Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon H2O » So 19. Feb 2017, 23:25

JJazzGold hat geschrieben:(19 Feb 2017, 23:08)

Das sind Themen, derer sich andere Parteien bereits angenommen haben. Da wird es für einen grünen Höhenflug bis in die 20% nicht reichen, allenfalls für eine Sicherung um die 9-10%, was gemessen am jetzigen Zustand keine Euphorie, aber auch keine Abstiegsängste, auslöst.

Jede Partei hat ein Alleinstellungsmerkmal, sei es neuerdings Schulz bei der SPD, oder die Politik der ruhigen Hand der CDU, das AfD Wasserabgraben durch Obergrenze der CSU, oder das Liberal der FDP. Nur den Grünen fehlt inzwischen ein markantes Thema, dass sie kennzeichnet. Das lässt die Frage aufkommen, brauchen wir noch eine Partei die Grünen und falls ja, wofür? Nur um zum Steigbügelhalter degradiert, wie die Die Linke, um RRG zu ermöglichen, das ist mir persönlich zu mager und RRG lehne ich ohnehin ab.


Die von mir genannten Themen mögen Ihre Interessenlage nicht treffen; mir sind sie eine Herzensangelegenheit. Ich sehe keine Partei, die sich tätig und alltäglich in Wort und Tat mit der Vernichtung unseres Trinkwassers und der Ackerflächen befaßt. Ich sehe auch keine Partei, die das Ausbluten des ländlichen Raums durch planvolle Gegenmaßnahmen bremst oder gar umkehrt. Fahren Sie in RP im Landkreis Donnersberg herum... dann wissen Sie, wovon ich spreche. Ich bin jedenfalls zusammen gezuckt! Welche Partei geht gegen den stetig weiter zunehmenden Güterverkehr auf unseren Fernstraßen vor... ja, der wird mit Giga-Linern vermindert :eek: Waaaahnsinn! Nein, da sollte eine grüne Partei genug Futter für politische Arbeit finden, die für ein anständiges Wahlergebnis sorgt.

Daß der politische Wettbewerber nichts drauf hat, das ist mir seit Kindertagen klar. Aber auf solche Spiele muß niemand eingehen.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon JJazzGold » Mo 20. Feb 2017, 00:10

H2O hat geschrieben:(19 Feb 2017, 23:25)

Die von mir genannten Themen mögen Ihre Interessenlage nicht treffen; mir sind sie eine Herzensangelegenheit. Ich sehe keine Partei, die sich tätig und alltäglich in Wort und Tat mit der Vernichtung unseres Trinkwassers und der Ackerflächen befaßt. Ich sehe auch keine Partei, die das Ausbluten des ländlichen Raums durch planvolle Gegenmaßnahmen bremst oder gar umkehrt. Fahren Sie in RP im Landkreis Donnersberg herum... dann wissen Sie, wovon ich spreche. Ich bin jedenfalls zusammen gezuckt! Welche Partei geht gegen den stetig weiter zunehmenden Güterverkehr auf unseren Fernstraßen vor... ja, der wird mit Giga-Linern vermindert :eek: Waaaahnsinn! Nein, da sollte eine grüne Partei genug Futter für politische Arbeit finden, die für ein anständiges Wahlergebnis sorgt.

Daß der politische Wettbewerber nichts drauf hat, das ist mir seit Kindertagen klar. Aber auf solche Spiele muß niemand eingehen.


Doch, doch, einige der Themen treffen durchaus mein Interesse, nur bin ich der Meinung, dass z.B. das Thema Gülle, angeregt durch die EU-Kommission, schon längst Fahrt aufgenommen hat. Meiner Meinung nach ist der Trend zurück aufs Land, wenn auch nicht durch eine Partei angeregt, schon längst eingeläutet. Da war die "Landlust" ein paar Jahre schneller als irgendeine Partei. Was man unternehmen könnte, um den Güterverkehr von der Straße zu bekommen, dieses Themas könnten sich die Grünen annehmen. Aber können das die Grünen, ohne in ihre schlichte Verbotsmentalität zu verfallen? Dann wäre das Thema für die Grünen kontraproduktiv.

Es wird ein in interessantes Wahlhalbjahr werden.

Ach, bevor ich es vergesse, haben Sie schon gehört, was gestern Abend in Schweden passiert ist? ;)
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon H2O » Mo 20. Feb 2017, 00:48

JJazzGold hat geschrieben:(20 Feb 2017, 00:10)

Doch, doch, einige der Themen treffen durchaus mein Interesse, nur bin ich der Meinung, dass z.B. das Thema Gülle, angeregt durch die EU-Kommission, schon längst Fahrt aufgenommen hat. Meiner Meinung nach ist der Trend zurück aufs Land, wenn auch nicht durch eine Partei angeregt, schon längst eingeläutet. Da war die "Landlust" ein paar Jahre schneller als irgendeine Partei. Was man unternehmen könnte, um den Güterverkehr von der Straße zu bekommen, dieses Themas könnten sich die Grünen annehmen. Aber können das die Grünen, ohne in ihre schlichte Verbotsmentalität zu verfallen? Dann wäre das Thema für die Grünen kontraproduktiv.

Es wird ein in interessantes Wahlhalbjahr werden.

Ach, bevor ich es vergesse, haben Sie schon gehört, was gestern Abend in Schweden passiert ist? ;)


Geredet wird über vieles; aber ordentlich Stimmung machen, wenn gegen jede Vernunft unsere Lebensgrundlagen zerstört werden, das würde ich nicht gerade der EU überlassen. Die ist weit weg vom Ort des Geschehens. Die bräsigen großen Parteien lassen sich doch allenfalls von einem Vertragsverletzungsverfahren der EU beeindrucken. Aber wenn informierte Bürger Stimmung machen, dann kommen auch die in Bewegung. Na klar, das maßlose Ausbringen von Gülle muß begrenzt, also auch verboten werden. Das ist so ähnlich wie Diebstahl oder so. Ich vermute "Ihre Verbotsgeschichte" bezieht sich eher darauf, daß DIE GRÜNEN alle möglichen Eßgewohnheiten mit Verboten in Richtung gesünderer Lebensweise verschieben wollten. Beim Qualmen hat es ja auch geholfen; beim Saufen nur in Grenzen, leider; bei Süßigkeiten leider gar nicht. Inzwischen sind Überernährung und Zuckerkrankheit im Kindesalter zur Volkskrankheit geworden. Nein das sollte man wirklich nicht durch Verbote einschränken....

Der Trend zurück auf's Land wurde heute früh im Deutschlandfunk besprochen: Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der 16 bis 35-jährigen dort halbiert. Der Schwund hat vielfache Ursachen; die "Volksparteien" haben aber andere Aufgaben zu erfüllen, als hier Bedingungen zu schaffen, die diese Entwicklung verlangsamen.

Die Themen sind da; sie müßten eben entschieden bearbeitet werden und die Zustimmung der Einsichtigen gewonnen werden. Da waren DIE GRÜNEN schon einmal angekommen.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon JJazzGold » Mo 20. Feb 2017, 07:23

H2O hat geschrieben:(20 Feb 2017, 00:48)

Geredet wird über vieles; aber ordentlich Stimmung machen, wenn gegen jede Vernunft unsere Lebensgrundlagen zerstört werden, das würde ich nicht gerade der EU überlassen. Die ist weit weg vom Ort des Geschehens. Die bräsigen großen Parteien lassen sich doch allenfalls von einem Vertragsverletzungsverfahren der EU beeindrucken. Aber wenn informierte Bürger Stimmung machen, dann kommen auch die in Bewegung. Na klar, das maßlose Ausbringen von Gülle muß begrenzt, also auch verboten werden. Das ist so ähnlich wie Diebstahl oder so. Ich vermute "Ihre Verbotsgeschichte" bezieht sich eher darauf, daß DIE GRÜNEN alle möglichen Eßgewohnheiten mit Verboten in Richtung gesünderer Lebensweise verschieben wollten. Beim Qualmen hat es ja auch geholfen; beim Saufen nur in Grenzen, leider; bei Süßigkeiten leider gar nicht. Inzwischen sind Überernährung und Zuckerkrankheit im Kindesalter zur Volkskrankheit geworden. Nein das sollte man wirklich nicht durch Verbote einschränken....

Der Trend zurück auf's Land wurde heute früh im Deutschlandfunk besprochen: Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der 16 bis 35-jährigen dort halbiert. Der Schwund hat vielfache Ursachen; die "Volksparteien" haben aber andere Aufgaben zu erfüllen, als hier Bedingungen zu schaffen, die diese Entwicklung verlangsamen.

Die Themen sind da; sie müßten eben entschieden bearbeitet werden und die Zustimmung der Einsichtigen gewonnen werden. Da waren DIE GRÜNEN schon einmal angekommen.



Dazu passt ganz gut dieser FAZ Artikel

Die Grünen haben ein Trotz-Gen, das sich gern meldet, sobald die Partei sich in Umfragen nicht länger vom Wahlpublikum beachtet findet, sobald sie sich miss- oder unverstanden fühlt oder ungerecht behandelt. Das Trotz-Gen sagt den Grünen, dass für solche unbequemen Situationen nicht sie selbst, sondern andere verantwortlich sind. Die Grünen, die gern selbst von ihrer „DNA“ sprechen, wenn sie ihr programmatisches Erbe meinen, bewahren darin nicht nur die Erinnerung an ihre Positionen in der Anti-Atomkraft-Bewegung oder der Rechtsangleichung für Homosexuelle, sondern zugleich auch das Gefühl dafür, wie es damals war, als Minderheit gegen etablierte Mehrheiten zu streiten.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 81498.html
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon Brainiac » Mo 20. Feb 2017, 09:31

JJazzGold hat geschrieben:(19 Feb 2017, 23:08)

Das sind Themen, derer sich andere Parteien bereits angenommen haben. Da wird es für einen grünen Höhenflug bis in die 20% nicht reichen, allenfalls für eine Sicherung um die 9-10%, was gemessen am jetzigen Zustand keine Euphorie, aber auch keine Abstiegsängste, auslöst.

Jede Partei hat ein Alleinstellungsmerkmal, sei es neuerdings Schulz bei der SPD, oder die Politik der ruhigen Hand der CDU, das AfD Wasserabgraben durch Obergrenze der CSU, oder das Liberal der FDP. Nur den Grünen fehlt inzwischen ein markantes Thema, dass sie kennzeichnet. Das lässt die Frage aufkommen, brauchen wir noch eine Partei die Grünen und falls ja, wofür? Nur um zum Steigbügelhalter degradiert, wie die Die Linke, um RRG zu ermöglichen, das ist mir persönlich zu mager und RRG lehne ich ohnehin ab.

Andere Parteien haben sich dieser Themen angenommen, aber welche Prioritäten werden diese setzen, wenn harte Entscheidungen anstehen? Wenn zB, platt formuliert, Freiheit, wirtschaftlicher Erfolg oder soziale Lage der Geringverdiener gegen Umweltschutz abzuwägen sind?

Da vertraut man dem Original dann vielleicht doch noch etwas mehr, und somit haben die Grünen für mich eine klare Daseinsberechtigung und sehr wohl ein markantes, abgrenzbares Kernthema - für mich sogar klarer als die Linkspartei (wird auch vom linken Flügel der SPD abgedeckt) oder die FDP (wird auch von Teilen der Union und der SPD abgedeckt). Sie müssen halt mit der Zeit gehen und neue Lösungen und Vorschläge entwickeln und vernünftig verkaufen, daran scheint es mir eher zu hapern.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon H2O » Mo 20. Feb 2017, 10:04

JJazzGold hat geschrieben:(20 Feb 2017, 07:23)

Dazu passt ganz gut dieser FAZ Artikel

Die Grünen haben ein Trotz-Gen, das sich gern meldet, sobald die Partei sich in Umfragen nicht länger vom Wahlpublikum beachtet findet, sobald sie sich miss- oder unverstanden fühlt oder ungerecht behandelt. Das Trotz-Gen sagt den Grünen, dass für solche unbequemen Situationen nicht sie selbst, sondern andere verantwortlich sind. Die Grünen, die gern selbst von ihrer „DNA“ sprechen, wenn sie ihr programmatisches Erbe meinen, bewahren darin nicht nur die Erinnerung an ihre Positionen in der Anti-Atomkraft-Bewegung oder der Rechtsangleichung für Homosexuelle, sondern zugleich auch das Gefühl dafür, wie es damals war, als Minderheit gegen etablierte Mehrheiten zu streiten.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 81498.html


Diese Bequemlichkeit zahlt sich bestimmt nicht aus. Möglicherweise noch beleidigtes Beiseitestehlen, weil nach erreichten Zielen der Beifall abebbt? Aus meiner Sicht hatten DIE GRÜNEN es bei den Homos satt übertrieben. Zeitweise hatte ich das Gefühl, einer verspießerten Minderheit der Normalos an zu gehören, und moslemischer Flüchtling war ich dann auch nicht. Das Gehabe hat sich inzwischen gelegt, aber bis zur Aussendung von Schnarchtönen hätten sie auch nicht gehen müssen.

Wie gesagt, unsere Lebensgrundlagen sind bedroht, werden übernutzt; und DIE GRÜNEN sind bisher die einzigen, die auf solche Mißstände konstruktiv ansprechen, wo andere nur ihr Bedauern äußern. Hallo, aufwachen! :)
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Feb 2017, 10:14

JJazzGold hat geschrieben:(19 Feb 2017, 19:17)

Ich dachte, Trittin versucht man bei den Grünen gerade wieder ins Boot zu holen? Den wird man benötigen, wenn die Option RRG näher rückt.

Diesen linken süffisant grinsenden Oberlehrer will doch keine Sau mehr haben - und zurecht...
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Feb 2017, 10:19

JJazzGold hat geschrieben:(20 Feb 2017, 07:23)

Dazu passt ganz gut dieser FAZ Artikel

Die Grünen haben ein Trotz-Gen, das sich gern meldet, sobald die Partei sich in Umfragen nicht länger vom Wahlpublikum beachtet findet, sobald sie sich miss- oder unverstanden fühlt oder ungerecht behandelt. Das Trotz-Gen sagt den Grünen, dass für solche unbequemen Situationen nicht sie selbst, sondern andere verantwortlich sind.

Hehehe... treffender könnte man es kaum beschreiben...
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Feb 2017, 10:29

Die Grünen heißen ja offiziell und nach wie vor gar nicht die Grünen sondern "Bündnis 90/Die Grünen". Und damit hätten sie normalerweise noch ein zweites-Stammthema. Nämlich die aus einem vorwiegend evangelisch-christlichen Verständnis heraus entwickelte Menschenrechts- und Demokratiefrage. Die Teilfraktionen von damals nur "Bündnis 90" (Demokratie Jetzt, Neues Forum, Initiaitive Frieden und Menschenrechte) waren sämtlich in den Strukturen der Evangelischen Kirchen der DDR gewachsene oppositionelle Bewegungen. Mit der Tochter eines evangelischen Theologen als Kanzlerin und (bis vor kurzem jedenfalls) einem evangelischen Theologen als Bundespräsidenten, ist es sehr schwer, damit ein zusätzliches zweites Alleinstellungsmerkmal zu etablieren.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 20. Feb 2017, 10:31

JJazzGold hat geschrieben:(19 Feb 2017, 19:42)

Mehr als beobachten, ob oder wann die Schulzblase platzt, ist momentan auch nicht möglich.
Dieser Hype gräbt aber vorwiegend den Grünen das Wasser ab, in dessen Mitte sie bis zur BTW zu schwimmen gedachten.

Schulz spricht sehr stark die Nichtwähler von 2013 an und mit den jüngsten Äußerungen über den Rückbau der Agenda 2010 wohl dann auch die sog. Vergessenen, entwurzelte Industriearbeiter. Das geht natürlich zu Lasten anderer Parteien, glücklicherweise auch sehr zu Lasten der AfD.

Grünen und FDP würde ich empfehlen, die Europa-Politik in den Vordergrund zu rücken, verbunden mit einer Neuen Ostpolitik - Dialog nicht nur mit Russland, sondern auch mit den Freunden - und einer Reform der EU, die die Arbeitsweise unkomplizierter macht. Nordstream 2 und Energie-Union wären hier etwa symbolträchtige Themen.

Der Union würde ich empfehlen, sich Gedanken über den Aufschwung zu machen, verbunden mit einer europäischen Beschäftigungsinitiative und Schutzmechanismen gegen Dumping. Zusätzlich könnte man noch die Ordnung der Atlantischen Welt aufgreifen, die innere und äußere Sicherheit.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon yogi61 » Mo 20. Feb 2017, 10:32

firlefanz11 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 10:14)

Diesen linken süffisant grinsenden Oberlehrer will doch keine Sau mehr haben - und zurecht...


Man kann über Trittin denken was man will, aber mehr Charisma als diese beiden armseligen Spitzenkandidaten hat er ohne Frage.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Feb 2017, 10:52

yogi61 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 10:32)

Man kann über Trittin denken was man will, aber mehr Charisma als diese beiden armseligen Spitzenkandidaten hat er ohne Frage.

Um das zu beurteilen bin ich nicht objektiv genug. ;)
Das einzig Gute das man über die Grünen derziet sagen kann ist jedenfalls, dass die Realos die Oberhand haben. Linke Realitätsverweigerer wie Tritt Ihn sind in der Tagespolitik unerwünscht, was nicht zuletzt auch am Fall von Hofreiter deutlich erkennbar war. Und das lag mit Sicherheit nicht nur daran, dass der NOCH weniger Charisma hatte als DJ Özi u. Eckardt. :D
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon yogi61 » Mo 20. Feb 2017, 10:56

firlefanz11 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 10:52)

Um das zu beurteilen bin ich nicht objektiv genug. ;)
Das einzig Gute das man über die Grünen derziet sagen kann ist jedenfalls, dass die Realos die Oberhand haben. Linke Realitätsverweigerer wie Tritt Ihn sind in der Tagespolitik unerwünscht, was nicht zuletzt auch am Fall von Hofreiter deutlich erkennbar war. Und das lag mit Sicherheit nicht nur daran, dass der NOCH weniger Charisma hatte als DJ Özi u. Eckardt. :D


Naja, als Gegner der Grünen kann man das mit den Realos natürlich begrüssen, sie befinden sich ja auch im Sinkflug. Mir ist die Partei in der derzeitigen Verfassung völlig egal, sie wirkt abgehalftert und ohne Mumm. Vielleicht kann Frau Göring noch ein paar Stimmen in der Kirche holen, mal abwarten.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon Tomaner » Do 23. Feb 2017, 00:02

firlefanz11 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 10:52)

Um das zu beurteilen bin ich nicht objektiv genug. ;)
Das einzig Gute das man über die Grünen derziet sagen kann ist jedenfalls, dass die Realos die Oberhand haben. Linke Realitätsverweigerer wie Tritt Ihn sind in der Tagespolitik unerwünscht, was nicht zuletzt auch am Fall von Hofreiter deutlich erkennbar war. Und das lag mit Sicherheit nicht nur daran, dass der NOCH weniger Charisma hatte als DJ Özi u. Eckardt. :D

und welche Realität verweigert Trittin genau? Als Politiker vertritt man bestimmte Interessen und versucht dafür Mehrheiten hinter sich zu bekommen. Wenn man dies im Moment nicht schafft, hat dies nichts mit Realitäten zu tun.

Aber du versuchst uns also klar zu machen, die Realität besitzen ausschließlich Leute die rechts denken. Also die Intressensvertreter des großen Geldes und Kapitals, sind alles Realisten da rechts und die, die sich mehr für die Schwächeren der Gesellschaft einsetzen, sind alles Realitätsverweigerer weil links. Wenn ich als Arbeiter kein Realitätsverweigerer sein will in deinen Augen, muß ich mich also für die Geldvermehrung meines Chefs einsetzen und für meine eigenen Ausbeutung.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon CaptainJack » Do 23. Feb 2017, 01:15

Tja, aber dümmliches oder überhebliches Dauergrinsen ist nunmal wirklich out!
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon Zunder » Do 23. Feb 2017, 01:50

Trittin hat mit der Einführung des Dosenpfands den unwiderrufbaren Untergang des Abendlandes eingeleitet. Das steht fest.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon JJazzGold » So 17. Sep 2017, 07:15

Wenn die klassische “Dagegen“ Partei der Grünen meint Wähler abgreifen zu können, indem sie versucht ihren Status der FDP anhängen zu können, statt die eigenen, wie üblich anteilig “dagegen“ Themen zu vermarkten, dann zeigt das den Grad der Verzweiflung.
Vollends unglaubwürdig wird dieser Werbeaktion, wenn zeitgleich erklärt wird, man strebe eine Regierungsbeteiligung an.

Entweder können die Grünen nicht rechnen, oder leben in einer Blase der Irrationalität. Auf letzteres deutet der grüne Feldzug gegen Bodenversiegelung bei gleichzeitiger Befürwortung von Windkraftanlagen hin.

Bei der Frage, wozu wir die Grünen noch benötigen, fällt mir nur eine Begründung ein, als willigen Steigbügelhalter für Jamaika.

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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 07:32

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2017, 08:15)



Bei der Frage, wozu wir die Grünen noch benötigen, fällt mir nur eine Begründung ein, als willigen Steigbügelhalter für Jamaika.


Ich verstehe dich. Die Rolle der Steigbuegelhalter- und Mehrheitsbeschafferpartei war immer exklusiv die Rolle der FDP und das soll auch so bleiben.
Wobei ich als Wähler der CSU oder der Grünen am Wahltag auch zuhause bleiben würde. So eine streng oekologische Grüne und eine stramme Konservative müssen doch das Grauen voreinander haben.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon JJazzGold » So 17. Sep 2017, 07:43

think twice hat geschrieben:(17 Sep 2017, 08:32)

Ich verstehe dich. Die Rolle der Steigbuegelhalter- und Mehrheitsbeschafferpartei war immer exklusiv die Rolle der FDP und das soll auch so bleiben.
Wobei ich als Wähler der CSU oder der Grünen am Wahltag auch zuhause bleiben würde. So eine streng oekologische Grüne und eine stramme Konservative müssen doch das Grauen voreinander haben.


Was ein Steigbügelhalter ist, wissen Sie auch nicht?

Fragen Sie mal bei Ihrer SPD an, die kann Ihnen das mittels der Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2011 und 2016 erklären.
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Re: Cem Oezdemir und Katrin Goering Eckardt Spitzenkandidaten

Beitragvon firlefanz11 » Mo 18. Sep 2017, 10:53

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2017, 08:15)

Entweder können die Grünen nicht rechnen, oder leben in einer Blase der Irrationalität.

Ähm, der zweite Halbsatz hinter dem Komma ist doch nun wirklich nichts Neues, oder? ;)
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