Werden die Grünen überflüssig werden?

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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Ebiker » Mo 13. Mär 2017, 16:36

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Mar 2017, 11:31)

Sie haben immer Wege aufgezeigt. Es ist ja schon interessant daß die Chinesen zwangsweise grüne Ideen aufgreifen und ganz langsam beginnen diese auch umzusetzen. Die Grünen haben so einiges in Bewegung gesetzt. Nur mit ihnen hat man es geschafft daß im Rhein wieder Fische sind und daß Pseudo-Krupp keine Krankheit mehr ist die man sich vor allem im Ruhrgebiet zuzog. Fahr doch mal nach Bejing und atme tief durch. So wäre es hier auch ohne die Grünen.


Und heute ist für die Grünen Wald nur noch ein Hinderniss beim Ausbau der Windenergie, werden jährlich tausende seltene Vögel und Fledermäuse von WKA geschreddert, hunderte Bäche und kleine Flüsse durch Biogasanlgen vergiftet. Pilzhemmende Gifte werden in erheblichen Maße aus Wärmedämmungen ausgewaschen und in Gewässer/Grundwasser eingebracht.

Ich kann nur jedem raten das Programm der Grünen gründlich zu lesen, Die Flüchtlingskrise des letzten Jahres war ein lauer Wind gegen das was die Grünen und auch die CDU vorhaben.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 13. Mär 2017, 16:43

Ebiker hat geschrieben:(13 Mar 2017, 16:36)

Und heute ist für die Grünen Wald nur noch ein Hinderniss beim Ausbau der Windenergie, werden jährlich tausende seltene Vögel und Fledermäuse von WKA geschreddert, hunderte Bäche und kleine Flüsse durch Biogasanlgen vergiftet. Pilzhemmende Gifte werden in erheblichen Maße aus Wärmedämmungen ausgewaschen und in Gewässer/Grundwasser eingebracht.

Ich kann nur jedem raten das Programm der Grünen gründlich zu lesen, Die Flüchtlingskrise des letzten Jahres war ein lauer Wind gegen das was die Grünen und auch die CDU vorhaben.


Wärmedämmungen sind ein Produkt der chemischen Industrie. Die ist es die den Dämmungsgedanken zu einem Wahnsinn hat werden lassen. Um damit zu verdienen.

Der Rest den du schreibst ist ein ziemlicher Quatsch. Die Alternative zu alternativen Energien ist wesentlich schlechter. Es gibt nun mal keine allumfassend perfekte Lösung wenn die Energie aus der Steckdose kommen soll.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Brainiac » Mo 13. Mär 2017, 17:53

Der General hat geschrieben:(13 Mar 2017, 13:56)

:D Nicht alles wobei man nur ein ismus dran hängen kann, ist gleich eine Politische Ideologie. Umweltschutz ist keine Ideologie, sondern nur ein Begriff. Ökologie hingegen ist Unterteilt in mehreren vielen Kategrorien.

Einverstanden bin ich damit, wenn die Grünen als eine Ökopartei bezeichnet wird die umgangssprachlich für den Schutz der Umwelt vor störenden Einflüssen und Beeinträchtigungen steht. Somit kann man schreiben, dass die Grünen eine Öko-Ideologie verfolgen auch wenn das nicht zu 100% korrekt ist.

Begreife ich weiterhin nicht, zumal du auf meine Ausführungen dazu nicht eingehst, sondern deine Meinung wiederholst. Aber sei's drum.

Mir ging es eigentlich nur darum, dass ich nicht erkennen kann zu welchem Politischen Kompass die Grünen gehören. Die Politische Ideologie ist Abhanden gekommen und das ist für mich ein sehr entscheidenes Kriterium. Früher konnte man Sie noch zum "Mittelinks" Spektrum zuordnen, Heute sind alle Positionen dabei. Liberal,Konservativ,links und auch Neoliberal ! Auch das Personal ist da durchsetzt mit Unterschiedlichen Ideologien Beispiel Kretschmann der ganz klar Konservativ eingestellt ist und allerhöchstens mal eine Grüne Krawatte trägt.

Dass die Grünen nicht in eine deiner Schubladen passen, heisst aber eben nicht, dass sie überflüssig seien. Es gibt halt noch ein paar mehr politische Dimensionen als dieses ewige links-rechts-Schema.

Ich hatte das auch eher aus Wählersicht beschrieben. Mit der (Historischen) Energiewende, ob die nun gut oder schlecht ist sei dahingestellt, wurden die Wählerinnen und Wähler mehr als ausreichend befriedigt.

Im übrigen gibt es doch eindeutige Zahlen und Fakten, die meine Meinung belegen.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 12997.html

Der Umweltschutz zählt nach Meinung eines großen Teils der Bundesbürger nicht mehr zu den wichtigsten Problemen Deutschlands.

...

Während der Umweltschutz damals auf Platz zwei in der Rangliste politischer Aufgabenfelder gelegen habe, sei er inzwischen auf Rang fünf gefallen, so das Ergebnis der Befragung, die laut „Zeit Online“ im Sommer vergangenen Jahres durchgeführt wurde. Wichtiger ist den Bürgern demnach die soziale Sicherung (37 Prozent), die Wirtschafts- und Finanzpolitik (29), die Rentenpolitik (24) und der Themenbereich Kriminalität, Frieden, Sicherheit (20 Prozent).

Und das, ich wiederhole mich, ist eben nur im Moment so und wird sich vermutlich wieder ändern, wenn es neue brisante Umweltthemen gibt.

Für DICH, (als vielleicht Grüner) braucht es das Original, weil für DICH Umweltschutz an erster Stelle steht. Ich kann das verstehen und kann auch Dein Argument nachvollziehen. Die Mehrheit sieht das jedoch anders und hält die aktuelle Umweltpolitik für ausreichend, daher wählt man auch nicht mehr die Grünen.

Wenn du mit "man" die 90-95% meinst, die vermutlich nicht die Grünen wählen werden, magst du recht haben. Es sind aber nicht 100%. Auch zukünftig nicht.

Nein, eigentlich bin ich nicht (primär) Grüner, sondern stehe am ehesten der FDP nahe. Ich akzeptiere aber die politisch/gesellschaftlich nach wie vor wichtige Rolle der Grünen, und was hier im Strang anfangs an Bashing ablief, war mir einfach zu dummblöd.

Ja in Umfragen, danach hat die Regierung bzw. auch andere Parteien dieses Feld besetzt und das Ergebniss der Grünen war letztendlich 8,4%.

Gut genug, unter den Umständen. Eine andere Partei flog komplett raus.

Auch die Feinstaubbelastung in Städten wird doch schon massiv angegangen, auch dazu braucht man nicht mehr die Grünen.

Noch einmal: Umweltschutz ist Wichtig, allerdings wird dieses Thema ausreichend von anderen Parteien besetzt. Eine Partei die nur dieses Kernthema Kompetent aufbieten kann ist Überflüssig, dass ist meine Persönliche Meinung.

grüsse

Das habe ich verstanden, ich sehe es aber deutlich anders, die Gründe habe ich genannt.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 14. Mär 2017, 08:36

Hyde hat geschrieben:(13 Mar 2017, 15:13)

Ich finde nicht, dass Göring Eckardt konservativ ist. Das einzig konservative an ihr ist, dass sie Mitglied der protestantischen Kirche ist.

Ich hab' das ja noch vorsichtig formuliert. Mitte 2015 erschien unter der Überschrift "Der rechte Weg zur Macht. Sozialpolitik? Geschenkt. Kriegseinsätze? Immer her damit. Reichensteuer? Beerdigt. Die Grünen umarmen die CDU" in der (eigentlich traditionell Grünen-aufgeschlossenen) TAZ ein Essay. Darin heißt es:
Die Fraktionschefin der Grünen will Bodentruppen nach Syrien schicken. Die Osteuropaexpertin Marieluise Beck kokettiert mit Waffenlieferungen in die Ukraine. Der Parteivorsitzende Cem Özdemir wiederum wirbt für eine EU-Armee. Entschuldigung, wo bitte geht’s zum Krieg? In der Außenpolitik sind die Grünen für jede Idee zu haben, solange sie zwei Bedingungen erfüllt: Sie muss Schlagzeilen produzieren und die Regierung rechts überholen.

http://www.taz.de/!5010947/
Und mit "Fraktionschefin" ist eben jene "progressive" Göring-Eckardt gemeint. Seltsame Auffassung von Progressivität.

Und die jüngere und jüngste Entwicklung der Grünen sieht - jedenfalls was Personalentscheidungen anbetrifft - nicht so aus, als ob es im Vergleich zu 2015 da irgendeine entscheidende Wende gibt.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Katenberg » Di 14. Mär 2017, 13:12

Nun, die Grünen verkaufen ein Lebensgefühl aus "Deutschland verrecke", Islamromantik, Besserwisserei Sozialismus, Feminismus und Spießigkeit. Sie stehen damit zwar in direkter Konkurrenz zu Linkspartei und Grünen, legen ihren Schwerpunkt jedoch weniger in der Sozialpolitik. Ob sie überflüssig sind entscheidet schließlich der Wähler. Meiner Meinung nach erübrigt sich diese Partei für eine konstruktive Regierungsführung.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 14. Mär 2017, 13:30

Katenberg hat geschrieben:(14 Mar 2017, 13:12)

Nun, die Grünen verkaufen ein Lebensgefühl aus "Deutschland verrecke", Islamromantik, Besserwisserei Sozialismus, Feminismus und Spießigkeit. Sie stehen damit zwar in direkter Konkurrenz zu Linkspartei und Grünen, legen ihren Schwerpunkt jedoch weniger in der Sozialpolitik. Ob sie überflüssig sind entscheidet schließlich der Wähler. Meiner Meinung nach erübrigt sich diese Partei für eine konstruktive Regierungsführung.

Das sind doch keine politischen Analysen! Das ist dein persönliches "Lebensgefühl" gegenüber dem Lebensgefühl derer, von denen du meinst, sie hätten den "Grünen" ein "Lebensgefühl abgekauft" statt sie wegen ihrer politischen Programmatik zu wählen. Eine politische Analyse orientiert sich an konkreten Programmen, Aussagen, Aktionen, Gesetzesvorschlägen.

Ich nehme aus der Aufreihung nur einmal das Schlagwort "Islamromantik" heraus und setze den einen entsprechenden Absatz aus dem vorläufigen aktuellen Wahlprogramm der Grünen (Stand heute) dagegen:

Für uns Grünen gehört auch der Islam zu Deutschland. Wir wollen islamische Gemeinschaften, die ihren Glauben als Teil der offenen Gesellschaft leben, mit Imamen und islamischen Religionslehrer*innen, die an deutschen Hochschulen ausgebildet worden sind. Islamische Gemeinschaften können und sollen als Religionsgemeinschaften anerkannt werden, wenn sie die rechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllen: orientiert am religiösen Bekenntnis und nicht politisch oder sprachlich begründet. Sie können dann auch den Körperschaftsstatus erlangen und gegenüber den Kirchen gleichberechtigt werden. Die vier großen muslimischen Verbände DİTİB, Islamrat, Zentralrat der Muslime, V.I.K.Z. erfüllen aus grüner Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht die vom Grundgesetz geforderten Voraussetzungen. Wenn sie sich neu aufstellen, können sie zu islamischen Glaubensgemeinschaften in Deutschland werden. Es ist jedoch inakzeptabel, dass Verbände aus dem Ausland gesteuert und zu politischen Zwecken bis hin zu Spitzeltätigkeiten genutzt werden.

(https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Gruener_Bundestagswahlprogrammentwurf_2017.pdf

Da wird nicht im mindesten ein "Lebensgefühl" umschrieben sondern konkrete Forderungen gestellt: Von der Ausbildung der Imame und Religionslehrer an deutschen Hochschulen bis hin zur Aberkennung des Religionsgemeinschaftsstatus der muslimischen Verbände. Ob sie sinnvoll sind, ist noch eine andere Frage.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Katenberg » Di 14. Mär 2017, 13:39

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Mar 2017, 13:30)

Das sind doch keine politischen Analysen! Das ist dein persönliches "Lebensgefühl" gegenüber dem Lebensgefühl derer, von denen du meinst, sie hätten den "Grünen" ein "Lebensgefühl abgekauft" statt sie wegen ihrer politischen Programmatik zu wählen. Eine politische Analyse orientiert sich an konkreten Programmen, Aussagen, Aktionen, Gesetzesvorschlägen.

Ich nehme aus der Aufreihung nur einmal das Schlagwort "Islamromantik" heraus und setze den einen entsprechenden Absatz aus dem vorläufigen aktuellen Wahlprogramm der Grünen (Stand heute) dagegen:


(https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Gruener_Bundestagswahlprogrammentwurf_2017.pdf

Da wird nicht im mindesten ein "Lebensgefühl" umschrieben sondern konkrete Forderungen gestellt: Von der Ausbildung der Imame und Religionslehrer an deutschen Hochschulen bis hin zur Aberkennung des Religionsgemeinschaftsstatus der muslimischen Verbände. Ob sie sinnvoll sind, ist noch eine andere Frage.


Sie werden mir wohl zustimmen, dass politische Gefühle das Hauptprodukt von Parteien ist. Abgesehen von den plakativen Hauptforderung liest nur eine Minderheit Parteiprogramm, zumal ich diese in ihrem Wert auch nicht sehr hoch anziehe.
Bei der Gegenagitation zu den Grünen fällt eben auch auf, dass diese gefühlsmäßig auch gerne mal als reine Naturschutzpartei gesehen werden, auch wenn die Unterpunkte von fast allen Parteien vertreten werden. Die Grünen können sich dementsprechend immer über das aus ihrer (Schein-)Identität rührende Lebensgefühl verkaufen. Wie die NPD dort ihre Hochburgen hat, wo es kaum Ausländer gibt, haben Grüne dort Hochburg, wo es gar keine Natur gibt ^^
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Der General » Di 14. Mär 2017, 13:52

Brainiac hat geschrieben:(13 Mar 2017, 17:53)

...

Nein, eigentlich bin ich nicht (primär) Grüner, sondern stehe am ehesten der FDP nahe. Ich akzeptiere aber die politisch/gesellschaftlich nach wie vor wichtige Rolle der Grünen, und was hier im Strang anfangs an Bashing ablief, war mir einfach zu dummblöd.


Unsachliches Bashing ist meistens "dummblöd" und vielleicht war ich daran ja auch beteiligt !?! Dennoch finde ich, dass Kritik erlaubt sein muß und besonders die Grünen damit umgehen müssen. Ich habe mich lange Jahre mit Grüner Politik befasst, von den Anfängen der Wollpullover Zeit, bis Heute. So gut wie Nie konnte ich Politische Positionen oder Entscheidungen gut finden. Angefangen von der Katastrophalen Migration der Gastarbeiter von früher, woran die Grünen Mitverantwortlich waren, über die Pädophilie-Debatte die bis Heute nicht wirklich aufgearbeitet wurde, bis hin zur Ökosteuer und Dosenpfand uvm.... könnte hier Seiten füllen.

Brainiac hat geschrieben:
Das habe ich verstanden, ich sehe es aber deutlich anders, die Gründe habe ich genannt.


Das ist doch auch in Ordnung. Wir haben über Diverses diskutiert und sind noch immer anderer Meinung. Du hast Deine Argumente vorgetragen, ich meine. Eigentlich rappelt es da meistens im Karton wenn LINKE und FDP Sympathisanten Ihre Standpunkte näher bringen, von daher war das doch jetzt eine gelungene Korrespondenz :)

grüsse
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 14. Mär 2017, 14:37

Katenberg hat geschrieben:(14 Mar 2017, 13:39)

Sie werden mir wohl zustimmen, dass politische Gefühle das Hauptprodukt von Parteien ist.

Da stimme ich keineswegs zu. "Gefühle" sind das Hauptprodukt populistischer Parteien wie auch dem (leider recht großen) Teil der Medien, derer sie sich vorzugsweise bedienen.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Katenberg » Di 14. Mär 2017, 15:23

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Mar 2017, 14:37)

Da stimme ich keineswegs zu. "Gefühle" sind das Hauptprodukt populistischer Parteien wie auch dem (leider recht großen) Teil der Medien, derer sie sich vorzugsweise bedienen.


Nun, ich halte die Grünen für eine populistische Kraft, wenn du dir anschaust, wie stark die Öko-Agitation mit Angst spielt.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Hyde » Di 14. Mär 2017, 19:56

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Mar 2017, 08:36)

Ich hab' das ja noch vorsichtig formuliert. Mitte 2015 erschien unter der Überschrift "Der rechte Weg zur Macht. Sozialpolitik? Geschenkt. Kriegseinsätze? Immer her damit. Reichensteuer? Beerdigt. Die Grünen umarmen die CDU" in der (eigentlich traditionell Grünen-aufgeschlossenen) TAZ ein Essay. Darin heißt es:

http://www.taz.de/!5010947/
Und mit "Fraktionschefin" ist eben jene "progressive" Göring-Eckardt gemeint. Seltsame Auffassung von Progressivität.


Sich aus Naivität aus jedem bewaffneten Konflikt herauszuhalten, hat nichts mit Progressivität zu tun. Naiv-pazifistisch zu sein, hat nichts mit Progressivität zu tun.
Sich in Ländern wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan militärisch zu engagieren (ob durch Waffenlieferungen, Ausbildungsmissionen oder eigene Soldaten, wie im Falle Afghanistan) ist ein Gebot des gesunden Menschenverstandes und der Humanität.
Einige der ideologischen Pazifisten hätten wahrscheinlich nicht mal Hitlers Nazi-Regime im zweiten Weltkrieg bekämpft, weils ja böse ist, Krieg zu führen. Und der IS ist ganz sicher nicht weniger totalitär und menschenverachtend als das Nazi-Regime.

Sich in internationalen Konfliktherden aus der Verantwortung zu stehlen, bedeutet ganz sicher nicht, dass man "progressiv" ist.

Göring Eckardt hat bezüglich Wirtschafts-, Sozial-, Gesellschafts- und Migrationspolitik durchaus recht linksgrüne Positionen.
Göring Eckardt ist nun wirklich nicht die Politikerin, die mir in den Sinn kommt, wenn ich das Wort "konservativ" höre.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Mär 2017, 07:55

Hyde hat geschrieben:(14 Mar 2017, 19:56)

Sich aus Naivität aus jedem bewaffneten Konflikt herauszuhalten, hat nichts mit Progressivität zu tun. Naiv-pazifistisch zu sein, hat nichts mit Progressivität zu tun.
Sich in Ländern wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan militärisch zu engagieren (ob durch Waffenlieferungen, Ausbildungsmissionen oder eigene Soldaten, wie im Falle Afghanistan) ist ein Gebot des gesunden Menschenverstandes und der Humanität.
Einige der ideologischen Pazifisten hätten wahrscheinlich nicht mal Hitlers Nazi-Regime im zweiten Weltkrieg bekämpft, weils ja böse ist, Krieg zu führen. Und der IS ist ganz sicher nicht weniger totalitär und menschenverachtend als das Nazi-Regime.

Sich in internationalen Konfliktherden aus der Verantwortung zu stehlen, bedeutet ganz sicher nicht, dass man "progressiv" ist.

Göring Eckardt hat bezüglich Wirtschafts-, Sozial-, Gesellschafts- und Migrationspolitik durchaus recht linksgrüne Positionen.
Göring Eckardt ist nun wirklich nicht die Politikerin, die mir in den Sinn kommt, wenn ich das Wort "konservativ" höre.

Mir auch nicht. Jedenfalls nicht zuallererst. Ich wähle die Grünen normalerweise sogar. Und deshalb habe ich dennoch eine sehr kritische Haltung zu ihren aktuellen Spitzenpersonalien. Und diese kritische Haltung in Bezug insbesondere auf militärpolitische Positionen bedeutet schon rein aussagenlogisch keineswegs, dass man damit nun die 180-Grad-Gegenposition des uneingeschränkten Pazifismus einnimmt. Dass überhaupt eine sachbezogene Auseinandersetzung um solche Themen stattfindet, ist gleichzeitig die Gegen-Antwort auf User Katenberg, dass die Grünen als Populisten vor allem mit "Gefühlen" wie Angst oder "Islamromantik" operieren. Das "Produkt" einer verantwortlichen Partei wie die Grünen sind nicht "Gefühle" sondern Gesetzesinitiativen, parlamentarische Debatten, Lösungsvorschläge, Programme, Dialoge usw. usf. ... das ganze Spektrum. Von der normalen kommunalpolitischen Alltagsarbeit mal ganz abgesehen.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon jorikke » Mi 15. Mär 2017, 21:39

Ebiker hat geschrieben:(13 Mar 2017, 16:36)

Und heute ist für die Grünen Wald nur noch ein Hinderniss beim Ausbau der Windenergie, werden jährlich tausende seltene Vögel und Fledermäuse von WKA geschreddert, hunderte Bäche und kleine Flüsse durch Biogasanlgen vergiftet. Pilzhemmende Gifte werden in erheblichen Maße aus Wärmedämmungen ausgewaschen und in Gewässer/Grundwasser eingebracht.

Ich kann nur jedem raten das Programm der Grünen gründlich zu lesen, Die Flüchtlingskrise des letzten Jahres war ein lauer Wind gegen das was die Grünen und auch die CDU vorhaben.


Ebiker, mir scheint du neigst ein wenig zur Übertreibung.
Wenn tausende "seltene" Vögel geschreddert werden, können sie nicht selten sein.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Mär 2017, 20:42

In der Tat seltsam, die Grünen saufen auf Bundesebene auf 6,5% und im Saarland (Die nächste Wahl) auf 5% ab:
6,5 Prozent. So lautet das Menetekel der Grünen. Die Zahl stammt aus der ersten Wahlumfrage für den Bund nach der Vorstellung des grünen Wahlprogramms Anfang der Woche. Sechs Prozent. So lautet das karge Ergebnis der Grünen in der jüngsten Wahldemoskopie aus Nordrhein-Westfalen. Und es gibt noch eine Zahl, diesmal aus dem Saarland, wo kommende Woche gewählt wird: dort pendeln die Grünen zwischen vier und fünf Prozent in den Umfragen.

https://www.freitag.de/autoren/christia ... -todeszone

Ok, Saarland ist ein Thema für sich ... aber warum saufen die Grünen denn so im Bund ab?
Natürlich sind z.B. explodierende AKWs das für die Grünen was die Flüchtlinge für die AfD sind, es gab natürlich keinen Vorfall zum Vorteil der Grünen in letzter Zeit .. aber 6,5% auf Bundesebene ist denn wie zu erklären?
Vor allem stellt sich die Frage, wo deren Wähler hin gewechselt haben?
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Patriot » Mi 22. Mär 2017, 20:50

Katenberg hat geschrieben:(14 Mar 2017, 13:12)

ie stehen damit zwar in direkter Konkurrenz zu Linkspartei und Grünen, legen ihren Schwerpunkt jedoch weniger in der Sozialpolitik.


Das stimmt. Die Linkspartei macht den Leuten Angst mit der ungleichen Verteilung des Gelds und die Grünen schüren Ängste vor dem Klimawandel
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Katenberg » Mi 22. Mär 2017, 21:26

Patriot hat geschrieben:(22 Mar 2017, 20:50)

Das stimmt. Die Linkspartei macht den Leuten Angst mit der ungleichen Verteilung des Gelds und die Grünen schüren Ängste vor dem Klimawandel


Die SPD und Linke machen Druck mit der sozialen Frage, stellen damit unter Druck und Grenzen die Freiheit ein, Grüne tun das selbe mit der Ökofrage. Dann kommt die CDU und verbindet Beides.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Alexyessin » Do 23. Mär 2017, 00:10

Katenberg hat geschrieben:(14 Mar 2017, 13:12)

Nun, die Grünen verkaufen ein Lebensgefühl aus "Deutschland verrecke", Islamromantik, Besserwisserei Sozialismus, Feminismus und Spießigkeit.

Schmarrn
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Odin1506 » Do 23. Mär 2017, 00:36

Patriot hat geschrieben:(22 Mar 2017, 20:50)

Das stimmt. Die Linkspartei macht den Leuten Angst mit der ungleichen Verteilung des Gelds und die Grünen schüren Ängste vor dem Klimawandel


Also die Linke hat den Leuten keine Angst mit der ungleichen Verteilung des Geldes gemacht.
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Ger9374 » Do 23. Mär 2017, 01:01

Odin1506 hat geschrieben:(23 Mar 2017, 00:36)

Also die Linke hat den Leuten keine Angst mit der ungleichen Verteilung des Geldes gemacht.


Die Linke ist zur reinen Protest Partei ohne realistische Alternative geworden. Unbezahlbare Konzepte, weltfremde Realpolitik. Einige fähige Köpfe die von Dogmatikern Linker Träumereien gegängelt werden. Darum auch in den alten Bundesländern nicht vertreten. Hier ist man realistischer. Alles will bezahlbar sein, auch über eine Wahl über bestehen können.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Werden die Grünen überflüssig werden?

Beitragvon Katenberg » Do 23. Mär 2017, 06:21

Alexyessin hat geschrieben:(23 Mar 2017, 00:10)

Schmarrn


Der Reaktionärer ist bloß ein Passagier, der mit Würde Schiffbruch erleidet - Nicolas Gomez Davila
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