DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 13. Mär 2017, 17:10

Hyde hat geschrieben:(13 Mar 2017, 16:35)

Es gibt ja sogar Stimmen, vorzugsweise natürlich in den russischen Propagandamedien, die den Kampf um Aleppo und den Kampf um Mossul auf eine Stufe stellen und die sich darüber beschweren, dass Russland für Aleppo kritisiert werde, die USA für Mossul jedoch nicht.
Aber auch hier gilt eben wieder die zugrundeliegende Motivation. Die Russen kämpfen, um den menschenverachtenden Assad an der Macht zu halten, die Amis und der Westen kämpfen, um den menschenverachtenden IS zu bekämpfen und die Bevölkerung von den religiösen Extremisten zu befreien.

Das sind völlig unterschiedliche Dinge, auch wenn in beiden Fällen zivile Opfer leider nicht vollständig vermieden werden können. Man kann das nicht in einen Topf werfen.

Es gibt Vergleichbares und gravierende Unterschiede.

Vergleichbar: Beides sind große Städte mit viel Zivilbevölkerung, 250.000 in Ost-Aleppo, in Mossul etwa eine Million. Die Milizen sind jeweils in der Minderheit: 8000 Rebellen in Aleppo, in Mossul 3 bis 8.000 IS-Terroristen.

Der gravierende Unterschied liegt im Vorgehen - in Aleppo gehört das Aushungern und die Vernichtung von Zivilisten zur Kriegstaktik, in Mossul nicht. Außerdem hat die Vertreibung des IS aus dem Irak durchaus eine Zukunftsoption, während das Töten von Zivilisten und Rebellen in Syrien die Unzufriedenheit mit Assads Blutregime nicht verändern wird. Es ist also perspektivlos.

http://www.spiegel.de/video/aleppo-und- ... 15335.html
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon schokoschendrezki » Di 14. Mär 2017, 08:26

Hyde hat geschrieben:(13 Mar 2017, 15:41)

Auch Gysi gehört zu den Russlandrelativierern.
Beispielsweise sagt er, dass es doppelmoralisch sei, dass die USA für den Irakkrieg weniger kritisiert wurde als Russland für den Militäreinsatz in Syrien, was seiner Meinung nach beides gleich schlimm sei.
Dabei unterschlägt er, dass es eben nicht vergleichbar ist, da die Motivationen unterschiedlich waren, die USA kämpften im Irak, um einen Diktator zu stürzen, während die Russen in Syrien kämpfen, um einen Diktator zu stützen. Die USA hatten im Irak das Ziel, Demokratie einzuführen, die Russen haben in Syrien das Ziel, Demokratie zu verhindern.

Mal ehrlich. Glaubst du wirklich ernsthaft, die tatsächlichen militärstrategischen und politischen Ziele der USA und Russlands im Irak bzw. in Syrien hätten ernsthaft und vorrangig etwas mit "Demokratie" zu tun?

Bei Russland ist es naturgemäß schwierig, die dahinter stehenden strategischen Ziele zu erkennen. Bei den USA ist es völlig klar: Seit Jahrzehnten folgt deren außenpolitisches und militärstrategisches Vorgehen mehr oder weniger dem, was Ende der 90er Ex-Außenminister Brzezinski in "Die einzige Weltmacht" zusammenfasste: "den eurasischen Kontinent unter ihrer Kontrolle zu halten und rivalisierende Bestrebungen zu verhindern, die die Machtstellung der USA gefährden könnten". Es ist wirklich sehr naiv, das Vorgehen der USA (und das Russlands sowieso) insbesondere in Nahost unter dem Thema "Demokratieförderung" zu sehen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Di 14. Mär 2017, 14:37

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Mar 2017, 12:45)

Okay, ein Weizen, für was auch immer.
Die Umfragewerte bereiten einigen Wahlkampfstrategen Kopfzerbrechen, das ist klar.


Nicht wirklich, aber sollten sie tatsächlich stimmen, benötigen ausschließlich CDU Strategen Kopfschmerztabletten, -11% wäre Historisch !

DIE LINKE liegt Stabil wie zum letzten Bundestagsergebniss bei ca. 8,5% und das ist Positiv, wenn man bedenkt das der Neue SPD Gott "Maartin" das gleiche Kernthema anstrebt.

DarkLightbringer hat geschrieben:Sie sprach sich im Bundestag gegen Schutzzonen in Syrien aus. Die Bombardierung Aleppos wird damit geheiligt.


Hier muß ich jetzt aber mal mit einer Blutgrätsche energisch einsteigen ! Dein Kontext der sich aus Deinem Satz ergibt, ist nicht gerade Niveauvoll.
DIE LINKE, ist und war die einzige Partei die sich immer gegen Kriege ausgesprochen hat, ganz gleich welcher Art oder Missionen ! Anträge wurden immer mit großer Mehrheit abgelehnt, immer zum Wohle der Menschen weil Krieg Nie die Lösung für Probleme sein kann !

DIE LINKE und besonders auch Sahra Wagenknecht hat sich zu Syrien ganz klar Positioniert auch zu hören in meinem verlinkten Video. Die Aussenpolitik der Westlichen Wertegemeinschaft ist maßgeblich mitverantwortlich für das Desaster von Aleppo, nicht DIE LINKE und schon gar nicht Wagenknecht !


DarkLightbringer hat geschrieben:Gestern diskutierten bei "Anne Will" ein Vertreter der türkischen und einer der deutschen Regierung. Das war angesichts der momentanen Lage auch ganz interessant.


Es kommt bei mir nur sehr selten mal vor, aber in Sachen Türkei verstehe ich noch nicht wirklich die Zusammenhänge bzw. das Strategische, Geopolitische Ziel von Erdogan und dessen Regierung !! Es ist höchst kompliziert zu durchschauen.

Das ganze Brimborium über die Wahlkämpfe hier in Deutschland bewerte ich nur als eine Farce, da steckt mehr dahinter! Wenn der Erdogan schon die Macht hat, Journalisten und Richter uvm. einzusperren, dürfte es auch eine Leichtigkeit sein, die Wahl zum Referendum zu seinem Gunsten zu "gestalten", da braucht man keine Stimmen aus Deutschland.

Zur Diskussion bei Anne: Altmeier, der für mich ein sehr guter Politiker ist und ein noch besserer Diplomat, war mir auffallend Vorsichtig/Zurückhaltend. Der Türkische Minister hingegen, nur eine Lachnummer, höchst Unseriös und in seiner Argumentation leicht zu widerlegen.

Das Format der Sendung war nicht schlecht. Wie schon geschrieben, wäre so eine Art von "Kanzlerduell" wesentlich konstruktiver als wenn in einer Runde fünf Politiker sitzen, die eine Redezeit von 5 Minuten erhalten und komplizierte Dinge darlegen sollen.

grüsse
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Di 14. Mär 2017, 15:34

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Mar 2017, 08:26)

Mal ehrlich. Glaubst du wirklich ernsthaft, die tatsächlichen militärstrategischen und politischen Ziele der USA und Russlands im Irak bzw. in Syrien hätten ernsthaft und vorrangig etwas mit "Demokratie" zu tun?

Bei Russland ist es naturgemäß schwierig, die dahinter stehenden strategischen Ziele zu erkennen. Bei den USA ist es völlig klar: Seit Jahrzehnten folgt deren außenpolitisches und militärstrategisches Vorgehen mehr oder weniger dem, was Ende der 90er Ex-Außenminister Brzezinski in "Die einzige Weltmacht" zusammenfasste: "den eurasischen Kontinent unter ihrer Kontrolle zu halten und rivalisierende Bestrebungen zu verhindern, die die Machtstellung der USA gefährden könnten". Es ist wirklich sehr naiv, das Vorgehen der USA (und das Russlands sowieso) insbesondere in Nahost unter dem Thema "Demokratieförderung" zu sehen.

Eine stabile Demokratie im Irak oder in Syrien wäre selbstverständlich wünschenswert. Wenn Herr B. vor 20 Jahren schrieb oder meinte, es gebe Sicherheitsinteressen der USA, mag das so sein. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow hat erklärtermaßen Verständnis für Sicherheitsinteressen - für die russischen.

Werter Kollege Schokoschendrezki, welche militärstrategischen und politischen Ziele verfolgt denn die Linke in Syrien, wenn sie Schutzzonen für Menschen kategorisch ablehnt?
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Di 14. Mär 2017, 16:14

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Mar 2017, 15:34)

.... welche militärstrategischen und politischen Ziele verfolgt denn die Linke in Syrien, wenn sie Schutzzonen für Menschen kategorisch ablehnt?


bitte besser Informieren !

Militäroffensive der Türkei in Syrien

Luftkrieg über Syrien: Nein zu einem weiteren Endloseinsatz der Bundeswehr!

UN-Friedensplan zu Syrien - Bundeswehreinsatz stoppen

Am Internationalen Tag der Menschenrechte beginnt der Kriegseinsatz der deutschen Bundeswehr in Syrien

Die Zeit drängt: Alle nichtmilitärischen Maßnahmen umgehend einleiten - Nein zu einem Bundeswehreinsatz in Syrien und Nordirak

Imperiales Gehabe gegenüber Syrien ablegen

Nur Dialog kann Gewalt in Syrien beenden


https://www.die-linke.de/service/suche/

PS. Hier sollte es eher um Innenpolitik und Soziale Gerechtigkeit DAS Original gehen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Di 14. Mär 2017, 17:03

Der General hat geschrieben:(14 Mar 2017, 14:37)

Nicht wirklich, aber sollten sie tatsächlich stimmen, benötigen ausschließlich CDU Strategen Kopfschmerztabletten, -11% wäre Historisch !

DIE LINKE liegt Stabil wie zum letzten Bundestagsergebniss bei ca. 8,5% und das ist Positiv, wenn man bedenkt das der Neue SPD Gott "Maartin" das gleiche Kernthema anstrebt.

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer räumt unumwunden ein:
Seit der Nominierung von Martin Schulz hat die SPD deutschlandweit dazugewonnen. Das ist auch im Saarland nicht anders, zumal die Kampagne der saarländischen SPD sehr stark auf Schulz setzt.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ettansicht

Die >>taz<< stellt fest:
Bislang versprach das Ergebnis im Saarland Langeweile. In keinem anderen Bundesland sind die Bürger so zufrieden wie hier, wie Umfragen ergaben.
http://www.taz.de/!5388127/

Lafontaine sollte m. E. keine Gelegenheit bekommen, die Zufriedenheit der Menschen zu enttäuschen.

Hier muß ich jetzt aber mal mit einer Blutgrätsche energisch einsteigen ! Dein Kontext der sich aus Deinem Satz ergibt, ist nicht gerade Niveauvoll.
DIE LINKE, ist und war die einzige Partei die sich immer gegen Kriege ausgesprochen hat, ganz gleich welcher Art oder Missionen ! Anträge wurden immer mit großer Mehrheit abgelehnt, immer zum Wohle der Menschen weil Krieg Nie die Lösung für Probleme sein kann !
DIE LINKE und besonders auch Sahra Wagenknecht hat sich zu Syrien ganz klar Positioniert auch zu hören in meinem verlinkten Video. Die Aussenpolitik der Westlichen Wertegemeinschaft ist maßgeblich mitverantwortlich für das Desaster von Aleppo, nicht DIE LINKE und schon gar nicht Wagenknecht !

Dann muss ich den Libero vorschicken.
Es ist nicht schwer für die SPD, das "Original" zu sein, die Partei ist ja auch wesentlich älter. Auch sie stimmte dem Kriegsvertrauen letztlich zu anno 1914, nachdem sie zuvor noch kritisch war. Allerdings sah sie den russischen Zar damals nicht als natürlichen Verbündeten.

Sarah Wagenknecht hat sich im Bundestag für die Linke klar positioniert, nämlich gegen Schutzzonen in Aleppo oder anderswo, die eine Bombardierung in Frage stellen würden. Die Russisch-Iranische Koalition wollte aber diese Bombardierung, auch gezielt gegen zivile Einrichtungen, Krankenhäuser und Schulen. Aleppo ist das Guernica unserer Tage.
Und die Linke hat sich dem Kriegsvertrauen nach dem Vorbild der SPD von 1914 gebeugt. Aber anders als beim historischen "Original" ist es eine Unterwerfungsgeste gegenüber dem russischen "Zar", während die damalige SPD ja eher mit der russischen Opposition liebäugelte.


Es kommt bei mir nur sehr selten mal vor, aber in Sachen Türkei verstehe ich noch nicht wirklich die Zusammenhänge bzw. das Strategische, Geopolitische Ziel von Erdogan und dessen Regierung !! Es ist höchst kompliziert zu durchschauen.
Das ganze Brimborium über die Wahlkämpfe hier in Deutschland bewerte ich nur als eine Farce, da steckt mehr dahinter! Wenn der Erdogan schon die Macht hat, Journalisten und Richter uvm. einzusperren, dürfte es auch eine Leichtigkeit sein, die Wahl zum Referendum zu seinem Gunsten zu "gestalten", da braucht man keine Stimmen aus Deutschland.
Zur Diskussion bei Anne: Altmeier, der für mich ein sehr guter Politiker ist und ein noch besserer Diplomat, war mir auffallend Vorsichtig/Zurückhaltend. Der Türkische Minister hingegen, nur eine Lachnummer, höchst Unseriös und in seiner Argumentation leicht zu widerlegen.
Das Format der Sendung war nicht schlecht. Wie schon geschrieben, wäre so eine Art von "Kanzlerduell" wesentlich konstruktiver als wenn in einer Runde fünf Politiker sitzen, die eine Redezeit von 5 Minuten erhalten und komplizierte Dinge darlegen sollen.

Das Wahljahr 2017 bleibt fraglos spannend. Und wie der niederländische Premier Rutte so schön sagt, das Finale im Kampf gegen den "falschen Populismus" findet im September in Deutschland statt.

grüsse

Wünsche einen frohen Dienstag.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Hyde » Di 14. Mär 2017, 19:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Mar 2017, 08:26)

Mal ehrlich. Glaubst du wirklich ernsthaft, die tatsächlichen militärstrategischen und politischen Ziele der USA und Russlands im Irak bzw. in Syrien hätten ernsthaft und vorrangig etwas mit "Demokratie" zu tun?

Bei Russland ist es naturgemäß schwierig, die dahinter stehenden strategischen Ziele zu erkennen. Bei den USA ist es völlig klar: Seit Jahrzehnten folgt deren außenpolitisches und militärstrategisches Vorgehen mehr oder weniger dem, was Ende der 90er Ex-Außenminister Brzezinski in "Die einzige Weltmacht" zusammenfasste: "den eurasischen Kontinent unter ihrer Kontrolle zu halten und rivalisierende Bestrebungen zu verhindern, die die Machtstellung der USA gefährden könnten". Es ist wirklich sehr naiv, das Vorgehen der USA (und das Russlands sowieso) insbesondere in Nahost unter dem Thema "Demokratieförderung" zu sehen.


Naiv ist das sicherlich nicht. Die USA fördern seit 100 Jahren die Demokratie in der Welt, unter anderem deswegen, weil sich mit demokratischen Staaten bessere Partnerschaften aufbauen lassen, was dann auch der US-Wirtschaft dient.
Auch du persönlich bist ein Mensch, der in den Genuss der amerikanischen Demokratieförderung gekommen ist, denn das Besiegen des Nazi-Regimes und die anschließende Westbindung der BRD verbunden mit wirtschaftlichen Aufbauhilfen ist wesentlich der USA zu verdanken.

Also freu dich lieber über unsere Demokratie und freu dich darüber, dass die USA bestrebt sind, auch in anderen Weltregionen ihren Einfluss zu erhalten, damit dort ähnliche wirtschaftliche und demokratische Systeme aufgebaut werden können.

Oder bist du so egoistisch zu sagen, nur die Menschen im Westen haben Demokratie verdient? Und den Rest der Welt überlassen wir ruhig der Einflusssphäre der Russen oder der Chinesen?
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Mi 15. Mär 2017, 02:00

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Mar 2017, 17:03)

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer räumt unumwunden ein:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ettansicht

Die >>taz<< stellt fest: http://www.taz.de/!5388127/


Uiuiui, Frau Kramp-Karrenbauer räumt also unumwunden ein :D

Wie kommst Du denn nun plötzlich auf diese Tante ?

Auch wenn das Saarland hier jetzt nicht das Thema ist, ABER diese Frau Annegret Kramp-Karrenbauer ist Deutschlandweit die schlechteste Politikerin die es in der Geschichte überhaupt eigentlich gab. Diese Dame war in der Vergangenheit, in ganz vielen Ämter schon vertreten. Dabei hat Sie nachweißlich mehrere Millionen Euros und Projekte im Saarland kontinuierlich vor die Wand gefahren. Es ist nahezu ein großer Witz, dass man diese Frau zur Ministerpräsidentin wählte !

DarkLightbringer hat geschrieben:Lafontaine sollte m. E. keine Gelegenheit bekommen, die Zufriedenheit der Menschen zu enttäuschen.


Ich denke, er wird seinen Beitrag mit stattlichen 12 bis 15% beitragen ;)

DarkLightbringer hat geschrieben:Dann muss ich den Libero vorschicken.
Es ist nicht schwer für die SPD, das "Original" zu sein, die Partei ist ja auch wesentlich älter.


Oh doch ! Der SPD fällt es schon seit vielen Jahren sehr schwer das "Original" zu sein wenn es um Soziale Gerechtigkeit geht ;)

DIE LINKE ist für die SPD nach wie vor ein großer Dorn im Auge und klar ein Hauptgrund dafür, dass man um die 25% Hürde kämpfen muß. Die LINKE wirkt und treibt die SPD förmlich vor sich her ;)

DarkLightbringer hat geschrieben:Sarah Wagenknecht hat sich im Bundestag für die Linke klar positioniert, nämlich gegen Schutzzonen in Aleppo oder anderswo, die eine Bombardierung in Frage stellen würden.


Jetzt mal bitte ganz konkret mit BELEGEN und Zitat/ link. ect. im ganzen Kontext !!!

DarkLightbringer hat geschrieben:Die Russisch-Iranische Koalition wollte aber diese Bombardierung, auch gezielt gegen zivile Einrichtungen, Krankenhäuser und Schulen. Aleppo ist das Guernica unserer Tage.


Es gibt keine Russisch-Iranische Koalition ! Einfach nur Unsinn den Du hier behauptest. Verstehe jetzt nicht, warum Du plötzlich am Rad drehst zumal Deine anderen Beiträge doch durchaus als Vernünftig anzusehen waren :?:

DarkLightbringer hat geschrieben:Und die Linke hat sich dem Kriegsvertrauen nach dem Vorbild der SPD von 1914 gebeugt. Aber anders als beim historischen "Original" ist es eine Unterwerfungsgeste gegenüber dem russischen "Zar", während die damalige SPD ja eher mit der russischen Opposition liebäugelte.


Weder hat sich DIE LINKE irgendwen "Unterworfen", noch gibt es einen russischen Zaren und zudem sind Deine Vergleiche von 1914 mehr als albern. Sammel Dich bitte und mach mal eine kleine Pause !

DarkLightbringer hat geschrieben:Das Wahljahr 2017 bleibt fraglos spannend. Und wie der niederländische Premier Rutte so schön sagt, das Finale im Kampf gegen den "falschen Populismus" findet im September in Deutschland statt.


Wenn das denn auch so stimmt, wäre das ein ziemliches Armutszeugniss für einen niederländischen Premier, denn mit so einer Aussage, würde er sich ja allenfalls selber nur im Halbfinale sehen ??!

DarkLightbringer hat geschrieben:Wünsche einen frohen Dienstag.


Der Dienstag war Fantastisch gut.

PS. bitte link. nicht vergessen !

grüsse
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Mi 15. Mär 2017, 02:56

Alexyessin hat geschrieben:(11 Mar 2017, 12:44)

Nein, da liege ich richtig. Oskar suchte eben nicht seine Flucht nach vorne, hat das Thema eben nicht in die Partei getragen, wie es richtig und vor allem als Vorsitzender sein gutes Recht gewesen wäre - nein, er ist aus der Verantwortung geflüchtet - und das eher aus eigener Eitelkeit denn anderen Gründen...


Nein mein werter Alexyessin, DU liegst da völlig falsch ! Offensichtlich, so glaube ich, bist Du da Wahrscheinich auf einem falschen, Medialen Dampfschiff unterwegs gewesen ?!!

Wenn Du mal in Ruhe Zeit hast, schau Dir bitte folgendes nur 15 Minuten an, dann wirst Du das sicherlich verstehen und zur Kenntniss nehmen!

Wenn Du zusätzlich noch dazulernen möchtest, was ein Wirklicher und Wahrer Sozialdemokrat ist, empfehle ich das Ganze Video zu schauen.

Es gibt selten solche Einblicke wobei Spitzenpolitiker "frei von der Seele reden" und aus dem "Handgelenk" Politik erklären !

In diesem 79 Minuten interview kann ich Persönlich 99,9% seiner Aussagen, informationen usw. unterstreichen.

Man kann da fast schon sagen, Oskar Lafontaine ist Alias DER GENERAL :cool: :thumbup:


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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Mär 2017, 08:29

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Mar 2017, 15:34)

Eine stabile Demokratie im Irak oder in Syrien wäre selbstverständlich wünschenswert. Wenn Herr B. vor 20 Jahren schrieb oder meinte, es gebe Sicherheitsinteressen der USA, mag das so sein. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow hat erklärtermaßen Verständnis für Sicherheitsinteressen - für die russischen.

Werter Kollege Schokoschendrezki, welche militärstrategischen und politischen Ziele verfolgt denn die Linke in Syrien, wenn sie Schutzzonen für Menschen kategorisch ablehnt?

Nicht, dass ich grundsätzlich anzweifle, dass Frau Wagenknecht derartiges im Namen der Linken irgendwo geäußert hat, aber auch bei deiner ursprünglichen Erwähnung dieser Geschichte fehlt ein Link zu einer konkreten Quelle, so dass man sich den Gesamtkontext erschließen könnte. Der Syrien-Konflikt ist so komplex, dass man eine isolierte Einzelaussage niemals richtig interpretieren kann. Vor der Syrien-Konferenz in München im Februar jedenfalls verlangte sie im Interview mit dem Deutschlandfunk eine Ende der russischen Bombardierungen auf Aleppo (http://www.deutschlandfunk.de/wagenknecht-zu-bombardements-in-syrien-es-ist-alles-ein.694.de.html?dram:article_id=345194).

Was das Verhältnis zu den USA und deren globale und jahrzehntelange Demokratisierungs-Mission anbelangt: So wie Demokratien in Ländern wie Japan und Südkorea fraglos auf den Nachkriegseinfluss der USA zurückzuführen sind, so sind sie zweifellos einfach passfähig zu den militärischen und wirtschaftlichen Interessen der USA. Die extremen Diktaturen und Bananenrepubliken in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Mittel- und Südamerika waren aber ebenso USA-Produkte und erschienen US-Politikern passfähig zu den Interessen der USA. So wie ich niemals eine Deutschland.-Fahne hissen werde, so werde ich auch niemals eine US-Flagge oder eine russische Fahne schwenken. Und schon gar nicht werde ich der linken Volkskrankheit "Antiamerikanismus" verfallen. Ich versuche die Dinge einfach nüchtern zu sehen.

@Hyde: Die Befreiung von Nazideutschland war am Ende eine Sache von Vier Mächten und nicht nur der USA. Das wird man niemals separieren und auf nur eine der beteiligten Seiten beziehen können, ohne grobe historische Verzerrungen anzustellen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 15. Mär 2017, 17:51

Hyde hat geschrieben:(14 Mar 2017, 19:36)

Naiv ist das sicherlich nicht. Die USA fördern seit 100 Jahren die Demokratie in der Welt, unter anderem deswegen, weil sich mit demokratischen Staaten bessere Partnerschaften aufbauen lassen, was dann auch der US-Wirtschaft dient.
Auch du persönlich bist ein Mensch, der in den Genuss der amerikanischen Demokratieförderung gekommen ist, denn das Besiegen des Nazi-Regimes und die anschließende Westbindung der BRD verbunden mit wirtschaftlichen Aufbauhilfen ist wesentlich der USA zu verdanken.

Also freu dich lieber über unsere Demokratie und freu dich darüber, dass die USA bestrebt sind, auch in anderen Weltregionen ihren Einfluss zu erhalten, damit dort ähnliche wirtschaftliche und demokratische Systeme aufgebaut werden können.

Oder bist du so egoistisch zu sagen, nur die Menschen im Westen haben Demokratie verdient? Und den Rest der Welt überlassen wir ruhig der Einflusssphäre der Russen oder der Chinesen?
Wer das will, der will eine schlechtere Welt.

Wir alle sind Nutznießer jener West-, Demokratie- und Friedensbindung, die seit 70 Jahren prägend ist. Leider wird das oftmals und gern vergessen.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 15. Mär 2017, 18:47

Der General hat geschrieben:(15 Mar 2017, 02:00)

Uiuiui, Frau Kramp-Karrenbauer räumt also unumwunden ein :D

Wie kommst Du denn nun plötzlich auf diese Tante ?

Auch wenn das Saarland hier jetzt nicht das Thema ist, ABER diese Frau Annegret Kramp-Karrenbauer ist Deutschlandweit die schlechteste Politikerin die es in der Geschichte überhaupt eigentlich gab. Diese Dame war in der Vergangenheit, in ganz vielen Ämter schon vertreten. Dabei hat Sie nachweißlich mehrere Millionen Euros und Projekte im Saarland kontinuierlich vor die Wand gefahren. Es ist nahezu ein großer Witz, dass man diese Frau zur Ministerpräsidentin wählte !

Es steht den Saarländern ja frei, die SPD zu wählen, obwohl das Land recht gut da steht. Zumal Kramp-Karrenbauer den Schulz-Effekt gar nicht ableugnet.
;)

Ich denke, er wird seinen Beitrag mit stattlichen 12 bis 15% beitragen ;)

Als er noch Ministerpräsident war, ging er gegen den SPIEGEL vor. Das war ein eher schlechter Beitrag zur Pressefreiheit.

Oh doch ! Der SPD fällt es schon seit vielen Jahren sehr schwer das "Original" zu sein wenn es um Soziale Gerechtigkeit geht ;)
DIE LINKE ist für die SPD nach wie vor ein großer Dorn im Auge und klar ein Hauptgrund dafür, dass man um die 25% Hürde kämpfen muß. Die LINKE wirkt und treibt die SPD förmlich vor sich her ;)

Für die betroffenen Bürger ist der konkret umgesetzte Mindestlohn origineller als das linke Füllhorn leerer Versprechungen. Antrieb und Wirkung der Wagenknecht-Linke konkurriert mit dem Populismus der AfD. Die

Jetzt mal bitte ganz konkret mit BELEGEN und Zitat/ link. ect. im ganzen Kontext !!!

Die Forderung nach einer Flugverbotszone ist von der Linken zurückgewiesen worden. Die Materialien dazu müsste ich raussuchen und reiche sie ggfs. entsprechend nach.

Es gibt keine Russisch-Iranische Koalition ! Einfach nur Unsinn den Du hier behauptest. Verstehe jetzt nicht, warum Du plötzlich am Rad drehst zumal Deine anderen Beiträge doch durchaus als Vernünftig anzusehen waren :?:

Die Islamische Republik Iran und russisches Militär sind in Syrien aktiv, das ist so.

Weder hat sich DIE LINKE irgendwen "Unterworfen", noch gibt es einen russischen Zaren und zudem sind Deine Vergleiche von 1914 mehr als albern. Sammel Dich bitte und mach mal eine kleine Pause !

Die Linke bleibt aus meiner Sicht aufgefordert, sich an die Geschichte der Linken zu erinnern und sich mit den Unterdrückten statt mit Unterdrückern zu solidarisieren. Das Original könnte dabei sie selbst sein, bis 2013 ungefähr, Vorgänger-Parteien oder eben auch die SPD.

Wenn das denn auch so stimmt, wäre das ein ziemliches Armutszeugniss für einen niederländischen Premier, denn mit so einer Aussage, würde er sich ja allenfalls selber nur im Halbfinale sehen ??!

Im Viertelfinale sieht er sich und die Niederlande, im Halbfinale wird Frankreich stehen. ;)

Der Dienstag war Fantastisch gut.
PS. bitte link. nicht vergessen !

Ist notiert.

grüsse

Einen frohen Mittwochen wünsch ich.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Alexyessin » Mi 15. Mär 2017, 20:03

Der General hat geschrieben:(11 Mar 2017, 14:08)

Richtig ist, dass Gerhard Schröder ständig mit seinem Rücktritt drohte:

Zitat: "Es wird einen Punkt geben, wo ich die Verantwortung für eine solche Politik nicht mehr übernehmen werde."

Das Schröder später die Vertrauensfrage stellte und es neue Bundestagswahlen gab, weißt Du bestimmt oder ?


Um Schröder geht es jetzt aber nicht. Nebenbei fand ich seine Art des Regierens nicht gerade optimal. Auch er hat die Kopfgeburt Agenda 2010 nicht mit der Partei gemacht und damit die Sozialdemokratie in eine Tiefe Krise gestürzt - aber das war nach Oskars feigen Abgang.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Alexyessin » Mi 15. Mär 2017, 20:04

Der General hat geschrieben:(15 Mar 2017, 02:56)

Nein mein werter Alexyessin, DU liegst da völlig falsch ! Offensichtlich, so glaube ich, bist Du da Wahrscheinich auf einem falschen, Medialen Dampfschiff unterwegs gewesen ?!!


Nein, liege ich nicht. Oskar hat sich verpisst, feige vom Acker gemacht, anstatt mit der Partei eine Lösung zu finden. Alphatierverhalten halt. Entweder alles oder nix.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Do 16. Mär 2017, 00:42

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Mar 2017, 18:47)

Es steht den Saarländern ja frei, die SPD zu wählen, obwohl das Land recht gut da steht. Zumal Kramp-Karrenbauer den Schulz-Effekt gar nicht ableugnet.
;)


Wie schon geschrieben, ist die Vita mit all Ihren Ämtern die sie bekleidet hat schon Katastrophal. Mio. hat diese Dame vor die Wand gefahren, nicht ein Projekt ist da gelungen.

DarkLightbringer hat geschrieben:Als er noch Ministerpräsident war, ging er gegen den SPIEGEL vor. Das war ein eher schlechter Beitrag zur Pressefreiheit.


Naja, den SPIEGEL gibt es sicherlich bald nicht nur beim Baumarkt kostenlos, sondern bestimmt auch bald in der Bahnhofs Toilette als Souvenir ?!!

DarkLightbringer hat geschrieben:Für die betroffenen Bürger ist der konkret umgesetzte Mindestlohn origineller als das linke Füllhorn leerer Versprechungen. Antrieb und Wirkung der Wagenknecht-Linke konkurriert mit dem Populismus der AfD.


Populismus ist nur ein Neu- Begriff von Neoliberalen wenn die Argumente fehlen. Die Wagenknecht-Linke wirkt, denn ohne DIE LINKE, hätte es damals noch nicht einmal eine Debatte um den Mindeslohn gegeben ;)

DarkLightbringer hat geschrieben:Die Forderung nach einer Flugverbotszone ist von der Linken zurückgewiesen worden. Die Materialien dazu müsste ich raussuchen und reiche sie ggfs. entsprechend nach.


In erster Linie, geht es um Deine Aussage zuvor. Du hattest behauptet, Wagenknecht sei gegen Schutzzonen in Syrien oder anderswo und somit eine Bombadierung Rechtfertigen würde, so der Kontext! Dafür hätte ich gerne ein Beleg. Wenn Du keinen findest, sei so Nett und nimm das einfach zurück, Danke!

DarkLightbringer hat geschrieben:Die Islamische Republik Iran und russisches Militär sind in Syrien aktiv, das ist so.


Deine Behauptung war, dass der Iran und Rußland eine Koalition eingegangen ist und das ist absoluter Unsinn !

DarkLightbringer hat geschrieben:Die Linke bleibt aus meiner Sicht aufgefordert, sich an die Geschichte der Linken zu erinnern und sich mit den Unterdrückten statt mit Unterdrückern zu solidarisieren. Das Original könnte dabei sie selbst sein, bis 2013 ungefähr, Vorgänger-Parteien oder eben auch die SPD.


DIE LINKE ist die einzige echte Friedenspartei im Deutschen Bundestag und setzt ausschließlich auf Dialog statt Waffengewalt. Wer sich Intensiv mit der Materie "Soziale Gerechtigkeit" befasst, kommt ganz klar zu dem Urteil, dass es DIE LINKE ist die das Original darstellt und die SPD nur als eine Kopie betrachtet werden kann. Es kann sein, dass sich das wieder ändert. Bis dahin ist es aber noch ein sehr laanger Weg und mit dem Martin als Kandidaten befinden sich nur weitere Steine auf diesem Wege!

DarkLightbringer hat geschrieben:Im Viertelfinale sieht er sich und die Niederlande, im Halbfinale wird Frankreich stehen. ;)


Ja, habe ich auch Heute gehört. Das Problem ist oder bleibt jedoch, dass nach jedem Endspiel ein weiteres folgt.

DarkLightbringer hat geschrieben:Ist notiert.
Einen frohen Mittwochen wünsch ich.


Dito
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Do 16. Mär 2017, 00:49

Alexyessin hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:04)

Nein, liege ich nicht. Oskar hat sich verpisst, feige vom Acker gemacht, anstatt mit der Partei eine Lösung zu finden. Alphatierverhalten halt. Entweder alles oder nix.


Doch Du liegst falsch.

"Verpisst" hat er sich in der Tat, dass aber mit Reinen Gewissen und alles andere als Feige.

Absoluter Sozialdemokrat der Verantwortungsvoll gehandelt hat, indem er nämlich nicht den Neoliberalen Gang der jetzigen SPD angetreten hat.

Schade, dass Du Dir das Video nicht angeschaut hast.

grüsse
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Alexyessin » Do 16. Mär 2017, 09:13

Der General hat geschrieben:(16 Mar 2017, 00:49)

Doch Du liegst falsch.

"Verpisst" hat er sich in der Tat, dass aber mit Reinen Gewissen und alles andere als Feige.

Absoluter Sozialdemokrat der Verantwortungsvoll gehandelt hat, indem er nämlich nicht den Neoliberalen Gang der jetzigen SPD angetreten hat.


Ein Sozialdemokrat stellt sich der politischen Diskussion in den Gremien und der Partei. Vor allem, wenn er angeblich absolut und verantwortungsvoll handelt - genau DAS hat aber der Saarpoleon nicht getan. Feige mit viel Tam Tam von der Bühne verschwinden, das war sein Thema, anstatt sozialdemokratisch zu handeln.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon Der General » Do 16. Mär 2017, 13:38

Alexyessin hat geschrieben:(16 Mar 2017, 09:13)

Ein Sozialdemokrat stellt sich der politischen Diskussion in den Gremien und der Partei. Vor allem, wenn er angeblich absolut und verantwortungsvoll handelt - genau DAS hat aber der Saarpoleon nicht getan.


Selbstverständlich hat er das getan ! Es war doch Gerhard Schröder der zunächst mit Rücktritt drohte. Am 10. März 1999 erklärte Schröder bei einer Kabinettssitzung, eine wirtschaftsfeindliche Politik sei „mit ihm nicht zu machen“.

Und wie wir alle wissen, wollte Schröder nicht nur keine wirtschaftsfeindliche Politik betreiben, sondern genau das Gegenteil erreichen was er ja später mit der Agenda 2010 auch umgesetzt hat.

Als Parteivorsitzender hat er es nicht geschafft "seine" Mannschaft auf seinen Kurs zu bringen. Wenn er dann auch noch Politik mit tragen soll, die völlig in die entgegengesetzte Richtung läuft, ist die einzige Konsequenz zurück zu treten und das hat er Richtigerweise dann auch getan !

Er hat Rückgrat bewiesen, ohne an seinem Stuhl zu kleben.
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon DarkLightbringer » Do 16. Mär 2017, 17:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Mar 2017, 08:29)

Nicht, dass ich grundsätzlich anzweifle, dass Frau Wagenknecht derartiges im Namen der Linken irgendwo geäußert hat, aber auch bei deiner ursprünglichen Erwähnung dieser Geschichte fehlt ein Link zu einer konkreten Quelle, so dass man sich den Gesamtkontext erschließen könnte. Der Syrien-Konflikt ist so komplex, dass man eine isolierte Einzelaussage niemals richtig interpretieren kann. Vor der Syrien-Konferenz in München im Februar jedenfalls verlangte sie im Interview mit dem Deutschlandfunk eine Ende der russischen Bombardierungen auf Aleppo (http://www.deutschlandfunk.de/wagenknecht-zu-bombardements-in-syrien-es-ist-alles-ein.694.de.html?dram:article_id=345194).

Was das Verhältnis zu den USA und deren globale und jahrzehntelange Demokratisierungs-Mission anbelangt: So wie Demokratien in Ländern wie Japan und Südkorea fraglos auf den Nachkriegseinfluss der USA zurückzuführen sind, so sind sie zweifellos einfach passfähig zu den militärischen und wirtschaftlichen Interessen der USA. Die extremen Diktaturen und Bananenrepubliken in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Mittel- und Südamerika waren aber ebenso USA-Produkte und erschienen US-Politikern passfähig zu den Interessen der USA. So wie ich niemals eine Deutschland.-Fahne hissen werde, so werde ich auch niemals eine US-Flagge oder eine russische Fahne schwenken. Und schon gar nicht werde ich der linken Volkskrankheit "Antiamerikanismus" verfallen. Ich versuche die Dinge einfach nüchtern zu sehen.

@Hyde: Die Befreiung von Nazideutschland war am Ende eine Sache von Vier Mächten und nicht nur der USA. Das wird man niemals separieren und auf nur eine der beteiligten Seiten beziehen können, ohne grobe historische Verzerrungen anzustellen.

Auch im obig genannten Interview singt Frau Wagenknecht immer das gleiche Lied der Relativierung, etwa so: Natürlich sind Bombardierungen unschön, die andern machen´s aber auch, man muss die Sicherheitsinteressen sehen und mal drüber reden.

Und weil du auf die Situation in Lateinamerika während des Kalten Krieges abhebst - da stellt sich doch gerade spöttisch die Frage, ob dies das Vorbild und "Original" der Linken sein soll. Auch seinerzeit hätte man doch einfach sagen können, ja genau, diese Diktaturen sind nicht schön, wir bevorzugen ja alle die Demokratie, aber die Sowjets gehen doch genau so vor und man muss auch einfach mal die vitalen Sicherheitsinteressen der USA berücksichtigen, ohne sogleich in plumpen Antiamerikanismus zu verfallen. Genau das wäre dann die gleiche rhetorische Technik.

Bodo Ramelow betont ebenfalls Verständnis für "Sicherheitsinteressen", womit er aber nicht die USA oder die Europäer meint.

Nüchternheit ist gut, wenn man einen Fahrdienst anbietet. Aber die Frage der Mitreisenden ist schon berechtigt, wohin es eigentlich gehen soll.

Zur Antwort an "Hyde": Die Vier Mächte haben als strategische Koalition Hitler besiegt, aber nur drei Mächte haben die Liberation Westeuropas erwirkt.

Zum Thema Flugverbotszone / Position der Linken gibt es diverse "einfache" Quellen, ich suche eigentlich noch nach einer speziellen. Aber mal zur Vorab-Einstimmung: http://www.deutschlandfunk.de/syrien-ri ... _id=366615
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: DIE LINKE: Soziale Gerechtigkeit DAS Original

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Mär 2017, 11:44

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Mar 2017, 17:09)
Auch im obig genannten Interview singt Frau Wagenknecht immer das gleiche Lied der Relativierung, etwa so: Natürlich sind Bombardierungen unschön, die andern machen´s aber auch, man muss die Sicherheitsinteressen sehen und mal drüber reden.

In einem anderen Interview sagt sie: "Und natürlich geht es auch beim russischen Eingreifen in Syrien nicht um Demokratie und Menschenrechte, sondern um die Verteidigung von Einflusssphären.". Genau bis dahin ist das auch mein Standpunkt und ganz sicher gilt das sowohl für Russland als auch für die NATO und ihre Teilnehmerstaaten. Und für Staaten wie Saudi-Arabien, Türkei, Iran etc. schon sowieso. Die Frage ist, wieweit man die Durchsetzung solcher Einflussinteressen auch mit militärischen Mitteln für berechtigt hält. Diese Frage hängt mit der Frage nach der Rolle der Nation zusammen und da liegt Frau Wagenknecht, die "heilige Johanna der neuen Nationalbewegung" :p (wie sie von antinationalistischen Linken schon mal genannt wurde) diametral gegen meine eigene Ansicht.
Und weil du auf die Situation in Lateinamerika während des Kalten Krieges abhebst - da stellt sich doch gerade spöttisch die Frage, ob dies das Vorbild und "Original" der Linken sein soll. Auch seinerzeit hätte man doch einfach sagen können, ja genau, diese Diktaturen sind nicht schön, wir bevorzugen ja alle die Demokratie, aber die Sowjets gehen doch genau so vor und man muss auch einfach mal die vitalen Sicherheitsinteressen der USA berücksichtigen, ohne sogleich in plumpen Antiamerikanismus zu verfallen. Genau das wäre dann die gleiche rhetorische Technik.

Es ging mir dabei lediglich darum, dass es vollkommen unsinnig und naiv ist, die USA uneingeschränkt als "Demokratiebringer" zu feiern. Sie spielen diese Rolle genau dann, wenn das mit ihren Interessen übereinstimmt. Wie in diesem Punkt die Partei "Die Linke" argumentiert, ist für mich in dem Moment eigentlich irrelevant.
Nüchternheit ist gut, wenn man einen Fahrdienst anbietet. Aber die Frage der Mitreisenden ist schon berechtigt, wohin es eigentlich gehen soll.

Haha. Ja. Die nüchterne Antwort lautet leider, dass das heute niemand mehr genau weiß. Es gibt Populisten, die vorgeben, es zu wissen und eine ziemliche Menge von Leuten, die ihnen freudig folgen. Einer dieser Populisten sitzt seit kurzem als Präsident im Weißen Haus.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

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