DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

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Selina
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Selina » Mo 20. Mär 2017, 12:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Mar 2017, 12:35)

Das bedeutet in Bezug auf die Ukraine - die Aufforderung, europäischer Politiker zum Gewaltverzicht während der Maidan-Proteste ist dieses "Reinreden". Für die russische Militär-Intervention gilt dann wiederum eine andere Formel. Richtig? ;)


Nein. Mit "Reinreden" habe ich eher so etwas wie das hier gemeint:

http://www.zeit.de/2015/20/ukraine-usa- ... nanzierung
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Der General
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Mo 20. Mär 2017, 13:39

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Mar 2017, 03:39)

Die SPD besang schon mal auf ihrem Parteitag den Schulz-Effekt: "What a Wonderful World" von Louis Amstrong.


Mir fällt da spontan auch ein Lied ein: "Flieg nicht so Hoch mein kleiner Freund ...." :p Schon jetzt wächst die Kritik der Wirtschaft, obwohl der Martin noch gar nichts Konkretes gesagt hat. Schauen wir mal ob es noch einen Effekt gibt, wenn er liefern muß ?!?

DarkLightbringer hat geschrieben:Kleber hatte schwarzweißrote Reichsfahnen in Kleingärten ausgemacht, just in der Gegend, wo auch Thügida aufmarschiert war und ein Schauspieldirektor Anfeindungen und eine Attacke gegen Künstler bestätigte.


Ja und meinte dann im Kontext das die Kleingärtner alles Nazis seien.

DarkLightbringer hat geschrieben:Die Presse ist nicht Feind des Volkes, sondern Auge und Ohr desselben.


Eine der erstaunlichsten Erscheinungen ist, daß man sich einbildet, von abhängigen Menschen unabhängige Meinungen erwarten zu dürfen.

DarkLightbringer hat geschrieben:Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus, wer Kampagnen gegen die Pressefreiheit schürt, will das Volk blind und taub machen. Schulz hat das auf dem Parteitag sehr gut verdeutlicht - wer die Medien "selektiert", setze die Axt an den Wurzeln der Demokratie an. Nebenbei wurde noch an die Weimarer Republik erinnert, als sich Sozialdemokraten Hitlers Machtergreifung widersetzten. Es gab stehende Ovationen - ein Gänsehaut-Moment der deutschen Sozialdemokratie.


Populistisches Geschwätz, da NIEMAND das "Volk blind und taub machen" will! Die Realität sieht anders aus und eine sehr große Mehrheit, hat in den Massenmedien kein Vertrauen mehr. Der Ruf des Journalismus ist aktuell noch schlechter, als der eines Autoverkäufers. Dafür gibt es Gründe und genau diese sollte der Martin mal ansprechen, anstatt von Weimar oder Hitler zu blubbern.

DarkLightbringer hat geschrieben:Von den Populisten soll man auch schon gehört haben.


Populismus ist ein Neuer Kampfbegriff, ähnlich wie Verschwöhrungstheoretiker. Damit möchte man den Gegenüber gerne denunzieren, weil die Gegenargumente oftmals fehlen. In Wirklichkeit, ist Populismus nichts schlimmes oder verwerfliches. Wenn Populismus den Anspruch erhebt auf der Seite des einfachen Volkes zu stehen, würde ich mir sogar noch mehr Populisten wünschen !

DarkLightbringer hat geschrieben:Es gab mal eine Flugverbotszone im Irak, von Alliierten durchgesetzt. Das hat vielen Menschen das Leben gerettet. Was am Gegenteil davon mit Friedenspolitik zu tun haben soll, erschließt sich wohl nur aus einer dialektischen Sprachregelung: Frieden ist Krieg. Krieg ist Frieden.


Wir sprachen von dem Heutigen IS Krieg in Syrien. Der Irakkrieg von früher, wobei ja auch Bodentruppen eingesetzt wurden ist ein ganz anderes Thema.

DarkLightbringer hat geschrieben:Sie plädierte gegen eine Flugverbotszone. Noch eine Quelle dazu: http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... errorismus


Danke für diese Hervorragende Quelle ! Hast Du Dir diese nicht angeschaut? Wagenknecht, hat doch ganz klar begründet warum so eine Flugverbotszone nicht Sinnvoll ist. Ohne das ich diesen Artikel kannte, steht jedoch vieles darin, was ich hier schon erwähnt hatte. "Seit 15 Jahren werde ein sogenannter Krieg gegen den Terror geführt, zuerst in Afghanistan, dann auch im Irak, in Libyen und in Syrien, sagte Wagenknecht. "Und die Bilanz all dieser Kriege ist, dass der islamistische Terrorismus nicht geschwächt, sondern massiv verstärkt wurde." Durch die Kriegsbeteiligung der Bundeswehr sei Deutschland inzwischen selbst zur Zielscheibe geworden. "Wir müssen diese Politik verändern." :thumbup:

DarkLightbringer hat geschrieben:In Aleppo leben 250.000 Zivilisten, die Milizen sind mit etwa 8.000 Mann deutlich in der Minderzahl. Bombardiert man da drauf los, trifft es primär die Zivilbevölkerung. Daher sage ich: Menschen statt Bomben schützen!


Du hast da einen kleinen Denkfehler. Aleppo wurde nicht durch Fliegerstaffeln mit tausenden Tonnen (Russischer) Bomben wie in Dresden durch die Allierten an zwei Tagen ausgelöscht, sondern durch einen lang anhaltenen Bodenkrieg mit Panzer und Artillerie Beschuss. Über die Jahre wurde diese Stadt ständig bekämpft und das ist der Hauptgrund für die Ruine die dort jetzt zu sehen ist.

DarkLightbringer hat geschrieben:Das Blutregime hat doch selbst die Leute ausgehungert, Fassbomben abgeworfen und zahllose Verbrechen begangen. Russen und Iraner sind hier keine Befreier, sondern Besatzer, um der Tyrannei Assads unter die Arme zu greifen.


Im Krieg und insbesondere in einem Guerillakrieg einer Stadt, sind "Verbrechen" kaum zu vermeiden. Wie schon geschrieben kehren nun Zahlreiche Flüchtlinge wieder zurück. Nicht wenige bedanken sich bei Rußland für die Unterstützung und Befreiung. "Laut Associated Press haben sich die Bewohner eines Flüchtlingslagers am Rande der syrischen Hafenstadt Latakia, unweit derer sich auch der russische Luftwaffenstützpunkt Hmeimim befindet, bei Russland und Putin persönlich für die Luftoperationen gegen den Terrorismus in Syrien bedankt.

Der Agentur zufolge haben die Syrer während eines vom russischen Ministerium für Journalisten organisierten Rundgangs „Wir danken dir, Putin“ gerufen."

Es gibt auch diesbezüglich sehr viel Material in Original Bild und Ton !

DarkLightbringer hat geschrieben:Willy Brandt war Sozialdemokrat, nicht Populist. Die Annäherung hat allerdings nicht die Sowjetunion zu Fall gebracht, sondern doch eher die Kosten. Man stand ja kurz davor, den Rüstungswettlauf ins Weltall zu expandieren, aber das hätte weitere Unsummen verschlungen - für Systeme, die nie funktioniert haben.


Wagenknecht sagte, es müsse ein großes Interesse an Frieden und Zusammenarbeit mit Russland geben. "Die Tradition der Entspannung bestand darin, durch eine Politik der Kooperation und gemeinsamer Sicherheit die Gefahr eines militärischen Konflikts mit Moskau weitestgehend auszuschließen", sagte sie. Der frühere SPD-Kanzler Willy Brandt habe der russischen Politik kritisch gegenübergestanden und habe sich trotzdem um Entspannung bemüht. "An diese Tradition sollten wir anknüpfen !

DarkLightbringer hat geschrieben:Im übrigen verteidigt die Ukraine auch die Freiheit Europas.


Die Pläne der USA in der Ukraine, wurden von Putin durchkreuzt. Der Regime Change ging nach hinten los.

DarkLightbringer hat geschrieben:Ruttes Sieg begrüße ich auch, ebenso wie Christian Lindner und wohl noch einige mehr.


Christian Linder hat eine Wahl gewonnen :?:

Schauen wir uns kurz die Fakten an, bevor wir Wilders zum heimlichen Sieger hochstilisieren:

DarkLightbringer hat geschrieben:Ruttes VVD erhält 33 Sitze im Parlament,
Wilders PVV 20 Sitze.
Die konservative CDA erhält 19 Sitze, das sind 6 mehr als 2012.
Die linke D66 erhält 19 Sitze, 7 mehr als 2012.
Die grüne GL legt gegenüber 2012 um ganze 10 Sitze zu und erhält 14.

Die sozialdemokratische PvdA erhält 9 Sitze - ganze 29 weniger als 2012.

Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/art ... uchen.html

Daraus erhellt, VVD, CDA und GL haben zusammen 66 Sitze, wovon die Wilders-Partei nicht mal ein Drittel ausmacht. Die übrigen Parteien lassen wir mal außer acht, aber der Amtshinhaber Rutte hebt sich mit seiner Partei unter den 13 relevanten Parteien schon deutlich ab. Davon kann unser Herr Lindner derzeit nur träumen.
Die Gratulation, die Rutte allseitig wiederfährt, ist also durchaus berechtigt.


Wenn man eine Wahl gewinnt, darf man immer Gratulieren. Das man aber nun die RECHTEN in Europa "besiegt" hätte und den ganzen anderen Blödsinn den die Medien absondern, halte ich für ziemlichen Unsinn. Wilders Partei wurde Zweitstärkste Kraft und hat sogar noch an Zustimmung gewonnen. Zudem, hat er mit seinen Themen den ganzen Wahlkampf bestimmt und den Ruttes praktisch vor sich hergetrieben. Der größte Verlierer ist die SPD in Holland. Eine Volkspartei die nahezu abgestürzt ist ! Was mich wiederum in meiner These bestärkt, dass Langfristig die sogenannten Randparteien immer größeren Zuspruch erfahren und die sogenannten Volksparteien immer Schwächer werden. Auch Demografisch gesehen, wird die "Mitte" immer kleiner werden, die Stammwähler sterben aus.

PS. vielleicht sollten wir uns auf ein Spezielles Thema beschränken ? Über Syrien bis Holland, hat das ja nur sehr wenig mit LINKER Sozialen Gerechtigkeit im Original zu tun.

grüsse
Zuletzt geändert von Der General am Di 21. Mär 2017, 10:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Patriot » Mo 20. Mär 2017, 14:40

Der General hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:39)

hat das ja nur sehr wenig mit LINKER Sozialen Gerechtigkeit im Original zu tun.



Die Linke hat doch auch nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Mo 20. Mär 2017, 22:34

Selina hat geschrieben:(20 Mar 2017, 09:24)

Ich bin die Erste, die für Humanität auf der Welt ist. Ich bin aber auch gegen das Von-außen-Reinreden in die Sache anderer Nationen.


Dann bist du eben nicht die Erste, die für Humanität auf der Welt ist, wenn du Inhumanität akzeptierst weil das ja "deren Sache" ist. Und wir uns deiner Ansicht nach nicht in deren inhumane Praktiken einmischen sollten.

Wer Empathie mit anderen Menschen hat, der kann nicht einfach akzeptieren, dass Menschen in anderen Ländern wie Dreck behandelt werden und ihnen Menschenrechte vorenthalten werden.

Letztendlich sind wir alle Menschen, über alle Landesgrenzen hinweg. Wenn man die Tatsache, dass manchen anderen Menschen Menschenrechte vorenthalten werden, bloß aus dem Grund akzeptiert weil diese betroffenen Menschen ja einen anderen Pass, eine andere Abstammung haben, in anderen Teilen der Welt leben, ist das schon sehr völkisches Denken.
Wenn z.B. in Deutschland gegen Menschenrechte verstoßen wird, würdest du dich vermutlich sehr darüber aufregen. Aber wenn in Afghanistan gegen Menschenrechte verstoßen wird, wäre das dann weniger schlimm und wir sollten uns nicht darum scheren? Warum? Die sind genauso Menschen wie wir, und bloß weil sie Afghanen sind, heißt das nicht, dass es bei ihnen in Ordnung ist wenn sie inhuman behandelt werden oder dass es weniger schlimm ist als bei uns Deutschen.

Menschenrechte dürfen keine Landesgrenzen kennen, dürfen keinen Pass kennen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Selina » Mo 20. Mär 2017, 23:02

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:34)

... ist das schon sehr völkisches Denken.


Achte bitte auf deine Wortwahl. Das Wort "völkisch" kommt in meinem Vokabular nicht vor. Daher benutze ich es höchstens mal mit Anführungsstrichen, wenn ich jemanden zitiere oder die AfD kritisiere. Und ich möchte mir doch sehr verbitten, diesen Begriff mir gegenüber als Wertung anzuwenden. Da kann ich ziemlich sauer werden.

Zur Sache: Ich bin genau wie du dafür, dass nicht gefoltert, gemordet und Krieg entfesselt wird in anderen Staaten. Und bei Menschenrechtsverletzungen und beim Verstoß gegen Regeln, die die Sicherheit der internationalen Gemeinschaft der Staaten betreffen, kann man natürlich, nach einer Absprache und Beschlussfassung in der UNO bzw. im Weltsicherheitsrat, auch von außen eingreifen. Was ich meinte, war etwas anderes. Nämlich mit dem Zeigefinger vor anderen Nationen herumwedeln, was diese zu tun und zu lassen haben und was diese unter Demokratie zu verstehen haben. Das reicht manchmal bis hin zu "klugen" Ratschlägen auf den Gebieten der Lebensweise, der Sitten und Bräuche sowie der Religionsausübung. Darin sind wir Deutschen nun mal groß. Alles, was dagegen auf Augenhöhe und partnerschaftlich verhandelt wird, ist doch ok.

Zitat:

Grundsätzlich ist das Eingreifen in die inneren Angelegenheiten eines Staates nach Art. 2 Ziff. 7 der UN-Charta unzulässig, da jeder Staat das Recht hat, sein politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles System frei zu wählen. (Die Androhung und Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen ist nach Art. 2 Ziff. 4 UN-Charta verboten.) Dieses Recht ist prinzipiell unantastbar. Kapitel VII der Charta der UNO hebt dieses Verbot auf, wenn eine Intervention nach Auffassung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen erforderlich ist, um den internationalen Frieden zu verteidigen, die Herrschaft des Rechts aufrechtzuerhalten oder die Unabhängigkeit anderer Staaten zu schützen. Tritt einer dieser Fälle ein, muss die Notwendigkeit einer Intervention durch den Weltsicherheitsrat festgestellt werden. Auch humanitäre Interventionen können durch Beschluss des UN-Sicherheitsrats erlaubt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Intervention_(Politik)
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Mo 20. Mär 2017, 23:19

Selina hat geschrieben:(20 Mar 2017, 23:02)

Achte bitte auf deine Wortwahl. Das Wort "völkisch" kommt in meinem Vokabular nicht vor. Daher benutze ich es höchstens mal mit Anführungsstrichen, wenn ich jemanden zitiere oder die AfD kritisiere. Und ich möchte mir doch sehr verbitten, diesen Begriff mir gegenüber als Wertung anzuwenden. Da kann ich ziemlich sauer werden.

Zur Sache: Ich bin genau wie du dafür, dass nicht gefoltert, gemordet und Krieg entfesselt wird in anderen Staaten. Und bei Menschenrechtsverletzungen und beim Verstoß gegen Regeln, die die Sicherheit der internationalen Gemeinschaft der Staaten betreffen, kann man natürlich, nach einer Absprache und Beschlussfassung in der UNO bzw. im Weltsicherheitsrat, auch von außen eingreifen. Was ich meinte, war etwas anderes. Nämlich mit dem Zeigefinger vor anderen Nationen herumwedeln, was diese zu tun und zu lassen haben und was diese unter Demokratie zu verstehen haben. Das reicht manchmal bis hin zu "klugen" Ratschlägen auf den Gebieten der Lebensweise, der Sitten und Bräuche sowie der Religionsausübung. Darin sind wir Deutschen nun mal groß. Alles, was dagegen auf Augenhöhe und partnerschaftlich verhandelt wird, ist doch ok.


Faktisch kann man ja andere Länder ohnehin nicht zwingen etwas bestimmtes zu tun (es sei denn man würde Krieg gegen sie führen und sie militärisch bezwingen).

Was man aber theoretisch kann, ist, den Druck auf sie zu erhöhen. Indem man zum Beispiel gegenüber Staaten, in denen es signifikante Menschenrechtsverletzungen gibt, Sanktionen verhängt oder zumindest klare Kritik an den Praktiken in diesen Staaten übt.

Warum sollte man beispielsweise nur Kritik üben an Menschenrechtsverletzungen in Deutschland? Und nicht im Irak, Nigeria oder sonstwo? Bloß weil das andere Nationalitäten sind? Für die Menschen dort ist es aber genauso schlimm. Irgendwo ist das dann halt schon eine nationalistische Denkweise, die nicht in erster Linie den Menschen sieht, sondern seine Nationalität.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Selina » Mo 20. Mär 2017, 23:25

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 23:19)

Faktisch kann man ja andere Länder ohnehin nicht zwingen etwas bestimmtes zu tun (es sei denn man würde Krieg gegen sie führen und sie militärisch bezwingen).

Was man aber theoretisch kann, ist, den Druck auf sie zu erhöhen. Indem man zum Beispiel gegenüber Staaten, in denen es signifikante Menschenrechtsverletzungen gibt, Sanktionen verhängt oder zumindest klare Kritik an den Praktiken in diesen Staaten übt.

Warum sollte man beispielsweise nur Kritik üben an Menschenrechtsverletzungen in Deutschland? Und nicht im Irak, Nigeria oder sonstwo? Bloß weil das andere Nationalitäten sind? Für die Menschen dort ist es aber genauso schlimm. Irgendwo ist das dann halt schon eine nationalistische Denkweise, die nicht in erster Linie den Menschen sieht, sondern seine Nationalität.


Bitte meinen Beitrag nochmal genau lesen! Ich schrieb doch: Bei Menschenrechtsverletzungen ist das Eingreifen von außen ok. Ich bin lediglich gegen Besserwisserei und Überheblichkeit anderen Nationen gegenüber.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon CaptainJack » Mo 20. Mär 2017, 23:26

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Mar 2017, 03:39)


Daraus erhellt, VVD, CDA und GL haben zusammen 66 Sitze, wovon die Wilders-Partei nicht mal ein Drittel ausmacht. Die übrigen Parteien lassen wir mal außer acht, aber der Amtshinhaber Rutte hebt sich mit seiner Partei unter den 13 relevanten Parteien schon deutlich ab. Davon kann unser Herr Lindner derzeit nur träumen.
Ich weiß nicht so recht, warum Lindner immer im Zusammenhang mit Rutte genannt wird!? :?: Ich wüsste nicht, dass die FDP rechts angesiedelt ist! :rolleyes:
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Mo 20. Mär 2017, 23:30

Selina hat geschrieben:(20 Mar 2017, 23:25)

Bitte meinen Beitrag nochmal genau lesen! Ich schrieb doch: Bei Menschenrechtsverletzungen ist das Eingreifen von außen ok. Ich bin lediglich gegen Besserwisserei und Überheblichkeit anderen Nationen gegenüber.



Ok, was genau ist denn mit Besserwisserei gemeint?
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Mär 2017, 00:01

CaptainJack hat geschrieben:(20 Mar 2017, 23:26)

Ich weiß nicht so recht, warum Lindner immer im Zusammenhang mit Rutte genannt wird!? :?: Ich wüsste nicht, dass die FDP rechts angesiedelt ist! :rolleyes:

Rutte unterscheidet sich ja auch von der konservativen CDA oder der progressiven SP. Lindner selbst erkennt in Rutte den "Parteifreund" und beide grenzen sich deutlich vom Extremismus bzw. Rechtspopulismus ab.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon CaptainJack » Di 21. Mär 2017, 01:44

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2017, 00:01)

Rutte unterscheidet sich ja auch von der konservativen CDA oder der progressiven SP. Lindner selbst erkennt in Rutte den "Parteifreund" und beide grenzen sich deutlich vom Extremismus bzw. Rechtspopulismus ab.
Ich kenne derzeit keine Partei, die rechtsextrem ist! (außer der NPD, die man vernachlässigen kann) Rutte ist aber rechts, die FDP nicht!
Was um alles in der Welt ist jetzt aber Rechtspopulismus? :?: Ist das negativ oder positiv? Immerhin ist in diesem Wort populus = das Volk bzw. populi = des Volkes enthalten. Ich habe mich schon immer gefragt, warum Populismus negativ bewehrt ist. :rolleyes: Jede .. wirklich jede Partei betreibt Populismus. Selbst "wir schaffen das" war Populismus in höchster Suggestiv-Form!
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Di 21. Mär 2017, 09:10

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 08:11)

Mit der Linken würde es wohl weder eine Bekämpfung des IS geben, noch hätte es eine Stabilisierung Afghanistans gegeben, die Anfang des Jahrtausends kurz davor waren, von den Taliban komplett überrannt zu werden.
Auch würden die Linken durch ausbleibende Sanktionen und Appeasement die Russen dazu ermutigen, militärisch in Osteuropa noch weiter zu gehen.

Mit all diesen Punkten stellen die Linken eine signifikante Gefahr für den Weltfrieden da.


Mit all diesen Punkten die Du aufgeführt hast, liegst Du komplett falsch. Woher beziehst Du Deine Informationen wenn ich fragen darf?

Hier mal ein kleiner Auszug wie DIE LINKE zum IS und dem Terror usw. Grundsätzlich steht:

https://www.die-linke.de/nc/die-linke/n ... er-linken/

Daraus:

...

2. Ein Aufschrei erfolgt in westlichen Staaten immer erst dann, wenn gemordet und getötet wird. Zu dieser Zeit gibt es dann nur noch Rufe nach Waffen und Militär. Was vorher alles versäumt wurde, wird nicht einmal analysiert.

Außerdem verfolgen die Regierungen westlicher Staaten bei jedem Militäreinsatz auch egoistische ökonomische Interessen. Es ist die Aufgaben der LINKEN, dies zu analysieren und immer wieder öffentlich zu machen.


...

Das Programm der LINKEN schließt zu Recht unsere Zustimmung zur Beteiligung Deutschlands an Kampfeinsätzen gemäß Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen aus. Das gilt für die Beteiligung Deutschlands. Deutschland darf sich in diesem Falle ohnehin aus einem historischen Grund nicht beteiligen. Wir dürfen niemals Bestandteil eines Nahost-Konflikts werden. Deshalb wird es auch höchste Zeit, die Raketen aus der Türkei an der Grenze Syriens, die mit deutschen Soldaten stationiert sind, zurückzuziehen.

Wir sind auch gegen die Weltpolizistenrolle der USA. Und ich sage klipp und klar, dass höchste Organ der Menschheit ist der Sicherheitsrat der Organisation der Vereinten Nationen. Ihm allein und keinem Staat obliegt das internationale Gewaltmonopol. Es gibt fünf privilegierte Staaten, gegen deren Willen keine einzige Entscheidung im Sicherheitsrat getroffen werden darf. Wer so privilegiert ist, hat auch besondere Pflichten. Und deshalb meine ich, dass nur ein militärisch gemeinsames Vorgehen von den USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich auf der Grundlage eines Beschlusses des Sicherheitsrates der Organisation der Vereinten Nationen zu akzeptieren wäre. Nur dann, wenn alle fünf gemeinsam handeln müssen, ist es - im Unterschied zum Krieg gegen Libyen - sehr viel schwerer, nationale ökonomische und andere Eigeninteressen durchzusetzen. Die fünf Privilegierten müssen erkennen, dass sie auch eine besondere Verantwortung tragen.

Deutschland ist keine Weltmacht und sollte sich so auch nicht aufspielen.

8. DIE LINKE tritt dafür ein, dass Deutschland deutlich Druck auf die Türkei ausübt, umfassende humanitäre Hilfe leistet und keineswegs militärisch einer größeren internationalen Verantwortung nachkommt. Das Militär müssen wir im Gegenteil zurückfahren. Die Bundeswehr muss ihre Aufgabe auf die Landesverteidigung und gegebenenfalls die Bündnisverteidigung reduzieren. Es muss aufhören, die NATO zu einem internationalen Interventionsbündnis und die Bundeswehr zu einer internationalen Interventionsarmee zu machen.


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

@Hyde

Das nur mal so als Grundsätzliche Eckpunkte !
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Di 21. Mär 2017, 09:41

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 23:19)

Faktisch kann man ja andere Länder ohnehin nicht zwingen etwas bestimmtes zu tun (es sei denn man würde Krieg gegen sie führen und sie militärisch bezwingen).

Was man aber theoretisch kann, ist, den Druck auf sie zu erhöhen. Indem man zum Beispiel gegenüber Staaten, in denen es signifikante Menschenrechtsverletzungen gibt, Sanktionen verhängt oder zumindest klare Kritik an den Praktiken in diesen Staaten übt.

Warum sollte man beispielsweise nur Kritik üben an Menschenrechtsverletzungen in Deutschland? Und nicht im Irak, Nigeria oder sonstwo? Bloß weil das andere Nationalitäten sind? Für die Menschen dort ist es aber genauso schlimm. Irgendwo ist das dann halt schon eine nationalistische Denkweise, die nicht in erster Linie den Menschen sieht, sondern seine Nationalität.


Schön, dass Du hier Grundsätzliche Positionen der Partei DIE LINKE ansprichst :thumbup:

Bevor man Sanktionen verhängt, sollte man erst einmal damit anfangen, die Waffenlieferungen in diese Länder zu unterbinden !

In sämtlichen Länder der Erde, wo Diktatoren herrschen, wo Massiv die Menschenrechte verletzt werden, unterstützt man diese Regime mit Deutschen Waffen !
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Ger9374 » Di 21. Mär 2017, 10:41

Grundpfeiler der Staaten untereinander:
Souveränität, Territoriale Integrität,
Nichteinmischung von aussen in innere Angelegenheiten.

So Roh das klingt, grundsätzlich geht keine Nation die innere Angelegenheit eines souveränen Staates an! In unserer Westlich Demokratisch geprägten Gesellschaft laufen wir immer schnell Gefahr medialer Beeinflussung.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Di 21. Mär 2017, 10:51

Ger9374 hat geschrieben:(21 Mar 2017, 10:41)

Grundpfeiler der Staaten untereinander:
Souveränität, Territoriale Integrität,
Nichteinmischung von aussen in innere Angelegenheiten.

So Roh das klingt, grundsätzlich geht keine Nation die innere Angelegenheit eines souveränen Staates an! In unserer Westlich Demokratisch geprägten Gesellschaft laufen wir immer schnell Gefahr medialer Beeinflussung.


@Ger9374;

du hast da schon nicht ganz Unrecht, besonders mit der medialen Beeinflussung !

Aber, wenn man Deutsche Waffenlieferungen untersagt, ist es ja noch lange keine Einmischung in den inneren Angelegenheiten, lediglich nur ein Richtiger und kleiner Anfang Diktatorische Regime nicht mehr zu unterstützen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Ger9374 » Di 21. Mär 2017, 11:19

Der General hat geschrieben:(21 Mar 2017, 10:51)

@Ger9374;

du hast da schon nicht ganz Unrecht, besonders mit der medialen Beeinflussung !

Aber, wenn man Deutsche Waffenlieferungen untersagt, ist es ja noch lange keine Einmischung in den inneren Angelegenheiten, lediglich nur ein Richtiger und kleiner Anfang Diktatorische Regime nicht mehr zu unterstützen.



Da stimme ich dir zu, die Welt braucht Deutsche und Waffen aus anderen Ländern nicht. Auch die
fremden Regierungsformen gehen niemanden was an. Falsch ist das pauschal überstülpen von
Demokratie als idealform. Darüber sollten die betroffenen selbst befinden!Bei Ausschreitungen die nicht mehr als innere Unruhen gelten können sondern durch die UNO als Völkermord oder Terror gegen die eigene Bevölkerung gewertet wird müssen Sanktionen oder weiteres erfolgen.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon pikant » Di 21. Mär 2017, 11:25

Selina hat geschrieben:(20 Mar 2017, 23:25)

Bitte meinen Beitrag nochmal genau lesen! Ich schrieb doch: Bei Menschenrechtsverletzungen ist das Eingreifen von außen ok. Ich bin lediglich gegen Besserwisserei und Überheblichkeit anderen Nationen gegenüber.


ich kann mir unter eingreifen von aussen recht wenig vorstellen, denn kein Land hat die Kraft Entscheidungen eines anderen Landes ausser Kraft zu setzen.

Was fuer mich selbstverstaendlich ist, dass man als Politiker Entscheidungen anderer Laender kritisisiert, wenn sie nach Meinung des Politikers in eine falsche Richtung laufen.
wer gegen eine Todesstrafe ist, muss natuerlich die Regierung in den USA fuer die Einfuehrung und Vollstreckung der Todesstrafe kritisieren und wer dafuer ist, dass Homosexualitaet nicht unter Strafe zu stellen ist, der muss natuerlich die Laender kritisieren, die Homosexualtaet unter Strafe stellen und wer als Land die EU-Richtklinien nicht einhaelt, der muss natuerlich von der EU-Kommission dafuer kritisiert werden und ja auch Regierungen in der EU und ausserhalb haben das Recht dazu ihre freie Meinung zu sagen.

Gestern zum Beispiel in der Diskussion ueber einen neuen Praesidenten in Frankreich haben fast alle Kandidaten die deutsche Regierung im Einzelfall kritisiert oder unterstuetzt - das ist doch in Ordnung so, dass zum Beispiel der extreme Linke den Manchesterkapitalismus in Deutschland kritisiert und Le Pen massiv die deutsche Fluechtlingspolitik und ist auch in Ordnung, dass Macron diese Angriffe als falsch bezeichnet und die Kanzlerin fuer ihre Fluechtlingspolitik lobt und der deutschen Regierung insgesamt eine gute Note gibt.

eine Politik zu beurteilen hat doch nichts mit Eingreifen von aussen zu tun - wir leben in einem freien Land und da darf und muss sich doch jeder zu Politikbereichen auch im Ausland auessern duerfen - ja!
aber manchmal kann man auch mal seinen Mund halten und da spielen Erdogan und Trump zur Zeit ein sehr unruehmliche Rolle und ja das muss auch kritisiert werden koennen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Mär 2017, 11:56

Selina hat geschrieben:(20 Mar 2017, 12:52)

Nein. Mit "Reinreden" habe ich eher so etwas wie das hier gemeint:

http://www.zeit.de/2015/20/ukraine-usa- ... nanzierung

In der Ukraine haben mehrfach freie Wahlen stattgefunden, die vom Prinzip her die Revolution bestätigen.

Es ist schon möglich, dass da oder dort mal Geld fließt, während des Kalten Krieges spielte sogar "Radio Liberty" eine gewisse Rolle. Aber ich glaube nicht, dass es so einfach ist und sich einfach Millionen Überzeugungen kaufen ließen.

Doch selbst wer keinen Unterschied zwischen russischer und amerikanischer Einflussnahme macht, muss anerkennen: Keine Seite hat mehr die Oberhand, und keine ist ernstlich in der Lage, die Richtung der ukrainischen Geschichte zu steuern. Über ihre Zukunft haben die Ukrainer, schon damals, als George Bush zu ihnen sprach, immer wieder selbst entschieden.
http://www.zeit.de/2015/20/ukraine-usa- ... ng/seite-2

Es wird auch nicht jeder sog. Linke 5 Euro dafür erhalten, wenn er willfährig den verteidigungspolitischen Ansätzen der Gerassimow-Doktrin entspricht. Richtig ist aber, dass Moskau sehr viel Geld für Propaganda ausgibt - umgerechnet fast 50 Cent pro Erdenbürger.
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Selina
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Selina » Di 21. Mär 2017, 12:38

pikant hat geschrieben:(21 Mar 2017, 11:25)

ich kann mir unter eingreifen von aussen recht wenig vorstellen, denn kein Land hat die Kraft Entscheidungen eines anderen Landes ausser Kraft zu setzen.

Was fuer mich selbstverstaendlich ist, dass man als Politiker Entscheidungen anderer Laender kritisisiert, wenn sie nach Meinung des Politikers in eine falsche Richtung laufen.
wer gegen eine Todesstrafe ist, muss natuerlich die Regierung in den USA fuer die Einfuehrung und Vollstreckung der Todesstrafe kritisieren und wer dafuer ist, dass Homosexualitaet nicht unter Strafe zu stellen ist, der muss natuerlich die Laender kritisieren, die Homosexualtaet unter Strafe stellen und wer als Land die EU-Richtklinien nicht einhaelt, der muss natuerlich von der EU-Kommission dafuer kritisiert werden und ja auch Regierungen in der EU und ausserhalb haben das Recht dazu ihre freie Meinung zu sagen.

Gestern zum Beispiel in der Diskussion ueber einen neuen Praesidenten in Frankreich haben fast alle Kandidaten die deutsche Regierung im Einzelfall kritisiert oder unterstuetzt - das ist doch in Ordnung so, dass zum Beispiel der extreme Linke den Manchesterkapitalismus in Deutschland kritisiert und Le Pen massiv die deutsche Fluechtlingspolitik und ist auch in Ordnung, dass Macron diese Angriffe als falsch bezeichnet und die Kanzlerin fuer ihre Fluechtlingspolitik lobt und der deutschen Regierung insgesamt eine gute Note gibt.

eine Politik zu beurteilen hat doch nichts mit Eingreifen von aussen zu tun - wir leben in einem freien Land und da darf und muss sich doch jeder zu Politikbereichen auch im Ausland auessern duerfen - ja!
aber manchmal kann man auch mal seinen Mund halten und da spielen Erdogan und Trump zur Zeit ein sehr unruehmliche Rolle und ja das muss auch kritisiert werden koennen.


Sorry, das war selbstverständlich ein falscher Zungenschlag von mir. Natürlich meinte ich mit dem "Eingreifen" immer das "verbale Eingreifen", das Kritisieren von Zuständen, von Politik und Politikern anderer Staaten. Alles andere ist ja nun wirklich nicht mein Ding, wie man bei mir ja schon deutlich gemerkt haben müsste ;) Mir ging es die ganze Zeit nur um das Wie solcher Kritik. Das kann auf Augenhöhe oder dummdreist passieren, von oben herab oder in friedlichen gleichberechtigten Gesprächen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Mär 2017, 12:43

Der General hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:39)

Mir fällt da spontan auch ein Lied ein: "Flieg nicht so Hoch mein kleiner Freund ...." :p Schon jetzt wächst die Kritik der Wirtschaft, obwohl der Martin noch gar nichts Konkretes gesagt hat. Schauen wir mal ob es noch einen Effekt gibt, wenn er liefern muß ?!?

Die Linke liefert nie und plakatiert doch zahllose Versprechungen. Das nennt sich eben Wahlkampf.

Ja und meinte dann im Kontext das die Kleingärtner alles Nazis seien.

Ein Kleingärtner meinte, Kleber habe das gemeint.

Eine der erstaunlichsten Erscheinungen ist, daß man sich einbildet, von abhängigen Menschen unabhängige Meinungen erwarten zu dürfen.

Auch Anwälte, Ärzte oder Bäcker werden bezahlt. Nur eben nicht alle von dir oder deiner Partei.

Populistisches Geschwätz, da NIEMAND das "Volk blind und taub machen" will! Die Realität sieht anders aus und eine sehr große Mehrheit, hat in den Massenmedien kein Vertrauen mehr. Der Ruf des Journalismus ist aktuell noch schlechter, als der eines Autoverkäufers. Dafür gibt es Gründe und genau diese sollte der Martin mal ansprechen, anstatt von Weimar oder Hitler zu blubbern.

Die Sozialdemokratie stellt sich hinter die Pressefreiheit, ohne Wenn und Aber.
Und die Geschichte von Weimar bis Berlin zeigt, dass dies nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.

Populismus ist ein Neuer Kampfbegriff, ähnlich wie Verschwöhrungstheoretiker. Damit möchte man den Gegenüber gerne denunzieren, weil die Gegenargumente oftmals fehlen. In Wirklichkeit, ist Populismus nichts schlimmes oder verwerfliches. Wenn Populismus den Anspruch erhebt auf der Seite des einfachen Volkes zu stehen, würde ich mir sogar noch mehr Populisten wünschen !

Der Begriff meint, dass man dem Volk aus Opportunitätsgründen etwas vormacht.

Wir sprachen von dem Heutigen IS Krieg in Syrien. Der Irakkrieg von früher, wobei ja auch Bodentruppen eingesetzt wurden ist ein ganz anderes Thema.

Das historische Beispiel von den Flugverbotszonen im Irak illustriert jedoch, dass ein Schutz von Zivilbevölkerung durchaus möglich ist.

2. Teil demnächst....
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