Kanzlerkandidat der SPD

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firlefanz11
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon firlefanz11 » Fr 17. Mär 2017, 11:25

Auch wenn es mir lieber wäre Gollum Schäuble endlich loszuwerden, wäre mir eine starke SPD in der Opposition lieber als an der Regierung.
So könnte sie gar zu krasse Fehltritte einer Jamaika (lieber wäre mir schwarz-gelb) Regierung verhindern hätte aber keine Chance ihre linke Agenda durchzubringen...
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Wähler » Fr 17. Mär 2017, 18:04

Munster hat geschrieben:(17 Mar 2017, 11:13)
Merkel ist Globalistin und EU-Zentralistin, Schulz ist Globalist und EU-Zentralist. Was uns hier an Wahlmöglichkeiten präsentiert wird ist letztendlich die gleiche Soße. So funktioniert Demokratie der Marke Deutschland im Jahre 2017: Der Wähler bekommt seinen Kanzler entweder von der CDU oder SPD, wer das ist entscheiden die Parteien in ihren Hinterzimmern und ist der Wähler einer Person überdrüssig, stellt man ihm einfach eine andere hin, die das Selbe in anderem Gewand verkauft. Gefährdet eine Drittpartei die nötigen Mehrheiten, wird sie mit Hilfe der Medien möglichst weitgehend zerstört. Fertig. Funktioniert wunderbar wie man am "Schulz-Hype" sieht. Täglich wird dem Michel dann noch eingetrichtert in was für einer tollen Demokratie wir doch angeblich leben und brav macht er sein Kreuzchen wie gewünscht und ohne zu merken, dass man ihn von Vorne bis Hinten durchmanipuliert. In Wirklichkeit ist Deutschland nicht mehr oder minder demokratisch als die Türkei, Russland und Co., aber das würde der Michel nie wahrhaben wollen.

Es gibt schon noch Unterschiede zwischen Union und SPD, was den Umfang des Sozialstaates betrifft. Eine neue Konfliktlinie, die vorher innnerhalb der beiden alten Volksparteien verlief, wird nun durch die nationalstaatliche AfD verkörpert. Auch die neoliberale FDP, die Multikulti-Grünen und die sozialistische Linke bieten Alternativen an. Unsere Demokratie funktioniert also trotz aller Unkenrufe. Man sollte halt wie in den Niederlanden und Frankreich genauer hinschauen. :)
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo ... el_id=1232 (Zugang auch bundesweit)
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 15:38

EILMELDUNG 15:31 UHR
SPD wählt Schulz mit 100 Prozent zum Parteichef

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... parteichef

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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Patriot » So 19. Mär 2017, 15:44

Schulz hat auf dem SPD Parteitag wieder aufrechten Demokraten den Kampf angesagt.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon schelm » So 19. Mär 2017, 15:50

frems hat geschrieben:(19 Mar 2017, 15:38)

EILMELDUNG 15:31 UHR
SPD wählt Schulz mit 100 Prozent zum Parteichef

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... parteichef

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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Mär 2017, 15:55

Patriot hat geschrieben:(19 Mar 2017, 15:44)

Schulz hat auf dem SPD Parteitag wieder aufrechten Demokraten den Kampf angesagt.

Eigentlich hat er den Antidemokraten den Kampf angesagt. Hat ja auch Tradition.

Schulz bezeichnet AfD als Schande
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 39473.html
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 16:04

schelm hat geschrieben:(19 Mar 2017, 15:50)

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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Kibuka » So 19. Mär 2017, 16:27

Der Populist Schulz verspricht (fast) allen das Blaue vom Himmel.

Profitieren sollen fast alle – von Kita-Kindern über die „hart arbeitende Mitte“ bis hin zu „den Alten, die ihr ganzes Leben lang gerackert haben“, darüber hinaus Auszubildende, Studenten und Familien. Lediglich ledige Fabrikbesitzer gehen leer aus oder wurden nicht erwähnt.

Steuersenkungen gibts natürlich auch keine. Gute Nacht und willkommen in der Umverteilungstraumwelt der Sozis! Mal sehen wieviele "Schlauberger" solchen Bauernfängern im September wieder auf den Leim gehen? Die Sauce Hollandaise hat vor einigen Jahren in Frankreich auch viel versprochen.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 16:52

Paar aktuelle Artikel zum Thema:

Politikberater Michael Spreng erklärt, warum der SPD-Aufschwung die Union überrumpelt hat und woher die "Merkelmüdigkeit" der Wähler kommt.
http://www.sueddeutsche.de/politik/mich ... -1.3426038

Wie kommt man in den Schulz-Rausch? Ich versuche es so: Schulz sehen, Autogramm holen, in Ohnmacht fallen. Ein Selbstversuch.
http://www.faz.net/aktuell/politik/bund ... 31406.html

Kommentar: Ab jetzt wird es ernst, Martin Schulz!
Für seine Fans ist er ein Popstar. Eine Lichtgestalt, die mit dem "Schulz-Zug" ungebremst ins Kanzleramt fährt. Doch wie lange kann die Euphorie den neuen SPD-Vorsitzenden tragen, fragt Sabine Kinkartz.

http://www.dw.com/de/kommentar-ab-jetzt ... a-38014983

Schulz warnte auch vor den erstarkenden populistischen Parteien in Europa. Die Alternative für Deutschland und der französische "Front National" benutzten eine "Rhetorik der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts", sagte Schulz. Der langjährige EU-Parlamentspräsident warb für das europäische Bündnis als Alternative zu Nationalismus und warnte vor überzogener Kritik an der EU. "Mit mir gibt es kein Europa-Bashing", sagte Schulz.
http://www.sueddeutsche.de/politik/berl ... -1.3426183

Schulz kommt beim Bildungsbürgertum, das in die Oper geht, genauso an wie beim Facharbeiter, der Helene Fischer hört. Damit kehrt der ramponierte Traum der SPD zurück, Volkspartei zu sein.
http://taz.de/SPD-Kanzlerkandidat-Marti ... /!5390090/
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Patriot » So 19. Mär 2017, 17:17

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Mar 2017, 15:55)

Eigentlich hat er den Antidemokraten den Kampf angesagt. Hat ja auch Tradition.


Warum sind das Antidemokraten?
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Patriot » So 19. Mär 2017, 17:17

Kibuka hat geschrieben:(19 Mar 2017, 16:27)

Profitieren sollen fast alle – von Kita-Kindern über die „hart arbeitende Mitte“ bis hin zu „den Alten, die ihr ganzes Leben lang gerackert haben“, darüber hinaus Auszubildende, Studenten und Familien.


Und selbstverständlich die Ausländer.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 17:31

Patriot hat geschrieben:(19 Mar 2017, 17:17)

Und selbstverständlich die Ausländer.

Warum auch nicht?
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Mär 2017, 17:38

Patriot hat geschrieben:(19 Mar 2017, 17:17)

Warum sind das Antidemokraten?

Also, aus meiner Sicht ist es schon mal vorbei, wenn jemand Goebbels zitiert.

Der Forsa-Chef sagte aber folgendes:
Bei den Wählern der AfD handele es sich nach allen Daten, die man habe, um einen "braunen Bodensatz", den man nicht verharmlosen dürfe. Zwei Drittel dieser Wähler lehnten das demokratische System in Deutschland ab. Diese Gruppe müsse man in die rechte Ecke stellen und ächten: "Man darf sie nicht salonfähig machen".
Das eigentliche Problem sieht der Forsa-Chef in den Nichtwählern. Um sie kümmere sich niemand. Diese Menschen wählten nicht radikal, sondern würden aus Frust zuhause bleiben. Sie wünschten sich, dass weniger Minderheitsforderungen im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stünden, sondern ihre Sorgen und Probleme. Diese Gruppe dürfe man aber nicht in einen Topf mit radikalen Wählern werfen.
http://www.deutschlandfunk.de/afd-waehl ... _id=341291
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 17:41

Scheinbar nimmt manch Bürger der SPD noch das hier übel:

"Ich bin ein Mann aus einfachen Verhältnissen", sagt Schulz. Er schaut zurück auf die Biografien vorangegangener SPD-Vorsitzender. Schulz zitiert den Satz des früheren SPD-Chefs Otto Wels, der im Reichstag der Weimarer Republik die Zustimmung zu Hitlers Ermächtigungsgesetz verweigerte: "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht." Ein Gänsehautmoment.

Doch wer Schulz regelmäßig reden hört, kann viele Passagen mittlerweile mitsprechen. So wie diese: "Wer die freie Berichterstattung als Lügenpresse bezeichnet, wer selektiv mit den Medien umgeht, legt die Axt an die Wurzeln der Demokratie - ob er Präsident der Vereinigten Staaten ist oder ob er in einer Pegida-Demonstration mitläuft." Seine Anhänger wollen diese Sätze immer noch hören, dafür gibt es minutenlange stehende Ovationen.

Schulz wird von einer Kulisse eingerahmt, die die Partei nicht besser hätte wählen können. Keine Messehalle, kein Kongresszentrum, sondern die Arena Berlin. In den Zwanziger Jahren als Betriebshof genutzt, ist der große Backsteinbau heute ein rauer, ehrlicher und auch deswegen angesagter Ort.

http://www.sueddeutsche.de/politik/spd- ... -1.3426324
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Ger9374 » So 19. Mär 2017, 18:54

100% als Wahlergebnis zum Parteivorsitzenden,
Das in einer ECHTEN Demokratie, Super Ergebnis!
Aber auch hohe Erwartungshaltung. Viel Glück

Deutschland braucht die zweite große Volkspartei!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Patriot » So 19. Mär 2017, 19:16

Patriot

Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Patriot » So 19. Mär 2017, 19:18

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Mar 2017, 17:38)

Also, aus meiner Sicht ist es schon mal vorbei, wenn jemand Goebbels zitiert.

Der Forsa-Chef sagte aber folgendes: http://www.deutschlandfunk.de/afd-waehl ... _id=341291


Wer zitiert Goebells? Der Forsachef ist übrigens SPD Mitglied.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 19:28


Um Merkel geht's doch gar nicht. :?:
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Mär 2017, 19:30

Patriot hat geschrieben:(19 Mar 2017, 19:18)

Wer zitiert Goebells? Der Forsachef ist übrigens SPD Mitglied.

Die Leute, die von "Lügenpresse" und "Volksverräter" sprechen.

Dem Forsachef stehen alle bürgerlichen Rechte zu, wie jedem anderen Staatsbürger auch.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Mär 2017, 19:34

Ger9374 hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:54)

100% als Wahlergebnis zum Parteivorsitzenden,
Das in einer ECHTEN Demokratie, Super Ergebnis!
Aber auch hohe Erwartungshaltung. Viel Glück

Deutschland braucht die zweite große Volkspartei!

...zum ersten mal in der 153-jährigen Parteigeschichte. Wenn das mal kein Omen ist...
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