierung, die Digitalisierung und durch zunehmende Migration stärker im Umbruch, als in den 50 Jahren davor. Das ist mit einer gewissen Orientierungslosigkeit und Unsicherheit verbunden und damit eine große Herausforderung für alle politische Parteien und soziale Bewegungen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Odin1506 » Sa 13. Okt 2018, 10:28

Wähler hat geschrieben:(13 Oct 2018, 09:41)

Tiefgreifende Veränderungen in der Parteienlandschaft gibt es auch in den banachbarten EU-Staaten. Die gesellschaftlichen Milieus sind durch den Fall der Mauer, die Europäisierung und Globalisierung, die Digitalisierung und durch zunehmende Migration stärker im Umbruch, als in den 50 Jahren davor. Das ist mit einer gewissen Orientierungslosigkeit und Unsicherheit verbunden und damit eine große Herausforderung für alle politische Parteien und soziale Bewegungen.


Also das würde ich so nicht stehen lassen.
Die SPD hat durch ihre Agenda 2010 ihre Wähler verschreckt. DIe Märkte sollten sich selber regulieren (ein Wahnsinn sowas zu glauben). Dadurch wurden die Wähler zu tiefst verunsichert. Warum glaubst du denn ist die SPD nach inkrafttreten der Agenda 2010 so tief gerutscht? Das hat kaum was mit der Globalisierung zu tun. Die SPD ist doch nur noch ein leicht linker Abklatsch der CDU/CSU/FDP/Grüne und AfD. Wir haben 6 neoliberale Parteien im Bundestag und 1 Partei die verzweifelt versucht dagegen zu halten. Wobei diese 6 Parteien ihren Namen nicht im geringsten verdient haben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » So 14. Okt 2018, 06:51

Wähler hat geschrieben:(13 Oct 2018, 09:41)
Tiefgreifende Veränderungen in der Parteienlandschaft gibt es auch in den banachbarten EU-Staaten. Die gesellschaftlichen Milieus sind durch den Fall der Mauer, die Europäisierung und Globalisierung, die Digitalisierung und durch zunehmende Migration stärker im Umbruch, als in den 50 Jahren davor. Das ist mit einer gewissen Orientierungslosigkeit und Unsicherheit verbunden und damit eine große Herausforderung für alle politische Parteien und soziale Bewegungen.

Odin1506 hat geschrieben:(13 Oct 2018, 11:28)
Also das würde ich so nicht stehen lassen.
Die SPD hat durch ihre Agenda 2010 ihre Wähler verschreckt. DIe Märkte sollten sich selber regulieren (ein Wahnsinn sowas zu glauben). Dadurch wurden die Wähler zu tiefst verunsichert. Warum glaubst du denn ist die SPD nach inkrafttreten der Agenda 2010 so tief gerutscht? Das hat kaum was mit der Globalisierung zu tun. Die SPD ist doch nur noch ein leicht linker Abklatsch der CDU/CSU/FDP/Grüne und AfD. Wir haben 6 neoliberale Parteien im Bundestag und 1 Partei die verzweifelt versucht dagegen zu halten. Wobei diese 6 Parteien ihren Namen nicht im geringsten verdient haben.

Wo ist da jetzt der Widerspruch? Nach dem Fall der Mauer wurde die DDR im weiten Raum deindustrialisiert, die Europäisierung führt zum Outsourcing von Arbeitsplätzen nach Osteuropa und die Globalisierung, Öffnung des Welthandels, bedeutete vor allem verstärkte Konkurrenz aus Südostasien. Die 5 Millionen Arbeitslosen 2005 in Deutschland haben also ihre realwirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Ursachen. Der Neoliberalismus hat die Öffnungen der Märkte seit dem Fall der Mauer vorangetrieben. Die SPD hat mit der Agenda 2010 darauf reagiert mit den bekannten Fehlentwicklungen, vor allem auf dem Leiharbeitsmarkt. Die Union hätte noch eine ganz andere Agenda durchzudrücken versucht. Das beliebte SPD-Bashing ist, historisch betrachtet, zu einseitig. Zur Zeit erleben wir eine starke Gegenbewegung in der versuchten Renationalisierung der USA durch Trump.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Odin1506 » So 14. Okt 2018, 07:26

Wähler hat geschrieben:(14 Oct 2018, 07:51)

Wo ist da jetzt der Widerspruch? Nach dem Fall der Mauer wurde die DDR im weiten Raum deindustrialisiert, die Europäisierung führt zum Outsourcing von Arbeitsplätzen nach Osteuropa und die Globalisierung, Öffnung des Welthandels, bedeutete vor allem verstärkte Konkurrenz aus Südostasien. Die 5 Millionen Arbeitslosen 2005 in Deutschland haben also ihre realwirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Ursachen. Der Neoliberalismus hat die Öffnungen der Märkte seit dem Fall der Mauer vorangetrieben. Die SPD hat mit der Agenda 2010 darauf reagiert mit den bekannten Fehlentwicklungen, vor allem auf dem Leiharbeitsmarkt. Die Union hätte noch eine ganz andere Agenda durchzudrücken versucht. Das beliebte SPD-Bashing ist, historisch betrachtet, zu einseitig. Zur Zeit erleben wir eine starke Gegenbewegung in der versuchten Renationalisierung der USA durch Trump.


Da hast du allerdings recht. Wenn man sich die Plakate von 1991 der CDU anschaut, könnte man es heute mit denen der AfD vergleichen.
Quelle: https://www.mimikama.at/volksverpetzer/cdu-asyl-1991/
Nur das die SPD, die bis Gerhard Schröder sich die "Partei des kleinen Mannes" nannte, sich gegen ihre Wähler wendet, ist es kein Wunder wenn sie in der Versenkung verschwindet.
Wie ich schon schrieb, haben wir im Bundestag 6 neoliberale Parteien, eine davon ist auch noch braun angehaucht, um es vorsichtig auszudrücken, und eine Partei, die versucht dagegen zu halten.
Der Wähler muß sich ja, Entschuldigung für diesen Ausdruck, verarscht vorkommen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » So 14. Okt 2018, 08:43

Wähler hat geschrieben:(14 Oct 2018, 07:51)
Wo ist da jetzt der Widerspruch? Nach dem Fall der Mauer wurde die DDR im weiten Raum deindustrialisiert, die Europäisierung führt zum Outsourcing von Arbeitsplätzen nach Osteuropa und die Globalisierung, Öffnung des Welthandels, bedeutete vor allem verstärkte Konkurrenz aus Südostasien. Die 5 Millionen Arbeitslosen 2005 in Deutschland haben also ihre realwirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Ursachen. Der Neoliberalismus hat die Öffnungen der Märkte seit dem Fall der Mauer vorangetrieben. Die SPD hat mit der Agenda 2010 darauf reagiert mit den bekannten Fehlentwicklungen, vor allem auf dem Leiharbeitsmarkt. Die Union hätte noch eine ganz andere Agenda durchzudrücken versucht. Das beliebte SPD-Bashing ist, historisch betrachtet, zu einseitig. Zur Zeit erleben wir eine starke Gegenbewegung in der versuchten Renationalisierung der USA durch Trump.

Odin1506 hat geschrieben:(14 Oct 2018, 08:26)
Da hast du allerdings recht. Wenn man sich die Plakate von 1991 der CDU anschaut, könnte man es heute mit denen der AfD vergleichen.
Quelle: https://www.mimikama.at/volksverpetzer/cdu-asyl-1991/
Nur das die SPD, die bis Gerhard Schröder sich die "Partei des kleinen Mannes" nannte, sich gegen ihre Wähler wendet, ist es kein Wunder wenn sie in der Versenkung verschwindet.
Wie ich schon schrieb, haben wir im Bundestag 6 neoliberale Parteien, eine davon ist auch noch braun angehaucht, um es vorsichtig auszudrücken, und eine Partei, die versucht dagegen zu halten.
Der Wähler muß sich ja, Entschuldigung für diesen Ausdruck, verarscht vorkommen.

Es ist noch nicht ausgemacht, dass sich Grüne und AfD zu neoliberalen Parteien entwickeln. Ich selbst lebe in einem grünen Milieu von neugegründeten Wohnungsbaugenossenschaften in München. Die AfD könnte vor allem für die SPD und die Linke noch viel gefährlicher werden, wenn sie eine Sozialpolitik wie die Cinque Stelle in Italien verfolgt.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 15. Okt 2018, 21:47

Die SPD hat als politisch bedeutende Partei langfristig gesehen wohl keine Zukunft mehr, sie wird schlicht nicht mehr gebraucht all relevanten Zukunft wichtigen Politikfelder ( Flüchtlings und Migrationspolitik, Digitalisierung ,Umwelt und Klimaschutzpolitik) sind von anderen Parteien besetzt, und die SPD folgt dem europäischen Trend der Sozialdemokratie insgesamt.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon KarlRanseier » Mo 15. Okt 2018, 22:01

Odin1506 hat geschrieben:(14 Oct 2018, 08:26)

Da hast du allerdings recht. Wenn man sich die Plakate von 1991 der CDU anschaut, könnte man es heute mit denen der AfD vergleichen.
Quelle: https://www.mimikama.at/volksverpetzer/cdu-asyl-1991/
Nur das die SPD, die bis Gerhard Schröder sich die "Partei des kleinen Mannes" nannte, sich gegen ihre Wähler wendet, ist es kein Wunder wenn sie in der Versenkung verschwindet.
Wie ich schon schrieb, haben wir im Bundestag 6 neoliberale Parteien, eine davon ist auch noch braun angehaucht, um es vorsichtig auszudrücken, und eine Partei, die versucht dagegen zu halten.
Der Wähler muß sich ja, Entschuldigung für diesen Ausdruck, verarscht vorkommen.



Sehe ich ähnlich. Ich spiele mit dem Gedanken, selbst eine Ein-Programmpunkt-Partei zu gründen. Einzige Parole: "Der Mittelstand muss NICHT entlastet werden". Damit wäre meine Partei in diesem Punkt eine klare Alternative zu allen anderen, abgesehen von den Linken. Aber mir können die Spaßvögel aufgrund meines Alters keine negative DDR-Vergangenheit andichten.

Wenn das Moslem-Bashing der AfD für 14 % reicht, dann sollte doch meine wesentlich intelligentere Parole für 40 % reichen. Und wenn nicht, dann wird eben gegen Sachsen gestänkert! :D
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Di 16. Okt 2018, 06:12

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Oct 2018, 22:47)
Die SPD hat als politisch bedeutende Partei langfristig gesehen wohl keine Zukunft mehr, sie wird schlicht nicht mehr gebraucht all relevanten Zukunft wichtigen Politikfelder ( Flüchtlings und Migrationspolitik, Digitalisierung ,Umwelt und Klimaschutzpolitik) sind von anderen Parteien besetzt, und die SPD folgt dem europäischen Trend der Sozialdemokratie insgesamt.

Die sozialdemokratischen Parteien kümmern sich zu wenig um die Verlierer der Globalisierung beziehungsweise Europäisierung, sowie der Digitalisierung. In Deutschland arbeitet jeder fünfte in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen, in Ostdeutschland fast jeder dritte. Die Wohnungmisere in den Ballungsräumen kommt hinzu. Der Ausstieg aus der Braunkohle in Ostdeutschland wird eine ganze Region verarmen, wenn nicht ein Strukturwandel massiv öffentlich gefördert wird. Die politische Linke in Deutschland ist in einem orientierungslosen Zustand, ohne Bereitschaft und Fähigkeit zur Parteienkooperation.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Odin1506 » Di 16. Okt 2018, 06:48

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Oct 2018, 23:01)

Sehe ich ähnlich. Ich spiele mit dem Gedanken, selbst eine Ein-Programmpunkt-Partei zu gründen. Einzige Parole: "Der Mittelstand muss NICHT entlastet werden". Damit wäre meine Partei in diesem Punkt eine klare Alternative zu allen anderen, abgesehen von den Linken. Aber mir können die Spaßvögel aufgrund meines Alters keine negative DDR-Vergangenheit andichten.

Wenn das Moslem-Bashing der AfD für 14 % reicht, dann sollte doch meine wesentlich intelligentere Parole für 40 % reichen. Und wenn nicht, dann wird eben gegen Sachsen gestänkert! :D


Ich hätte da eine tolle Idee für eine neue Partei, die lautet die Partei der Ahnungslosen. Das einzige Programm: Wir wählen alles (wenn der Preis stimmt).
Vllt bekommen wir ja die SPD wieder hoch. :D
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Di 16. Okt 2018, 23:36

Während ihre Partei auf den Hund gekommen ist, ist Nahles aufs Pferd gekommen

https://www.bild.de/politik/inland/poli ... .bild.html
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon unity in diversity » Mi 17. Okt 2018, 03:48

Senexx hat geschrieben:(17 Oct 2018, 00:36)

Während ihre Partei auf den Hund gekommen ist, ist Nahles aufs Pferd gekommen

https://www.bild.de/politik/inland/poli ... .bild.html

Die armen Pferde.
Nahles trägt derweil die gleichen unförmigen Hosenanzüge, wie ihr klobiges Vorbild.
Beide wollen den Menschen „dort draussen“ ihre Politik näherbringen.
Also, dort die Menschen und drinnen die noch nicht richtig verstandenen Aliens?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Mi 17. Okt 2018, 06:20

unity in diversity hat geschrieben:(17 Oct 2018, 04:48)

Die armen Pferde.
Nahles trägt derweil die gleichen unförmigen Hosenanzüge, wie ihr klobiges Vorbild.
Beide wollen den Menschen „dort draussen“ ihre Politik näherbringen.
Also, dort die Menschen und drinnen die noch nicht richtig verstandenen Aliens?


"Politik näherbringen" klingt nach: "Den Deppen klarmachen, was sie gefälligst zu unterstützen haben".
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » So 21. Okt 2018, 09:02

Zeit 21. Oktober 2018 Die SPD müsse ihr linkes Profil schärfen, sagt der frühere Fraktionsvorsitzende. Dazu gehöre die Unterstützung von Geringverdienern und Lohngleichheit in Ost und West.
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... olkspartei
"Oppermann lehnte Vorschläge ab, die SPD solle künftig nicht mehr versuchen, eine Politik für alle Interessengruppen anzubieten. "Die Volksparteien bedienen im Gegensatz zu populistischen Parteien das ganze Spektrum der Politik und bieten Antworten auf alle Fragen, die für die Bürgerinnen und Bürger wichtig sind: Rente, Lohnentwicklung, Bildung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, schnelles Internet, moderne Verkehrswege, aber auch wie wir uns vor den negativen Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung schützen.""
Oppermann ist es in seiner Zeit als Fraktionsvorsitzender und Asylrechtsexperte nicht gelungen, ein Einwanderungsgesetz voran zu bringen. Das Thema Leiharbeit und Tarifbindung in Ost-Deutschland hat die SPD zur Zeit nicht auf dem Radar. In der Europapolitik hat sich der SPD-Finanzminister inzwischen zu einem Vorschlag aufgerafft. Aber auch die SPD blickt zu wenig über den nationalen Tellerrand hinaus.
siehe auch:
SZ Koalitionstracker Woran sich die Bundesregierung messen lassen muss
https://www.sueddeutsche.de/politik/bun ... -1.3959524
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 21. Okt 2018, 11:11

Wähler hat geschrieben:(21 Oct 2018, 10:02)

Zeit 21. Oktober 2018 Die SPD müsse ihr linkes Profil schärfen, sagt der frühere Fraktionsvorsitzende. Dazu gehöre die Unterstützung von Geringverdienern und Lohngleichheit in Ost und West.
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... olkspartei
"Oppermann lehnte Vorschläge ab, die SPD solle künftig nicht mehr versuchen, eine Politik für alle Interessengruppen anzubieten. "Die Volksparteien bedienen im Gegensatz zu populistischen Parteien das ganze Spektrum der Politik und bieten Antworten auf alle Fragen, die für die Bürgerinnen und Bürger wichtig sind: Rente, Lohnentwicklung, Bildung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, schnelles Internet, moderne Verkehrswege, aber auch wie wir uns vor den negativen Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung schützen.""
Oppermann ist es in seiner Zeit als Fraktionsvorsitzender und Asylrechtsexperte nicht gelungen, ein Einwanderungsgesetz voran zu bringen. Das Thema Leiharbeit und Tarifbindung in Ost-Deutschland hat die SPD zur Zeit nicht auf dem Radar. In der Europapolitik hat sich der SPD-Finanzminister inzwischen zu einem Vorschlag aufgerafft. Aber auch die SPD blickt zu wenig über den nationalen Tellerrand hinaus.
siehe auch:
SZ Koalitionstracker Woran sich die Bundesregierung messen lassen muss
https://www.sueddeutsche.de/politik/bun ... -1.3959524


Interessant, dass das Herrn Oppermann jetzt auffällt, nachdem er über Jahre die neoliberalen Positionen der Parteiführung verteidigt hat und die Karre im Dreck steckt. :s
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon sunny.crockett » Mo 22. Okt 2018, 08:20

Wähler hat geschrieben:(21 Oct 2018, 10:02)

Zeit 21. Oktober 2018 Die SPD müsse ihr linkes Profil schärfen, sagt der frühere Fraktionsvorsitzende. Dazu gehöre die Unterstützung von Geringverdienern und Lohngleichheit in Ost und West.


Seit Schröder kümmert man sich bei der SPD ja mehr um Arbeitgeber, als um diejenigen Arbeitnehmer, die zur Stammwählerschaft der Partei gehören. Seit einigen Jahren ist auch noch Konkurenz auf dem Arbeitsmarkt für einfache Tätigkeiten sowie auch Konkurenz um Sozialwohnungen durch die Flüchtlingskrise entstanden. Sogar Frau Wagenknecht hat das vor einigen Jahren schon mal erkannt, wurde von den Linken aber dafür massiv beschimpft.

Ich würde der SPD vorschlagen, Frau Wagenknecht sollte einen Parteiwechsel von den Linken zur SPD machen (Oskar weiß, wie sowas funktioniert) und dort die Leitung mit einem neuen Team übernehmen. Frau Wagenknecht ist bei den Linken ja eh verschenkt. Nahles, Stegner und Konsorten sollten aussortiert werden. Wagenknecht würde man dann auch den Kurswechsel in der SPD abnehmen, also wieder Einsatz für die einfachen Arbeiter, Geringverdiener, Sozialhilfeempfänger, Rentner usw.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mo 22. Okt 2018, 15:52

sunny.crockett hat geschrieben:(22 Oct 2018, 09:20)
Ich würde der SPD vorschlagen, Frau Wagenknecht sollte einen Parteiwechsel von den Linken zur SPD machen (Oskar weiß, wie sowas funktioniert) und dort die Leitung mit einem neuen Team übernehmen. Frau Wagenknecht ist bei den Linken ja eh verschenkt. Nahles, Stegner und Konsorten sollten aussortiert werden. Wagenknecht würde man dann auch den Kurswechsel in der SPD abnehmen, also wieder Einsatz für die einfachen Arbeiter, Geringverdiener, Sozialhilfeempfänger, Rentner usw.

Das könnte sich für die SPD wie ein vergiftetes Übernahmeangebot auswirken. *lol*
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 22. Okt 2018, 21:56

Wähler hat geschrieben:(14 Oct 2018, 09:43)

Es ist noch nicht ausgemacht, dass sich Grüne und AfD zu neoliberalen Parteien entwickeln. Ich selbst lebe in einem grünen Milieu von neugegründeten Wohnungsbaugenossenschaften in München. Die AfD könnte vor allem für die SPD und die Linke noch viel gefährlicher werden, wenn sie eine Sozialpolitik wie die Cinque Stelle in Italien verfolgt.


Dass sehe ich ähnlich, man braucht sich ja nur mal die Wählerwanderungen von SPD und LINKE hin zu AFD bei Wahlen anschauen und dieser Befund ist kein Zufall. Bei AFD und Grünen verhält es sich indes anders diese Parteien sind in fast allen Politikfeldern ideologische Gegenspieler die sich in gewisser Weise gegenseitig bestärken was man auch an den steigenden Umfragewerten der AFD wie auch der Grünen beobachten kann.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Di 30. Okt 2018, 17:10

SZ 29. Oktober 2018 SPD-Plan für große Koalition - Was im Nahles-Papier steht
https://www.sueddeutsche.de/politik/spd ... -1.4189399
So soll das Gute-Kita-Gesetz noch in diesem Jahr im Bundestag verabschiedet werden, "um die Qualität der Betreuung zu verbessern und Freiräume für mehr Gebührenfreiheit zu schaffen". Ein Familienentlastungsgesetz für mehr finanziellen Spielraum von Familien soll ebenfalls noch 2018, ein Familienstärkungsgesetz bis zur Sommerpause 2019 beschlossen werden.

Weiter verlangt die SPD, dass die Grundrente und das Pflegepersonalstärkungsgesetz bis zur Sommerpause 2019 im Kabinett beschlossen werden. Im Arbeitsrecht soll das Qualifizierungschancengesetz noch in diesem Jahr im Bundestag verabschiedet werden, um das Recht auf Weiterbildung zu stärken...Im Kabinett soll zudem bis zur Sommerpause die Einschränkung der sachgrundlosen Befristung und von Kettenbefristungen beschlossen werden.

"Darin solle geregelt werden, welche Vorhaben bis zur im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbarten Halbzeitbilanz im Herbst 2019 umgesetzt sein sollen. "Wir erwarten, dass in zentralen Politikfeldern wesentliche Vorhaben des Koalitionsvertrages bis zur Bestandsaufnahme beschlossen oder auf den gesetzgeberischen Weg gebracht werden.""
Nur in der Sozialpolitik ist eine Linie zu erkennen, in anderen Politikfeldern aber nicht. Die SPD ist zu einer Ein-Themen-Partei geworden.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 31. Okt 2018, 07:41

Die SPD auf der Suche nach einem Profilschärfer. Nur - woher nehmen und nicht stehlen?

Man müsse mutig sein, provozieren und zuspitzen, sagte der 71-jährige Steinbrück. Dazu sei ein Wechsel an der Parteispitze nötig. "Das läuft darauf hinaus, dass die SPD eher eine Person wie Bernie Sanders braucht, nur 30 Jahre jünger". Der Senator habe mit "der Geschichte eines gerechteren Amerika" mobilisiert und jene um sich versammelt, "die Fairness vermissen und in guter Nachbarschaft leben wollen".

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 9-amp.html
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Ammianus » Mi 31. Okt 2018, 10:14

JJazzGold hat geschrieben:(31 Oct 2018, 07:41)

Die SPD auf der Suche nach einem Profilschärfer. Nur - woher nehmen und nicht stehlen?

Man müsse mutig sein, provozieren und zuspitzen, sagte der 71-jährige Steinbrück. Dazu sei ein Wechsel an der Parteispitze nötig. "Das läuft darauf hinaus, dass die SPD eher eine Person wie Bernie Sanders braucht, nur 30 Jahre jünger". Der Senator habe mit "der Geschichte eines gerechteren Amerika" mobilisiert und jene um sich versammelt, "die Fairness vermissen und in guter Nachbarschaft leben wollen".

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 9-amp.html


Die Forderung nach einem Mindestlohn von 12 Euro wäre da schon mal ein Anfang. Immerhin wüsste manch potentieller Wähler dann wieder, was der seltsam geschwungene Buchstabe am Anfang des Parteinamens bedeutet.

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