Sammelstrang Pegida

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Quatschki
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Quatschki » Do 3. Aug 2017, 19:51

So was wie Familiensplitting wird erst kommen, wenn die Mehrheit der davon profitierenden Familien Migranten sind.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Tomaner » Mo 7. Aug 2017, 01:28

schelm hat geschrieben:(03 Aug 2017, 00:03)

Deine Beurteilung als " Mythen " bezog sich auf Deutschland. Abgesehen von der Tatsache prekärer Beschäftigung auch im Westen des Landes, haben wir insbesondere im Osten ein vergleichsweise noch teilweise erhebliches Einkommensgefälle, welches ich mit den benannten Beispielen illustrieren wollte.

Klar, von 2200 Euro Nettoeinkommen plus Kindergeld, kann man eher ein Kind finanzieren, nicht jedoch von 1400 Euro oder gar ( knapp unter ) 1000 Euro. Wie soll das funktionieren ? Wo versteckt sich da der Mythos und der Wohlstand ?

Mieten in Zentren wie Jena oder Leipzig nehmen sich nichts oder nicht viel vergleichsweise zu entsprechenden Städten im Westen, niedrigere Mieten in Dörfern werden gern durch exorbitante Preise in kleinen Supermärkten / Geschäften im Sparpotential egalisiert, die teilweise überhaupt nur deshalb noch existieren, weil sie ihre Kosten durch fehlenden Umsatz über den Preis an die kleinere Kundschaft weiterreichen müssen.

und die Lösung dazu ist eine AfD die niedrigste Löhne noch kürzen wollte? Wo hat eine AfD ein Programm, Löhne zu heben und soziale Absicherungen zu verbessern? Wo gute Löhne bezahlt werden, ist eine gewerkschaft im Spiel und Tarifverträge!!! Eine AfD lügt euch anscheinend vor, Tarifverträge sind vom Himmel gefallen, stattdessen wurden sie im Westen mit Arbeitsniederlegungen erkämpft. Im Osten wurden Streiks wie in Metallbranche um 35 Stundenwoche und gleichen Löhne von euch selbst fallen gelassen und ihr habt trotz erhebliche Unterstützung aus dem Westen Streikbrecher eingesetzt, weil ihr den Rechten geglaubt habt. Jetzt reißt ihr das Maul auf und beschwert euch und wandert noch weiter nach Rechts zu denen die euch nach Strich und Faden verarscht haben? Das Gute daran, ihr wollt Linke oder Gewerkschaften verarschen, dabei merkt ihr nicht, Ihr verarscht euch selbst.
Aber wie wäre es, euren ausländerqute nochmals von 1 Prozent auf ein Halbes zu senken und noch mal dafür auf 30 Prozent Lohn zu verzichten? So nebenbei, obwohl höhere Löhne im Westen steuert der in richtung Vollbeschäftigung und genau in der Metallbranche werden Arbeitskräfte gesucht ohne Ende und dies mit Ausländeranteil von weit über 20 Prozent! Also vergleiche mal Ausländeranteil vor Ort und Einsatz von Gewerkschaften, mit Osten mit wenig Ausländern und kaum Gewerkschaften, aber hohen Prozentsatz AfD!
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon CaptainJack » Mo 7. Aug 2017, 08:25

Kannst du nicht einen Thread mit dem Thema Gewerkschaften nutzen? Was hat das mit Pegida zu tun?
"Im Namen der Toleranz lässt man zu, dass die Intoleranten ihre Infrastruktur aufbauen."
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Tomaner » Mo 7. Aug 2017, 11:39

CaptainJack hat geschrieben:(07 Aug 2017, 09:25)

Kannst du nicht einen Thread mit dem Thema Gewerkschaften nutzen? Was hat das mit Pegida zu tun?

Das ist ganz einfach! Die meisten die bei Pegida herumlaufen glauben, dass die Flüchtlinge Geld kosten und dieses Geld bei ihnen selbst besser aufgehoben ist. Wie oft hört man da, ich selbst habe nur kleine Rente oder sonstige geringe Sozialleistungen, während für Flüchtlinge Milliarden da sei. An angeblichen Ungerechtigkeiten ist also kein kapitalistisches System Schuld oder einfacher gesagt schlicht eine Formel die Renten berechnet, sondern immer nur Ausländer, die es im Osten meist nichtmal zu einen Prozent gibt. Ursache für gefühlte Ungerechtigkeiten im Osten, sind aber keine Flüchtlinge, sondern fehlende Tarife oder auch zu niedrige. Um also Anschluss an Westlöhnen zu bekommen, würde es Mitglieder bei Gewerkschaften benötigen, die auch für ihre Forderungen auf die Straße gehen und nicht jede Woche gegen Flüchtlinge schreien und Rassismus und nationalen mist vorbeten. Würde es nur den geringsten Zusammenhang Lohnhöhe, Rentenhöhe, Krankenkassenleistungen usw. in Abhängigkeit von Ausländeranteil geben, müßte wohl der Osten Deutschland auf der Überholspur sein. Tatsächlich aber sind, wo es gute und hohe Löhne gibt, auch Gewerkschaften stark und haben dort viele Mitglieder. Bei genauer Betrachtung haben die Osteutschen in der Elektro- und Metallindustrie selbst den Steik für gleiche Löhne und 35 Stundenwoche zusammenbrechen lassen, trotz das tausende westlich Gewerkschaftsmitglieder in den Osten zur Unterstützung gefahren sind. Wieder einmal wußten die Ostdeuschen alles besser und jetzt schieben sie eigenes Versagen, Flüchtlinge in die Schuhe. Dazu kommt noch, viele Ostrentner erhalten aus Renten- und Sozialkassen Zahlungen wo sie selbst nicht die ganze zeit über eingezahlt haben, sondern deutsche und ausländische Renteneinzahler aus dem Westen.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon CaptainJack » Mo 7. Aug 2017, 11:45

Tomaner hat geschrieben:(07 Aug 2017, 12:39)

Das ist ganz einfach! Die meisten die bei Pegida herumlaufen glauben, dass die Flüchtlinge Geld kosten und dieses Geld bei ihnen selbst besser aufgehoben ist. Wie oft hört man da, ich selbst habe nur kleine Rente oder sonstige geringe Sozialleistungen, während für Flüchtlinge Milliarden da sei. An angeblichen Ungerechtigkeiten ist also kein kapitalistisches System Schuld oder einfacher gesagt schlicht eine Formel die Renten berechnet, sondern immer nur Ausländer, die es im Osten meist nichtmal zu einen Prozent gibt. Ursache für gefühlte Ungerechtigkeiten im Osten, sind aber keine Flüchtlinge, sondern fehlende Tarife oder auch zu niedrige. Um also Anschluss an Westlöhnen zu bekommen, würde es Mitglieder bei Gewerkschaften benötigen, die auch für ihre Forderungen auf die Straße gehen und nicht jede Woche gegen Flüchtlinge schreien und Rassismus und nationalen mist vorbeten. Würde es nur den geringsten Zusammenhang Lohnhöhe, Rentenhöhe, Krankenkassenleistungen usw. in Abhängigkeit von Ausländeranteil geben, müßte wohl der Osten Deutschland auf der Überholspur sein. Tatsächlich aber sind, wo es gute und hohe Löhne gibt, auch Gewerkschaften stark und haben dort viele Mitglieder. Bei genauer Betrachtung haben die Osteutschen in der Elektro- und Metallindustrie selbst den Steik für gleiche Löhne und 35 Stundenwoche zusammenbrechen lassen, trotz das tausende westlich Gewerkschaftsmitglieder in den Osten zur Unterstützung gefahren sind. Wieder einmal wußten die Ostdeuschen alles besser und jetzt schieben sie eigenes Versagen, Flüchtlinge in die Schuhe. Dazu kommt noch, viele Ostrentner erhalten aus Renten- und Sozialkassen Zahlungen wo sie selbst nicht die ganze zeit über eingezahlt haben, sondern deutsche und ausländische Renteneinzahler aus dem Westen.

Man kann es also kurz machen. Fazit aus deinen Beiträgen: "Die Flüchtlinge kosten nichts!" Na dann! :thumbup:
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Quatschki » Mo 7. Aug 2017, 12:06

Tomaner hat geschrieben:(07 Aug 2017, 12:39)

Das ist ganz einfach! Die meisten die bei Pegida herumlaufen glauben, dass die Flüchtlinge Geld kosten und dieses Geld bei ihnen selbst besser aufgehoben ist. Wie oft hört man da, ich selbst habe nur kleine Rente oder sonstige geringe Sozialleistungen, während für Flüchtlinge Milliarden da sei.

Findest du es gut und zweckdienlich, dass die Kosten für hier lebende Flüchtlinge mehr als doppelt so hoch sind als sämtliche Entwicklungshilfegelder der Bundesrepublik für die gesamte dritte Welt insgesamt?

Zu deinen übrigen Auslassungen fällt mir nur ein: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!",
ob 1946, 1990 ff. oder in der Gegenwart - es ist erstaunlich, wie sich dieser alte Slogan immer wieder bewahrheitet.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Tomaner » Mo 7. Aug 2017, 12:43

Quatschki hat geschrieben:(07 Aug 2017, 13:06)

Findest du es gut und zweckdienlich, dass die Kosten für hier lebende Flüchtlinge mehr als doppelt so hoch sind als sämtliche Entwicklungshilfegelder der Bundesrepublik für die gesamte dritte Welt insgesamt?

Zu deinen übrigen Auslassungen fällt mir nur ein: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!",
ob 1946, 1990 ff. oder in der Gegenwart - es ist erstaunlich, wie sich dieser alte Slogan immer wieder bewahrheitet.

"Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!", bezieht sich auf die entstehende linke Räterepublik und gerade das kritisierst du? Erstaunlich! Es ist für mich uninteressant was Menschen kosten, wenn geholfen werden muß. Niemand hat auch das Recht, gibt es beispielsweise Verletzungsopfer, vorher nachzurechnen, ob die Hilfe und Bergung sich rechnen, es ist strafbar nicht zu helfen, denn es wäre unterlassene Hilfeleistung.
Wenn ihr hier uns vorrechnet, was Kriegsflüchtlinge kosten oder wie rentabel Menschenleben sind, läst es für mich Rückschlüsse über eure Geisteshaltung zu. Um wieviel ist für dich ein deutsches Leben wertvoller als ein ausländisches? Wieviel dürfte ein Schiff in Seenot mir AfD Mitgliedern zur Rettung mehr kosten, als ein Schiff mit flüchtlingen? Zehn mal soviel oder hunder- und tausendmal soviel?
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Tomaner » Mo 7. Aug 2017, 13:01

Quatschki hat geschrieben:(07 Aug 2017, 13:06)

Findest du es gut und zweckdienlich, dass die Kosten für hier lebende Flüchtlinge mehr als doppelt so hoch sind als sämtliche Entwicklungshilfegelder der Bundesrepublik für die gesamte dritte Welt insgesamt?

Zu deinen übrigen Auslassungen fällt mir nur ein: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!",
ob 1946, 1990 ff. oder in der Gegenwart - es ist erstaunlich, wie sich dieser alte Slogan immer wieder bewahrheitet.

Was Entwicklungshilfe und Flüchtlingshilfe kosten ist von einander unabhängig. Vor allem verschweigst du das Flüchtlinge hier auch einmal Steuer bezahlen, also ihre Kosten damit zurückzahlen. Meine Nachbarn sind Flüchtlinge und Moslems! Der Vater arbeitet als Kraftfahrer für Stahl, der große Sohn als Diplomingeneur in Nürberg, der mittlere Sohn als Automechatroniker in KFZ Werkstatt, nur der kleine geht noch zur Schule.
Aber all das war nicht die Frage. Es ging darum, in wie fern Ostlöhne oder Renten abhängig von Ausländerquoten oder Flüchtlingsanteil sind. Inzwischen wurde ein Mindeslohn trotz Flüchtlinge eingeführt und vielen Arbeitnehmern geht es im Osten besser als vor den Flüchtlingen. Was mich betrifft, ich arbeite in Metalltarif und unsere Lohnforderungen oder auch Höhe des ERA hat nichts aber auch gar nichts mit der anzahl von Flüchtlingen zu tun. Gäbe es keinen einzigen Flüchtling, hätte ich deswegen, genauso wenig wie im Osten, auch nur einen Euro Lohn pro Monat mehr. Ihr versucht aufs schändlichste Arbeitnehmer, Arbeitslose gegenüber Flüchtlinge auszuspielen, aber kritisiert nicht im entferntesten Milliarden an Steuerhinterziehungen von Reichen, die ohnehin alles haben. Lieber geht ihr auf Leute los, die alles verloren haben oder fast alles um ihr naktes Leben zu retten.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon schelm » Mo 7. Aug 2017, 13:51

Tomaner hat geschrieben:(07 Aug 2017, 12:39)

Das ist ganz einfach! Die meisten die bei Pegida herumlaufen glauben, dass die Flüchtlinge Geld kosten und dieses Geld bei ihnen selbst besser aufgehoben ist. Wie oft hört man da, ich selbst habe nur kleine Rente oder sonstige geringe Sozialleistungen, während für Flüchtlinge Milliarden da sei. An angeblichen Ungerechtigkeiten ist also kein kapitalistisches System Schuld oder einfacher gesagt schlicht eine Formel die Renten berechnet, sondern immer nur Ausländer, die es im Osten meist nichtmal zu einen Prozent gibt. Ursache für gefühlte Ungerechtigkeiten im Osten, sind aber keine Flüchtlinge, sondern fehlende Tarife oder auch zu niedrige. Um also Anschluss an Westlöhnen zu bekommen, würde es Mitglieder bei Gewerkschaften benötigen, die auch für ihre Forderungen auf die Straße gehen ....

Es gibt einen sehr umfangreichen und guten Wikipedia - Eintrag " Aufbau Ost ", der die Ursachen struktureller Defizite sehr genau beleuchtet. Ich empfehle ihn zu lesen.

Das Modell Frankreich ( auf die Barikaden gehen und fordern ) hilft den noch strukturschwachen Gebieten im Osten nicht weiter, wie übrigens es auch Bremen, dem Saarland oder NRW nicht weiter helfen würde. Linkes Denken meint immer, man müsse nur laut genug fordern, dann fließen die Gelder, so als würden sie zentral erwirtschaftet und verteilt.

Das grundsätzliche Problem im Osten mit Beginn der Währungsunion war und ist in einem aufgeteilten Markt bei fehlender Effizienz und Marktanteilen sofort bestehen zu müssen, etwas, dass erwartungsgemäß in einer freien Marktwirtschaft zum Ruin führt. Oder man rappelt sich auf, über Ideen, Umstrukturierung, Kostensenkung. Dieser Prozess läuft, dauert an, mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Quatschki » Mo 7. Aug 2017, 14:41

Tomaner hat geschrieben:(07 Aug 2017, 13:43)

"Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!", bezieht sich auf die entstehende linke Räterepublik und gerade das kritisierst du? Erstaunlich! Es ist für mich uninteressant was Menschen kosten, wenn geholfen werden muß. Niemand hat auch das Recht, gibt es beispielsweise Verletzungsopfer, vorher nachzurechnen, ob die Hilfe und Bergung sich rechnen, es ist strafbar nicht zu helfen, denn es wäre unterlassene Hilfeleistung.
Wenn ihr hier uns vorrechnet, was Kriegsflüchtlinge kosten oder wie rentabel Menschenleben sind, läst es für mich Rückschlüsse über eure Geisteshaltung zu. Um wieviel ist für dich ein deutsches Leben wertvoller als ein ausländisches? Wieviel dürfte ein Schiff in Seenot mir AfD Mitgliedern zur Rettung mehr kosten, als ein Schiff mit flüchtlingen? Zehn mal soviel oder hunder- und tausendmal soviel?

Wenn sich unsereiner vorsätzlich und fahrlässig in Gefahr begibt und einen Rettungseinsatz provoziert, bekommt er hinterher eine saftige Rechnung von der Feuerwehr oder Rettungsdienst.
Wenn man noch die eigenen Schutzbefohlenen, Frau und Kinder dadurch in Lebensgefahr bringt, landet man zweifellos vor Gericht! Und zwar zurecht!

Und mit Deinem ökonomischen Sachverstand könntest du es in Venezuela weit bringen als Ausgabenexperte, der sich nicht für die Ertragsseite und die Entstehung von Werten und Arbeit interessiert.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Tomaner » Mo 7. Aug 2017, 19:26

schelm hat geschrieben:(07 Aug 2017, 14:51)

Es gibt einen sehr umfangreichen und guten Wikipedia - Eintrag " Aufbau Ost ", der die Ursachen struktureller Defizite sehr genau beleuchtet. Ich empfehle ihn zu lesen.

Das Modell Frankreich ( auf die Barikaden gehen und fordern ) hilft den noch strukturschwachen Gebieten im Osten nicht weiter, wie übrigens es auch Bremen, dem Saarland oder NRW nicht weiter helfen würde. Linkes Denken meint immer, man müsse nur laut genug fordern, dann fließen die Gelder, so als würden sie zentral erwirtschaftet und verteilt.

Das grundsätzliche Problem im Osten mit Beginn der Währungsunion war und ist in einem aufgeteilten Markt bei fehlender Effizienz und Marktanteilen sofort bestehen zu müssen, etwas, dass erwartungsgemäß in einer freien Marktwirtschaft zum Ruin führt. Oder man rappelt sich auf, über Ideen, Umstrukturierung, Kostensenkung. Dieser Prozess läuft, dauert an, mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Dennoch gelten in Bremen, dem Saarland oder NRW IGM Tarifverträge, 35 Stundenwoche und gleich Löhne. Es geht auch nicht um lautes schreien, sondern um eine möglichst gerechte Aufteilung eines gemeinsam erarbeiteten Kuchen. Ein Auto das heute im Osten Deutschlands hergestellt wird, ist im Endpreis nicht billiger! Mit Frankreich oder auch Kanada kann man sich nicht vergleichen und es gibt auch kein erstrebeswertes Model. Der Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich oder Kanada ist der, dass Arbeitnehmer sich bei uns auf fast gleicher Augenhöhe bewegen, wie Arbeitgeber und Ingeneure. Ein fertiger Azubi mit Bestnoten wurde aus einem unserer Werke aus Kanada wieder heimgeschickt, weil er es "gewagt" hatte bei einen kanadischen Ingenieur einen Verbesserungsvorschlag gemacht hatte, was dort nicht sein darf, weil dies beiden sich nicht auf Augenhöhe befinden, nach dortigen Vorstellungen.
Wir von der iGM schreien oder streiken auch nicht zu Spass oder um jemanden zu ärgern, sondern genau um auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern verhandeln zu können, und um einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu erreichen. Weder werden wir uns einen Lohndiktat der Arbeitgeber hingeben, noch werden dies bei uns die Arbeitgeber tun. Wenn die Arbeitnehmer im Osten aber auf AfD hören und solche Dinge wie du gebracht haben verinnerlichen, dann hört gefälligst damit auf, das für Renten- und Lohnhöhen angeblich Flüchtlinge verantwortlich wären. Mit dem mindeslohn haben sich einige Arbeitnehmer in der ehemaligen DDR stark verbessert, ging deshalb die Welt unter? Und eben starke rechtsradikale Untriebe im Osten, schrecken möglich Investoren im Osten ab, denn wenn ich mit ausländischen Kunden regelmäßig verhandeln müsste und die so behandelt werden, wie Ausländer zum Teil in national befreiten Zonen, dann würde ich auch keinen müden Euro da rein stecken.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon von Grimm » Mo 7. Aug 2017, 19:52

schelm hat geschrieben:(07 Aug 2017, 14:51)

Es gibt einen sehr umfangreichen und guten Wikipedia - Eintrag " Aufbau Ost ", der die Ursachen struktureller Defizite sehr genau beleuchtet. Ich empfehle ihn zu lesen.

Das Modell Frankreich ( auf die Barikaden gehen und fordern ) hilft den noch strukturschwachen Gebieten im Osten nicht weiter, wie übrigens es auch Bremen, dem Saarland oder NRW nicht weiter helfen würde. Linkes Denken meint immer, man müsse nur laut genug fordern, dann fließen die Gelder, so als würden sie zentral erwirtschaftet und verteilt.

Das grundsätzliche Problem im Osten mit Beginn der Währungsunion war und ist in einem aufgeteilten Markt bei fehlender Effizienz und Marktanteilen sofort bestehen zu müssen, etwas, dass erwartungsgemäß in einer freien Marktwirtschaft zum Ruin führt. Oder man rappelt sich auf, über Ideen, Umstrukturierung, Kostensenkung. Dieser Prozess läuft, dauert an, mit unterschiedlichen Ergebnissen.


Kann es sein, dass du nicht mal eine Ahnung hast davon, was vor ca. 30 Jahren ablief? :|
Vor 25 jahren hätte ich noch gesagt, der Depp weiß es nicht besser. Aber nach nunmehr fast dreißig Jahren erwartetet man doch von halbwegs intelligenten Menschen so etwas wie Bildung.
Ich erkläre jetzt nicht noch einmal, wer die Reparationen des 2. Weltkriegs gezahlt hat. Ich erzähle nicht noch einmal vom Marshall-Plan.
Das alles steht bei Google.

Ansonsten: Die Aufträge der DDR-Firmen wurden von BRD-Firmen, etc.pp. übernommen. Die DDR-Firmen geschlossen. Im Einverständnis, und auch auf Betreiben derGewerkschaften!
Es war keine Wiedervereinigung - es war eine Annektion.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Tomaner » Mo 7. Aug 2017, 20:25

von Grimm hat geschrieben:(07 Aug 2017, 20:52)

Kann es sein, dass du nicht mal eine Ahnung hast davon, was vor ca. 30 Jahren ablief? :|
Vor 25 jahren hätte ich noch gesagt, der Depp weiß es nicht besser. Aber nach nunmehr fast dreißig Jahren erwartetet man doch von halbwegs intelligenten Menschen so etwas wie Bildung.
Ich erkläre jetzt nicht noch einmal, wer die Reparationen des 2. Weltkriegs gezahlt hat. Ich erzähle nicht noch einmal vom Marshall-Plan.
Das alles steht bei Google.

Ansonsten: Die Aufträge der DDR-Firmen wurden von BRD-Firmen, etc.pp. übernommen. Die DDR-Firmen geschlossen. Im Einverständnis, und auch auf Betreiben derGewerkschaften!
Es war keine Wiedervereinigung - es war eine Annektion.

Annektion? Lächerlich! Die wollten doch zu uns und in ehemaligen DDR sind weit über 2000 Milliarden geflossen. Für die Hälfte hätten wir 20 meter hohe Mauer bauen können mit dach drüber!
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Quatschki » Mo 7. Aug 2017, 20:49

von Grimm hat geschrieben:(07 Aug 2017, 20:52)
Es war keine Wiedervereinigung - es war eine Annektion.

Der Prozeß ist ja noch im Gang
Als gewitzelt wurde: "Erst wenn der letzte Ostdeutsche aus dem Grundbuch getilgt ist, wird die Einheit vollendet sein...", konnte sich keiner vorstellen, was sie wirklich vorhaben
Und dass sie nach 70 Jahren auch wieder Polen, Tschechien und Ungarn mit der gleichen Besessenheit wie einst ihre Volkstumspolitik aufoktroyieren wollen
Diesmal nur statt mit Blondlingen aus dem Lebensborn-Brüter mit den neuen Herrenmenschen aus dem Süden...
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon schelm » Mo 7. Aug 2017, 21:04

von Grimm hat geschrieben:(07 Aug 2017, 20:52)

Kann es sein, dass du nicht mal eine Ahnung hast davon, was vor ca. 30 Jahren ablief? :|
Vor 25 jahren hätte ich noch gesagt, der Depp weiß es nicht besser. Aber nach nunmehr fast dreißig Jahren erwartetet man doch von halbwegs intelligenten Menschen so etwas wie Bildung.
Ich erkläre jetzt nicht noch einmal, wer die Reparationen des 2. Weltkriegs gezahlt hat. Ich erzähle nicht noch einmal vom Marshall-Plan.
Das alles steht bei Google.

Ansonsten: Die Aufträge der DDR-Firmen wurden von BRD-Firmen, etc.pp. übernommen. Die DDR-Firmen geschlossen. Im Einverständnis, und auch auf Betreiben derGewerkschaften!
Es war keine Wiedervereinigung - es war eine Annektion.

Bereits halbwegs intelligente Menschen wissen um die Endlichkeit eines Startkapitals, wird es nicht effektiv eingesetzt. Ein Marshall - Plan würde einer soz. Planwirtschaft wenig nützen, höchstens ( wie der Milliardenkredit von Strauss ) deren Niedergang verzögern.

Die Zerschlagung einzelner, durchaus überlebensfähiger Betriebe, bleibt davon grundsätzlich unberührt.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Cat with a whip » Fr 22. Sep 2017, 19:23

Der Intensivstraftäter und Kopf von Pogida Christian Müller wurde in Spanien von der Polizei gefasst, nachdem er sich durch Flucht vor seiner Gefängnisstrafe in Deutschland entzog. Er verriet sich unfreiwillig selbst, als er mit seiner Lebensgefährtin eine Tanzbar anmeldete. Spekuliert wird dass er das Startkapital dazu aus der Pogidakasse entwendete.


http://www.pnn.de/potsdam/1218912/
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum

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