Die Zukunft der SPD

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yogi61
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mo 22. Jan 2018, 10:39

pikant hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:26)

Dreyer oder Schwesig - Lauterbach ist auch so ein Dampfrehner, wo ich ihn noch sagen hoerte, dass ohne ein Buergerversicherung die Chancen fuer eine Koalition praktisch null seien - auf dem Parteitag forderte er Realismus ein, auch wenn man nicht alles durchgesetzt habe - zweiter Ralf Stegner, der auch massloch von einigen ueberschaetzt wurde und der im Wenden staerker als Schulz scheint.

wenn man noch mehr Power will und auf Jugend setzt, dann Johanna Ueckermann.


Lauterbach kann sich nicht durchsetzen, weil das Thema Gesundheit und Pflege der Führung der Sozialdemokraten nicht so wichtig ist, wie sie immer tut.
Gesundheit und Pflege ist kompliziert und sehr komplex, deswegen kann man sich an die letzte wirkliche Gesundheitsreform auch kaum noch erinnern. Es ist aber so, dass das eins der drängendsten Zukunfstthemen überhaupt ist, auch wenn alles in den letzten Jahren von der Flüchtlingsproblematik überlagert wurde. Das Thema Gesundheit und Pflege darf man aber nicht weiter Stümpern wie Herrn Gröhe überlassen. Wenn die CDU/CSU nicht bereit ist, da endlich die Weichen zu stellen,sollte man nicht in so eine Regierung eintreten.
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Dampflok94
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Dampflok94 » Mo 22. Jan 2018, 10:41

Hyde hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:32)

Je niedriger die Arbeitslosenquote ist, umso sicherer werden automatisch die Beschäftigungsverhältnisse, denn in einer umso besseren Position sind Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgebern (wer Teil eines knappen Guts ist, wird begehrt und umworben). Daher halte ich es für sinnvoll, eine Politik zu betreiben, die auf Senkung der Arbeitslosenquote abzielt, und nicht eine Politik zu betreiben, die den Unternehmen und somit dem Beschäftigungsaufbau Steine in den Weg legt. Wer die Arbeitslosenquote senkt, stärkt die Arbeitnehmer, wer die Arbeitslosenquote erhöht, schwächt die Arbeitnehmer, das ist das gültige Prinzip.

Das sehe ich völlig anders. Diese ganzen Mac-Jobs, Leiharbeit, befristete Stellen usw. senken auch die Arbeitslosigkeit. Das führt aber nur zu prekärer Beschäftigung und die ist nicht nachhaltig. "Sozial ist was Arbeit schafft" war Unsinn und bleibt es auch.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon yogi61 » Mo 22. Jan 2018, 10:42

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:35)

Fußball? Ich glaube, es hakt.

Früher war ja alles besser ;) Da durfte ein Willy Brandt zweimal sein Wahlziel verfehlen und ein drittes mal antreten. Heute kaum noch vorstellbar. (Wobei ich durchaus sehe, daß Brandt immerhin 1961 und 1965 jeweils Stimmenzuwächse erzielte.) Nun will ich Schulz nicht Brandt gleichstellen, beileibe nicht. Aber mit "hat das Ziel nicht erreicht, muß weg" macht man es sich denn doch etwas sehr einfach. Muß jede Partei die Stimmen verliert ihren Chef absägen? Gibt es da einen Automatismus?


Mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten musss es einen Automatismus geben. Was ist denn das für ein Signal, wenn ein Spitzenkandidat schwere taktische Fehler macht und dann an der Spitze bleibt? Da kann sich die Partei gleich verabschieden.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mo 22. Jan 2018, 10:43

Senexx hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:34)

Dreyer hat das schon ausgeschlossen. Die leidet an - glaube ich - MLS.

Lauterbach? Karneval ist noch nicht.


Sie ist Ministerpräsidentin, MLS hin oder her.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon pikant » Mo 22. Jan 2018, 10:43

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:35)

Fußball? Ich glaube, es hakt.

Früher war ja alles besser ;) Da durfte ein Willy Brandt zweimal sein Wahlziel verfehlen und ein drittes mal antreten. Heute kaum noch vorstellbar. (Wobei ich durchaus sehe, daß Brandt immerhin 1961 und 1965 jeweils Stimmenzuwächse erzielte.) Nun will ich Schulz nicht Brandt gleichstellen, beileibe nicht. Aber mit "hat das Ziel nicht erreicht, muß weg" macht man es sich denn doch etwas sehr einfach. Muß jede Partei die Stimmen verliert ihren Chef absägen? Gibt es da einen Automatismus?


natuerlich gibt es keine Automatismus, aber wenn ein neuer Parteivorsitzender von ueber 30% in den Umfragen am Ende auf das schlechteste Ergebnis der SPD in der Nachkriegszeit kommt, hat er was verkehrt gemacht, wenn nicht fast alles.
gestern bei Will ein gebrochener Mann, der sogar zugab, nicht viel seiner Koalitonsgegner erreicht zu haben - Schulz war froh, als Peter Altmeier ihn bravoroes verteidigte.

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon pikant » Mo 22. Jan 2018, 10:45

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:41)

Das sehe ich völlig anders. Diese ganzen Mac-Jobs, Leiharbeit, befristete Stellen usw. senken auch die Arbeitslosigkeit. Das führt aber nur zu prekärer Beschäftigung und die ist nicht nachhaltig. "Sozial ist was Arbeit schafft" war Unsinn und bleibt es auch.


selbst bei dieser Kernfrage der SPD ist man gescheitert.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mo 22. Jan 2018, 10:48

yogi61 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:43)

Sie ist Ministerpräsidentin, MLS hin oder her.


Ist ohnehin irrelevant, meine beste Freundin hat MS. Die Medizin ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass die Krankheit gestoppt wurde, sie seit 10 Jahren keinen Schub mehr hatte und völlig normal leben und arbeiten kann.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Mo 22. Jan 2018, 10:49

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:41)

Das sehe ich völlig anders. Diese ganzen Mac-Jobs, Leiharbeit, befristete Stellen usw. senken auch die Arbeitslosigkeit. Das führt aber nur zu prekärer Beschäftigung und die ist nicht nachhaltig. "Sozial ist was Arbeit schafft" war Unsinn und bleibt es auch.

Es wäre interessant zu wissen, wie viele Sozen selbst prekäre Beschäftigungsverhältnisse vergeben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Mo 22. Jan 2018, 10:49

JJazzGold hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:48)

Ist ohnehin irrelevant, meine beste Freundin hat MS. Die Medizin ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass die Krankheit gestoppt wurde, sie seit 10 Jahren keinen Schub mehr hatte und völlig normal leben und arbeiten kann.

Sieht Frau Dreyer aber für sich nicht so.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon pikant » Mo 22. Jan 2018, 10:50

yogi61 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:42)

Mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten musss es einen Automatismus geben. Was ist denn das für ein Signal, wenn ein Spitzenkandidat schwere taktische Fehler macht und dann an der Spitze bleibt? Da kann sich die Partei gleich verabschieden.


die Vizekanzlerschaft unter einem Kanzler Schulz Merkel anzubieten , war an Groessenwahn fast nicht mehr zu ueberbieten.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon Dampflok94 » Mo 22. Jan 2018, 10:54

yogi61 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:42)

Mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten musss es einen Automatismus geben. Was ist denn das für ein Signal, wenn ein Spitzenkandidat schwere taktische Fehler macht und dann an der Spitze bleibt? Da kann sich die Partei gleich verabschieden.

Herr Schulz ist nach der Wahl erneut zum Parteivorsitzenden gewählt worden. Trotz des Wahlergebnisses. Die SPD hat ja nicht gerade Langmut mit ihren Vorsitzenden. Von daher wird dein Wunsch wohl bald in Erfüllung gehen.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon Alexyessin » Mo 22. Jan 2018, 10:54

pikant hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:43)

natuerlich gibt es keine Automatismus, aber wenn ein neuer Parteivorsitzender von ueber 30% in den Umfragen am Ende auf das schlechteste Ergebnis der SPD in der Nachkriegszeit kommt, hat er was verkehrt gemacht, wenn nicht fast alles.
gestern bei Will ein gebrochener Mann, der sogar zugab, nicht viel seiner Koalitonsgegner erreicht zu haben - Schulz war froh, als Peter Altmeier ihn bravoroes verteidigte.

die SPD braucht jungen frischen Wind und kein Wendehals mit 180Grad im Gespaeck.


Ach pikant, wie auch beim Fußball ist deine Ahnung von der SPD sehr einseitig. Den Vorsitzenden Schulz nach nicht mal einem Jahr wieder zu entlassen bringt der Partei gar nix, außer das die Basis und Wählerschaft nur erneut verunsichert werden, wie es weitergeht.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Hyde » Mo 22. Jan 2018, 10:54

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:41)

Das sehe ich völlig anders. Diese ganzen Mac-Jobs, Leiharbeit, befristete Stellen usw. senken auch die Arbeitslosigkeit. Das führt aber nur zu prekärer Beschäftigung und die ist nicht nachhaltig. "Sozial ist was Arbeit schafft" war Unsinn und bleibt es auch.


Seit einigen Jahren nimmt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich überproportional zu. Und je händeringender Unternehmen nach Arbeitskräften suchen (weil der Arbeitsmarkt leergefegt ist), umso mehr Zugeständnisse müssen die Arbeitgeber den Arbeitnehmern machen, oder andersherum ausgedrückt: umso mehr können sich Arbeitnehmer die Rosinen herauspicken. Das hat nichts mit Unsinn zu tun, sondern mit dem einfachen marktwirtschaftlichen Prinzip, dass knappe Güter (hier: Arbeitskräfte) teuer sind.

Und mal ganz ehrlich: wer es in der heutigen Arbeitsmarktlage nicht schafft, seinen Arbeitgeber davon überzeugen, ihn nach einer gewissen Phase weiter zu beschäftigen, der ist dann in der Regel selbst Schuld. Und demjenigen tut es für die eigene Entwicklung dann vermutlich auch besser, einmal hart auf den Boden der Tatsachen zu fallen, um die entsprechenden Lehren daraus zu ziehen. Bei guter Arbeitsmarktlage wird die entsprechende Person dann auch schnell zu ihrer nächsten Chance bei einem anderen Arbeitgeber kommen können.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mo 22. Jan 2018, 10:55

JJazzGold hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:48)

Ist ohnehin irrelevant, meine beste Freundin hat MS. Die Medizin ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass die Krankheit gestoppt wurde, sie seit 10 Jahren keinen Schub mehr hatte und völlig normal leben und arbeiten kann.


Aber denke mal an Platzeck. Ich glaub schon, das Dreyer es sich gut selbst einschätzen kann, wie weit sie eine Belastung tragen könnte.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Dampflok94 » Mo 22. Jan 2018, 11:02

Hyde hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:54)

Seit einigen Jahren nimmt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich überproportional zu. Und je händeringender Unternehmen nach Arbeitskräften suchen (weil der Arbeitsmarkt leergefegt ist), umso mehr Zugeständnisse müssen die Arbeitgeber den Arbeitnehmern machen, oder andersherum ausgedrückt: umso mehr können sich Arbeitnehmer die Rosinen herauspicken. Das hat nichts mit Unsinn zu tun, sondern mit dem einfachen marktwirtschaftlichen Prinzip, dass knappe Güter (hier: Arbeitskräfte) teuer sind.

Und mal ganz ehrlich: wer es in der heutigen Arbeitsmarktlage nicht schafft, seinen Arbeitgeber davon überzeugen, ihn nach einer gewissen Phase weiter zu beschäftigen, der ist dann in der Regel selbst Schuld. Und demjenigen tut es für die eigene Entwicklung dann vermutlich auch besser, einmal hart auf den Boden der Tatsachen zu fallen, um die entsprechenden Lehren daraus zu ziehen. Bei guter Arbeitsmarktlage wird die entsprechende Person dann auch schnell zu ihrer nächsten Chance bei einem anderen Arbeitgeber kommen können.

Na wenn das alles so toll ist, dann können wir ja die sachgrundlose Befristung abschaffen. Brauchen wir ja dann gar nicht.

Und hier die Schuld auf den Arbeitnehmer zu schieben -selbst schuld- geht gar nicht. Wenn jemand beispielsweise ein guter Handwerker ist, dann ist er noch lange kein guter Verhandler. Man muß Arbeitnehmer schützen und kann ihnen nicht die ganze Verantwortung überhelfen. Deswegen bin ich Betriebsrat und Gewerkschafter.
Weil eben viele Arbeitnehmer eben nicht durchsetzungsstark sind. Ihnen das anzulasten ist daneben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Mo 22. Jan 2018, 11:04

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Jan 2018, 11:02)

Na wenn das alles so toll ist, dann können wir ja die sachgrundlose Befristung abschaffen. Brauchen wir ja dann gar nicht.

Die wird aber gebraucht. Um die Arbeitnehmer besser ausbeuten zu können.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon pikant » Mo 22. Jan 2018, 11:08

Alexyessin hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:54)

Ach pikant, wie auch beim Fußball ist deine Ahnung von der SPD sehr einseitig. Den Vorsitzenden Schulz nach nicht mal einem Jahr wieder zu entlassen bringt der Partei gar nix, außer das die Basis und Wählerschaft nur erneut verunsichert werden, wie es weitergeht.


habe noch nie eine Basis und Waehlerschaft der SPD gesehen, die nicht verunsicherter ist, als zur Zeit.
Schulz erreicht grosse Teile der Basis nicht mehr, wie wir gestern eindrucksvoll gesehen haben und ist mit seinen Wendungen einfach unglaubwuerdig geworden.
nuetzt uebrigens auch nichts, Ruhe in die SPD zu bekommen um dann am Ende nochmals das desastroese Ergebnis von SPD Schulz von 20.5% nach unten zu toppen.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon Alexyessin » Mo 22. Jan 2018, 11:13

pikant hat geschrieben:(22 Jan 2018, 11:08)

habe noch nie eine Basis und Waehlerschaft der SPD gesehen, die nicht verunsicherter ist, als zur Zeit.
Schulz erreicht grosse Teile der Basis nicht mehr, wie wir gestern eindrucksvoll gesehen haben und ist mit seinen Wendungen einfach unglaubwuerdig geworden.
nuetzt uebrigens auch nichts, Ruhe in die SPD zu bekommen um dann am Ende nochmals das desastroese Ergebnis von SPD Schulz von 20.5% nach unten zu toppen.


So ein Schmarrn, Schulz gerade erreicht die Basis viel mehr als es Gabriel, Steinmeier, Beck und Platzeck vorher konnten. Selbst Müntefering war an der Basis nicht beliebt, den rettete viel sein NRW Stallgeruch. Geh doch mal in die Ortsvereine, rede mit den Sozialdemokraten vor Ort, dann wirst du verstehen können, was ich meine.
Schulz hatte gestern nicht seinen besten Auftritt - aber ich glaube auch nicht, das er diese Seite spielen wollte. Das war die Aufgabe für Niedersachsen Paule und für die neue Frontfrau. So konnte er Brücken bauen, Verständnis in Richtung der Zweifler zeigen, die Basis berühren. Und hat nebenbei einen Parteitag durchgezogen, der für alle Parteien in Zukunft ein Maßstab sein wird. In Sachen demokratischer Rede, Aussprache usw.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Mo 22. Jan 2018, 11:15

Alexyessin hat geschrieben:(22 Jan 2018, 10:55)

Aber denke mal an Platzeck. Ich glaub schon, das Dreyer es sich gut selbst einschätzen kann, wie weit sie eine Belastung tragen könnte.


Das kann sie auf alle Fälle, weil sie gezwungen ist, sich mit dieser Krankheit intensiv auseinander zu setzen. Stress, Hitze, etc. sind Faktoren, die einen Schub auslösen können. Nur sind heutzutage blockierende Medikamente verfügbar, so dass auch Stress keinen Schub mehr auslöst. Ich erlebe das seit 15 Jahren bei meiner Freundin mit und die führt beruflich inzwischen ein recht stressiges Leben, was sie aber genießt, partiell Eustress, und das dürfte, wie ich schätze, bei Malu Dreyer nicht anders sein. Weshalb ich den Verweis auf MS für irrelevant halte.
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Re: Unionspolitiker lehnen Zugeständnisse an SPD ab

Beitragvon Dampflok94 » Mo 22. Jan 2018, 11:21

pikant hat geschrieben:(22 Jan 2018, 11:08)
Schulz erreicht grosse Teile der Basis nicht mehr,...

Alexyessin hat geschrieben:(22 Jan 2018, 11:13)
So ein Schmarrn, Schulz gerade erreicht die Basis viel mehr als es Gabriel, Steinmeier, Beck und Platzeck vorher konnten. ...

Und wie genau kommt ihr auf Eure Meinung? Gibt es DIE Basis überhaupt? Ist das große Problem der SPD momentan vielleicht nicht gerade, daß auch in dieser Frage die SPD sehr gespalten ist? Ein Teil wird erreicht ein Teil nicht? Das ist jedenfalls meine Theorie.
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