Die Grünen und die Gretchenfrage

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Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Progressiver » So 13. Nov 2016, 22:42

Auf der BDK 2016 der Grünen, die heute zu Ende ging, wurde über ein Positionspapier diskutiert, wie man das religiöse Miteinander regeln will.

Die Ergebnisse möchte ich hiermit in Kürze präsentieren. (Subjektive Bewertung meinerseits):

Keine Religion dürfe über dem Grundgesetz stehen. Die Grünen wollen die Glaubensfreiheit für alle Religionen und Weltanschauungen gewährleisten.

„Wir sind die Partei, in der Atheisten für Muslime streiten, Strenggläubige für Säkulare, Juden für Christen und Aleviten für Hindus.“ findet Bettina Jarasch. Glaubensgemeinschaften seien organisierter Unterschied und wir müssten diese Differenz aushalten, wenn wir es mit der Freiheit ernst meinten. Dabei betont sie, dass die Trennung von Religion und Staat zentral sei. Gleichwohl seien Kooperationen des Staates mit Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften wichtig für unsere Zivilgesellschaft und Demokratie und müssten mit klaren Kriterien und Voraussetzungen weiter entwickelt werden.


Die Partei will prüfen, inwieweit die bisherigen islamischen Vertreter staatlich anerkannt werden können, gleichzeitig aber auch für eine größere Trennung von Staat und Kirche kämpfen. Forderungen nach einer Leitkultur im Grundgesetz, die von den Konservativen kommen, werden als "reaktionär" abgewehrt.

Darüber hinaus werden weitere Vorschläge gemacht:

Islamische Gemeinschaften können und sollen als Religionsgemeinschaften anerkannt werden, wenn sie die rechtlichen Voraussetzungen des Religionsverfassungsrechts erfüllen.
Wir wollen Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen gewährleisten.
Es muss grundsätzlich gewährleistet sein, Bestattungen nach den jeweiligen religiösen und weltanschaulichen Vorschriften vornehmen zu können.
Wir setzen uns dafür ein, dass in den Feiertagsregelungen der Bundesländer die Mitglieder einer anerkannten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft eine angemessene Anzahl arbeitsfreier Tage bekommen, damit sie ihre Feiertage begehen können.
Bei der Besetzung der Rundfunk- und Fernsehräte soll sich die heutige gesellschaftliche, religiöse und weltanschauliche Pluralität widerspiegeln.
Wir wollen eine schärfere Differenzierung und Lockerung der sogenannten „Tanzverbote“.
Kirchen sollen ihre Finanzen transparenter machen indem sie ihr Vermögen, ihre Einnahmen und ihre Ausgaben offen legen.
Wir wollen die Kirchensteuer reformieren, sodass beim Kirchensteuereinzug Gleichbehandlung und Datenschutz gewährleistet werden.
Kirchen erhalten bis heute vom Staat Leistungen als Entschädigung für Enteignungen von vor über 200 Jahren. Wir setzen uns für eine Ablösungs-Gesetzgebung ein, die diese Praxis zwischen Kirchen und Bundesländern einvernehmlich ändert.


Quelle:

http://www.gruene.de/ueber-uns/2016/kei ... igion-hero

Werden die Grünen also wieder fortschrittlicher und für freie Geister wählbarer? Und was bedeutet dies für die nächsten Bundestagswahlen? Wird es jetzt 2017 doch nicht zu Schwarz-Grün kommen können? Was sagen die anderen Parteien dazu? Und vielleicht die wichtigste Frage: Wie werden die Wählerinnen und Wähler dies honorieren?
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon DarkLightbringer » So 13. Nov 2016, 22:48

Die strikte Trennung von Staat und Kirche ist eine Errungenschaft der Aufklärung. Das sollte in der Tat konsequenter umgesetzt werden. Auf der anderen Seite gilt eben, dass jeder denken oder glauben kann, was er will. Hexenverfolgungen finden nicht statt.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Progressiver » So 13. Nov 2016, 22:56

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Nov 2016, 22:48)

Die strikte Trennung von Staat und Kirche ist eine Errungenschaft der Aufklärung. Das sollte in der Tat konsequenter umgesetzt werden. Auf der anderen Seite gilt eben, dass jeder denken oder glauben kann, was er will. Hexenverfolgungen finden nicht statt.


Also findet der Untergang des -christlichen- Abendlandes mal wieder nicht statt? Die Unionsparteien werden doch sicher schäumen bei solchen Forderungen. Und Schwarz-Grün wird 2017 nicht möglich sein.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Progressiver » So 13. Nov 2016, 23:02

Vielleicht habe nur ich ein falsches Bild von den Grünen, weil sich die Partei in Baden-Württemberg unter dem konservativen Katholiken Kretschmann kaum von der CDU abhebt?
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon DarkLightbringer » So 13. Nov 2016, 23:20

Progressiver hat geschrieben:(13 Nov 2016, 22:56)

Also findet der Untergang des -christlichen- Abendlandes mal wieder nicht statt? Die Unionsparteien werden doch sicher schäumen bei solchen Forderungen. Und Schwarz-Grün wird 2017 nicht möglich sein.

In diesem Abendland sind die Verfassungen wichtiger als der Papst. Der Staat kann einen Glauben auch nicht verordnen, er kann nur die Gehälter der Bischöfe zahlen. Darum geht es.

Die Koalition für 2017 wird man zwangsläufig so gestalten müssen, wie es der Wähler zulässt. Wegen der Kirchtumspolitik wird man keine Staatskrise anstreben wollen.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Piranha » So 13. Nov 2016, 23:40

Ganz ehrlich?
Für mich hat eine Partei, die sich damit beschäftigt, was einer Religion in der Öffentlichkeit alles zusätzlich zum bereits bestehenden Recht erlaubt werden soll, mit der Begründung, dass es der vorherrschenden Religionen auch erlaubt ist, NICHTS, aber auch GAR NICHTS mit irgendeiner Form von Freiheit zu tun.

Religionsfreiheit bedeutet AUCH Freiheit VON Religion.
Von mir aus darf jeder Mensch der Welt für sich alleine glauben was auch immer er will, das ist ein Grundrecht und das ist gut so, aber ein Recht auf Religionsausübung in der Öffentlichkeit gibt es nicht.
Von mir aus dürfen Menschen die denselben Glauben haben sich auch treffen und gemeinsam ihren Gott anbeten, von mir aus können sich auch unterschiedliche Religionen miteinander treffen und diskutieren, habe ich kein Problem mit, aber in der Öffentlichkeit haben die gefälligst unsichtbar zu sein.

Einer Religion erlauben in der Öffentlichkeit aufzutreten ist ganz grundsätzlich freiheitsWIDRIG!
Wenns nach mir ginge, würden morgen alle Kirchen abgerissen, Denkmalschutz hin oder her, dann hätte sich die Frage nach Moscheen gleich erledigt.
Aber nein, am besten bauen wir genauso viele Moscheen wie es Kirchen gibt und dann auch gleich noch ein paar Buddha-Tempel dazu.
Vielleicht auch gleich noch ein paar Zeus-Denkmäler oder so?
Und was ist mit den Mormonen?
Gehts noch? Haben die nichts Besseres zu tun? Wie wärs mit Sozialwohnungen bauen statt Götzentempel in denen den Ärmsten die letzten Cents auch noch abgenommen werden?

Eine Partei, die nicht nur die jetzt schon üblichen öffentlichen Auftritte der Religionen beibehalten will, sondern sich noch für die Ausweitung solcher öffentlichen Auftritte einsetzt werde ich nicht wählen, völlig egal was die an vernünftigen Ideen in Sachen Umweltschutz und Zeug haben.

Das Ganze ist doch eh eine Farce, die nur dann erlaubt wird, wenn die Religion genug Mitglieder hat um sich Gehör zu verschaffen UND sich gegen andere Religionen durchsetzen kann.
Das fliegende Spaghettimonster erfüllt ALLE Voraussetzungen die eine Religion haben muss und bekommt keinerlei solche Rechte, einfach weil es den anderen Religionen nicht in den Kram passt vorgeführt zu bekommen wie lächerlich ihr Glaube ist.
Das hat mit Freiheit nichts zu tun.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Anderus » Mo 14. Nov 2016, 00:08

Dann müsste man doch erstmal das Grundgesetz und das Strafrecht, von seinem religiösen Müll befreien, bevor hier überhaupt eine Gleichberechtigung zwischen Religiösen und Nichtreligiösen stattfinden kann. Eine vernünftige Regelung, kann doch nicht heißen, das man Unrecht weitestgehend bestehen lässt, oder sogar noch ausbaut.

Und, speziell mit dem Islam, habe ich meine besonderen Probleme. Ich lehne es entschieden ab, den Islam, so wie er sich in Europa darstellt, als übliche Religion zu begreifen. Der Islam ist keine Religion. Er ist von Verbrechern gegründet worden, lebt oft in gesetzloser Art in den Gesellschaften, und kann sich nicht wirksam von seinen brutalen Machenschaften lösen. Wenn überhaupt, ist der Islam, eine antike Staatsform mit brutalen Inhalten, (So wird er jedenfalls überall auf der Erde gelebt, wo er die Staatsmacht hat.) und, so sieht er sich, in großer Anzahl der Mitglieder, auch selber.

Was die nächsten Bundestagswahlen angeht? Die AFD, wird bei 20% landen. Dann wird es wahrscheinlich nur noch möglich sein, eine Koalition mit 3 bis 4 Parteien einzugehen. Wäre durchaus möglich, das auch die Menschen in Deutschland, die Demoskopen Lügen strafen, wie es beim Brexit oder bei der Presidentenwahl in den USA, auch passiert ist.

Ich kann den Grünen, CDU und SPD, also nur raten, so weiter zu machen wie bisher. Dann werden sie im September 2017, noch ihr Blaues Wunder erleben.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon unity in diversity » Mo 14. Nov 2016, 00:23

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Nov 2016, 23:20)

In diesem Abendland sind die Verfassungen wichtiger als der Papst. Der Staat kann einen Glauben auch nicht verordnen, er kann nur die Gehälter der Bischöfe zahlen. Darum geht es.

Die Koalition für 2017 wird man zwangsläufig so gestalten müssen, wie es der Wähler zulässt. Wegen der Kirchtumspolitik wird man keine Staatskrise anstreben wollen.

Typisch grüne Dampfplauderer.
Man greift ein Nebenthema auf, damit man sich nicht mit echten Problemen beschäftigen muß.
Wenn es den Leuten gut geht, kennt jeder Lessings Ringparabel.
Und wenn es schlecht läuft, dient der Relikram dem Teile und Herrsche Prinzip.
Mal sehen, mit welchen Pseudoproblemen die anderen Parteien zur Wahl antreten.
Sieht fast so aus, als wenn sie die AfD gewinnen lassen sollen.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Wildermuth » Mo 14. Nov 2016, 01:27

unity in diversity hat geschrieben:(14 Nov 2016, 00:23)

Typisch grüne Dampfplauderer.
Man greift ein Nebenthema auf, damit man sich nicht mit echten Problemen beschäftigen muß.
Wenn es den Leuten gut geht, kennt jeder Lessings Ringparabel.
Und wenn es schlecht läuft, dient der Relikram dem Teile und Herrsche Prinzip.
Mal sehen, mit welchen Pseudoproblemen die anderen Parteien zur Wahl antreten.
Sieht fast so aus, als wenn sie die AfD gewinnen lassen sollen.


Wirklich?
Wenn man in diesem forum liest, bekommt man den eindruck, islam ist das einzige thema überhaupt.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 14. Nov 2016, 09:49

unity in diversity hat geschrieben:(14 Nov 2016, 00:23)

Typisch grüne Dampfplauderer.
Man greift ein Nebenthema auf, damit man sich nicht mit echten Problemen beschäftigen muß.
Wenn es den Leuten gut geht, kennt jeder Lessings Ringparabel.
Und wenn es schlecht läuft, dient der Relikram dem Teile und Herrsche Prinzip.
Mal sehen, mit welchen Pseudoproblemen die anderen Parteien zur Wahl antreten.
Sieht fast so aus, als wenn sie die AfD gewinnen lassen sollen.

Grüne, Linke und AfD liegen ungefähr gleich auf, dahinter die FDP mit irgendwas über 5 %. Und da sich nun just die Bündnisgrünen zum eigentlichen Antipoden der Halbfaschisten erklärt haben, ist der Programmteil zum Verhältnis von Staat und Konfession schon von Bedeutung. Säkularismus und Hexenverfolgung sind zwei verschiedene Dinge.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon Tomaner » Mo 14. Nov 2016, 10:40

unity in diversity hat geschrieben:(14 Nov 2016, 00:23)

Typisch grüne Dampfplauderer.
Man greift ein Nebenthema auf, damit man sich nicht mit echten Problemen beschäftigen muß.
Wenn es den Leuten gut geht, kennt jeder Lessings Ringparabel.
Und wenn es schlecht läuft, dient der Relikram dem Teile und Herrsche Prinzip.
Mal sehen, mit welchen Pseudoproblemen die anderen Parteien zur Wahl antreten.
Sieht fast so aus, als wenn sie die AfD gewinnen lassen sollen.


Wieder mal nichts gelesen, wieder mal keine Ahnung, wieder mal nur hetzen wollen. Auf einem grünen Parteitag wurde selbstverständlich über alles mögliche gesprochen und nicht ein Nebenthema aufgemacht. Was bei einer AfD undenkbar wäre, sich mit Kritikern auseinander zu setzten oder gar ans Rednerpult zu lassen, ist bei den Grünen der Fall. So war auch Daimlerchef Dieter Zetsche da und durfte reden. Eine AfD würde nicht mal jemanden einladen und reden lassen, der sinnloseste Verschwörungstheorien kritisiert.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon JJazzGold » Mo 14. Nov 2016, 10:45

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Nov 2016, 09:49)

Grüne, Linke und AfD liegen ungefähr gleich auf, dahinter die FDP mit irgendwas über 5 %. Und da sich nun just die Bündnisgrünen zum eigentlichen Antipoden der Halbfaschisten erklärt haben, ist der Programmteil zum Verhältnis von Staat und Konfession schon von Bedeutung. Säkularismus und Hexenverfolgung sind zwei verschiedene Dinge.


Nur, wahlkampftechnisch sind das keine Themen, die einen Wähler vom Hocker reißen.
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unity in diversity
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon unity in diversity » Mo 14. Nov 2016, 11:10

JJazzGold hat geschrieben:(14 Nov 2016, 10:45)

Nur, wahlkampftechnisch sind das keine Themen, die einen Wähler vom Hocker reißen.

Die sollten sich lieber Gedanken machen, wie sich die Handelsungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone verringern lassen, sonst bricht denen der € unter den Füßen weg.
War zwar nur ein Elitenprojekt, aber trotzdem muß man den Euro jetzt auf Gedeih und Verderb erhalten, sonst geht viel mehr über die Wupper.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon pikant » Mo 14. Nov 2016, 11:15

Progressiver hat geschrieben:(13 Nov 2016, 22:42)

Auf der BDK 2016 der Grünen, die heute zu Ende ging, wurde über ein Positionspapier diskutiert, wie man das religiöse Miteinander regeln will.

Die Ergebnisse möchte ich hiermit in Kürze präsentieren. (Subjektive Bewertung meinerseits):

Keine Religion dürfe über dem Grundgesetz stehen. Die Grünen wollen die Glaubensfreiheit für alle Religionen und Weltanschauungen gewährleisten.



Die Partei will prüfen, inwieweit die bisherigen islamischen Vertreter staatlich anerkannt werden können, gleichzeitig aber auch für eine größere Trennung von Staat und Kirche kämpfen. Forderungen nach einer Leitkultur im Grundgesetz, die von den Konservativen kommen, werden als "reaktionär" abgewehrt.

Darüber hinaus werden weitere Vorschläge gemacht:



Quelle:

http://www.gruene.de/ueber-uns/2016/kei ... igion-hero

Werden die Grünen also wieder fortschrittlicher und für freie Geister wählbarer? Und was bedeutet dies für die nächsten Bundestagswahlen? Wird es jetzt 2017 doch nicht zu Schwarz-Grün kommen können? Was sagen die anderen Parteien dazu? Und vielleicht die wichtigste Frage: Wie werden die Wählerinnen und Wähler dies honorieren?


alles nicht klar genug
man haette sich zu einer klaren Trennung von Kirche und Politik durchringen sollen, aber mit Goering Eckardt und Kretschmann ist das wohl nicht zu machen!
ein Unding, dass der Staat Steuern fuer die Kirchen eintreibt - ein no Go fuer mich.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon yogi61 » Mo 14. Nov 2016, 11:24

pikant hat geschrieben:(14 Nov 2016, 11:15)

alles nicht klar genug
man haette sich zu einer klaren Trennung von Kirche und Politik durchringen sollen, aber mit Goering Eckardt und Kretschmann ist das wohl nicht zu machen!
ein Unding, dass der Staat Steuern fuer die Kirchen eintreibt - ein no Go fuer mich.


In der Ora et labora-Frage steht Frau Goering Eckard klar bei der Kanzlerin und unserem Staatsoberhaupt. Das sind gute Voraussetzungen für schwarz-grün. :thumbup:
Ich gehe davon aus, dass im Bundestag nach der nächsten Wahl vor jeder Sitzung das Danke-Lied gesungen wird.
Hier schon mal zum üben.

Danke für meine Arbeitsstelle,
danke für jedes kleine Glück.
Danke für alles Frohe, Helle und für die Musik.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 14. Nov 2016, 12:22

JJazzGold hat geschrieben:(14 Nov 2016, 10:45)

Nur, wahlkampftechnisch sind das keine Themen, die einen Wähler vom Hocker reißen.

Was ist dann wichtig? Ich bin innenpolitisch nicht ganz so auf dem Laufenden. Evtl. folgendes:

Arbeit & Soziales.
Innere und Äußere Sicherheit.
Europa- und Bündnispolitik.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon JJazzGold » Mo 14. Nov 2016, 13:11

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Nov 2016, 12:22)

Was ist dann wichtig? Ich bin innenpolitisch nicht ganz so auf dem Laufenden. Evtl. folgendes:

Arbeit & Soziales.
Innere und Äußere Sicherheit.
Europa- und Bündnispolitik.


Gut erkannt.
In der momentanen Aufgregtheit “des Volks“ werden das die Kernthemen sein. No 3 mit einem US Schubs versehen.
Zuletzt geändert von JJazzGold am Mo 14. Nov 2016, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon yogi61 » Mo 14. Nov 2016, 13:36

JJazzGold hat geschrieben:(14 Nov 2016, 13:11)

Gut erkannt.
In der momentanen Aufgregtheit “des Volks“ werden das die Kernthemen sein. Noch 3 mit einem US Schubs versehen.


Sollten keine grossen Flüchtlingsströme mehr kommen, wird es einen Rentenwahlkampf geben. Da liegt das Wählerpotential.
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https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon JJazzGold » Mo 14. Nov 2016, 13:42

yogi61 hat geschrieben:(14 Nov 2016, 13:36)

Sollten keine grossen Flüchtlingsströme mehr kommen, wird es einen Rentenwahlkampf geben. Da liegt das Wählerpotential.


Rentner ordne ich unter Arbeit und Soziales ein.
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Re: Die Grünen und die Gretchenfrage

Beitragvon yogi61 » Mo 14. Nov 2016, 13:44

JJazzGold hat geschrieben:(14 Nov 2016, 13:42)

Rentner ordne ich unter Arbeit und Soziales ein.


Ich finde das noch einen Tick spezieller, weil es sich um eine bestimmte Klientel handelt die man befriedigen muss, da wird man andere Sachen im Bereich Arbeit und Soziales wohl ein wenig in den Hintergrund stellen.
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https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek

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