Ist die CDU modern genug?

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frems
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 13:25

CaptainJack hat geschrieben:(05 Jun 2017, 11:01)

Wir wissen es nicht! Entscheidend ist die Wahrheit und nicht ein moderner Hype!

Dann erzähl uns doch bitte, was "die Wahrheit" ist.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon CaptainJack » Mo 5. Jun 2017, 13:30

Hyde hat geschrieben:(05 Jun 2017, 14:10)

Was meinst du damit genau?
Das Paradoxon, das in Deutschland stattfindet. Die "Sauberkeit" beenden und die Klimaschädlichkeit um das zigfache zu steigern! Du wirst schon wissen, was ich meine.
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Helmuth_123
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Helmuth_123 » Mo 5. Jun 2017, 16:03

Hyde hat geschrieben:(05 Jun 2017, 13:28)

Abgesehen davon, dass sich die Wissenschaft über den Klimawandel einig ist und dass es jeglicher Logik widersprechen würde, wenn sich die beispiellose Erderwärmung der letzten 100 Jahre rein zufällig mit der Industrialisierung überschneiden würde: selbst wenn die Chance nur bei 5% läge, dass der Klimawandel real ist - wäre es dann etwa moralisch gerechtfertigt, um die Zukunft unseres Planeten (des einzigen Lebensraums, den wir haben) zu zocken? Wie im Casino?

Das gleiche gilt für Atomkraftwerke: es ist unmoralisch, die Menschheit einem Restrisiko auszusetzen, aus monetären Interessen.

Mit zeigt das einmal mehr, dass es dem Konservatismus in vielen Bereichen an einem Verantwortungsbewusstsein und einem langfristigen Denken mangelt. Hauptsache, die kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen stimmen, mit der Zukunft können sich ja dann die kommenden Generationen beschäftigen/herumplagen...!


Das ist ein falsches Konservatismusbild. Konservatismus ist langfristiges Denken per se. Konservative wissen um das Erbe ihrer Vorfahren, das es für die folgenden Generationen zu bewahren gilt. Das gilt für Kultur und Natur.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Hyde » Mo 5. Jun 2017, 22:17

Helmuth_123 hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:03)

Das ist ein falsches Konservatismusbild. Konservatismus ist langfristiges Denken per se. Konservative wissen um das Erbe ihrer Vorfahren, das es für die folgenden Generationen zu bewahren gilt. Das gilt für Kultur und Natur.


An Vergangenem bzw. Gegenwärtigem festhalten zu wollen, muss aber nichts mit langfristigem Denken (Denken im großen Gesamtzusammenhang) zu tun haben.
Konservative tun sich beispielsweise mit dem Klimaschutz deutlich schwerer als andere - weil sie nicht genug an die Zukunft denken, weil sie zu engstirnig sind um sich auf neue Methoden, neue Energiequellen, neue Weltbilder einzulassen.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon CaptainJack » Mo 5. Jun 2017, 22:24

Hyde hat geschrieben:(05 Jun 2017, 23:17)

An Vergangenem bzw. Gegenwärtigem festhalten zu wollen, muss aber nichts mit langfristigem Denken (Denken im großen Gesamtzusammenhang) zu tun haben.
Konservative tun sich beispielsweise mit dem Klimaschutz deutlich schwerer als andere - weil sie nicht genug an die Zukunft denken, weil sie zu engstirnig sind um sich auf neue Methoden, neue Energiequellen, neue Weltbilder einzulassen.
Eines weiß ich ... was derzeit in Deutschland geschieht, verpestet die Luft und schädigt das Klima, wenigstens der nächsten Jahrzehnte, deutlich mehr als zuvor. Da nützen auch die paar Windräder nichts! Also, was soll das alles?
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 22:57

CaptainJack hat geschrieben:(05 Jun 2017, 23:24)

Eines weiß ich ... was derzeit in Deutschland geschieht, verpestet die Luft und schädigt das Klima, wenigstens der nächsten Jahrzehnte, deutlich mehr als zuvor. Da nützen auch die paar Windräder nichts! Also, was soll das alles?

Woher weißt Du das? Alternative Medien? :?:

Das Umweltbundesamt ist anderer Ansicht: https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... 3-17_0.pdf
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon CaptainJack » Mo 5. Jun 2017, 23:41

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 23:57)

Woher weißt Du das? Alternative Medien? :?:

Das Umweltbundesamt ist anderer Ansicht: https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... 3-17_0.pdf

Du glaubst auch an jede Statistik, die man dir so hinklatscht? ;) Dabei hast du wahrscheinlich noch übersehen, dass 2016 nur als geschätzt dargestellt ist https://www.check24.de/strom-gas/news/k ... gen-62373/ und, dass die Auswirkungen der Aktivierung der Alternativen zur Alternative (Kohlekraftwerke & Co.) erst so richtig 2017, 18, 19 usw. auf den Tisch des Hauses kommen.
Es genügt der gesunde Menschenverstand, um zu wissen, dass, wenn wieder Dreckschleudern aktiviert werden müssen, dass dann wohl die schädlichen Emissionen nicht weniger werden, egal, wie die uns immer einsalzen wollen! ;)
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 23:45

CaptainJack hat geschrieben:(06 Jun 2017, 00:41)

Du glaubst auch an jede Statistik, die man dir so hinklatscht? ;) Dabei hast du wahrscheinlich noch übersehen, dass 2016 nur als geschätzt dargestellt ist https://www.check24.de/strom-gas/news/k ... gen-62373/ und, dass die Auswirkungen der Aktivierung der Alternativen zur Alternative (Kohlekraftwerke & Co.) erst so richtig 2017, 18, 19 usw. auf den Tisch des Hauses kommen.
Es genügt der gesunde Menschenverstand, um zu wissen, dass, wenn wieder Dreckschleudern aktiviert werden müssen, dass dann wohl die schädlichen Emissionen nicht weniger werden, egal, wie die uns immer einsalzen wollen! ;)

Die habe ich gesucht und sie widerspricht auch nicht "Check24", da es lediglich um den Unterschied zweier Jahre aufzeigt. Kleine konjunktur- und wetterbedingte Ausrutscher gibt's immer, was Du ja sehen kannst bei den Zahlen des Umweltbundesamtes. Entscheidend ist aber der Trend und Du schriebst nur unkonkret "früher". Abgesehen davon, dass selbst in Deinem Link steht, dass 2016 erstens ein überdurchschnittlich kaltes Jahr war und zugleich die CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung im Vergleich zu 2015 weiter gesunken sind. Somit ist sogar diese Aussage falsch, obwohl einzelne Jahre kaum Aussagekraft haben. Da braucht man etwas mehr als "gesunden Menschenverstand".
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon CaptainJack » Di 6. Jun 2017, 00:00

frems hat geschrieben:(06 Jun 2017, 00:45)

Die habe ich gesucht und sie widerspricht auch nicht "Check24", da es lediglich um den Unterschied zweier Jahre aufzeigt. Kleine konjunktur- und wetterbedingte Ausrutscher gibt's immer, was Du ja sehen kannst bei den Zahlen des Umweltbundesamtes. Entscheidend ist aber der Trend und Du schriebst nur unkonkret "früher". Abgesehen davon, dass selbst in Deinem Link steht, dass 2016 erstens ein überdurchschnittlich kaltes Jahr war und zugleich die CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung im Vergleich zu 2015 weiter gesunken sind. Somit ist sogar diese Aussage falsch, obwohl einzelne Jahre kaum Aussagekraft haben. Da braucht man etwas mehr als "gesunden Menschenverstand".
Unserer Diskussion widerspricht nicht, dass sich die nach und nach wieder aktivierten "Dreckschleudern" erst auswirken werden.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Helmuth_123 » Do 8. Jun 2017, 18:53

Hyde hat geschrieben:(05 Jun 2017, 23:17)

An Vergangenem bzw. Gegenwärtigem festhalten zu wollen, muss aber nichts mit langfristigem Denken (Denken im großen Gesamtzusammenhang) zu tun haben.
Konservative tun sich beispielsweise mit dem Klimaschutz deutlich schwerer als andere - weil sie nicht genug an die Zukunft denken, weil sie zu engstirnig sind um sich auf neue Methoden, neue Energiequellen, neue Weltbilder einzulassen.


Konservatismus ist ja auch nicht zwanghaftes Festhalten am Vergangenen oder Engstirnigkeit. Konservatismus ist eine Lebenshaltung, die sich durch Verantwortung und langfristiges Denken auszeichnet. Konservative wissen darum, dass sie das Erbe der Vorfahren für ihre Nachfahren erhalten. Das schließt die natürlichen Lebensgrundlagen mit ein. Umwelt- und Naturschutz ist Konservatismus per definitionem. Konservative müssen also die neuen Methoden und wissenschaftliche Ergebnisse kennen, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

Nachtrag: Das Bild, dass Konservatismus zwanghaftes Festhalten am Vergangenen und Engstirnigkeit sei, ist ein falsches Konservatismusbild.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Hyde » Do 8. Jun 2017, 21:50

Helmuth_123 hat geschrieben:(08 Jun 2017, 19:53)
Konservative wissen darum, dass sie das Erbe der Vorfahren für ihre Nachfahren erhalten. Das schließt die natürlichen Lebensgrundlagen mit ein. Umwelt- und Naturschutz ist Konservatismus per definitionem.


Aber auch nur per Definition.
In der Realität zeichnet sich die konservative Strömung eher dadurch aus, die alten & bewährten Energieträger erhalten zu wollen (Öl, Kohle), anstatt sich für neue Methoden zu öffnen.
Es ist in ziemlich jedem Land gang und gäbe, dass sich linke Parteien mehr für Klimaschutz einsetzen als konservative Parteien. Diesen Fakt kann man ja nun nicht wegdiskutieren, egal ob man Konservatismus mag oder nicht.

Auch die CDU hat im Bereich Klimaschutz erst Fortschritte erzielt, als Merkel die Partei progressiver und weniger konservativ gemacht hat.

Klassischen Konservativen wie Bosbach oder Spahn sind Umweltauflagen ein Dorn im Auge.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Helmuth_123 » Fr 9. Jun 2017, 19:47

Hyde hat geschrieben:(08 Jun 2017, 22:50)

Aber auch nur per Definition.
In der Realität zeichnet sich die konservative Strömung eher dadurch aus, die alten & bewährten Energieträger erhalten zu wollen (Öl, Kohle), anstatt sich für neue Methoden zu öffnen.
Es ist in ziemlich jedem Land gang und gäbe, dass sich linke Parteien mehr für Klimaschutz einsetzen als konservative Parteien. Diesen Fakt kann man ja nun nicht wegdiskutieren, egal ob man Konservatismus mag oder nicht.

Auch die CDU hat im Bereich Klimaschutz erst Fortschritte erzielt, als Merkel die Partei progressiver und weniger konservativ gemacht hat.

Klassischen Konservativen wie Bosbach oder Spahn sind Umweltauflagen ein Dorn im Auge.


Wenn sich eine Partei nicht für den Umweltschutz einsetzt, dann ist sie in dem Punkt eben nicht konservativ. Und nur weil sich eine Partei oder eine Person konservativ nennt, dann heißt das noch lange nicht, das sie auch konservativ ist.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Progressiver » Sa 10. Jun 2017, 08:19

Das Internet gibt es jetzt schon seit einiger Zeit. Es war eine technische Entwicklung und hat auch das menschliche Zusammenleben stark verändert. Für die konservative Kanzlerin war das Internet aber bis vor kurzem noch "Neuland". Und dabei sprach sie auch noch im "Pluralis Majestatis" -also von "uns". Und es gibt dauernd technische wie gesellschaftliche Entwicklungen, die das menschliche Zusammenleben verändern. Wenn Frauen nicht arbeiten dürften, weil die Konservativen ihrem Hausfrauenmodell die Treue hielten, wäre Deutschland wirtschaftlich nur halb so stark. Alle Entwicklungen in Gesellschaft und Technik wurden bisher durchgesetzt, weil es anderswo Menschen gab, die für sie kämpften. Die Konservativen traten wegen ihrer mangelnden Flexibilität dabei eher immer als Bremser auf. Ohne Antreiber aus der Gesellschaft hätten wir weder ein allgemeines noch ein spezielles Wahlrecht für Frauen. Weil es "schon immer" so war. Bei den Konservativen habe ich immer den Eindruck, sie wollen das pralle, bunte Leben und all die Lebendigkeit, die die sich verändernde Gesellschaft mit sich bringt, stoppen und das alte, morsche in einem Einweckglas konservieren. Man kann aber sehr wohl zum Beispiel auch für Umweltschutz, technische Veränderung und gesellschaftliche Erneuerung stehen und eine gewisse Kontinuität bewahren. Wenn man noch keine Neunzig ist, sollte der Blick aber nach vorne gerichtet sein. Wer dauernd zurück blickt, der gelangt auf seinem Weg nur allzu leicht ins Stolpern, weil er die Hindernisse nicht klar erkennen kann.

Angela Merkel ist jedenfalls nicht progressiv, sondern eine typische Konservative. Sie ist 2005 angetreten und will das gesellschaftliche Zusammenleben bzw. die sonstige Entwicklungen am liebsten auf diesem Stand erhalten. Die Welt dreht sich aber weiter. Würde Merkel in der Computerbranche arbeiten, wäre sie ihren Job los. Sie wird zumindest auf europäischer Ebene auch als Kanzlerin scheitern, weil dieses zwanghafte Festhalten an deutscher Hegemonie und an den Austeritätsdogmen, die schon längst von der Realität überholt sind, die EU zerbrechen lassen wird.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Kritikaster » Sa 10. Jun 2017, 08:28

Hyde hat geschrieben:(08 Jun 2017, 22:50)

Aber auch nur per Definition.
In der Realität zeichnet sich die konservative Strömung eher dadurch aus, die alten & bewährten Energieträger erhalten zu wollen (Öl, Kohle), anstatt sich für neue Methoden zu öffnen.
Es ist in ziemlich jedem Land gang und gäbe, dass sich linke Parteien mehr für Klimaschutz einsetzen als konservative Parteien. Diesen Fakt kann man ja nun nicht wegdiskutieren, egal ob man Konservatismus mag oder nicht.

Auch die CDU hat im Bereich Klimaschutz erst Fortschritte erzielt, als Merkel die Partei progressiver und weniger konservativ gemacht hat.

Ein Blick ins Land des Braunkohleabbaus zeigt, dass auch andere, "progressivere" Parteien es mit der Energiewende nicht immer und überall eilig haben, sobald die eigene Wählerklientel betroffen ist.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Hyde » So 11. Jun 2017, 19:55

Helmuth_123 hat geschrieben:(09 Jun 2017, 20:47)

Wenn sich eine Partei nicht für den Umweltschutz einsetzt, dann ist sie in dem Punkt eben nicht konservativ. Und nur weil sich eine Partei oder eine Person konservativ nennt, dann heißt das noch lange nicht, das sie auch konservativ ist.


Na gut, dann einigen wir uns eben auf die befremdliche These, dass ziemlich alle konservativen Parteien in Punkto Klimaschutz nicht "konservativ" sind, während ziemlich alle linken Parteien in Punkto Klimaschutz "konservativ" sind.
An meiner Kritik an konservativen Parteien (und somit letztlich an der konservativen Strömung insgesamt) ändert das nichts. Nenne Klimaschutz konservativ oder nicht - Fakt ist, dass konservative Parteien sich genau mit eben jenem Klimaschutz schwer tun.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Brainiac » So 11. Jun 2017, 21:09

Diesen Widerspruch hätte man früher mit den Gegenbegriffen "strukturkonservativ vs. wertkonservativ" erklärt.
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon Charles » Mo 12. Jun 2017, 20:05

Die Energiewende hatte nicht wirklich etwas mit Klimaschutz zu tun, sondern mit einer völlig irrationalen Angst vor Kernenergie. Dabei ist Kernenergie eine moderne und zukunftsträchtige Technologie, die man weiterverfolgen könnte. Stattdessen werden nun aber Wälder abgeholzt und Naturlandschaften zerstört, um dort Vogelschreddermaschinen aufzustellen. :rolleyes:

Dazu kommen noch viele andere Aspekte. Wie teuer wird Energie durch die "Energiewende" werden? Wer soll das bezahlen? Wie hoch wird die Belastung der Bürger?

Und natürlich gibt es auch bei dem Thema wieder das Problem des Nanny-Staates, der die Bürger bevormunden und zu "guten Klimaschützern" erziehen will. :rolleyes:
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Re: Ist die CDU modern genug?

Beitragvon CaptainJack » Mi 14. Jun 2017, 14:12

Charles hat geschrieben:(12 Jun 2017, 21:05)

Die Energiewende hatte nicht wirklich etwas mit Klimaschutz zu tun, sondern mit einer völlig irrationalen Angst vor Kernenergie. Dabei ist Kernenergie eine moderne und zukunftsträchtige Technologie, die man weiterverfolgen könnte. Stattdessen werden nun aber Wälder abgeholzt und Naturlandschaften zerstört, um dort Vogelschreddermaschinen aufzustellen. :rolleyes:

Dazu kommen noch viele andere Aspekte. Wie teuer wird Energie durch die "Energiewende" werden? Wer soll das bezahlen? Wie hoch wird die Belastung der Bürger?

Und natürlich gibt es auch bei dem Thema wieder das Problem des Nanny-Staates, der die Bürger bevormunden und zu "guten Klimaschützern" erziehen will. :rolleyes:

Dazu passt
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... spartandhp
Geradezu ein Witz! Aufgrund der Energiewende wird (zumindest in Deutschland) das Vielfache an Schadstoffen auf Jahrzehnte in die Luft geblasen (Ausgang ungewiss).
Wir reißen am meisten die Klappe auf und können schon jetzt die Kriterien nicht erfüllen! :p

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