Die Grünen und die Gretchenfrage

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Wildermuth
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Wildermuth » Do 17. Nov 2016, 01:30

Anderus hat geschrieben:(15 Nov 2016, 16:07)

Aber, Du hast Recht. Z.Zt. steht natürlich die Wahl in den USA, im Mittelpunkt. Und, bei den Islamisten, ist es ruhiger geworden. Das hat einmal den Grund, das sie wohl eingesehen haben, das sie es mit Paris und Nizza, wohl etwas übertrieben haben, aber auch, das sie mit solchen Sachen, bei ihren eigenen Klientel in Ungnade fallen, und, das sie nun verstärkt mit Razzien und Hausdurchsuchungen "belästigt" werden. Aber, sie kommen wieder. Da kann ich, so Leid es mir tut, für garantieren.

Razzien etc würden ja wieder in den medien auftauchen. Was ist interessanter als gewalt, polizei, krimi, exotik und bedrohliche menschen mit dunkler hautfarbe?

Trotzdem ist es nicht das einzige thema. Auch kein tägliches thema. Es gibt wichtigeres. Für dich aber nicht?
Anderus
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Anderus » Do 17. Nov 2016, 12:15

Wildermuth hat geschrieben:(17 Nov 2016, 01:30)
Razzien etc würden ja wieder in den medien auftauchen.

Sind sie doch.

http://news.naanoo.com/news/csu-wirft-z ... leranz-vor

Was ist interessanter als gewalt, polizei, krimi, exotik und bedrohliche menschen mit dunkler hautfarbe?

Du solltest nicht so leichtfertig von Dir auf andere schließen. Ich selektiere (wähle aus) Nachrichten nach anderen Kriterien (Gesichtspunkten).

Trotzdem ist es nicht das einzige thema. Auch kein tägliches thema. Es gibt wichtigeres.

Sag ich doch. "Du solltest nicht so leichtfertig von Dir auf andere schließen." Für mich sind Themen, wo es um unsere Sicherheit geht, um unseren Frieden, unseren Wohlstand, unsere Demokratie, unsere Freiheit und unseren Rechtsstaat, die absolut wichtigsten Themen. Und genau dies, wird durch den Islam bedroht. Beweise? Schau Dir die Länder, wie Saudi Arabien, Iran, Gaza, Somalia, Vereinigte arabische Emirate oder seit neuestem die Türkei, an? Dann weist Du, was uns erwartet, wenn der Islam wirklich mal zu Deutschland gehört. Und bei so einem Thema, soll ich zur Tagesordnung über gehen? Ich denke gar nicht dran. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um zu verhindern, das wir mal in Europa, solche Verhältnisse bekommen, als sie zur Zeit in der Türkei sind. Und, notfalls werde ich Parteien, wie AFD und Grüne unterstützen, die sich diese Gefahr, auf die Agenda geschrieben haben.

Für dich aber nicht?

Sehr richtig! Habe ich ja schon in der Vorantwort beantwortet.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Schnitter » Do 17. Nov 2016, 18:19

CaptainJack hat geschrieben:(17 Nov 2016, 00:34)

da stand noch irgendetwas von "gute" dabei :p (vom Voruser, auf den ich eingegangen bin) .... und dann noch die Arbeitsplätze selbst ....


Die Menschen bekommen den Job gemäß ihrer Qualifikation.

Wäre hier keine Einwanderer hätten sie genau den selben "schlechten" Job.

Das was du da behauptest ist NPD Wahlkampf aus den 80ern.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Progressiver » Do 17. Nov 2016, 21:51

odiug hat geschrieben:(17 Nov 2016, 01:19)

In vielen Faellen sind die Wissenschaften auch nur eine andere Form von Religion.
Wirtschaftswissenschaften zB :p


Das ist ein guter Einwand! :thumbup: Dem stimme ich sogar ausdrücklich zu.

Um so wichtiger ist es dann natürlich, sich zu fragen, was Wissenschaft denn bedeutet und was sie leisten soll. Und natürlich bedarf es einer aufgeklärten und gebildeten Öffentlichkeit, die die einzelnen Wissenschaften kontrolliert. Denn ansonsten kriegen wir solch einen Schlamassel wie in den heutigen Wirtschafts"wissenschaften". Und dazu zu mir: Ich habe nie VWL studiert. Mein Wissen und mein kritischer Geist sind jedoch gut genug, um zu erkennen, was da selbstkritische Wissenschaft zum Wohle des Menschen ist und was einfach nur neoliberale Dogmenlehre. Vor echten Wirtschaftswissenschaftlern wie Heiner Flassbeck oder Yanis Varoufakis habe ich natürlich großen Respekt. Jedenfalls einen viel größeren, als vor den Möchtegernökonomen Wolfgang Schäuble und Co.

Wenn man das jedenfalls zu Ende denkt, haben wir da den gleichen Schlamassel wie früher schon zum Beispiel bei der Militärwissenschaft, die auch "wissenschaftlich" beweisen wollte, warum der Schlieffenplan funktioniert. Oder aber bei dem Machbarkeitswahn der Atomphysiker, die ebenfalls dachten, dass es unfallfreie Atomkraftwerke geben kann.

Gerade deswegen braucht es meiner Meinung nach beides bei der Bevölkerung: Ein breites HIntergrundwissen und eine gute Portion Skepsis. Wenn man zu sehr an eine Wissenschaft glaubt, ohne sie ständig zu hinterfragen, wird meiner Auffassung nach sehr stark eine Religion daraus. Skepsis ohne aufgeklärtem Denken und breiter Allgemeinbildung führt dagegen leicht zu Verschwörungstheorien.

Und wenn ich vorhin geschrieben habe, dass die Wissenschaft die Religion töten kann, dann denke ich da beispielsweise an solche Disziplinen wie die Astrophysik, die Evolutionsbiologie, Religionssoziologie oder auch die Erforschung der Menschheitsgeschichte als Ganzes. Wer von diesen etwas Ahnung hat, wird garantiert nicht mehr auf die Idee kommen, dass auch die derzeitigen Religionen, die der Mensch hervor gebracht hat, mehr sein könnten als nur unbeweisbare Mythen.

Wenn man dagegen plumpes Bashing gegenüber dem" bösen" Islam betreibt und versucht, sich ein "gutes" christliches Abendland herbeizufantasieren, das in dieser Form schon lange nicht mehr existiert, dann finde ich das nicht zielführend. Wir brauchen eben nicht weniger Islam und somit wieder automatisch mehr Christentum, sondern eine noch viel stärkere säkulare Gesellschaft. Und die Erkenntnisse der Astrophysik etc. sollten sich endlich in den Köpfen der Mehrheit der Bevölkerung festsetzen können.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon CaptainJack » Fr 18. Nov 2016, 14:20

aber nicht quasi über Nacht, auf einen Schlag und in dieser überdimensionierten Anzahl! das muss wachsen!
"Im Namen der Toleranz lässt man zu, dass die Intoleranten ihre Infrastruktur aufbauen."
Hamed Abdel-Samad

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