SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

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AndyO
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SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 08:31

BERLIN (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD plant nach Angaben ihres stellvertretenden Parteivorsitzenden Ralf Stegner eine Rentenkampagne im kommenden Bundestagswahlkampf. "Rente wird das Hauptthema der Gewerkschaften im Bundestagswahlkampf. Auch für die SPD wird es eine große Rolle spielen müssen. Wir sind gut beraten, uns nicht von den Gewerkschaften zu entfernen", sagte Stegner der Zeitung "Bild am Sonntag".
Der Partei-Vize unterstützt damit ausdrücklich den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, der das im Gesetz vorgesehene Absinken des Rentenniveaus verhindern will. "Sigmar Gabriel hat recht, dass er ein Konzept für eine Rentenreform für den Bundestagswahlkampf vorantreibt", so Stegner.


http://www.aktiencheck.de/exklusiv/Arti ... pf-7062241

Das wiederentdeckte Herz für Rentner? Denkt ihr wirklich, gut 10 Jahre reichen, damit das verblödete Volk euch die Agenda 2010 vergessen hat? Ihr habt mit der Agenda 2010 die Dinge erst in die Richtung geformt, die Rentner oder die, die es werden wollen, unter dem Druck kalter Enteignung neoliberalen Arbeitgebern überlässt. In den Firmen knallt es nun mit den alternden Belegschaften in alle Richtungen, weil IHR, SPD und Grüne, dringend notwendige gesundheitliche Fluchtmöglichkeit ausgeschaltet habt! Neben den 100.000 subventionierten Jobs für Flüchtlinge benötigen wir pro Jahr noch mal 100.000 Schonarbeitsplätze für gesundheitlich benachteiligte ältere Arbeitnehmer. Diese werden derzeit nach entwürdigender Behandlung in den Firmen entweder zur Kündigung/Teilzeitarbeit gezwungen oder als "Einzelfall" herausgeklagt. Die Restbelegschaft hat die Arbeit der Dauerkranken mitzuarbeiten und brennt dann Stück für Stück aus! Vielen Dank an SPD und Grüne! Nehmt ihr das Wort "sozial" nicht mehr in den Mund! Solcher Sarkasmus steht euch nicht zu!

Und wenn man's finanziell betrachtet: Die Einsparungen Agenda 2010 liegt weit unter dem, was die Flüchtlinge kosten. Also gab es nie eine Not, eine solche entwürdigende Reform zu beschließen!

Absurdistan lässt Grüßen!
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jorikke
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon jorikke » So 6. Mär 2016, 11:10

AndyO hat geschrieben:(06 Mar 2016, 08:31)

BERLIN (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD plant nach Angaben ihres stellvertretenden Parteivorsitzenden Ralf Stegner eine Rentenkampagne im kommenden Bundestagswahlkampf. "Rente wird das Hauptthema der Gewerkschaften im Bundestagswahlkampf. Auch für die SPD wird es eine große Rolle spielen müssen. Wir sind gut beraten, uns nicht von den Gewerkschaften zu entfernen", sagte Stegner der Zeitung "Bild am Sonntag".
Der Partei-Vize unterstützt damit ausdrücklich den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, der das im Gesetz vorgesehene Absinken des Rentenniveaus verhindern will. "Sigmar Gabriel hat recht, dass er ein Konzept für eine Rentenreform für den Bundestagswahlkampf vorantreibt", so Stegner.


http://www.aktiencheck.de/exklusiv/Arti ... pf-7062241

Das wiederentdeckte Herz für Rentner? Denkt ihr wirklich, gut 10 Jahre reichen, damit das verblödete Volk euch die Agenda 2010 vergessen hat? Ihr habt mit der Agenda 2010 die Dinge erst in die Richtung geformt, die Rentner oder die, die es werden wollen, unter dem Druck kalter Enteignung neoliberalen Arbeitgebern überlässt. In den Firmen knallt es nun mit den alternden Belegschaften in alle Richtungen, weil IHR, SPD und Grüne, dringend notwendige gesundheitliche Fluchtmöglichkeit ausgeschaltet habt! Neben den 100.000 subventionierten Jobs für Flüchtlinge benötigen wir pro Jahr noch mal 100.000 Schonarbeitsplätze für gesundheitlich benachteiligte ältere Arbeitnehmer. Diese werden derzeit nach entwürdigender Behandlung in den Firmen entweder zur Kündigung/Teilzeitarbeit gezwungen oder als "Einzelfall" herausgeklagt. Die Restbelegschaft hat die Arbeit der Dauerkranken mitzuarbeiten und brennt dann Stück für Stück aus! Vielen Dank an SPD und Grüne! Nehmt ihr das Wort "sozial" nicht mehr in den Mund! Solcher Sarkasmus steht euch nicht zu!

Und wenn man's finanziell betrachtet: Die Einsparungen Agenda 2010 liegt weit unter dem, was die Flüchtlinge kosten. Also gab es nie eine Not, eine solche entwürdigende Reform zu beschließen!

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Du hast völlig recht.
Eine Not gab es nicht.
Als 10-jähriger hatte ich ein Fahrrad ohne Schaltung.
Ich bin überall hingekommen. Dumm nur, meine Kumpel waren immer früher da.
Dann habe ich mir ohne Not ein Rad mit Schaltung zusammen gespart.
Danach war ich immer vorne mit dabei.
Wenn man die Entwicklung in Deutschland, nach Einführung der Agenda 2010, anschaut, dann kann es, auch ohne Not, nicht so falsch gewesen sein.
Wir sind jetzt ganz vorne mit dabei.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon Realist2014 » So 6. Mär 2016, 11:13

AndyO hat geschrieben:(06 Mar 2016, 08:31)

[

Das wiederentdeckte Herz für Rentner? Denkt ihr wirklich, gut 10 Jahre reichen, damit das verblödete Volk euch die Agenda 2010 vergessen hat? Ihr habt mit der Agenda 2010 die Dinge erst in die Richtung geformt, die Rentner oder die, die es werden wollen, unter dem Druck kalter Enteignung neoliberalen Arbeitgebern überlässt. In den Firmen knallt es nun mit den alternden Belegschaften in alle Richtungen, weil IHR, SPD und Grüne, dringend notwendige gesundheitliche Fluchtmöglichkeit ausgeschaltet habt! Neb



Welche "notwendige gesundheitliche Fluchtmöglichkeit"?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 11:31

Realist2014 hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:13)

Welche "notwendige gesundheitliche Fluchtmöglichkeit"?


Tja, ich beschreib es mal aus dem Arbeitsumfeld meiner Frau und mir. Was haben wir so:

Fall 1: Knie kaputt bei Außendienst-Mitarbeiter (57 Jahre). Da kann das Bein jederzeit weg knicken. Vollbremsung beim Auto? Nicht immer. Betriebsrat und Betriebsarzt schauen sich staunend an. Der Arbeitgeber hat diese Ínstanzen aufgefordert, eine Lösung zu erarbeiten. Eigentlich ist es schon fahrlässig, überhaupt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.

Fall 2: Durchblutungsstörungen in Verbindung mit verengten Aterien. Gerät dieser Beschäftigte (60 Jahre) in geringster Weise unter Druck setzen Beklemmungen im Brustbereich ein.

Fall3: Herzrhythmusstörungen, Beschäftigte (48 Jahre) läuft nach 3 Monate Auszeit mit dem tragbaren Defibrillator auf der Arbeit rum.

Fall4: Diabetes, Konzentrationsstörungen, Blackouts (54 Jahre). Verlässliche Absprachen sind innerbetrieblich nicht mehr möglich. Es ist mit allem zu rechnen. Toll.

Fall5: Bandscheiben in Verbindung mit Migräne (58 Jahre), mehr wie 50% im Jahr krank geschrieben.

Dann noch etliche erheblich psychisch beeinträchtigte Mitarbeiter, die keine 50% ihrer Arbeitsleistung erbringen können. Die trägt man über Teamergebnisse mit. Also die klassische Klientel der Fachärzte, die da ab Mitte 50 die Praxen füllen. Die Rente raus zu schieben bringt für diese geschätzten 50% keine Lösung. Die Erpressung über kalte Enteignung und die Einschränkungen bei der Berufsunfähigkeitsrente (fiktiver Vergleich mit einem Parkplatzwächterposten, 3h, vor der eigenen Haustür) helfen diesen Beschäftigten in keinster Weise weiter. Hier werden ein Haufen Schonarbeitsplätze gebraucht. Auch Telearbeit und so. Jeweils das was von Nöten ist. Diese Einsicht ist bei den Arbeitgeber unter tätiger Unterstützung unserer Politik zu 0% angekommen.

Ich würde jetzt gerne Wissen, welche Partei hiesige Interessen des "Deutschen Michels" vertritt. Wer es nicht tut, dass weiß ich bereits.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 11:47

Realist2014 hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:13)

Welche "notwendige gesundheitliche Fluchtmöglichkeit"?


"...benötigen wir pro Jahr noch mal 100.000 Schonarbeitsplätze für gesundheitlich benachteiligte ältere Arbeitnehmer. Diese werden derzeit nach entwürdigender Behandlung in den Firmen entweder zur Kündigung/Teilzeitarbeit gezwungen oder als "Einzelfall" herausgeklagt."

Ich meine auch, daß das Herausdrängen noch
leistungsfähiger und leistungsbereiter Menschen
aus dem Arbeitsleben ein ziemlich dummes
Vorgehen ist, das vielleicht dem einzelnen Unter-
nehmen zeitweise einen Vorteil bei der Anpassung
seiner Personalausstattung an den Unternehmens-
erfolg (-mißerfolg) bietet, aber gesellschaftlich
dennoch ein dummes Vorgehen ist. Dagegen müssten
sinnvolle Rahmenbedingungen für alle überlegt
und dann auch angepasst werden.

Vorhersehbar ist dabei Aufwand für die berufliche
Fortbildung auf Stand der Technik, Anpassung von
Entgelten bei nachlassender Leistungsfähigkeit,
Umschulungen auf andere Verantwortungsbereiche/
Arbeitsbereiche und ähnliche Maßnahmen, damit
ältere Arbeitnehmer noch möglichst lange mit sinn-
voller Arbeit einen Beitrag zur Gemeinschaft aller
leisten können.

Hinzu kommt auch ein nicht zu unterschätzender
Wohlfühlfaktor, doch noch zu irgendetwas nützlich
sein zu können.

Natürlich kann der Zweck dieser Übung nicht sein,
lustlose und anders verbrauchte Menschen mit hohen
gesellschaftlichen Kosten im Arbeitsleben zu parken.
Dennoch sollte (und wird der Not gehorchend wohl
auch!) über solche Wege heraus der Verschwendung
von verfügbarer Arbeitskraft nachgedacht werden.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon Letzter-Mohikaner » So 6. Mär 2016, 11:50

Die Rentner stellen bald die größte Wählergruppe. Teure Rentenversprechen um Wähler zu ködern, auf Kosten der jungen Arbeitnehmer. So sieht die Zukunft aus!
"Je stärker wir sind, desto unwahrscheinlicher ist der Krieg." Otto von Bismarck

"Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. " Bertolt Brecht
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon John Galt » So 6. Mär 2016, 11:56

AndyO hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:31)
Ich würde jetzt gerne Wissen, welche Partei hiesige Interessen des "Deutschen Michels" vertritt. Wer es nicht tut, dass weiß ich bereits.


Fast alles Fälle wo man eben nicht mehr arbeiten kann. Besonders wenn man 50% der Zeit krank ist, da kann einen auch langsam mal der AG kündigen...

Was soll da die gesetzliche Rente richten? Die ist für alle gleich scheiße. Daran wird sich auch nichts ändern.

Die Lösung und einzig ehrliche Antwort lautet schlichtweg: Private Vorsorge.

Sparen in Form von Eigenheim, Aktiendepot, betriebliche Altersvorsorge... oder eben Berufsunfähigkeitsversicherung bis 67.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 12:03

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:47)

"...benötigen wir pro Jahr noch mal 100.000 Schonarbeitsplätze für gesundheitlich benachteiligte ältere Arbeitnehmer. Diese werden derzeit nach entwürdigender Behandlung in den Firmen entweder zur Kündigung/Teilzeitarbeit gezwungen oder als "Einzelfall" herausgeklagt."

Ich meine auch, daß das Herausdrängen noch leistungsfähiger und leistungsbereiter Menschen aus dem Arbeitsleben ein ziemlich dummes Vorgehen ist, das vielleicht dem einzelnen Unternehmen zeitweise einen Vorteil bei der Anpassung einer Personalausstattung an den Unternehmenserfolg (-mißerfolg) bietet, aber gesellschaftlich dennoch ein dummes Vorgehen ist. Dagegen müssten sinnvolle Rahmenbedingungen für alle überlegt und dann auch angepasst werden.


Mit der Einsicht bist du schon mal weiter wie Gewerkschaften und Politik. Die Fälle die ich aufgezählt habe, waren vor 10 Jahren auf kurz oder lang Berufunfähigkeitsrenten mit ca. 1000 EUR im Monat. Heute erklärt sich Vater Staat mit dem fiktiven Beweis des 3h Parkplatzwächters vor der Haustür, für unzuständig. Wer dennoch durchkommt, bekommt ein Almosen.

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:47)

Vorhersehbar ist dabei Aufwand für die berufliche Fortbildung auf Stand der Technik, Anpassung von Entgelten bei nachlassender Leistungsfähigkeit, Umschulungen auf andere Verantwortungsbereiche/Arbeitsbereiche und ähnliche Maßnahmen, damit ältere Arbeitnehmer noch möglichst lange mit sinnvoller Arbeit einen Beitrag zur Gemeinschaft aller leisten können.


Ich habe als Beschäftigter nur 100% meiner Leistung zu bringen. Wenn das Leistungsniveau mit dem Alter und/oder Erkrankungen nachlässt, will der Arbeitgeber davon nichts wissen. Wie kann das sein?


H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:47)Hinzu kommt auch ein nicht zu unterschätzender
Wohlfühlfaktor, doch noch zu irgendetwas nützlich sein zu können.


Wer den Wohlfühlfaktor nicht mehr hat, immerhin mehr wie 35% der Beschäftigten, brennt auf kurz oder lang aus. Dann haben wir ein totes Pferd. Dieses Pferd kann man auch mit Qualifizierung nicht mehr reiten...

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:47)Hinzu kommt auch ein nicht zu unterschätzender
Wohlfühlfaktor, doch noch zu irgendetwas nützlich sein zu können. Natürlich kann der Zweck dieser Übung nicht sein, lustlose und anders verbrauchte Menschen mit hohen gesellschaftlichen Kosten im Arbeitsleben zu parken. Dennoch sollte (und wird der Not gehorchend wohl auch!) über solche Wege heraus der Verschwendung von verfügbarer Arbeitskraft nachgedacht werden.


Zitat: "anders verbrauchte Menschen " ähm, welche Partei wählst du? Grün? Die wähle ich schon mal nicht. Die von mir aufgezeigten Fälle sind Drückeberger? gebt denen doch einfach ein Gnadenbrot! Neoliberale Arbeitgeber sind hierzu unfähig! Egal ob über Gehaltsaufstockung bei Arbeitszeitverkürzung oder was auch immer. Diese Menschen haben ihre PFLICHT für das ALLGEMEINWOHL getan!
Für jeden hergelaufenen Wirtschaftsflüchtling wird hier auf Gutmensch gemacht. Da werden staatliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, um die illegalen Nebenbeschäftigungen einzuschränken. Und dann so eine Floskel gegenüber Deutschen Micheln, die mehr als 35 Jahre in das Beitragssystem eingezahlt haben? Dass unsere Politik so tickt, weiß ich. Aber so was ist auch ebenfalls MENSCHVERACHTENT ! Vorneweg unsere Grünen Freunde!
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon jorikke » So 6. Mär 2016, 12:09

Die Rentenformel ist angemessen. Über das Absenken der Renten sollte man noch einmal nachdenken. Bei weniger Beitragszahlern bedeutet eine Beibehaltung in heutiger Höhe allerdings eine höhere Belastung der Arbeitnehmer. Eine Alimentierung geringer Renten aus Steuermitteln aber ebenso.
Gerade weil es ein schwieriges Thema ist, sollte man es aus Wahlkämpfen raus halten.
Ganz pragmatisch gedacht würde es wohl für die SPD kaum etwas bringen. Die überwiegende Zahl der Rentner ist nämlich ziemlich gut dran. Außerdem sind die Alten zumeist Stammwähler, da kann man wenig gewinnen aber viele Jüngere verprellen.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon John Galt » So 6. Mär 2016, 12:11

Diesen Juli steht übrigens eine Erhöhung um 5% an.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 12:15

John Galt hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:56)

Fast alles Fälle wo man eben nicht mehr arbeiten kann. Besonders wenn man 50% der Zeit krank ist, da kann einen auch langsam mal der AG kündigen...

Was soll da die gesetzliche Rente richten? Die ist für alle gleich scheiße. Daran wird sich auch nichts ändern.


Wir hatten eine Reglung, die die 1000 EUR/Monate absicherte. Heute werden die Leute in Hartz IV und später Sozialhilfe getrieben. Wer sein Leben lang nichts geschafft hat, der soll dieses weiter genießen. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, hat das nicht verdient. So meine Meinung. Die Agenda 2010 unterscheidet zwischen diesen Gruppen nicht!

John Galt hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:56)Die Lösung und einzig ehrliche Antwort lautet schlichtweg: Private Vorsorge.

Sparen in Form von Eigenheim, Aktiendepot, betriebliche Altersvorsorge... oder eben Berufsunfähigkeitsversicherung bis 67.


Eigenheim? Das geht bei Hartz IV den Bach runter! Da wirst du "bedarfsgerecht" ausgehungert! Kannst ja verkaufen sagt da das Amt! Notwendige Sanierungen, die jeder Flüchtling in seiner amtlich bezahlten Miete mit einkalkuliert hat, werden dir hier nämlich verweigert. Das war's schon mal nicht.
Nee Berufsunfähigkeitsversicherung? Die sind genauso zahlungsunwillig wie die Berufsunfahigkeitsrente. In den neuen Verträgen bekommst du gar keinen unbefristeten Verzicht auf abstrakte Verweisung angeboten (oder doppelter Beitrag). Die zahlen dann 3 Jahre und dann wirst du doch kalt enteignet. Das ist es also auch nicht. Also was hast du gemeint? 10000 EU auf dem Sparbuch sind in einem Jahr durch den Kamin.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon Realist2014 » So 6. Mär 2016, 12:16

AndyO hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:31)

Tja, ich beschreib es mal aus dem Arbeitsumfeld meiner Frau und mir. Was haben wir so:

Fall 1: Knie kaputt bei Außendienst-Mitarbeiter (57 Jahre). Da kann das Bein jederzeit weg knicken. Vollbremsung beim Auto? Nicht immer. Betriebsrat und Betriebsarzt schauen sich staunend an. Der Arbeitgeber hat diese Ínstanzen aufgefordert, eine Lösung zu erarbeiten. Eigentlich ist es schon fahrlässig, überhaupt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.

Fall 2: Durchblutungsstörungen in Verbindung mit verengten Aterien. Gerät dieser Beschäftigte (60 Jahre) in geringster Weise unter Druck setzen Beklemmungen im Brustbereich ein.

Fall3: Herzrhythmusstörungen, Beschäftigte (48 Jahre) läuft nach 3 Monate Auszeit mit dem tragbaren Defibrillator auf der Arbeit rum.

Fall4: Diabetes, Konzentrationsstörungen, Blackouts (54 Jahre). Verlässliche Absprachen sind innerbetrieblich nicht mehr möglich. Es ist mit allem zu rechnen. Toll.

Fall5: Bandscheiben in Verbindung mit Migräne (58 Jahre), mehr wie 50% im Jahr krank geschrieben.

Dann noch etliche erheblich psychisch beeinträchtigte Mitarbeiter, die keine 50% ihrer Arbeitsleistung erbringen können. Die trägt man über Teamergebnisse mit. Also die klassische Klientel der Fachärzte, die da ab Mitte 50 die Praxen füllen. Die Rente raus zu schieben bringt für diese geschätzten 50% keine Lösung. Die Erpressung über kalte Enteignung und die Einschränkungen bei der Berufsunfähigkeitsrente (fiktiver Vergleich mit einem Parkplatzwächterposten, 3h, vor der eigenen Haustür) helfen diesen Beschäftigten in keinster Weise weiter. Hier werden ein Haufen Schonarbeitsplätze gebraucht. Auch Telearbeit und so. Jeweils das was von Nöten ist. Diese Einsicht ist bei den Arbeitgeber unter tätiger Unterstützung unserer Politik zu 0% angekommen.

.


Wer weniger Leistung bringt- der bekommt ein geringeres Gehalt. Du versuchst hier den AG was aufs Auge zu drücken , was nicht deren Thema ist.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 12:17

AndyO hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:03)
...

Zitat: "anders verbrauchte Menschen " ähm, welche Partei wählst du? Grün? Die wähle ich schon mal nicht. Die von mir aufgezeigten Fälle sind Drückeberger? gebt denen doch einfach ein Gnadenbrot! Neoliberale Arbeitgeber sind hierzu unfähig! Egal ob über Gehaltsaufstockung bei Arbeitszeitverkürzung oder was auch immer. Diese Menschen haben ihre PFLICHT für das ALLGEMEINWOHL getan!
Für jeden hergelaufenen Wirtschaftsflüchtling wird hier auf Gutmensch gemacht. Da werden staatliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, um die illegalen Nebenbeschäftigungen einzuschränken. Und dann so eine Floskel gegenüber Deutschen Micheln, die mehr als 35 Jahre in das Beitragssystem eingezahlt haben? Dass unsere Politik so tickt, weiß ich. Aber so was ist auch ebenfalls MENSCHVERACHTENT ! Vorneweg unsere Grünen Freunde!


Mit solchen platten Politsprüchen schließen Sie Gedanken
aus, die sich eher auf allgemein menschliche Problemlösungen
richten als auf gesellschaftliche Umbrüche, für die es nie und
nimmer politische Mehrheiten geben wird.

Erkennbar baut sich mit der Überalterung unserer Gesellschaft ein
Versorgungsproblem auf. Die Überalterung ist eine Folge der
besseren Ernährung und Gesundheitsversorgung unserer Menschen,
also von etwas grundsätzlich Erfreulichem.

Daraus muß eine Gesellschaft etwas Gutes gestalten; entsprechende
Gedanken habe ich hier in die Diskussion gebracht.

Mit Schlagworten aus der "alt-linken Mottenkiste" kann ich gar nichts
anfangen.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon Realist2014 » So 6. Mär 2016, 12:17

AndyO hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:15)

Wir hatten eine Reglung, die die 1000 EUR/Monate absicherte.


.




die Rente wurde schon immer nach dem Äquivalenzprinzip ( erarbeitete Punkte) berechnet
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon Realist2014 » So 6. Mär 2016, 12:19

AndyO hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:31)



Dann noch etliche erheblich psychisch beeinträchtigte Mitarbeiter, die keine 50% ihrer Arbeitsleistung erbringen können. Die trägt man über Teamergebnisse mit.



Das sehen die anderen Teammitglieder aber anders...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 12:21

jorikke hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:09)

Die Rentenformel ist angemessen. Über das Absenken der Renten sollte man noch einmal nachdenken. Bei weniger Beitragszahlern bedeutet eine Beibehaltung in heutiger Höhe allerdings eine höhere Belastung der Arbeitnehmer. Eine Alimentierung geringer Renten aus Steuermitteln aber ebenso.
Gerade weil es ein schwieriges Thema ist, sollte man es aus Wahlkämpfen raus halten.


So, so, raushalten, wer die Flüchtlingswohltaten gegenfinanziert? Die Gruppe Hartz IV jedes Jahr um 100000 Wirtschaftsflüchtlinge erweitern und für die Rentner kein Geld haben wollen? Schön!


jorikke hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:09)Ganz pragmatisch gedacht würde es wohl für die SPD kaum etwas bringen. Die überwiegende Zahl der Rentner ist nämlich ziemlich gut dran. Außerdem sind die Alten zumeist Stammwähler, da kann man wenig gewinnen aber viele Jüngere verprellen.


Ziemlich gut dran? Sag das mal einer Witwe mit 400 EUR im Eigenheim. Und das sind etliche! Was hier auf dem Dampfer tickt, unglaublich. Wenn die Rente das Existenzminimum bei 30% der zukünftigen Rentner nicht erbringt, dann ist von denen NIEMAND GUT DRAN!
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 12:22

Realist2014 hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:19)

Das sehen die anderen Teammitglieder aber anders...


Bedarf der Erläuterung: Was soll ich als Teammitglied anders sehen?
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 12:23

Realist2014 hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:17)



die Rente wurde schon immer nach dem Äquivalenzprinzip ( erarbeitete Punkte) berechnet


Ich redete über Berufsunfähigkeitsrente nach dem alten Modell!
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon AndyO » So 6. Mär 2016, 12:31

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:17)

Mit solchen platten Politsprüchen schließen Sie Gedanken aus, die sich eher auf allgemein menschliche Problemlösungen richten als auf gesellschaftliche Umbrüche, für die es nie und nimmer politische Mehrheiten geben wird.


Das ist keine Antwort sondern ebenfalls nur ein platter Politik-Spruch-Reflex aus dem Grünen Milieu. Wenn's unangenehm wird, auf den Sachverhalt einzugehen, lenkt man mal einfach ab, gell. Ich weiß. Darauf fällt nach Jahrzehnten der Nutzung keiner mehr rein. Ist halt abgenutzt. :cool:

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:17)Erkennbar baut sich mit der Überalterung unserer Gesellschaft ein Versorgungsproblem auf. Die Überalterung ist eine Folge der besseren Ernährung und Gesundheitsversorgung unserer Menschen, also von etwas grundsätzlich Erfreulichem.


Und was hilft dass den von mir aufgezeigten ca. 50% der Beschäftigten, die aus gesundheitlichen Gründen absehbar das Regelrentenalter nicht erreichen? Ansonsten siehe oben.

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:17)Daraus muß eine Gesellschaft etwas Gutes gestalten; entsprechende Gedanken habe ich hier in die Diskussion gebracht. Mit Schlagworten aus der "alt-linken Mottenkiste" kann ich gar nichts anfangen.


Ich komme von Links? Meine Güte. Die Linken (SPD+Güne) haben den Sachverhalt erst erschaffen! Also die Linken stehen für Rentenverweigerung gegenüber dem Deutschen Michel. Da bin ich mir sicher.
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Re: SPD plant Rentenkampagne im Bundestagswahlkampf

Beitragvon yogi61 » So 6. Mär 2016, 12:33

Letzter-Mohikaner hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:50)

Die Rentner stellen bald die größte Wählergruppe. Teure Rentenversprechen um Wähler zu ködern, auf Kosten der jungen Arbeitnehmer. So sieht die Zukunft aus!


Das ist der entscheidene Punkt. In 10 Jahren wird sich die arbeitende Bevölkerung noch umsehen was sie bezahlen darf. Die Wucht mit der die "Alten" das politische System prägen werden, ist ein grosses Problem in der Zukunft.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek

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