Brauchen wir eine neue liberale Partei?

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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon frems » Mo 12. Sep 2016, 21:27

lili 1 hat geschrieben:(12 Sep 2016, 20:05)

Das ist anscheinend wenig Interesse in der Bevölkerung. :(

Ja. Und ich bezweifle, dass neue Parteien da etwas ändern. Mal sehen, wie die FDP in einer Woche in der Hauptstadt abschneidet.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mo 12. Sep 2016, 23:41

Sollte es keine Alternative geben, bliebe da noch das Ehrenamt. So zu tun, als ob es nirgends Beschäftigung gäbe, ist lächerlich. Zum Reich-Sein wird ja niemand gezwungen... :rolleyes:


Es werden doch weniger Leute benötigt und durch ein Ehrenamt bekommt man kein Geld. Wir merken doch jetzt wie stark der Wettbewerb ist. Es werden immer höhere Abschlüsse benötigt.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mo 12. Sep 2016, 23:42

Ja. Und ich bezweifle, dass neue Parteien da etwas ändern. Mal sehen, wie die FDP in einer Woche in der Hauptstadt abschneidet


Ja, dass wird sicherlich Interessant.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mo 12. Sep 2016, 23:45

Es bekommen viele Menschen gerade dadurch einen Arbeitsplatz. Maschinen laufen nicht von alleine, die müssen entworfen, gebaut, programmiert, bedient und überwacht und einer regelmäßigen Qualitätskontrolle unterzogen werden. Zudem benötigen sie Ersatzteile und Reparaturen, da hängen doch eine Menge Jobs dran. [/color]


Das stimmt zwar, aber wir brauchen in Zukunft kaum Kassierer, Reiseverkehrskaufmann/Kauffrau, auch die sozialen Berufe werden von Robotern ersetzt.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 13. Sep 2016, 00:46

lili 1 hat geschrieben:(12 Sep 2016, 11:18)

Hallo,

Findet ihr auch, dass wir in Deutschland eine neue liberale Partei brauchen? Die nicht Neoliberal ist, sondern sich auch um die Belange aller Menschen kümmert?

Warum nicht, die Anfangserfolge der Piraten haben gezeigt, dass in der Mitte durchaus noch Platz wäre, als dritter Weg gewissermaßen. Dazu müsste man vielleicht FDP und Piraten verschmelzen, sowie den rechten und den linken Rand jeweils abschneiden.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon unity in diversity » Di 13. Sep 2016, 01:51

lili 1 hat geschrieben:(12 Sep 2016, 11:18)

Hallo,

Findet ihr auch, dass wir in Deutschland eine neue liberale Partei brauchen? Die nicht Neoliberal ist, sondern sich auch um die Belange aller Menschen kümmert?

Zunächst brauchst du ein Parteistatut und ein Parteiprogramm.
Das Statut ist ein Grundsatzrahmen, wie Organisation, Planung und Struktur in der Partei funktionieren.
Dazu liegen Musterstatute zur Orientierung vor, die heruntergeladen werden können.
Das Parteiprogramm mußt du schreiben, um damit auf crowdfunding gehen zu können.
Eine Partei braucht Startkapital, wie jedes Unternehmen.
Gerade der Anfang ist teuer.
Leg schon mal einen liberalen Entwurf zur Diskussion vor.
Oder du trittst in die liberale Partei ein, deren Programm am meisten deinen Interessen entspricht.
Und wo du für einige Detailveränderungen leicht Mehrheiten findest.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 06:59

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Sep 2016, 01:46)

Warum nicht, die Anfangserfolge der Piraten haben gezeigt, dass in der Mitte durchaus noch Platz wäre, als dritter Weg gewissermaßen. Dazu müsste man vielleicht FDP und Piraten verschmelzen, sowie den rechten und den linken Rand jeweils abschneiden.


Das ist ansatzweise bereits geschehen, als Schlömer und Nerz bei der FDP eintraten.
Begründung, "Es macht keinen Sinn, dass sich die liberalen Kräfte zersplittern".
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 07:07

lili 1 hat geschrieben:(13 Sep 2016, 00:45)

Das stimmt zwar, aber wir brauchen in Zukunft kaum Kassierer, Reiseverkehrskaufmann/Kauffrau, auch die sozialen Berufe werden von Robotern ersetzt.


Nicht wirklich, denn Maschinen besitzen weder soziale, noch kulturelle oder interkulturelle Kompetenz. Sie sind ergo im Kontakt mit Menschen nur bedingt einsetzbar.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Di 13. Sep 2016, 08:45

Warum nicht, die Anfangserfolge der Piraten haben gezeigt, dass in der Mitte durchaus noch Platz wäre, als dritter Weg :) gewissermaßen. Dazu müsste man vielleicht FDP und Piraten verschmelzen, sowie den rechten und den linken Rand jeweils abschneiden.


Das wäre eine Idee. :)
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Di 13. Sep 2016, 08:48

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Zunächst brauchst du ein Parteistatut und ein Parteiprogramm.
Das Statut ist ein Grundsatzrahmen, wie Organisation, Planung und Struktur in der Partei funktionieren.
Dazu liegen Musterstatute zur Orientierung vor, die heruntergeladen werden können.
Das Parteiprogramm mußt du schreiben, um damit auf crowdfunding gehen zu können.
Eine Partei braucht Startkapital, wie jedes Unternehmen.
Gerade der Anfang ist teuer.
Leg schon mal einen liberalen Entwurf zur Diskussion vor.
Oder du trittst in die liberale Partei ein, deren Programm am meisten deinen Interessen entspricht.
Und wo du für einige Detailveränderungen leicht Mehrheiten findest.


Ich trete in keiner Partei ein. Ich würde nur begrüßen, dass es eine neue liberale Partei gibt, die meine Interessen entspricht. Ich wollte halt diesbezüglich nur wissen, ob die User auch Interesse haben an einer neuen liberalen Partei.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Di 13. Sep 2016, 08:51

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[color=#0000BF]Nicht wirklich, denn Maschinen besitzen weder soziale, noch kulturelle oder interkulturelle Kompetenz. Sie sind ergo im Kontakt mit Menschen nur bedingt einsetzbar. [/color]


Noch, wir hatten mal im Unterricht, dass es Zukunft Roboter geben wird, die die Kinder erziehen und ein Roboter könnte auch Menschen pflegen. Gerade bei der Pflege von alten Menschen ist Schamgrenze geringer.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon unity in diversity » Di 13. Sep 2016, 13:39

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Sep 2016, 01:46)

Warum nicht, die Anfangserfolge der Piraten haben gezeigt, dass in der Mitte durchaus noch Platz wäre, als dritter Weg gewissermaßen. Dazu müsste man vielleicht FDP und Piraten verschmelzen, sowie den rechten und den linken Rand jeweils abschneiden.

So langsam nehmen die Albernheiten der mittleren Populisten totalitäre Formen an.
Wieviel Pluralismus bleibt übrig, nachdem du alles weggeschnitten hast?
Wie schmalbandig würde sich dein orwellsches Neusprech anhören?
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon frems » Di 13. Sep 2016, 13:49

unity in diversity hat geschrieben:(13 Sep 2016, 14:39)

So langsam nehmen die Albernheiten der mittleren Populisten totalitäre Formen an.
Wieviel Pluralismus bleibt übrig, nachdem du alles weggeschnitten hast?
Wie schmalbandig würde sich dein orwellsches Neusprech anhören?

Bist Du aus der Zone? :dead: Pluralismus heißt nicht, dass in jeder Partei zwei oder mehr extremistische Flügel vorhanden sein müssen. Da geht's u.a. um parlamentarische Zusammensetzungen und mediale Berichterstattungen.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 13:52

lili 1 hat geschrieben:(13 Sep 2016, 09:51)

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[color=#0000BF]Nicht wirklich, denn Maschinen besitzen weder soziale, noch kulturelle oder interkulturelle Kompetenz. Sie sind ergo im Kontakt mit Menschen nur bedingt einsetzbar. [/color]


Noch, wir hatten mal im Unterricht, dass es Zukunft Roboter geben wird, die die Kinder erziehen und ein Roboter könnte auch Menschen pflegen. Gerade bei der Pflege von alten Menschen ist Schamgrenze geringer.


Selbst bei einem Data war Empathie nicht programmiert worden. Das meinte ich mit sozialer Kompetenz.
Die Gesellschaft möchte ich sehen, die Robotern die Erziehung von Kindern überlässt.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon frems » Di 13. Sep 2016, 13:54

JJazzGold hat geschrieben:(13 Sep 2016, 14:52)

Selbst bei einem Data war Empathie nicht programmiert worden. Das meinte ich mit sozialer Kompetenz.
Die Gesellschaft möchte ich sehen, die Robotern die Erziehung von Kindern überlässt.

Na, in Japan sind da schon viele Roboter. Die sind noch etwas stärker als wir überaltert und haben einen entsprechenden Kostendruck, der Effizienz und technischen Fortschritt ankurbelt. Da muss kein Altenpfleger das Essen ans Bett bringen.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon unity in diversity » Di 13. Sep 2016, 13:56

frems hat geschrieben:(13 Sep 2016, 14:49)

Bist Du aus der Zone? :dead: Pluralismus heißt nicht, dass in jeder Partei zwei oder mehr extremistische Flügel vorhanden sein müssen. Da geht's u.a. um parlamentarische Zusammensetzungen und mediale Berichterstattungen.

Nein mir mal eine Partei, in der alle im Gleichschritt denken müssen.
Wenn es nach den mittleren Extremisten geht, kommt jede innerparteiliche und damit gesellschaftliche Entwicklung zum Erliegen.
Daran gehen die ein.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon frems » Di 13. Sep 2016, 14:03

unity in diversity hat geschrieben:(13 Sep 2016, 14:56)

Nein mir mal eine Partei, in der alle im Gleichschritt denken müssen.
Wenn es nach den mittleren Extremisten geht, kommt jede innerparteiliche und damit gesellschaftliche Entwicklung zum Erliegen.
Daran gehen die ein.

Meinungsunterschiede müssen nicht in Extremismus ausarten.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 14:10

frems hat geschrieben:(13 Sep 2016, 14:54)

Na, in Japan sind da schon viele Roboter. Die sind noch etwas stärker als wir überaltert und haben einen entsprechenden Kostendruck, der Effizienz und technischen Fortschritt ankurbelt. Da muss kein Altenpfleger das Essen ans Bett bringen.


Nichts desto trotz fehlt in dieser Effizienz der Empathiefaktor. Auch wenn sich alte japanische Damen einen Roboterdackel zulegen, ist dieser kein Ersatz für stabilisierendes gesellschaftliches Umfeld.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon unity in diversity » Di 13. Sep 2016, 14:10

frems hat geschrieben:(13 Sep 2016, 15:03)

Meinungsunterschiede müssen nicht in Extremismus ausarten.

Das hängt davon ab, wo die mittleren, je nach dem Populisten, die Grenze ziehen.
Darum kann bei denen enger als eng werden.
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Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon frems » Di 13. Sep 2016, 14:11

JJazzGold hat geschrieben:(13 Sep 2016, 15:10)

Nichts desto trotz fehlt in dieser Effizienz der Empathiefaktor. Auch wenn sich alte japanische Damen einen Roboterdackel zulegen, ist dieser kein Ersatz für stabilisierendes gesellschaftliches Umfeld.

Da gebe ich Dir recht. Aber schon heute ist es so, dass viele Pfleger extrem unter Druck stehen und von einer Person zur nächsten hetzen, sodass keine zwei Minuten für eine kleine Plauderei vorhanden sind. Das ähnelt schon stark der Fließbandarbeit.
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