Politiker verdienen zu viel?

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jack000
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Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon jack000 » Di 21. Feb 2017, 18:01

Mich hatte im Rahmen der LTW in NRW mal interessiert wie viel ein Landtagsabgeordneter bekommen. Dabei bin ich auf folgende Übersicht gestoßen:
https://www.spd-fraktion-nrw.de/wie_vie ... g_nrw.html

Brutto: 10971€
Abzüge für Altersvorsorge: 2152€
Übrig: 8765 €
Weitere Ausgaben inkl. Steuer und Krankenversicherung: 5197€

Übrig: 3568€

3,5 Netto hat ein LWT-Abgeordneter? So wenig für Personen die Entscheidungskompetenzen für ein Bundesland haben? Das ist doch lächerlich wenig für Personen die Entscheidungen mit entsprechender Tragweite treffen!
Wo ist da mein Denkfehler? Was habe ich übersehen?
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Skull » Di 21. Feb 2017, 18:17

Nö. Da hast nix grossartiges übersehen.
Auch wenn da das eine oder andere modellhaft positiv :D dargestellt wird.

So zwischen 4 und 5 Tausend sollte es Netto WIRKLICH sein.

Ist doch okay ? NIcht übermässig viel, aber auch nicht wenig als "Parteisoldat" im Landtag.
Nebentätigkeiten, AR-Mandate oder finanzielle Tätigkeiten,
die sich aus dem Mandat oder gerade nach dem Mandat ergeben, kommen ja dazu.

Ich finde das alles in allem okay.

mfg
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon NMA » Di 21. Feb 2017, 18:26

Im Vergleich zu ähnlich anspruchsvollen Tätigkeiten in der freien Wirtschaft sind die Politikerbezüge lächerlich gering. Man vergleiche z. B. Was Jogi Löw bekommt mit dem, was die Bundeskanzlerin oder der Bundespräsident bekommt.

Aber um auf die Abgeordneten zurückzukommen: Deutlich höhere Bezüge wären angemessen und würden auch davon abbringen, diverse "Nebentätigkeiten" aus dem Ruder laufen zu lassen. Außerdem gibt es ja auch genug fähige Leute, die vor der Entscheidung stehen: Wirtschaft oder Politik? Die besten gehen in die Wirtschaft, die anderen bleiben übrig für die Politik? Vielleicht ließe sich durch eine faire Bezahlung auch mehr Kompetenz in die Politik bringen. :?
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Teeernte
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Teeernte » Di 21. Feb 2017, 18:36

jack000 hat geschrieben:(21 Feb 2017, 18:01)

Mich hatte im Rahmen der LTW in NRW mal interessiert wie viel ein Landtagsabgeordneter bekommen. Dabei bin ich auf folgende Übersicht gestoßen:
https://www.spd-fraktion-nrw.de/wie_vie ... g_nrw.html

Brutto: 10971€
Abzüge für Altersvorsorge: 2152€
Übrig: 8765 €
Weitere Ausgaben inkl. Steuer und Krankenversicherung: 5197€

Übrig: 3568€

3,5 Netto hat ein LWT-Abgeordneter? So wenig für Personen die Entscheidungskompetenzen für ein Bundesland haben? Das ist doch lächerlich wenig für Personen die Entscheidungen mit entsprechender Tragweite treffen!
Wo ist da mein Denkfehler? Was habe ich übersehen?



Jeder , der 10.000 eu als Selbständiger hat - geht es ebenso....

Man hat jedoch nicht das Nebenbeieinkommen und weitere Vergünstigungen:

Was Parlamentarier in Düsseldorf "nebenbei" verdienen, lässt sich jetzt der Nebeneinkünfte-Bilanz entnehmen. Mit an der Spitze: Christian Lindner.
Düsseldorf.. Für FDP-Chef Christian Lindner hat das Jahr gut begonnen. Nicht nur wegen der Wahlerfolge in Hamburg und Bremen. Als Vortragsreisender hat der 36-Jährige im ersten Quartal 2015 ebenfalls üppig eingefahren. Das geht aus der Nebeneinkünfte-Bilanz hervor, die der NRW-Landtag nach jahrelanger Diskussion erstmals veröffentlichte.
So ließ sich der rhetorisch beschlagene Lindner, im Hauptberuf eigentlich Fraktionsvorsitzender seiner Partei in Düsseldorf, Redeauftritte ordentlich honorieren. Vor allem Ausflüge in die Schweiz im Januar lohnten sich für ihn: Lindners Vortrag beim 13. Alpensymposium in Interlaken bescherte ihm 7500 Euro, die Ausführungen beim 21. Rheintaler Wirtschaftsforum in Widnau brachten sogar 8750 Euro. Aber auch Bergisch Gladbach war eine Reise wert: Ein Auftritt bei der Fachkonferenz für Versicherungen brachte 6000 Euro. Bei einem Berliner Wirtschaftsforum bot Lindner liberales Gedankengut aber auch schon für 3500 Euro feil.
Nach schweren Geburtswehen

Erst unter dem öffentlichen Druck der Honorar-Affäre um den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück hatten sich die Landtagsabgeordneten 2013 Transparenz bei Zusatzhonoraren für Vorträge, Aufsichtsratsmandate oder Nebentätigkeiten verordnet. Bis zum 31. März 2015 sollten die ersten Angaben bei der Parlamentsspitze eingereicht werden. Nun werden sie auf der Internetseite des Landtags (www.landtag.nrw.de) im Abgeordnetenprofil veröffentlicht. Die Jahresgehälter von zahlreichen nebenbei regulär berufstätigen Parlamentariern müssen aber erst mit der Steuererklärung 2015 ins Netz gestellt werden.
Bei den schweren Geburtswehen der Abgeordneten-Transparenz warnten vor allem Freiberufler vor einem „Beamten-Parlament“, das demnächst neidvoll erfolgreiche Menschen aus der Mitte der Gesellschaft abschrecke. Doch siehe da: Auch Abgeordnete, von denen es die wenigsten vermutet hatten, kassieren kräftig nebenbei.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Römer (68), ehemaliger Gewerkschaftsfunktionär, bekommt als Jahrestantieme im Aufsichtsrat der Rütgers GmbH stattliche 23.205 Euro. Viermal im Jahr gibt es zudem 1190 Euro für die Mitgliedschaft im RAG-Aufsichtsrat und für die Arbeit im Beirat von Borussia Dortmund als geldwerten Vorteil zwei VIP-Karten im Wert von 8865 Euro.
Lukrative Vergütungen

Auch in den hinteren Bänken müssen Abgeordnete nicht von den Diäten allein leben, die zum 1. Juli von derzeit 10.726 Euro im Monat auf 10.916,92 Euro steigen. Der Recklinghäuser CDU-Abgeordnete Lothar Hegemann etwa sammelte allein im ersten Quartal 2015 in verschiedenen Aufsichtsgremien rund 8500 Euro ein.
CDU-Innenpolitiker Gregor Golland kam von Januar bis März über den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Köln an 7600 Euro zusätzlich. Der Kölner SPD-Mann Martin Börschel, ein lokaler Multi-Funktionär, musste bislang „nur“ rund 6000 Euro aus Gremientätigkeiten für Rhein Energie und die Sparkasse Köln/Bonn transparent machen. Lukrative Vergütungen für weitere Pöstchen wie den Aufsichtsratsvorsitz bei der GEW Köln AG und den Stadtwerken Köln werden offenbar erst später im Jahr fällig. Im Sommer gibt es die nächste Aktualisierung der Abgeordnetendaten. Bis dahin dürfte sich die Landtags-Homepage unerwartet großer Popularität erfreuen.
http://www.derwesten.de/politik/so-viel ... 92950.html
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon jack000 » Di 21. Feb 2017, 18:47

NMA hat geschrieben:(21 Feb 2017, 18:26)

Im Vergleich zu ähnlich anspruchsvollen Tätigkeiten in der freien Wirtschaft sind die Politikerbezüge lächerlich gering. Man vergleiche z. B. Was Jogi Löw bekommt mit dem, was die Bundeskanzlerin oder der Bundespräsident bekommt.

Aber um auf die Abgeordneten zurückzukommen: Deutlich höhere Bezüge wären angemessen und würden auch davon abbringen, diverse "Nebentätigkeiten" aus dem Ruder laufen zu lassen. Außerdem gibt es ja auch genug fähige Leute, die vor der Entscheidung stehen: Wirtschaft oder Politik? Die besten gehen in die Wirtschaft, die anderen bleiben übrig für die Politik? Vielleicht ließe sich durch eine faire Bezahlung auch mehr Kompetenz in die Politik bringen. :?

Genau das war auch mein Gedanke. Das man bei solchen Einkommen bei denen man nicht mal weiß ob man nach der nächsten Wahl überhaupt nicht dabei ist anfällig ist für Korruption/Nebentätigkeiten ist nachvollziehbar.
Krasses Beispiel:
Ehemalige Bundestagsabgeordnete muß putzen gehen
Als Abgeordnete für die SPD hat Lilo Friedrich über Hartz IV mitentschieden. Jetzt ist die 57jährige arbeitslos und denkt ein wenig anders über die Reformen auf dem Arbeitsmarkt: „Es ist ja keine Arbeit da, in die man die Leute bringen könnte.“

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 53747.html
Das ist natürlich ein Extremfall aber man sieht was tatsächlich möglich ist (In diesem Fall sogar Bundestag) ... Da stellt sich schon die Frage ob die parlamentarische Arbeit wirklich das ist was Prio1 der Parlamentarier ist.
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon frems » Di 21. Feb 2017, 19:21

jack000 hat geschrieben:(21 Feb 2017, 18:01)
3,5 Netto hat ein LWT-Abgeordneter? So wenig für Personen die Entscheidungskompetenzen für ein Bundesland haben? Das ist doch lächerlich wenig für Personen die Entscheidungen mit entsprechender Tragweite treffen!
Wo ist da mein Denkfehler? Was habe ich übersehen?

Ich vermute mal, dass das bei jeder Partei anders ist. Fast 1000 Euro netto als "Abgaben an die Partei" ist ja nicht wenig bei eher durchschnittlichen Gehältern. Zudem hat jedes Land eine andere Regelung, was die Nebentätigkeiten anbelangt. Bei uns (http://www.focus.de/politik/deutschland ... 28444.html) kriegen Abgeordnete 2303 Euro Aufwandsentschädigung (steuerpflichtig) plus 350 Euro Kostenpauschale (steuerfrei). Ist aber halt nur ein Feierabendparlament. Früher gab's nur eine Kostenpauschale und sonst nichts, weil's quasi nur ein Ehrenamt war. Mittlerweile gibt's ein paar Euro. Die Abgeordneten bleiben aber für gewöhnlich in ihrem Job und reduzieren ggf. nur die Wochenstunden. Vollzeit arbeiten nur die Senatoren, Fraktionsführer und der Erste Bürgermeister, während die Bürgerschaftspräsidentin noch ein paar Euro extra für die Zusatzarbeit kriegt. In NRW gibt's hingegen gar keine steuerfreie Kostenpauschale (selber focus-Link), in Bayern 2883 Euro (zu den steuerpflichtigen 6166 oben drauf).
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Boracay » Mi 22. Feb 2017, 00:15

jack000 hat geschrieben:(21 Feb 2017, 18:01)

Mich hatte im Rahmen der LTW in NRW mal interessiert wie viel ein Landtagsabgeordneter bekommen. Dabei bin ich auf folgende Übersicht gestoßen:
https://www.spd-fraktion-nrw.de/wie_vie ... g_nrw.html

Brutto: 10971€
Abzüge für Altersvorsorge: 2152€
Übrig: 8765 €
Weitere Ausgaben inkl. Steuer und Krankenversicherung: 5197€

Übrig: 3568€

3,5 Netto hat ein LWT-Abgeordneter? So wenig für Personen die Entscheidungskompetenzen für ein Bundesland haben? Das ist doch lächerlich wenig für Personen die Entscheidungen mit entsprechender Tragweite treffen!
Wo ist da mein Denkfehler? Was habe ich übersehen?


Da kenne ich Berufsanfänger die verdienen mehr - das ist ja absolut lächerlich..... Ich selbst hab fast das doppelte in STK3.....

Wird doch niemand ernsthaft arbeiten gehen für 3,5k Netto bei dem Ausbildungsniveau.... Wenn ich ALG kassiere komm ich schon auf 2,5k Netto
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Feb 2017, 01:07

Boracay hat geschrieben:(22 Feb 2017, 00:15)Wird doch niemand ernsthaft arbeiten gehen für 3,5k Netto bei dem Ausbildungsniveau....

Das Ausbildungsniveau spielt bei Abgeordneten keine Rolle und sollte auch keine Rolle spielen:
viewtopic.php?f=5&t=63202&hilit=%2APolitiker%2A#p3819570

Aber man sieht auch, was für ein Publikum bei solchen Jobs angezogen werden:
viewtopic.php?f=20&t=63237#p3827355

Wenn ich ALG kassiere komm ich schon auf 2,5k Netto

Zu meiner letzten ALG1-Zeit war das im Jahr 2010 auf 2100€ gedeckelt, ich glaube nicht dass sich das inzwischen auf 2500€ erhöht hat. Bedenke das du nicht pauschal prozentual dein Nettoeinkommen ran ziehen kannst, sondern das es eine Obergrenze gibt (Und selbst an die bin ich damals trotz Steuerklasse 3 nicht rangekommen).

Aber insgesamt zeigt es auf um welche Größenordnungen es geht und das man das nur für die Zeit der Legislaturperiode hat und das sogar Hartz4-Karrieren (s.o.) möglich sind.
=> Daher stellt sich die Frage ob wirklich immer die Aufgabe der Volksvertretung im Vordergrund steht!

=> Natürlich sollen Politiker keine Schwerverdiener sein aber ob es Sinn macht die so kurz zu halten das die sich Gedanken um Geld machen müssen, ist doch fragwürdig.

Ein weiteres Beispiel ist das Amt des Bundeskanzlers/der Bundeskanzlerin. Wenn die Merkel 150 Jahre lang Bundeskanzlerin sein müsste um Brutto das zu haben was Hoeneß netto an Steuern hinterzogen hat, stellt sich schon die Frage welche Personen eigentlich was zu sagen haben in Deutschland!
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Adlerauge » Mi 22. Feb 2017, 01:18

Politiker verdienen gut.
Leider ist es ihnen immer zu wenig.
Sie wollen noch diverse Nebengehälter und Pöstchen,die nebenher laufen .
Dadurch steigen die Einnahmen manchmal ins Bodenlose.
Recht muss Recht bleiben, dem Unrecht muss das Recht entzogen werden!
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 22. Feb 2017, 01:18

jack000 hat geschrieben:(22 Feb 2017, 01:07)

Das Ausbildungsniveau spielt bei Abgeordneten keine Rolle und sollte auch keine Rolle spielen:
viewtopic.php?f=5&t=63202&hilit=%2APolitiker%2A#p3819570

Aber man sieht auch, was für ein Publikum bei solchen Jobs angezogen werden:
viewtopic.php?f=20&t=63237#p3827355


Zu meiner letzten ALG1-Zeit war das im Jahr 2010 auf 2100€ gedeckelt, ich glaube nicht dass sich das inzwischen auf 2500€ erhöht hat. Bedenke das du nicht pauschal prozentual dein Nettoeinkommen ran ziehen kannst, sondern das es eine Obergrenze gibt (Und selbst an die bin ich damals trotz Steuerklasse 3 nicht rangekommen).

Aber insgesamt zeigt es auf um welche Größenordnungen es geht und das man das nur für die Zeit der Legislaturperiode hat und das sogar Hartz4-Karrieren (s.o.) möglich sind.
=> Daher stellt sich die Frage ob wirklich immer die Aufgabe der Volksvertretung im Vordergrund steht!

=> Natürlich sollen Politiker keine Schwerverdiener sein aber ob es Sinn macht die so kurz zu halten das die sich Gedanken um Geld machen müssen, ist doch fragwürdig.

Ein weiteres Beispiel ist das Amt des Bundeskanzlers/der Bundeskanzlerin. Wenn die Merkel 150 Jahre lang Bundeskanzlerin sein müsste um Brutto das zu haben was Hoeneß netto an Steuern hinterzogen hat, stellt sich schon die Frage welche Personen eigentlich was zu sagen haben in Deutschland!

Das ist doch auch die Frage.
Bestimmen die Gehälterhöhen was Trumpf ist in unserem Land,
oder legitimiert sich eine Regierung durch Wahl der Bürger.
Nebenbei, ich bin der Meinung,
das die Wahl der Bürger mehr wert ist.
Es ist ja auch ein Ehrenamt in Verantwortung.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Feb 2017, 01:29

Bielefeld09 hat geschrieben:(22 Feb 2017, 01:18)

Das ist doch auch die Frage.
Bestimmen die Gehälterhöhen was Trumpf ist in unserem Land,
oder legitimiert sich eine Regierung durch Wahl der Bürger.
Nebenbei, ich bin der Meinung,
das die Wahl der Bürger mehr wert ist.
Es ist ja auch ein Ehrenamt in Verantwortung.

Wie gesagt, es geht nicht darum dass Geldgier ein Motiv sein sollte Abgeordneter zu werden. Trotzdem halte ich es für fragwürdig wenn gewählte Vertreter der Bürger mit 3500€/Monat nach Hause gehen, dieses Einkommen nur für die Legislaturperiode haben und bis zur Rente sogar H4 möglich ist wenn die sich nichts anderes organisieren.
=> Es sollte zumindest eine Absicherung erfolgen die langfristig existenssichernd ist und so das Motiv ausschließt aus Absicherung zu handeln (Was dann trotzdem nicht ausgeschlossen ist aber zumindest das Motiv Absicherung nicht als Motiv vorzulegen).
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Billabong » Mi 22. Feb 2017, 01:37

jack000 hat geschrieben:(21 Feb 2017, 18:01)

Mich hatte im Rahmen der LTW in NRW mal interessiert wie viel ein Landtagsabgeordneter bekommen. Dabei bin ich auf folgende Übersicht gestoßen:
https://www.spd-fraktion-nrw.de/wie_vie ... g_nrw.html

Brutto: 10971€
Abzüge für Altersvorsorge: 2152€
Übrig: 8765 €
Weitere Ausgaben inkl. Steuer und Krankenversicherung: 5197€

Übrig: 3568€

3,5 Netto hat ein LWT-Abgeordneter? So wenig für Personen die Entscheidungskompetenzen für ein Bundesland haben? Das ist doch lächerlich wenig für Personen die Entscheidungen mit entsprechender Tragweite treffen!
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Als Abgeordneter kann man sich mit Korruption noch ein paar Euro dazuverdienen.
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 22. Feb 2017, 01:46

jack000 hat geschrieben:(22 Feb 2017, 01:29)

Wie gesagt, es geht nicht darum dass Geldgier ein Motiv sein sollte Abgeordneter zu werden. Trotzdem halte ich es für fragwürdig wenn gewählte Vertreter der Bürger mit 3500€/Monat nach Hause gehen, dieses Einkommen nur für die Legislaturperiode haben und bis zur Rente sogar H4 möglich ist wenn die sich nichts anderes organisieren.
=> Es sollte zumindest eine Absicherung erfolgen die langfristig existenssichernd ist und so das Motiv ausschließt aus Absicherung zu handeln (Was dann trotzdem nicht ausgeschlossen ist aber zumindest das Motiv Absicherung nicht als Motiv vorzulegen).

Sorry Jack000, aber Hartz 4 ist für alle möglich, wenn die sich nicht anders organisieren.
Sogar für mich.
Was schlägst du denn neues vor,
um Politiker vor Hartz 4 zu schützen?
Nebenbei, ich verdiene mehr als 3500Eur im Monat.
Ist das Neid?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Politiker verdienen zu viel?

Beitragvon Skull » Mi 22. Feb 2017, 08:55

frems hat geschrieben:(21 Feb 2017, 19:21)

Ich vermute mal, dass das bei jeder Partei anders ist. Fast 1000 Euro netto
als "Abgaben an die Partei" ist ja nicht wenig bei eher durchschnittlichen Gehältern.

DAS ist einer der Punkte, den ich in meinem Beitrag mit geschönt meinte.
Von den 1000 Euro bekommt der Abgeordnete ja 500 Euro vom Finanzamt zurück.
Bei Spenden an Parteien gibt es 50 Prozent Steuerrückerstattung.
Anders als bei anderen Spenden. Da ist es nur der individuelle Steuersatz. ;)

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