Ist die SPD links genug?

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frems
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Ist die SPD links genug?

Beitragvon frems » Do 6. Aug 2015, 13:00

Analog zum Strang zur Modernität der CDU (viewtopic.php?f=67&t=55469) nun die Frage, ob die SPD aus Eurer Sicht nach links rücken sollte.

Warum die SPD nach links rücken muss

Chef der Labour Party könnte der Radikalsozialist Jeremy Corbyn werden. Schon 1997 gaben die Briten der SPD den Trend vor. Und tatsächlich muss die SPD ihre Anbiederung an die Union beenden. Ein Kommentar.

http://www.tagesspiegel.de/politik/sigm ... 51428.html

Häufig hört man von SPD-Genossen ja, daß man sich stärker auf die sogenannte Mitte konzentrieren sollte. Gleichzeitig wanderten viele ehem. SPD-Wähler in den Kreis der Nichtwähler, während die SPD auf Bundesebene in Umfragen stagniert. Fühlen diese sich nicht mehr vertreten? Oder haben diese Wähler durch politische Handlungen -- ob Mindestlohn, Rentenpolitik, Gleichstellung, Bildungsgerechtigkeit/-förderung, ... -- einfach keinen Grund mehr zu wählen und sind zufrieden? Könnte man sie mit einem stark linken Kurs wieder mobilisieren? Oder sind die eh bei der Linkspartei und ein starker Linkskurs würde der SPD eher weitere Stimmen kosten? Fragen über Fragen.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon pikant » Do 6. Aug 2015, 13:03

die SPD muss Kurs auf die gemaessigte Linke halten und darueber hinaus breite buergerliche Schichten ansprechen.
das gelingt leider auf Bundesebene nicht, das Merkel alles besetzt und Gabriel ihr kein Paroli bieten kann.
in den Laendern sieht das veollig anders aus.
Albig da als Beispiel zu nennen :)
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Blasphemist
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon Blasphemist » Do 6. Aug 2015, 13:07

Ich finde diesen Strang in höchstem Maße pietätlos. Im sterben Liegende sollten nicht Gegenstand einer Diskussion sein.
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HugoBettauer
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon HugoBettauer » Do 6. Aug 2015, 16:58

Die SPD sollte nach links rücken, bis sie vom Rand fällt, gemeinsam mit NPD und Linken. Das wären noch ungefähr zwei Schritte.

Nichts ist besser für Deutschland als ein Linksrutsch der Schandepartei Deutschlands.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon Der Neandertaler » Do 6. Aug 2015, 17:46

Hallo frems.
frems hat geschrieben:Analog zum Strang zur Modernität der CDU (http://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=67&t=55469) nun die Frage, ob die SPD aus Eurer Sicht nach links rücken sollte.
Daß Du ausländische politsche Parteien nicht unbedingt in uner Parteienchema (wo diese stehen?) einordnen kannst, dürfte klar sein. Aber zum Thema:
für die bessere Unterscheidung der Parteien, wäre bestimmt eine klarere Kante schon nicht schlecht - also ein weiterer Abstand zur beliebten Mitte, wäre schon angebracht ... aber wahrscheinlich auch nur deshalb. Aber ich frage mich allen Ernstes, was das bringen soll?

Wenn dem so wäre, die SPD würde also etwa Felder der GRÜNEN oder der LINKEN teilweise besetzen, würde sie doch teilweise in der Mitte Platz machen - Platz, den dann die CDU einnehmen könnte. Ein Erfolg ... ein erfolgreiches Besetzen linker Themenfelder wäre damit aber immer noch nicht garantiert. Schroeder hat doch vermutlich seine Agenda 2010 deshalb eingeführt, weil er erkannt hat, daß ein weiter-so ... ein nur-größererer-(und weiterer)-Ausbau-des Sozialstaates auf Dauer nicht funktioniert ... nicht funktionieren kann.

Erfolgreiche Abspaltungen von der CSU/CDU größeren Ausmaßes hat es doch vermutlich deshalb noch nicht so viele gegeben, weil es innerhalb der Union immer noch Leute gibt, die (mit Billigung der Parteispitze) auch etwas rechtere (teilweise anrüchigere) Positionen vertreten - erst wenn diese zu anrüchig werden, wird dies versucht zu unterbinden. Aber es ist nunmal Aufgabe einer "Volkspartei" weitgehend möglichst alle Teile der Bevölkerung zu vertreten - also insofern ist die CDU eine volksnahe ... eine volksnähere Partei.

Aber bei Parteien, die nur eine bestimmte Ideologie vertreten (sei es Rechts oder Links), werden von Zeit zu Zeit immer wieder Probleme bekommen:
    zeitweise kommen immer mal wieder Forderungen ... Gedankenspielchen an's tagespolitische Licht, die nicht so ganz der Realität entsprechen. Nur, weil dies ihrer (begrenzten) Ideologie entspricht ... entsprechen muß.


Also, ob eine Partei nach rechts oder nach links rücken muß ... oder sollte, oder ob sie sich in der Mitte tummelt ... ihr Prozent-Glück dort sucht, sollte der Partei selber überlassen bleiben. Der Wähler wird's ensprechend honorieren:
    Hop oder Top!
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon Elvis Domestos » Do 6. Aug 2015, 20:12

    Hop oder Top!


Nichts oder! Wo ist hier ein oder? Es gibt kein oder!

HOP!!!!!
HOP
Hop
hop
hop
hop

...auf zur Tafel!
Zuletzt geändert von Elvis Domestos am Do 6. Aug 2015, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon Teeernte » Do 6. Aug 2015, 20:41

Volks Partei ? Ich hatte mal gedacht - das ist die Partei der Arbeiter, des kleinen Mannes.....

Die Arbeiter hat die Partei verraten - und dem kleinen Mann die Rente gestrichen.

Den Arbeiter und den NICHT Arbeiter in eine Kasse getan. Glückwunsch auch zur Kriegspartei.

Den einzigen Vorteil >>Energiesicherheit>> (GERD-GAS) verspielt. ...und abgestritten/sich distanciert.

Nun wollen die VolksPartei werden ? Fehlt der Sitz im Kirchenrat oder bei den Anonymen Akoholikern ?

Mutti von der Brust springen ? Vielleicht noch gegen "Abhören" vorgehen ? >> ja das wär der Schuss ins Knie..von Frank-Walter.

...die Beamten werden von den Grünen versorgt..... rechts gehts noch mehr bergab....und Links sitzt auf der Ersatzbank La Fo... der sofort eingewechselt wird - wenn die SPD versucht das kleine Krokodil zu imitieren.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon harry52 » Do 6. Aug 2015, 22:24

Teeernte » Do 6. Aug 2015, 20:41 hat geschrieben: ...die Partei ... des kleinen Mannes.....

Ist die SPD doch.

Stell Dir mal vor, Du hast Dich in der Schule angestrengt und bist drei oder vier Jahre länger dort geblieben und hast Abi statt Hauptschulabschluss gemacht, dann schaffst Du die 45 Jahre für die Frühverrentung nicht und kannst länger arbeiten. Und Linke wie Nahles und die Moralapostel, die noch linker sind, erzählen Dir noch, dass das gerecht ist.

Oder stell Dir vor, du bist eine Frau und hast Kinder in die Welt gestzt und deswegen nicht 45 Jahre einzahlen können. Solche Frauen landen deutlich öfter in der Altersarmut als andere und können die Frühverrentung der Männer mitbezahlen. Das soll gerecht sein?

Und noch was:

400 milliarden kosten diese neuen Renten und wenn das Land am Ende pleite ist, wegen solcher teuren Wahlgeschenke an kleine Männer, dann ist wer Schuld? Die Linken? Nein. Natürlich nicht. Die sind nie Schuld. Schuld sind immer die Amis und der Kapitalismus.

Auch das ausgerechnet die Länder im Osten Europas und China uns mit ihren Billiglöhnen das Leben schwer machen, die früher sozialistisch waren. Dafür können die Linken natürlich auch nichts. Wer ist Schuld? Die Amis und der Kapitalismus.

Ich lasse mich nicht für dumm verkaufen von Nieten wie Nahles und was noch linker ist.

Da wähle ich als Atheist, Nerd und Leser von Stephen Hawking und Richard Dawkins lieber die CDU. Die sind auch nicht gerade die Schlausten, aber es bleibt einem ja nichts anderes übrig. Der Seeheimer Kreis in der SPD wäre ja eine Alternative, aber auf den hören sie ja nicht.
Zuletzt geändert von harry52 am Do 6. Aug 2015, 22:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 7. Aug 2015, 06:17

Mit welchem Personal sollte sie denn nach links rücken? Die sind bereits alle abgewandert.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon Wähler » Fr 7. Aug 2015, 06:18

Wähler Re: Druck von der SPD-Basis: Doch kein Kanzler Gabriel?» Mi 29. Jul 2015, 10:50 hat geschrieben:Es gibt einfach zu viele Wiso-Themen, zu denen die SPD keine klare Stellung bezieht:
Weniger Globalisierung durch ein gemäßigtes TTIP, Rekommunalisierung von Unternehmen für die "gemeinschaftliche Daseinsvorsorge", Renaissance des Genossenschaftswesens, Reform des Ehegatten-Splitting, einheitliche Unternehmenssteuern auf EU-Ebene, Annäherung der Sozialsysteme in der EU und andere.

Bei den Grünen kann ich zwei Parteiflügel erkennen. Bei der SPD nicht mehr. Herr Stegner tritt nicht als Alternative zu Herrn Gabriel auf. Leute wie Herrn Steinbrück, der für den Grexit eingetreten ist, sollte die SPD-Führung nicht mehr konsultieren. Die SPD hat nach wie vor ihr Verhältnis zur Partei "Die Linke" nicht geklärt. Die SPD muss einfach mehr Gas geben und aus ihrer Passivität herauskommen. Sie macht es sich zu gemütlich in der Mitte des Parteienspektrums, ohne klare Alternativen zu formulieren.

Die SPD ist vor allem, überspitzt formuliert, nicht mehr fortschrittlich. Sie kümmert sich nur noch um ihre Klientel, gut verdienende Industriearbeiter und "Einheitsgewerkschaftsmitglieder", die mit der Rente für 63 belohnt wurden. Das sogenannte Prekariat hat sie an die Linke oder an die Nichtwähler verloren. Sie sollte sich wieder mehr auf ihre Wurzeln besinnen. Die Zahl der Verlierer der Globalisierung und Europäisierung wird weiter zunehmen. Die Probleme sind allerdings lösbar, wenn dem Auseinanderdriften von Vermögenden und Nichtvermögenden entgegengewirkt wird. Das sozialstaatliche Subsidiaritätsprinzip dürfte allerdings auch für strukturkonservative Wähler reizvoll und überzeugend sein.
Zuletzt geändert von Wähler am Fr 7. Aug 2015, 06:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon bakunicus » Fr 7. Aug 2015, 07:19

Liegestuhl » Fr 7. Aug 2015, 07:17 hat geschrieben:Mit welchem Personal sollte sie denn nach links rücken? Die sind bereits alle abgewandert.


mit dem der linkspartei und der grünen, wenn sich der seeheimer kreis dazu endlich mal strategisch durchringen kann ...
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon NMA » Fr 7. Aug 2015, 07:52

bakunicus » Fr 7. Aug 2015, 08:19 hat geschrieben:
mit dem der linkspartei und der grünen, wenn sich der seeheimer kreis dazu endlich mal strategisch durchringen kann ...



Dass die dabei Bauchschmerzen haben, ist ja nun wirklich verständlich. Aber wie werden wohl keine andere Wahl haben, wenn sie mal wieder was reißen wollen. Mehr als der Achtungserfolg war für Steinbrück nicht drin, weil klar war, dass es keine SPD-geführte Regierung geben wird.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 7. Aug 2015, 08:28

Für die politische Kultur in Deutschland wäre eine starke links-sozialdemokratische Partei ohne Koalitionsbereitschaft mit der CDU eine Wohltat. Völlig umnabhängig davon, ob man selbst politisch links-sozialdemokratische Positionen vertritt oder nicht.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon pikant » Fr 7. Aug 2015, 08:30

Teeernte » Do 6. Aug 2015, 20:41 hat geschrieben:Volks Partei ? Ich hatte mal gedacht - das ist die Partei der Arbeiter, des kleinen Mannes.....

Die Arbeiter hat die Partei verraten - und dem kleinen Mann die Rente gestrichen.

Den Arbeiter und den NICHT Arbeiter in eine Kasse getan. Glückwunsch auch zur [b]Kriegspartei.[/b]

Den einzigen Vorteil >>Energiesicherheit>> (GERD-GAS) verspielt. ...und abgestritten/sich distanciert.

Nun wollen die VolksPartei werden ? Fehlt der Sitz im Kirchenrat oder bei den Anonymen Akoholikern ?

Mutti von der Brust springen ? Vielleicht noch gegen "Abhören" vorgehen ? >> ja das wär der Schuss ins Knie..von Frank-Walter.

...die Beamten werden von den Grünen versorgt..... rechts gehts noch mehr bergab....und Links sitzt auf der Ersatzbank La Fo... der sofort eingewechselt wird - wenn die SPD versucht das kleine Krokodil zu imitieren.


es ist in Ordnung, dass die SPD sich ihrer friedensstiftenden Haltung bewusst ist und fuer die Auslandseinsaetze mit den anderen Parteien gestimmt hat - eine Verweigerungshaltung a la Linkspartei ist kontraproduktiv und wird der Bedeutung Deutschlands in der NATO nicht gerecht.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon pikant » Fr 7. Aug 2015, 08:32

NMA » Fr 7. Aug 2015, 07:52 hat geschrieben:

Dass die dabei Bauchschmerzen haben, ist ja nun wirklich verständlich. Aber wie werden wohl keine andere Wahl haben, wenn sie mal wieder was reißen wollen. Mehr als der Achtungserfolg war für Steinbrück nicht drin, weil klar war, dass es keine SPD-geführte Regierung geben wird.


Steht Deine Ankuendigung eigentlich noch die Partei zu verlassen, wenn auf Bundesebene eine Koalition mit der Linkspartei vereinbart worden ist oder bist da offener geworden und traegst dem Parteitagsbeschluss Rechnung?
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 7. Aug 2015, 08:33

bakunicus » Fr 7. Aug 2015, 08:19 hat geschrieben:mit dem der linkspartei und der grünen, wenn sich der seeheimer kreis dazu endlich mal strategisch durchringen kann ...


Die SPD soll mit dem Personal der Linken und der Grünen nach links rücken?

Brauchen die ihr Personal nicht mehr?
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon pikant » Fr 7. Aug 2015, 08:34

schokoschendrezki » Fr 7. Aug 2015, 08:28 hat geschrieben:Für die politische Kultur in Deutschland wäre eine starke links-sozialdemokratische Partei ohne Koalitionsbereitschaft mit der CDU eine Wohltat. Völlig umnabhängig davon, ob man selbst politisch links-sozialdemokratische Positionen vertritt oder nicht.


diese Partei existiert nach meiner Meinung schon mit der Linkspartei zumindest in den Realolandesverbaenden im Osten des Landes siehe Thueringen.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 7. Aug 2015, 08:57

pikant » Fr 7. Aug 2015, 09:34 hat geschrieben:
diese Partei existiert nach meiner Meinung schon mit der Linkspartei zumindest in den Realolandesverbaenden im Osten des Landes siehe Thueringen.


Tut ja nix. Es existiert ja auch neben der Bundes-CDU eine Landes-CSU. Hauptsache dieser große CDU-SPD-Regierungskloß löst sich irgendwann mal auf.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon pikant » Fr 7. Aug 2015, 09:03

schokoschendrezki » Fr 7. Aug 2015, 08:57 hat geschrieben:
Tut ja nix. Es existiert ja auch neben der Bundes-CDU eine Landes-CSU. Hauptsache dieser große CDU-SPD-Regierungskloß löst sich irgendwann mal auf.


die Chance 2017 ist gross, aber ich sehe dann keine SPD mehr in der Regierung.
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Re: Ist die SPD links genug?

Beitragvon frems » Fr 7. Aug 2015, 11:14

Teeernte » Do 6. Aug 2015, 21:41 hat geschrieben:Volks Partei ? Ich hatte mal gedacht - das ist die Partei der Arbeiter, des kleinen Mannes.....

Die Arbeiter hat die Partei verraten - und dem kleinen Mann die Rente gestrichen.

Arbeiter sind ja nicht nur klein. Jedenfalls im Sinne von Gabriel, der kürzlich sagte, man wolle sich für alle arbeitenden Menschen in Deutschland einsetzen, egal ob Monteur oder Manager. Muß man natürlich nicht gutheißen. Zum Großteil punktet damit ja auch die CDU/CSU.

Und drittens empfand es Gabriel als spannende Herausforderung, Ordnung in das Chaos der Energiewende zu bringen.

Letzteres ist Gabriel sogar gelungen. Man mag über einige Reformschritte streiten, aber selbst Kritiker attestieren dem Wirtschaftsminister, der Energiewende endlich so etwas wie eine Struktur gegeben zu haben. [...] Bei der Energiewende etwa interessieren sich die Wähler nur wenig für die Verästelungen von Kapazitätsmärkten, Klimaabgabe oder EEG-Novelle. Am Ende werden sie Gabriel daran messen, ob der Strompreis halbwegs konstant bleibt. Den aber kann Gabriel selbst nur wenig beeinflussen. Gleichzeitig drohen ihm ständig Auseinandersetzungen mit Verbündeten. Die Klimaabgabe scheiterte etwa maßgeblich, weil sein Freund, Gewerkschaftsboss Michael Vassiliadis, 15.000 Kohlekumpel vor Gabriels Ministerium aufmarschieren ließ. [...]

Auch innenpolitisch musste Gabriel die Erfahrung machen, gegenüber Schäuble am kürzeren Hebel zu sitzen. Als Gabriel richtigerweise die Investitionsschwäche zum Thema machte, legte Schäuble mal eben ein Investitionsprogramm auf. Und als Gabriel für Steuersenkungen für die Mittelschicht trommelte, räumte Schäuble das Thema mit einem Mini-Abbau der kalten Progression ab.

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