Kanzlerkandidat der SPD

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Yossarian
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Yossarian » Sa 13. Mai 2017, 12:20

Ich denke die Hoffnungen der SPD die Wahl zu gewinnen haben sich mit der Affäre Schmidt endgültig erledigt.

Man stelle sich vor, diese Partei hat eine Wehrmachtsikone bis in Kanzleramt gehieft.
Mit dem Rechtsextremismus in der SPD muss aufgräumt werden.
Wenn ich einen Vogel sehe der wie eine Ente watschelt und wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt dann nenne ich ihn eine Ente. Und wenn der Vogel dementiert eine Ente zu sein ist es eine russische Ente.
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Ammianus
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Ammianus » Sa 13. Mai 2017, 14:23

Das Schmidt Offizier der Wehrmacht war wurde doch nie zum Geheimnis gemacht.
Was nichts daran ändert, dass ich den Schulz für eine peinliche Pflaume halte (billigstes Erschleichen von Tagesgeldern obwohl er das gar nicht nötig hatte bei seinen Einkünften).
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frems
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » Sa 13. Mai 2017, 14:26

Wenn David Icke noch nicht darüber berichtet hat, wird es in der virtuellen Parallelgesellschaft eine Neuigkeit sein. Mit dem öffentlichen Diskurs hat das natürlich nie viel gemein.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon JJazzGold » Sa 13. Mai 2017, 14:54

frems hat geschrieben:(13 May 2017, 15:26)

Wenn David Icke noch nicht darüber berichtet hat, wird es in der virtuellen Parallelgesellschaft eine Neuigkeit sein. Mit dem öffentlichen Diskurs hat das natürlich nie viel gemein.


Wenn die Biographien bekannter deutscher Politiker bisher nicht bekannt waren und jetzt ein Bild in einer Kaserne das große Hyperventilieren auslöst, dann könnte das auch etwas mit jugendlichem Alter und politischem Desinteresse der jetzt Erstaunten zu tun haben.

Wer politisches Interesse hat, wie z.B. wir beide, dem sind die Biografien bekannt, wie eben auch diejenige Helmiut Schmidts. Der weiß auch, dass es nach 45 unmöglich war, Parteien und eine Regierung ohne Profile, die mit der NS Zeit belastet waren, zusammenzustellen. Und sei es auch nur in Form des Einzugs zum Wehrdienst.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon frems » Sa 13. Mai 2017, 14:55

JJazzGold hat geschrieben:(13 May 2017, 15:54)

Wenn die Biographien bekannter deutscher Politiker bisher nicht bekannt waren und jetzt ein Bild in einer Kaserne das große Hyperventilieren auslöst, dann könnte das auch etwas mit jugendlichem Alter und politischem Desinteresse der jetzt Erstaunten zu tun haben.

Wer politisches Interesse hat, wie z.B. wir beide, dem sind die Biografien bekannt, wie eben auch diejenige Helmiut Schmidts. Der weiß auch, dass es nach 45 unmöglich war, Parteien und eine Regierung ohne Profile, die mit der NS Zeit belastet waren, zusammenzustellen. Und sei es auch nur in Form des Einzugs zum Wehrdienst.

Zumal seine Geschichte als Wehrmachtssoldat ja nun wirklich über Jahrzehnte diskutiert wurde. Von einer neuen "Affäre" zu sprechen, die wahlentscheidend sei, ist wirklich aus einer anderen Galaxie. :|
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Senexx » Sa 13. Mai 2017, 15:02

Die "Affäre" ist lächerlich und doch nicht.

Ein Bild von Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform aufzuhängen, ist perfide. Damit soll er gewissermaßen als Kronzeuge in Geiselhaft genommen werden, um die Wehrmacht zu nobilitieren und die Kontinuität zur Bundeswehr herzustellen.

Ich bin ja kein Freund von Helmut Schmidt, und halte ihn für einen der überschätztesten Politiker überhaupt, einen eitlen Selbstdarsteller. Aber ich glaube kaum, dass er es akzeptiert hättte, wenn sein Bild in Wehmachtsuniform in einer Kaserne aufgehängt und für solche Zwecke instrumentalisiert worden wäre.

Mir scheint, der Saustall Bundeswehr müßte einfach mal gründlich ausgemistest werden. Am besten fängt man ganz oben an und lässt Köpfe rollen, angefangen von der Bundesministerin und ihren ersten Zuarbeiitern in Ministerium und Truppe.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon JJazzGold » Sa 13. Mai 2017, 15:05

frems hat geschrieben:(13 May 2017, 15:55)

Zumal seine Geschichte als Wehrmachtssoldat ja nun wirklich über Jahrzehnte diskutiert wurde. Von einer neuen "Affäre" zu sprechen, die wahlentscheidend sei, ist wirklich aus einer anderen Galaxie. :|


Die haben eventuell gar nicht mitbekommen, dass Schmidt verstorben ist und somit nicht zur Wahl steht.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon JJazzGold » Sa 13. Mai 2017, 15:13

Senexx hat geschrieben:(13 May 2017, 16:02)

Die "Affäre" ist lächerlich und doch nicht.

Ein Bild von Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform aufzuhängen, ist perfide. Damit soll er gewissermaßen als Kronzeuge in Geiselhaft genommen werden, um die Wehrmacht zu nobilitieren und die Kontinuität zur Bundeswehr herzustellen.

Ich bin ja kein Freund von Helmut Schmidt, und halte ihn für einen der überschätztesten Politiker überhaupt, einen eitlen Selbstdarsteller. Aber ich glaube kaum, dass er es akzeptiert hättte, wenn sein Bild in Wehmachtsuniform in einer Kaserne aufgehängt und für solche Zwecke instrumentalisiert worden wäre.

Mir scheint, der Saustall Bundeswehr müßte einfach mal gründlich ausgemistest werden. Am besten fängt man ganz oben an und lässt Köpfe rollen, angefangen von der Bundesministerin und ihren ersten Zuarbeiitern in Ministerium und Truppe.


Fragt sich, ob das tatsächlich die Intention war, oder ob man einer Kaserne angemessen nicht einfach ein Bild von Schmidt in Uniform aufhängen wollte und da stand nur ein Bild in dieser Uniform zur Verfügung. Als Verteidigungsminister war er kein Uniformträger. Für mich läuft das eher unter gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Man hätte Schmidts Zitat,

„Ehrgeiz ist ein Begriff, den ich auf mich nicht anwenden würde; natürlich lag mir an öffentlicher Anerkennung, aber die Antriebskraft lag woanders. Die Antriebskraft war typisch für die Generation, der ich angehört habe: Wir kamen aus dem Kriege, wir haben viel Elend und Scheiße erlebt im Kriege, und wir waren alle entschlossen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass all diese grauenhaften Dinge sich niemals wiederholen sollten in Deutschland. Das war die eigentliche Antriebskraft.“

dem Bild hinzufügen sollen.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon pikant » Mo 15. Mai 2017, 12:40

Martin Schulz will jetzt mehr Inhalte liefern
da bin ich gespannt!

Wagstrecke bis zur BTW steinig und hart fuer die SPD, laut Schulz
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon unity in diversity » Di 16. Mai 2017, 04:17

Egal was er sagt, Schulz gehört zu den Menschen, bei denen nichts mehr die Chancen verbessern kann.
Ohne jedes Charisma, sogar die Medien sind vom Glauben an den Messias abgefallen.
Ich kann mir nicht mehr vorstellen, daß er nur noch seine Faulheit ausschlafen muß, um anschließend zur Höchstform aufzulaufen.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Senexx » Di 16. Mai 2017, 04:36

Ich habe mich schon vorher gefragt, wie der Schulz meinen konnte, er sei als Kanzlerkandidat geeignet, worauf er den Anspruch zu stützen zu können glaubte.

Er war doch lediglich gescheiterter Würselner Bürgermeister, und danach jahrelang im überflüssigen EU-Parlament gesessen. Ganz weit weg von der deutschen Politik, von den Wählern.

Anscheinend hat ihn die fürstliche Entlohnung glauben lassen, dass er etwas Wichtiges tue und ein verantwortungsvolles Amt ausübe, welches ihn nun für Bundeskanzler qualifiziere. Eine Art Hybris.

Aber er bietet gute Unterhaltung. Wir dürfen uns auf schöne Momente im Wahlkampf freuen.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon firlefanz11 » Di 16. Mai 2017, 09:19

Laut n-tv hat ihm die Affäre um seine Tricks u. Kniffe bei der EU abzukassieren ihm u. der SPD das Genick gebrochen. Zwar würde es in den Medien wohlweislich nicht so propagiert aber Viral würden sich die Nachrichten um siene Abzocke stärker verbreiten u. zu deutlichem Missmut führen.

In Wahrheit hat der tiefe Fall von Martin Schulz und seiner SPD einen viel handfesteren Grund. Es ist sein Skandal um den persönlichen Griff in die EU-Kassen, die Millionen Wähler entsetzt oder zumindest entfremdet haben.
Skandal ist keine Nebensächlichkeit

Seit Wochen sind die Detailberichte über diesen Skandal auf den Internetseiten der Republik Klick-Riesen. Viral wird dieses Themas viel stärker verbreitet als in traditionellen Medien; die Tiefenwirkung in der Bevölkerung ist darum massiv. Beim Nachmittagstee von Berliner Tanten wie beim Happy-Hour-Drink vor der Frankfurter Börse wird über "den reichsten Kanzlerkandidaten der Geschichte" ("Focus") lebhaft geredet.

Es vollzieht sich fast eine Wiederholung der Ereignisse um Peer Steinbrück 2013. Dessen obszön hohe Nebenverdienste mit Rednerhonoraren brachten sein Ansehen bei der Bevölkerung, insbesondere in der eigenen Wahlklientel der SPD, ins Wanken. Auch 2013 hielt man das Thema für eine peinliche Nebensächlichkeit, auch damals aber war es der Gesprächsstoff für die Massen und brachte die Stimmung zum Kippen. SPD-Politiker und Geldgier scheint eine so faszinierende Kombination zu sein wie britische Politiker und Sexskandale - scheinbar unpolitisch, in Wahrheit aber wahlentscheidend. 2013 wurde jedenfalls die Integrität des SPD-Kandidaten damit tief untergraben.

Exakt das Gleiche passiert 2017 mit Martin Schulz. Er hat es als EU-Parlamentspräsident derart geschickt mit Residenzzulagen, Kostenpauschalen und Tagegeldern auf Verdienstsummen gebracht, die jenseits des Ehrbarkeitsgefühls normaler Bürger stehen. Die Enthüllungen der Geldgeschichten aus Brüssel haben den Eindruck entstehen lassen, dass Schulz in seinen Jahren als EU-Spitzenpolitiker wohl zu offensiv Gelder für sich und seine Getreuen mobilisiert hat.


Is ja auch logisch. Wer nimmt denn jemandem das Gefasel von sozialer Gerechtigkeit ab, der derart dreist rumtrickst um sich und den Seinen die Taschen vollzuhauen... :rolleyes:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon relativ » Di 16. Mai 2017, 09:50

firlefanz11 hat geschrieben:(16 May 2017, 10:19)

Laut n-tv hat ihm die Affäre um seine Tricks u. Kniffe bei der EU abzukassieren ihm u. der SPD das Genick gebrochen. Zwar würde es in den Medien wohlweislich nicht so propagiert aber Viral würden sich die Nachrichten um siene Abzocke stärker verbreiten u. zu deutlichem Missmut führen.



Is ja auch logisch. Wer nimmt denn jemandem das Gefasel von sozialer Gerechtigkeit ab, der derart dreist rumtrickst um sich und den Seinen die Taschen vollzuhauen... :rolleyes:

Natürlich hat ihm der bloße Verdacht schon geschadet und kann auch ein Gruund dafür gewesen sein, daß die schnelle Anfangseuphorie in den Umfragen sich wieder auf ein normales maß entwickelt hat.
Das sein politischen Feinde dies natürlich versuchen auszuschlachten ist zwar in der Art und Weise ziemlich asozial, aber wohl heutzutage nicht mehr zu verhindern.
Jetzt kannst du gerne darüber diskutieren, warum es solche Möglichkeiten der "Vetternwirtschaft" in der EU- Bürokratie, wohl nicht nur dort ,gibt, ich kannn es dir nicht sagen, Fakt ist aber:

BrüsselDas Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) sieht keine Anhaltspunkte, dass es im Europaparlament unter dem heutigen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu juristisch relevanten Unregelmäßigkeiten kam.

http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 23756.html

Was aber m.M. viel wichtiger für Schulz und die Bundestagswahl seien wird, ist das mom. politische Themenfeld.
Da wird sich wohl bis zu Bundestagswahl nicht viel ändern, da die meisten Parteien eben nicht soziale Gerechtigkeit auf der Agenda haben, sondern innere Sicherheit und Flüchtlinspolitik. Wohlweislich, daß Schulz damit eben nicht Punkten kann.
Ich würde Schulz raten ein komplettes zukünftige Flüchtlingsprogramm der SPD so schnell es geht in den Ring zu werfen, damit der Wähler weiss was er bei Schulz bekommt und da nicht raten muss.
Auch beim Thema innere Sicherheit sollte er jetzt inhaltlich zulegen. Schwerpunkt sollte aber weiter seine sozialen Themen haben.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon firlefanz11 » Di 16. Mai 2017, 10:20

relativ hat geschrieben:(16 May 2017, 10:50)
Das sein politischen Feinde dies natürlich versuchen auszuschlachten ist zwar in der Art und Weise ziemlich asozial, ...

Warum asozial? Er hat Scheiße gebaut, und das ist Fakt. Dass nicht gg ihn ermittelt wird ist imho nur ein taktischer Winkelzug denn dann würde man zugeben jahrelang einen Betrüger als EU Präsi geduldet zu haben, und ausserdem will man ihm vermutlich angesichts der Wahlen nicht noch mehr schaden als mit der Rüge. Das jemand das gg ihn zu Felde führt halte ich für völlig legitim.

Auch beim Thema innere Sicherheit sollte er jetzt inhaltlich zulegen. Schwerpunkt sollte aber weiter seine sozialen Themen haben.

Er müsste generell erst mal was inhaltliches bringen - egal bei welchem Thema...
Und dass die SPD innere Sicherheit nicht kann bzw. die Wähler davon überzeugt sind, sah man ja jüngst in NRW. Da dürfte er es seeeehr schwer habe IRGENDWAS zu reissen...
Ich will nicht sagen, dass die anderen Parteien da mehr drauf hätten bis auf die FDP vllt aber das ist genau das Problem der SPD. Ihre Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit interessiert nur die Profiteure derselbigen, die eh schon ihre traditionelle Klientel ist, und in allen anderen Themen wird sie von niemandem für voll genommen...
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon relativ » Di 16. Mai 2017, 11:39

firlefanz11 hat geschrieben:(16 May 2017, 11:20)

Warum asozial? Er hat Scheiße gebaut, und das ist Fakt. Dass nicht gg ihn ermittelt wird ist imho nur ein taktischer Winkelzug denn dann würde man zugeben jahrelang einen Betrüger als EU Präsi geduldet zu haben, und ausserdem will man ihm vermutlich angesichts der Wahlen nicht noch mehr schaden als mit der Rüge. Das jemand das gg ihn zu Felde führt halte ich für völlig legitim.
Weil es für mich eben asozial ist, auf Leuten persönlich herumzuhacken, welche die Möglichkeiten eines Systems ausnutzen, was so ziemlich jeder der Kritiker wohl auch tun würde, um politische Gefolgsleute in bessere Ämter zu heben. Dies dann heuchlerisch im Wahlkampf zu nutzen, ist so durchschaubar wie asozial.

Er müsste generell erst mal was inhaltliches bringen - egal bei welchem Thema...
Und dass die SPD innere Sicherheit nicht kann bzw. die Wähler davon überzeugt sind, sah man ja jüngst in NRW. Da dürfte er es seeeehr schwer habe IRGENDWAS zu reissen...
Was hat die FDP den Sicherheitstechnisch zu bieten, wenn selbst der Laschet meint, daß gewisse Sicherheitsaspekte nur schwer mit der FDP umzusetzen sind. Welche Partei hat denn inhaltlich schon mehr rausgehauen als die SPD mit Schulz?

Ich will nicht sagen, dass die anderen Parteien da mehr drauf hätten bis auf die FDP vllt aber das ist genau das Problem der SPD. Ihre Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit interessiert nur die Profiteure derselbigen, die eh schon ihre traditionelle Klientel ist,


Willst du damit andeuten, daß CDU und FDP ect. nicht so eine Wählerklientel haben?


... und in allen anderen Themen wird sie von niemandem für voll genommen...
Du meinst eher, sie wird nicht wahrgenommen.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Yossarian » Di 16. Mai 2017, 11:46

relativ hat geschrieben:(16 May 2017, 12:39)



Was hat die FDP den Sicherheitstechnisch zu bieten, wenn selbst der Laschet meint, daß gewisse Sicherheitsaspekte nur schwer mit der FDP umzusetzen sind. Welche Partei hat denn inhaltlich schon mehr rausgehauen als die SPD mit Schulz?



Da bist du aber früh. Schulz hat bisher nicht mehr als versprochen in der Zukunft mal irgendwas mit Inhalten anzukündigen^^
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon Alexyessin » Di 16. Mai 2017, 12:06

Senexx hat geschrieben:(16 May 2017, 05:36)

Ich habe mich schon vorher gefragt, wie der Schulz meinen konnte, er sei als Kanzlerkandidat geeignet, worauf er den Anspruch zu stützen zu können glaubte.

Er war doch lediglich gescheiterter Würselner Bürgermeister, und danach jahrelang im überflüssigen EU-Parlament gesessen.


Das EU-Parlament wurde erst mit Schulz Hilfe in den Zustand "nicht überflüssig" geführt. Aber das scheint bei dir nie angekommen zu sein, oder?
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon relativ » Di 16. Mai 2017, 12:13

Yossarian hat geschrieben:(16 May 2017, 12:46)

Da bist du aber früh. Schulz hat bisher nicht mehr als versprochen in der Zukunft mal irgendwas mit Inhalten anzukündigen^^

Ja sag doch mal was die anderen bisher gesagt haben? Kannst du was liefern?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon CaptainJack » Di 16. Mai 2017, 12:25

unity in diversity hat geschrieben:(16 May 2017, 05:17)

Egal was er sagt, Schulz gehört zu den Menschen, bei denen nichts mehr die Chancen verbessern kann.
Ohne jedes Charisma, sogar die Medien sind vom Glauben an den Messias abgefallen.
Ich kann mir nicht mehr vorstellen, daß er nur noch seine Faulheit ausschlafen muß, um anschließend zur Höchstform aufzulaufen.
Doch, er hat ein gewisses Anfangscharisma! Nur, wenn er bei Vorträgen seine immer gleichen Sätze aufsagt, wirkt das wohl rhetorisch geschliffen aber leider eintrainiert, auswendig gelernt und nach mehrmaligem Hören und Sehen, ohne Substanz ... und dann wird aus dem Charismatiker schnell wieder der Bürgermeister von Würselen.
Natürlich haben die Medien eine Mitschuld. Perfide wie sie sind, haben sie ihn nach anfänglichem Hype teilweise niedergeschrieben und durch hintereinander abgespielte Ausschnitte aus seinen Reden (z.B. das Wort Gerechtigkeit durch zigmaliges separates Rausschneiden verhohnepiepelt und damit ihn auch) nicht gerade ein positives Bild von ihm erzeugt.
"Im Namen der Toleranz lässt man zu, dass die Intoleranten ihre Infrastruktur aufbauen."
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Re: Kanzlerkandidat der SPD

Beitragvon pikant » Di 16. Mai 2017, 12:37

Yossarian hat geschrieben:(16 May 2017, 12:46)

Da bist du aber früh. Schulz hat bisher nicht mehr als versprochen in der Zukunft mal irgendwas mit Inhalten anzukündigen^^


Aenderung bei Hartz4 und der Bezugsdauer ist wohl an Ihnen vorbeigegangen?

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